Sarrazin und die normative Kraft von Supermemen in der Öffentlichkeit
Frei erfundene Fakten, wie Thilo S. sie in die Welt setzt, sind ein Problem für öffentliche Diskurse. Denn eine Diskussionskultur des lauteren Argumentes basiert nicht mehr auf Plausibilität. So formen Berufsdemagogen die Realität der Aufmerksamkeitsökonomie.
Bild und Spiegel haben das Sarrazin-Buch mit den spektakulären Vorabdrucken gehypt
Mit dem Vorabdruck hätten die Redaktionen die darin vertretenen Ansichten zumindest für diskussionswürdig und diskussionsnotwendig erachtet, und könnten damit auch für Sarrazins völkische Genetik mit in Haftung genommen werden, meint Michael Spreng.
all2gethernow: Die Highlights der «Berlin Music Week Conference»
Konferenz, Festival und Messe: Im Rahmen der «Berlin Musik Week» gibt es nächste Woche einige spannende Veranstaltungen für Künstler und Kreativwirtschaft. Carta hat hier eine Auswahl der interessantesten Sessions aus dem Konferenzprogramm zusammengestellt.
Die deutschen Flattr-Charts im August
Die Liste der 25 meist-geflatterten deutschsprachigen Textbeiträge im August: Spreeblicks Spreeblasenlampe, Streetview-Argumente, Sauerland vs. Loveparade-Aufklärung, GVU.
NZZ: «Das Internet fördert eine libertäre Grundstimmung»
NZZ-Medienredakteur Rainer Stadler bilanziert die kurze Debatte um das Leitungsschutzrecht in der Schweiz und meint: Das Netz schafft eine libertäre Meinungslage.
Wo Papier irrt: Textangebote gehören nicht zur Grundversorgung
Im Netz gibt es eine Fülle vielfaltsstiftender Beiträge. Digitaler Textangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Gewährleistung von Vielfalt bedarf es daher nicht. Auch das Verfassungsgericht hat das bereits angedeutet.
Papier: Das Internet ist am ehesten Rundfunk
Hans-Jürgen Papier über sein Gutachten «Presse macht Rundfunk»: über die fragwürdige Kategorie «Presseähnlichkeit», über das neue Orientierungsbedürfnis der Bürger im Netz und Schutzpflichten des Gesetzgebers zugunsten der Presse.
Unbegründet: Norbert Bolz‘ Angst vor der gesellschaftlichen Fragmentierung
Die Abschottung in digitale Echokammern zwischen Gleichgesinnten ist eher ein Randphänomen. Vielmehr vermischen sich Interessen, Gruppen und Nischen durch die Macht der Verlinkung: Im Netz entscheidet jeder immer wieder neu, was relevant ist. Damit nähern sich Diskurse den tatsächlichen Interessen der Bürger an.
Sarrazin und die Medien: Pure Heuchelei
Sarrazin passt ins Beuteschema des Journalismus. Es ist aber nicht er die Beute, sondern der Journalismus ist seine Beute.