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Wolfgang Michal

Die gute Butter und der gute Journalismus

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Früher war Journalismus halt Journalismus. Man hat nicht viel darüber nachgedacht. Heute wird unglaublich viel Zeit darauf verschwendet, permanent die eigene Wichtigkeit zu betonen.

19.12.2012 | 

Gegenwärtig erstickt der Journalismus in Eitelkeit. Zeitungen und Journalisten promoten sich selbst in unzähligen Sonntagsreden, Leitartikeln, Konferenzen, Podiumsdebatten, Preisverleihungen, Initiativen und „Dossiers“. Prominente (!) Journalisten betonen, wie unersetzbar „guter Journalismus“ doch ist; dass es sich ohne „guten Journalismus“ gar nicht mehr zu leben lohnt. Ohne „guten Journalismus“ ist alles Mist: die Demokratie, die Gesellschaft, die Politik, die Zukunft der Zeitungen und natürlich das entspannte Lesen derselben am Kamin. Der Begriff des „guten Journalismus“ übernimmt allmählich die Funktion, die in der Generation der Großeltern die „gute Butter“ innehatte. Die Verwendung des Wortes Butter ohne das aufwertende Beiwort „gute“ war praktisch unmöglich (eine unterhaltsame Demonstration dieses Phänomens findet sich in Jochen Malmsheimers grandioser „Rede über das Wurstbrot“).

 

Nimm die gute Butter, mein Kind!

Auch den Journalismus gibt es in den zahllosen Selbstlob- und Selbstbejammerungs-Debatten kaum noch ohne die Beschwörungsformel „guter“ oder „Qualitäts-“. Nimm dengutenJournalismus, mein Kind! Wahrscheinlich fördert der rituelle Gebrauch dieser Adjektive den immunisierenden Glauben an die eigene unersetzliche Rolle. Vielleicht steckt auch die Sehnsucht nach positiven Nachrichten dahinter, nach Familie, Zusammenhalt, Pfeffernüssen, Kerzenschein und raschelndem Papier im Ohrensessel – nach dem, was Stefan Niggemeier jüngst „Wärmestuben“- oder „Wohlfühljournalismus“ nannte und Christian Jakubetz „Zeitungs-Cocooning“. Es stimmt ja: Die böse alte „Schlag“zeile wird neuerdings am Wochenende häufig von Schmuckbildchen und Soft-Meldungen in den Hintergrund gedrängt (Landlust, ick hör dir trapsen).

Vielleicht ist es aber auch bloß eine Machtdemonstration. In vielen gutenZeitungen macht sich – nach einer Phase des Handreichens – wieder eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber dembösenInternet breit. Diese Haltung dient offenbar der eigenen Selbsterhöhung. Man will sich – verdammtnochmal – nicht länger schlecht reden lassen. Man will dem Mob endlich zeigen, wo der Hammer hängt und derguteJournalismus zuhause ist.

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20 Kommentare

  1. Thomas Gierse |  19.12.2012 | 21:39 | permalink  

    Die gute Butter – solche Sprüche meiner Oma habe ich noch im Ohr. Wir haben damals auf Flora-Margarine geschworen, schon aus Kostengründen. Butter war für sonntags. Vergleichbar mit dem Journalismus, der an den meisten Tagen unglaublich banal ist. Ein ehrliches Handwerk halt, das gelegentlich ein Meisterstück gebiert.

    Wer backt denn heute die besseren Schoko-Croissants – Ihr Bäcker oder die Back-Factory? Ich fürchte, auch handwerkliche Tradition ist ein Raison d’être mit begrenzter Haltbarkeit. Die Chefbastler mit den Redaktions-Experimentierkästen merken das langsam und bekommen kalte Füße. Noch’n Wichtig-Award? Noch’n Desk oder noch’n Desk weniger? Noch’n Leser düpiert? Noch’n Redakteur, seine Themen und sein Netzwerk entlassen?

    Die Souveränität der so sehr druckerschwärze- und (!) netzaffinen Nomenklatura schmiert gerade ab in Larmoyanz. Das jüngste Geschäftsmodell heißt “gute Butter”. Genauer: “Unsere Gute Butter”. Darüber werden wir noch viele Tweets und Blogs zu lesen bekommen, das selbstreferentielle Karussell nimmt gerade erst Fahrt auf.

  2. Klaus Jarchow |  19.12.2012 | 23:34 | permalink  

    Sie sind Kritik nicht gewohnt, weil bisher die Organe für Kritik in ihrer Hand waren. Ein solcher Verlust schmerzt, da muss gute Butter auf die wunden Stellen …

  3. Aktuelles 20. Dezember 2012 — neunetz.com |  20.12.2012 | 07:00 | permalink  

    [...] Die gute Butter und der gute Journalismus [...]

  4. Die gute Butter und der gute Journalismus | Journalismus 2.0 | Scoop.it |  20.12.2012 | 07:48 | permalink  

    [...] Früher war Journalismus halt Journalismus. Man hat nicht viel darüber nachgedacht. Heute wird unglaublich viel Zeit darauf verschwendet, permanent die eigene Wichtigkeit zu betonen.  [...]

  5. Leman |  20.12.2012 | 09:28 | permalink  

    Die Zero Tolerance Haltung einiger Journalisten in Dland gegenüber dem ach so bösen Internet führt nur tiefer in die digitale Spaltung: Print wird weiter in Richtung Best Ager mit Soft-Themen entwickelt während das Internet mit zahlreichen innovativen Ideen (Mein aktueller Favorit ist QUARTZ http://qz.com/) für die digitale Generation aufwartet. Ich habe damit grundsätzlich kein Problem. Gilt in gleichem Maße für TV, wo sich der ÖR nur durch ein System der Zwangsernährung für die Zuschauer durch die GEZ finanzieren kann. Die Selbstüberhöhung des deutschen Journalismus, so sie den überhaupt möglich ist, führt nur zu einer größeren Falltiefe.

  6. Detlef Borchers |  20.12.2012 | 13:38 | permalink  

    Ich finde die Vermischung mit dem “gute Butter”-Tick der darbenden Kriegsgenerationen ausgesprochen unglücklich. Journalisten betreiben Journalismus, schreiben Texte, filmen usw. Ob es guter Journalismus ist, beurteilen die Leser/Rezipienten, niemand sonst.

  7. joss |  20.12.2012 | 14:44 | permalink  

    Vielleicht wäre es – wieder mal – an der Zeit auf den anderen klassischen
    Medienkritiker einzugehen, wieder vorzustellen. Und damit gleich auch einen
    Schritt weiter zu gehen.
    Zum Beispiel Karl Kraus, der ja immerhin mit seiner Medienkritik in vieler
    Hinsicht recht hatte. Und ausserdem wirklich herrlich schimpfen konnte über
    die Presse. Das wäre vielleicht auch mal was für Medienverdrossene, die
    müssten ja auch bedient werden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kraus

  8. Detlef Borchers |  20.12.2012 | 15:00 | permalink  

    @7, mit Kraus: “Von der Verwüstung, die die Druckerpresse anrichtet, kann man sich heute noch gar keine Vorstellung machen. Das Luftschiff wird erfunden und die Phantasie kriecht wie eine Postkutsche. Automobil, Telephon und die Riesenauflagen des Stumpfsinns – wer kann sagen, wie die Gehirne der zweitnächsten Generation beschaffen sein werden?”

  9. Matthias Krämer |  20.12.2012 | 17:44 | permalink  

    Köstlich, diese gute Butter! Allerdings sind in meiner Wahrnehmung die Diskursbedingungen heute, wenn es um Qualitätsjournalismus geht, ganz anders als damals beim Streichfett. 1967 zum Beispiel kämpften die “westdeutschen Margarine-Hersteller (der größte: Unilever mit 60 Prozent Marktanteil)” gegen den “Verein Zur Förderung des Milchverbrauchs” um die Köpfe der Verbraucher. Zwei Lobbys mit einigermaßen gleichen Waffen: Fragwürdige Auftragsstudien zur Gesundheit.

    In der Frage, was besser informiert, sehe ich aber keine zwei Titanen, die sich gegenüber stehen. Dafür demontiert sich der eine Titan selbst: Das Wort Qualitätsjournalismus braucht nicht einmal mehr Anführungszeichen, um sich ad absurdum zu führen, und in diesem Sinne wird es häufig auch ironisch benutzt. Denn wenn ein Journalist ernsthaft das Wort Qualitätsjournalismus benutzt, handelt es sich bereits nicht mehr um einen guten Journalisten. Er verstößt nämlich damit gegen Hajo Friedrichs Grundsatz: “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache”. Auch nicht mit der guten Butter des Qualitätsjournalismus, wäre hier zu ergänzen.

    Aber weder der Zusatz von Adjektiven, noch von ungesättigten Fettsäuren konnte Butter oder Margarine einen eindeutigen Sieg bescheren. Von 1956 bis 1966 konnte die gute Butter sich heranpirschen. Gleichzeitig sank aber laut Spiegel von 1967 der Gesamtverbrauch von 19,6 kg pro Kopf und Jahr (davon 12,7 kg Margarine) auf 18,2 kg pro Kopf und Jahr (davon 9,7 kg Margarine). Dann überholte die Butter die Margarine. Aber 2011 wurden zusammen nur noch 11 pro Kopf und Jahr verbraucht (davon 6,1 kg Butter). Das sind jetzt über 50 Jahre Ringen um die Vorherrschaft. Dabei sind sie nur Hand in Hand dem Untergang entgegen gegangen.

    Wirksam ist dagegen massiver staatlicher Druck: In Finnland zum Beispiel sank der Anteil der Butter-aufs-Brot-Streicher seit 1970 von 95% auf 5%. Damit, den Staat für sich einzuspannen, versucht es der Qualitätsjournalismus ja auch seit geraumer Zeit. Das spräche dafür, dass es beim Leistungsschutzrecht letztlich nicht um Google geht, sondern um die Kontrolle des Informationsmarktes. Google ist kein echter Konkurrent der Verlage auf diesem Markt, und das Leistungsschutzrecht ist hinreichend schwammig formuliert, um noch gegen echte Konkurrenten ausgerichtet zu werden.

  10. f gruen |  20.12.2012 | 18:16 | permalink  

    Das geht am Thema alles vorbei.
    Guter Journalismus ist der, der von Profis gemacht wird, nicht von den ganzen Amateuren, die auch eine Tastatur auf dem Tisch (oder Pad oder was für ein Gerät auch immer) haben. Profis, die noch Zusammenhänge überblicken, die noch der Rechtschreibung und Grammatik mächtig sind, die nicht nur Kürzestsätze schreiben und auch nicht ständig Meinung und Nachricht vermischen.
    Das ist für mich guter Journalismus. Aber der stirbt im Zeitalter des Jedermann-Geschwätzes halt leider aus.

  11. Klaus Jarchow |  20.12.2012 | 20:46 | permalink  

    @ f gruen: Das ist kein Kriterium. Während der gesamten NS-Zeit wurden alle deutschen Zeitungen “von Profis gemacht”. Manche arbeiteten danach in der Bundesrepublik weiterhin “professionell” …

  12. Raventhird |  20.12.2012 | 23:20 | permalink  

    Aber wenn wir schon über guten Texte reden: Diese zwei hingeworfenen und inhaltsleeren Absätze Printbashing auf Basis eines Gleichnisses, das vielleicht einen Tweet tragen hätte können, aber keinen Artikel, sind genau das halt auch nicht, ganz im Gegenteil. Man weiß gar nicht so genau, was das soll, denn der Text ist nichts anderes als das Gegenstück zu dem, was im Text der Gegenseite vorgeworfen wird. Aber auf Twitter verlinken sie es trotzdem bestimmt, jede Wette.

  13. f gruen |  20.12.2012 | 23:22 | permalink  

    Das meinte ich ja auch mit “Profis”: Die nicht ständig Meinung und Nachricht vermischen. Ein “guter” Journalist kann das trennen und manipuliert nicht.

  14. Matthias Krämer |  21.12.2012 | 01:27 | permalink  

    Ein “guter” Journalist, ist der in Anführungsstrichen “gut”, oder wirklich? Und warum soll eigentlich 2012 in Blogs die Regel der Trennung von Nachricht und Meinung gelten, die 1945 von der alliierten Pressezensur eingeführt wurde, um einer gesellschaftlichen Polarisierung durch meinungmachende Medienkonzerne wie in der Weimarer Republik vorzubeugen? Die medialen Machtverhältnisse unterscheiden sich schließlich grundlegend. Zuletzt: Wo gibt es denn diese “Profis”, die Nachricht und Meinung strikt trennen? Eine Trennung kann man überwiegend dann konstatieren, wenn die Nachricht von einer Agentur übernommen wird, der Kommentar dazu von einem Redakteur ergänzt wird. Und selbst dann sind Nachrichten regelmäßig meinungsgefärbt, Kommentare regelmäßig wie Tatsachenbehauptungen formuliert.

    Und nun mein Kommentar:
    Ich halte die Trennungsregel überwiegend für eine Ideologie, die mit dem wirklichen Leben wenig zu tun hat, aber von “Profis” gern unhinterfragt behauptet wird. Überzeugende Argumente, warum normativ generell an der Trennungsregel festgehalten werden sollte, sind mir ebensowenig bekannt wie Erläuterungen, unter welchen Bedingungen die Trennungsregel überhaupt konsequent realisierbar wäre, ob diese Bedingungen irgendwo gegeben sind oder was notwendig wäre, um sie zu schaffen.

  15. Petter Pettersson |  21.12.2012 | 14:58 | permalink  

    Kurz und knapp: Sobald eine wirtschaftliche Abhängigkeit besteht, fällt es schwer, zwischen Journalismus und Auftragsschreiberei zu unterscheiden.

    Man kann sich heute im Grunde anschauen oder durchlesen, was man will und egal in welchem Sender oder welcher Zeitung, die reden und schreiben fast alle den gleichen Müll.

    Manchmal weiß man sogar, was sie als Nächstes sagen/schreiben werden. Da wird es dann echt lustig.

  16. Wolfgang Michal |  21.12.2012 | 15:20 | permalink  

    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich mag Gutenjournalismus, ich mag es nur nicht, wenn er so überhöht wird (und man vielleicht etwas ganz anderes damit meint).

  17. Nik |  21.12.2012 | 15:58 | permalink  

    Warum sollten die “Gesetze des Marktes” ausgerechnet vor “Qualitätsjournalismus” halt machen? Hat dieser uns nicht die gültigen neoliberalen Gesetzmäßigkeiten regelrecht eingetrichtert? Ironischerweise trifft es nun den Mainstream, vielleicht lässt sich Qualitsjournalismus hauptsächlich in den Blogs des Wewewes finden. Das Gehäule ist erbärmlich. Günther Lachmann ist für mich ein gutes Beispiel für qualitativ gute Berichtserstattung. Wenn Nachrichten banal sind und die Absicht der Schreiber zu offensichtlich wird, lässt sich Qualität nich herbei lamentieren.

  18. Klaus Jarchow |  22.12.2012 | 09:42 | permalink  

    @ f gruen: Leute wie Andrea Seibel, Dorothea Siems, Jan Fleischhauer, Henryk M. Broder, Gabor Steingart, Matthias Matussek, H-U Jörges usw. würden nicht ständig ‘Meinung’ und ‘Nachricht’ vermischen – obwohl sie doch als Prototypen des Qualitätsjournalismus gelten? Ich mag’s kaum glauben …

    Ich denke, das Vermischen von M und N wäre noch das kleinste Problem, wenn die Meinungsmache als solche dabei erkennbar bliebe. Es geht eher um dieses unaufhörliche pseudowissenschaftliche Getute, das sich zumeist auf PR-Studien und dubiose Institute (Stichwort ‘Raffelhüschen’) stützt, nur, um eine Meinung mit eigens hingetrimmten Zahlen zu lancieren – z.B. das alte publizistische Lied nach der Melodie: “Der ausufernde Sozialstaat bringt uns noch alle um”. Das ertönt, obwohl der gesamte Sozialstaat seit 1975 ziemlich genau und konstant seine 31 bis 33 Prozent des BIP verbraucht. Was jedes Kind umstandslos auch recherchieren kann (z.B. http://www.vwl.uni-wuerzburg.de/fileadmin/12010500/user_upload/skripte/ss06/fiwi3/fiwiIIIkap1.pdf).

    Und diese Konstanz existiert auch noch trotz der Wiedervereinigung, trotz der “Einwanderung in den Sozialstaat”, trotz der “Überalterung” und all der anderen ‘Aufregerthemen’ unserer ‘Qualitätspublizistik’. Im Kern – darum geht es also m.E. bei der veröffentlichten Meinung zum Thema – soll das BIP endlich mal anders verteilt werden. Es geht um das Schleifen des Sozialstaats im Geiste der ‘Tea Party’. Das wiederum schreibt bloß keiner, außer den Sozialverbänden vielleicht – wohl wegen der werten Anzeigenkunden …

  19. Peer Steinbock |  22.12.2012 | 18:13 | permalink  

    @18: Der Sozialstaat bleibt konstant. Trotzdem jammern die einen über den “ausufernden” Sozialstaat, die anderen über die immer größer werdende “Umverteilung von unten nach oben”.
    Gerade in den letzten Tagen jagte eine Hiobs-Botschaft die nächste, die Ärmen würden immer ärmer, die Reichen immer reicher.
    Ich glaube eher, die Dummen werden immer dümmer, die Schlauen aber nicht schlauer.

  20. Michael Lohmann |  02.01.2013 | 17:47 | permalink  

    Ihre Beobachtung ist interessant, Herr Michal. Parallel zu der dauernden Selbstbelobigung sehe ich eine fortschreitende Simulation des vermeintlich “guten Journalismus”. Zwar wird inhaltlich nicht viel gesagt, aber sich einer Sprache befleißigt, die dem Leser größtmögliche Aufklärung verheißt. Für eine echte Recherche fehlen Zeit und Geld. Also müssen die Autoren anders zeigen, dass sie investigative Aufklärer sind. Sie tun es durch Rhetorik, mit deren Hilfe sie sich als Journalisten inszenieren, die vermeintlich Wichtiges und Wahres über die Welt zu berichten haben. Letzlich errichten sie aber eine Fassade aus ungedeckten Behauptungen, Bedeutung suggerierenden Metaphern und der Rückführung allen Weltgeschehens auf das Denken und Fühlen einiger weniger wichtiger Männer und Frauen. Es fehlt dann aber an Fakten und Argumenten, die die Journalistenthesen abstützen.

    Vermutlich entsteht die dauerhafte Beschwörung der eigenen Bedeutung aus dem Wissen heraus, dass man nicht mehr wirklich handfeste Qualität liefern kann und deshalb bedroht ist.

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