Wolfgang Michal

Antrag auf Umbenennung der Piratenpartei

Wolfgang Michal | 213 Kommentar(e)


Aufgrund des Wahlergebnisses in Nordrhein-Westfalen beantrage ich die sofortige Umbenennung der Piratenpartei in Digitale Demokratische Partei (DDP).

10.05.2010 | 

Der Antrag möge dem Bundesparteitag in Bingen zur Entscheidung vorgelegt werden.

Begründung:

Ihrem Selbstverständnis nach ist die Piratenpartei liberal. Sie verteidigt die bürgerlichen Freiheiten gegen staatliche Regulierung, Bevormundung, Überwachung und Kontrolle. Sie setzt auf gesellschaftliche Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Die Piratenpartei ist überzeugt, dass die digitale Technik Freiheitsrechte sowohl vertiefen und erweitern als auch einschränken und beseitigen kann. Als politischer Zusammenschluss alter Prägung (= Partei) steht sie – seien wir großzügig! – auch in den Traditionen des Vormärz (1815 ff.).

Der Name der Piraten führt jedoch zu falschen Assoziationen (und zu einer naiven Selbsteinschätzung). Ursprünglich war der Name ein spöttischer Reflex auf den Vorwurf, Internet-Nutzer würden kostspielige Inhalte im Netz räuberisch „entern“ – so wie einst die Piraten die Handelsschiffe auf den sieben Weltmeeren.

Doch wir leben nicht mehr im 14. Jahrhundert. Die heutigen Piraten sind nicht die Nachfahren des Klaus Störtebeker (der mit seinen Aktionen die hanseatischen Pfeffersäcke beunruhigte). Die heutigen Piraten sind keine Freibeuter der Meere und keine „Angreifer“. Sie sind (in ihrer großen Mehrzahl) Verteidiger individueller Freiheiten. Sie setzen sich ein für Informationsfreiheit und den Schutz vor Datenmissbrauch. Ihre Politik ist gerade nicht (wie bei Piraten) auf den eigenen Vorteil bedacht.

Dennoch löst die Piratenpartei bei vielen noch immer ein breites Grinsen aus. Man hält sie für eine Faschingspartei, deren Aufgabe es ist, dem alten Parteiensystem eine Nase zu drehen. Man sieht in den Piraten willkommene Provokateure – eine Saison lang gewählt, um den anderen Parteien eins auszuwischen. Solche Wähler bleiben nie lange.

Zugegeben: Ein exotischer Name weckt Neugier. Er verleiht schüchternen Nerds und frechen Erstwählern übernatürliche Kräfte. Das Emblem der Piraten hat die Wirkung eines gallischen Zaubertranks. Doch solche Drogen helfen nicht ewig. Eines Tages wird sich der spektakuläre Name gegen seine Träger wenden. Eines Tages haben sich die Vokabeln „entern“ und „Volle Fahrt voraus“ als Kampfrufe der Playmobil-Generation verbraucht. Irgendwann Schon heute werden erste Piratenwitze gerissen (und sie erinnern nicht zufällig an schlichte Ostfriesen- oder Blondinenwitze).

Dabei wird die „Piraten“-Partei dringend gebraucht. Die Mehrzahl der Altparteien hat den disruptiven Charakter der digitalen Technik noch nicht ausreichend begriffen. Fast allen Altparteien fehlt es an Technik- und Ingenieurs-Verstand.

Wollen die 12.000 Mitglieder der Piraten den Status der Protestpartei also überwinden, brauchen sie einen Namen, der ihren Mitgliedern und ihren potentiellen Wählern gerecht wird. Wollen die Piraten mehr sein als das Symbol für die Vernachlässigung der Internet-Generation in der gegenwärtigen Politik, müssen sie das kokette Lavieren zwischen rechts und links und die bisweilen aufblitzende Anti-Haltung zu den sozialen Emanzipations-Bewegungen der siebziger und achtziger Jahre überwinden.

Es wäre für das Land von Vorteil, wenn die siebtgrößte deutsche Partei endlich wahrgenommen würde als eine Gruppierung, welche die Chancen und Risiken der Digitalisierung mit einem noch viel wichtigeren Thema zu verknüpfen weiß: der Entwicklung und Gefährdung demokratischer Gesellschaften.

Eine Änderung des Namens wäre das richtige Signal dafür. Schaffen die Piraten die Digitalen Demokraten* diese Öffnung nicht, werden sie mit Mann und Maus im toten Meer der „Altparteien“ untergehen.

.

*Das stilisierte „P“ der geblähten Piratenflagge könnte im Übrigen auch als „D“ interpretiert und durchaus weiter verwendet werden.


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213 Kommentare

  1. David |  10.05.2010 | 10:48 | permalink  

    Ein längst überfälliger Aufruf, dem nichts hinzuzufügen ist. Außer: “Volle Zustimmung!”

  2. hape |  10.05.2010 | 10:57 | permalink  

    Dass die sich umbenennen müssen (neben vielen anderen Dingen, die sie auch noch machen müssen), einverstanden, aber DDP? Nee, mir ist das zu miefig nah dran an den anderen D-Parteien. Wenn mich jemand fragte, würde ich UP vorschlagen: Unabhängige Partei. Hat eine programmatische Aussage und setzt sich deutlich vom Rest ab.

  3. Aufmerksamkeit! |  10.05.2010 | 10:59 | permalink  

    Nette Idee, aber in meinen Augen nicht ganz konsequent zu Ende gedacht. Das “Digitale” im Parteinamen würde nämlich das (zweite) große Manko der Piraten nur befeuern, nämlich dass sie außer “Netz” kein gesellschaftliches Programm haben.

  4. Wolfgang Michal |  10.05.2010 | 11:06 | permalink  

    Digitalisierung geht über das Netz weit hinaus.

  5. Jan |  10.05.2010 | 11:15 | permalink  

    Umbenennung auf jeden Fall, zumindest wenn man seriöse Politik betreiben und auch “andere” Wählerkreise erreichen will.

    Allerdings – eine DDP gibt es schon, stand bei der gestrigen Wahl in NRW auch auf allen Zetteln. Die Abkürzung steht für “Deutsche Demokratische Partei”.

  6. Wolfgang Michal |  10.05.2010 | 11:21 | permalink  

    Ich weiß. Die Piraten sollten sich die Geschichte der DDP mal anschauen!

  7. Dirk |  10.05.2010 | 11:24 | permalink  

    Die Namensdiskussion ist nicht wirklich haltbar.

    Der Link zu den Glühbirnenwitzen hat rein gar nichts mit den Namen gemeinsam. Könnte man auch “Digitale irgendwas” rein setzen würde immer noch passen. Statt dessen sind sie gelungene Satire, die gekonnt genau die strukturellen / zwischenmenschlichen Probleme aufs Korn nimmt und weit entfernt von flachen Blondinen- / oder Ostfriesenwitzen ;)

    Darüber hinaus stammt der Name vom schwedischen “Original” ab – die Piratenpartei ist mittlerweile ein globales Phänomen. Also längst schon zum Selbstläufer geworden. Wenn die deutsche PP ihren Namen ändern würde, würde das gar nichts bringen. Dann müssten es alle machen.

    Auch “die Grünen” wahr sicher vor 30 Jahren nicht der beste Name ;) – daran hat man sich auch gewöhnt.

    mfg Dirk :D

  8. Stephan |  10.05.2010 | 11:24 | permalink  

    Mit dem Begriff “Digitale Partei” grenzt man sich für NichtStammwähler ebenso ab wie der Name Piratenpartei in ihren Augen.

    Es wird also nicht leichter werden, wenn wir uns umbenennen, den Leuten immer und immer wieder zu erklären, dass wir nicht nur ein Thema haben. Unser aktueller Name jedoch lässt wenigstens nicht darauf schließen.

    Und die Piraten sind keineswegs digital, siehe Stammtische, Häufige Demos/Mahnwachen und so weiter.

    Desweiteren wäre dies eine Abgrenzung zur internationalen Piratenbewegung und das fände ich persönlich auch net so dufte.
    Mit der Zeit werden die Menschen die Ziele der Piraten, das Liberalsein, ebenso akzeptieren wie die vielen Wähler, die die CDU wählen, obwohl sie nicht christisch sind…

    PS. Wenn es gar die CDU Wähler schaffen, sollte es die Zielgruppe der PPD ja locker packen (:

  9. Wolfgang Michal |  10.05.2010 | 11:41 | permalink  

    Natürlich sind die Mitglieder nicht digital, aber sie beschäftigen sich mit den Folgen der Digitalisierung (und sie nutzen die Digitalisierung). Partei heißt, wie der Name schon sagt: Teil – nicht alles.

  10. Piratenpartei umbenennen? – Orkpiraten |  10.05.2010 | 11:43 | permalink  

    [...] Wolf­gang Michal bean­tragt dies zumin­dest auf Carta, und hofft, dass ein ent­spre­chen­der Antrag in Bin­gen gestellt wird. [...]

  11. Benedikt Schmidt |  10.05.2010 | 11:52 | permalink  

    “Der Antrag möge dem Bundesparteitag in Bingen zur Entscheidung vorgelegt werden.”

    zu spät! Antragsfrist vorüber – die gibts auch bei den Piraten :)

  12. Robin Meyer-Lucht |  10.05.2010 | 12:04 | permalink  

    Inhaltlich hundertprozentige Zustimmung. Nur DDP klingt zur sehr nach Web-FDP und zu sehr nach dem drei Buchstabenschema der klassischen Politik.

    Ich fürchte, der Name ist gerade nicht einmal ein Hauptproblem der Piraten….

  13. Incredibul |  10.05.2010 | 12:05 | permalink  

    Piratenpartei als Name steht in einem internationalen Zusammenhang. Der Grund für die Niederlage in NRW ist woanders zu suchen.

  14. Horst |  10.05.2010 | 12:07 | permalink  

    Eine solche Marke aufzugeben, wäre für die Piraten selbstmord.

  15. Michael |  10.05.2010 | 12:10 | permalink  

    Nur weil man den Namen ändert, bekommt man mehr Stimmen ?
    Mit Sicherheit nicht, hierzu muss mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden.

    Ausserdem sind die Piraten jetzt bekannt, man sollte darauf aufbauen.

  16. Hauke |  10.05.2010 | 12:11 | permalink  

    Absolut erforderlich und notwendig!
    “Piratenpartei, die sind für kostenfreie downloads und alles tun was man will”

  17. Mower |  10.05.2010 | 12:15 | permalink  

    Das stimmt, wir sind zu stur und das ist auch gut so, lei­der sind andere nicht stur genug, um das Image als Netz­par­tei zu halten…

    Ich per­sön­lich würde sie nicht umbe­nen­nen wol­len, vor allem, weil wir unter dem Namen uns einen Namen als Netz­par­tei gemacht haben und mit the​pi​ra​te​bay​.org asso­zi­iert wer­den. Und das ist gut so.

    Wir soll­ten, bevor wir uns mit soet­was oder auch Gen­de­ris­mus befas­sen erst­mal unsere Kern­the­men wie­der mehr nach vorne holen, infor­mie­ren und fes­ti­gen.
    Sonst haben wir hier auch bald Leute, die die Kru­zi­fixe in den Häu­sern der Pira­ten zählen.

  18. Wolfgang Michal |  10.05.2010 | 12:23 | permalink  

    @Benedikt: Die Delegierten könnten ja per Geschäftsordnungsantrag die Tagesordnung ändern und anschließend mit Zweidrittelmehrheit auch die Satzung
    ;-)

    Der internationale Zusammenhang ist ein berechtigter Einwand. Aber auch die Piratenparteien in den anderen Ländern werden an den gleichen Punkt kommen.

  19. Stephan |  10.05.2010 | 12:33 | permalink  

    @Hauke
    “Digitale Partei, das sind die, die sich nur mit dem Netz beschäftigen”

    Das stimmt zwar genau so wenig wie das Argument, wir wären ja alle gegen das Urheberrecht, aber mache das mal dem geneigten Wähler klar.

    Desweiteren erinnert DDP an FDP, existiert bereits und wie gesagt: Abgrenzung zur internationalen Bewegung, welche allein in Europa doch sehr aktiv und vor allem groß ist.

  20. Stefan |  10.05.2010 | 12:38 | permalink  

    Der Name ist eine Marke, diese aufzugeben wäre blanker Wahnsinn. Piraten sind nicht nur negativ konnotiert und allein schon der Name sorgt für mehr Aufmerksamkeit als 10 beliebige Dreibuchstaben-Kleinparteien.

    Die gesamte Parteiidentität baut auf dem Image des freiheitsliebenden Piraten auf, eine Bürokratenpartei DDP wäre nur noch lächerlich.

  21. Gilly |  10.05.2010 | 12:56 | permalink  

    Die Diskussion ist so alt, wie die Partei selbst.

    Eine Partei sollte sich wohl eher durch Ihre Inhalte als durch den Namen profilieren.

  22. Marc |  10.05.2010 | 13:00 | permalink  

    DDP ist schon ein seriös langweiliger Vorschlag. Nicht das “Piraten” einen gewissen Witz versprüht, aber wenigstens hebt sich der Name von dem restlichen Gemisch aus Drei-Buchstaben-Abkürzungen ab.
    Und ein wenigstens pseudo-radikaler Anstrich im Parteinamen ist für eine junge Partei auch noch durchaus zuträglich.

  23. SBartsch |  10.05.2010 | 13:03 | permalink  

    Danke für die Witze – BEIDE ^^

  24. klare soup |  10.05.2010 | 13:04 | permalink  

    Antrag auf Umbenennung der Piratenpartei — CARTA…

  25. insideX |  10.05.2010 | 13:04 | permalink  

    Hallo Wolfgang,

    der Name stellt auch Konventionen in Frage und imho fehlt es in der politischen Landschaft an Mitspielern die genau das tun. “Piratenpartei” finde ich ausgesprochen gut. Ich denke das wir aus anderen Gründen in NRW ein schlechtes Ergebnis eingefahren haben : z.B. kamen zu netzpolitischen Themen, relativ wenig Aussagen und hier sollten wir unser Profil schärfen.

    Fühle dich eingeladen und komm auf den BPT nach Bingen. Blogger können sich Akkreditieren und wir geben dir gerne zu allen Fragen die du hast auch gerne (min. 3) Antworten ;) …

    Viele Grüße

    - T.Wirth aka @insideX

  26. Wolfgang Michal |  10.05.2010 | 13:05 | permalink  

    @Dirk (7): Die Grünen haben auch nicht als “Die Grünen” angefangen. Die hießen vorher Alternative Liste (AL).

    (Und für alle Marken-Fetischisten: Twixx war auch mal Raider.)

  27. Andi Z |  10.05.2010 | 13:10 | permalink  

    Tut mir leid, Du hast den Begriff “Piraten” nicht verstanden. Es war eben kein “spöttischer Reflex” sondern ernst gemeint.

    Umso mehr Filesharing betreiben (also “Softwarepiraterie” betreiben) umso besser für alle. Filesharing funktioniert nur, wenn viele daran teilnehmen.

    Piraten erkennen, dass Filesharing Mehrwert produziert!

    Es geht uns ganz “egoistisch” um unsere Bürgerrechte und auch darum Informationen kostenlos zu haben und eben nicht in ein Gefängnis des Urheberrechts festzusetzen.

    Mir wäre es sehr lieb, wenn Du und gleichgesinnte eine “DDP” gründet. Sonst heisst es am Ende: Wer hat uns verraten…

  28. ahoi |  10.05.2010 | 13:11 | permalink  

    Kingt soweit ganz gut.
    Kenne die Partei-Meinung nicht aber die vieler Anhänger der Partei und die ist leider das genaue Gegenteil wie die hier beschriebende Meinung. Da hätte die ‘Partei’ sich klarer Abgrenzen müssen – als jeden Deppen ins Boot zu holen.(Stimmenfang)
    ahoi

  29. Piraten stürzen in NRW ab « RITINARDO |  10.05.2010 | 13:13 | permalink  

    [...] CARTA: Antrag auf Umbenennung der Piratenpartei Kategorien:Deutschland, Politik, Wahlen Schlagwörter:Ergebnisse, Landtagswahl, [...]

  30. steffen |  10.05.2010 | 13:13 | permalink  

    und wie wäre es mit MBP? Moderne Bürgerrechtspartei ;-)

  31. Julian Pawlowski |  10.05.2010 | 13:17 | permalink  

    Nur schade, dass die Abkürzung DDP schon durch andere belegt ist (bspw. Nachrichtenagentur). DDP ist für einen Parteinamen also ungeeignet. Ansonsten ist die Umbenennung ansich aber eine hervorragende Idee die (noch) Piraten salongfähig (und damit mehrheitsfähig(er)) zu machen.

  32. Judith |  10.05.2010 | 13:28 | permalink  

    Die “digitale demokratische Partei” hätte sicher auch nicht mehr Stimmen gekriegt. Menschen, die den Sinn des Namens “Piraten” nicht verstehen, ködert man sicher auch nicht mit “digital”. Die Piraten müssen zeigen, dass sie regierungsfähig sind, und da harkt es leider (noch). Echte Inhalte, auch abseits der Netzwelt, müssen her.
    Wenn schon ein neuer Name, dann so etwas wie “Partei für Freiheit, Information und Vernunft”. Denn das kommuniziert, was dieses Land braucht, und für was die Piraten – meiner Meinung nach – stehen sollten.

  33. Sascha |  10.05.2010 | 13:34 | permalink  

    Wie wäre es mit

    Die Digitalen

    DDP klingt nach ner Werbeagentur, und wir hatten auch schonmal ne DDP,
    wenn ich mich recht erinnere.

    Aber eine Umbenennung ist wohl der einzige Weg.

  34. Kurti |  10.05.2010 | 13:41 | permalink  

    Ne schlichte Umbenennung reicht da nicht: Es müssen auch progressive Ideen und egalitäre Strukturen aufgebaut werden. Wenn es keine inhaltliche, strukturelle und politische Kurskorrektur gibt, können die Piraten sich nennen wie sie wollen und werden scheitern. Es besteht schlichtweg kein Bedarf an noch einer Partei, die für ihren Erfolg das Internet zur politischen dot.de-blase aufbläht.

    Die Masse hat die Nase voll von Parlamentarismus und Entmündigung und sie fällt aber trotzdem nicht auf die leeren Versprechungen der Piraten herein, es nun mit alten Methoden, im gleichen Land, im bestehenden System, plötzlich besser machen zu können.

    Das Potenzial der Piraten lag im Versprechen der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Basisdemokratie, davon ist aber bei den Piraten nichts zu erkennen und darum gehen sie halt baden!

  35. phillip |  10.05.2010 | 13:48 | permalink  

    “Aufgrund des Wahlergebnisses in Nordrhein-Westfalen” sollte man nicht in Selbstzweifel untergehen.
    Der Name Piratenpartei passt perfekt und hat sich auch schon in den Köpfen der Menschen festgesetzt.
    Es wird für die Piraten wahrscheinlich nicht einfach sein, das Image als Spaß- und Ein-Themen-Partei loszuwerden, doch der Versuch wird sich lohnen.
    Zum Vorschlag DDP: Sich als Partei “digital” zu bezeichnen, halte ich für unklug.
    mfg

  36. stupid2 |  10.05.2010 | 13:59 | permalink  

    DDP? Ohne mich!

  37. Otmar S |  10.05.2010 | 14:02 | permalink  

    Man möge zur Kenntnis nehmen das DDP für Deutsche Demokratische Partei steht. Das ist nicht nur eine historische Partei sondern sie existiert (wieder: ddp-partei.de ).

    Davon abgesehen kann man die Piraten ja auch gleich “Nerd-Partei” nennen und einen “Partei Inside”-Aufkleber auf allen Rechnern anbringen. Der einzig noch nerdigere Namen der mir einfällt ist “Internet-Partei” – und auch die gibt es /gab es schon.

    Daher sei an dieser Stelle festgestellt das es auch andere Patente als Software-Patente gibt und Bildung vornehmlich im Frontalunterricht unter zu Hilfe nehmen von gedrucktem Papier und eines Füllers von statten geht, sich soziale Bindungen und Verhaltensweisen sich nicht über Twitter und Facebook ausbilden.

    Grüße
    ALOA

  38. Martin |  10.05.2010 | 14:11 | permalink  

    Grundsätzlich was mir immer ein bisschen aufstösst ist die schlechte
    Präsentation in den Medien. Ein junger Mann im Anzug mit einer einer Piraten Stecknadel, wirkt
    einfach seriöser als diese ganzen “gerade gerade aus dem Bett gestiegenen Turnschuh-T-shirt” Träger.
    Nennt man sich dann noch Pirat – kommt das bei der älteren Generation nicht gerade gut an.

  39. Katerstimmung nach dem Wahlabend « Andis Blog |  10.05.2010 | 14:17 | permalink  

    [...] Namensdiskussion, die ich mit dem Sommer letzten Jahres als endlich ad acta gelegt gesehen habe, kommt wieder auf. Ich habe selbst natürlich auch eine Meinung über endogene Gründe für das Wahlergebnis und [...]

  40. Alexander "zk4r" Eßer |  10.05.2010 | 14:52 | permalink  

    Ahoi!

    Die Piratenpartei Deutschland ist ein Teil einer internationalen Bewegung! Selbst wenn ihr alle Piratenparteien zum Umbennen zwingen könnt, kann ich dem auch auf Grund des Zwanges nicht zustimmen. Die Grünen hatten damals auch böse Nachrufe (“Grün ist eine Farbe und keine Partei!”). Das hat sich aber auch gegessen…

    Ich bin Pirat und stolz darauf, mich Pirat zu nennen!

    Gruß Alex

  41. Cymaphore |  10.05.2010 | 15:05 | permalink  

    Kurze Analyse plus Linksammlung: http://bit.ly/9orSae

    Ja, auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut ;-)

  42. Braucht die Piratenpartei einen neuen Namen? | >> Flecky's Blog |  10.05.2010 | 15:17 | permalink  

    [...] – und nun flammt auch wieder die Diskussion um den Parteinamen wieder auf. Im Carta-Blog fordert Wolfgang Michal eine Umbenennung in “Digitale Demokratische Partei” (DDP). [...]

  43. robin |  10.05.2010 | 15:20 | permalink  

    Hammer wie gut Adsense funktioniert : Oben wird gerade das Piratenspiel “Seafight” beworben…

  44. Jewas |  10.05.2010 | 15:35 | permalink  

    DDP/Die Piraten analog zu Bündnis90/Die Grünen

    Das wäre doch schön,
    und man stellt nen Bezug zur “alten DDP” her,deren Vorgängerbewegung schon 1848
    die revolution auslöste,udn thematisch doch auf dem gebiet der heutigen Piraten lag.

  45. Ulrich Voß |  10.05.2010 | 15:37 | permalink  

    Och, lamer Name.

    Ich finde weder digital richtig gut, aber noch redundanter ist demokratisch. Dann lieber frei oder gerecht (oder fair), modern, transparent, unbestechlich. z.B. Iiberal, unbestechlich, gerecht (LUG) oder Unabhängig, frei und fair (UFF) oder oder ;-)

    Neee, im Ernst: Diese Adjektive fände ich gut. Aber ich finde nicht, dass man sagen muss, dass die Partei demokratisch ist (wenn dann basisdemokratisch) und auch nicht, dass es eine Partei ist. Den Platz kann man besser nutzen.

  46. Christian Riesen |  10.05.2010 | 15:45 | permalink  

    Ich muss immer schmunzeln wenn ich sowas sehe. Piratenpartei ist der Name der Sache und der Name ist Programm. Wem das nichts sagt, der kann gerne eine eigene Partei gründen mit anderem Fokus, anderem “Brand” und anderem Namen. Alles andere tönt nach einer sehr piratischen Aktion, das entern einer Partei und in was umfunktionieren das sie nicht ist.

    Ich habe an der letzten Versammlung im Scherz den Antrag zur Umbenennung in Bürokraten Partei gestellt. Davon gibts leider ein wenig zuviel (daher auch der Glühbirnen Witz). Mehr Pragmatisums, mehr Aktionismus (wo ist eine Idee wie das Killer Schach?), mehr Piratismus (auch wenns das Wort nicht gibt). Wenn schon so ein Name dann muss die Partei dessen auch mehr gerecht werden, weil dann begesitert sie auch mehr. Staubtrockenes können wir von jedem Politiker haben.

  47. Jens |  10.05.2010 | 15:47 | permalink  

    Eines der zentralen Probleme der Piratenpartei dürfte wohl die Diskrepanz zwischen der Bedeutung der (Haupt)Programmschwerpunkte und der Bedeutung der Piraten für
    Nichtpiraten sein. Die ständig bemühte Internet/Online/Digital-Generation ist eben noch keine solche und bis zum Erreichen der für Wahlerfolge nötigen kritischen Masse an Aufmerksamkeit bei den ‘Anderen’ wird sicher noch die eine oder andere Grundsatzdiskussion vorüberziehen. Namensänderung hin oder her.

  48. andi heimann |  10.05.2010 | 16:25 | permalink  

    Durch Umlackieren macht man aus einem Pannenauto auch keinen Porsche. Reine Kosmetik ist ein typischer Reflex der Altparteien, und hat bei den Piraten nichts zu suchen. Wenn die Leute jetzt sagen “Die Piraten sind nur für Downloads und Anarchie”, was sagen die dann zur ddp? Richtig: “die ddp, waren früher die piraten.. die sind für Downloads und Anarchie..” Viel Tamtam um dem Namen, ohne irgendeine Verbesserung. Das ist blanker Aktionismus, und drückt Hilflosigkeit aus. Wollen wir zu wahrgenommen werden? Wir würden wie ein Schiff seekranker Landratten aussehen. ;)

    Veränderungen sind notwendig. Nicht nur in NRW. Diese betreffen Strukturen, Programm und auch Auftreten. Wollen wir wirkliche Veränderungen, oder kaufen wir nur neue Fähnchen? http://www.youtube.com/watch?v=QkKm6XiRFgM

    Sry, aber ich hoffe der Antrag wird gnadenlos abgebügelt.

  49. Claus |  10.05.2010 | 16:27 | permalink  

    tl;dr: Umbenennung ist Murks.

    Weil:

    Die ddp ist eine 2004 gegründete deutsche Partei mit dem Namen “Deutsche Demokratische Partei”, ebenso gab es von 1918-1932 eine gleichnamige Partei in der Weimarer Republik, daher dürfte eine Umbenennung nicht möglich/sinnvoll sein.

    Aber auch sonst triffts mE nach “Digitale Demokratische Partei” so garnicht (oh, doch ne Internetpartei!), und ich hätte Probleme, jemandem zu erklären, was das soll: Bei Piraten hab ich das Problem nicht, und viele Leute verstehens wenn man ihnen erklärt was das soll und dass man nicht nur Musik klauen will. Jemandem “Über das Netz hinausgehende Digitalisierung einer modernen Gesellschaft” zu erklären, dürfte zum Scheitern verurteilt sein.

    Der Name Piraten ist so seriös wie die Programme und Menschen dahinter. Überzeugen durch Inhalte statt mit nem einfachen Namen und Slogans wie “Darum gehts in NRW: Arbeit. Kinder. Sicherheit.”, das machen schon andere. Die Menschen, die den Piraten ihr Vertrauen aussprechen, haben sich mit der Thematik beschäftigt und das Programm gelesen, und wählen uns weil sie das gut finden, was wir machen und wofür wir stehen.

    Ein Kürzel wie DDP klingt zwar bieder und angepasst, und schreckt daher niemanden ab, der uns nicht kennt, aber deshalb wird er noch lange nicht sein Kreuz bei uns machen, nur weil ihm ein 3-Buchstaben-Kürzel nicht negativ ins Auge springt. Das tun 30 andere auch nicht.

    Wenn jemand die Partei, der er wählt, nach dem Namen aussucht, dann können wir von mir aus gerne auf seine Stimme verzichten. Sonst könnten wir ja auch auch einfach Steuersekungen verprechen, damit lockt man derart bedacht wählende Bürger auch in die Wahlkabine.

  50. Flecky |  10.05.2010 | 16:28 | permalink  

    Meine Gedanken dazu gibts in meinem Blog: http://blog.fleckyhome.de

  51. Alex Kempe |  10.05.2010 | 16:32 | permalink  

    Es ist einfach lächerlich, ein Wahlergebnis am Namen Piratenpartei festzumachen. Die Partei hat es einfach nicht verstanden, mit den Inhalten eine breitere Masse anzusprechen. Eine Namensänderung würde zu noch weniger Akzeptanz führen ganz nach dem Motto : mit dem einen war es nichts darum jetzt so ala neue Besen kehren gut. Inhalte müssen überdacht werden, Überzeugungsarbeit muß geleistet werden um eine breitere Masse anzusprechen und keine sinnlosen Diskussionen über irgendwelche Namen. Da ich bisher noch kein Mitglied der Piraten bin aber eins werde, kann ich ganz gut darüber reden, wie eine solche Diskussion über Namen auf potentielle Neumitglieder wirkt, nämlich abstossend und lästig. Als wenn es keine wirklich wichtigen Dinge gäbe. Im Übrigen tragen solche sinnlosen Diskussionen allgemein nicht gerade zum Ansehen der Partei bei. Also würde ich mir mal schleunigst Gedanken machen, ob man nicht besser über diverse Inhalte nachdenken sollte. Die Haltung von Herrn König bezüglich dem Iran hat abgesehen davon auch nicht gerade zum positiven Gesamtbild der Partei beigetragen.

    Das Alles sind Punkte, die es zu überdenken gibt und nicht sinnlose und lächerliche Diskussionen über Namen.

  52. bmstettin |  10.05.2010 | 16:49 | permalink  

    Tja so ein Pech aber auch das Unter DDP schon die “Deutsche Demokratische Partei” registriert ist, die bei der Landtagswahl in Nrw antrat

  53. soupdidoup |  10.05.2010 | 16:54 | permalink  

    “Zugegeben: Ein exotischer Name weckt Neugier. Er verleiht schüchternen Nerds …”…

    Zugegeben: Ein exotischer Name weckt Neugier. Er verleiht schüchternen Nerds und frechen Erstwählern übernatürliche Kräfte. Das Emblem der Piraten hat die Wirkung eines gallischen Zaubertranks. Doch solche Drogen helfen nicht ewig. Eines Tages wird sic…

  54. Nach NRW-Wahl: Umbenennung der Piratenpartei? | silicon.de |  10.05.2010 | 17:05 | permalink  

    [...] [...]

  55. Wie viele Piraten braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? « Kulturkampf |  10.05.2010 | 17:23 | permalink  

    [...] Michal bloggte bei Carta einen Antrag für den Bundesparteitag in Bingen am Wochenende. Inhalt: Die Piraten sollten endlich [...]

  56. Ein Pirat |  10.05.2010 | 17:27 | permalink  

    Wie wäre es mit PORN – Partei ohne richtigen Namen?

    Sorry, diese Diskussion kann ich nicht ernst nehmen.
    1. Wir sind Teil einer internationalen Bewegung. Dieser Punkt muss deutlicher heraus gestellt werden, das bringt langfristig mehr als eine Namensänderung
    2. Eine Änderung des Namens ändert nichts an unserer jetzigen Situation.
    3. Der Name “Piraten” sorgt schon für einen Gesprächseinstieg.

  57. Max |  10.05.2010 | 17:39 | permalink  

    So nen Namenswechsel ist wahrsl. sehr schwierig, weil Piratenpartei schon bekannter ist als irgendwas anderes neues. Aber ich gebe dir Recht. Piratenpartei ist manchmal echt schwer zu verkaufen.

    Das ist einfach so. Du kannst bei vielen Menschen “Piraten” nicht schön reden. Die bleiben dann bei ihrer Meinung.

  58. Jewas |  10.05.2010 | 17:45 | permalink  

    Wiegesagt.

    DDP/Die Piraten

    Umgangssprachlich: “Piratenpartei”

    Die Grünen waren ja auch ne Internationale Bewegung und haben trotzdem Länderspezifisch individuelle Namen.
    So wären alle Seiten zufriedengestellt.
    Man könnte ja mal die Leute von der DDP,die im Prinzip ja auch sehr ähnliche Positionen haben einladen.

  59. Falk D. |  10.05.2010 | 18:01 | permalink  

    Herr Michal ich war ja fast bei Ihnen, bis:
    “…Dabei wird die „Piraten“-Partei dringend gebraucht. Die Mehrzahl der Altparteien hat den disruptiven Charakter der digitalen Technik noch nicht ausreichend begriffen. Fast allen Altparteien fehlt es an Technik- und Ingenieurs-Verstand….”

    Der Piratenpartei fehlt es an allem, was es in anderen Alt- und Jungparteien gibt:
    - Politischer Sachverstand
    - Realitätssinn
    - Kommunikation
    - Diskussionskultur

    Die Piratenpartei ist nicht mal in der Lage die Systeme Basisdemokratie und Legitimationsprinzip miteinander zu vereinigen, obwohl sie sich beiden verschrieben hat. So werden vermutlich 2% der Mitglieder am Wochenende in Bingen über Gedei und Verderb entscheiden. 2009 in Hamburg war der Hebel noch erheblich kürzer.
    Die Satzung ist eine Totgeburt mit zahlreichen Doppelregelungen, Widersprüchen und unadressierten Passivkonstrukten.
    Viele Mitglieder haben nicht mitbekommen, dass die Piraten eine Partei sein wollen und nicht die Sinn Féin des AK Vorrat. Vielleicht wollen sie es auch nicht wahrhaben. Dann sind sie aber in einer Partei falsch.
    Vorstände sind landauf und landab handlungsunfähig und zumindest drei Landesverbände haben sich außerhalb der Netzpolitik zu einem externen Ortsverband der Grünen gemacht. In allen Kommunikationskanälen herrscht ein Meinungsdiktat mit grüner Meinungsmonokultur, bei dem zum Teil rein dogmatische illiberale Standpunkte eingenommen werden.
    Es kann sein, dass sich in Bingen alles zum guten wendet, aber wenn man im Piraten-Wiki die Anthraxfabrik (wird dort falsch als Antragsfabrik geschrieben) betrachtet, kann man allen, die politisch etwas bewegen wollen, nur zum schnellen Austritt und Eintritt in eine richtige Partei raten. Die Probleme der Piraten sind systemisch und waren auch bislang einer Veränderung nicht zugänglich.
    In sofern ja zu:
    “Eine neue Kraft wird dringend benötigt.
    Es fehlt technischer und moderner Sachverstand.”
    Nein zur Piratenpartei, da nach Grünwerdung obsolet.

  60. spackblog |  10.05.2010 | 18:03 | permalink  

    Warum ich wieder Piraten wähle…

    Ich habe meine Wahlentscheidung für die NRW-Landtagswahl 2010 getroffen, nachdem ich lange hin und her gerissen war. Letztlich habe ich mich wieder für die Piratenpartei entschieden und möchte einige Gedanken dazu niederschreiben.

    Nach der Bundestag…

  61. Judith |  10.05.2010 | 18:06 | permalink  

    Das sich hier Piraten (anonym) äußern und die Diskussion als lächerlich abtun, finde ich recht unsympathisch. Menschen überzeugen wollen heißt auch, mit anderen eine gemeinsame Basis zu finden. Schön, ihr könnt/wollt euren Namen nicht ändern. Trotzdem müsst ihr, auch auf Grund dieser „lächerlichen“ Diskussion, einfach mal akzeptieren, dass eure Botschaft „da draußen“ nicht verstanden wird und der Name ein zentrales Problem des Ganzen ist. Und der einzige Weg zu Wählerstimmen außerhalb der Netzgemeinde ist, dass euer Name außerhalb dieser nicht nur mit Piraten und „Wir wollen alles erlauben!“ in Verbindung gebracht wird, sondern mit den Werten und Kompetenzen, die ihr vertretet. Und das klappt -offensichtlich- mit eurem derzeitigen Kurs einfach mal nicht so toll. Was schade ist, denn viele würden euch dann sehr viel ernster nehmen.

  62. sgsdgs |  10.05.2010 | 18:59 | permalink  

    Lasst uns dann direkt die DDR – Digitale Deutsche Republik gründen

  63. Wolfgang Michal |  10.05.2010 | 19:10 | permalink  

    @jewas: (44): Schön, dass es überhaupt jemand merkt!

    Ich verstehe natürlich, dass viele “Vorkämpfer” an ihrem alten Namen hängen, aber er ist – wenn man eine Partei sein will – kontraproduktiv. Er verstellt den Blick auf die Inhalte.

    Peter Glotz schrieb bereits vor 11 Jahren, dass die digitale Technologie, begleitet von heftigen Kulturkämpfen, zu einer neuen (marktwirtschaftlichen) Gesellschaftsordnung führen werde. Und diese schwierige Übergangs-Phase werde die Lebensführung von uns allen umkrempeln.

    Eine Namensänderung wäre natürlich nicht alles. Sie wäre ein Anfang…

  64. Alex Kempe |  10.05.2010 | 19:45 | permalink  

    Kontraproduktiv ist es vor allem, wenn man jetzt darüber diskutiert, der Name wäre schuld denn auf Außenstehende wirkt dies geradezu absurd und es schreckt Leute ab, Piraten zu wählen oder gar Mitglied zu werden. Schon mal auf den Gedanken gekommen, daß Netzpolitik und digitales Zeitalter keine wirklichen Reißer in der Gesellschaft darstellen angesichts der Probleme in Deutschland ? Warum wohl lästern so viele über die Piraten, es wäre ein Haufen von internetsüchtigen Verrückten die den Blick auf die wichtigen Dinge längst verloren haben ? Die Antworten liegen auf der Hand. Es sind Diskussionen wie diese, die in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen und ein gefundenes Fressen für andere Parteien und Gegner, die mit Themen, die die Bevölkerung wirklich für wichtig erachtet bei Wahlen immer wieder punkten. Wie schon auf der Internetseite der Piratenpartei zu lesen ist : Warum keine anderen Themen ? Antwort : noch zu wenig Kompetenzfelder. Das Fazit daraus : Nachholbedarf und zwar schnell denn sonst gibt es 2011 wieder ein Desaster wie jetzt in NRW.

  65. Marcus |  10.05.2010 | 20:02 | permalink  

    Solange die Inhalte Stulle sind und kein klares Ziel erkennbar ist, nützt der beste Name nichts.

  66. mh |  10.05.2010 | 20:08 | permalink  

    bei den problemen, die unsere welt bewegen, ist das digitale gedöns halt auch nur zweitrangig. würde man sich generell zu liberalsozialen positionen bekennen und in diesen sektoren meinungen sowie programme entwickeln, könnten die piraten durchaus interessant sein…

    so aber, bleiben sie tauglich fürs protestwählen, im sinne von “besser als gar nicht wählen”. alternativen bieten sie aber nicht an… und das zeigt auch die nrw-wahl sehr deutlich.

    da bleibt schlussendlich doch nur hängen, dass es immer wieder mal probleme mit piratinnen gibt und irgendwie digital.

    mfg
    mh

  67. Thomas Maier |  10.05.2010 | 20:09 | permalink  

    Halte ich grundsätzlich nicht für schlecht. Jedoch denke ich, dass er ungewöhnliche Name in Hinblick auf die Protestwahl bei der BTW09 nicht auch ein Grund dafür war, dass die Piratenpartei zum damaligen Zeitpunkt ein so gutes Ergebnis eingefahren hat. Ansonsten wäre sie eine der vielen anderen DDPs gewesen. Ich denke aber auch, dass der Namenswechsel jetzt durchaus sinnvoll ist. Dass die heute etablierten Parteien das nicht machen mussten, liegt einfach an der Tatsache, dass nach Kriegsende viele Faktoren zu dieser einfachen Drei-Parteien-Demokratie geführt hat (Ängste vor großer Zersplitterung, wenige Kleinparteien allgemein, nur 2 ideologische Richtungen). Und die Grünen hatten das Glück dieser Farbe “Grün”. Auch deren Name wurde teils belächelt. Ich glaube nicht, dass man für alle Parteien, die zur Macht streben, derart gute – sowohl als Protest- als auch als Konstruktiv-Partei – Namen einsetzen kann. “Piratenpartei” war einfach eine Spur zu viel Anti-Haltung. Was Anfangs nicht schlecht ist – aber man muss dich dann wohl weiterentwickeln.
    Den Namensvorschlag finde ich – bis auf das “Digital” nicht gut.
    Eher was mit “P” am Anfang.
    Mehr als eine Wortvertauschung fällt mir aber auf die Schnelle auch nicht ein: Partei der Digitalen Demokratie (PDD) … oder Partei des Digitalen Wandels (PDW)? Vielleicht zu kurzgreifend.

    Aber mal ganz was anderes: Vielleicht muss einfach jede Partei ein bisschen Piratenpartei sein?

  68. Alex Kempe |  10.05.2010 | 20:29 | permalink  

    DDP, PDD, PDW – wieso denken viele da gleich an Paketdienst ? Verabschiedet euch mal digital von Digital denn der bisher abgeneigte Wähler hat den Piraten wieder die Quittung dafür gegeben. Bei dieser engstirnigen digitalen Denkweise könnte man ja gleich als Namen so etwas wie “Demokratie < 5" nehmen. Ich glaube, die <5 den digitalen Gehirnen zu erklären kann ich mir sparen. Nun, viele der digitalen Hardliner in der Partei haben es bis jetzt nicht begriffen und werden es wohl nie lernen.

  69. Running-Duck » Archiv » Warum 1,5% Luft nach oben haben |  10.05.2010 | 20:39 | permalink  

    [...] wir einen halben Prozentpunkt verloren haben? Der eine meint es lag am Namen und wir sollten uns umbennen, der nächste schiebt es auf die geringe Wahlbeteiligung von gerade einmal 59% und wieder ein [...]

  70. Aufmerksamkeit! |  10.05.2010 | 21:39 | permalink  

    @ Wolfgang Michal #4
    Aber das weiß ich doch :-) Entscheidend ist aber, was -zumindest bisher- an Programmatik draußen ankommt.

  71. Mela Eckenfels |  10.05.2010 | 22:02 | permalink  

    Ähm. Also. Danke für den Link, der meinen Server gerade sehr zum Röcheln bringt, aber ‘jetzt schon’ ist ein klein bisschen realitätsverzerrend. Der Artikel stammt von November:

    “Posted by Mela Eckenfels

    11/07/2009 at 22:56:26″

    Darüberhinaus gibt es Glühbirnenwitze über vermutlich jede Partei. Der FDP-Glühbirnenwitz ist deutlich älter.

    “Wieviele FDPler braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Keinen. Wenn die Steuern gesenkt und ideale äussere Bedingungen geschaffen werden, wird sich die Glühbirne von selbst wechseln.”

    Ansonsten ist jede Diskussion über eine Umbenennung müssig. Die Piratenpartei ist keine lokale, sondern eine internationale Bewegung. Und wie soll man sich einer größeren, grenzenlosen Sache zugehörig fühlen, wenn man den Schwanz einkneift und versucht so zu sein wie alle anderen?

  72. Rob Lanard |  10.05.2010 | 22:20 | permalink  

    Der Name mag vielleicht etwas problematisch sein, aber Panikreaktionen sind es viel mehr. Immerhin ist er jetzt schon etwas bekannt.

    Außerdem halte ich eine noch stärkere Fokussierung auf das Thema “Digital” vor allem in den Köpfen etwaiger Wähler für vollkommen unangebracht. Ihr wollt eine breitere, nicht eine noch spezialisiertere Wählerschaft erreichen. Die Leute müssen merken, daß es euch nicht “nur um Computer” geht. Euer Wahlprogramm bietet soviel mehr.

  73. Jewas |  10.05.2010 | 22:21 | permalink  

    @Wolfgang Michal

    Das sehe ich ganz ähnlich.

    Man würde sich in die Kontunität einer politischen Strömung stellen,
    die innerhalb der FDP nur noch von der Bundesjustizministerin vertreten wird,
    und die der Westerwelle FDP, bzw. der “Steuersenkungspartei” abhanden gekommen ist bzw. die Grünen nie einen Anspruch hatten,eine solche Politische Bewegung sein zu können.

    Diese Strömung hatte in Weimar die Themen Fortschritt/Bürgerrechte/Bildung,
    was wiederum passen würde, und von der eigentlichen DDP nicht bedient werden kann, da sie zum einen ein versprengter Haufen ist, zum anderen sich zu sehr auf die FDP fixierte.

    Ich sehe es ganz ähnlich wie sie, dass gerade hier ein Großes Potenzial liegt,
    und es mit einem bloßen Namenswechsel nicht getan wäre, aber es auch ein Anfang wäre,nachdem die Bewegung im letzten Jahr eine durchaus positive Richtung genommen hat,als tatsächlich wieder in Deutschland eine aktive Bürgerrechtsbewegung entstand.

    Und da kann ich es nur wiederholen, dass man sich eigentlich wie die Grünen auf einen Doppelnamen einigen könnte, da Piratenpartei eben eher auf eine Partei passt,die für die Revolution steht ,
    und an sich wollen wir ja “nur” einen neuen Kurs im 21 Jh aufzeigen,der dringend nötig wäre,wenn man sieht,wie sehr das Vertrauen der Bevölkerung in die Marktwirtschaft,wie die Politik schwindet.

    Ich würde mich doch freuen, dass wir sie am Wochenende in Bingen begrüßen dürfen.

  74. Mela Eckenfels |  10.05.2010 | 22:24 | permalink  

    Hm, warum auch immer mein Kommentar nicht angezeigt wird …

    Ähm. Also. Danke für den Link, der meinen Server gerade sehr zum Röcheln bringt, aber ‘jetzt schon’ ist ein klein bisschen realitätsverzerrend. Der Artikel stammt von November:

    “Posted by Mela Eckenfels

    11/07/2009 at 22:56:26″

    Darüberhinaus gibt es Glühbirnenwitze über vermutlich jede Partei. Der FDP-Glühbirnenwitz ist deutlich älter.

    “Wieviele FDPler braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Keinen. Wenn die Steuern gesenkt und ideale äussere Bedingungen geschaffen werden, wird sich die Glühbirne von selbst wechseln.”

    Ansonsten ist jede Diskussion über eine Umbenennung müssig. Die Piratenpartei ist keine lokale, sondern eine internationale Bewegung. Und wie soll man sich einer größeren, grenzenlosen Sache zugehörig fühlen, wenn man den Schwanz einkneift und versucht so zu sein wie alle anderen?

  75. Jewas |  10.05.2010 | 22:33 | permalink  

    Ich möchte hier nicht die Kommentarspalte zuspammen,aber Frau Eckenfels würde ich gerne noch antworten.

    Man macht es Piratig,indem man gute Ideen kopiert und einverleibt :)

    Die Grünen waren und sind eine Internationale Bewegung,was wiederum dann nicht den Umkehrsschluss mit sich bringt,dass alle Grünen Parteien gleich heißen.

    Die Grünen passten sich regional den Gegebenheiten an,ohne dabei ihren eigentlichen Kern zu verlieren.
    In Deutschland,wird dies z.B. durch den Namen Bündnis 90 repräsentiert.

    Wenn sie es müßig finden darüber nachzudenken,wie man möglichst viele Leute für die Themen ereicht, für die man steht, dann ist das ihre Sache.
    Aber dann sage ich,wilkommen im 1-2% Getho,wo man sich mit der Tierschutzpartei aufregende Kämpfe liefern wird.

    Man muss sich leider auch manchmal an die Welt anpassen,wenn man sie verändern möchte,denn sonst heißt es,
    Klarmachen zum kentern,
    anstatt Klarmachen zum ändern.

  76. Arvid |  10.05.2010 | 22:52 | permalink  

    Wenn schon ein neuer Name, dann ein wirklich besserer und nicht eine Verschlechterung oder Einengung durch den Namen.

    Mein Vorschlag ist:

    Partei für die Erneuerung der Demokratie (PED)

    Arvid

  77. Gerhard Collmann |  10.05.2010 | 23:00 | permalink  

    Von Anfang an störte mich die bissigen Kommentare wenn unsere Partei vertrat. Für eine Umbenennung wird es zu spät sein – Antragsfrist abgelaufen.

    Für mich wäre das Anagramm PARTEI – PIRATE ein Ansatzpunkt gewesen.

    Mit einem guten Werbespot könnte man das managen. iPartei – Partei ..Zukunft. irgendetwas müsste gehen.

    Wenn wir was ändern möchten (dieses war mein Motiv des Beitritts) müssen wir dieses Ziel verfolgen. Aber ohne Unterstützung mit Stimmen kann man noch so betonen, man hätte Bewegung in die Politik gebracht – schön wenn andere unsere Themen übernehmen und damit punkten.

    Leider gibt es dann keine Änderung und ein Jahrzehnt der Katastrophen, zu allererst der Inflation, welche Beispielhaft in die Geschichtsbücher eingehen wird- ausgelöst durch Menschen, welche nicht genug bekommen und gegen den Euro gewettet haben und eine Regierung welche sämtliche vorhandenen Geldmengen und Ersparnisse in eine Finanzblase und zu den Großkapitalisten zu transferieren. Seit Gestern ist dieses vollbracht. Gute Nacht Abendland. Gerhard

    .

  78. Gerrit Kelbassa |  10.05.2010 | 23:17 | permalink  

    Die Umbenennung ist längst überfällig.
    Diese Partei wird in Deutschland dringendst gebraucht.

  79. Karsten |  10.05.2010 | 23:25 | permalink  

    Ich denke, dass eine Umbenennung auch nichts mehr bringen wird.
    Sie hätte vollzogen werden müssen, als die Partei noch nicht so bekannt war, also vor der Europawahl.

    Nun sind die Chancen vertan und die Partei wird nach der NRW Wahl und der derben Niederlage sowieso in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

    Auch nach Aarons Austritt, der Gender Debatte, der KV Debatte ect. wird es am Wochenende heftig brodeln und es wird viele Austritte geben.

  80. Bernd Fachinger |  10.05.2010 | 23:55 | permalink  

    Ich bin Pirat.

    Arrrrrrhhh!!!

  81. Piratenstatistiken |  11.05.2010 | 00:44 | permalink  

    Ihr seid doch verrückt – die Piraten kann man gar nicht umbenennen, denn dann sind’s keine Piraten mehr :-)

  82. Falk D. |  11.05.2010 | 01:20 | permalink  

    Nachreichung Namensvorschlag:
    DGL2.0

    Die Grüne Linke 2.0

  83. links for 2010-05-10 « Sikks Weblog |  11.05.2010 | 02:11 | permalink  

    [...] Antrag auf Umbenennung der Piratenpartei — CARTA Kaum ist die Wahlnacht vorbei, schon gibt es Forderungen an die Piraten, den Namen zu ändern. Allerdings von Außen: Wolfgang Michal stellt bei Carta den Antrag, uns in Bingen doch zu Digitale Demokratische Partei (DDP) umzubenennen. Die zahlreichen Kommentare unter dem Text sprechen jedoch gegen eine Änderung des Namens ;-) (tags: wrb Piratenpartei) [...]

  84. protheus |  11.05.2010 | 04:03 | permalink  

    Wie wärs denn mit: Nationalpiraten Partei Deutschland (NPPD) oder
    besser noch auf Englisch: Pirates Nationalist Party (PNP).

    Allerdings müsste dann das Parteiprogramm völlig neu überarbeitet werden
    und der Vorstand neu gewählt werden. Vielleicht bringt ja die Verbindung
    von Informationeller und nationaler Selbstbestimmung den Durchbruch bei der
    nächsten Bundestagswahl.

  85. Maschinist |  11.05.2010 | 04:07 | permalink  

    Piraten = Spaßpartei

    Schnarch.

    Diese Diskussion gab es schon andernorts. Ohne Änderung. Zurecht.

  86. Piratenweib |  11.05.2010 | 07:07 | permalink  

    Wollen die Piraten mehr sein als das Symbol für die Vernachlässigung der Internet-Generation in der gegenwärtigen Politik, müssen sie das kokette Lavieren zwischen rechts und links und die bisweilen aufblitzende Anti-Haltung zu den sozialen Emanzipations-Bewegungen der siebziger und achtziger Jahre überwinden.

    Absolute Zustimmung! Zu dem Wahlergebnis NRW habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, da gibt es durchaus Korrelationen … http://www.piratenweib.de/?p=1495

  87. schwarzbart |  11.05.2010 | 09:20 | permalink  

    Ich hoffe, dass dieser unsinnige Antrag abgelehnt wird. Ich kenne Schüler, die warten nur darauf das erforderliche Mindestalter zu erreichen, um der Piratenpartei beizutreten. Keiner von denen wird einer DDP oder ähnlichem Unsinn beitreten. Natürlich ist der Inhalt wichtiger als der Name, aber gerade mit diesem in der Parteienlandschaft einzigartigen Namen (frech, aggressiv, mehrdeutig, assoziationsreich) bringt man Leute dazu, sich mit Politik zu beschäftigen. “DDP” ist nur eine andere Formulierung für “Schnauzbärtigkeit”…

  88. ben_ |  11.05.2010 | 11:48 | permalink  

    Ich hab die Piraten ja auch schon ein bisken lieb. Aber man darf halt nur jeweils ein Kreuz machen, und es gibt schon eine Partei, die mein Vertrauen hat und meine politischen Vorstellung jenseits digitaler Interessen (und das ist ein ziiiiemlich weites Feld) bestens vertritt und der ich zutraue, wenn es soweit kommt, auch gute Politik für’s Netz zu machen. Ich sags mal so: Umbenennen ändert daran auch nicht viel. Fusioniert mit den Grünen!

  89. Wolfgang Michal |  11.05.2010 | 11:56 | permalink  

    @Jewas (71): “Sich in die Kontinuität einer politischen Strömung stellen” – war ja eines Nebenabsicht des Antrags auf Umbenennung (deshalb gleich mit konkretem Namensvorschlag). Auch “Fortschrittliche Volkspartei” (eine Vorläuferpartei der DDP) hatte ich kurz in Erwägung gezogen;-)
    Die Themen waren – wie Sie richtig schreiben – ähnlich: Bildung, Bürgerrechte, Fortschritt.

    Die libertäre (= anarchistische) Strömung bei den Piraten lehnt eine Namensänderung erwartungsgemäß ab. Aber Anarchisten sollten eh keine Partei gründen.

    Aus der Geschichte der liberalen Parteien könnte man lernen, wie stark sich diese “Individualisten” immer wieder zersplittert haben, wie anfällig sie auch waren für politische Vereinnahmung, und wie sie schließlich verdrängt wurden. Auch das ist bei den Piraten ähnlich.

  90. Kurti |  11.05.2010 | 12:03 | permalink  

    @ Wolfang Michal

    “Die libertäre (= anarchistische) Strömung bei den Piraten lehnt eine Namensänderung erwartungsgemäß ab. Aber Anarchisten sollten eh keine Partei gründen. ”

    Anarchisten gründen keine Partei und sie werden auch keine Piraten. Eine libertäre Strömung gibt es in der Piratenpartei nicht. Sie meiner liberal oder libertaristisch.

  91. Tharben |  11.05.2010 | 12:13 | permalink  

    Ich finde den Namen gut, denn er:

    # ist jung, frech und provokant
    # ist alliterativ und bleibt haften
    # lässt sich vielseitig einsetzen – bspw. Parteimitglied = Pirat
    # bringt die liberale Grundorientierung zum Ausdruck
    # klingt nach einiger Gewöhnung auch nicht seltsamer als die Grünen.

    Stimmst du für den Antrag?
    [_] Ja
    [X] Nein

  92. Piraten umbenennen |  11.05.2010 | 13:05 | permalink  

    [...] Carta [...]

  93. Jewas |  11.05.2010 | 13:29 | permalink  

    @Wolfgang Michal

    Das dachte ich mir schon,dass dies auch so eine Absicht war:)
    Und da bedanke ich mich für ihren Vorschlag, den ich doch sehr produktiv finde.
    Und in Anbetracht,dass diese Strömung Persöhnlichkeiten wie Albert Einstein,
    oder den Vater des Grundgesetzes Theodor Heuss vereinigte wohl auch nicht die unpassenste und vielleicht bei Aufklärung auch eine Vermittelbare,wenn man es schafft das Atribut Piraten im Namen zu halten.

    Ja aus der Geschichte kann man manches lernen,
    nur hat da die “Liberale Kampftruppe” der FDP wenig gelernt,
    die sich wie die Sozialdemokraten auf eine Person fokusierten und dadurch vom einem Extrem der Vergangenheit,ins andere fielen und durch den Verlust vieler Upotisten und Spinnern ähnlich wie die SPD den Blick zur Wirklichkeit verloren.

    Liberale und Sozialdemokraten brauchen eben den Zweiklang auch Spinnern und Spießern,aus seriösen Realisten,wie Aktiven Utopisten :)
    Nur ist es so, wenn es zu Krisen kommt, dann zersplittern sich gerne sowohl die Freiheits,als auch die Gleichheitsanhänger, während die Brüderlichkeitsanhänger der Konservativen davon halbwegs verschont bleiben.
    Die haben selbst 16 Jahre Kohl halbwegs unbeschadet überstanden.
    Aber die sind ja auch Brüderlich:)

    Ich dachte mir bereits in Anbetracht des lahmen Wiederstandes der FDP anfang des Jahrtausends gegen die Antiterrorgesetze,die einseitige Fokusierung auf die Steuern, dass hier etwas passieren könnte und es ist tatsächlich passiert, was mich sehr gefreut hat. Dies gilt es nun weiterzuentwickeln,
    da eine starke eigenständige Bürgerrechts und Demokratiebewegung im Lande Karl Marxs,der bis heute in China wirkt oder Adolf Hitlers, dessen Düstere Schatten langsam wieder in Europa ans Tageslicht kommen
    (siehe Ungarn,Österreich,Holland) nie schadet.

    Wir sind eben das Land der depressiven Dichter und Denker,
    wie der Richter und Henker.
    (Schon die Römer kannten den Furor Teutonicus…
    „Quintili Vare, legiones redde!”),oder wie Helmut Schmidt so sagt, dass er den Deutschen mißtraut,da er sie für eine verführbare Nation hält…..
    Das wusste aber schon auch Heinrich Heine
    und das ausgerechnet Faust zum Deutschen Nationaldrama werden konnte, 100 Jahre bevor das deutsche Volk einen Faustischen Pakt mit Hitler schloss ist bemerkenswert.

    Und ja,wir Piraten haben viele Anarchisten in unseren Reihen,
    aber da wir eine Liberal-Alternative Partei sind, muss dass auch so sein,
    denn Anarchisten zeigen auch neue Wege auf dem Weg zur Selbstbestimmten Verantwortungsvollen Mündigen Absoluten Freiheit, die wir Menschen seit Zennon von Kittion suchen.

    Nur sollten sie nicht unbedingt den Kurs völlig alleine bestimmen:)

  94. Piratenpartei: Umbenennen oder Kurs halten? « 11k2 |  11.05.2010 | 13:39 | permalink  

    [...] „Aaron“ König) und Vorschläge zur Umbenennung. Wolfgang Michal forderte gestern auf Carta gleich mal den neuen Namen „Deutsche Digitale Partei“ [...]

  95. Thor's Hammer |  11.05.2010 | 13:42 | permalink  

    Der Name ist nicht entscheidend. Entscheidend ist wofür die Partei steht. Noch entscheidender ist aber, das man ihre Aussagen glaubt, ihr vertraut und die Aussagen und Werte nachhaltig sind.

    Die CDU führt “christlich” im Namen. Was ist an dieser Partei christlich? Das Volk zu belügen, dann beichten zu gehen um mit “gereinigtem” Gewissen so weiter zu machen?

    Das Beste was das Christentum hervorgebracht hat sind seine Ketzer. (Ernst Bloch, Philosoph 1885-1977)

    FDP – Was ist an der FDP “frei”? Eine Partei die an die “freiheitlich-demokratische Grundordnung”, gebunden ist, ist nicht frei! Wie anderen Parteien auch.

    Die Farbe einer Blackbox sagt nichts über ihren Inhalt aus! PIRATEN sind das wofür sie kämpfen. PIRATEN stehen für das was sie beschützen wollen!

  96. Wolfgang Michal |  11.05.2010 | 14:21 | permalink  

    Ich finde diese Argumentation merkwürdig: Weil die CDU nicht christlich ist, dürfen sich Freiheitsliebende Piraten nennen, obwohl sie keine sind. Kann mir jemand diese Logik erklären?

  97. tohei |  11.05.2010 | 14:41 | permalink  

    Ich möcht mal dezent drauf hinweisen, dass es soetwas wie eine Einreichungsfrist für Anträge gibt. Insofern hat sich das für diesen Parteitag sowieso erledigt.
    Nun aufgrund der NRW-Wahl überhaupt mit diesem Thema loszufeuern, eine Woche vor dem Parteitag wäre nichts weiter als blinder Aktionismus. Zudem ist es fragwürdig aufgrund des Wahlergebnisses den Namen verantwortlich zu machen.

    Ansonsten ein nachdenkenswerter Artikel, ich persönlich bleibe jedoch gegen eine Umbenennung aus vielerlei Gründen. Nicht nur wegen der Inernationalität der Piratenbewegung, sondern auch aufgrund der Namensbedeutung.
    “Sie sind (in ihrer großen Mehrzahl) Verteidiger individueller Freiheiten. [...] Ihre Politik ist gerade nicht (wie bei Piraten) auf den eigenen Vorteil bedacht.” – Sind individuelle Freiheiten nicht immer ein eigener Vorteil? Der Vergleich zur heute romantisierten Vorstellung des freiheitsliebenden Piraten (wie unser aller Liebling Jack Sparrow) ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt.
    Der “Blackbox-Vergleich” ist ebenso zutreffend. Das Aufdruck auf dem Paket macht noch nicht den Inhalt. Die “Sozialen” bringen uns Hartz4, die “Christen” die Nächstenliebe in Afghanistan, die “Freien” den frei zusammenbrechenden Markt, den Kapitalismus der plötzlich nach Sozialhilfe in Milliardenhöhe schreit.
    Piraten sind einfach Piraten, wie immer man das interpretieren will. Der Inhalt zählt, das Programm – und ein Gutes, ein Qualitatives, das braucht Zeit um zu wachsen. Abschreiben um Prozente zu kriegen kann jeder, aber dazu sind die Piraten nicht entstanden.

  98. HPWeyer |  11.05.2010 | 14:46 | permalink  

    Ahoi!

    Der Name ist vielleicht in Deutschland nicht besonders gut eingeschlagen, aber er hat eine Bedeutung. Wollen wir die Anfänge der PIRATEN verleugnen? Wollen wir die Wähler, die uns kennen jetzt verunsichern? Wollen wir noch einmal von vorne anfangen?

    Europawahl, Bundestagswahl und jetzt Landtagswahl in NRW – überall ist die Piratenpartei aufgetreten und hat Erfolge eingefahren. Alles für die Katz, weil wir es nicht schaffen, den Namen zu erklären? Ändert sich das mit einem anderen Namen? Auch dann müssen wir erst einmal anfangen den (neuen) Namen und unsere Politik zusammenzubringen.

    Der Name ist jetzt Programm. Ein neuer Name wäre erst einmal nichts.
    Lasst uns schön Piraten bleiben und uns weiterhin für die Rechte der Bürger kämpfen.

    Gruss
    Hans-Peter

  99. uli |  11.05.2010 | 15:01 | permalink  

    Reicht man Anträge jetzt neuerdings im privaten Blog ein?

    Und dies nebenbei nach Ablauf der Antragsfrist.

    Tipp: ggf unter sonstige Anträge unterbringen, damit der Schwachsinn ein Ende hat.

    Letztlich dient dies hier nur einem, Hits mehr nicht :)

  100. Wolfgang Michal |  11.05.2010 | 15:25 | permalink  

    @uli: Siehe Kommentar 18!

  101. Jewas |  11.05.2010 | 15:30 | permalink  

    Leute,Leute.

    Der Antrag wist wohl eher ironisch/nachdenklich zu sehen.
    Herr Michal wird wohl auch nicht gerade völlig auf den Kopf gefallen sein und sowas wie Antragsfristen kennen…..

    Das war eine Denkanregung, da der Chartablog sogar eher wohl in die politische Richtung der Piratenpartei geht,wenn man an Herrn Glotz denkt, der mit dem Besitzer des Blogs Robin Meyer-Lucht in St.Gallen zusammengearbeitet hat, und dessen Politische Meinung eher Mitte Links mit starkem Bezug zu Freien Medien zu bezeichnen ist.
    Es war wohl kein ernst gemeinter Vorschlag,sondern ein sehr interessanter Denkansatz.
    Nicht mehr und aber nicht weniger.

    Wenn ihr immer bei Presseartikel so reagiert, anstatt euch die Freiheit zu nehmen und Nachzudenken und auch mal die Dinge mit einem gewissen Abstand zu betrachten müsst ihr euch nicht wundern,wenn dann keine oder schlechte Presse kommt…
    Da werden wir wohl noch an unserer Politikfähigkeit arbeiten müssen,
    denn das ist ja fast schon so schlimm wie bei der Linkspartei…:
    Bei Thors Hammer!

  102. Neo Bechstein |  11.05.2010 | 15:57 | permalink  

    Ich glaube da hat einer nicht verstanden, das wir eine internationale Bewegung sind und wir international so heißen. Das macht uns ja gerade aus!

    Nachhilfe für Herrn Michal gebe ich gerne ;)

  103. Most Tweeted Articles by Fsa09 Experts |  11.05.2010 | 16:16 | permalink  

    [...] NRW » PIRATEN bedanken sich bei allen Wählern und Unterstützern 3 Tweets Antrag auf Umbenennung der Piratenpartei — CARTA Aufgrund des Wahlergebnisses in Nordrhein-Westfalen beantrage ich die sofortige Umbenennung der [...]

  104. fn0rd |  11.05.2010 | 16:16 | permalink  

    Wie wärs mit “Digital Natives”, “Netzdemokraten” oder “D++” ?

  105. Wolfgang Michal |  11.05.2010 | 18:26 | permalink  

    @jewas (101) “Es war wohl kein ernst gemeinter Vorschlag,sondern ein sehr interessanter Denkansatz.”

    Doch doch, es ist beides! Wobei ich hinsichtlich des Namens verhandlungsbereit bin;-)

    Und die Erwähnung von Peter Glotz (“Kulturkämpfe im digitalen Kapitalismus”) trotz Robins St-Gallener Vergangenheit ist… reiner Zufall.

  106. Slash |  11.05.2010 | 20:59 | permalink  

    Vollste Zustimmung ! Die Wählerschaft hat uns mit dem Ergebnis aus NRW einen glasklaren Auftrag gegeben: Umbenennung der Piratenpartei in 1TKP, 1-Thema-Knetmenschen-Partei

    Mit kopfschüttelnden, genervten Grüßen,
    / aka Oliver

  107. Jewas |  11.05.2010 | 23:12 | permalink  

    @Wolfgang Michal (105)

    Nun,um zu verhandeln,
    müssen sie sich wohl am Samstag selbst ein Bild machen
    und gegebenfalls sich in die Tradition der Linksliberalen Intellektuellen Publizisten stellen, die die kleinen Fortschrittsparteien wie Karl-Hermann Flach begleiteten :)
    Und natürlich ist alles,wie so vieles in der Welt nur ein reiner Zufall….

  108. Markus Giersch |  11.05.2010 | 23:38 | permalink  

    Lasst doch euren Namen wie er ist!
    Jemand hat doch schon einen Super alternativ Namen genannt!
    PPD
    Piraten Partei Deutschland

    Aber ddp wird nicht gehen, und wenn Ihr die einladet, dann könnt Ihr euch gleich mit der Scientology an einen Tisch setzen, die praktizieren genauso ;-)

  109. el_nikolo |  12.05.2010 | 04:13 | permalink  

    In einem Kommentar oben wird erwähnt, dass ja “die Grünen” auch kein toller Name wäre – dennoch hätte man sich dran gewöhnt.

    Da aber die Partei “die Grünen” aus vielen verschiedenen Untergruppierungen entstanden ist, ihren Ursprung u.a. in der Studenten,- Frauen, Anti-Parteien- und Anti-Atomkraft-Bewegung der 70er hat.
    Um mal ein paar Beispiele einzustreuen, details unter:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen

    Grüne Liste Umweltschutz (GLU)
    Umweltschutzpartei
    „Wählergemeinschaft – Atomkraft Nein Danke“
    „Bürgerinitiativen gegen Atomkraft Weserbergland“
    „Bunte Liste – Wehrt Euch“
    Kommunistischer Bund (KB)
    Grüne Aktion Zukunft (GAZ)
    Grünen Liste Hessen (GLH)
    Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher (AUD)
    etc etc

    So homogen war das bei weitem nicht, wie die Piraten das hier versuchen aufzuziehen – und das ist meiner Meinung auch das Problem an der ganzen Sache.
    Die Piraten haben von anfang an versucht an die Politikprofessionalität der alteingesessenen anzuschließen… dieses europaweite corporate identity hat nicht gerad dazu beigetragen, dass die Gruppe der “Unterstützer der Sache” weiter wächst – nein – durch die Gleichmacherei wird entweder bemängelt, die Mitglieder seien liberale Wirtschaftsknechte oder linke Gutmenschenspinner und zusammen geht das ja so gar nicht und groß ist der Ärger über die heterogenen Ansichten in einer Organisation die krampfhaft versucht ne “Professionelle Partei” zu sein.

    So wird das nix mit “unserer Sache”… (Unsere Sache = Digitale Bürgerrechte & Freiheit)

  110. Peters Rundumschlag (6) — Peter Goldman |  12.05.2010 | 10:39 | permalink  

    [...] – NRW einfach ein zu schwieriges Pflaster. Auch deswegen unterstütze ich solche Anträge (Klick) nicht, zumal der Name DDP, also “Digitale Deutsche Partei” noch mehr Abgrenzung [...]

  111. Wolfgang Michal |  12.05.2010 | 11:01 | permalink  

    @el nikolo: Ein wichtiger Unterschied. Der Parteibildungsprozess bei den Grünen war viel natürlicher, kam stärker aus einer Bewegung, und der Name schälte sich erst langsam aus unterschiedlichen Vorläufer-Gruppierungen heraus. Die Grünen haben nicht einfach einen schon existierenden Namen importiert (der in Schweden eine andere Tradition und einen anderen Klang hat als bei deutschen Landratten!).

    Die Verbissenheit, mit der die alarmierten Piraten hier ihre Johnny Depp-Romantik verteidigen und jede Diskussion verweigern, ist kein gutes Zeichen.

  112. Piratenweib |  12.05.2010 | 11:27 | permalink  

    @Wolfgang Michal: Damit hast du leider Recht.

    Die Verbissenheit, mit der die alarmierten Piraten hier ihre Johnny Depp-Romantik verteidigen und jede Diskussion verweigern, ist kein gutes Zeichen.

    Die Piratenpartei ist eine Partei (!), und es sollte stets in Bezug auf die Politik nachgedacht werden, die diese Partei vermitteln will.
    Namen sind dabei Schall und Rauch. Und wenn die Partei sich in “die Karierten” oder “FDKPD – Freie Digitale Kommunikations Partei Deutschlands” umbenennen würde, so stünde immer noch das Problem des zu engen Parteiprogramms im Raum, das an den Interessen des “realen Lebens” der potentiellen Wähler/innen vorbeigeht. Es reicht auch nicht, als Zielgruppe die 15- bis 19-jährigen zu erreichen. Diese entscheiden keine Wahl. Stattdessen müssten auch die “ganz normalen” Bürger/innen vom Parteiprogramm angesprochen werden.
    Kompetente Präsenz, Sachkenntnis, Diskussionsbereitschaft und nicht zuletzt eine Positionierung sind dafür wesentlich geeigneter als ein neckischer Name.
    Dies schreibe ich als Mitglied.

  113. Alex |  12.05.2010 | 19:38 | permalink  

    Digitale Demokratische Partei? Und außerhalb des Digitalen seid ihr dann nicht mehr demokratisch? So kommt das bei mir an, und das wäre fatal. Und ja, ich bin prinzipiell der Meinung, daß ihr dringend einen neuen Namen braucht. Anders assoziiert und weniger infantil. Aber dann muß auch euer Politikstil professioneller werden. Ein neuer Name allein macht keine Fehler wett, die zu den Wahlniederlagen geführt haben.

  114. Wolfgang Michal |  12.05.2010 | 20:16 | permalink  

    Für alle, die das Wort “digital” als einschränkend empfinden: Die Präambel des Grundsatzprogramms der Piraten beginnt so: „Im Zuge der Digitalen Revolution aller Lebensbereiche….“
    http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm

  115. Jörg Tauss |  12.05.2010 | 22:28 | permalink  

    Ein vergifteter und schlicht dummer Rat, den uns Herr Michal da gibt.

    Überall werden weltweit Piratenparteien gegründet. Und in Deutschland soll die “Marke” aufgegeben werden? Eine DDP hätte uns unter den Voraussetzungen des Wahlkampfes in NRW keine einzige Stimme mehr gebracht- aber ganz sicher die Stimmen vieler Jungwähler gekostet. Auch die “Piraten” der ersten Stunde gingen uns verloren.

    Sollte tatsächlich eine Namensdebatte notwendig werden (die ich nicht sehe), kann ich mir bestenfalls eine Ergänzung nach diesem Muster vorstellen:

    Piratenpartei Deutschlands – Bürgerrechtspartei –

    Also ein Doppelname ähnlich Bündnis 90/ Grüne (auch wenn dieser Doppelname historisch natürlich aus anderen Gründen zustande kam)

    Ansonsten höre ich mir gerne von jedem Volltrottel auch Piratenwitze an.

  116. Aufmerksamkeit! |  12.05.2010 | 23:01 | permalink  

    @Jörg Tauss
    Warum “vergifteter und schlicht dummer Rat”? Ich kann in dem Artikel keinen “vergifteten und schlichten und dummen” Angiff auf “Die Piraten” sehen.
    Klar, man muss den Vorschlag nicht teilen, aber muss man deswegen gleich “um sich schlagen”?
    War einfach nur ein Vorschlag, der eigentlich eher positiv für die Entwicklung der Piraten gemeint war, so habe ich es zumindest empfunden.
    Muss ich jetzt daraus schließen, dass “Führungsfiguren” der Piraten nicht bereit sind über Veränderungen/Entwicklungen nachzudenken?
    Das wäre aber schon ein Armutszeugnis!
    Ich kann mir – beim besten Willen – nicht vorstellen, dass diese Ansicht von dem Gros der Piraten geteilt wird. Gerade eine Partei, die im Aufbau begriffen ist, sollte doch am ehesten Dialogbereit sein, zumal sie einen Mangel daran den “Gegnern” vorwirft.
    Oder habe ich hier jetzt etwas total falsch verstanden?

  117. Jörg Tauss |  12.05.2010 | 23:14 | permalink  

    Vergiftet, weil es ein “Spalterthema” ist, nichts bringt und dumm, wenn sich die Piraten darauf einliessen, ihre “Marke” selbst zu beschädigen. Dessen ungeachtet muss man stets über Veränderungen nachdenken. Z. B., wie wir mit knappen personellen und finanziellen Ressourcen zu mehr wirksamen Aktionen kommen.

    Der Partei statt dessen zu empfehlen, sich monatelang statt dessen über den Namen zu streiten, ist wie ausgeführt vergiftet und kein freundschaftlicher Rat.

    Übrigens hatte ich zur Bundestagswahl zur Zulassung der Piraten noch “last minute”- Unterschriften gesammelt. Ohne den Begriff “Piraten” hätte ich es nie geschafft, mit ausreichend vielen Leuten ins Gespräch zu kommen.

    Im übrigen: Ich bin “kleiner” Pirat und keine Führungsfigur. Sollten aber Führungsfiguren nach meinem Rat fragen, würde ich davon dringend abraten und vorschlagen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

  118. Piratenstatistiken |  12.05.2010 | 23:20 | permalink  

    “Der Name ist vielleicht in Deutschland nicht besonders gut eingeschlagen, “.

    Die Fakten reden eine andere Sprache: Deutschland hat die weltweit zweitgrößte Piratenpartei: http://int.piratenpartei.de/Global_Pirate_Party_memberscount

    Die Piraten sind eine internationale Bewegung, und gerade in Deutschland ist sie bombastisch eingeschlagen. Die Grünen haben nur 4x so viele Mitglieder. Und die neue Generation wächst nach, von ganz allein…

    Nächstes Argument: bei der Europawahl konnte man lernen: ein gutes Wahlergebnis der Piraten in einem anderen Land stärkt die Piraten in unserem Land. Die Bundestagswahl stärkte wiederum die Österreicher Piraten.

    Der Name “Piratenpartei” kann nicht abgelegt werden. Wir sind Piraten.

  119. Kurti |  12.05.2010 | 23:22 | permalink  

    Bei den Piraten zahlen aber auch nur die Hälfte der Mitglieder Beiträge, so ehrlich sollte man schon sein. Pirat zu werden ist leichter als Betteln, nur noch preiswerter.

  120. Aufmerksamkeit! |  12.05.2010 | 23:25 | permalink  

    @Jörg Tauss
    Zunächst was die “Führungsfigur” betrifft: Der Name Jörg Tauss ist schon ein eher bekannter bei den Piraten. Meinte das also nicht im Sinne von Parteifunktion.
    Ansonsten: Kann ja sein, dass es nichts bringt. Habe mich ja auch eher kritisch dazu geäußert.
    Nur wie man damit umgeht ist doch entscheidend. Es gibt gute Argumente gegen eine Umbenennung, die hier ja schon reichlich aufgeführt wurden.
    Aber wenn eine kleine Blogdiskussion bei Carta die Gemüter schon so erhitzt, dann frege ich mich, wie diese Partei – bzw. ihr bekannter Repräsentant – sich in wirklich entscheidenden politischen Sachdiskussionen verhält.
    Gibt kein gutes Bild!
    Will sagen: Ich galube, Sie schaden den Piraten hier eher!

  121. Jörg Tauss |  12.05.2010 | 23:52 | permalink  

    Ich rede immer Klartext. Das war schon mein Erfolgsrezept für meine fraktionsübergreifende Beliebtheit im Deutschen Bundestag oder ganz früher in der Schule ;))

    Die Blogdiskussion läuft vielleicht auch deshalb etwas emotional, weil die Namensdebatte von den tatsächlichen Problemen ablenkt.

    Und sie würde in anderen Parteien wohl nicht anders geführt, bekäme die Union eine ernsthaft Empfehlung, deren “C” abzulegen um für türkische Mitbürger wählbarer zu werden. Oder das “S” der SPD, weil man sich endlich von den Gewerkschaften absetzen müsste, um mehrheitsfähig zu werden.

    Wer das nicht versteht, versteht auch die Piraten nicht ganz.

  122. Aufmerksamkeit! |  13.05.2010 | 00:05 | permalink  

    Gegen “Klartext” in der Sache – Betonung liegt auf in der Sache – habe ich ja gar nichts einzuweden. Da kann man sich gerne herzhaft streiten!
    Nur wenn man damit “Ein vergifteter und schlicht dummer Rat, den uns Herr Michal da gibt.” eröffnet, dann frage ich mich, ob es um die Sache überhaupt geht.
    Das tut einer konstruktiven Diskussion einfach kein Gut.

  123. Benedikt Schmidt |  13.05.2010 | 02:01 | permalink  

    Die Erklärung warum der Name nochmal als Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=vHRkI8Ga9oA

    Von Minute 1:00 bis 1:23 , vielleicht ist es musikalisch einprägsamer.

    Und spätestens mit verschärften Antiterrorismus-Leistungsschutzrechten werden hier viele erhenwerte Menschen zu RaubmordLINKkopierern werden. Die Piraten haben dann aber sicher ein Plätzchen frei :)

  124. Michael Thoben |  13.05.2010 | 02:08 | permalink  

    Ich wäre für Liberale Partei Deutschlands, kurz LPD…

  125. C |  13.05.2010 | 02:46 | permalink  

    Herr Tauss,

    mit “christlich” und “sozial” verbinde ich etwas Positives,
    mit “Pirat” verbinde ich Raub, Mord und Diebstahl.

    Ich habe keine Lust, bei Freunden und Verwandten meine halbe Energie darauf zu verschwenden, den Begriff “Pirat” rechtfertigen zu müssen, bevor ich zum eigentlichen Thema komme. Und wenn ich sie dann auf die unsägliche Homepage der angeblichen “Internetpartei” geschickt habe, ist es sowieso ganz aus. Da bleibe ich doch lieber Nichtwähler und Nichtmitglied.

    Auch die NRW-Wahl hat gezeigt, dass die Bürger zunehmend das Vertrauen in die Politik verlieren. Aber anstatt weitere 100.000 Nicht-Wähler hinzuzugewinnen, haben die Piraten 39.000 Wähler verloren. Und der nicht vertrauenserweckende Begriff “Piraten” ist einer der Gründe dafür.

    Herr Michal hat Recht, und je früher es geschieht, umso weniger schmerzhaft wird es werden.

  126. Alex Kempe |  13.05.2010 | 09:20 | permalink  

    Eines wird deutlich, wenn man dies hier alles liest und an vielen anderen Stellen auch. Die Piratenpartei ist alles aber keine Partei sondern eine Bürgerrechtsbewegung die es sich in den oft noch kindlich naiven Kopf gesetzt hat, irgendwo als 1-Euro-Job auch mal ein bischen Politik machen zu wollen aber halt mal eben nur ein wenig und gerade mal als gewissen Spaßfaktor, falls sich mit den Bürgerrechten keine oder nur sehr wenig Stimmen generieren lassen. Es ist einfach nicht ausreichend, wenn man Demokratie schreit, diese aber nicht lebt, was deutlich an den zerrütteten Flügeln des zusammengewürfelten Haufens deutlich wird.

    Fakt ist, ihr habt es bis zum heutigen Tag nicht geschafft, ein Programm, sprich Politik auf die Beine zu stellen, daß genügend Bürger anspricht, um für Akzeptanz zu sorgen sondern die Piraten werden nach wie vor belächelt als wilder laut schreiender Haufen aber nicht als seriöse Partei und man ist auf dem besten Weg auch nie als eine solche anerkannt zu werden.

    Eine meiner besten Entscheidungen bisher war es, den Mitgliedsantrag noch zurückzuhalten und der wird vermutlich auch in der Schublade bleiben denn die Engstirnigkeit und das mangelnde Verständnis für Politik, die Bürger anspricht in der Wichtigkeit der Dinge ist schlichtweg an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen.

    Denkt immer daran, ihr habt einige wenige sehr gute Leute in den eigenen Reihen aber diese Leute werden irgendwann von eurem lauten substanzlosen Geschrei angewiedert sein und abwandern. Naja, manche, die sich “Partei” schimpfen stehen eben auf dauerhaft < 5.

  127. Jörg Tauss |  13.05.2010 | 10:20 | permalink  

    Die Ignoranz, Unkenntnis und Aggressivität, die z. B. aus den Kommentaren 59 und 126 spricht, ist schon erschreckend. Gegen derartige schlichte Bösartigkeit kann man sich aber auch mit Umbenennungen nicht wehren.

    Bekannte Anti- Piraten- Argumente werden wahllos aneinander gehängt. Wo alle Argumente fehlen, wird es wie bei Herrn Kempe eben “kindlich, naiv, lächerlich, substanzlos, wild schreiend etc. etc.” Ich sehe manche Mängel in unserer jungen Partei. Nichts von diesem Gegeifer liesse ich aber gelten oder hätte es ausgemacht.

    Michal beklagt, dass die Piraten “die Bewegungen” ignorierten, während sein “Unterstützer” Falk D. dem gegenüber bei den Piraten eine ganz schreckliche “grüne Monokultur” ausgemacht haben will. Was denn nun?

    Es fehlt eigentlich nur noch die penetrante Bezeichnung Spasspartei…. Und warum eigentlich nicht? Wir sind eine Partei, die wieder Spass an Politik machen will. Auch dieses Totschlagargument unserer Gegner sollten wir also positiv umkehren.

    Dass wir auch mit einer Namensänderung von heute auf morgen nicht die erreichen, welche sich angewidert vom “Politikbetrieb” abgewandt haben, liegt auf der Hand. Das wird die eigentliche Kärnerarbeit.

    Zu den “zerstrittenen” Flügeln: Ich war 38 Jahre in der SPD und kenne Flügelkämpfe, die sehr ins Persönliche zielten. Nichts davon habe ich bis heute bei den Piraten bemerkt. Es wird diskutiert. Ja. Manchmal zu lange. Aber ich kenne beispielsweise keinen Parteitag, bei dem auch nur annähernd Zustände herrschten, wie bei den frühen Grünen. Und dennoch haben diese Grünen die Republik dennoch mehr verändert, als es die heutigen schwarzgrünen Langeweiler in ihren Jobsesseln auch nur ansatzweise vermögen. Als Bundestagsabgeordneter habe ich zwischen bis 2005 das Desinteresse der Grünen “Spitzenpolitiker” an Bürger- und Freiheitsrechten zur Genüge kennen gelernt.

    Allein 2% für die Piratenpartei bei der BTW trugen im übrigen dazu bei, dass sich die anderen von Schwarz bis Links endlich auch, zumindest nach außen, um die Themen kümmern (wollen). Netzpolitik und Bürgerrechte wurden schon mit dieser Wahl also voran gebracht.

    Das beste Argument gegen eine Umbenennung liefert jedoch C mit Kommentar 125:

    Zitat: “Ich habe keine Lust, bei Freunden und Verwandten meine halbe Energie darauf zu verschwenden, den Begriff “Pirat” rechtfertigen zu müssen, bevor ich zum eigentlichen Thema komme. …..Da bleibe ich doch lieber Nichtwähler und Nichtmitglied…..”

    Dies allein beweist: In seinem Bekanntenkreis wird schon wegen des Namens diskutiert. Genau das ist es, was ein gutes “Marketing” bezwecken will. Der Name ist genial.

    Den jammernden und völlig unpolitischen Nichtwähler C in seinem mosernden Abseits sollte man man also eher ändern versuchen, als den Namen der Piratenpartei ;)

  128. Toby O. Rink |  13.05.2010 | 11:44 | permalink  

    Warum? Wo bleibt die Demokratie?

  129. martin |  13.05.2010 | 12:05 | permalink  

    Raub, Mord und Diebstahl? “Fluch der Karibik” habt ihr euch im Kino aber sicher trotzdem angeschaut. Oder vielleicht sogar einfach aus dem Netz runtergeladen? Seid nicht so verlogen, Leute.

  130. Heiko |  13.05.2010 | 12:06 | permalink  

    Leute mal ehrlich: Das was viele als Chaos bezeichnen ist einfach nur ein Zeichen dafür, dass bei den Piraten noch eine offene Demokratie-Kultur lebt. Andere Parteien erscheinen nur deswegen geordnet weil eine kleine Elite bestimmt was zu passieren hat und das dazu nutzt Mitglieder und Wähler zum eigenen Nutzen zu verkaufen.

    Ich kann mich über solche Äußerungen gar nicht wirklich aufregen, weil meine Lebenserfahrung mir sagt, dass es viele Menschen gibt, die mit einer lebendigen Streitkultur und den daraus resultierenden positiven Veränderungen nicht klar kommen oder sogar panische Angst davor haben. Wer krative, lebendige und konstrukive – also verändernde – Prozesse, wie sie jetzt bei den Piraten zu sehen sind, einach als schädliches und/oder dummes Chaos abtut und sogar dagegen wettern muss, zeigt genau diese Angst.

    Ähnliches gild aber auch bei der Namensdiskussion. Der Name Piratenpartei ist progressiv. Er sagt auch, dass wir uns etwas trauen – vor allem Veränderung, denn der Name ist etwas ganz neuartiges unter den Parteinamen. Wer bei diesem Thema für einen konservativeren und damit angepassteren Namen eintritt, hat die Piraten nicht verstanden. Veränderungen zu bewirken bedarf mutiger Menschen die zu ihren Ideen stehen und nicht beim ersten lauen Windchen die Seegel streichen.

    Angepasste Jasager finden ihr Zuhause bei der CDU, FDP, SPD oder, wenn man sich als besonders originell empfindet, bei den Grünen. Ganz verzweifelte Abnicker fühlen sich sicherlich bei den Linken gut aufgenommen. Ich bin kein digitaler Demokrat. Ich bin Individuum unter Individuen, einzigartiger unter vielen einzigartigen. Oder einfach: Ich bin Pirat!

  131. Aleks A. |  13.05.2010 | 12:22 | permalink  

    “Die karibischen Piraten waren demokratisch organisierte Seefahrer und die ersten Menschen, die eine Krankenversicherung hatten”

    Wie so oft stimme ich mit Jörg überein. Frecher Name, freche Partei, neuer Wind.

  132. Piratenweib |  13.05.2010 | 13:04 | permalink  

    @Jörg Tauss: Mich erschreckt der extrem polemische Tonfall deines Kommentars. Leuten, die die Piratenpartei kritisieren, “Bösartigkeit”, “Gegeifer” oder “Penetranz” zu unterstellen, finde ich einer sachlichen Diskussionskultur ganz und gar nicht angemessen. Wenn wir so mit unseren Kritikern umgehen bzw. mit Bürger/innen, die uns kritisch hinterfragen.

    Den jammernden und völlig unpolitischen Nichtwähler C in seinem mosernden Abseits sollte man man also eher ändern versuchen, als den Namen der Piratenpartei ;)

    Bist du sicher, dass du den Politikbegriff richtig verstanden hast? Der “jammernde” Bürger bzw. die “jammernde Bürgerin” ist nämlich keineswegs unpolitisch. Sondern muss dort abgeholt werden, wo er/sie das Problem hat. Nur weil die Bürger/innen keine Problemlösung sehen, sind sie nicht unpolitisch. Sie sind nicht unpolitisch, weil sie nicht zur Wahl gehen. Sie suchen neue Kräfte, die politische Lösungen – ja, innovative Lösungen anbieten – aber sie wollen sich sicherlich nicht von irgendeinem Parteimenschen beleidigen lassen!

    Ich distanziere mich als Mitglied der Piratenpartei ausdrücklich von den Äußerungen von Herrn Tauss!

  133. Wolfgang Michal |  13.05.2010 | 13:05 | permalink  

    Der nette Versuch von Herrn Tauss, eine lichterloh brennende Diskussion mit kraftvollen Fußtritten auszutreten, überzeugt mich nicht. Man muss wohl 38 Jahre lang Sozialdemokrat gewesen sein, um hinter einem sachlichen Diskussionsbeitrag sofort einen Spalter und Vergifter zu vermuten.
    Meiner Antragsbegründung kann jeder Leser entnehmen, dass hier konstruktiv im Sinne einer notwendigen Weiterentwicklung argumentiert wird. Das sture Festhalten an einem kindischen Namen korrespondiert dagegen auffällig oft mit der inhaltsleeren Aussage, dass der Name genial “frech” sei, anders als alles andere und hundertprozentig NEU! Na toll!
    Würden sich z.B. türkische Mitbürger zusammentun und sich “Kanakenpartei” nennen (als spöttischer Reflex auf die Vorurteile ihrer Umgebung), könnten sie sicher einen Achtungserfolg verbuchen von – sagen wir – 1 bis 2 Prozent. So lange eben der freche Neuigkeitswert anhält. Das wär’s aber auch. Denn der Marketing-Name stellt sich zu sehr vor die Inhalte. Pubertierenden, die auf Identitätssuche sind, mag das egal sein, den meisten anderen aber nicht.
    Den Begriff “Bürgerrechtspartei” in den Namen mit aufzunehmen, hielte ich zumindest für einen klugen Kompromiss. Wenigstens das sollte am Wochenende beschlossen werden.

  134. noName |  13.05.2010 | 13:08 | permalink  

    “Piratenpartei Deutschlands – Bürgerrechtspartei – ” würde mir ganz gut gefallen. Der Ton hier ist – wie mein Vorkommentierer bereits ausführt – daneben. Ich denke nicht, dass sich Mitglieder der Piratenpartei als auch deren Wähler dermaßen unsachlich verständigen. Das spricht leider nicht für Euch Piraten!

  135. noName |  13.05.2010 | 13:09 | permalink  

    134 bezog sich auf 132 – 133 passt auch.

  136. LuB |  13.05.2010 | 13:13 | permalink  

    Die PiratenPartei ist endlich eine frische, neue Partei, die wichtige Themen anspricht. Transparenz und direkte Demokratie ist den Piraten wichtig. mit einer Umbenennung werden sie den alten schnöden Parteien nur ähnlicher. Die PiratenPartei macht ein frische moderne Politik die auch die Jugend interessiert. Weil sie eben nicht so “trocken und langweilig” ist. Mit dem Namen sticht man hervor. Ich halte eine Umbenennung für völlig falsch. Sonst passiert langsam genau das, was ich befürchte. Das sich die PiratenPartei sich immer weiter angleicht (wie die Grünen) und auch zu einer langweiligen, altbackenen Partei mutiert.

  137. Heiko |  13.05.2010 | 13:25 | permalink  

    @Wolfgang Michal: Von “einem kindischen Namen” und “Pubertierenden, die auf Identitätssuche sind” zu sprechen und gleichzeitig Jörg Polemik vorzuwerfen ist wirklich widersprüchlich. Wie Dein Text oben auch, wenn Du den mal in Ruhe noch einmal bitte lesen würdest.

  138. Heiko |  13.05.2010 | 13:28 | permalink  

    Und es mag doch jeder, der Piraten als unsoziale Halunken ansieht bitte den Beitrag auf der Internetsite des ZDF lesen http://www.abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,7592383,00.html Der liefert noch einmal ganz neue Argumente für den Namen.

  139. Andreas |  13.05.2010 | 13:35 | permalink  

    Erstmal nein zu diesem Vorschlag. Gründe findet man ja in den anderen Kommentaren zuhauf.
    In unserer komplexen Welt ist es für politische Entscheidungen unabdingbar, dass man über die Fähigkeit des rationalen Denkens verfügt. Wer nicht einmal in der Lage ist, den Namen einer Partei zu akzeptieren, der wird niemals die Materie verstehen, mit der sich diese Partei beschäftigt.
    Christen wählen CDU, Umwelt- und Tierliebhaber wählen Grüne, Unternehmer wählen FDP, Arbeiter wählen SPD und Linkshänder wählen die Linken. Diese Klientel spricht die Piratenpartei nicht an.
    Die Piraten wollen die erreichen, die genug Verstand haben um erkannt zu haben, dass keine dieser etablierten Parteien noch Rezepte zur Lösung unserer Probleme haben.

    Ein provokanter Name ist in solchen Kreisen ein Türöffner.

  140. R L |  13.05.2010 | 13:40 | permalink  

    Au weia! Wenn es zu dieser Umbenennung kommt, dann hör ich auf, Euch zu wählen!

    Dann kommt mein Kreuzchen halt wieder ohne zu überlegen ins Feld der Linken, der APPD, der PoP, ins Feld von Die Partei, der Front deutscher Äpfel, der PSG oder der ÖDP – je nachdem wie wichtig die jeweilige Wahl ist ;-)

    Leute, ernsthaft: Ihr habt mit “Piraten” eine derart geile Corporate Identity aufgebaut und mit Euren Symbolen ein derart unverwechselbares Corporate Design geschaffen, da können die anderen Parteien mit ihren (whuou!) Schriftarten nur leise weinen!!1!

    Wer es ernsthaft vorschlägt, den Namen zu ändern, dem möchte ich folgendes an den Kopf werfen: http://www.youtube.com/watch?v=gb_qHP7VaZE
    Und nochmal auf Deutsch: http://www.youtube.com/watch?v=6pwmffpugRo

    Wer nicht begriffen hat, dass Spalterei eine Bewegung und ihre Anliegen in der Regel schwächt, der muss halt ne eigene Partei aufmachen, aber … bitte nicht! m(

  141. Piratenweib |  13.05.2010 | 13:51 | permalink  

    @Andreas: Arroganz ist nirgendwo ein Türöffner. Schon gar nicht bei Menschen bzw. “in Kreisen”, die des rationalen Denkens fähig sind.

  142. Heiko |  13.05.2010 | 14:00 | permalink  

    @Piratenweib: Was hat der name mit Arroganz zu tun? Ich denke man darf Andreas’ etwas arrogante Begründung nicht mit dem Namen der Partei verwechseln. Aber seine Art versetzt ihn anscheinend in die Lage mit dem Namen etwas zu bewirken und wenn wir wüssen wie, könnten wir vielleicht etwas lernen.

  143. Piratenweib |  13.05.2010 | 14:09 | permalink  

    @Heiko: Hab ich geschrieben, dass der Name mit Arroganz zu tun hat? Nein! Die Äußerung von Andreas ist arrogant. Er versucht darzulegen, dass denkende Menschen die Piratenpartei wählen und alle anderen eben ihr Kreuzchen woanders machen. Das ist meiner Meinung nach Unfug. Es unterstellt, dass Menschen, die in eine andere Richtung denken, nicht rational denken. Es unterstellt allen Mitgliedern und Wähler/innen der Piratenpartei rationales Denken. Beides sind Behauptungen, die durch nichts zu beweisen und einfach unhaltbar sind.

  144. Heiko |  13.05.2010 | 14:33 | permalink  

    @Piratenweib: Er spricht über den Namen. Du schreibst von Arroganz und beziehst Dich dabei auf seine Art der arrogumentation ;-). Es wäre hilfreich wenn Du in so einem Fall schreibst worauf Du Dich beziehst.

    Bei den Piraten ist es zur Zeit üblich unbelegte Annahmen zur Argumentation heranzuziehen, die meistens nicht einmal durch Lebenserfahrungen untermauert werden können. Jeder nimmt an, alle anderen Denken entweder wie er selber oder irren sich. Und natürlich gibt es in den Augen vieler nur eine Wahrheit.

    Ich gebe Dir also Recht, Andreas wird wohl arrogant zu sein. Ich meine darüber hinaus aber, er kommt damit anscheinend zurecht und wir könnten vielleicht etwas von ihm lernen.

  145. Jörg Tauss |  13.05.2010 | 14:48 | permalink  

    Wenn ich mal wieder zu grob war: Nochmals Mea Culpa!

    Ich halte es aber für erstaunlich, dass sich in dieser Kommentarspalte die Kritiker der Piratenpartei sämtlicher grober Klötze bis hin zu wahrheitswidrigen Darstellungen geradezu selbstverständlich bedienen wollen – die Piraten selbst sollen aber bitte höflich und ohne zurück zu bashen die linke und möglichst noch die rechte Backe nebst verlängertem Rückgrat zur Verfügung stellen.

    Ihren Beitrag, Herr Michal, halte insofern für gut, als dass er die Piratenthemen für wichtig erachtet. Dies hört man selten in der deutschen Medienlandschaft. Dafür auch Danke.

    Die Frage ist jetzt allein, ob sich diese Inhalte mit einem neuen Namen besser transportieren liessen. Und hier komme ich eben zu einem klaren NEIN. Mit meinen bald 57 Jahren dürfte ich übrigens zu alt sein, deshalb ausgerechnet gegen mich die Pubertätskeule zu schwingen ;))

    Auch das NRW-Argument lasse ich nicht gelten. Ein erfahrener Journalist wie Wolfgang Michal weiss, dass es bei einer vorhandenen Wendestimmung kleinere Parteien bei jeder Wahl sehr schwer haben. Egal, welchen Namen sie tragen. Bei der Bundestagswahl war der Ausgang demoskopisch vorhersehbar klar. Das hat den Piraten genützt. In NRW gab es eine andere Ausgangslage. Das politisierte jene Menschen, die Rüttgers eben nicht mehr wollten. Dessen mögliche Abwahl motivierte viele, eben nicht das “Risiko” Piratenpartei einzugehen. Das war ja übrigens auch der Hauptwahlkampf gegen uns: Ihr verhindert die arme Frau Kraft und Rot-Grün (nebenbei: Na und? Wo hat Rot-Grün je die Bürgerrechte voran gebracht?)

    Hinzu kamen natürlich durchaus hausgemachte Probleme. Im NRW – Wahlkampf wurden von uns nicht die richtigen Schwerpunkte gesetzt. DIESE Kritik müssten sich die Piraten tatsächlich gefallen lassen und sie auch reflektieren.

    Die Themen “Korruption” und Käuflichkeit (Rüttgers- Regierung) , Sendezeiten im Internet, Transparenz (siehe jahrelanges schwarzrotgelbgrünes Versagen bei der WestLB) wären natürlich wichtigere Themen gewesen als z. B. die – auch bei den Piraten nicht unumstrittene – plakatierte Forderung nach einem kostenlosen ÖPNV.

    Phantasievolle “piratige” Aktionen, wie der Dauerinfostand, das “gläserne Mobil” oder die Nacktscanner- Aktion am Düsseldorfer Flughafen blieben leider die Ausnahme. Noch nicht einmal die “Kernkompetenz” Onlinewahlkampf riss vom Hocker. Hierzu das “Warum” zu diskutieren ist für die Zukunft der Partei in Hinblick auf die nächsten Wahlen wichtiger als eine Ergänzung des Namens oder gar eine Grundsatzdebatte über die völlige Umbenennung der Partei.

    Ich kann den Bundesparteitag daher nur warnen, diese Debatte zu beginnen und sie sich von außen auch noch aufzwingen zu lassen. Die bundesweite mediale Reaktion wäre vorhersehbar klar und katastrophal: Statt Inhalten und statt ihres Grundsatzprogramms diskutieren Piraten auf deren Bundesparteitag nur ihren Namen. Kein politischer Journalist könnte und würde darauf verzichten, dies so zu verbreiten.

    Deshalb sorry, Herr Michal: Selbst wenn Ihr Vorschlag wirklich “gut gemeint” gewesen sein sollte, was ich Ihnen persönlich durchaus abnehme. In diesem Kontext gesehen ist er tatsächlich nur vergiftet und nicht hilfreich.

  146. Jewas |  13.05.2010 | 14:56 | permalink  

    Ich hoffe ja,es ist nicht schlimm,wenn wir hier die Kommentarspalte zuspammen*schande über mich*, aber ich muss zum einen an euren Ton erinnern, da nehme ich gerade Herrn Tauss nicht aus,
    zum anderen, dass man sich durchaus überlegen darf einen Doppelnamen zu verwenden.Ich möchte da nocheinmal auf die Geschichte der DDP verweisen.

    Die DDP präsentierte sich als lupenrein liberale Partei, die Geist, Geld und soziale Belange in ansprechender Form zu verbinden wußte. Sie war die Partei des Bildungsbürgertums und aufgeklärter Wirtschaftskreise. (Auch das passt,weil wir die Partei der aufstrebenden IT Wirtschaft sein könnten und teilweise schon sind)

    Zu ihr gehörte beispielsweise der AEG-Präsident Walther Rathenau, der sich den Kapitalismus auch in Form einer Gemeinwirtschaft vorstellen konnte und 1921 als Reichsaußenminister von Fanatikern der Rechten ermordet wurde. Zu ihr gehörte auch Hugo Preuß, der 1919 die wesentlichen Teile der neuen Reichsverfassung entwirft. Zu ihr gehörte auch Albert Einstein, der wohl größte Kopf der Menschheit seit Leonardo da Vinci, zu ihr gehörte Theodor Heuss, der wie kein anderer das Grundgesetz geprägt hat.

    Liberalismus bedeutet möglichst so weit Frei zu sein,wie die Wirklichkeit es zulässt.
    Lasst uns Frei sein!,könnte man das Wort damit übersetzen,
    eine Formel hinter der sich wohl alle Piraten finden lassen.
    Progressiver Liberalismus bedeutet Nachzudenken,in wie weit dies möglich ist
    und für neue Zeiten neue Lösungsansätze zu finden.
    Sozialer Liberalismus bedeutet Gemeinwesen mit Freiheit zu verbinden.

    Das ist für mich doch alles sehr piratig:),
    denn so neu ist auch die Idee der Piratenpartei nicht.

    Ich bin als Kulturwissenschaftler eben Pirat,weil der Mensch immer dann erfolgreich war, wenn er nicht gute Ideen,die mal da waren vergaß,und wieder neu entwickeln musste,sondern einfach gute Ideen kopierte und sie weiterentwickelte.
    Wir leben in der nun Digitalen Gesellschaft,wo es Zeit wird neue Antworten zu geben,in einem 21 JH. wo die Antworten des 20 Jh hinterfragt werden müssen

    Die FDP war in der Sozial-Liberalen Koalition progressiv und hatte Persöhnlichkeiten,die vom Volk aus ihrer Inhaltlichen Überzeugung geachtet wurden.
    Die Freiburger Thesen waren soweit sehr brilliante Antworten auf diese zeit,und die FDP der kleine Linksliberale Reformmotor der SPD.

    Heute ist sie ne Betonpartei, der Steuersenker und Wirtschaftsliberalen,
    die oftmals recht wenig,für sonstigen Liberalismus(Schäubles Freunde…) was übrig haben und die sich auf die Finanzen verengt hatwie vom Volk als Zuunrechnungsfähig eingestuft wird, was gerade viele Linksliberale Wähler und Mitglieder verärgert,die sowieso gerne von der POartei selbst gerne beschimpft werden.

    Die Bayrischen Piraten fragten im Winter:
    “Bist du Liberal,oder in der FDP?”,
    und diese Frage könnte man durchaus drastisch verstärken, wenn wir uns hier vielleicht auf einen Doppelnamen einigen könnten, bei dem aber nicht unser Markenkern verwischen darf.

    Durch einen “seriösen” Namen,der Bezug zur Vergangenheit nimmt,wären wir zusätzlich,wie durch unsere auferstandene Bürgerrechtsbewegung,
    interessant für breitere Wählerschichten,die bisher noch der Justizministerin und ihrem kleinen Haufen gefolgt sind,dabei aber Bauchweh haben,weil sie dann auch gleich Westerwelle mitbekommen.

    Wir wären auch interessant für Aufgeklärte Sozialdemokraten, die sich vom Piratensein doch schrecken lassen, denn da denken die wohl zuerst an ihre Unliebsamen Brüder von der Linken:)
    Für Grüne Wähler sind wir sowieso schon interessant,
    und für Nichtwähler,die sich vom Staat nicht mehr engzogen fühlen brauchen wir unseren Markenkern.

    Die Linke konnte erst richtig erfolgreich werden, als das Alte, der SED Nachfolger,
    das neue traf, die WASG und sich hier verband.
    Wir sind eine Partei, die einen ähnlichen Weg gehen könnten,modifiziert aufs 21 JH.
    Die alten Probleme der Linksliberalen thematisiert dieses neue Piratenvideo:)
    http://www.youtube.com/watch?v=PDsFh_xDe0g

    Der neue Markenkern dieses.
    http://www.youtube.com/watch?v=Mo2_K0J937s&playnext_from=TL&videos=sHc6aieZxRk

    Das in Symbiose zu vereinigen,um zusammen mit den ganz eignen Schwedischen Piraten Europa nen neuen Schwenk zu geben wäre vielleicht nicht das schlechteste,
    denn die anderen Europäischen Piratenparteien sind Splitter und Spaßparteien,
    die den Erfolg in Schweden und Deutschland brauchen.
    Es wird ja immer gerne auf die Internationalität verwiesen, aber auch die Schwedischen Piraten sind sehr viel anderst,als die Deutschen,drum darf man sich auch den Gegebenheiten anpasssen anstatt unflexibel,wie die Union zu sein.

  147. Der Entdecker |  13.05.2010 | 15:23 | permalink  

    Ich kann mich Jörg Tauss nur anschließen! Er hat fundierte Kenntnisse in der politischen Arbeit und Corporate Identity.

    Den Namen “Piratenpartei” zu ändern wäre tatsächlich ein fataler Fehler!

    Jeder langweilige, spießige und faktenferne Name ist genauso Verarschung, wie die Parteinamen, die “christlich”, “sozial”, “liberal” usw. in sich tragen, und nichts davon praktizieren.

    Der Rest der Parteienlandschaft hat nicht die Eier oder Mut, das Wort “Pirat” in den Mund zu nehmen, obwohl sie tatsächlich die wahren Räuber sind.

    PIRATENPARTEI, nichts anderes.

  148. Aufmerksamkeit! |  13.05.2010 | 15:29 | permalink  

    @Jewas
    Ein paar Bemerkungen zu Ihrem Beitrag:
    Walter Rathenau wurde 1922 ermordet.
    Die Deutsche Demokratische Partei (DDP) war eine liberale Partei von 1918 bis 1930. Danach hieß sie bis 1933 Deutsche Staatspartei (DStP).
    Als Mitglied der Deutschen Staatspartei hat Theodor Heuss 1933 zusammen mit den 4 anderen Abgeordneten seiner Partei) den Ermächtigungsgesetzen zugestimmt:
    http://www.stiftung-heuss-haus.de/html/drittes.html#
    Mit lobenden Vergleichen also vielleicht etwas vorsichtig sein :-)

  149. Falk D. |  13.05.2010 | 15:30 | permalink  

    Sehr geehrter Herr Tauss,
    vielen Dank, dass Sie mich in meinem Austritt erneut bestätigen.

    Mittlerweile bin ich länger Nicht-Mitglied als Mitglied. Wenn der Landesverband Schleswig-Holstein sich auf dem LPT2009.1 http://is.gd/c7kjN sich auf viele grüne Punkte festlegt, obwohl der Antrag erst extrem kurz zuvor (nicht mal 24h) einging und die Debatte rein emotional geführt wurde, braucht man sich über Kopfschütteln nicht wundern. Zu dem Zeitpunkt blieb ich noch Mitglied glaubte zunächst an bedauerliche Einzelfälle. ABER die Entwicklung war eindeutig und die Ereignisse folgten immer dichter. Der Übertritt von Frau Beer spielt dabei keine Rolle. Hinzu kamen dann etliche Einzelereignisse, die auch an eine grüne oder rote Tradition erinnern:
    Das Ignorieren von Parteitagsbeschlüssen und der Basis im Zweifelsfall.
    Die Spitzen des zweiten Eisberges nach der Grünwerdung waren:

    .Die Einsetzung des AG-Rates ohne jegliche Legitimation des wählenden Organs “Wiki” oder Vereinbarkeit der Wahl mit der Satzung http://is.gd/c7lAX, zumal die Regeln zum AG-Rat satzungserweiternd und -verändernd wirken.
    .Die unklare Kommunikation bezüglich der Vergabe von Vollzeitstellen in der Bundesgeschäftsstelle
    .Das Auftauchen der Antworten im Wahlomat zur Bundestagswahl.
    .Die Forderung nach einem Internetminister

    Zumindest beim AG-Rat bedarf es keiner prophetischen Fähigkeiten, dass dem nach der sicheren Abwahl des Bundesvorstands und dem dazugehörigen Streit völlig ermatteten Parteitag nun vollendete und “funktionierende” Tatsachen vorgelegt werden, denen er zustimmen darf. Vermutlich wird man die Zustimmung als schneller oder einfacher zu beschließenden Alternative darstellen, denn so bekommt man auf Piratenparteitagen einfach alles durch.
    Der Komplex Aaron kam noch oben drauf. In diesem Zusammenhang mache ich Herrn König den geringeren Vorwurf – schließlich wurde er als Plappermaul gewählt. Hauptverantwortlich in diesem Desaster ist der restliche Vorstand, der mal wieder durch Handlungsverweigerung auffiel.
    Wenn man sich dann aufgrund geäußertem Dissenz in Sachen Demonstrationsblockaden noch Nazivergleiche und andere Injurien gefallen lassen muss, kann die Konsequenz nur der Austritt sein. Letzlich war aber der Hauptgrund, dass die Piraten gerade auf den Gebieten, in denen man ihnen Kompetenz zuspricht, seit der Bundestagswahl extrem negativ auffielen.
    Die Politik war nicht sachgeleitet, sondern zum Teil rein emotional. Die Diskussionskultur innerhalb der Piraten ist stark verbesserungsfähig und die Kommunikation und Information innerhalb der Partei hat auch Mängel.

    Falk D.

    P.S.: Es nervt, wenn die Piraten alle Petitionen, FlashMobs oder Demos für sich vereinnahmen und ständig mit ihren Flaggen wedeln.

  150. Aufmerksamkeit! |  13.05.2010 | 15:49 | permalink  

    Korrektur zu #147
    Der Mann heißt Walther Rathenau und es ging um das (Singular) Ermächtigungsgesetz.
    Sorry, war zu schnell.

  151. Jewas |  13.05.2010 | 16:46 | permalink  

    Ja da haben sie Recht,dass war in der Tat 1922.
    Natürlich hat der Herr Heuss dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt.
    Aber hinterher nannte er dies den schlimmsten Fehler seines Lebens, dass er aus Angst vor dem KZ ,anderst als die Sozialdemokraten, sich für das Leben entschied.

    Die Sozialdemokraten ihrer Zeit konnten auf ihn herabblicken, aber wir im Gegensatz zu diesen Zeit recht Sorglosen Sesselfurzzer im Jahr 2010 nicht.
    Nach 1945 setzte er sich intensiv damit auseinader, und ließ seine Erfahrungen aus der Totalen Diktatur,neben den anderen Persöhnlichkeiten des Parlamentarischen Rates in unsere Verfassung,dem Grundgesetz, einfließen.

    Dieses Grundgesetz schreit vor Freiheit, (wenn wunderts,wenn man erst Hitler erlebte und dann Stalin…)und es ist ja unser Piratiger Kompass
    in einem Staat, indem SPD,Union und selbst Grüne und die FDP es mit Verfassungsfeindlichen Gesetzen besudelten und zu den eigentlichen Piratenparteien mutierten.

    Eine Demokratie,die ihre Verfassung mißachtet ist keine gute Demokratie,
    denn von der Verfassung muss man die Geisteshaltung und die Gesetze ableiten.

    Und da wäre doch mittelfristig der Gedanke von Herrn Michal ein recht spannender Gedanke.

    Oder ums für die ITler zus agen.

    Wir schreiben ein Programm in modifizierter Form weiter, dass schoneinmal da war,
    auf das wir Zurückgreifen können, ohne dabei aber unsere ganz eignen neuen Impulse und unsere Festigkeit zu verlieren
    denn ich denke wir sind eine Liberal-Alternative Partei,die jedem offen steht, der meint ein Weg,
    der Demokratie,der Nachhaltigkeit,der Veränderung, der gelebten Aufklärung durch Kommunikation und des tieferen Nachdenkens,wie der gesunden Kritik ist nicht der schlechteste Weg.

  152. Andreas Beer |  13.05.2010 | 16:54 | permalink  

    Klingt viel zu sehr nach DDR und nach Internetpartei. Dann schon eher was mit Deutsche Fortschrittspartei (DFP) oder Partei des 21. Jahrhunderts in Deutschland (P21D) :)

  153. Aufmerksamkeit! |  13.05.2010 | 17:27 | permalink  

    @Jewes
    Seien Sie mir nicht böse, aber das was Sie hier geschichtlich zu Heuss aufbieten, ist nicht ganz richtig.
    Die DDP hatte seit Anfang der 20er Jahre erhebliche Probleme. Zum einen fielen ihre “Führungsköpfe” weg, Friedrich Naumann (1919) und Max Weber (1920) starben und Walther Rathenau wurde ermordet, zum anderen spielte die Weltwirtschaftskrise eine nicht unerhebliche Rolle. 1930 vereinigte sich die DDP mit der Volksnationalen Reichsvereinigung (die zum konservativ-antisemitischen “Jungdeutschen Orden” gehörte) zur DStP. Das im August 1930 veröffentlichte politische Manifest der DStP hatte so gut wie keine Berührungspunkte mehr mit dem Programm der inzwischen gänzlich aufgelösten DDP. Darüber gab es in der Partei heftigsten Streit, woraufhin einige Mitglieder die DDP verließen und die Radikaldemokratische Partei gründeten.
    Heuss entschied sich dem rechten Flügel zu folgen und bei der DStP zu bleiben.
    Als er 1933 als Mitglied der DStP dem Ermächtigungsgesetz zustimmte war er keiner! Bedrohung ausgesetzt. Kein KZ weit und breit! Er hat sich zwar innerhalb der Partei dafür ausgesprochen sich der Stimme zu enthalten, sich dann aber dem Fraktionszwang gebeugt. Auch das war seine Entscheidung.
    Ich will ihm nicht absprechen, dass er dies späterr als den größten Fehler seines Lebens bezeichnet hat, aber dass er nicht wusste, was das Ermächtigungsgesetz bedeutete (faktisch Abschaffung des Parlaments und Außerkraftsetzung der Weimarer Verfassung), das glaubte ihm niemand!

  154. Andreas |  13.05.2010 | 18:48 | permalink  

    @Piratenweib Da hast du mich aber gründlich missverstanden. Ich meinte mit den Dummen diejenigen, die die Piratenpartei nur aufgrund des Namens nicht ernst nehmen. Mit jemanden eine Diskussion anzufangen, der sich am Namen der Partei aufhängt ist ein sinnloses Unterfangen.

  155. Wolfgang Michal |  13.05.2010 | 18:54 | permalink  

    @Andreas
    Würde sich eine Partei, die für Demokratie und Bürgerrechte eintritt, Totenkopfpartei nennen, würde ich es (als Außenstehender) normal finden, eine Diskussion über den Namen anzufangen. Was ist daran dumm?

  156. Andreas |  13.05.2010 | 19:22 | permalink  

    @Wolfgang
    Nichts wäre daran dumm, aber sobald man es aufgrund des Namens ablehnen würde, weiter über die Inhalte zu diskutieren, finge die Dummheit an.
    Und hey, wenn die Partei “Totenkopfpartei” heißt, dann fängt die Diskussion beim Namen an, und geht bei den Gescheiten schnell bei den Inhalten weiter. Der Name ist also ein Eisbrecher oder Türöffner. Seit ich Pirat bin werde ich ständig auf Politik angesprochen, und das hauptsächlich wegen dem Namen. Das ist doch gut, denn so kann ich die Leute zum Nachdenken über die Probleme in unserem Land bringen.

    Das Gespräch fängt dann meist so an: “Ja, aber der Name…”, worauf ich entgegne: “Was ist dir lieber, eine Piratenpartei, die für die Freiheit kämpft, oder die XYZ-Partei die sie mit Füßen tritt”
    Danach ist der Name kein Thema mehr. Entweder beharren sie auf ihrer Namensablehnung, dann erübrigt sich aber auch jede weitere Diskussion, oder aber sie denken über die Inhalte der Partei nach. So oder so, die Piraten gewinnen, entweder Zeit oder Wähler ;-)

  157. Piratenweib |  13.05.2010 | 19:24 | permalink  

    @Andreas: Nun, dann hast du wohl missverständlich formuliert. Aber wer definiert, was sinnlos ist? Vielleicht ist die Diskussion ergebnislos, aber sinnlos ist sie nicht!

    Man darf wohl auch über Namen diskutieren. Das tun wir ja auch bei den altgedienten Parteien – z.B. indem wir spekulieren, wie christlich sie wirklich sind, obwohl sie das “C” im Namen tragen.
    Selbstverständlich muss auch eine Diskussion über Namen nicht zwangsläufig von Dummen gestartet bzw. geführt werden.

    Wie ich überhaupt generell dagegen bin, irgendjemanden der Dummheit zu bezichtigen, nur weil er/sie überhaupt ein Thema zur Diskussion stellt. Ich hänge nicht dem Glauben von der “Dummheit des Stimmviehs” an, wie es viele andere Politiker ganz offensichtlich tun. Ich denke, dass jede/r, der diskutiert, sich bereits im Vorfeld Gedanken zum Diskussionsthema gemacht hat.

    Nur, weil er/sie nicht meiner Meinung ist, bedeutet das nicht, dass er/sie dumm ist!

  158. Andreas |  13.05.2010 | 19:46 | permalink  

    @Piratenweib
    Man darf selbstverständlich alles diskutieren, aber nicht jede Diskussion ist sinnvoll.
    Die, die eine Diskussion starten sind schon gar nicht der Fraktion der Dummen zu zu rechnen, denn allein die Tatsache, dass sie sich Gedanken machen, beweist, dass sie alles andere als dumm sind.

    Aber bei dieser Diskussion geht es doch um ein Ziel, das damit erreicht werden soll: Mehr Wähler. Das ist aber mit einer Umbenennung ganz sicher nicht zu erreichen, gerade jetzt, wo sich der Name bereits als Marke etabliert hat.
    Wie Jörg es bereits angemerkt hat, dient diese sinnlose Diskussion nur der Bindung von Ressourcen und der Förderung nutzlosen Streits.
    Das sieht man ja hier. Was könnten wir nicht alles Sinnvolles in der selben Zeit diskutieren?
    Die Frage muss also lauten: Verlieren wir durch Umbenennung mehr potentielle Multiplikatoren, oder gewinnen wir mehr Wähler? Ich glaube ersteres wäre der Fall (einhergehend mit dem Verlust einer starken, internationalen Marke)

  159. Wolfgang Michal |  13.05.2010 | 19:59 | permalink  

    Ob eine Diskussion sinnvoll ist, entscheidet bei Carta nicht die Piratenpartei. Dass einige, die hier mit diskutieren, ein großes Interesse daran haben, die Diskussion zu stoppen, merkt man an der Dauerverwendung der Bann-Vokabeln “sinnlos” und “dumm”. Wer die Debatte für sinnlos hält, sollte sich nicht an ihr beteiligen.

  160. C |  13.05.2010 | 20:32 | permalink  

    Lieber Herr Tauss, falls Sie das noch lesen,

    ich mag ja Rhetorik, und dass Sie mich rein rhetorisch zu diskreditieren versuchen, nehme ich mit Humor, weiß ich doch, dass Sie ein gewiefter alter Hase sind und dass ich einfach Recht habe.
    Aber was Sie als “jammern” und “mosern” bezeichnen, wird in der kundenorientierten freien Wirtschaft als Warnsignal angesehen, denn die meisten Menschen sind brav und mosern nicht – sie gehen einfach weg und kommen nicht wieder. Und sie erzählen es jedem, der es hören mag. So wie in NRW.

    Ihr Vorschlag, an den Namen ein “Bürgerrechtspartei” anzuhängen, erinnert mich übrigens an die Grauen, die, als sie merkten, dass ihr Name Mist war, “Generationenpartei” ranhängten – gebracht hat es bekanntermaßen nix.

    Die Piraten behaupten, es käme auf die Inhalte an und nicht auf den Namen.
    Ja, dann mögen sie sich doch von dem Namen trennen, damit man sich im Wahlkampf auf die Inhalte konzentrieren kann, anstatt erstmal den Namen erklären zu müssen!

  161. Piratenpartei – Quo vadis? | schonleben mittendrin: subjektiv, subversiv! |  13.05.2010 | 20:42 | permalink  

    [...] die Piratinnen meutern und sogar eine Umbenennung in DDP (Digitale Demokratische Partei) auf carta.info diskutiert wird. Die sechstgrößte bundesweit organisierte Partei steht also sehr früh schon an [...]

  162. Piratenweib |  13.05.2010 | 20:45 | permalink  

    @Andreas: Woher nimmst du dir das Recht heraus, darüber zu befinden, was “sinnvoll” und was “sinnlos” ist? Für alle, die hier diskutieren, ist die Diskussion wohl kaum sinnlos, denn dann würden sie hier nicht schreiben.
    Wenn es für dich sinnlos und Zeitverschwendung ist, dann steht es dir doch frei, deine Zeit anders einzusetzen. Niemand zwingt dich, hier Kommentare zu schreiben, oder? ;-)

  163. Nichtmitglied |  13.05.2010 | 20:45 | permalink  

    Ich habe schon mehrere Dutzendmal gehört:
    Wenn die einen anderen Namen hätten, hätte ich sie gewählt.

    Piratenpartei ist einfach unseriös, das Wort Pirat heute mehr denn je negativ belegt.

    Als Piratenpartei habt ihr niemals eine echte Chance auf einen Landtagseinzug irgendwo.

  164. Piratenweib |  13.05.2010 | 20:50 | permalink  

    @C: (Auch wenn ich anonyme Kommentare i.d.R. nicht mag) Hier muss ich dir zustimmen.

    Die Piraten behaupten, es käme auf die Inhalte an und nicht auf den Namen.
    Ja, dann mögen sie sich doch von dem Namen trennen, damit man sich im Wahlkampf auf die Inhalte konzentrieren kann, anstatt erstmal den Namen erklären zu müssen!

    An unwichtigen Dingen braucht man nicht zu “kleben”. Die inhaltliche Arbeit ist wichtig. Da müssen wir Pirat/innen das Programm erst mal “auf Hochglanz” bringen, d.h. mit Inhalten füllen, die unsere (potentiellen) Wähler/innen für wichtig erachten. Mit Netzpolitik allein ist kein Blumentopf bzw. keine Wahl zu gewinnen. Ohne Zweifel ein wichtiges Thema, das viele neue Mitglieder und auch Wähler/innen gebracht hat, aber das war´s auch. Im Alltag interessieren die Menschen ganz andere Dinge. Da braucht man nur einen Blick in die Nachrichten zu werfen, um das festzustellen.

  165. Benedikt Schmidt |  13.05.2010 | 20:54 | permalink  

    Vorschlag:
    Stimmungsbild auf dem Bundesparteitag wer aller eine Namensänderung begrüßt oder ablehnt.

    Ultraglaskugelbereich: 90 % proud to be a pirate

    Dieser ganze Blogartikel würde nicht existieren wenn es nicht ein derart polarisierender Name wäre, oder hat der werte Autor in letzter Zeit anderen Kleinparteien ebenso Tips gegeben?

  166. Piratenweib |  13.05.2010 | 21:08 | permalink  

    @Benedikt Schmidt: Das mag sein, dass 90% der Pirat/innen auf dem BuPT gegen eine Namensänderung stimmen würde. Das wären aber dann auch nur 90% von 10% der Mitglieder, die vermutlich zum Parteitag fahren. :-)

    Und insofern keineswegs ausschlaggebend für die Stimmung in der Gesamtpartei, sondern allenfalls repräsentativ für die Einschätzung der so aktiven Piratenparteimitglieder, dass sie sogar die Mühe und Kosten eines Parteitagsbesuchs auf sich nehmen.

    Ich werde übrigens auch dort sein. Vielleicht trifft man sich ja … ;-)

  167. Aufmerksamkeit! |  13.05.2010 | 21:29 | permalink  

    Habe mir mal überlegt, wie eine Umbenennung aussehen könnte. Erstmal würde ich von den 3 Buchstaben weggehen. Auch die Linken, die Grauen, die Grünen, alles schon da (Piraten sind hier außen vor :-)
    Neue Zeit, neue Partei (relativ), neue Bezeichnung.

    Meine Vorschläge:

    Bürgerrecht : digital liberal
    Strömung : digital liberal
    Törn : digital liberal
    Wellenbrecher : digital liberal

    Und jetzt “auf sie mit Gebrüll” :-)

  168. Kurti |  13.05.2010 | 22:43 | permalink  

    Ich schlage Mobbing-Armee Deutschland vor, kurz: MAD.

    :-)

  169. Jörg Tauss |  13.05.2010 | 23:06 | permalink  

    Nichts von allen Vorschlägen ist besser und einprägsamer als

    Piratenpartei Deutschlands – Piraten –

    Lassen wir es dabei ;)

  170. Isi |  13.05.2010 | 23:24 | permalink  

    Peter-Pan-Partei (PPP) – auch in gewollter Ähnlichkeit zum CCC – ist ganz spannend, zumal ja sowieso 99 % der Piraten an besagtem Komplex leiden und für ihren Kpt. Hook haben sie dann auch noch ´ne Erklärung.

    Sollte das mit der Seriöswerdung nicht klappen, möchte ich die sofortige Auflösung vorschlagen, dann braucht man sich auch nicht mehr über Namen streiten oder die nebulösen Inhalte, die mehr rechts als vorne sind und mehr antilinks als ideologiefrei sind und die irgendwie alle nur für deutsche, weiße Männer gelten, aber dann Postgender sein soll.

    Bei den Piraten jedenfalls habe ich politische Diskussion gefunden, von denen dachte ich, sie wären schon lange erledigt und da ich finde, dass niemand das Vorgestern nochmal reanimieren muß, sage ich zum Abschied wenig betrübt: Adieu, Piraten!

    Eure Ideen, ihr lieben Piraten, werden auch – wie vorher und auch sonst – die anderen wieder bestens vertreten und kommen dabei wunderbar ohne die penetranten Trittbrettfahrer zurecht, die dazu noch ständig im Weg stehen und in die Kameras quaken. Piraten braucht kein Mensch!

  171. Jörg Tauss |  13.05.2010 | 23:39 | permalink  

    Zu ISI. Kommentar 170: “Eure Ideen werden die anderen bestens vertreten – wie vorher und auch sonst” *lol* – You made my day – Selten so herzerfrischend gelacht ;))

  172. noName |  13.05.2010 | 23:49 | permalink  

    Herr Tauss, Sie scheinen als Machtmensch fehl am Platz bei der “Piratenpartei Deutschlands – Bürgerrechtspartei – ” zu sein.

  173. noName |  13.05.2010 | 23:53 | permalink  

    #171: Am 18.05. haben Sie noch was vor sich…

  174. Jörg Tauss |  14.05.2010 | 00:00 | permalink  

    Zumindest mit dem 18. 5. bis 28. 5. haben sie recht. http://tauss-gezwitscher.de

    Aber jetzt fahre ich erstmal in großer Gelassenheit zum Parteitag nach Bingen ;)

  175. noName |  14.05.2010 | 00:03 | permalink  

    Warten wir’s ab.

  176. Isi |  14.05.2010 | 00:18 | permalink  

    Herr Tauss,

    die Frage ist doch viel mehr, was die Piraten bis jetzt allein gestemmt haben. Ich finde da nämlich nichts. Es gibt nur youtube-videos, die dann am Tag zuvor oder am Tag danach gedreht werden mußten, um die Menschenmassen mit anderen Fahnen auch wirklich auszublenden und/oder die Organisatoren nicht zu verprellen. Es gibt viel Lärm um Nichts.

    Die Piraten sind eine semiprofessionelle “Mitmachpartei”, die nur nicht konsequent aus dem Blickfeld der Medien vertrieben werden, weil die anderen immer zu nett sind und eben in der Tat – soll es ja geben- an Politik interessiert sind und nicht sonderlich im Wegmobben der Nachbarn geübt. All das, worauf die Piraten stolz sind, haben andere schon gemacht oder mindestens versucht und mit ihren Sprüchen nun endlich mal was reißen zu wollen, weil es ja sonst keiner macht (und wohl auch keiner kann), beeindrucken sie nur andere Ahnunglose und sich selbst. Alle anderen aber, die sie für politikverdrossen halten, weil sie keine Piraten sind, sind aber schrecklich pikiert und schämen sich fremd: Politik macht man nicht mit Polemik. Und das werden die Piraten – wie die Antideutschen – auch noch begreifen: Politik braucht verlässliche und präsentierbare Inhalte, ihre aber sind alle nur geklaut und kopiert.

  177. C |  14.05.2010 | 00:31 | permalink  

    Piratenweib, ist das dein Foto? Dafür würde ich meine Anonymität ja glatt aufgeben. ;)

    Herr Tauss, ich drücke Ihnen in anderer Sache beide Daumen.

    Gruß aus Berlin

  178. Piratenweib |  14.05.2010 | 02:34 | permalink  

    @C: Das verrate ich nur naKs (nicht-anonymen-Kommentator/innen).

  179. Heiko |  14.05.2010 | 06:42 | permalink  

    @Isi: Schön, dass es immer wieder kluge Menschen gibt, die genau wissen was alle anderen brauchen und die auch mutig genug sind das öffentlich zu machen. Was würden wir ohne Euch nur tun?

  180. Musikdieb |  14.05.2010 | 08:15 | permalink  

    Ich lach mich schlapp. Wie wär’s mit UDVPMS (Union der verwirrten Politik-Marketing-Strategen)?

  181. Kurti |  14.05.2010 | 08:22 | permalink  

    @ Heiko

    Wieder FDP wählen, traurig, plan- und herzlos sein und den ganzen Tag gamen?

  182. Heiko |  14.05.2010 | 09:10 | permalink  

    @Kurti: Ja, wenn man auf die ganz klugen hören würde, dann ja.

    Aber es gibt immer mehr Pubertierende auf Identitätssuche aus der Playmobilgeneration die sich kindisch über den tollen Parteinamen freuen, die eine super Arbeit leisten, neue soziale Gesellschaftkonzepte entwickeln und, sehr erwachsen, keine Angst vor konstruktiven auseinandersetzungen unter Gleichen haben. Ich fürchte dieser Haufen unanständig ehrlicher Individuen wird der verkrusteten Politik und den daran hängenden Jasagern noch einige Male den Angstschweiß aus jeder Pore schießen lassen. Was wirklich voll fiese ist.

    Wenn man Gandhi glauben schenken darf, dann sind die Piraten eindeutig auf dem Weg zum Erfolg. Gandhi sagte einmal “Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” Einige unternehmen schon verzweifelte Versuche die Piraten zu bekämpfen.

    Wir werden sehen ob die Welt noch zu retten ist:-)))

  183. Kurti |  14.05.2010 | 09:15 | permalink  

    @ Heiko

    Gandhi wurde erschossen.

  184. Heiko |  14.05.2010 | 09:22 | permalink  

    @Kurti: Das tut mir Leid!

  185. Kurti |  14.05.2010 | 10:13 | permalink  

    @ Heiko

    Das tut uns allen leid. Aber nur du versuchst dir den Unsinn der Piraten damit Charakter bildend schön zu reden. Weißte, nur weil man ausgelacht wird, heißt das nicht, dass man etwas Großartiges geleistet hat. Piraten sind nun mal nicht wie Gandhi.

  186. Heiko |  14.05.2010 | 11:04 | permalink  

    @Kurti: Ach! Echt? Wusste ich gar nicht. Aber schön, dass Du den Durchblick bei meinen Intentionen hast. Ich bin da immer leicht desorientiert. Ab sofort wende ich mich immer an Dich wenn mir unklar ist was ich mit dem was ich tue, denke, sage oder schreibe eigentlich meine oder bewirken möchte. Ich finde es auch super von Dir, dass Du mir bei der Bewertung der Welt behilflich bist, auch damit bin ich regelmäßig komplett überfordert. Ich würde Dich sofort zum Minister für Wahrheit wählen, wenn ich könnte und reif genug wäre. Auch vielleicht würdest Du das auch für mich übernehmen.

    Sehr interessant ist auch die Erkenntnis, dass ein Symptom nicht immer die gleiche Ursache haben muss. Himmel! Wie habe ich mich bisher geirrt! Danke!

    Ach ja: Ich bräuchte noch ein paar Einkäufe für’s Wochenende. Könntest Du da evtl. auch… Ach ne, das wäre zu viel verlangt.

  187. Kurti |  14.05.2010 | 12:43 | permalink  

    Ach, Heiko, wenn ich dein Papa wäre, würde ich das bestimmt auch tun, aber weißt du, Heiko, wenn ich dein Papa wäre, dann wärst du auch kein Pirat und hättest vor allem ein rational erklärbares Weltbild.

  188. Heiko |  14.05.2010 | 12:53 | permalink  

    @Kurti: Habe ich nicht, oder? Wärest Du doch mein Papa, wie schön einfach wäre dann die Welt!

  189. Alex Kempe |  16.05.2010 | 15:18 | permalink  

    @Jörg Tauss: Du hast ein ganz großes Problem lieber Jörg. All deine Kommentare sagen vor allem eines aus. Du bist in keinster Form fähig, Kritik zu ertragen oder zu akzeptieren. Nun denn, wenn man wie du so lange dabei ist, ist man offenbar so betriebsblind, daß man seine Meinung für das Wort Gottes hält. Leute wie du, die selber nicht mit Polemik, Worthülsen und Brandreden geizen sind einer Partei keinesfalls hilfreich sondern brandgefährlich für diese. Du lässt deine Kritiker deutlich spüren, daß sie dir ein Dorn im Auge sind, würdest es auch gerne unterbinden aber vergisst dabei völlig, daß du nicht in der Position bist, uns Kritikern den Mund zu verbieten. Du gehörst zu der Sparte “Politiker”, die weder eine Piratenpartei noch sonst irgendeine Partei braucht. Du sprichst Leuten jegliches Recht auf Kritik ab und bist dabei so vehement, daß man darüber schon laut lachen kann.

    Abgesehen davon lieber Jörg und darüber würde ich mir mal Gedanken machen. Wahlen haben bei vielen Wählern auch etwas mit Sympathie zu tun und nicht allein mit Inhalten. Festmachen tun dieses viele Wähler an Gesichtern, die ihnen bekannt sind. Nun ist ja dieses hier wie vieles im Internet nicht anonym. Worauf ich hinaus will kannst du dir wohl denken denn ich bin ünerzeugt, du weisst auf was ich hinaus will. Auch gewisse Mitglieder kosten mehr als genug Stimmen weil eine große Antipathie diesen gegenüber besteht. Dies würde ich einmal zum Wohl der Partei überdenken, wie du künftig mit Kritik an der Partei oder dir selber umgehst. Sonst könnte es passieren, daß Piraten plötzlich nicht mehr den Namen der Partei sondern die Person Jörg Tauss als Schuldigen ausmachen oder mitverantwortlich machen.

  190. Jörg Tauss |  16.05.2010 | 21:55 | permalink  

    Die Originalität des etwas rechthaberischen Herrn Kempe, der nach der FDP nun auch die Piraten verlassen hat und die seiner “Anhängerschaft” kennt offensichtlich keine Grenzen mehr:)

    Author: @Piratenweib
    Comment:
    @Tauss: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! Und sich zuvörderst mal selbst Fragen stellen (oder er muss sie sich gezwungenermaßen stellen lassen.)!

    Wem die Argumente ausgehen, der muss natürlich persönlich werden. Vielleicht ist dies auch ein interessanter Hinweis an Herrn Michal, welche Art von Zeitgenossen er mit seinem Artikel mobilisiert hat.

    Als Nachtrag zum Parteitag der Piraten kann ich aber an dieser Stelle meinerseits zum Abschluss der Diskussion mitteilen, dass von 1.000 anwesenden Piraten beim Bundesparteitag in Bingen niemand einen Antrag gestellt hat, über den Namen zu diskutieren oder die Partei gar umzubenennen.

  191. Alex Kempe |  16.05.2010 | 22:10 | permalink  

    @Jörg Tauss: Ich wusste noch gar nicht, daß ich jemals Mitglied der FDP oder der Piraten war. Verbreit hier also keine Dinge, die schlichtweg gelogen sind. Wenn du also schon Lügen über mich verbreitest von angeblichen ehemaligen Parteizugehörigkeiten, dann tu dies nicht gerade so offensichtlich. Nicht daß dir am Ende aus solchen Unwahrheiten einer einen Strick dreht, so als Anmerkung am Rande. Ich würde mir also gut überlegen, wem derartige Lügen über mich mehr schaden, dir oder mir ?

    Ich habe kein Problem damit, wenn ein Herr Tauss meint, er müsse mich kritisieren aber wenn er nun meint, er müsse anfangen, Lügen über mich zu verbreiten, dann hört an dieser Stelle der Spaß auf.

  192. Heiko |  16.05.2010 | 22:20 | permalink  

    @ Alex Kempe: <

  193. Heiko |  16.05.2010 | 22:23 | permalink  

    @ Alex Kempe: Ok, hier kann man keine ASCII Art hinterlassen. Und dabei wollte Ich Dir einen Fisch spendieren. Ich hoffe Du anerkennst meine Geste.

  194. Piratenweib |  16.05.2010 | 22:36 | permalink  

    Wem die Argumente ausgehen, der muss natürlich persönlich werden. Vielleicht ist dies auch ein interessanter Hinweis an Herrn Michal, welche Art von Zeitgenossen er mit seinem Artikel mobilisiert hat.

    @Jörg Tauss: Ich denke, Herr Michal weiß ganz genau, welche “Art von Zeitgenossen” er hier mobilisiert hat. Da brauchst du, Mit-Pirat, ihm wohl kaum beim Denken zu helfen.

    Ich sehe mich erneut veranlasst, mich von den zuvor getätigten Äußerungen von Herrn Tauss distanzieren. Als Piratin und als denkender Mensch.

  195. till we *) . Blog » Senf zum Piratenparteitag |  16.05.2010 | 23:02 | permalink  

    [...] und der CDU der 1950er Jahre, oder der bürgerlichen Parteien der 1870er Jahre: nicht die inhaltliche Nähe zur DDP, sondern die Tatsache, dass aus »post-gender« hier schwuppdiwupp [...]

  196. Jörg Tauss |  16.05.2010 | 23:26 | permalink  

    Kleiner Nachschlag:

    Herr @AlexKempe hat recht (Kommentar 191): Ich hatte ihn im Eifer des Gefechts bezüglich seiner früheren FDP-Mitgliedschaft schlicht mit Falk D. (Kommentar 59) verwechselt. Hierfür bitte ich um Entschuldigung.

    Darüber distanziert sich @Piratenweib von meinen Äußerungen. Auch dies bedauere ich nun sehr, zumal ich gar nicht weiß, von welchen meiner Äußerungen sie sich nun eigentlich distanziert. Aufgrund der Diktion des Schriftwechsels bin ich aber ehrlich gesagt an einer Aufklärung gar nicht mehr sonderlich interessiert.

  197. Piratenweib |  17.05.2010 | 00:09 | permalink  

    Das ist recht einfach @Herr Tauss: Ich distanziere mich von allen bisher von dir öffentlich in diesem Blog getätigten Äußerungen, sowie von etlichen anderen.

    Dies schreibe ich aber lediglich zur Aufklärung der anderen Mitleser_innen hier, denn dich interessiert es ja nicht. Wie schön, dass du deine speziellen rabulistischen Fähigkeiten hier so vorzüglich demonstrierst. Ich hoffe, es lesen recht viele mit.

  198. Falk D. |  17.05.2010 | 01:20 | permalink  

    Es ist doch interessant zu sehen, wie eine Politprofi das mit den Kommentaren und persönlichen Emails handhabt. Ich kann mir das Löschen meiner Politvergangenheit zwecks Jobsuche nun wohl sparen. Wenn Angaben aus persönlich adressierten Emails hier in den Kommentarspalten auftauchen, ist das nun hinfällig.
    Billige Retourkutsche: Herr Tauss, Sie verbaten Sich mir gegenüber die Feststellung, dass die Piratenpartei auf den Gebieten, wo sie Kompetenz beansprucht, ein schlechtes Bild abgibt. Zumindest als Papa Schlumpf der Piratenpartei, hat Ihr Stil meine These in Sachen Datenschutz bestätigt.

    Falk D.

    P.S.: Wenn ich es nicht schon längst getan hätte, wäre ich angesichts des mageren Ergebnisses (ich hielt den gesamten Vorstand mit Ausnahme des Schatzmeisters für entlastungsunfähig) heute nochmal ausgetreten.
    P.P.S.: Ein Blick in die Satzung tut gut. Jeder Pirat hat das Recht jederzeit auszutreten.

  199. Gerd |  17.05.2010 | 01:57 | permalink  

    Theodor Heuss hat meinen vollen Respekt. Piratenpartei ist ein hervorragender Name.

    Ich glaube es wäre gut eine konservative Partei zu haben, die dezidiert netzaffin ist, und mit der CDU konkurrieren kann. Man sollte nicht Grünen, SPD und Linken die Wähler wegschnappen, sondern die schwarzen Pest zerlegen. Wie wäre es mit der Gründung einer deutschen “Teepartei”?

  200. Piratenweib |  17.05.2010 | 08:37 | permalink  

    @FalkD: Ist “Politprofi” nicht eigentlich das, was die Piratenpartei nicht sein und haben wollte? Ich finde den derzeitigen Beifall, z.B. während des Parteitages für Jörg Tauss mehr als befremdlich.

  201. Falk D. |  17.05.2010 | 09:43 | permalink  

    Ich war nicht in Bingen, habe die Live-Berichte nicht verfolgt und wenn ich die Schluss-Berichte so lese, war es ein BPT-Hamburg Reloaded, wo außer dem Lob für den Versammlungleiter nichts herausgekommen ist. Die Frusttoleranz für sowas bringe ich in meinen alten Tagen nicht mehr auf.

    Wenn die Piraten sich der Professionalisierung im Sinne von (Effizienzsteigerung, Arbeitsteilung, Entemotionalisierung…) verschließen, erklärt das, warum ich nicht zu ihnen passe. Sowohl Landes- als auch Bundesvorstand, lassen aus meiner Sicht keine Bewegung erwarten und ich lag seit Oktober immer richtig. (Bei der Wahl Aarons lag ich noch falsch.)

    Ich finde, dass übermässiger Beifall den Mangel an Identifikationsfiguren innerhalb der Piratenpartei deutlich zeigt. So ein Vakuum spült alle möglichen schrägen Vögel nach oben bzw. verhindert die kritische Auseinandersetzung mit den Leistungen der in die Ämter gewählten Personen.

    Da Pirat Tauss kein Amt in der Partei bekleidet, macht er natürlich auch keine Fehler, außer vielleicht unentwegt ein nicht quelloffenes Telefon zu streicheln.
    Das ist unter den bundesweit bekannten Piraten sowas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Also das mit den keinen Fehlern.

    Ob die Übernahme gebrauchter Köpfe aus anderen Parteien in dieser Lage und generell sinnvoll ist, wird sich zeigen müssen. Trotzdem muss die Piratenpartei dringenst Meinungsführer in ihren Reihen identifizieren und nach außen aufbauen. (Dazu habe ich andernorts schon genug geschrieben.)

    Bislang wurden die Debatten immer von außen aufgezwungen und es fehlte den Piraten an Standvermögen. Entweder finden sich die Piraten damit ab, die Live-Debatte in Panels zu verlegen, doch zu Delegieren oder sie werden ewig auf dem Stand des Seipenbusch-Programms mit dem Legitimationsdefizit hängen bleiben. Nur dann hat man genügend Handlungsfähigkeit und Gewicht selbst zu entscheiden, welche Debatte man führen will oder nicht.

    Ob man 2013 mit dem Programm aus 2009 bestehen kann, ist sicher ein interessantes Experiment. Die Liquid-Geschichten halte ich in diesem Zusammenhang für einen Nerds-only Mechanismus also Irrweg, der vor allem die Inkompatibilität mit anderen Parteien und Initiativen vergrößert.

  202. Heiko |  17.05.2010 | 09:53 | permalink  

    Man kann ja gar nicht so viele Fische kaufen wie man werfen möchte.

    PLONK

  203. Wolfgang Michal |  17.05.2010 | 14:43 | permalink  

    @Jörg Tauss & Mitstreiter
    Die Debatte war zum Schluss etwas nickelig und in Richtung Kindergarten abdriftend. Es waren allerdings auch sehr interessante und nachdenkliche Beiträge dabei.
    Die Partei ist eben noch sehr heterogen.

    Der Namensvorschlag war auch ein Versuch, herauszufinden, wo sich die Piraten (partei-)geschichtlich verorten, d.h., in welcher Kontinuität sie sich sehen. Darauf gibt es bislang keine Antwort.

    Wenn die Piraten bei ihrem jetzigen Namen bleiben, werden sie stagnieren und unter sich bleiben. Aber manche scheinen genau das zu wollen, mehr nicht.

  204. Jörg Tauss |  17.05.2010 | 20:42 | permalink  

    Sehr geehrter Herr Michal,

    die Piratenpartei versteht sich in der Tradition der deutschen Bürgerrechtsbewegungen und parteiübergreifend bei den Vätern und Müttern des Grundgesetzes, deren Erbe gegenwärtig verraten und verkauft wird. Bewusst wurde nach 1945 darauf verzichtet, ein “Grundrecht auf Sicherheit” zu verankern. In den letzten Jahren bis heute (und aus diesem Grunde verfassungswidrig) wurde dies aber von Schily/ Schäuble/ de Maiziére & Co ebenso wie die Ablösung des Rechtsstaates durch den Präventionsstaat stark voran getrieben.

    Der Kampf gegen diese (Fehl-) Entwicklung ist das Kernanliegen der Piraten. Daneben müssen sie sich ihren Freiheitsbegriff weiter philosophisch erarbeiten und untermauern, um aus diesem Begriff andere Politikfelder erfolgreich bearbeiten zu können.

    Gleichzeitig werden wir Piraten (siehe Liquid feedback) auch technische Instrumente weiter voranbringen und ausprobieren, mit denen eine höhere Beteiligung der Bürger an politischen Prozessen erreichbar sein könnte und sicher langfristig auch sein wird.

    Mit freundlichem Gruß
    Jörg Tauss

  205. Tiberius |  19.05.2010 | 19:59 | permalink  

    Zu spät entdeckt, das Thema hier …

    Die Namensdiskussion mag notwendig sein, aber dass eine “Partei” mit so einem dünnen Programm an Landtags-, Bundestags- und Europa-Wahlen teilnehmen darf, ist wohl nur in einer Bananenrepublik möglich.

  206. Benedikt Schmidt |  20.05.2010 | 08:24 | permalink  

    ###Offtopic###
    ja wenigstens schreiben wir Piraten nicht hunderte Seiten Wahlprogramm wo man weit über die Hälfte in die Tonne kloppen darf…

    Und wenn das Programm noch dünner wird, und ausschließlich Transparenz in der Politik fordert, selbst dann ist das Setting ungleich wichtiger…

    Ob das Geschmackssache ist weiss ich nicht und damit wir nicht zu einer Bananenrepublik werden untschreiben sie erstmal http://www.108e.de bevor Sie undifferenziert rummaulen…

    TATEN sind gefragt… nicht nur heisse Luft von wegen “dünnes Wahlprogramm”

    http://www.108e.de

    @topic

    Wir befinden uns schon eine Stufe weiter in der Namensdiskussion, es geht nicht mehr um “Piraten” sondern um “Pirat_innen” :)

    Wer den Namen ablehnt unterwirft sich marginal doch eher der Oberflächlichkeit als dem inhaltlich Wichtigem und das ist doch schon mal ein Prädikat, oder ?

    Trotz dieses Namen bekennen sich viele tausende Menschen zu den Zielen und wollen einen Impact auf diese “Altenrepublik”.

  207. Alex Kempe |  20.05.2010 | 19:36 | permalink  

    @Benedikt Schmidt: Mehr Wahlprogramm hat in NRW und anderswo bisher immer bedeutet : mehr Stimmen. Irgendwas wurde hier bisher seitens der Piraten falsch verstanden denn sonst hätte man die Stimmen zusammenbkommen, um die 5%-Hürde zu knacken. Nicht nur in NRW sondern generell. Daß man in der Lage ist zu schreiben bei den Piraten hat Bingen doch anschaulich verdeutlicht angesichts der Flut an GO-Anträgen etc.

    Wenn diese Schreibwut nun noch ins Wahlprogramm übergreift, dann klappt es auch irgendwann mit den potentiellen Wählern, daß man sein Ziel erreicht.

  208. Isi |  20.05.2010 | 22:27 | permalink  

    Das Problem bei den Piraten ist, dass eine Erweiterung des Parteiprogramms nur noch mehr Stuss bedeutet.

  209. uniquolol |  23.05.2010 | 20:53 | permalink  

    Wie wär’s mit:

    LDU = Liberale Demokratische Union

    Eine Partei für freie Bürger, eine echte liberal-demokratische Partei – jenseits der Klientelpartei FDP – bräuchte dieses Land dringend. Zumindest mehr als eine digitale Linke…

    Aber dazu fehlt den sog. Piraten wohl die personelle Substanz!

  210. tim |  27.05.2010 | 16:24 | permalink  

    Ich bin absolut gegen diese Umbenennung! Jeder Bürger kann sich informieren, was diese Partei macht und ausmacht, mal ganz davon abgesehen, dass ich niemanden kenne, der diese Partei mit etwas “Falschem” verbindet…

  211. noName |  28.05.2010 | 13:45 | permalink  

    http://carta.info/27170/antrag-auf-umbenennung-der-piratenpartei/#comment-13713
    Und wohl nicht nur deshalb… Gruselig.

    Hoffentlich gehen die ‘Piraten’ ihren Weg.

  212. Das Netz in Dir | LinkSammlung #4 “DasNetzInDIr” |  03.06.2010 | 15:57 | permalink  

    [...] “Die Digitalen Demokraten” – Umbenennung der Piratenpartei?!? [...]

  213. Wettbewerb |  11.06.2010 | 23:48 | permalink  

    Ich würde auch eine Umbenennung empfehlen.
    Aber warum ausgerechnet DDP? Das Wort “digitale” weist darauf hin, dass die Partei sich nur um bestimmte Themen kümmert. Die “Piraten” sollten sich thematisch breiter aufstellen und über die Zukunft der Partei nachdenken.
    DDP klingt trotzdem besser als “Piratenpartei”.

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