Robin Meyer-Lucht | 6 Kommentar(e)
Google Street View soll nun bald in Deutschland starten. In Berlin wirbt man für Akzeptanz. Ein 8-Minuten-Video.
23.02.2010 |
Google hat heute mit einer Vorstellung von Google Street View in der Hamburger Landesvertretung in Berlin und einem neuen Datenschutzgutachten des Juristen Nikolaus Forgó die medialen Street-View-Festspiele eröffnet. Google möchte den Dienst Ende dieses Jahres endlich auch in Deutschland lancieren und wirbt nun für Akzeptanz bei Politik und Datenschützern. Das Interesse war riesig. Der kleine Konferenzsaal war mit gut 12o Journalisten überfüllt. Sogar drei Fernsehteams waren da. Google, Street View, Datenschutz – das ist jetzt Mainstream.
Street-View-Produktmanager Raphael Leiteritz war aus Zürich angereist, um den Medienvertretern Street View näherzubringen. Es sei, so Leiteritz, eine moderne Form der Landkarte und der logisch nächste Evolutionsschritt für die geobasierte Präsentation von digitalen Daten. Die Vorteile von Street View seien viel größer als seine Nachteile, beim Datenschutz habe Google deutliches Entgegegenkommen gezeigt.
Hier ein 8-Minuten-Video von der Leiteritz-Präsentation (Leider in schlechter Qualität, weil ich zu spät und alles so voll war):
Video: Google Manager Raphael Leiteritz über StreetView und Datenschutz (YouTube-Version)
Google habe für Deutschland eine besondere Datenschutz-Policy entwickelt, die vorsehe:
1. Street View kündigt an, wann die Street-View-Autos durch Städte und Ortschaften fahren.
2. Street View bietet ein Opt-out-Verfahren an, noch bevor das Produkt überhaupt verfügbar ist.
3. Street View löscht die Rohdaten. Wird die Löschung von Daten beantragt, werden auch die Rohdaten gelöscht. Die Daten einer gelöschten Hausfassade sind folglich wirklich weg – und können von einem Nachbesitzer nicht wieder freigeschaltet werden.
Hier noch ein paar Stimmen aus der Berichterstattung:
Heise/ Stefan Krempl: Google sieht keine rechtlichen Hürden mehr für Street View
Handelsblatt/ Jens Ihlenfeld: Gutachter sieht keine Datenschutz-Probleme
Welt Online/ Thomas Heuzeroth: Google macht bei Street View Zugeständnisse



[...] Uhr – Kleiner Nachtrag: den Beitrag zur Google Vorstellung auf carta.de sehe ich jetzt erst und immerhin. Der Google-Vertreter selbst sieht das auch in etwa so, als [...]
Thx für deine Arbeit und Aufklärung. Das Thema Street View wird in Deutschland wirklich wie kein zweites für populistische Aussagen und Lobbyarbeit genutzt. Dabei nützt dieses kostenlose Tool ein jedermann – und ganz bestimmt nicht um den Nachbarn auszuspionieren.
Ich kriege schon nen Würgreiz wenn ich mir die schwarzgefärbten Häuserblöcke vorstelle!
Und das nur weil dieses Land, unser High-Tech-Superland, solch eine peinliche Technologie-Paranoia entwickelt hat und sich von unseren “Leit”-Medien mit ihren Google-Bashing-Artikeln weiterhin in diese Richtung manipulieren lässt.
Einfach nur frustrierend..
Freue mich schon auf die Trolle, die dann komplette Stadtviertel löschen lassen.
Ich kann mich den Meinungen zu diesem Thema nur anschließen. StreetView könnte zu einer echten Bereicherung für alle Anwender werden und prinzipiell ist an der ganzen Software nichts verwerfliches. Durch die Panik-Mache werden die Verbraucher allerdings darunter leiden müssen und können das Programm zukünftig nicht in vollen Zügen genießen. Bleibt nur zu hoffen, dass wir das Programm überhaupt nutzen können…
[...] Google-Manager Leiteritz: “Street View ist eine moderne Form der Landkarte.” [...]