Ibrahim Evsan | 26 Kommentar(e)
Von Informationen überflutet werden wir nur, wenn wir keine Strategien entwickeln, die uns Selbstbestimmung in der digitalen Welt ermöglichen. Essay.
17.12.2009 |
Es ist zu einfach, der digitalen Welt oder gar den digitalen Supermächten die Schuld daran zu geben, dass wir mit Informationen überflutet werden. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn wir sind schließlich keine Subjekte, mit denen etwas “gemacht wird”, wir sind immer noch Menschen, die sich durch alle Zeiten hindurch ständig an neue Herausforderungen anpassen mussten. Ob es die Einführung von Dampfmaschinen, die Erfindung von Automobilen oder “die moderne Datenverarbeitung” der 70er und 80er Jahre war, immer musste der Mensch auch geistig seinem eigenen Fortschritt folgen.
Im 19. Jahrhundert wurde – auch von Ärzten – vermutet, dass kein Mensch Eisenbahnfahrten mit mehr als 30 Stundenkilometern überleben könne, man ging davon aus, dass es wenigstens zu Geistesstörungen kommen würde. Wenige Jahre später überlebten es die Bahnreisenden dennoch, ihre Köpfe bei der doppelten Geschwindigkeit aus den offenen Fenstern der Züge herauszuhalten. Die Lebensumstände des Menschen haben sich immer schon und in unterschiedlich starkem Ausmaß geändert, immer schon war der Mensch darauf angewiesen, sich den geänderten Bedingungen anzupassen. Blicken wir uns um: Bisher hat die Anpassung noch immer funktioniert.
Der Mensch hat sich in seinem Aussehen und seinen existenziellen Bedürfnissen in den letzten tausend Jahren nicht wesentlich verändert, aber die Anforderungen, die die Umwelt stellt, haben sich dramatisch verändert. Früher waren es die Werkzeuge, die er in seinen Händen hielt, heute ist mittels Computerunterstützung so manches “Hand”werk zu einem “Digital”werk geworden. Diese dramatischen Veränderungen gleichen einem neuen Evolutionsschritt, vor dem wir stehen.
Beim einem solchen digitalen Evolutionsschritt geht es natürlich nicht um die Veränderung vererbbarer Merkmale, sondern um Verhaltensänderungen, die durch eine sich rasant entwickelnde – in diesem Falle – digitale Umwelt ausgelöst werden. Sie bestehen zum Beispiel darin, dass man sein Handy oder Smartphone immer bei sich haben “muss”, um sich nicht von der Kommunikation abgeschnitten zu fühlen und keinen Zugriff mehr auf die Informationen im Internet zu haben; besonders dann wenn man diese Informationen beruflich oder privat nutzen muss. Solche neuentwickelten Muster werden nicht in den Genen, sondern im Verhalten der Menschen kodiert. Ich nenne solche Muster Fixierungscode.
Die Leistungsfähigkeit und die kreativen Möglichkeiten des Menschen werden durch die Möglichkeiten der Computer und des Internets enorm erweitert, indem der Zugriff auf Informationen und Wissen in beinahe unbegrenztem Maße verfügbar ist. Aus genau diesem Grund muss der Mensch die Kontrolle über sich und die Technik behalten. Dazu gehört auch, sich nicht bedingungs- und gedankenlos der Technik auszuliefern. Wem heutzutage sein Handy oder der Laptop abhanden kommt, mag geradezu einen virtuellen Amputationsschmerz verspüren. Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass man die Auswirkungen eines solchen Verlustes in Zukunft als “psychischen Amputationsschmerz” einstufen wird, denn der Verlust des Gerätes, der darauf befindlichen Daten und der Kommunikationsfähigkeit trifft den digitalen Menschen besonders hart, weil er damit den Zugang zu “seiner Welt” verliert.
Es mag uns beunruhigen oder nicht, aber wie in allen Zeiten rasanten Fortschritts stehen wir auch in unserer Zeit ganz neuen Anforderungen gegenüber. Die vordigitalen Verhaltensmuster reichen im digitalen Zeitalter nicht mehr aus. Die Informationen, die das Internet bietet, sind ein ungeheurer Wissenszuwachs – doch das unüberschaubare Informationsangebot macht es auch erforderlich, neue (Datenverarbeitungs-)Strukturen und Strategien zu entwickeln. Resignation oder die Angst vor “zu schnellem Eisenbahnfahren” bringt uns an dieser Stelle nicht weiter.
Der Mensch soll sich nicht in der Maschine auflösen, sondern die Maschinen sinnvoll und verantwortungsbewusst in sein Leben integrieren, um es zu bereichern. Es geht dabei nicht darum, Informationen möglichst schnell zu erlangen. Die Information als solche bietet keinen Vorteil, solange der Mensch, der diese Information für sich erschließt, nicht auch mit der weiteren Informationsverarbeitung umgehen kann.
Es geht auch nicht darum, möglichst viele Informationen aufzunehmen. Es geht darum, Ideen zu entwickeln, die uns in unserer Entwicklung weiterbringen. Wir können schöpferisch tätig werden, wir müssen es aber nicht. Das ist ein wichtiger Bestandteil der digitalen Selbstbestimmung, die schon damit beginnt, ob man überhaupt am digitalen Leben teilhaben will oder nicht. Wenn wir aber unsere Selbstbestimmung auch in der digitalen Welt in Anspruch nehmen wollen, braucht es dafür Strategien.
Der Tisch ist für alle gedeckt, alle möglichen und unmöglichen, wichtigen wie unwichtigen Informationen liegen für uns bereit. Wir haben die freie Wahl, uns das zu nehmen, was uns voranbringt. Es liegt an jedem Einzelnen, wie weit er sich mit welchen Strategien und Zielsetzungen in die digitale Welt hineinwagt. Die digitale Selbstbestimmung wird in naher Zukunft wohl das wichtigste Sicherheitssystem zum Schutz unserer Persönlichkeit sein.
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Von Ibrahim Evsan ist gerade als Buch erschienen: Der Fixierungscode: Was wir über das Internet wissen müssen, wenn wir überleben wollen. (Zabert-Sandmann, 2009)
Ulrike Langer hat vor kurzem ein Interview mit ihm geführt.





Das ist ja mal eine interessante Sicht auf das Internet und seine Herausforderungen! Ich bin sehr beruhigt, dass endlich mal jemand auf die Chancen hinweist, statt das Internet immer nur schlecht zu machen!!! Was ist denn nur so beklagenswert für so viele?
Ist es die Freiheit (wichtig: natürlich auf dem Boden der demokratischen Grundordnung und damit immer innerhalb der Gesetze), die wir im Netz haben, ist es das, was sie stört?
Ibo hat mir endlich einen Begriff für das gegeben, was ich bisher immer umschreiben musste: Digitale Selbstbestimmung. Interessant auch sein -vielleicht ein wenig ironisch gemeinter Ausflug in die Biologie -Evolution- !
Das sollte man ‘mal in der Politik und in der Wirtschaft am Standort Deutschland diskutieren!!! Das bringt uns im Denken weiter!
Jeder entscheidet für sich selbst. Danke!
Interessanter Artikel, auch wenn ich zum Ende hin ein wenig den roten Faden vermisst habe und mir nicht alles wirklich klar wurde. Vielerorts geht dem Netz bzw. den Netzusern eine wichtige Kompetenz ab: Selbstreflektion und die Fähigkeit, den kulturellen Wandel, dem sich viele mit einer unfassbaren Euphorie und andere mit bloßer Skepsis stellen, zu beschreiben und zu analysieren. Mit diesem Buch scheint Herr Evsan ja ein wenig Vermittlungsarbeit betreiben zu wollen und ich bin geneigt, auch mal reinzulesen, auch wenn der Titel doch arg reißerisch wirkt und auf den ersten Blick irgendwie im Widerspruch zum Tenor des Artikels hier steht. Wo ich auch energisch widersprechen würde, ist die Annahme, wir seien “keine Subjekte, mit denen etwas “gemacht wird””. Doch, genau das sind wir. Von Beginn unseres Lebens an, mit dem ersten Atemzug. Dem Menschen eine generelle, vorangelegte Handlungsmacht zuzusprechen, ist schlicht falsch. Der Mensch ist Kind seiner Kultur und Sozialisation, er ist niemals autonom und es werden immer “Dinge mit ihm gemacht” . Nichstdestotrotz ist die Neugier auf das Buch bei mir geweckt :-)
Die Idee einer “digitalen Selbstbestimmung” sowie Strategien zu Entwickeln, die uns Selbstbestimmung in der digitalen Welt ermöglichen, finde ich eine interessante Herangehensweise..
Aber man sollte dies nicht nur auf einer rein individuellen Basis tun, da die Gefahr einer Spaltung zwischen “Experts” und “loosers” des digitalen Zeitalters besteht.
Wichtig scheint mir deshalb, dass es auch einen politischen und rechtlichen Rahmen gibt, der den Schutz unserer Daten/Persönlichkeit garantiert. Vor allem hinsichtlich der jüngeren Generation, die zwar Skills in sachen Web , vor allem Web 2.0 haben, jedoch oft nirgendwo den Vernünftigen und sicheren Umgang mit ihnen erlernen.
Cool – “Digitale Selbstbestimmung” scheint irgendwie das Zeug zum Kampagnenbegriff zu haben.
[...] Auf Carta.info: Auf dem Sprung zur digitalen Selbstbestimmung [...]
Ja, vieles erkenne ich wieder, vieles kann ich nachvollziehen… Ich habe die Entwicklung des Fernsehens miterlebt, die Entwicklung der Computer – und wenn ich heute ein Gedicht über die Veränderungen, die der Computer mit sich bringt, lese, welches ich in den 70er Jahren mal geschrieben habe, so passt es heute noch…
Das Fernsehen ist in meinem privaten Bereich schon sehr zurückgedrängt worden, weil ich mir die vielen tristen Unterhaltungssendungen nicht mehr antun will. Da interessieren mich andere Dinge mehr. Trotzdem verdanke ich auch dem Fernsehen vieles – nämlich all die Lücken zu füllen, die meine ursprüngliche Schulbildung aufwies. So wird es auch mit dem Internet geschehen… Insofern ist es irgendwie tröstlich, dass unsere Jugendlichen – die oft den Sinn des Lernens noch nicht begreifen – diese Chance haben. Wer liest heute schon – wie wir in jungen Jahren – ganze Büchereien rauf und runter… sicher sind das nicht viele. Trotzdem wird die Schreib- und Ausdrucksfähigkeit im Internet gefordert und auch praktiziert. Und da dieses Medium so vielfältig ist, hat man auch die Chance von ihm und seinen Nutzern viel zu lernen.
Das versuche ich auch meinen Senioren zu vermitteln, die anfangen den PC zu erkunden und ich sehe oftmals glückliche Gesichter, wenn man wieder einmal eine Hürde des Verständnisses genommen hat und in kleinen Schritten immer mehr versteht. Wir haben wirklich die Chance – bis ins hohe Alter immer noch viel Neues zu lernen. Und – der Mensch ist anpassungsfähiger als man gemeinhin glaubt!
Anntheres
Spontan musste ich nach diesem interessanten Posting an folgenden Satz denken, wenn auch der Zusammenhang ein anderer ist:
„You’re in a new place. The bad news: There are no maps. The good news? You are the mapmaker.“
(Quelle: businessweek.com/managing/content/jul2009/ca2009072_489734.htm)
@ GK: Sehr hübsch. Da musste ich nun wieder an “Payback” denken.
Digitale Selbstbestimmung – Das halte ich tatsächlich für eine interessante Herausforderung und große Chance in einer sich rasant verändernden Umwelt. Ganz genau, wir sind keine Subjekte mit denen was gemacht wird. Das Leben hat uns eine neue Dimension gegeben. Nun werden wir auch lernen sie richtig zu nutzen.
-The funny thing is that everything is / was Science-Fiction at one time or another. -Gene Roddenberry
Der Post ist prima. Er kratzt an dem Vorurteil, wir wären allem und jedem digitalen Krümel ausgeliefert. Alle Krümel zusammengenommen führen zur Verstopfung des Sehfeldes, der Intuition, der individuellen Unbeschwertheit, die ansonsten ja jder von uns genießen kann…nur im heutigen Internet nicht.
Da gebe ich @IBO völlig recht. Wer selbstbestimmt das Internet nutzen will, sollte wenigstens, wenn er schon kritisiert, Alternativen sprich Strategien fahren. Sonst steht er mit leeren Händen da.
Eine Strategie ist, daß man denen, die man als seine Freunde, Folllower, Bekannte oder wie auch immer bezeichnet, Urteilsvermögen zubilligt. Wie im Leben auch. Die Folge ist, wir hören zu einem Teil auch auf sie, kaufen uns den Gürtel eben nicht von der Stange sondern vom kleinen Stand auf der Straße. Denn hier stimmt die Qualität mit dem Preis und der Behandlung überein und drüberhinaus hat man auch noch eine Halterung erworben, die unseren individualisierten Vorstellungen entspricht.
Klaus Eck nennt es menschliche Filter, die uns vorm Infomation-Overload retten. Oder Listen bei Twitter. Oder Gruppen bei Facebook. Wie auch immer, wir sollten es uns, wie auch im offline-Leben nicht angewöhnen, unsere Neugierde zu verlieren und unseren gesunden Menschenverstand. Selbsbestimmung gibt es eben nicht gratis frei Haus sondern muß täglich bewiesen werden, so wie sich auch der Gürtel wird beweisen müssen.
Toller Artikel!
Ob die Eisenbahn oder die oft zitierte Bibliothek von Alexandria – Ibrahim Evsan hat absolut recht: Jeder Mensch muss selbst entscheiden was er “braucht” um glücklich zu sein!
Die digitale Selbstbestimmung aber ist noch viel mehr als nur die Entscheidung für oder gegen das Nutzen der Technologien und Maschinen. Es hat auch etwas mit (oft fehlender) (Medien-)Kompetenz und dem Umgang mit der eigenen Privatsphäre zu tun.
Ich habe bereits angefangen den “Fixierungscode” zu lesen und bin begeistert davon. Evsan zeigt eine digitale Welt auf, in der ich mich selbst wiedererkenne. Viele Aussagen machen sehr nachdenklich.
Und nachdenken müssen wir alle noch viel über das Thema Fixierung!
“Wir haben die freie Wahl, uns das zu nehmen, was uns voranbringt. Es liegt an jedem Einzelnen, wie weit er sich mit welchen Strategien und Zielsetzungen in die digitale Welt hineinwagt. Die digitale Selbstbestimmung wird in naher Zukunft wohl das wichtigste Sicherheitssystem zum Schutz unserer Persönlichkeit sein.”
Die FAZ schreib im Zusammenhang mit dem Wahlprogramm der Piratenpartei mal:
“Der Widerspruch, dass gerade ihre netzbegeisterten Anhänger durch die Verwendung ihrer Daten im Netz ihre Privatheit freiwillig aufgeben, ist bisher nicht thematisiert worden.” (http://tinyurl.com/l3245r)
Ich habe damals versucht für diesen Teilaspekt der digitalen Selbstbestimmung eine Auflösung de vermeintlichen Widerspruchs zu formulieren: http://tinyurl.com/lwudt4
Es ist meiner Meinung nach so, dass es beides geben wird: Digital aktive Meschen, die ihr Daten, ihr Auftreten, ihre Äußerungen selbstbewusst kontrollieren. Und auch das Gegenteil – jene die nicht über sich selbst bestimmen können. Ibrahim Evsans Buch leistet sicher eine Beitrag dazu, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir genau das tun müssen im Internet: selbst Verantwortung zu übernehmen.
Gleichwohl sollte die Forderung nicht dafür missbraucht werden, die aktive Ausnutzung derer zu legitimieren (oder entsprechende Hilfe oder Restriktionen zu unterlassen), die nicht in der Lage sind, selbst Verantwortung im Netz zu übernehmen. Im Falle der im Video angesprochenen “World of Warcraft”-Sucht wäre etwa eine höhere Altersbeschränkung denkbar, so dass Jugendliche geschützt sind. Strikte Datenschutzrichtlinien, die unabhängig vom vermeintlichen Bemühen von Social Network-Betreibern vorgeschrieben werden, halte ich ebenfalls für sinnvoll.
Die digitale bzw. informationelle Selbstbestimmung mag zwar für den ‘Netoyen’ mit kritischem Differenzierungsvermögen und reflektierter Mediennutzung Teil seiner individuellen Lebensrealität werden, gehört kulturphilosophisch aber wohl ins Reich der schönen Gesellschafts-Utopien, solang das Gros der User im Web bei den unterkomplexen Fun-, Konsum- und Selbstdarstellungs-Angeboten hängen bleibt.
Hinsichtlixch der ‘Selbstbestimmung’ hatte wohl der alte Hegel ausnahmsweise Recht, als er hübsch dialektisch explizierte, wie der Grad der Freiheit des Menschen vom Grad seiner Bewusstheit abhängt.
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“Solche neuentwickelten Muster werden nicht in den Genen, sondern im Verhalten der Menschen kodiert. Ich nenne solche Muster Fixierungscode.”
Kann man doch auch nach wie vor ‘Meme’ nennen – die Diskussion um epigentische Weitergabe von erlernten Verhaltensmustern steht noch ziemlich am Anfang und es ist für viele Neurowissenschaftler schon denkbar, dass Anpassungen unseres Gehirns an neue Kulturfertigkeiten durch Veränderung der Methylisierunsprozesse auch ‘vererbt’ werden können.
Es gibt keine digitale Selbstbestimmung, Ibrahim spricht über informationelle Selbstbestimmung und der Ohnmacht des Individuums gegenüber der Informationsflut und Immersion.
Informatielle Selbstbestimmung und der richtige Umgang mit Informationen wird ausschließlich durch Kenntniss von Technologien bestimmt, vom Verständniss wie diese Technologie auf allen Schichten funktioniert und welche Daten emittieren. Natürlich versucht man uns seit 10 Jahren mehr oder weniger erfolgreich einzureden, das diese Selbstbestimmung durch die richtigen Werkzeuge und Aggregation für das Individuum duchsetzbar ist, das halte ich allerdings für illusorisch, daran wird auch der Gesetzgeber nichts ändern.
Sind Daten erhoben, ist es bereits zu spät, der Aufwand seine Daten löschen zu lassen steht im diametralen Gegensatz zu den Mitteln mit dem dieses Daten erhoben und zu Informationen verarbeitet werden.
Dieses soziale Problem ist durch Technik und Werkzeuge nur teilweise lösbar, und auch nicht umbedingt gewünscht, es entsteht dabei der rechtsfreie Raum, und in diesem rechtsfreien Raum haben alle Teilnehmer die gleichen Rechte und Möglichkeiten und sind auch gleichberechtigt. Man könnte diesen Zustand als ideal bezeichnen, auf der anderen Seite bedarf es wohl Reglementierung, Kontrolle und/oder Überwachung damit dieser Raum kommerziell von Organisationen erschlossen werden kann, dem Individuum fällt die
Rolle des Konsumenten zu.
Für Organisationen die über mehr Rechte verfügen als das Individuum (Exekutive, Legislative, Organisationen denen mehr Rechte durch die Legislative zugestanden wurden), ist dieser rechtsfreie Raum nicht mehr ohne weiteres tragbar (wie wir das bei der Vorratsdatenspeicherung erleben).
Erhobene Daten werden zur Information und sind seit geraumer Zeit die Währung mit der wir Dienste, oft unbewusst vergüten. Wenn wir diese Dienste zur Information oder Zerstreuung nutzen entsteht kein wirkliches Verständnis der verwendeten Technologie. Nicht auf diesem Weg, dazwischen steht Abstraktion oder deine Metapher, oft auch die eigene Unfähigkeit oder Bequemlichkeit sich mit dieser Technologie kritisch oder kreativ auseinanderzusetzen.
Dieses Verständnis ist wichtig möchte man in diesem Medium für sein Tun und Handeln Verantwortung übernehmen und für sich selbst Entscheidungen treffen möchte, sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahrnehmen möchte.
Es liegt auf der Hand die Exekutive oder Legislative um Hilfe bitten, mit der Feststellung, das sie den Problemen ähnlich hilflos gegenüber stehen.
Selbstbestimmung, wie sie Ibrahim beschriebt wird, wird erst durch Medienkompetenz möglich, und wer Medienkompetenz hat, stellt fest das zwischen Selbstbestimmung im Leben und Selbstbestimmung im Internet kein signifikanter Unterschied besteht. Dazu bedarf es keiner Strategie, denn das Individuum ist des Nutzens und der Risiken bewusst, kann sie einschätzen und sich entsprechend angemessen verhalten und reagieren.
Insofern ist die Überschrift schon ein Hinweis auf das Missverständnis dem der Autor erliegt.
Ibrahim hat z.B. nicht verstanden das Multitasking keine Frage der Werkzeuge ist, sondern eine technische Illusion, man löst konkurrente Aufgaben gleichzeitig langsamer oder Ibrahim hat nicht verstanden das er asynchron kommuniziert und zusammenarbeitet, d.h. am Telefon wo Zeit verstreicht während der Gesprächspartner spricht, kann man im Textchat sich anderen (unwichtigen) Dingen zuwenden, damit wird die Kommunikation allerdings auch unwichtiger, denn sonst würde man die notwendige Aufmerksamkeit aufbringen.
Medienkompetenz bedeutet einzuschätzen, ob es sich um relevante Kommunikation, relevante Informationen handelt oder nicht, damit ist die Entscheidung ob diese Kommunikation relevant ist durchführbar, und unrelevante Kommunikation ist als Zerstreuung im Sinne von Unterhaltung oder Bespassung zu verstehen oder zu unterlassen. Diese Einschätzung sollte man selbst treffen können, dazu bedarf es keiner Strategie, denn die Entscheidung ob diese Information für das Individuum wichtig ist, kann es nur selbst treffen.
Strategien adaptieren oft nicht schnell genug und können unterwandert oder gegen den Stragtegen gewendet werden, das mussten Menschen und Organisationen bereits festgestellen.
Unsere Kreativität wird nicht erweitert oder verbessert, wir verfügen seit geraumer Zeit lediglich über einen weiteren Weg uns inspirieren zu lassen. Wir werden
auch nicht leistungsfähiger, sondern wir verfügen über mehr Resourcen für wesentliche Dinge wenn wir gelernt haben diese Technologie zu verstehen und deshalb einsetzen und Folgen einschätzen können. Es ist illusorisch zu behaupten, das Menschen leistungsfähiger werden, wenn ihnen ermöglicht wird an paketvermittelten Netzen teilzunehmen. Wir bekommen dadurch die Möglichkeit Zeit für andere Dinge aufzuwenden, weil mir Informationen in millisekundenschnelle abrufen können, und zwar an jedem Ort und zu jeder Zeit.
Das ist ideal um sich unterhalten zu lassen oder Zerstreuung im täglichen Einerlei der Arbeit zu finden.
Dazu gehört auch die Kompetenz zu wissen wann mein sein Recht privat und ungestört zu sein, und frei von Verpflichtungen zu sein, um beurteilen zu können
das man sein Mobiltelefon guten Gewissens ausschalten kann, weil Technologie die Nachricht aufzeichnet und man sich dem Anrufer zu gegebener Zeit die
notwendige Aufmerksamkeit entgegen bringen kann.
Verbleibende Zeit nutzen wir nahezu ausschließlich zur Unterhaltung und zum Konsum, auch von Informationen und bleiben in Bereitschaft, was oft unnötig ist.
Die Feststellung das Fortschritt rasant ist, ist falsch und zeugt davon das der Autor ein Opfer seines bisher nicht selbstbestimmten Lebens ist, das
Internet hat sich über Dekaden zu dem entwickelt was es jetzt ist, und mittlerweile unterliegt der unbegrenzte Zugriff auf Informationen vielerlei Restriktionen oder Vereinbarungen die wir schlicht und ergreifend nicht wahrnehmen, weil wir nicht ausreichend sensibilisiert sind.
Informationen und Zusammenhänge in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft erschließen sich oft nicht, weil Informationen einer Reglementierung unterliegen oder der Zugang zu ihnen aufgrund monetärer Interessen nicht gewünscht ist oder nicht gewünscht wird.
Wäre es anders, wären Projekte wie Cryptome und Wikileaks sinnfrei.
Menschen lösen sich auch nicht auf, sondern verlieren den Fokus aufgrund von Immersion oder Überinformation. Unsere Bildunggsysteme und -institutionen
ermöglichen keine Förderung individueller Talente, diese Förderung ist mittlerweile reine Privatangelegenheit, und diese Förderung erreicht man auch
nicht durch Informationszugriff. Uns nachfolgenden Generationen werden Chancen und Risiken des Mediums nicht vermittelt, von wem auch, Bildungsinstitutionen
haben nicht die Mittel oder ausgebildetes Personal das Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln kann. Wir haben bisher nicht mal ein Schulfach für
dieses Medium, noch ist dieses Medium in den Schulen angekommen, das es im Unterricht genutzt werden könnte. Es werden Informationen oder Wissen
vermittelt, eine kritische Betrachtung entfällt, Kompetenzen werden nicht vermittelt oder wahrgenommen.
Um diesen Seiteneffekten nicht zu erliegen muss man sich nicht kontrollieren lassen, oder sich selbst kontrollieren geschweige denn Strategien entwickeln.
Es reicht aus sich selbst zu beobachten und sein Tun und Handeln zu hinterfragen.
Besonders deutlich wird das im Interview, in dem Ibrahim Immersion beschreibt und erlebt hat, allerdings nicht selbst benennt, Immersion allerdings nur über seine Mitmenschen reflektiert bekommt, Spiele ohne Immersion sind für den Spieler weitaus weniger interessant. Diese Technolgie z.B. für Wissenvermittlung einzusetzen, und darin eigene Erfahrungen zu sammeln, halte ich zum Beispiel für eine sehr spannende Idee, warum sollte das ausschliesslich dem Militär oder World of Warcraft vorbehalten sein?
Ibrahim nimmt Immersion in World of Warcraft als etwas wahr, das negativ ist.
Für mich stellt es sich dar, das Ibrahim nicht in der Lage ist World of Warcraft sein Verhalten zu hinterfragen, noch die technischen Hilfsmittel von Blizzard einsetzt.
Immersion durch Twitter und Kommunikation beschreibt er als positiv, weil
er gelernt hat mit Twitter umzugehen.
Ist man sich der unterschiedlichen Form der Immersion bewusst, entwickelt man eine komplett andere Sichtweise auf diese Form der Immersion und kann sich negativen Seiteneffekten entziehen.
Kann ein Teilnehmer sein Tun und Handeln nicht selbst reflektieren und hinterfragen, werden Methoden wie Immersion nicht erkannt, das Individuum erliegt der Immersion und das ist im Fall von Unterhaltungssoftware und Unterhaltungmedien ein tolles Erlebnis, dem man sich aussetzen auch gern aussetzen möchte, weil man sich der Risiken bewusst ist und es an sich selbst feststellen kann und sich zudem diesem Zustand nicht permanent aussetzt. Darin kann und sollte man seine Kinder übrigens auch unterstützen.
So bleibt der beschriebene Amputationsschmerz aus, der Verlust von Konnektivität, des Notebooks oder Mobiltelefons ist weitaus weniger tragisch oder intensiv, da diese Güter mittlerweile ersetzbar sind und Bandbreite für jede gesellschaftliche Schicht verfügbar und erschwinglich ist.
Von Menschen die in diese Welt geboren werden ist Immersion etwas selbstverständliches. Für Menschen die diese Form der Immersion viel später oder garnicht kennenlernen ist es wohl befremdlich und die Folgen werden zwar erkannt und benannt, die problematische Komponente von Immersion bleibt erhalten.
Als selbstbestimmter Mensch sollte kann man pathologisches Verhalten an sich selbst diagnostizieren oder feststellen können. Es ist viel mehr Multitasking (als Ibrahim im Interview beschreibt), festzustellen das man der Immersion (von Facebook, Twitter, World of Warcraft usw.) erliegt während man partizipiert und die Entscheidung trifft ob man weiterhin in diesem Zustand bleiben möchte oder nicht, und inwiefern es gut und sinnvoll oder sinnfrei für die eigene Person oder den eigenen Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber ist.
Diese Erfahrungen sollte man keinem Menschen vorenthalten, denn sie fällt sehr unterschiedlich aus.
Für Selbstbestimmung und Medienkompetenz bedeutet das, für relevante Kommunikation das richtige Medium zu wählen, sich den Unterschied zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation, Wissensvermittlung, Information und Daten bewusst zu sein. Immersion z.B. zu erkennen und sich hinreichend zu strukturieren um eigene Grenzen und Defizite an sich zu erkennen, und sich damit auseinanderzusetzen, anstatt Selbstbestimmung digital neu auf dem Sprung zu propagieren, der Begriff informelle Selbstbestimmung existiert seit der Volkszählung 1983, und ist ein Grundrecht. Bei Rechten ist es wichtig, das
man sie wahrnimmt.
Dazu gehört der selbstverständliche Einsatz von Kryptografie, um seine eigenen Persönlichkeitsrechte, und die unserer Gesprächspartner im Hinblick auf private
Kommunikation und Telekommunikationsgeheimnisse technisch umzusetzen und einzufordern. Wir haben die Möglichkeiten die uns diese Technologie in positiver wie in negativer Hinsicht bieten bestenfalls erst zum Teil erfasst.
Das sind sehr hohe Ansprüche, und es ist nicht einfach sich selbst in diesem Dingen gerecht zu werden, aber man sollte das Problem bei und für sich lösen, anstatt etwas versuchen durch eine Strategie (die erkannt und deren externe Parameter umgangen oder manipuliert werden können), oder externe Reglementierung zu steuern.
Das gilt ganz besonders im Hinblick auf die Daten die wir emittieren und die Informationen die wir rezipieren, der scheinbaren Ohnmacht des Einzelnen Organisationen gegenüber. Wer Weizenbaum verstanden hat, versteht das die Ohmacht des Individuums das Ende vom Anfang ist, und versteht auch das man als Individuum Zustände für sich, in seiner Umwelt zum positiven für sich und seine Mitmenschen verändern kann. Das Technologie die Werte annimmt, die ihr von der Gesellschaft entgegengebracht werden, sollte
sich mittledweile von selbst verstehen.
Die Entscheidung, ob die Gesellschaft an dieser Technologie teilnimmt ist längst getroffen, wer ein Medium nicht nutzt schließt sich mittlerweile aus, verfügt nicht
über die Kenntnisse wie diese Technologie funktioniert und zu seinem Vorteil eingesetzt werden kann. Er ist nicht (mehr) in der Lage informationelle Selbstbestimmung auszuüben.
Der Versuch Probleme im Internet zu lösen, oder auf Probleme zu reagieren, das man sich dem Medium entzieht ist keine dauerhafte Lösung. Durch Überinformation, Zugangserschwerung, Datenspeicherung entstehen nur neue Probleme, es gilt die Probleme in der wirklichen Welt zu lösen,
Aufmerksamkeit, Ethik und Gerechtigkeit für diese neue Weltordnung zu diskutieren und zu lernen mit diesem nicht mehr neuem Medium umzugehen,
nicht als Konsument, sondern als gleichberechtigter Kommunikationspartner.
Das sich Handwerk mit Informationstechnologie nicht sonderlich von traditionellem Handwerk unterschiedet erachte ich als selbstverständlich, denn Werkzeuge wie Computer, Compiler und Software sind mittlerweile frei erhältlich. Damit stehen dem Individuum Möglichkeiten offen, die wir leider und bestenfalls ansatzweise ausschöpfen. Was sich verändert hat, ist die Reichweite und die Möglichkeit mein Handwerk einem interessiertem Publikum zugänglich zu machen.
Ich finde es amüsant dass Carta Adify, Facebook Connect, Google Adsense und Wordpress Stats einsetzt, während der Autor sein Missverständnis von Selbstbestimmung, synchroner und asynchroner Kommunikation und Immersion darlegt, und in Sachen Restriktionen oder Rechtemanagment sich der
Reglementierungen die bereits entstanden sind, nicht mal im Ansatz bewusst ist.
Informationelle Selbstbestimmung muss man als Recht wahrnehmen, das Carta eine Plattform wie jede andere ist, in der Vermeidung empfolen wird, und aus nicht ersichtlichen Gründen Daten von informationell selbstbestimmten Lesern versucht wird zu erheben und weiterzugeben, kommt einer Entmüdigung gleich und
zeigt fehlendes Bewusstsein bei Betreibern und Redakteuren auf.
Toller Artikel. Ich persönlich gebe viel zu viele Daten von mir Preis. Das macht mir Sorge. Besonders auch deshalb, weil ich nicht weiß, was man mit meinen Daten macht.
Stefan, deine Ausführung ist auch sehr gut, wobei ich Dir in vielen Dingen nicht Recht gebe. Was mich jedoch interessiert: Wer steckt hinter Stefan? Willst Du uns Deinen Namen nicht Preis geben?
Angst vor der digitalen Selbstbestimmung?
Wer oder was ich bin ist für meinen Standpunkt absolut nicht erheblich, ich würde mir meine Pseudonymität gerne Bewahren und stelle deshalb meine E-mail Adresse gern zur Verfügung. Ich finde die Haltung die Ibrahim (auch in seinem Blog) an den Tag legt
im Hinblick auf informationelle Selbstbestimmung sehr kritisch und teilweise sehr naiv.
Dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird nicht dadruch genüge getan, das wenn ich z.B. meinen Browser nicht richtig konfiguriere, ich dieses Recht nicht in Anspruch nehme.
Informationelle Selbstbestimmung heisst auch, das ich im Rahmen meiner Möglichkeiten pseudonym bleiben kann, ich erachte meinen Standpunkt wichtiger als meine Person.
Ich wäre z.B. an Punkten interessiert in denen wir nicht einer Meinung sind, vielleicht finden wir im Dialog oder im Diskurs interessante Möglichkeiten das sich viele Menschen mehr mit diesem Thema beschäftigen, gern auch per E-mail.
vorausgesetzt, es gibt strom…
vorausgesetzt, die gesetzgeber schränken uns nicht ein…
vorausgesetzt, du bist ausreichend gebildet, um mit dem angebot etwas anzufangen…
und was ist mit der durch händigebrauch deformierten daumenwurzel?
aber sonst hätte ich ohne das internet schwerste entzugserscheinungen. sicher.
@anntheres
ich lese immer noch sehr viel, habe aber ein grosses stück von der lesezeit auch durch bloggen ersetzt. und toll, was du machst.
Ich habe jetzt beide Bücher gelesen. “Payback” und den “Fixierungscode”. In ganz vielen Kernbereichen stimmen die beiden überein. Nur Ibi ist viel naiver weil er glaubt, die digitale Selbstermächtigung sei eine Manifestation des freien Willens. Schirrmacher beschreibt eine Matrix, in der dieser freie Wille – von der Hirnforschung bis zur predictive search – keiner des Indviduums mehr ist. Dieses ganze Schirrmacher-Bashing ist auf dem Hintergrund dessen, was wirklich in diesem Buch steht, vielleicht wirklich ein Beweis dafür, dass nicht mehr gelesen wird. Von Carta-Intellektuellen hätte ich mir mehr erwartet. Payback ist alles andere als technikfeindlich und ein ganzes Kapitel bringt alle diese Vergleiche mit Fernsehen und Eisenbahn und beschreibt sie als technikaverse Nostalgie. Genau darum geht es in dem Buch eben gar nicht. Da steht “Der Computer ist die letzte Metapher. Es wird keine mehr geben” (kein Satz von Schirrmacher sondern ein Zitat aus der Neurobiologie). Und das sind die faszinierendsten Teile dieses Buches, das danach fragt, was es heisst, wenn das Werkzeug, dass wir bedienen uns bedient und gleichzeitig die REALITÄT des menschlichen Geistes abbildet – eine Art Matrix-Echtzeiutlaboratorium. Vielleicht liegt das Missverständnis darin, dass Payback gar nicht vom Internet sondern von Computern redet. Vielleicht sollte man da mal genauer hinhören. Was nutzt digitale Autonomie, wenn über spread activation längst menschliche Assoziationen berechnet werden können, einfach auf der Basis des gigantisch totalen anonymen täglichen Inputs: als würden täglich 10 Milliarden Labormäuse in allen ihrern Lebensäuißerungen aufgezeichnet. Da braucht man keine Hermeneutik mehr, da genügt es Korrelationen herzustellen, da genügt Google.
Ich finde die Debatte ziemlich ärmlich. Im Kern ist “Payback” bei allen Mängeln – zum Beispiel der verkürzte Debatte um Herb Simon und die Aufmerksamkeitsökonomie – ein Grundtext für künftigen Piraten.
@ Stefan II = Stefan ?
Dies ist ein Essay über die spontane digitale Evolution, also über einen Gedanken, den Ibrahim Evsan äußert.
Wenn Du über Pay-back schreiben möchtest, dann solltest Du Dir ‘mal Gedanken machen, an welche Stelle Dein Post besser passt. Ich weiß, es ist nicht leicht, sein Geld oder seinen Ruhm zu verdienen oder zu ernten, dennoch sollte man es mit Anstand tun.
Wenn Du Herrn Schirrmachers Namen richtig schreiben kannst, dann solltest Du auch Herr Evsan oder Ibo schreiben und Dir nicht selbst einen Nicknamen ausdenken. Das ist einfach nur peinlich und spricht nicht gerade von Respekt. Zum Glück hast Du Dich hier selbst aus der Diskussion geschossen.
Viel Erfolg auf Deinem weiteren Lebensweg.
@James Brown: ach, das entscheidest du? Bist Du der Besitzer vom Internet?
Vielen lieben Dank für die geistreichen Kommentare. Ich nehme davon vieles mit. Es erfreut mich, dass dieses Thema viele Menschen berührt.
Kritik ist jederzeit gewünscht und freue mich. Ich werde nach meinem Urlaub auf einige Kommentare eingehen.
Bis dahin weiter schön diskutieren und vielleicht das Wort naiv ein bisschen weniger verwenden :)
Beste Grüße
Ibrahim Evsan
[...] Evsan thematisierte in seinem Artikel Auf dem Sprung zur digitalen Selbstbestimmung unter anderem auch die Spielsucht, welche meiner Meinung nach eine große Gefahr zu werden droht. [...]
[...] Auf dem Sprung zur digitalen Selbstbestimmung — CARTA “Es ist zu einfach, der digitalen Welt oder gar den digitalen Supermächten die Schuld daran zu geben, dass wir mit Informationen überflutet werden.” “Die Informationen, die das Internet bietet, sind ein ungeheurer Wissenszuwachs – doch das unüberschaubare Informationsangebot macht es auch erforderlich, neue (Datenverarbeitungs-)Strukturen und Strategien zu entwickeln. Resignation oder die Angst vor “zu schnellem Eisenbahnfahren” bringt uns an dieser Stelle nicht weiter.” Von Ibrahim Evsan. (tags: Internet Gesellschaft) [...]
Es gibt immer zwei Seiten. Die Leser werden lernen müssen, aus den Informationsflut jene Infos herauszufischen, die sie benötigen und diejenigen die Schreiben müssen schauen, dass sie gefunden werden.
Sehr spannend geschrieben. Ich gebe Evsan recht. Wir verändern uns. Die Gesellschaft verändert sich. Schnell, leise und gefährlich.
[...] auch auf carta.info: Hier geht es zu http://carta.info Share this on del.icio.usShare this on FacebookTweet This!Email this to a friend?Add this to Google [...]