Robin Meyer-Lucht

“Marschallplan” & “Clearingstelle”: Die Kapitulation des Journalismus

Robin Meyer-Lucht | 24 Kommentar(e)

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Ein “Qualitätsjournalismus”, der im Strukturwandel nach dem Staat ruft, statt sich den Herausforderungen einer grandios vernetzten Informationsgesellschaft zu stellen, gibt seine Selbstachtung und seine eigentliche Berufung auf.

12.07.2009 | 

Vor einigen Tagen schrieb Anja Seeliger im Perlentaucher-Blog:

In Sachen Berichterstattung über das Internet ist die Presse weithin keine vierte Gewalt mehr, sondern ein Lobbyist, der sich unter dem Deckmantel des Journalismus dem Staat andient.

In der Tat: Dem Qualitätsjournalismus über die gegenwärtigen Strukturprobleme des Journalismus kann inzwischen über weite Strecken Distanzlosigkeit, Hang zu normativen Kurzschlüssen, Desinteresse an empirischer Fundierung und Klientelismus in eigner Sache bescheinigt werden. Jüngstes Beispiel: Der Text “Eine Art Marshallplan” der Medienforscher Stephan Weichert und Leif Kramp in der aktuellen Zeit vom 9. Juli (Nachtrag vom 14. Juli: Text jetzt hier online).

Nach Weichert und Leif droht Deutschland schon bald eine Unterversorgung mit Qualitätsjournalismus. Angesichts eines potenziellen Endes der gedruckten Presse und der “Gratiskultur” des Internets stelle sich die Frage, wie Qualitätsjournalismus in Zukunft überhaupt noch refinanzierbar sei?

Dabei ist für die Autoren Qualitätjournalismus nur als “Geist der gedruckten Presse” denkbar. Dieser sollte in Zukunft — gestützt auf Artikel 5 Grundgesetz — mit Milliarden von der Politik gefördert werden. Weichert und Kramp bringen einen “Nationalfonds für Qualitätsjournalismus” zur Förderung der “klammen Zeitungen” (sic!) ins Gespräch, gespeist aus einer um zwei Euro erhöhten Rundfunkgebühr. Wenn es um Abgrenzungsfragen des Qualitätsjournalismus gehe, käme auch die Bundeszentrale für politische Bildung als “Clearingstelle” infrage. Ein Marktversagen beim Journalismus, so die Forscher Jürgen Habermas mehrfach zitierend, könne sich keine Demokratie leisten.

Hierzu ist einiges zu sagen:

1. Es ist atemberaubend, wie hier der häufig mittelmässige und stark verbesserungswürdige Status Quo des Journalismus verklärt wird. Die heutige Praxis des Zeitungsjournalismus sei “Qualitätsjournalismus”. Sie ist offenbar ideal und geistvoll. Sie stelle bereits ein Optimum an gesellschaftlicher Informationsvermittlung dar.

2. Der gesamte Text ist einer paternalistischen Grundfigur verpflichtet: Guter Journalismus ist, was Journalisten und Journalismusforscher dazu erklären. Alle anderen Faktoren, Leserwünsche, Medienwandel oder Marktkräfte, verhindern nur dass sich der gute, wahre Journalismus, genannt Qualitätsjournalismus, entfalten kann. Deshalb kommt der Text auch ohne jegliche Erwähnung der Leserperspektive aus: Warum werden weniger Zeitungen gelesen, gerade von der jüngeren Generation? Dies interessiert die Autoren leider nicht.

3. Im überregionalen Journalismus droht wahrlich kein Mangel an Vielfalt und Qualität: Das Netz erschließt eine Breite von hochwertigen Inhalten, hervorragend vernetzt zudem. Der überregionale Journalismus hat im Zeiten digitaler Konvergenz kein Vielfalts-, sondern ein Überproduktionsproblem. Er produziert zu fast jedem Thema zu viele Inhalte nahezu identischer Machart für ein unspezifisches Publikum. Als Beispiel kann man sich einmal anschauen, wie viele Texte allein zum Thema Chrome OS geschrieben wurden. Jeff Jarvis hat es so ausgedrückt: Wenn wir die Zahl der Journalisten halbieren würden – “es wären noch immer zu viele”.

4. Der Journalismus steht vor der Gesellschaft und seinem Publikum in der Pflicht, die neuen Techniken des Internets für einen noch besseren, hochwertigeren, relevanteren Journalismus zu nutzen. Hier ist aber bislang noch wenig geschehen. Selbst einfachste Dinge, wie die Verlinkung auf Mitbewerber fällt vielen Anbietern schwer. Im Kern wird hierzulande vor allem noch immer Print-Journalismus online praktiziert und dies zu Qualität erklärt. Google hat mehr für die Qualität der gesellschaftlichen Informationsvermittlung geleistet als aller Qualitätsjournalismus im Netz.

5. Die in Artikel 5 GG verbürgte Pressefreiheit ist ein kein berufsständisches Journalisten-Recht, sondern ein Jedermann-Recht. Es schützt jeden und jede, ihre/seine Meinungen und Inhalte frei von staatlicher Einflussnahme zu verbreiten. Dieses Recht hat mit dem Internet erheblich an Bedeutung und praktischer Relevanz gewonnen. Aus Artikel 5 lässt sich daher kein Recht auf staatliche Intervention zugunsten von Journalismus auf Zeitungspapier ableiten. Ganz im Gegenteil. Eine “Clearingstelle” für selektive Förderung würde dem Artikel vollends widersprechen.

6. Wieso sollte man ohnehin ausgerechnet Zeitungen gesellschaftlich-staatlich fördern? Das Medium ist in seinen Verbreitungskosten horrend teuer, tendiert damit zu engen Oligopolen und Monopolen und es fördert eine einseitig-hierarchische Kommunikation.

7. In Bezug auf Journalismus herrscht im Internet mitnichten eine “Gratiskultur”: Journalismus stützt sich im Netz bekanntlich auf Werbefinanzierung und profitiert dabei auch von den geringen Verbreitungskosten.  Es ist auch nicht so, dass sich Journalismus im Netz nicht refinanzieren ließe. Einmal ganz grob überschlagen werden die größten zwanzig journalistischen Angebote im deutschen Internet (Spiegel Online, Sueddeutsche.de, Welt.de, etc.) in diesem Jahr einen Netto-Umsatz von 100 Mio. Euro machen. Damit lassen sich im überregionalen Online-Journalismus schon rund 1.000 Stellen finanzieren. Mehr wäre fraglos wünschenswert. Wenn sich die Nutzer aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein deutlich größeres Angebot wünschen würden: Sie würden Bezahlinhalte akzeptieren.

8. Ein echtes Problem scheint sich in Bezug auf Journalismus und die Regionen zu entwickeln. In der Kombination aus Gebietsmonopolen und schrumpfenden Umsätzen versinken viele Regionalzeitungen in einer “unerträgliche[n] Mischung aus Agenturmeldungen, Hofberichterstattung, Honoratioren-PR und Allerweltsgewäsch”. Hier hilft aber keine Presseförderung mehr. Hier gilt es, die Infrastruktur des Internets für eine Wiederbelebung des Journalismus in der Region zu nutzen. Hierzu sollte es in der Tat staatliche Förderung geben: Die Bundesagentur für Arbeit sollte flächendeckend Kurse zur Errichtung von Placeblogs in ihr Angebot aufnehmen.

9. Ein “Qualitätsjournalismus”, der im Strukturwandel nach dem Staat ruft, statt sich den Herausforderungen einer grandios vernetzten Informationsgesellschaft zu stellen, gibt seine Selbstachtung und seine eigentliche Berufung auf. Journalismus kann es sich nicht leisten, mit Verweis auf die vermeintliche eigene Systemrelevanz, die sich veränderten gesellschaftlichen Anforderungen durch die Nutzer zu ignorieren.

10. Im Kern geht es darum, dass der Journalismus seinen Schock nach dem Ende seiner Deutungsoligopole noch immer nicht überwunden hat. Ein Journalismus, der sich aber nicht dem Wettbewerb der Meinungen, der Praktiken und des Marktes stellt, verliert in der offenen digitalen Medienumgebung an Legitimation. Mit dem Marktversagen verhält es sich nämlich so: Das mag es früher vielleicht einmal gegeben haben – heute aber ist es offenbar gerade das Funktionieren des Marktes, das die Institutionen durcheinanderbringt. Zurecht: Es gibt noch viel besser zu machen, zumindest aus Sicht der Leser.


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24 Kommentare

  1. erz |  13.07.2009 | 02:57 | permalink  

    Da die Trackbackfunktion anscheinend nicht funktioniert hat, möchte ich gerne manuell auf unseren Artikel verweisen: Zensursula und Medienschelte liefert einen polemischen Einwurf zum Zustand der Medien in der Zensurdebatte. Wer kämpft für Wahr­heit, wenn alle um Deu­tungs­ho­heit kämp­fen?

    Die Reibereien zwischen Netz und alten Medien lenken von dringend benötigten Kontrollfunktion für die populistischen Tatsachenbehauptungen unserer Politiker ab. Statt sich zusammenzuraufen, trug die wechselseiteige Abneigung womöglich mit dazu bei, dass Frau von der Leyen später als wünschenswert mit ihren unwahren Aussagen konfrontiert wurde.

  2. 6 vor 9: Staatshilfe, Mika, Hachmeister » medienlese.com |  13.07.2009 | 08:56 | permalink  

    [...] 1. “Das Funktionieren des Marktes, das die Institutionen durcheinanderbringt” (carta.info, Robin Meyer-Lucht) Die etablierten Journalisten stehen noch immer unter dem “Schock nach dem Ende seiner Deutungsoligopole”: “Dem Qualitätsjournalismus über die gegenwärtigen Strukturprobleme des Journalismus kann inzwischen über weite Strecken Distanzlosigkeit, Hang zu normativen Kurzschlüssen, Desinteresse an empirischer Fundierung und Klientelismus in eigner Sache bescheinigt werden.” [...]

  3. Wittkewitz |  13.07.2009 | 09:42 | permalink  

    ZU diesem Thema empfehle ich die Selbstentlarvung unter professioneller maieutischer Hilfe von Roger de Weck. Meines Wissens nach hat noch kein Journalist bisher besser nachgewiesen, warum die Zeitungen ein Problem haben und worin es besteht. Es dauert eine Stunde, aber nach circa 15 Minuten hat Schirrmacher 200 Puls und wird vor der Intensivstation nur durch das Ende der Sendung gerettet.

    Interview-Highlight mit Schirrmacher: Das Dilemma des Qualitätsjournalismus erklärt sich selbst http://bit.ly/KUjrw

  4. Simon |  13.07.2009 | 10:21 | permalink  

    Absolut schlüssiger und hoch interessanter Artikel. Danke.

  5. Robin Meyer-Lucht |  13.07.2009 | 11:32 | permalink  

    Danke für die Hinweise. Das de Weck-Interview werde ich jetzt mit großem Interesse schauen.

    lg, rml

  6. FS |  13.07.2009 | 12:07 | permalink  

    Da steckt einiges Wahre drin. Zu dem unsäglichen Thema “Gratiskultur im Internet” will ich mich gar nicht mehr auslassen, da sind Hopfen und Malz verloren (siehe auch “Die Gratiskultur der Zeitungsverlage” beim Freitag). Was definitiv stimmt, ist, dass viele Zeitungen nicht bereit sind sich auf die Online-Welt einzulassen. Sowohl von deutschen als auch amerikanischen Redakteuren durfte ich mir anhören, dass die Verlinkung anderer Seiten “wirtschaftlicher Irrsinn” wäre, da die eigenen Leser damit “weggeschickt” würden. Auch der klägliche Zustand der Lokaljournalismus ist traurige Wahrheit, allerdings bezweifele ich sehr stark, dass die Arbeitsagentur in der Lage ist “flächendeckend Kurse zur Errichtung von Placeblogs” anzubieten.

    Im Großen und Ganzen kann ich nur zustimmen, die Frage aber bleibt: was soll sich ändern? Ist die “Gesundschrumpfung” die einzige Option?

  7. Robin Meyer-Lucht |  13.07.2009 | 12:43 | permalink  

    @ FS: Es nicht nur um Gesundschrumpfen, sondern auch um

    – neue Regionalsites gründen
    – mehr Spezialsites gründen
    – neue Wochenzeitungen gründen
    – Öffentlichkeit und Experten organisieren statt nur selbst Inhalte produzieren
    – Lokale Twitter-Netzwerke aufbauen
    – Programmieren lernen und bessere Versionen von Google News programmieren
    – Sites lancieren, die so gut und besonders sind, dass sie auch direkte Bezahlungen verlangen können.

    Nur mal so als ein paar Anregungen.

    Aber klar: Insgesamt ein sehr unangenehmer Prozess für die Beteiligten.

    gruss,

    rml

  8. Robin Meyer-Lucht |  13.07.2009 | 12:45 | permalink  

    Und hier auch mal das von Wittkewitz so gelobte Interview von Roger de Weck:

  9. links for 2009-07-13 « Nur mein Standpunkt |  13.07.2009 | 14:03 | permalink  

    [...] “Marschallplan” & “Clearingstelle”: Die Kapitulation des Journalismus — CARTA Nein – echt – ich mag Journalisten eigentlich – wenn sie halt keinen Schwachsinn von sich geben wie die Verfasser des ZEIT-Artikels. (tags: qualität medien Zeitung) [...]

  10. Anton Sahlender |  13.07.2009 | 17:35 | permalink  

    Lieber Herr Meyer-Lucht,
    warum sind Sie nicht konsequent und nehmen auch gleich Streichung der Gebühren für die öffentlich rechtlichen Sender in ihre Thesenliste auf? Denen scheint die Selbstachtung doch mit der Gebührenfinanzierung schon mit der Geburtsurkunde abhanden gekommen.
    Ich denke, Sie sollten mal wohlwollend zur Kenntnis nehmen: Der Journalismus stellt sich durchaus den Herausforderungen, auch wenn die Erfolge zu wünschen übrig lassen. Sie bieten ständig Thesen und Anregungen, die nicht unbedingt neu sind, aber keine wirtschaftlich tragfähigen Lösungen. Leider.
    Gruß Anton Sahlender

  11. rml |  13.07.2009 | 18:08 | permalink  

    Lieber Herr Sahlender,

    die öffentlich-rechtlichen habe ich hier bewußt außen vor gelassen. Das ist eine andere Debatte vor einem anderen historischen Hintergrund.

    Hier geht es erst einmal um die Frage, ob es eine Presseförderung über einen Nationalfonds geben soll.

    Die Legende, dass sich im Internet nichts trägt, habe ich durch die Zahlen oben zu entkräften versucht.

    Man kann das natürlich auch stur ignorieren.

    besten gruss,

    rml

  12. Wittkewitz |  13.07.2009 | 20:25 | permalink  

    Mal zu Chrome OS. Wenn die Artikel zum Inhalt hätten, dass es sich einfach um eine weitere Linux-Distribution wie eben fedora, ubuntu, knoppix oder mint handelt, wäre der ganze Hype entzaubert gewesen.
    Leider konnten die Legionen an Qualitätsjournalisten dies nur zu einem sehr kleinen Teil darlegen. ..

  13. Robin Meyer-Lucht |  13.07.2009 | 20:55 | permalink  

    @ Wittkewitz: Nach sicher, wer hätte denn behauptet, dass der Qualitätsjournalismus schon perfekt ist. Genau darum geht es doch….

    p. s. vorschlag für einen text für carta von Ihnen?

    rml

  14. Wittkewitz |  13.07.2009 | 21:23 | permalink  

    Nun ein schöner Text wäre eine öffentliche Rücktrittsforderung wegen der Sonderzahlungen an Nonnenmacher NACH der Vereinbarung, dass nur Steuergelder fliessen, wenn die Vorstandsgehälter begrenzt werden…

  15. Robin Meyer-Lucht |  13.07.2009 | 21:55 | permalink  

    Hm, gleich eine Rücktrittsforderung? Vielleicht eher über die Verantwortungsrhetorik der Politik und Landsbankrealität? Oder vielleicht etwas zur politischen Ästhetik im heraufziehenden Bundestagswahlkampf?

    rml

  16. Wittkewitz |  13.07.2009 | 22:01 | permalink  

    Ich meine nicht Nonnenmacher sondern von Beust und Carstensen, da an dieser Stelle über 12 Milliarden Steuergelder verbraten werden und weder ein Politiker aus der ersten Reihe im Ausichtsrat sitzt noch die Vereinbarungen eingehalten wurden unter denen die Milliarden zugesagt worden sind…

  17. Die Politiker werden auch nicht sauberer im Bad der Menge » F!XMBR |  13.07.2009 | 22:15 | permalink  

    [...] “Marschallplan” & “Clearingstelle”: Die Kapitulation des Journalismus Die in Artikel 5 GG verbürgte Pressefreiheit ist ein kein berufsständisches Journalisten-Recht, sondern ein Jedermann-Recht. Es schützt jeden und jede, ihre/seine Meinungen und Inhalte frei von staatlicher Einflussnahme zu verbreiten. Dieses Recht hat mit dem Internet erheblich an Bedeutung und praktischer Relevanz gewonnen. Aus Artikel 5 lässt sich daher kein Recht auf staatliche Intervention zugunsten von Journalismus auf Zeitungspapier ableiten. Ganz im Gegenteil. Eine “Clearingstelle” für selektive Förderung würde dem Artikel vollends widersprechen. Ich glaube, das ist eines der wichtigsten Zitate der letzten Zeit. Diese Worte sollte man Burda & Co. täglich ins Gästebuch schreiben… [...]

  18. Martin Schulze |  13.07.2009 | 22:30 | permalink  

    Interessanter Beitrag, der absolut in die richtige Richtung weißt, aber in seiner Konsequenz leider noch nicht wirklich in den “Lehrplänen” vieler journalistischer Ausbildungsstätten angekommen ist. Gerade journalistischer Nachwuchs sollte (und wird es mit ziemlicher Sicherheit auch bald) die gigantischen Möglichkeiten sämtlicher neuen informations- und kommunikationstechnologischer Techniken nutzen und stetig weiter verbessern. Die Verlagslandschaft der gedruckten Presse wird m.e. in Deutschland noch einen tiefgreifenden Strukturwandel durchleben, ehe die im Beitrag genannten Thesen bei allen ankommen sind.

  19. links for 2009-07-13 : Bibliothekarisch.de |  14.07.2009 | 08:05 | permalink  

    [...] “Marschallplan” & “Clearingstelle”: Die Kapitulation des Journalismus — CARTA Ein Qualitätsjournalismus, der im Strukturwandel nach dem Staat ruft, statt sich den Herausforderungen einer grandios vernetzten Informationsgesellschaft zu stellen, gibt seine Selbstachtung und seine eigentliche Berufung auf. (tags: Journalismus Informationsgesellschaft Medienwandel online-journalismus qualität Zeitungskrise unterversorgung Deutschland 07/2009 2009) [...]

  20. links for 2009-07-14 « Nur mein Standpunkt |  14.07.2009 | 14:03 | permalink  

    [...] “Marschallplan” & “Clearingstelle”: Die Kapitulation des Journalismus — CARTA Nein – echt – ich mag Journalisten eigentlich – wenn sie halt keinen Schwachsinn von sich geben wie die Verfasser des ZEIT-Artikels. (tags: qualität medien Zeitung) [...]

  21. Robin Meyer-Lucht |  14.07.2009 | 20:37 | permalink  

    Heute erreicht mich eine Mail der Autoren mit Hinweis auf den freigeschalteten Artikel:
    http://www.zeit.de/2009/29/Qualitaetsjournalismus

    Jetzt auch oben eingebaut.

  22. Wittkewitz |  14.07.2009 | 22:07 | permalink  

    @rml
    Danke für den Link. FAZ und Zeit verkommen ja immer mehr zum Newsletter des BDZV. Schade. Waren mal ganz lesenswerte Blätter…

    Hier mal mein Sermon dazu, der hier sicher etwas zu starker Tobak ist, aber wer es mag:

    http://www.digitalpublic.de/?p=1603

  23. nullmeridian |  19.07.2009 | 12:35 | permalink  

    Ein weiterer sehr guter Carta-Artikel zum Thema! Zum Punkt 4: So langsam müssten die “alten” Medien schon auch endlich mal kapieren wie Texte im Internet funktionieren. Schon seit Jahren fällt auf, dass bei sämtlichen Anbietern immer nur auf die eigenen Clicks geachtet wird. Weder werden die externen Quellen noch sonstige Verweise verlinkt. Immer nur auf eigene Artikel. Das ist albern und beweist noch immer das völlige Versagen sich den neue Techniken adäquat zu bedienen. Dabei beweist zum Beispiel Telepolis oder eben die Blogosphäre schon so lange wie es besser geht!

    Burkhard Schröder vor über einem Jahr dazu:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28075/1.html

    Angekommen ist davon bei Spiegel, Welt & Co. bisher leidern nichts!

  24. Filio |  26.07.2009 | 23:15 | permalink  

    @8 (Robin Meyer-Lucht)
    Zwei elitäre Hansel im Ring.
    Der eine brilliert penetrant mit lauernden Suggestivfragen, der andere laviert sich leutselig und geschwätzig durch die Stunde.
    Kaum zu glauben, dass das zwei führende Publizisten sind.
    Da kommt Sehnsucht auf, nach dem Format von Rudolf Augstein und Joachim Fest.

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