Üppig dotierte Privilegien
Zu Recht wehrt sich die Politik gegen den Eindruck, die Demokratie erschöpfe sich im Wahlakt. Es sind die Fernsehanstalten, die dieses Vorurteil befördern, indem sie am Wahlabend auf allen Kanälen bis zur Erschöpfung Stimmergebnisse präsentieren, danach aber buchstäblich die Klappe fallen lassen. Stefan Dietrich, FAZ
Die Zukunft des Wissens
Beim aktuellen Tempo würden schätzungsweise weitere 312 Jahre benötigt, um eine europäische Alternative zu Googles virtueller Bibliothek aufzubauen. Daniel Leisegang, Blätter
Fröhlicher Sozialismus
In Deutschland soll das literarische Erbe digitalisiert werden. Klingt gut. Klingt aber auch sehr nach Google. Ilja Braun, Welt
Es geht auch ohne Leistungsschutzrechte
Gäbe es ein Leistungsschutzrecht, dann könnten bei politisch nicht ins Konzept passenden Verbrechen oder Skandalen gezielt nur ausgewählte Medien informiert werden. Peter Mühlbauer, TP
Bestätigt: Länderchefs beraten über GEZ-Reform
Seit gestern wird berichtet, die derzeitige Rundfunkfinanzierung stehe vor einer grundlegenden Erneuerung. Ein Vertreter der Staatskanzlei hat gegenüber Telemedicus den Inhalt dem Grunde nach bestätigt. Thomas M. Peters, Telemedicus
Kommerzielle Blogs in der Krise?
Will ich mehr Zugriffe, brauche ich letztlich mehr Inhalte. Will ich mehr Inhalte, brauche ich mehr Menschen. Diesen Kreislauf kann man irgendwann durchbrechen. Aber das ist ein langer und teurer Weg. Jan Tißler, Upload
Das journalistische Manifest
Der Journalismus stellt, gesellschaftlich und historisch gesehen, eine Schwundstufe dar. Das Publikum dankt es ihm zunehmend auf seine Weise. Klaus Jarchow, Stilstand
Die Freiheit, die Presse zu knebeln
Trafiguras Maulkorb-Erlass greift tief in die Pressefreiheit ein. Der Guardian musste sich dazu verpflichten, weder über die Vorgänge in der Elfenbeinküste zu berichten, noch über das interne Papier. Michael Hörz, TP
Axel Springer und seine Feinde
Das Medienhaus Axel Springer hatte in der deutschen Nachkriegsgeschichte viele Gegner. Drei Forscher haben nun das Feindbild umfassend analysiert. Heribert Seifert, NZZ