Vergesst Obama!
Die Elite der Techno-Politik trifft sich zum ersten Mal auf europäischen Boden und kennt auch 2009 nur ein Thema. Die Debatte um die Chancen und Risiken der digitalen Medien ist am 4.11.2008 stehen geblieben. Time to move on!
Die innere Logik der Link-Ökonomie
Wenn nicht mehr die Inhalte, sondern die Links die Grundlage der Medienökonomie bilden (wie Jeff Jarvis behauptet), dann werden die Verlage in Zukunft Geld für Links verlangen. Und am Ende schickt jeder, der mit uns kommuniziert, eine Rechnung.
ARD-Aktuell offenbar in Schockstarre nach Wickert-Text
Heute also schrieb also Ulrich Wickert in der FAZ: Wenn es um die Sprache geht, bedauere ich, dass nur noch wenige Autoren von Stücken für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ oder für „heute“ und „heute-journal“ den Satzbau beherrschen. Häufig streuen sie Substantive wie grobes Meersalz zwischen kurze Sätze.» Und: Wirklich geärgert habe ich mich, dass weder „Tagesschau“ […]
«Fair Share»: Verlage sollten angemessen an Werbeeinnahmen aus Links beteiligt werden
Burda-Rechtsvorstand Robert Schweizer antwortet den Kritikern des Leistungsschutzrechts: Eine angemessene Beteiligung der Presseverlage an den Einnahmen, die Dritte durch Verlinkung und Textauszüge erzielen, sei nicht das Ende des Internets. Man sollte sich vielmehr fragen, ob Google nicht inzwischen «Preis- und Konditionenmissbrauch» im Sinne des Kartellrechts vorzuwerfen sei.
Frank Schirrmachers «Payback»: Der erschöpfte Algorithmenstürmer
FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sieht die bildungsbürgerlichen Ideale des 20. Jahrhunderts in schwerer Bedrängnis durch die Informationsströme des Internets, Algorithmen und – natürlich – Google. Hätte er in seinem neuen Buch «Payback» mit der gleichen Energie und intellektuellen Brillianz auch nach den positiven Seiten des Netzes gesucht – sein Buch hätte ein echter Debattenmeilenstein werden können.
Willkommen in Babylon
Musikindustrie, Musiker und Konsumenten reden in einem babylonischen Stimmengewirr aneinander vorbei. Wie ein Angebot aussehen müsste, dass allen Seiten gerecht wird.
Das Ende der digitalen Politik
Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit verändert die Erwartungen an die Politik: Je weniger es großer Apparate und großer Ideologien bedarf, um politische Prozesse zu digitalisieren, desto stärker wird auch das Bedürfnis, Politik zu entdigitalisieren und klassische Gatekeeper zu entthronen.
Renitente Medienunternehmen: Immer an die Nutzer denken
Mit ihrem Widerstand gegen die Netzlogik und ihrem Griff nach Instrumenten aus uralter Zeit gefährden Medienunternehmen sich selbst und ihre Mitarbeiter, statt sie zu schützen, indem sie sie digital sattelfest machen.
Jurist Mathias Schwarz: Blogs «rippen» die elektronische Qualitätspresse
Rip-Offs durch Blogs und kommerzielle Anbieter würden die elektronische Qualitätspresse bedrohen, erklärte der Jurist Mathias Schwarz auf den Zeitschriftentagen. Das Leistungsschutzrecht solle gerade auch die «kurzen, mit hohem professionellen Aufwand erstellten Textausschnitte» der Verlage vor der unvergüteten Zweitauswertung durch andere schützen.