Gespaltene Medienwelt: Wahlkampf gegen die Medien
Über die medialen Möglichkeitsbedingungen des Phänomens Trump und ihre Konsequenzen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland.
Trump dramaturgisch. Und warum am Ende vielleicht doch noch alles gut wird.
Ist Donald Trump einer der apokalyptischen Reiter, der uns Tod oder Hölle bringt? Oder leitet er eine Zeitenwende ein, die am Ende zu etwas Gutem führen könnte? Eine Analyse Trumps mit den Werkzeugen der fiktionalen Dramaturgie führt zu interessanten Einsichten.
Die politische Kraft von Trump und Co.
Politiker wie Trump setzen auf den Nationalstaat und eine ethnische Homogenität, die Linke dagegen auf eine Strategie der Internationalität und der Solidarität. Doch das Konzept «Klasse» hat historisch gegen das Konzept «Nation» verloren, meint
Horst Kahrs vom Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Interview.
Die harte Tour wartet auf den Präsidenten
Ab Januar ist Schluss mit lustig. Donald Trump, der „ungelernte Politiker“, wird allem ausgesetzt sein, was die Welt an Unangenehmem und Bedrohlichem und Unerwartetem bereithält. Sein Stress wird endlos sein.
Von wegen alter weißer Mann. WIR sind schuldig.
Der Reflex, den Wahlsieg von Trump, den BREXIT und die AfD zur Schuld alter weißer Männer zu verklären, ist falsch. Auch wir tragen Verantwortung. Denn wir haben uns dazu entschieden, unsere kleinen Komfortzonen nicht mehr zu verlassen, wenn es politisch wird.
Unsere Schuld
Nach der Trump-Wahl ist es viel zu billig, imaginären Eliten die Schuld am Erfolg des Populismus zu geben. Richtiger wäre es zu fragen: Wie kann uns das passieren? Der politische Postmaterialismus ist ein Irrweg. Eine gerechtere Gesellschaft braucht neue Verteilungsantworten, dringend.
Gewinnen wollen
Demokratie ist Arbeit. Natürlich muss es Streit darüber geben, wenn über Gesellschaft und ihre Regeln und Rahmenbedingungen verhandelt wird. Was denn sonst? GEWINNEN WOLLEN ist die erste Voraussetzung für nicht verlieren müssen.
Jetzt aber mal halblang!
Nicht die Absage von Agenturchef Stauss ist für die SPD das Problem, sondern ihre Profilschärfe und die bislang fehlenden operativen Entscheidungen.
Mythos Filterblase
Zur Erklärung der Dynamik öffentlicher Diskurse im digitalen Zeitalter muss immer häufiger der Begriff „Filter Bubble“ herhalten. Dem Theorem, mehr eine Chiffre für die subtilen Machtstrukturen im Internet, fehlt jedoch die empirische Fundierung.