Trump, der Ideologieflüsterer
Wie ist der Erfolg Donald Trumps zu erklären? Frustration mit der etablierten Politik und diffuse Ängste werden seinen Anhängern attestiert, ein Hang zu einfachen Lösungen. Diese Einschätzungen sind nicht falsch. Doch der wahre Grund für Trumps Erfolg liegt woanders, liegt tiefer. Er speist sich aus der moralischen Seele seiner Anhänger. […]
Wie der „Flüchtling“ unser unbewusstes Denken steuert
Flüchtlingskrise, Flüchtlingserstaufnahmestelle. Flüchtlingskontingente. Der Begriff „Flüchtlinge“ ist in aller Munde - und aus Sicht der kognitiven Linguistik ziemlich problematisch. […]
Warum Medien und Politik umgehend Islamischen Staat und Islamophobie abschaffen sollten
Sprachlich haben Pegida und IS mächtige Verbündete in Deutschland. Ob bewusst oder ungewollt, spielt zunächst keine Rolle. Effizient ist der verbale Beistand allemal. Riskante Sprachbilder prägen den Diskurs und führen zu einem gravierenden kognitiven Problem. Die Folge: Pauschalurteile und verzerrte Wahrnehmungen realer Verhältnisse. Höchste Zeit für ein Umdenken! […]
Dr. Elisabeth Wehling, geb. 1981 in Hamburg, studierte Soziologie, Journalistik und Linguistik in Hamburg, Rom und Berkeley. Sie promovierte an der University of California, Berkeley und leitet dort seit 2013 Forschungsprojekte zu Ideologie und Sprache mit Methoden der Neuro- und Verhaltensforschung sowie der kognitionslinguistischen Diskursanalyse. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und ist Autorin von „Politisches Framing" (v. Halem, 2016) sowie „The Little Blue Book“ (Simon & Schuster, 2012) und „Auf leisen Sohlen ins Gehirn“ (Carl-Auer, 2008) zusammen mit George Lakoff.