Wachsender Widerstand gegen die GEMA
Die intransparenten Gebührenerhebungs- und Verteilungspraktiken der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA gefährden nach Ansicht der Kritiker die kulturelle Vielfalt im Lande. Die GEMA-Richtlinien führen bereits heute oft dazu, dass viele Kleinveranstalter, die Konzerte mit Nachwuchstalenten anbieten, mehr Geld an die GEMA abführen, als sie bei diesen Veranstaltungen einnehmen.
Staatshilfe für NRW-Verleger
Politische Rhetorik ist schon lustig. Beispiel Jürgen Rüttgers. Da tönt der NRW-Ministerpräsident gestern: «Journalismus muss unabhängig bleiben.» Keine Subventionen für Verlage. Basta. Und am gleichen Tag kündigt er an, Staatshilfen zu geben – er nennt sie nur anders.
Wikileaks: Regierungsprogramm der Union online
Nur damit nachher niemand sagen kann, er hätte von nichts gewusst: Wikileaks hat den Entwurfs des «Regierungsprogramms 2009 – 2013 von CDU und CSU», über den derzeit so angeregt diskutiert wird. Verabschiedet werden soll das Werk nächsten Dienstag in Berlin.
Orientierungslosigkeit, Journalismus, Medienindustrie: Eine Endlosschleife, gerade
Erst Medienforum NRW, dann Thomas Leif: Man hat das Gefühl, ein Mediensystem im Abstieg zu besichtigen. Die Tabuisierung von Hinfälligkeiten ist derzeit wohl die Hauptwurzel allen unspirierten Sprechens über Journalismus.
Jenseits von Heidelberg
Die Lobbies um den «Heidelberger Appell» verstärken im Wahlkampf ihren Druck auf die Politik. Aber nicht die Publikationsfreiheit ist bedroht, sondern das bisherige Gefüge aus Verlagen und Händlern. Statt Heidelberger Zementierung des status quo ist Innovationsförderung gefragt.
Ahnungslos im Netz
Die Union sieht im Internet offenbar vor allem Gefahren. Statt seine Chancen zu nutzen, will sie es deshalb stärker kontrollieren. Der Entwurf für das Wahlprogramm ist nicht für Menschen geschrieben, die eine Affinität zum Internet haben. Wenn man ihn genau liest, bestätigt er viele Vorurteile von Kritikern.
Ich google mir ’ne Prognose
Google sitzt auf einem gewaltigen Berg an Informationen, die für die Wirtschafts- und Sozialstatistik von unschätzbarem Wert sein könnten. Jetzt zeichnet sich eine erste Kooperation zwischen der Wissenschaft und dem Suchmaschinen-Giganten ab.
Der Fan als Feind. Warum die Popkomm in Berlin nie angekommen ist
Statt darüber nachzudenken, wie man sich den Status einer Zukunftsindustrie zurückerobern könnte, pflegen Musikmanager über den Selbstbedienungsladen Internet zu klagen und von der Politik entsprechende rechtliche Einhegungen zu fordern.
Methodenstreit in der Ökonomie: Was kann die Volkswirtschaftslehre für die Gesellschaft leisten?
Unter deutschsprachigen Ökonomen ist eine Debatte über die Ausrichtung der Volkswirtschaftslehre ausgebrochen. Auf beiden Seiten dominieren bisweilen Wortführer, die mehr oder minder freimütig zugeben, die jeweils andere Forschungs- und Lehrausrichtung gar nicht zu kennen. Es fehlt ein gemeinsamer Bewertungsmaßstab.