Sozialdemokratie: Verdammt zur Opposition
Wer weiß, vielleicht hat die Sozialdemokratie ausgedient, ihre historische Mission erfüllt und wird einfach nicht mehr benötigt. Der Soziologe Ralf Dahrendorf hatte bereits in den siebziger Jahren das «Ende des Sozialdemokratischen Zeitalters» prophezeit.
Von Heidelberg bleibt jetzt noch Google übrig
Die Buchbranche holt eine Debatte nach, die schon die Bibliotheken stark beschäftigte: Ist Google eine Bedrohung? Davon ist wenig zu spüren, vielleicht weil die Bibliotheken merken, dass die Nutzer trotz Google nicht fortbleiben.
Alles sagen, allen Leuten
Gegen den Buchdruck brachte man vor, er würde die Mönche arbeitslos machen, die Menschen durch eine Informationsflut verwirren, den Glauben unterminieren. Das stimmt alles. Aber man kann das auch als eine Emanzipationsgeschichte formulieren.
Betrug am Leser: Der Boulevard höhlt die Pressefreiheit aus
Die Pressefreiheit ist konstituierend für die Demokratie, aber nachts steht sie im dünnen Kleidchen an einer Laterne und zwinkert den Anzeigenkunden zu. Warum die Journalistenbranche von innen verfault und ich Texte schreiben soll, in denen nichts von dem vorkommt, was ich gesehen oder gehört habe.
Der unbekannte User: Generation Upload oder Generation Cyborg?
So rätselhaft wie das Internet sind seine User. Undifferenzierte Kritik an ihnen ist heute keine Seltenheit. Wenn aber ein Konzern wie Vodafone sich ausdrücklich der «Generation Upload» nähert und sich dennoch in die Nesseln setzt, muss man schon fragen: Wer sind diese User wirklich?
Die Moral der Käfer
Filmregisseur Pepe Danquart und Theatermacher René Pollesch über die Frage, warum jeder schlechte Laune kriegt, der in Zeiten des Dopings Tour de France guckt
Google Book Settlement: Deutschlands Bedenken gegen Google
Die Bundesregierung schaltet sich nun offiziell in das Gerichtsverfahren um das sogenannte Google Book Settlement ein. Das hat am Donnerstag eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums in Berlin bestätigt.
Schuld sind immer die Anderen
Europas Notenbank hat die Krise erst unterschätzt und dann langsam reagiert. Jetzt empfiehlt sie zur Behebung allen Ernstes mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt.
Der Zwiespalt bleibt: Prominenter Dirigent nutzt Sterbehilfe
Der Freitod des englischen Dirigenten-Ehepaars Downes stellt erneut die Frage, wie die Gesellschaft mit dem Wunsch nach Sterbehilfe umgehen soll