Ministerpräsidenten schieben Verantwortung bei Product Placement ab und finden wieder mal kein neues Rundfunkgebührenmodell
Mit ihren aktuellen Regelungen zeigen die Ministerpräsidenten: es gibt keine sinnvolle Form der Kennzeichnung des Product Placement. Statt klare Regelungen zu schaffen, delegieren sie die Verantwortung. Bei der Rundfunkgebühr können sie sich immer noch nicht auf ein Reformmodell einigen. Sie zeigen wieder einmal, wie kleinteilig deutsche Medienpolitik regelt und reguliert.
«Freibier-Mentalität ist kein Maßstab»
Der Jurist Gerd Hansen fordert ein neues, dem Internet-Zeitalter angepasstes Urheberrechtsgesetz, das Produzenten ebenso gerecht wird, wie Nutzern. Dirk von Gehlen, SZ
Automaten, Amateure und ein paar Profis
Natürlich kann der Mensch Dinge, die eine Maschine nicht kann. Die Frage ist hier (wie anderswo) allerdings: Werden diese Dinge in Zukunft noch nachgefragt und bezahlt? Jan Tißler, Upload
Interview mit einem «Digital Native»
Im Interview erzählt uns die 14jährige Gymnasiastin, wie sie sich in Social Networks und Foren verhält und wie sie rechtliche Fragen im Internet beurteilt. Anja Assion, Telemedicus
Der Medienwandel wird immer schneller
Der Anteil der Menschen in Deutschland, die das Internet als unverzichtbare Quelle für ihre tägliche Information ansehen, ist auf 40,3 Prozent der Bevölkerung gestiegen, hat das Allensbacher Institut für Demoskopie ermittelt. Netzökonom
Über die Wirtschaftkrise und ihre böse Chance
Gewiss, Manager wollen sich bereichern – die zeitgenössische Scholastik aber, die moderne Wirtschaftsführer wie die Wucherer des Mittelalters aussehen lässt, verwandelt den systemischen Charakter der Krise in einen persönlichen. Thomas Steinfeld, SZ
Was uns Kurt Beck zum Thema Rundfunkgebühren eigentlich sagen wollte
Immer mehr Bürger nutzen «Rundfunkempfangsgeräte», deren Hauptzweck nicht der Empfang von Rundfunk ist. Die Akzeptanz der Rundfunkgebühr sinkt – und Kurt Beck hat dazu ein paar sehr bemerkenswerte Sätze gesagt. Die Medienpolitik möchte das Gebührensystem umstellen, ohne das System zu reformieren.
Das neue Handelsblatt: Bröckelnde Substanz
Das Handelsblatt wurde optisch gründlich renoviert, nur inhaltlich änderte sich wenig: Noch immer atmet die Zeitung den Geist der Wirtschaftswunder-Bundesrepublik und ist damit alles andere als der Schrittmacher einer neuen Epoche.
Tyrannei der Masse 2.0?
Mit Twitter und anderen Social Networks zieht durch Quantität eine neue Qualität in die öffentliche Debatte ein. Das wirft ein interessantes Paradox auf: Ist diese massenhafte freie Rede eine Gefahr für die Redefreiheit? Führt die Möglichkeit massenhafter freier Rede zur Tyrannei der Massen?