Journalisten wollen Aufschub
Brauchen DJV und dju eine Denkpause? Die in die Kritik geratenen neuen Vergütungsregeln für hauptberufliche freie Journalisten fordern jetzt auch offenen Protest heraus. Bereits nach wenigen Stunden haben über 100 Journalisten eine E-Petition unterschrieben, mit der die Interessenvertreter aufgefordert werden, die Vergütungsregeln so nicht zu verabschieden.
Von vielen Stilen zuviele: Das Ende der feinen Unterschiede
Früher schaute man heimlich, was jemand für Platten hörte. Heute bietet der durchschnittliche iPod eine unendlich breite und beliebige Musiksammlung, an der wir kaum noch etwas erkennen können. Kultur lebt aber auch von Differenz und Entscheidung.
Die teuerste Nebensache der Welt
In der FAZ berichtet Jürgen Kalwa vom Sportjournalisten Furman Bisher, der Gerüchte über Tiger Woods veröffentlichte, und schreibt über das Boulevardisierung des Sportjournalismus: «Furman Bisher wurde ungewollt zu einer Symbolfigur für eine Entwicklung, die dem Sportjournalismus noch viele abseitige Themen und noch so manche Gegendarstellung und Abmahnung einbringen wird.»
Das Problem Merkel
Das Problem mit Angela Merkel ist, dass sie so ist wie sie ist. Das war nicht immer ein Problem. Im Gegenteil: So kann man erfolgreich eine große Koalition führen und kann, wenn auch mit Blessuren und Glück, als Bundeskanzlerin wiedergewählt werden. Aber jetzt ist es ein Problem, das jeden Tag größer wird.
Medienlinks zum Wochenstart: Paul Carr frei online lesen
Diesmal mit: «Bringing Nothing to the Party» online – Augmented Reality im Journalismus – Apple und Amazon: Giganten des Paid Content Business – Kaum Chancen für Audio-Slideshows? – Zehn Dinge, die Journalisten 2010 wissen sollten – Medienmarkt Australien als «reifer Endmarkt».
Die heterarchische Kommunikation
Thomas Strobl über Luhmanns Heterarchisierung und das Massensterben von Autoritäten im Internet.
Zum Depressivwerden
Die Welt hat aus der Finanzkrise nicht gelernt. Und muss bald auch noch auf Wohlstand verzichten, schreibt Rainer Hank in der F.A.S.
Kritik an Merkel: «Mehr parteipolitische Identifikation»
Mehrere Fraktionsvorsitzende der Union kritisieren Angela Merkels Führungsstil. Hier ist das Dokument.
Aufklärung, Säkularisierung, Freiheit, Demokratie
Lorenz Lorenz-Meyer sieht ein «verlorendes Jahrzehnt» für die politische Öffentlichkeit und den engagierten Journalismus: «Wir sind wir damit gescheitert, Anliegen zu identifizieren und zu entwickeln, für die es sich lohnt, die digitalen Instrumente in Anschlag zu bringen.»