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Johannes Eber

Warum die INSM für die Energiewende, aber gegen das EEG ist

 | 15 Kommentar(e)


Eine Replik auf Peter Piksas Beitrag „Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Energiewende attackiert“.

17.10.2012 | 

Selten hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mehr Aufmerksamkeit zu einem Thema erhalten wie für ihre aktuelle Kampagne “Energiewende machen, EEG stoppen!“. Es zeigt sich: Das Thema bewegt die Menschen, die Medien und ist -  spätestens mit der gestiegenen EEG-Umlage – auch in der Politik angekommen.

Fürsprecher wie Gegner unserer Kampagne sind zahlreich. Letztere werfen uns im Kern vor, nicht wirklich für die Energiewende zu sein, das Rad zurückdrehen zu wollen. Nicht selten lesen wir, im Auftrag der Atomindustrie unterwegs zu sein (sind wir nicht). In der Tat ist unsere Position für den interessierten Laien erklärungsbedürftig. Wir sind für die Energiewende, aber gegen das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Erklärungsbedürftig deshalb, weil das EEG für den Aufschwung der erneuerbaren Energien steht. Ist also jemand, der das EEG ablehnt, nicht automatisch auch gegen den weiteren Ausbau dieser Energieformen?

Nein, ist er nicht. Warum nicht?

Der INSM geht es darum, die Vorteile der erneuerbaren Energien (keine Altlasten, Klimaschutz, keine Abhängigkeiten von Rohstoffen und den Ländern, die sie besitzen u.a.) mit den Vorteilen der Marktwirtschaft zu verbinden. Letzteres fehlt beim EEG praktisch völlig.

Mit dem EEG wird einer vorgegebenen Zahl von Technologien ein politisch ausgehandelter, garantierter Preis gezahlt. Und zwar jeder Technologie ein unterschiedlicher Preis. Was sind die Folgen?

  • Mit dem EEG verbauen wir unsere Zukunft, weil wir ausschließlich die aktuell vorhandenen Technologien fördern. Wir fördern, was wir kennen: Windräder, Solaranlagen, Biogas. Energie-Erzeugungsformen der Zukunft können nicht entstehen. Fortschritt außerhalb der etablierten Technologien wird verhindert. Wir zementieren den Status quo.
  • Die garantierten Einspeisepreise des EEG verhindern, dass sich die Erzeuger um die Verbraucher kümmern. Wie würde ein Supermarkt aussehen, wenn er alle Produkte zu einem festgelegten Preis garantiert abgenommen bekäme? Der Supermarkt-Leiter müsste sich weder um ein Sortiment kümmern, das sich an den Wünschen der Verbraucher orientiert, noch würde er im Preiswettbewerb zum konkurrierenden Supermarkt stehen. Eine Folge im konkreten Fall der erneuerbaren Energie: Investitionen in Speichertechnologien bleiben aus. Wer sich nicht nach den Interessen der Kunden richten muss (z.B. “hoher Stromverbrauch am Morgen”), sondern sein Produkt zu jedem Zeitpunkt zum gleichen Preis abgesetzt bekommt, der muss sich eben auch nicht darum kümmern, Produkte gerade dann vorrätig zu haben, wenn der Kunde sie braucht. Der Strom aus den vorhandenen erneuerbaren Energie-Technologien wird aber nur dann der Strom der Zukunft sein, wenn es uns gelingt, ihn zu speichern und eben dann zur Verfügung zu stellen, wenn er benötigt wird.
  • Das EEG ist ungerecht. Wir haben vom IW Köln die Umverteilungswirkung des EEG untersuchen lassen. Ein Ergebnis: Einkommensschwache Haushalte werden durch das EEG relativ zum Einkommen bis zu zehn Mal stärker belastet als Haushalte mit hohem Einkommen. Dieser Effekt könnte sogar noch höher ausfallen, wenn man bedenkt, dass vor allem Hauseigentümer, die tendenziell überdurchschnittliche Einkommen beziehen, von der EEG-Förderung profitieren, da nur Eigenheimbesitzer Solardächer installieren können.
  • Der wichtigste Punkt aber ist: Die Energiewende ist viel zu teuer. Der gleiche Ausbau der erneuerbaren Energie könnte viel günstiger erreicht werden. Wir haben die Kosten in einer Studie vom RWI in Essen beziffern lassen. Behält man das heutige EEG-Fördersystem bis 2020 in unveränderter Form bei, ist mit Zusatzkosten von knapp 59 Milliarden Euro für die Stromverbraucher zu rechnen. Würden die erneuerbaren Energieformen dagegen im Wettbewerb stehen, so würden nur 6,8 Milliarden Euro anfallen, so das RWI. Diese Zahl ergibt sich, wenn man die heute günstigste erneuerbare Energieform (Windräder auf dem Land) als alleinigen Produzenten für erneuerbaren Strom heranzieht. Wir könnten also 52 Milliarden Euro sparen – und hätten das gleiche Ziel erreicht.

Wie gesagt, die INSM ist gegen das EEG, aber für die Energiewende. Deshalb haben wir auch einen Alternativ-Vorschlag, mit dem die Energiewende deutlich günstiger würde. Wir nennen diese Alternative “Wettbewerbsmodell Erneuerbare Energien“, kurz WEE. Es entspricht im Kern dem geläufigeren Quotenmodell, das mit der Monopolkommission, dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) prominente Unterstützer hat.

Bei diesem Modell entscheidet nicht mehr die Politik mit der Festlegung von Vergütungssätzen über Wohl und Wehe einer erneuerbaren Energieform. Beim Quotenmodell legt die Politik einzig und allein fest, welchen Anteil die erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch zu einem bestimmten Zeitpunkt haben sollen. Diese gesetzliche Vorgabe wird im Quotenmodell all jenen Unternehmen (Versorgern) gemacht, die Strom an Kunden verkaufen. Jeder Versorger muss beispielsweise 30 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen.

Warum ist das Quotenmodell dem EEG überlegen?

Das Quotenmodell erreicht die politischen Ziele treffsicher, und zwar weil das Quotenmodell Mengen- statt Preisvorgaben macht. Legt man dagegen, wie im EEG, die Preise fest, ist erst ex-post ersichtlich, ob die daraus resultierenden Mengen mit den vorgegebenen Zielen übereinstimmen (tun sie in der Praxis übrigens in der Regel nicht). Beim Quotenmodell ist die Vorgabe gleichzeitig das Ziel.

Auf was man beim Quotenmodell achten muss: Dass die Vorgaben der Politik von den Versorgern auch erfüllt werden. Dies gelingt, wenn der Nicht-Einhaltung der Vorgaben empfindliche Sanktionen folgen.

Außerdem: Im Quotenmodell gibt es Wettbewerb zwischen den alternativen Energieformen. Vorgegeben ist den Versorgern in diesem Modell ja ausschließlich die gesamte Abnahmegröße der erneuerbaren Energie. Der Versorger wird also in der Regel die günstigste erneuerbare Energieform wählen. Das spart den Stromverbrauchern nicht nur Milliarden, sondern führt in Folge des Wettbewerbs auch zu schnellerem Fortschritt – weil sich Forschung lohnt.

Dass beim Quotenmodell in der Praxis die eine oder andere Technologie nicht am Markt bleiben wird, dafür aber neue Technologien hinzukommen, ist nicht nur hinzunehmen, sondern gewünscht. Es geht darum, das Klima zu retten, nicht eine bestimmte Technik. Und: Wir werden das Klima nur retten, wenn die Rettung bezahlbar ist.

Womit wir bei der Kritik sind. Dem Quotenmodell wird vorgeworfen, dass es in der Praxis nicht taugt. Das ist falsch. In manchen Ländern funktioniert es (etwa in Schweden), in anderen Ländern nicht. In England zum Beispiel, wo man sich vom Quotenmodell wieder verabschiedet hat, waren die Sanktionen viel zu schwach.

Der entscheidende Erfolgsfaktor des Quotenmodells ist der bereits oben erwähnte Sanktionsmechanismus. Verfehlungen müssen messbar und die potenzielle Strafhöhe größer als ein eventueller Gewinn sein, der aus einer Verfehlung des Quotenziels resultiert.

Was es also braucht: Bei der Einführung eines Quotenmodells muss die Politik stark gegenüber Interessengruppen sein. Das ist nicht einfach, aber einfacher, als jährlich unter dem Einfluss der milliardenschweren Erneuerbaren-Energien-Lobby die garantierten Preise für die jeweilig geförderten Energien festzulegen.

Und noch ein Kritikpunkt, den wir häufig zu hören bekommen: Uns wird vorgeworfen, dass wir uns nicht gegen die Befreiung von der Umlage für energieintensive Unternehmen aussprächen. Der Punkt ist: Die Frage nach der Befreiung von der Umlage stellt sich in unserem Alternativmodell nicht. Da es im Quotenmodell keine Umlage gibt, braucht über eine Befreiung erst gar nicht diskutiert zu werden.

Zudem: Ja, es ist uns bewusst, dass das Quotenmodell alleine das Klima nicht retten wird. Solange das Quotenmodell eine nationale Veranstaltung bleibt und der Emissions-Zertifikatehandel den CO2-Ausstoß auf unserem Kontinent wesentlich bestimmt, solange spart das Quotenmodell Kosten, bringt (ebenso wenig wie das EEG) aber nichts fürs Klima. Deshalb plädieren wir für Regelungen auf (mindestens) europäischer Ebene.

„Die planwirtschaftliche Fehlsteuerung, die in der Landwirtschaft früher zu Butterbergen und Milchseen geführt hat, ist auf den Energiesektor übertragen worden“, schreiben Justus Haucap und Jürgen Kühling in einem lesenswerten Gastbeitrag in der FAZ. Darum geht es uns: Den Markt in die erneuerbaren Energien zu bringen. Dafür steht die INSM, für Markt und fairen Wettbewerb, nicht nur beim Thema „Energiewende“.

Der Autor ist Volkswirt und bei der INSM zuständig für die digitale Kommunikation.

Lesen Sie dazu auch Peter Piksas Beitrag:  „Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Energiewende attackiert“.

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15 Kommentare

  1. Warum die INSM für die Energiewende, aber gegen das EEG ist | INSM Blog |  17.10.2012 | 12:47 | permalink  

    [...] Warum die INSM für die Energiewende, aber gegen das EEG ist Tweet Posted on 17. Oktober 2012 by Johannes Eber Für die Energiewende, aber gegen das EEG: Geht das? Ja, das geht. Eine Antwort auf den Carta-Post „Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Energiewende attackiert“. [...]

  2. M.Leonhardt |  17.10.2012 | 13:09 | permalink  

    Zitat: “Dafür steht die INSM, für Markt und fairen Wettbewerb, nicht nur beim Thema „Energiewende“.”
    Das Quotenmodell dient nur einem Zweck: dem Machterhalt der Stromkonzerne und ist daher für eine wirkliche Energiewende kontraproduktiv.
    Wieso schreit die INSM erst jetzt, da den konventionellen Energie-Monopolisten das Heft aus der Hand zu gleiten droht nach Markt und Wettbewerb?
    Atom/Kohle wurden und werden im 3-stelligen Millardenbereich subventioniert, steuerbefreit und hofiert. Von freien Märkten und geschweige denn Wettbewerb weit und breit keine Spur. Im Gegenteil, Kosten, Risiken und Umweltfolgen werden sozialisiert und noch Generationen nach uns schwer zu schaffen machen; Gewinne und Einsparungen wurden nicht ansatzweise weitergegeben.
    Jetzt, da das Zeitalter der konventionellen Energien sich unwiderbringlich dem Ende zuneigt, wird nach Markt und gleichen Bedingungen gerufen: IHR HEUCHLER!
    Es ist richtig, wenn die Politik den Erneuerbaren Wettbewerbsvorteile verschafft und erhält. Das war bei Einführung neuer Technologien und im Konkurrenzkampf gegen überkommene Strukturen und Sachstände schon immer nötig.

    Die konventionelle Energiewirtschaft und mit ihr ihr Fürsprecher INSM werden sich damit abfinden müssen, dass Energieererzeugung wieder in Bürger- und Kommunalhand übergeht;, dezentral erwirtschaftet und gesteuert, unabhängig von Monopolisten und langfristig deutlich kostengünstiger.
    Das altgediente Stromkartell wird verschwinden und mit ihm alle, die nicht in der Lage waren, sich gedanklich und willentlich neuen Technologien und Erfordernissen zu stellen.

  3. Wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Energiewende attackiert — Carta |  17.10.2012 | 13:32 | permalink  

    [...] Update: Johannes Eber von der INSM antwortet [...]

  4. Klaus Jarchow |  17.10.2012 | 13:59 | permalink  

    Warum kriege ich eigentlich immer einen Lachanfall, wenn jemand “Energieunternehmen” und “Prinzipien der freien Marktwirtschaft” in einem Atemzug nennt?

  5. Maik |  17.10.2012 | 14:30 | permalink  

    “…im Auftrag der Atomindustrie unterwegs zu sein (sind wir nicht).”

    Die Finanzierung sagt noch lange nichts darüber aus, in wessen Auftrag man unterwegs ist, aber lassen wir das.

    Ich kann Ihnen aber verraten woher der nicht wegzudiskutierende Eindruck entsteht im Auftrag der Atomindustrie tätig zu sein, zumindest aber massiv Lobbyarbeit für die Atomenergie zu betreiben:

    Sie (& Co.) bemängeln ja (nicht zu Unrecht) die ausufernde Subventionitis der EE und fordern “mehr Marktwirtschaft wagen”

    Es fällt einem jedoch schwer diese Forderung nach Marktwirtschaft ernst zu nehmen, wenn dies an anderer Stelle nicht gemacht wird: Die Kernkraft ist die am höchsten subventionierte Energieform in Deutschland. Ohne die direkten und indirekten staatlichen Subventionen wäre die Atomenergie (auch ohne Atomausstieg) schon heute wirtschaftlich überhaupt nicht überlebensfähig.

    Über einen Subventionsabbau bei der Atomenergie, für mehr Marktwirtschaft bei den Energieträgern incl. Atomenergie hört man hingegen von Seiten der INSM rechten selten etwas. Wenn nur 10% der Artikel gegen das EEG & Co. auch mal erwähnen würden, wie die Marktwirtschaft bei der Atomenergie außer Kraft gesetzt wird, täte dies dem o.g. “Vorurteil” auch mal objektiv entgegensprechen.

  6. energyturnaround |  17.10.2012 | 16:18 | permalink  

    Ihr Kommentar ist durch die Bank leicht widerlegbar:

    - Ich stimme Ihnen zu, dass Energiewende nicht gleich EEG heißen muss. EEG-Gegner zu sein, ist noch kein “Verurteilungsgrund”. Ich habe keinen EEG-Glauben, sondern eine EEG-Argumentation.
    Wenn man aber sieht wer hinter ihren Geldgebern steht, merkt man dass sie nicht als eine gut getarnte Lobbyorganisiation sind, und deswegen müssen wir vorsichtig untersuchen, ob Sie die Wahrheit sagen/schreiben.

    - “Mit dem EEG verbauen wir unsere Zukunft, weil wir ausschließlich die aktuell vorhandenen Technologien fördern”
    Stimmt theoretisch, aber welche Technologien sollen das sein? Wenn irgendwas vielversprechendes aufkommt, dann wird es in das EEG integriert. Das ist auch bei Offshore so geschehen, obwohl das nun wirklich nicht so vielversprechend ist.
    Was macht dagegen “die Quote”? Würde die in eine unerprobte, aber vielleicht zukunftsträchtige Technologie investieren? Sicher nicht!
    Und welche Technologie kennen Sie, die ohne vorherige Anwendung/Subvention von heute auf morgen marktfähig ist? Soll mal eben eine Firma auf eigenes Risiko 20 Jahre an Technologie X forschen um dann von den “Quotenerfüllern” wahrgenommen zu werden?

    - “Die garantierten Einspeisepreise des EEG verhindern, dass sich die Erzeuger um die Verbraucher kümmern.”
    Bei Quoten-Wind-Anlagen oder Quoten-PV-Anlagen scheint die Sonne nur wenn sie gebraucht wird?
    Wenn ich auf Wind oder Sonne setze, dann muss ich mit der Fluktuation leben. Kein Markt auf der Welt kann die Erzeugung von Wind-/Sonnenstrom steuern. Damit muss man sich abfinden. Man kann nur schauen, wie man diesen Strom am günstigsten produziert und wenn nötig speichert. Der “Quote” bleibt da auch nichts anderes übrig.

    -”Investitionen in Speichertechnologien bleiben aus.”
    Wie kann ich dazu führen, dass günstig Speicher gebaut werden? Ein Speicher-EEG wäre möglich. Eine Versteigerung von bestimmten Speichervolumina wäre möglich.
    Speicher sind noch so am Anfang, es ist schwer eine Aussage zu machen wie es am besten funktioniert. Vielleicht reicht sogar der Preishub an der Börse (glaube ich zwar nicht).
    Aber Speicherung und Erzeugung muss nicht auf die selbe Weise finanziert werden. EEG und ein anderes Modell für Speicher wären kein Problem.
    Man sollte vielmehr in die EEG-Vergütung Faktoren mit einbeziehen, die den Speicherbedarf verringern. Höhere Vergütung für WKAs mit großem Rotor-Generator-Verhältnis, da höhere Volllaststunden. Biomasse/-gas nur als Regel-/Ausgleichsenergie und keine Grundlasteinspeisung. Für PV gibt es nicht viel was man diesbzgl machen kann.
    Man sollte den regionalen Zubau steuern, somit können auch Leitungs- und Speicherkosten verringert werden.

    -”Das EEG ist ungerecht.”
    Gerechtigkeit ist relativ. Wir können das EEG auch steuerfinanzieren, aber ich habe so ein Gefühl, dass Ihnen das noch weniger gefällt.
    Mineralölsteuer, Schwimmbadeintritt und fast alles andere belastet den Millionär auch proportional weniger als den HartzIV-Empfänger. Nichts neues!
    Und die waren Renditemonster sind eher Eon, RWE und Co. Das muss der (Nicht-)Eigenheimbesitzer auch bezahlen. Wie scheinheilig dieses Argument ist, ich möchte k*tzen.

    -”Die Energiewende ist viel zu teuer.”
    Gefakte Zahlen von abhängigen “Instituten” sind nichts wert. Jede dieser Studien strotzt nur so von Fehlern, wenn man sie ließt, also wenn jemand behauptet, dass er das alles für fast umsonst schafft und trotzdem das gleiche herauskommt, dann glaubt das niemand mit mehr als einem Grundschulabschluss.

    -”Das Quotenmodell erreicht die politischen Ziele treffsicher”
    Das tut das EEG für PV auch. Wenn “zuviel” zugebaut wird schrumpft die Vergütung stark, sodass der Zubau uninteressant wird und der Zielwert im Schnitt erreicht wird.
    Das geht auch mit dem EEG!

    -”Im Quotenmodell gibt es Wettbewerb zwischen den alternativen Energieformen.”
    Es gibt nicht nur eine “richtige” Technologie. Im Moment ist Onshore-Wind am günstigsten, also alle mit Quote würden nur WKAs bauen und z.B. keine PV-Anlagen mehr. Aber was ist im Sommer, wenn der Wind kaum weht? Das führt zu einer energiepolitischen Monokultur und wir alle wissen, was das in der Natur für Folgen hat?!

    -”Da es im Quotenmodell keine Umlage gibt, braucht über eine Befreiung erst gar nicht diskutiert zu werden.”
    Das ist scheinheilig! Es wird dem Namen nach keine Quote mehr geben, aber der Versorger wird beispielsweise den Strom normal für 5 ct einkaufen und gibt noch 3 ct drauf für die teureren quotierten Anlagen, die er betreiben muss. Am Ende steht dann 8 ct ist aber auch nichts anderes als heute, nur besser versteckt. Aber die meisten Bürger wollen tatsächlich Transparenz!

    -”Die planwirtschaftliche Fehlsteuerung, die in der Landwirtschaft früher zu Butterbergen und Milchseen geführt hat, ist auf den Energiesektor übertragen worden”
    Planwirtschaft ist so ein schönes Kampfwort, nicht? Das ist wie “communist” im amerikanischen Whalkampf! Aber nichts desto trotz war die Energiebranche schon immer stark gesteuert und subventioniert. Z.B. ein paar hundert Milliarden € für Kohle und Atom.
    Außerdem gibt es Dinge wie Stromausfälle, die nun mal am besten staatlich verhindert werden. Eon könnte marktwirtschaftlich gut damit leben nur 90% des Jahres Strom zu verkaufen, wir brauchen 99,9…% der Zeit Strom, auch wenn es sich für manche Firmen gerade nicht ausreichend lohnt.

    -”Solange das Quotenmodell eine nationale Veranstaltung bleibt und der Emissions-Zertifikatehandel den CO2-Ausstoß auf unserem Kontinent wesentlich bestimmt, solange spart das Quotenmodell Kosten, bringt (ebenso wenig wie das EEG) aber nichts fürs Klima. ”
    Wer so etwas schreibt hat wirklich rein gar nichts verstanden. Bedauerlich.
    Öl und Kohle werden immer verbraucht werden, wenn nicht hier dann in Afrika oder Asien, wo die moralischen Standard hinter den dringenden Bedürfnissen zurückstehen müssen.
    CO2 wir überhaupt nur gespart, wenn es billiger ist Strom aus Wind, Sonne und Co. herzustellen als Kohle und Öl zu fördern. Das muss das Klimaziel sein!
    Je billiger die kWh EE-Strom wird – gerade auch gefördert und entwicklet mit deutschem Geld – desto besser wird das Klima geschützt.

    ZUM SCHLUSS:
    Das EEG hat einen entscheidenden Vorteil. Planbarkeit!
    Ist das nicht unfair? Wer hat denn schon Planbarkeit für 20 Jahre? Fast niemand!
    Warum soll das also gut sein? Weil es günstiger für uns kommt.
    Das funktioniert so:

    Sie sind ein Investor: Sie können ein Windrad aufstellen und ihren Strom gerade kosendeckend für 6 ct/kWh verkaufen:

    a) Das EEG bietet z.B. durchschnittlich 8 ct/kWh. Darauf lässt sich eine Rendite berechnen und das auf einem kalkulierbaren Risiko in einem sich enorm schnell wandelnden Markt.

    b) Der freie Markt bietet 8 ct/kWh aber es ist unsicher wie sich das ganze entwickelt, gerade in mittelfristiger Zukunft. Sie haben eine enorme Unsicherheit ob sich das ganze rentiert und schlagen einen Risikoaufschlag drauf, damit die Anlage möglichst schnell abgezahlt ist bzw das Risiko mit einer deutlich höheren Rendite aufgewogen wird. Sie kalkulieren also z.B. mit 10 ct/kWh und investieren erst dann.

    Deswegen:
    EEG -> relativ sichere Einnahmen -> niedrige Bankzinsen und angemessene Rendite
    freier Markt -> keine Sicherheit -> hohe Bankzinsen und hohe Renditeforderung

    Ca die Hälfte der Gestehungskosten bei Wind und PV sind Zinskosten! Höheres Risiko führt zu höhere Gestehungskosten!

    Der Verbraucher muss das höhere Risiko bezahlen! Und das kostet viel mehr als wenn die Vergütung von EEG-Strom vielleicht mal kurzzeitig 1-2 ct/kWh zu hoch ist.

  7. j |  17.10.2012 | 17:08 | permalink  

    Schön, wie Sie in Ihrem Abschnitt über Gerechtigkeit versuchen, arme und wohlhabende Bürger gegeneinander auszuspielen und gleichzeitig den Oligopol der großen Stromerzeuger ignorieren.

    Was passiert, wenn ein Stromanbieter 25% Ökostrom beziehen muss? Er wird, ausreichende Sanktionen vorausgesetzt, genau 25% beziehen. Warum nicht mehr? Weil es sich für ihn nicht lohnt. Gleichzeitig wird er sich darum bemühen, diese 25% immer günstiger, am Besten von eigenen Tochterunternehmen, zu beziehen. So werden nicht nur keine neuen, kleinen Anbieter entstehen, stattdessen werden sogar bestehende Anbieter verdrängt. Nach mehr Wettbewerb klingt das für mich nicht. Nach einer möglichst schnellen Energiewende klingt die im Konzept begründete Deckelung des Anteils erneuerbarer Energien für mich auch nicht.

    Noch mal: Beim EEG erhöht jede kleine Solaranlage den Anteil erneuerbarer Energien, weil erneuerbare Energien Vorrang haben. Beim WEE sorgt eine Quote für einen Maximalanteil erneuerbarer Energien.

  8. Oliver |  18.10.2012 | 12:47 | permalink  

    Jetzt darf die INSM ihre Propaganda schon hier auf Carta verbreiten. Ich muss brechen. Das ist purer Lobbyismus.

  9. Johannes Eber |  18.10.2012 | 15:09 | permalink  

    Die Energiewende ist ein emotionales Thema. Das spürt man auch hier in der Carta-Kommentarspalte. Ich möchte an dieser Stelle auf einige Aussagen aus dem Kommentarthread antworten.

    Ich stelle jeder meiner Antworten, die Aussage aus dem Kommentarthread, in kurzer, hoffentlich nicht unzulässig verkürzender Weise davor.

    „Die Planbarkeit des EEG macht Investitionen billiger, weil kein Risikoaufschlag an die Geldgeber gezahlt werden muss.“

    Ein richtiges Argument, das aber die Kehrseite der Medaille verschweigt.
    Denn Planbarkeit hat seinen Preis, meist einen sehr hohen. In dem Fall, den bereits in meinem Post beschriebenen, dass nämlich neue, zukünftige Technologien keinen Platz finden, weil nur die zu Beginn der Förderung etablierten Technologien subventioniert werden. Das Neue hat es nie einfach in die Welt zu kommen. Weil die, die schon da sind, die Etablierten, das Neue (für sie zu Recht) als Gefahr sehen. Ihr Status quo ist gefährdet. Mit allen Mitteln wird dann (vor allem von der Politik) gefordert, das Alte zu schützen. Die Förderung deutscher Kohle ist nur das herausstechendste Beispiel der vergangenen Jahrzehnte. Jetzt gelingt dies auch den Herstellern von etablierten Erneuerbare-Energien-Technologien. Das Bessere war schon immer der Feind des Guten. Mit dem EEG machen wir es dem Besseren noch schwerer.

    Aber noch ein zweiter Preis muss für die Planbarkeit bezahlt werden. Und den zahlen ausschließlich die Verbraucher. In einem Markt müssen die Verbraucher nur einen Risikoaufschlag für jene Produkte zahlen, die sich am Markt auch durchsetzen, also gekauft werden. Bei den Produkte, die es nicht zur Marktreife schaffen (und das ist die große Mehrheit), zahlt den Aufschlag ausschließlich der Investor. Beim EEG zahlt nun den kompletten Risikoaufschlag der Verbraucher. Nur heißt der hier nicht „Risikoaufschlag“, ist aber implizit in der EEG-Umlage mit drin, weil nämlich die Politik entschieden hat, welche Technologien subventioniert werden und damit ziemlich wahrscheinlich ist, dass dies nicht die erneuerbaren Technologien sind, die sich im Lauf von 20 Jahren bei den Verbrauchern durchgesetzt hätten. Den Risikoaufschlag heißt in dem Fall „Fehlplanungsprämie“.

    „Das Quotenmodell spielt den großen Versorgern in die Hände.“

    Zur Verständlichkeit: Beim Quotenmodell werden nicht die Versorger gezwungen, Strom aus erneuerbaren Energien herzustellen. Vielmehr müssen alle Stromverkäufer nachweisen, dass ein bestimmter Anteil ihres verkauften Stroms aus erneuerbaren Energien stammt. Es ist also völlig offen, ob die Versorger den Strom selbst erzeugen oder ihn von anderen beziehen. In einem funktionierenden Markt wird sich derjenige Stromanbieter durchsetzen, der den besten (sicheren, günstigen) Strom anbietet. Das Ergebnis ist sozusagen offen. Die INSM präferiert weder große Konzerne, noch „Einfamilienunternehmen“, die auf ihrem Privathaus eine Solaranlage installiert haben. Hat einen dezentrale Stromerzeugung wirtschaftliche Vorteile, wird sich am Markt mittelfristig auch eine solche Struktur durchsetzen.

    „Warum sagt die INSM eigentlich nichts zu den Problemen des Atomstrom und anderer ‚konventioneller‘ Stromerzeugung.“

    Es steht außer Frage, dass die konventionellen Energieerzeugung, ökonomisch gesprochen, externe Kosten verursacht (Umweltverschutzung, Risiko, Lagerkosten etc.), die sich nicht oder nur zum Teil im Strompreis niederschlagen. Genau deshalb sind wir ja für eine Quote. Die Quote ist für marktwirtschaftliche Befürworter gar nicht anders zu rechtfertigen. Sie ist ein Staatseingriff. Der Staat schottet mit der Quote Energieformen vom Markt ab, weil sie unter den gegebenen Bedingungen anders gar nicht überleben würden. Wenn in den Preisen der konventionellen Energieformen alle „Kosten“ drin wären („internalisiert“), dann bräuchte es auf marktwirtschaftlicher Sicht, gar keinen staatlichen Eingriff.

    „Ohne Subventionen hat es noch keine Technologie zur Marktreife geschafft.“

    Haha.

  10. Maik |  18.10.2012 | 15:36 | permalink  

    @Johannes Eber: Auf meine Frage/Aussage war das aber keine Antwort. Von offizieller Seite hört man vom INSM nichts dazu. Anstatt eines Quotenmodells könnte das INSM doch auch für eine stärkere Internalisierung der externen Kosten der konventionellen und atomaren Energieträger eintreten. Stattdessen wird der Atomstrom als besonders günstig propagiert, da hier bewusst die milliarden- bis billionenhohen Subventionen verschwiegen werden. Was hat das bitte mit Marktwirtschaft zu tun? Unter den gleichen Subventionsbedingungen müssten die Bürger für den Bezug von Ökostrom sogar noch Geld bekommen. Warum tritt der INSM nicht dafür ein?

    Im übrigen sind Lagerkosten keine externen Kosten, auch wenn sie von den Betreibern und der Politik gerne dazu gemacht werden/deklariert werden sollen.

  11. energyturnaround |  18.10.2012 | 18:19 | permalink  

    @Johannes Eber:

    Vielen Dank, dass Sie einige (meiner ;-)) Punkte kommentiert haben. Ich bin aber immer noch nicht ganz einverstanden bzw verstehe ich Ihre Argumentation an einer stelle nicht:

    “In dem Fall, den bereits in meinem Post beschriebenen, dass nämlich neue, zukünftige Technologien keinen Platz finden, weil nur die zu Beginn der Förderung etablierten Technologien subventioniert werden.”

    Das Dillemma für neue Technologien liegt meiner Meinung nach immer vor. Alte etablierte Technologien von starken Herstellern werden vor anderen Technologien geschützt.
    Aber bei allen Systemen, auch der Quote, ist das schwer zu vermeiden, oder glauben Sie dass jemand statt Windstrom nun Strom aus Wellenenergie kauft. Die Quote ist doch das System, was eigentlich nur genau eine Technlogie fördert, nämlich die aktuell billigste. Wenn die Quote nun auch lastprofilabhängig ist (also es weden nicht einfach nur die kWh gezählt sondern der Verlauf der Erzeugung muss auch stimmen) wird immer noch eine neue unerprobte Technologie nicht angewendet und somit auch nicht gefördert.
    Beim EEG KÖNNTE man das neu einbauen (siehe Offshore), aber Sie haben Recht, es gäbe sicherlich Lobbyinteressen die das erschweren.
    Jedoch mMn ist das mit der Quote noch viel “schlimmer”.

    “Bei den Produkte, die es nicht zur Marktreife schaffen (und das ist die große Mehrheit), zahlt den Aufschlag ausschließlich der Investor. Beim EEG zahlt nun den kompletten Risikoaufschlag der Verbraucher.”

    Vielleicht habe ich mich umständlich ausgedrückt: Beim EEG gibt es KEINEN Risikoaufschlag. Die Einnahmen sind sehr genau für 20 Jahre kalkulierbar, gegen technische Defekte und Katastrophen kann man sich sehr günstig versichern. Deswegen kann man doch bei PV relativ gut die Rendite angeben, da nur ein bisschen Versicherung und alle 8-10 Jahre ein neuer Wechselrichter fällig wird.

    Deswegen – ich sage es nochmal – gibt es KEINEN (bzw einen sehr geringen) Risikoaufschlag. Der Verbraucher SPART sich das.
    Wenn es keine Sicherheit gibt, dann steckt sich das ganze Geld die Bank ein, die höhere Zinsen für die unsicherere Anlage verlangt und die Zahlt schlussendlich der Verbraucher.
    So bekommt der Betreiber (bei gut eingestellten Vergütungen) gerade soviel wie er für die günstige, da sichere Finanzierung braucht plus eine angemessene Rendite.
    Denken Sie nur an die Risikokapitalgeber. Die begnügen sich nicht mit 4% Zinssatz, da nur 1 von z.B. 4 finanzierten Firmen überlebt.

    ” Es ist also völlig offen, ob die Versorger den Strom selbst erzeugen oder ihn von anderen beziehen. In einem funktionierenden Markt wird sich derjenige Stromanbieter durchsetzen, der den besten (sicheren, günstigen) Strom anbietet.”

    Stimmt schon, aber trotzdem wird der Subunternehmer, wenn er möglichst günstigen EE-Strom liefern soll, nicht auf Geothermie oder Wellenenergie setzen sondern auf Wind an guten Standorten.
    Ich denke Sie würden mir zustimmen, dass der EE-Produzent wohl den Anreiz hat und auch haben soll, möglichst günstig den Strom anzubieten und dann wird er nur auf eine Energieform setzen. Gerade “Neueinsteiger” haben keine Chance, da die Firma im Vergleich zum Wettbewerb zu hohe Kosten in Kauf nehmen würde.

    “Wenn in den Preisen der konventionellen Energieformen alle „Kosten“ drin wären („internalisiert“), dann bräuchte es auf marktwirtschaftlicher Sicht, gar keinen staatlichen Eingriff.”

    Wie wahr, aber leider sehr unrealistisch. Oder wir internalisiert man CO2 (bisher willkürliche Festlegung des Volumens und damit des Preises), vertriebene und ausgebeutete Menschen in Kolumbien (SteinKohle), Uranabbau in Afrika oder Endlagerung, bei der die Kosten noch gar nicht absehbar sind?

    Es ist ja nicht so, dass ich keine Kritik am EEG habe (Standortunabhängigkeit, kein Anreiz für hohe Volllaststunden bei Wind, kein Anreiz für Flexibilität bei Biogas/-masse). Aber die Argumente, die Sie hier bisher gebracht haben halte ich nicht für schlüssig.

  12. Oliver |  18.10.2012 | 19:55 | permalink  

    Aus einem Ochsen kann man eben kein Kalbsfleisch erwarten. Das Bild bringt es auf den Punkt: https://twitter.com/KlimaWWF/status/258586527897092096/photo/1/large

  13. Carsten |  20.10.2012 | 09:35 | permalink  

    Ich hoffe das spätestens jetzt klar ist, das die INSM ,
    und sei sie noch so oft von Mutti beiläufig lobend erwähnt,
    ausschliesslich die Ausbeutung des gemeinen Fußvolkes im Sinn hat.

    Die Plakatkampangne ist ja geradezu wiederlich verlogen.
    Das EEG ist beispiellos erfolgreich, und das passt der INSM gar nicht in den Kram.
    Wenn man mal mit der Suchmaschine Ihrer Wahl gezielt nach Meinung zum EEG aus dem Ausland sucht, sieht man hauptsächlich Positives.
    Und das man im Ausland unsere Strompreisentwicklung auch mit Argusaugen beobachtet ist klar, um die Entwicklung im Falle einer Adaption des EEG vorhersagen zu können.

    Und ich bin kein Nutznießer der EEG Umlage, bin Mieter in einer Wohnung des städtischen Kommunalunternehmens, Rewierpower Natur von den Stadtwerken.
    Ich zahl also nur.
    Aber langfristig macht der forcierte Ausbau Erneuerbarer Sinn.
    Da kann in Lobbykreisen gezetert werden, wie es will, das versteht ein Grundschüler.

  14. Peter |  20.10.2012 | 18:52 | permalink  

    @Carsten (#13)

    Wie löst denn das EEG zum Beispiel das Problem der Speicherung bei Überangebot und das der schnellen Bereitstellung bei Lastspitzen?

    Ob INSM mit der Kritik ausschliesslich die Ausbeutung des gemeinen Fußvolkes im Sinn hat lässt sich mit einem Blick auf die diesbezüglichen Umstände schnell klären.

  15. Peter |  21.10.2012 | 00:07 | permalink  

    Das schlimme an der INSM ist, dass ihre Mitarbeiter wie Johannes Eber ihre wahren Absichten verbergen. Aus der Wikipedia: Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Claus Leggewie ist das Ziel der INSM weniger „soziale“ Marktwirtschaft als vielmehr „kapitalistische freie Marktwirtschaft“. In diesem Sinne propagiere sie eine Reduzierung der Staatsquote „gegenüber Journalisten, gegenüber Schulen, um damit die Gesellschaft für das Thema der Entstaatlichung und Privatisierung bereit zu machen.“ Nach Ansicht des Journalisten Thomas Leif gehe es der INSM im Kern um „die Flankierung von Wirtschaftsinteressen durch PR-Maßnahmen“. Rudolf Speth sieht die INSM in der Tradition des Verbandes „Die Waage“. Ulrich Müller von LobbyControl führt die INSM beispielhaft als eine Lobby-Organisation an, die sehr weitgehend den Diskurs in den Massenmedien und im Internet zu beeinflussen sucht, um ihre Ziele durchzusetzen.
    Vor diesem Hintergrund sollte man sämtliche Äußerungen hier bewerten.

    Schon die Meinungsbildung von Schülern versucht die INSM zu manipulieren:
    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/WISO/2942354/6600720/322a26/Wenn-Kinder-zu-Kunden-werden.html

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