Netzlese
Wolfgang Michal | 7 Kommentar(e)
Dass der Spiegel eine Burschenschaft ist, wussten wir schon. Dass die feministische Initiative ProQuote maßgeblich auch von Spiegel-Frauen initiiert wurde, ist ein offenes Geheimnis. Nun haben die Spiegel-Verantwortlichen reagiert und ihr Image neu aufpoliert.
30.05.2012 |
Ein nur 22 Sekunden langer Werbe-Spot erklärt, warum die Mächtigen in diesem Land vor dem Spiegel zittern müssen. Der Film ist rasant geschnitten und mit Guido-Knopp-hafter Musik unterlegt.
Wirklich ergreifend ist aber nur die Rollenverteilung: Raten Sie mal, bei welchen starken Verben Männer ins Bild gerückt werden, und bei welchen Frauen? Hier die Auflösung:
- Denken = Mann im Bild
- Recherchieren = Frau im Bild
- Nachfragen = Frau im Bild
- Anzweifeln = Mann im Bild
- Prüfen = Mann im Bild
- Bewerten = Mann im Bild
- Entscheiden = Mann im Bild
Das heißt, die Frauen machen beim Nachrichtenmagazin Spiegel die notwendigen Arbeiten, sie fragen und telefonieren. Männer dagegen denken, zweifeln an, prüfen, bewerten und entscheiden. Sie erledigen die Führungsaufgaben. Diese Rollenverteilung erinnert ein wenig an die Werbespots der fünfziger Jahre.
Bravo, Jung von Matt!! Besser als in diesen 22 Sekunden hätte man den Spiegel nicht erklären können.
Zum Weiterlesen: Meedia über die sechs Problemzonen des Spiegel und Der Tagesspiegel über die Unruhe beim Spiegel.





Süss ist doch auch “Drucken” – Um ganz ganz klar zu machen, dass all diese Arbeit NUR in einem Print-Produkt vorkommen kann…. #endfail
Schreiben nicht zu vergessen, das sind eindeutig Frauenhände :-)
Zwar ganz lustig, aber letztendlich ist es völlig hahnebüchen, in diesen Spot eine tiefere Aussage hineininterpretieren zu wollen.
Da ist wohl die Phantasie ein wenig mit Euch durchgegangen.
Meinen Sie mit “hahnebüchen” den Mann vom ZDF?
Sag doch mal JvM jemand, dass der Instagram-Hype auch langsam vorbei ist.
das video hat aber eine ziemlich schlechte bewertung :O
[...] die Zeilen kommen von Bertelsmann (25,5%), Merkel und aus den USA. Der abonnierte Leser ist schon lange nicht mehr so dumm und schaut sich lieber im Internet [...]