Matthias Schwenk | 32 Kommentar(e)
FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sieht die bildungsbürgerlichen Ideale des 20. Jahrhunderts in schwerer Bedrängnis durch die Informationsströme des Internets, Algorithmen und – natürlich – Google. Hätte er in seinem neuen Buch “Payback” mit der gleichen Energie und intellektuellen Brillianz auch nach den positiven Seiten des Netzes gesucht – sein Buch hätte ein echter Debattenmeilenstein werden können.
19.11.2009 |
Leiden Sie unter chronischen Konzentrationsstörungen? Haben Sie Probleme mit Ihrer Mensch-Computer-Schittstelle? Sind Sie Abends regelmäßig so müde und ausgelaugt, dass Sie nur noch Trash-Sendungen im Fernsehen verkraften können? Dann sind Sie bei Frank Schirrmacher und seinem neuen Buch genau richtig.
Es beginnt mit einem Bekenntnis. Schirrmacher sieht sich durch die Informationsfülle des Internets “aufgefressen”. Er bekennt sich zu Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit und dem Gefühl, ständig eine Information zu versäumen. Aber er fühlt sich damit nicht allein. Den Philosophen Daniel Dennett zitierend, sieht er sich als Teil der “leidenden Mehrheit”, die unter der Informationsexplosion in der digitalen Gesellschaft Gefahr läuft, von Computern unterworfen und beherrscht zu werden.
Ansatz und Kern des Buches sind damit gut gewählt. Denn ohne Zweifel gibt es ihn, den Information Overload. Ebenso lohnt sich eine Debatte zum Verhältnis von Mensch zur Informationstechnologie, weil diese unser Leben immer umfassender bestimmt und dabei stets unter dem Deckmantel der Nützlichkeit und des Spielerischen in Erscheinung tritt. Sie kann aber auch Gefahren in sich bergen und zu Fehlentwicklungen führen.
Schirrmacher breitet genau diese Gefahren auf weit über 100 Seiten seines Buches sehr ausführlich aus. Die Lektüre ermüdet aber, weil sie erkennbar einseitig ausgerichtet ist. Wohlweislich fehlt etwa der Hinweis auf Clay Shirky, der in einem berühmt gewordenen Vortrag die These vertreten hat, dass es keine Informationsüberlastung gebe, sondern nur ein Versagen auf der Ebene der Filter (“The problem is filter failure, not information overload”). Im Übrigen widerspricht Shirky auch vehement der im Buch angeführten These, dass sich seit dem Aufkommen des Internets unsere Aufmerksamkeitsspanne stetig reduziere.
So betrachtet erinnern Schirrmachers Ausführungen zum Internet recht stark an die Auseinandersetzungen mit dem Maschinenzeitalter im frühen 20. Jahrhundert, als nicht wenige Denker glaubten, der Mensch würde zum Rädchen im Getriebe degradiert und sei so nicht mehr Herr seiner Schöpfung. Hundert Jahre später sind es die Informationsströme des Internets, Algorithmen und natürlich immer wieder Google.
In dieser einseitigen Sicht unterlaufen Schirrmacher auch Fehler, etwa wenn er die Finanz- und Bankenkrise des Jahres 2008 in den Dienst seiner Argumentation stellt. Denn seiner Auffassung nach muss diese Krise im Licht einer Technik- und Algorithmen-Gläubigkeit gesehen werden, einem Zuviel an Vertrauen in Computerprogramme. Das ist blanker Unsinn. Denn weder der von der US-Notenbank in Kauf genommene Zusammenbruch von Lehman Brothers, noch die vorangegangene Blase an den Kredit- und Immobilienmärkten haben ihre Ursachen in Software-Programmen oder dem Internet. Es war menschliche Gier und damit die Ebene der Gefühle, die uns in diese Krise geführt haben, nicht die kühl berechnende Logik von Softwareprogrammen.
Doch Schirrmacher kann nicht anders. Er hat ein festes Bild im Kopf und sieht die bildungsbürgerlichen Ideale des 20. Jahrhunderts in schwerer Bedrängnis. Kein Wunder, dass den Menschen die Köpfe rauchen, wenn im Internet alles gratis zu haben ist: “Die scheinbare Kostenlosigkeit der Informationen im Netz beeinflusst auch die Ökonomie unseres Denkens. Wir springen darauf schnell, als könne es uns jemand wegnehmen oder zuvorkommen” (Zitat S. 168). Hier begegnet uns zwischen den Zeilen der sichtlich empörte Zeitungsmacher, dessen traditionelles Geschäftsmodell Risse bekommen hat und der deshalb im Internet weniger die Chancen, als mehr die Risiken sieht, weil sie sein Geschäft bedrohen.
Das ist bedauerlich. Denn hätte Schirrmacher mit gleicher Energie und intellektueller Brillianz auch die positiven Seiten im Netz gesucht, sein Buch hätte ein Meilenstein und Debattenwegweiser werden können. Warum geht er nicht auf die Wikipedia ein? Denn sie ist, ihren aktuellen Schwächen zum Trotz, ein leuchtendes Beispiel für menschliches Engagement und das emanzipatorische Potenzial des Internets. Statt dessen immer wieder Google. Google etwa als “Machtmaschine”, wo der Pagerank über die “Existenz von Menschen, Dingen und Gedanken” entscheidet.
Schirrmachers Empfehlungen am Ende des Buches können da nicht mehr überraschen: Mehr Selbstkontrolle, mehr Achtsamkeit, Entschleunigung und natürlich der Kampf gegen eine Algorithmisierung unseres Lebens. Stellenweise muss man ihm hier Recht geben, denn Social Networks wie Twitter und Facebook können ohne Zweifel süchtig machen. Ihre Statusmeldungen und der unaufhörliche Strom an Updates geben tatsächlich vor, hier passiere das “wahre” Leben und nur hier sei man am Puls der Zeit. Das gilt es zu relativieren, ohne deswegen aber gleich das Kind mit dem Bad auszuschütten, denn die alten, analogen Zeiten kommen nicht mehr zurück.
Bei aller auch berechtigten Kritik hätte Schirrmacher vielleicht besser auf das Größere, Ganze schauen sollen. Denn das 21. Jahrhundert wird eine Zeit der Überversorgung nicht nur mit digitalen Informationen. Der Mensch schafft sich immer mehr Handlungsoptionen, seine Lebenserwartung nimmt immer noch weiter zu, parallel dazu steigt in vielen Teilen der Welt der Lebensstandard auf kaum je für möglich gehaltene Werte.
Freilich belasten uns in diesem Kontext der Klimawandel und das Ende der fossilen Brennstoffe (Peak Oil). Doch dafür werden sich Lösungen finden und wir nähern uns damit einer Überflussgesellschaft in globalem Maßstab. Vielfach wird das noch nicht gesehen, denn die meisten Menschen betrachten die Welt noch durch die Brille des Industriezeitalters und seiner Knappheiten.
Eine Ironie ist, dass genau hierfür Schirrmachers Buch eine Lösung anbietet: “Wir sind blind für das, was wir nicht erwarten“, schreibt er und belegt es mit einem Experiment aus der Augenkunde. Schade nur, dass er diese Empfehlung selbst so wenig anwendet und das Informationszeitalter nur konservativ, kritisch sehen kann. Eine große Debatte dürfte das Buch deshalb nicht auslösen. Denn die Skeptiker erfahren darin nur, was sie schon immer ahnten, während der digitalen Elite der Text nicht weit genug gehen wird. In den USA wird die Skepsis Schirrmachers wohl nur als Beleg dafür gesehen werden, dass Deutschland den Anschluss an das Internetzeitalter verloren hat.
Frank Schirrmacher: Payback - Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen, Karl Blessing, 240 Seiten, Euro 17,95. Hier bei Amazon zu bestellen.


[...] Schirrmacher hat ein neues Buch geschrieben und ich eine Rezension dazu (auf Carta). Im Buch wird übrigens das Internet-Manifest zitiert (These Nr. 7, auf Seite 125 [...]
Danke für die pointierte Renzension. So weiß ich, dass ich meine überlastete Mensch-Totholz-Schnittstelle ein wenig schonen kann, indem ich Schirrmachers Buch nicht lese. Seinen Aufsatz (oder war es ein Auszug?) dazu habe ich allerdings gelesen, und hatte den Eindruck, dass ich die Kernthese – das Internet verdrahtet unsere Synapsen neu und schmälert die Konzentrationsfähigkeit für längere Texte – schon vor anderthalb Jahren, aber weniger larmoyant gelesen habe: http://www.theatlantic.com/doc/200807/google
@Ulrike Langer: Der Schirrmacher-Text auf Spiegel Online setzt sich wesentlich aus Auszügen des Buches zusammen, das dazu nur sehr stark komprimiert wurde.
…und es könnte ja vielleicht auch ganz anders sein… Ich bleibe bei Steven Johnson und “Everything Bad is Good For You” (vgl. http://stevenberlinjohnson.com). Nicht alle der 1,3 Millionen Follower dürften irren.
@CB: Sehr passende Empfehlung. Ich muss gestehen, dass ich Steven Johnson zuletzt etwas aus den Augen verloren hatte.
Das Biedermeier-Komplott (Kurzrezension http://www.perlentaucher.de/buch/27030.html). Passt scho.
“Zwar bilde ich mir ein, dass ich meinen Gesprächspartnern ebenbürtig bin, und ich habe nicht den Eindruck, dass ich heute weniger von der Welt verstehe als früher”, schreibt Schirrmacher auf SPON. Ersteres glaube ich ihm, an seiner zweiten Behauptung zweifele ich. Wenn er schreibt, dass er den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen ist, dann deutet das darauf hin, dass die Welt komplexer geworden ist (die zweite Möglichkeit möchte ich hier ausschließen).
Vielleicht liegt sein Denkfehler darin, dass er die Komplexität unseres Systems verstehen will? Peter Kruse erklärt in einem kurzen Video recht anschaulich, welcher Strategien wir uns bedienen (http://bit.ly/1FzNrU), um die Komplexität “bewältigen zu können. Sie zu verstehen hält er für aussichtslos, stattdessen schlägt er die “emotionale Bewertung”, das “intuitive Agieren” vor. Nicht leicht für uns, die wir uns als aufgeklärte Europäer bezeichnen…
Das Realtime Web ist eben nichts für Kontrollfreaks. Das Anhäufen von Wissen um des Haufens willen, hat eben etwas sehr Anales. Da passt der information flow nicht recht in die kompensatorische Attitüde des Feuilletons…
Achja, Millward ganz vergessen:
http://www.itu.int/wsis/docs/background/themes/digital_divide/grey_digital_divide.pdf
Jetzt fällt es mir wieder ein. Es ist schon zehn Jahre her. Schirrmacher hat Castells Mammutwerk “Information Age” gelesen und fast 20% verstanden und davon 8% in ein Buch für den Boulevardismus gepackt.
[...] Der erschöpfte Algorithmenstürmer FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sieht die die bildungsbürgerlichen Ideale des 20. Jahrhunderts in schwerer Bedrängnis durch die Informationsströme des Internets, Algorithmen und – natürlich – Google. Hätte er in seinem neuen Buch “Payback” mit der gleichen Energie und intellektuellen Brillanz auch nach den positiven Seiten des Netzes gesucht – sein Buch hätte ein echter Debattenmeilenstein werden können. Quelle: Carta [...]
[...] Mathias Schwenk auf carta.info zum Buch von Schirrmacher [...]
[...] Es liegt eben alles nicht allein an den Handys, und deshalb sind Sie, auch wenn Sie nicht wie Wojna direkt unter einem Funkmast wohnen, noch lange nicht aus dem Schneider. Das Handy, der Computer, das Fernsehen und der ganze andere Stress – das frisst einen doch auf. Jedenfalls so einen wie Schirrmacher. Aber das musste jetzt mal raus! Das Buch, das er geschrieben hat, oder die Rezension, die ich gelesen habe: [...]
Zitat: “Freilich belasten uns in diesem Kontext der Klimawandel und das Ende der fossilen Brennstoffe (Peak Oil). Doch dafür werden sich Lösungen finden und wir nähern uns damit einer Überflussgesellschaft in globalem Maßstab.”
Das sagt sich so einfach, aber es ist fern der Realität. Die Tragekapazität der Erde für humanes Leben ist heute mindestens 3,5-fach überschritten. Dies ist nur möglich, weil die Industrie- und Konsumkultur seit ca. 100 Jahren nicht erneuerbare fossile Ressourcen durch exponentielles ökonomisches Wachstum plündert. Auch die erneuerbaren Ressourcen wie etwa Fisch oder landwirtschaftlich nutzbarer Boden, sind extrem überlastet und befinden sich im Zustand der Depletion.
Mit peak oil wird das Konsumzeitalter und der gewohnte Überfluss sehr rasch und in einem Kollaps enden. Der Downslope der globalen Hubbertkurve hat begonnen und das kommende Jahrzehnt wird deshalb voller Entbehrungen und Not sein. Diese unangenehme Erkenntnis zu ignorieren ist die gewohnte Übung des Mainstream-Journalismus, der ganz im Dienste des Konsums und des exponentiellen Wachstumsdenkens steht. Doch die Konsum-Party ist jetzt vorüber. Und wer dies ignoriert ist zum Scheitern verurteilt.
Schirrmachers Kopf mah überfordert sein, aber wieso nimmt er sich das Recht heraus, über die Köpfe anderer zu schreiben? Es kann auch keine Alterserscheinung sein: Schirrmacher ist Jahrgang 1959, ich bin Jahrgang 1950 und fühle mich in der Welt hinter dem Bildschirm ganz wohl – jedenfalls nicht überfordert.
Schirrmachers Sicht des Menschen ist eine mechanistische und damit menschenverachtend. Wir reagieren nicht nur hilflos auf die Informatiosnflut, wir passen uns an. Man nennt das übrigens Evolution. Siehe dazu auch: http://tinyurl.com/yzlbqr4
@Christian Henner-Fehr: Sehr guter Hinweis auf Prof. Peter Kruse. Danke!
@Jörg Wittkewitz: Der “Information Flow” ist eben noch ein sehr junges und auch ungewohntes Konzept. Da aber auch Frank Schirrmacher noch relativ “jung” ist (Jahrgang 1959), warten wir doch einfach mal ab, wie er in 10 Jahren darüber denkt.
@Bernd1964: Berechtigter Einwand. Man kann die Lage auch anders sehen.
@Tim Cole: Tatsächlich ist es ja so, dass Frank Schirrmacher Recht bekommen könnte, wenn wir Menschen stumpf und technikgläubig uns zu sehr auf Algorithmen und Computerprogramme verlassen würden. Evolution in ihrem Sinne wäre demgegenüber die Anpassung an neue Verhältnisse dergestalt, dass der Mensch sich der Potenziale und Grenzen der Technik bewusst wird und diese aufgeklärt und selbstbewusst einsetzt. Dem kann ich nur zustimmen.
[...] seine damalige Lobeshymne auf die Piratenpartei in einem anderen Licht erscheinen lässt). Dass das nicht funktioniert, wenn er gleichzeitig in Interviews dem Mainstream-Publikum die üblichen Populismusthesen (“Das [...]
na prima, der Bursche hat doch recht! Ich hoere WDR 2, gucke ueber die Daecher von Belgrad, Tweetdeck werkelt im Hintergrund, mein Blog-Backend ist geoeffnet und wartet auf geistige Erguesse und dann kommt da so ein Tweet rein, der mir diese Rezension empfiehlt.
Gelesen, fuer sehr gut befunden und das unheimliche Gefuehl, was ich nicht alles verpasst haben koennte.
Zum Glueck werkeln die Filter, um der Infoflut Herr zu werden hervorragend. Ich frage mich gerade, was Frank Schirrmacher zu einem Info-Junkie wie Robert Scoble sagen wuerde… der duerfte einige hunderttausend (!!!) Feeds abonniert haben, antwortet auf alle moeglichen Fragen persoenlich (egal auf welcher Plattform), bloggt wie ein Weltmeister, hat einen Video-Ausstoss der fuer eine “Ein-Mann-Webmaschine” unvergleichbar ist, tummelt sich auf allen moeglichen Konferenzen und hat auch noch immer Zeit fuer persoenliche Treffen.
Nach Schirrmacher muesste der “Scobleizer” hundert Koepfe und Haende, sowie ganz viel Red Bull in der Blutbahn haben.. ach was sag ich, sowas ist gar nicht moeglich.
In diesem Sinne, jeder ist seines Filters Herr!
[...] Frank Schirrmachers “Payback”: Der erschöpfte Algorithmenstürmer (CARTA) [...]
Web 2.0 wird uns noch alle umbringen! Danke für diese Rezension. Danke für noch ein Buch, das ich nicht lesen muss. Klingt als wäre Frank Schirrmacher hilflos gegenüber den Entwicklungen. Mit dem Buch hat er sich auf die andere Seite der digitalen Kluft gestellt und ich muss mir die Zukunft weiter selbst erklären. Wie gerne hätte ich mir von seinesgleichen die Chancen dieser Entwicklung aufzeigen lassen.
Frank Schirrmacher könnt natürlich auch seine Holzschuhe ausziehen und sie kräftig gegen seinen Computer werfen. Ok – hat vor 200 Jahren in Frankreich auch nur bedingt geholfen.
[...] apokalyptischen Ponyreiter « H I E R. Frank Schirrmacher und das Multitasking – YiGG.de. Frank Schirrmachers “Payback”: Der erschöpfte Algorithmenstürmer — CARTA. Comments [0]Digg [...]
Ich stimme Ihrer Rezension weitestgehend zu. Vielen Dank dafür! Nur zum Ende hin stellen Sie Thesen auf (die mit dem Buch nichts mehr zu tun haben), welche wahrscheinlich stark auf unserer Sicht der Dinge aus dem reichen Industrieland Deutschland entspringen:
“Freilich belasten uns in diesem Kontext der Klimawandel und das Ende der fossilen Brennstoffe (Peak Oil). Doch dafür werden sich Lösungen finden und wir nähern uns damit einer Überflussgesellschaft in globalem Maßstab.”
Zu diesem Optimismus, dass alles schon gelöst werden wird und wir schnurstracks auf dem Weg in das “Überflussparadies” sind, besteht meines Erachtens nach kein wirklicher Grund.
Man denke einfach nur daran, dass die Menge der hungernden Menschen auf der Erde gerade wieder innerhalb eines einzigen Jahres um über 100 Millionen auf inzwischen knapp über 1 Milliarde Menschen angewachsen ist.
Quelle ist die FAO, die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO); hier anlässlich des Welternährungsgipfels in Rom nachlesbar in der FAZ des Hr. Schirrmachers: http://j.mp/6Wi7Ek
Aber das ist ein anderes Thema…
[...] carta.info Share and Enjoy: [...]
[...] Schirrmacher in der Diskussion. (Ich empfehle als Hintergrundlektüre dazu u.a. die Artikel Der erschöpfte Algorithmenstürmer von Matthias Schwenk und Die bedrohte Elite von Sascha Lobo). Was mich angeht, so muss ich [...]
[...] ist geprägt von einer postiv-optimistisch Darstellung — womit er sich im übrigen deutlich von Frank Schirrmachers aktuellen Buch Payback unterscheidet. Münker ist sich möglichen Gefahren zwar bewusst, vor allem sieht er jedoch die [...]
Die Kommentare klingen, also würde Schirrmacher sich die Steinzeit zurückwünschen. Was er über die ständigen Aktualisierungen auf Facebook, Twitter etc. schreibt, halte ich für richtig. Sicher, jeder ist seines Filters Herr. Aber man kann doch nicht abstreiten, dass viele Leute einfach daueronline sind, d.h. sie twittern nicht nur in der Freizeit zu Hause, sondern bei der Arbeit, unterwegs mit dem Handy, etc. Darüber zu diskutieren, was dieser veränderte Umgang mit Neuigkeiten beim Menschen auslöst, ist legitim.
Nun ja. Danke für diese Rezension. Ein gutes Beispiel für eine im Buch beschriebene Art von Information. Nämlich einer die kein Mensch braucht.
Und warum bin ich überhaupt hier gelandet?
Weil dieser Beitrag so gut, bzw. beliebt, ist das er bei Google auf Platz 1 steht.
Oder weil es vordem andere Artikel gab die gut/beliebt waren.
Zudem las ich bereits einige Kommentare die aussagten, man bräuchte das Buch nun nicht mehr lesen. Schließlich hat die Bewertung ja bereits jemand anderes vorgenommen. Da stellen also einige Menschen Kommentare ein, ohne den Inhalt dessen worüber diskutiert wird zu kennen und fühlen sich auch noch gut informiert? Na bravo – ein Paradebeispiel!
Viele Kommentare über dieses Buch strotzen vor Ängstlichkeiten. Wer mag schon zugeben, dass er selbst überfordert oder gar Fremdgesteuert ist? Das mag Herrn Schirrmacher so gehen und vielleicht vielen anderen, aber mir selbst?
Ein kritischer Blick auf die Informationsverbreitung und -verwertung unserer Zeit scheint mir sehr wichtig. Speziell wenn man im Onlineumfeld arbeitet, kennt man die Methoden mit denen Menschen “zum Ziel” geführt werden. Und ebenso kennt man auch die fast schüchtern geäußerten Fragen die bei vielen Usern aufkommen.
Unsicherheit im Umgang mit diesem Informationsgeflecht ist alltäglich und wächst zunehmend.
Das in diesem Buch die positiven Seiten etwas zu kurz kommen ist für mich guten Gewissens vertretbar, denn dazu gibt es reichlich anderes Informationsmaterial.
Fazit: Herr Schirrmacher hat einen für mich wertvollen Beitrag geleistet.
[...] kritisiert. Ist das schon Qualitätsjournalismus? Oder haben die von Frank Schirrmacher verteufelten Algorithmen und semantischen Mechanismen hier einen Streich [...]
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