#Blogs

Zehn gute Gründe, warum man 2009 Blogs lieber gelesen haben sollte

von , 3.2.10

Nico Lumma schreibt in seinem Rant über die Mittelmäßigkeit der deutschsprachigen Blogs: “Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss, weil man sonst einen wichtigen Beitrag verpassen würde.” Blogs seien lediglich nett, stark selbstreferenziell und vor allem: wenig relevant.

Lummas Text ist:

A. Selbst an Selbstreferenzialität und Recherchefreiheit kaum zu überbieten.

B. Eine oberflächliche Provokation: Man könnte von Stern bis Welt kompakt sehr viele Medien aufzählen, die man nicht gelesen haben muss, um keinen wichtigen Beitrag zu verpassen. Im Vielgeschrei des Medienbetriebs ist das ein fast schon strukturell verankertes Phänomen: Es gibt ohnehin fast nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.

C. Ein Spiel mit der Vergesslichkeit der Leser: Es gab nämlich im letzten Jahr sehr viele Blog-Artikel, die zumindest wir lieber gelesen haben, als sie zu verpassen. Man vergisst nur schnell, wo man sie gelesen hat. Eine kurze, subjektive und unsortierte Erinnerungs-Liste:

  1. BILDblog: Wie Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm wurde
  2. Spreeblick: Auf Nimmerwiedersehen, SPD!
  3. Stefan Niggemeier: Amok twittern
  4. Nerdcore: …und alle so „Yeaahh!“
  5. ruhrbarone: Hat FDP-Europaspitzenkandidatin Koch-Mehrin falschen Eid geleistet?
  6. Elektrischer Reporter Elektrischer Reporter Nerds: Weltretter mit Hornbrillen?
  7. F!XMBR: Quo vadis Piratenpartei?
  8. Indiskretion Ehrensache: Warum ich aus dem DJV austrete – und mich frage, ob man nicht etwas tun müsste
  9. netzpolitik.org: Datenleck bei SchülerVZ
  10. law blog: Die Legende von der Kinderpornoindustrie

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So gesehen: Der Blog-Laden läuft, wenn auch mit klar erkennbarem Verbesserungspotenzial. Nico Lumma ist dem Das-Glas-ist-halbvoll-/-halbleer-Effekt aufgesessen.

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