von Redaktion Carta, 19.12.09
Raphael Gross in der FAZ über «das Tragische der Demokratie» und das Minarettverbot:
In einer solchen Situation ist es entscheidend, dass man die Grundlagen demokratischer Entscheidungen – nämlich den Relativismus – auch nach einem tragischen Fehler im Auge behält. Nur wer Demokratie vor dem Hintergrund einer relativistischen Weltanschauung begreift, wird auch die Meinung der diesmal unterlegenen Minderheit als potentiell trotzdem richtig akzeptieren. Gegen die Verfechter absoluter Wahrheiten in der Politik, seien sie religiös oder völkisch, hilft einzig das tragische Eingeständnis der Relativität demokratischer Entscheidungen.