von Robin Meyer-Lucht, 29.10.09
Die Elefantenrunde der Münchner Medientage durch Remix von Richard Gutjahr doch noch vor Langeweile und Bedeutungslosigkeit bewahrt:
[via knüwer]
Die Medientage München sind eine von diesen Standortkonferenzen, die von der örtlichen Landesmedienanstalt und den klassischen Massenmedienanbietern dominiert werden: daher die Zusammensetzung der Elefantenrunde, daher das Gezänk zwischen Verlegern und Öffentlich-Rechtlichen.
Doch mit der schwindenden Bedeutung der Landesmedienanstalten und der klassischen Medien sacken langsam auch diese Konferenzen in sich zu sammen. Das einzige, was sie noch haben ist: sehr, sehr viel Geld – einiges davon übrigens über Umweg über die Landesmediananstalt aus dem GEZ-Topf.
Die Massen-Medienkonferenzen á la Medientage oder Medienfoum NRW sind ein Schema, das so nicht mehr funktioniert: weil die alten Könige eigentlich schon enthront sind, weil das Mediensystem als gemeinsamer Nenner inzwischen zu fragmentiert ist und weil es andere Foren gibt, wo man über die Dinge besser sprechen kann.
Thomas Knüwer schreibt über die Medientage: «Groß und gestrig.» Die Süddeutsche Zeitung meint: «Die Elephantenrunde war also: wie immer. Und so lange sich an der Spitze der Medientage nichts ändert, wird alles auch immer so bleiben.»
Daher muss man zu solchen Standortmedienspektakeln nicht mehr unbedingt hingehen.