#Noa Bank

Kampf um die Noa Bank geht weiter: Von der Finanzaufsicht und vom eigenen Erfolg erdrückt?

von , 29.7.10

Dirk Elsner fragt im Blick Log, ob die Noa Bank von der Finanzaufsicht und ihrem eigenem Erfolg erdrückt wird. Die Finanzaufsicht hat die Bank aufgefordert, zusätzliches Eigenkapital aufzunehmen, was die Bank jetzt wieder in die Medien brachte.

Gründer und Mitgesellschafter der Noa Bank, Francois Jozic, hatte bereits vor über einer Woche im Blog der Bank auf die Aktivitäten der BaFin hingewiesen und sich dafür entschuldigt, dass er eine Auflage der Finanzaufsicht nicht seinen Kunden mitteilte (welche Bank macht das sonst eigentlich?).

Jetzt soll die Bankenaufsicht angeblich noch eine höhere Eigenkapitalquote fordern, als gesetzlich vorgeschrieben – möglicherweise um das Wachstum gleich mit einzubeziehen. Elsner meint, das könnte für die Noa Bank nicht mehr machbar sein. Er kommentiert:

Es ist daher nach dem aktuellen Informationsstand unverständlich, dass die Aufsichtsbehörden bei Neugründungen offenbar andere Maßstäbe anlegen. Deutschland hat nach Ansicht des Präsidenten des deutschen Bankverbandes, Andreas Schmitz, die stärkste Industrie aber das schwächste Bankensystem. Wenn man es Newcomern so schwer macht, dann ist es kein Wunder, dass wir hier weiter auf der Stelle treten.

Die Noa Bank gehört neben Fidor, Smava und anderen Akteuren zu den Hoffnungsträgern eines neuen Verständnis im Banking. Noch sind es zarte Pflänzchen. Tatsächlich vermittelt der Noa-Kampf derzeit (noch?) den Eindruck, als wolle „man“ eine Pflanze wieder austreten.

Schließlich stellt Elsner die Frage: Hilft das Netz? Werden die Kunden weiterhin ihr Geld zur Noa Bank bringen um ihre transparente, neue Art des Banking zu unterstützen? Er ist skeptisch: “Aber beim eigenen Geld hören bekanntlich Solidarität und Sympathiekundgebungen auch im Web 2.0 auf.”

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