von Redaktion Carta, 16.6.10
Michael Hanfeld beschreibt im Feuilleton auf FAZ.net den Großen Zapfenstreich zu Ehren und zum Abschied von Horst Köhler und dessen Kommentierung in der ARD von Ulrich Deppendorf:
Wir haben keinen König, wir haben keinen Kaiser, wir haben einen Bundespräsidenten. Und der ist, wie der ARD-Chefredakteur Ulrich Deppendorf sagt, „sehr gefasst“ an diesem Abend in Berlin, beim Großen Zapfenstreich, mit dem die Bundeswehr ihn und er sich von seinem Volk verabschiedet.
…
Und trotzdem wie ein Staatsbegräbnis, nicht wie eine Verabschiedung. Aber vielleicht denken wir das auch nur, weil Ulrich Deppendorf gerade wieder gesagt hat, wie „gefasst“ die Stimmung sei.
Wir sind auch gefasst. Wir sind auf alles gefasst. Denn wir wissen immer noch nicht, warum der Bundespräsident jetzt gerade vor dem Schloss Bellevue steht und blinzelt und nicht drinnen sitzt und seinen Amtsgeschäften nachgeht.