Hartz IV als moralische Besserungsanstalt?

von , 28.9.10

Frank Luebberding beschreibt ein Problem der Neuberechnung der Hartz IV-Sätze: Sie macht Schluss mit der Illusion bürgerlicher Autonomie des «sozio-kulturellen Existenzminimums»:

Das “sozio-kulturelle Existenzminimum” stellt damit in der Theorie die Autonomie des Individuums sicher. Der Warenkorb soll mehr sein als eine statistische Größe, sondern ein Ausdruck für eine Lebensweise, die man in dieser Gesellschaft als mit der “Menschenwürde” vereinbar definiert. In diesem Rahmen soll jeder Bürger seine individuellen  Präferenzen zum Ausdruck bringen können. Wertentscheidungen werden so zur Sache des Individuums und nicht des Staates. Ansonsten macht der Begriff keinen Sinn.

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