von Robin Meyer-Lucht, 22.4.10
FAS-Wirtschaftsressortleiter Rainer Hank hat in der vergangenen Ausgabe seiner Sonntagszeitung endgültig den Stab über der Westerwelle-FDP gebrochen. Unter dem Titel „Das Elend der FDP“ schreibt er:
Die FDP hat in der vergangenen Woche ihre Steuersenkungsversprechen widerrufen und die angekündigten Entlastungen von ursprünglich 35 auf 16 Milliarden Euro geschrumpft. Den Rest kriegt die Union dann schon noch klein. Die Existenzberechtigung der Liberalen beschränkt sich künftig darauf, Jobs für langgediente FDP-Funktionäre zu garantieren: eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Regierungspolitiker ohne besondere Aufgabe.
Der oben zitierte Text stammt vom 17. April 2010. Im letzten Herbst, am 25. Oktober 2009, hatte Hank der FDP bereits einen Hang zum «sozialdemokratischen Klientelismus» vorgeworfen:
Die Liberalen haben sich die Kritik am Neoliberalismus zu Herzen genommen. Mit fliegenden Fahnen sind sie ins Lager der Volksbeglücker übergelaufen. Politik mit einer Prise Schlaraffenland. Selbst das Prekariat darf zufrieden sein.
Titel seines Textes damals (zumindest in der Online-Version): Das Elend der FDP.