von Robin Meyer-Lucht, 3.12.09
Ronnie Grob verteidigt das Prinzip der Mehrheitsentscheidung in der Demokratie – und deutet den Schweizer Minarettstreit als Symptom für das zunehmend angespannte Verhältnis von Eliten mit dem Rest der Welt:
Die Zukunft wird uns viele Diskussionen liefern, die Machtspannungen zwischen den Vielen und den Einzelnen zum Thema haben. Bei den Medien sind wir, ausgelöst durch die mittels Innovationen ermöglichte Demokratisierung der Medien, schon längst mittendrin in der Debatte, siehe auch mein Artikel in der “NZZ” von vor einem halben Jahr dazu.
Elitisten, die glauben, die Welt funktioniert am Besten, wenn man alle Macht einer kleinen, fähigen Elite übergibt (nämlich ihnen), gibt es in allen Lebensbereichen. Ich halte es für wichtig, solchen Menschen immer wieder klar zu machen, dass nicht sie das Mass aller Dinge sind, sondern in einer Demokratie vielfältige Kräfte herrschen.
Lesenswert zu dem Thema auch Felix Neumann über Mehrheit und Wahrheit.