Pegida ist kein Sonderfall: Sachsen und die rechte europäische Identität
Vermeintlich spezifisch ostdeutsche Perspektiven, die Angst vor dem Fremden und die Skepsis gegenüber der EU, sind in Wahrheit Bestandteil europäischer Diskurse. Doch schließt ein Ja zu einem offenen, vereintem Europa, zur Aufnahme von Flüchtlingen ein Bekenntnis zu unseren kulturellen Werten aus? Für Jan Schenkenberger ist gerade die Kombination zwischen den Werten der Aufklärung und Mitmenschlichkeit der Kern der europäischen Idee. […]
Jan Schenkenberger studierte Politik- und Religionswissenschaften in
Berlin, Erfurt und London. Dabei interessierte ihn besonders das
Zusammenleben von verschiedenen Kulturen und Religionen in einer
Gesellschaft; seine Abschlussarbeit schrieb er über die Versuche, auf
dem Wiener Kongress 1814 eine rechtliche Gleichstellung der Juden in
Deutschland zu erreichen. Seither arbeitete er für die BStU über die
Rolle von Rechtsanwälten in der DDR und war an der
Hans-Jonas-Gesamtausgabe beteiligt. Nächstes Jahr wird seine Promotion über die Anthropologie Karl Löwiths erscheinen.