Jenseits von Kopenhagen
Kaum jemand geht noch davon aus, dass beim Kopenhagener Klimagipfel ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen zustande kommt. Das ist auch gut so. Weniger ermutigend ist, dass vor allem die Europäer die Hoffnung verbreiten, im Jahr 2010 werde man das in Kopenhagen verpasste ganz bestimmt nachholen können.
Welt Online: Verlegerkritische Passagen fehlen in Jeff Jarvis-Übersetzung
Im Nachgang zu seiner Keynote auf den Medientagen in München schrieb Jeff Jarvis einen Gastbeitrag für Welt Online. Bei der Übersetzung kam es entscheidenden Kürzungen: Kritik an Verlegern und «Hamburger Erklärung» fehlen.
Nassforscher Pragmatismus
«Selbst beim ‚Neuen Deutschland‘ soll das Zeilenhonorar von 39 auf 35 Cent gesenkt worden sein. Es heißt, die Freien hätten dort Kuchen an die Festangestellten verteilt und die Entscheidung so rückgängig machen können.» Tom Schimmecks Generalabrechnung mit «Endzeit-Gezeter» und journalistischen Arbeitsbedingungen. Tom Schimmeck
Koalitionsvertrag: Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Nur in einer Gesellschaft mit funktionierendem Fahrstuhl, die möglichst viele Talente fördert, lässt sich die Last des sozialen Staates senken, ohne einfach mehr Menschen der Armut zu unterwerfen. Uwe Jean Heuser, Zeit
Experten für Notrutschen
Es gibt so etwas wie eine massive Überzeugungskrise der Sozialdemokratie. Weil die Sozialdemokraten sehr oft selbst nicht mehr wissen, wofür sie stehen oder stehen sollen. Robert Misik, BLZ
Das ist integrationsfeindlich.
Nimet Seker wendet sich gegen die geplanten Kürzungen bei Köln Radyosu, dem türkischen Programm des WDR.
Kein Jubel für Solisten
Wie Freuds Aufwertung des Unbewussten unsere Vorstellung von einem souveränen Ich kränkte, so nagt die Ausrufung von Schwarmintelligenz am Ideal des kulturell schöpferischen Solisten. Joachim Güntner, NZZ
Verteidigung der Gier
Natürlich wäre uns die Finanzkrise ohne die Begehrlichkeit der Menschen erspart geblieben, freilich nur deshalb, weil erst gar kein Finanzmarkt entstanden wäre. Gerhard Schulze, Perlentaucher
Gemütlich in den Abgrund
Die SPD droht an einer geschäftsmäßigen Vernünftigkeit zu ersticken, an einem undeutlichen «Ja, aber», das nie ganz falsch ist. Stefan Reinecke, taz