Redaktion Carta | 29 Kommentar(e)
Der profilierte ARD-Sportexperte Hajo Seppelt äußert sich im Carta-Interview zum Konflikt zwischen Jens Weinreich und dem Deutschlandfunk.
16.08.2012 |
Carta: Herr Seppelt, Sie sind seit 1985 Sportreporter für die ARD und haben sich durch Ihre Berichterstattung vor allem über die Doping-Problematik einen Namen gemacht. Viele Journalisten und Sportinteressierte verfolgen derzeit die Auseinandersetzung um Ihren Kollegen Jens Weinreich. Wie beurteilen Sie seinen Konflikt mit dem Deutschlandfunk? Hat Herr Weinreich in der Sache Recht?
Hajo Seppelt: Das hat er aus meiner Sicht leider nicht. Hier wird gezielt der Eindruck erweckt, dass ein anerkannter und verdienter Kollege angeblich zum Opfer politischer Ränkespiele geworden ist, weil er zu kritisch sei und sich von niemandem verbiegen lasse. Das lässt sich ja so schön verkaufen im Mainstream des Klischees, ein großer öffentlich-rechtlicher Sender würde unter politischem Druck einknicken und sogar einen seiner besten Mitarbeiter dafür opfern. Richtig ist: Weinreich ist ein profilierter Journalist, er gehört zu den Besten in seinem Fach. Aber die Gründe dafür, dass er seit Jahren immer wieder mit etlichen Kollegen auch weit über den Deutschlandfunk hinaus in Konflikt gerät, sind aus meiner Beobachtung weniger inhaltlicher Natur, sondern haben mit seinem Auftreten seit langen Jahren zu tun.
Es ist aus meiner Sicht interessant zu beobachten, wie hier eine Kampagne von ihm und nahestehenden Kollegen inszeniert wird, die ihn als Opfer dastehen lässt. Etliche Kollegen sind darüber fassungslos, wie da gegen eine Redaktion geschossen wird, die wirklich immer wieder gerade in jüngster Vergangenheit versucht hatte, den Kollegen zu integrieren. Noch einige Tage, bevor die Situation im Frühjahr eskalierte, hatte die DLF-Sportchefin mit ihm ein langes Gespräch geführt, das die weitere Zusammenarbeit sichern sollte. Und dann attackiert er kurze Zeit später wieder die Berichterstattung über den Sportausschuss auf seinem Blog mit drastischen Begriffen unter der Gürtellinie. Der DLF wurde da zwar nicht namentlich genannt, aber da dieser zu den ganz wenigen Medien zählt, die regelmäßig darüber berichten, war klar, welches Medium damit auch gemeint sein musste. Weinreichs Wortwahl ist nach meiner Empfindung oft überzogen, anmaßend und selbstgerecht. Jetzt einen Begriff wie “Berufsverbot” in die Welt zu setzen, ist absurd. Geht es nicht bitte eine Nummer kleiner?
Es ist dennoch eine traurige Entwicklung insgesamt. Hier gibt es in der Tat, wie die taz schon schrieb, nur Verlierer. Denn es bleibt dabei: Weinreich ist ein herausragender Kenner der nationalen und internationalen sportpolitischen Verflechtungen. Da kennt er sich wie kein zweiter aus. Und seine Expertise fehlt jetzt natürlich.
Es gibt bislang zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen auf den Fall. Die einen sagen, hier wird ein kritischer Journalist aus politischer Rücksichtnahme ausgebootet, die anderen sagen (meist hinter vorgehaltener Hand), die Ursache des Konflikts liegt allein im Verhalten von Jens Weinreich? Sie kennen Weinreich persönlich und hatten beruflich mit ihm zu tun. Was trifft denn nun zu?
Seppelt: Die Gründe liegen mitnichten im politischen Druck von Bundestagsabgeordneten. Natürlich waren einige von ihnen auch sauer über die DLF-Berichterstattung, auch gerade über die Geschichte zu den Abgeordneten, die im Ausschuss offenkundig wenig Interesse an ihrer Arbeit zeigten. Der Bericht dazu kam übrigens nicht zuerst von Weinreich, sondern von anderen Kollegen – um auch hier möglicher Legendenbildung vorzubeugen. Diese Berichterstattung war sogar mit einer der Gründe dafür, dass der Sportausschuss mehrheitlich dafür votierte, die Medien auszuschließen. Den politischen Druck ist der DLF in seiner sportpolitischen Berichterstattung seit Jahren gewöhnt und hält den nach meiner Einschätzung gut aus.
Die Gründe für das Ende Weinreichs beim DLF liegen woanders. Unser Beruf hat viel mit Eitelkeiten und narzisstischen Ausprägungen zu tun, machen wir uns da nichts vor. Davon sind wenige wirklich ganz frei. Wie viel verbrannte Erde der Kollege Weinreich in manchen Redaktionen hinterlassen hat, ist indes schon auffällig. Normalerweise gehört so etwas nicht an die große Glocke gehängt, aber da Weinreich ja offen den DLF mit Vorwürfen überzieht, wird es jetzt notwendig, hier auch mal ein bisschen mehr Balance in der Wahrnehmung herzustellen. Was ich immer wieder erlebt habe: Er kanzelt Kollegen ab, kommuniziert kaum oder äußerst barsch und lässt keinen Widerspruch gelten. Wie viele Redaktionstüren ihm überhaupt noch offenstehen und wie die Erinnerungen so mancher Mitarbeiter sind, die unter Weinreich arbeiteten, wäre interessant zu erfahren.
Welche Rolle spielen die Blogbeiträge von Jens Weinreich in dieser Auseinandersetzung?
Seppelt: Wenn Sie auf die Blogeinträge anspielen, die Anfang des Jahres die Berichterstattung über den Sportausschuss thematisierten, dann waren sie nach meiner Einschätzung nicht der Grund, sondern der letzte Auslöser nach einer Reihe vergeblicher Versuche, einen Modus Vivendi mit Weinreich zu finden. Die Blog-Einträge waren gewissermaßen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Es mag berechtigte Kritik an manchen Beiträgen im derzeitigen DLF-Sport geben, das ist ganz normal – aber das hier ist völlig überzogen. Auch, was andere im Blog dazu insinuieren.
Der Deutschlandfunk hat inzwischen in einigen Erklärungen und Interviews Stellung bezogen, allerdings beschränken sich die Einlassungen auf vage Andeutungen. Das wirkt etwas verdruckst. Wäre es nicht besser, offen über die Sache zu reden?
Seppelt: Da ich kein Vertreter des Deutschlandfunks bin, kann ich hier nur spekulieren. Kann der DLF hier wirklich Personalinterna mit den Details und die atmosphärische Gemengelage in aller Öffentlichkeit diskutieren? Ich gehe davon aus, dass dies rechtlich gar nicht zulässig ist. Und wer die zweite Stellungnahme von Chefredakteurin Wentzien gelesen hat, die ja auf den Schilderungen ihrer Sportredakteure beruht, hat wohl erkennen können, was gemeint ist.
Sie sind etwa so alt wie Jens Weinreich, Sie haben die gleiche Berufserfahrung und eine ähnlich herausragende Stellung im deutschen Sportjournalismus. Wie wären Sie mit einem solchen Konflikt umgegangen?
Seppelt: Ich hätte mich sicher auch gewehrt, wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt hätte. Aber zwischen persönlicher Verteidigung und öffentlicher fortwährender Angriffe gegen die andere Seite sehe ich schon einen Unterschied. Zudem frage ich mich, ob das nicht auch in manchen Punkten justitiabel ist, was er da behauptet. Aus meiner Sicht wäre er besser beraten, diese Inszenierung schnell zu beenden und sich auf das zu konzentrieren, was er am besten kann: Ich finde nach wie vor, dass er ein vorzüglicher Kenner in seinem Themenfeld ist. Aber zur Wahrheit und – wie er sagen würde – Transparenz gehört es auch, mal die andere Sicht der Dinge in diesem Fall darzustellen. Die kursierenden Verschwörungstheorien aber können schnell zum Rohrkrepierer werden.
Interview: Wolfgang Michal
Eine Link-Liste zum Thema finden Sie unter dem Beitrag von Vera Bunse.





Das erinnert mich auch an Thomas Knüwer, ein ähnlich populärer Blogger. Knüwer haut immer ordentlich drauf, ohne Rücksicht auf Exaktheit oder Fakten. Oft muss oder müsste er zurückrudern. Das ist doch das Problem dieser Alpha-Männchen, in Zeitungen müssten sie Richtigstellungen schreiben, aber in ihren Blogs dürfen sie den größten Käse vom Leder ziehen, ohne Verantwortung dafür zu übernehmen.
@Marco
Hast du konkrete Beispiele?
Ein Interview das man sich hätte sparen können. Ein Konkurrent, der das gleiche Feld wie Weinreich bearbeitet, bekommt eine Plattform um nachzutreten. Die ARD und der DLF werden es ihm danken. Nicht mal für das Wort Kampagne ist sich Seppelt zu schade.
Immer schön mit Dreck werfen scheint die Devise der Öffentlich-Rechtlichen zu sein, irgendwas wird schon hängen bleiben. Anders sind Aussagen wie
> Wie viele Redaktionstüren ihm überhaupt noch offenstehen und wie die
> Erinnerungen so mancher Mitarbeiter sind, die unter Weinreich arbeiteten,
> wäre interessant zu erfahren.
nicht zu erklären. Wohlgemerkt von einem Journalisten, der sicher weiß was er da macht, dem das nicht zufällig raus gerutscht ist. Das ist Bildzeitungs-Niveau, spekulatives Dreckwerfen. Fakten? Fehlanzeige.
Auf der einen Seite kommt Seppelt mit Insiderinformationen
> Noch einige Tage, bevor die Situation im Frühjahr eskalierte, hatte die
> DLF-Sportchefin mit ihm ein langes Gespräch geführt, das die weitere
> Zusammenarbeit sichern sollte.
Auf der anderen Seite tut er so, als ob sein Name Hase ist
> Da ich kein Vertreter des Deutschlandfunks bin, kann ich hier nur
> spekulieren.
Trotzdem weiß Seppelt genau, dass es keine politische Einflussnahme gab. *hüstel* Er kann nur spekulieren? Nein, er hätte mal seine Quelle fragen können.
Sogar die miesen Stellungnahmen des DLF werden noch schön geredet. Die können ja gar nicht anders. Doch, können sie. Souverän den Mund halten hätten sie gekonnt. Fakten präsentieren hätten sie auch gekonnt. Fakten, die Weinreich öffentlich eingefordert hat und die er öffentlich machen wollte.
Aber nein, es hat furchtbar gejuckt zweimal Nachzutreten. Bei mir bleibt dabei hängen, dass dem DLF und den Öffentlich-Rechtlichen Kadavergehorsam wichtiger als journalistische Integrität ist. Bei so gesetzten Prioritäten halte ich politische Einflussnahme überhaupt nicht für ausgeschlossen und vorauseilenden Gehorsam, die Schere im Kopf, für möglich.
@Marco
Gerade deutsche Zeitungen schreiben aus Prinzip freiwillig und aus eigenem Antrieb keine Richtigstellungen. Das ist eines der vielen Probleme im etablierten deutschen Journalismus.
Wenn sie denn mal zu einer Gegendarstellung gezwungen werden, dann gibt es diverse Tricks, wie man die im Blatt versanden lassen kann. Zum Beispiel wird die Gegendarstellung an dem Tag der Woche, an dem man die niedrigste Auflage hat, gedruckt. Da die Gegendarstellung, im Gegensatz zum ursprünglichen Artikel, an eine feste, langweilige, formale Form gebunden ist, kommt ihr Inhalt sowieso nur beschränkt beim Leser an.
Ach Hajo, war das wirklich notwendig? Das grenzt doch schon sehr an character assassination. Ich habe nicht “unter” Jens gearbeitet, aber mit ihm und schaetze ihn sehr. Dass er ein einfacher Charakter sei, wuerde er nicht einmal von sich selbst behaupten. Und was immer die Hintergruende sind, die ich nicht kenne, wss der DLF da macht und wobei Du ihm hilfst ist, einen kritischen Journalisten der Meute zum Frass vorzuwerfen. Du solltest doch am besten wissen, wie uebel das ist, zumal wenn man keinen starken Sender im Ruecken hat.
Hajo Seppelt überschreitet mit der Frage, welche Redaktionstüren Jens Weinreich überhaupt noch offenstehen (einem kaum verhohlenen Aufruf) die Grenze, hinter der sein Ego recht deutlich zum Vorschein kommt.
Dies von Seppelt. Auch im Einsatz für den Erhalt seines ARD-Jobs ist einmal und maßgeblich von Weinreich initiiert das sportnetzwerk entstanden, mit viel Solidarität für Seppelt, dessen Karriere als ARD-Dopingexperte im Ergebnis einen gewaltigen Schub erhalten hat.
Da Seppelt betont, dass er “nicht für den DLF” spreche (was ihm u.U. zu glauben ist, denn er spricht vor allem für sich selbst), darf man sicher auf seine kleine Auslassung hinweisen, dass er selbstverständlich für die DLF-Sportredaktion arbeitet.
#6 Korrektur, aber nur des Zitats:
Seppelt betont, er sei “kein Vertreter des Deutschlandfunks” – so weit zu sagen, dass er nicht für ihn spricht, geht er dann doch nicht.
Legendenbildung, verbrannte Erde, Spekulation über verschlossene Redaktionstüren… welches Motiv hat Hajo Seppelt, von seinem Kollegen Weinreich in derart gehässigen Tönen zu reden?
Immer häufiger in letzter Zeit, wenn jemandem Verschwörungstheorien vorgeworfen werden, neige ich dazu zu glauben, dass der Verschwörungstheoretiker recht hat.
Mich irritiert zunehmend, dass Carta schon einige Tage in drei Beiträgen das Thema, sagen wir: bearbeitet, ohne dazu mit mir gesprochen zu haben.
(Sorry, wenn ich in diese altmodischen Usancen verfalle, denn ich weiß ja auch: Diskutiert haben wir miteinander. Dort wo es angebracht ist, öffentlich, in Kommentarspalten.)
#6
Hajo Seppelt bittet um Richtigstellung und weist darauf hin, dass seine Stellung innerhalb der ARD bei Gründung des Sportnetzwerks Ende 2005 noch nicht in Frage gestanden habe.
Dessen Solidarität hat er erst ein halbes Jahr später erfahren.
Mit weiteren Details gern Du, Hajo.
Lieber Jens Weinreich,
zu den eher altmodischen Usancen gehört es natürlich auch, die andere Seite zu hören. Dieser Pflicht ist Carta nachgekommen, auch wenn ich eine Meinung dazu habe (die hier auf Carta steht).
Solche Konflikte sind im Journalismus häufig, selten ist nur, dass sie in der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Ich halte das – wenn es nicht in fruchtlosen Vorwürfen und Beschimpfungen endet – für mutig und es könnte auch produktiv und interessant für alle Beteiligten und die Leser sein.
Carta interessiert dabei weniger, wer mit wem nicht kann oder noch ein Hühnchen zu rupfen hat oder konkurriert, uns interessiert vor allem, welche Veränderungen der Konflikt anzeigt oder bewusst macht und was an Entwicklung, Neuausrichtung, Innovation etc. notwendig wäre. Ich denke, das kann man sehr gut ohne gegenseitige Unterstellungen leisten.
Gut fände ich, wenn die Beteiligten über das eigentliche Thema diskutieren würden: Wie unpolitisch, wie naiv, wie opportunistisch, wie oberflächlich ist der deutsche Sportjournalismus? Wie sehr spiegelt sich der Zustand des Sports im Zustand des Sportjournalismus? Gerade die Großereignisse dieses Jahres sind ein idealer Aufhänger dafür.
Wie Sie selbst in einem Kommentar zu meinem Beitrag “Über den Versuch, den Fall Weinreich auf Verhaltensmängel zu reduzieren” geschrieben haben, täte es gut, wenn der Blick etwas geweitet würde.
Herzliche Grüße
Wolfgang Michal
Es ist schade .. dass ein Online Grimme Preisträger so verachtet und degradiert wird.
ARMES, nicht nur journalistisches, geistiges DEUTSCHLAND! ( Hinweis bin kein Journalist )
VERBRANNTE Erde ? Bin FROH, dass der SKANDAL FIFA/BLATTER von Herrn Jens Weinreich vorangetrieben worden ist und dass er sich für MEHR TRANSPARENZ einsetzte. Als ehemaliger PFF Consultant ( offizieller ernannter Consultant in der FIFA ) hat er sich für die HINTERGRÜNDE die mir zugetragen wurden ( auch im Vergewaltigungsfall Amanda Colling in den DFB und deutsche Trainer verwickelt waren ) erkundigt. Weder ARD noch ZDF .. noch POLITIKER.. selbst DFB PRÄSIDENTEN hat diese STAATSANWALTLICHEN ( STAATSANWALTSCHAFT Koblenz mit REGISTERNUMMERN ) Vorgänge interessiert.. stattdessen wurden diese INFOS in Europa/Deutschland unterdrückt und nicht publiziert. ( wohl auch wg. POLITISCHEM Druck ) .. was soll man da als deutscher Bürger sagen ????
SYSTEMATISCH wurden sehr wichtige Informationen ( auch was FIFA/DFB/DOSB ) von DEUTSCHEN MEDIEN IGNORIERT .. auch dei FRAGE wo unsere STEUERGELDER und FAN-GELDER hingehen .. ich bin jedenfalls SEHR FROH .. dass es noch einige JOURNALISTEN auf diese Welt gibt .. die heikle Themen angehen ( leider wohl bald nicht mehr in DEUTSCHLAND wo wohl nur noch das “KEEP SMILING” zählt und nicht den KAMPF gegen DOPING, MANIPULATIONEN und KORRUPTION ) .. auch wenn Her Weinreich da und dort eventuell wörtlich was überzogen haben sollte … finde ich ihn jedenfalls besser als den ignoranten Journalismus (…gelöscht…). Soll dies das VORBILD für unsere JUNGEN MENSCHEN sein mit medialer beschwichtigender Moderation von ARD,ZDF u.a. ??????.. ÖFFNET dieser Journalismus ( den Herr Seppelt anscheinend auch verteidigt ).. nicht Tür und Tor .. das KORRUPTION, MANIPULATIONEN und DOPING okay für JUNGE MITMENSCHEN sind ??????????????????????–
dann lieber, so sehe nicht nur ich dies, ein unbequemer emotionaler JENS WEINREICH der das ÜBEL auf der Welt erkennt und darüber berichtet.
NICHT ein korrupter HERR BLATTER ( hab eine PETITION an den BUNDESTAG wegen ABERKENNUNG seines BUNDESVERDIENSTKREUZES gestellt ( Medien berichteten bislang nicht darüber ) .. sondern Menschen wie ein Herrn Weinreich haben ein solchen Orden verdient… dafür sollte sich ein HERR SEPPELT, ARD , ZDF usw. einsetzen.
Als DFB Trainer finde ich es SEHR ÜBEL .. dass DEUTSCHE SPORTJOURNALISTEN auf POLITISCHEN DRUCK nicht mehr KRITISCH recherchieren .. vor einem Hajo SEPPELT hatte ich mal hohen RESPEKT bzgl WAHRHEITSFINDUNG .. scheint er hat sich dem SYSTEM der “Weichspülung” des DOSB und dem DLF und der Kanzlerin-Politik angepasst.
Mit freundlichen Grüßen
Paul Weiler ( Mitglied der Piraten -Partei und Vv. der HUMANSPORTAID for Philippines e.V. ( http://www.WELTSPORTHILFE.de ) )
@Paul Weiler: eine persönliche Frage, sprechen sie genau so wie sie schreiben? Also, schreien sie die Worte sehr lautstark heraus, die sie hier in Großschreibung präsentieren? Falls nicht: bitte unterlassen sie doch diese ständige Großschreibung, denn es wirkt wie Herumbrüllen.
@Franzerl .. in Deutschland soll wohl bald alles monoton klein geschrieben werden ohne etwas zu betonen? .. denke nicht dass wenn man DOSB, DFB, ARD und ZDF groß schreibt herumbrüllt ?.. die schreiben sich ja selber groß! :D
@Paul Weiler: Vlt. geht das betonen so. Wenn nicht dann _so_
:-)
Gutes Gespräch mit Jens Weinreich, nicht nur über hinterhältige Kollegen: http://www.newsroom.de/news/detail/$HVEQLVGOGMIM/jens_weinreich_gegen_derlei_boshaftigkeiten_kann_ich_mich_ohnehin_nicht_wehren
Ok .. in kleinbuchstaben : interessant wie letztes jahr der deutsche sportjournalismus über die philippinischen azkals schrieb ( mit neuem DFB deutschen nationaltrainer herr weiss .. mit deutschen bundesligaspielern (z.b. stefan schröck ( nun hoffenheim ), dennis cagara ( fsv frankfurt , nun ksc ) usw. ) . .. ddas dfb engagemnt mit deutschen steuergeldern.. das who des who der deutschen medien schrieb oder berichtete darüber.. zdf sportreportage, faz, deutsche welle, süddeutsche, kicker, bild usw. … auch mein name wurde erwähnt ( eigentlich war ich der alleinige macher ( selbst der nationalmannschaftsname azkals ist in deutschland /europa in 27 ländern patentiert ) )..
denn der dfb hatte keine chance eigentlich einen dfb nationaltrainer, deutsche steuergelder, deutsche bundesligaspiler usw. dort in der sehr wichtigen süd ostasiatischen zone zu platzieren .. in sinne der nation Philippinen half ich ohne dabei geld zu verdienen..
dann aber die wende ……. freundschaftsspiel der Philippinen in Deutschland ( u.a. gegen FC Ingolstadt ( 2. Liga ) … gegen Greuther Fürth ( nun 1.Liga ), Darmsatdt 98 ( 3.Liga ), Bonner SC , Fc Niederau Düren .. organisiert vom DFB nachweislich …
als Consultant war ich verantwortlich für die eintrittsgelder bei den spilen.. wo gingen die hin ??.. fragte ich einen offizielen dfb trainer der mich dann daraufhin tätlich angriff .. was ich bei dem dfb ( auch insbesondere dfb präsident dr. theo zwanziger per einschreiben ) und medien anprangerte .. kurz danach kam die vergewaltigung /sexuelle nötigung von frau amanda Coling hinzu in denen 4 nationalspiler der Philippinen direkt beteiligt waren und der deutsche DFB trainer und der dfb selbst darüber wussten… dies meldete ich auch den medien .. nachdem ich in vielen asiatischen führenden medien vor millionen publikum gezeigt wurde und mein name genannt wurde… habe dann rechtliche schritte eingeleitet ….
die deutschen medien berichteten darüber nicht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.. nur über den erfolg des dfb und herrn weiss .. dies nenne ich unterdrückung von wichtigen informationen … bin froh das philipppinische journalisten fair darüber auch berichteten .. allerdings zur nachtzeit um die mega skandale herunterzuspielen ..in deutschland interessierte sich quasi nur herr weinreich dafür obwohl ich die o.a. führenden top medien anschrieb .. hahahahaha.. was soll ich sagen .. dies ist “keep smiling -journalismus ” .. man zeigt/berichtet nur das was positiv über z.b. dfb und deutsche initiativen sind.. die probleme werden fallen gelassen… welcher schaden , welche verantwortung ( z .b. umgang mit deutschen steuergeldern ) wird ausgeklammert und sogar falsch dargestellt ( zdf sportreportage als hätte der dfb dies hinbekommen ( = falsch ) )…
ich habe mich mich an die organisation “playthegame.org” gewendet ( die über manipulationen/korruption / doping ) berichten .. sie nahmen mich ernst ( danke nach dänemark ) und berichteten darüber wie auch einige andere ausländische journalisten .. die es nicht verstehen konnten das facebook ( wg.dem fall amanda coling ) mich zur “persona non grata”, über die zentrale in den USA, deklarierte .
“playthe game” als medienplatform die durch die dänische regierung unterstützt wird bestätigte mir das gerade der sportjournalismus durch die machthaber und den politikern sehr unter druck ist und nicht genügend raum für investigativen seriös recherchierten journalismus vorhanden ist.
Daher ( über meine ausländischen Verbindungen ) weiss ich warum ein herr Weinreich ein systemproblem ist ! investigativer journalismus ist von der politik, den unternehmen, den sportorganisationen nicht gewollt .. hier steckt das übel !
diese thematik versuche ich nun in den bundestagswahlkampf auch hineinzubringen ( hab ja etwas geld dafür :) ) …
die headline wird wohl sein : “wollt ihr falschen journalismus und falsche berichterstattungen oder wollt ihr die wahrheit hören?” ( so oder so ähnlich ) ..
die bildzeitung berichtete über mich als “gutmensch”.. naja dann versuche ich dies auch umzusetzen als mensch der gut bleiben will und nicht als schlechtmensch einkategorisiert werden möchte :)
Wieso werden hier eigentlich all jenen unlautere Motive unterstellt, welche das triviale, naheliegende, aber sehr alltagspraktische Argument des DLF Ernst nehmen. In der Redaktion wollte anscheinend niemand mehr gerne mit Weinreich zusammenarbeiten, weil es _unangenehm_ war. Einfach, weil’s menschlich nicht hinhaute und den Arbeitsalltag verdrießlich gestaltete.
Das hat eher weniger mit Politik und “Berufsverbot” zu tun, sondern einfach, dass Menschen im Job – bei der kollektiven Produktion von Inhalten – kommunizieren müssen. Und wenn sie es nicht gern mit bestimmten Personen tun (oder gar Bedenken haben, ob sie etwas diskutieren oder ansprechen können, ohne danach hintenrum oder auf Blogs öffentlich herabgesetzt zu werden), dann sind sie nicht produktiv – es kann Einfluss auf den gesamten Output einer Redaktion haben.
In diesen Fall hatte die Redaktionsleitung wohl die Wahl, zwischen den Recherchefähigkeiten und der hohen Sachkompetenz eines Mitarbeitenden zu entscheiden und dessen Fähigkeit zur “sozialen” Integration. Weil man nur mit Jens Weinreich allein kein Programmangebot machen kann, haben sie sich dann gegen die Personalie entschieden – Entscheidungen, die gang und gäbe sind und nur durch die Tätigkeit als investigativer Journalist skandalisiert und in einen politischen Zusammenhang gebracht werden können.
Es ist übrigens beobachtbar, dass die Weinreich-Freunde dem DLF keinerlei Position zubilligen, die akzeptabel wäre. Sagt er nichts, wird ihm das vorgeworfen. Wird die Trennung wie oben begründet (nachdem rumkritisiert wird, es gäbe keine Stellungnahme), wird geschrieben, es werde mit Dreck geschmissen. Welche Position kann der DLF nach Meinung von den Weinreich-Freunden vertreten, die nicht ihrer Deutung von “politischer Einflussnahme” entspricht? Ich ermutige Euch mal zu diesen Gedankenexperiment.
@ Stefan (17): Habe ich was übersehen, oder wo ist da ein Gespräch?
ein kleiner rant über dies und das …
“apropos deutschlandfunk: der hat ja jetzt auch ein vieldiskutiertes problem: die haben doch tätsächlich gewagt, einem freien mitarbeiter zu sagen, er sei jetzt so frei, sich einen anderen zu suchen, der ihn alimentiert.”
[...] Welt, 15.08.2012 * Leser fordern „setzt Euch endlich mal zusammen“, newsroom, 16.08.2012 * „Die Blogeinträge waren gewissermaßen der Tropfen …, carta, 16.08.2012 * “Gegen derlei Boshaftigkeiten kann ich mich ohnehin nicht wehren”, [...]
[...] Wolfgang Michal interviewt Hajo Seppelt: „Die Blogeinträge waren gewissermaßen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brac… [...]
Ich bin zutiefst erschrocken über die Gehässigkeit, die aus Hajo Seppelts Worten spricht. Das klingt doch sehr nach einem Feldzug zur Diffamierung. Wenn ich das lese, dann bedauere ich im Nachhinein, dass ich mal Geld für eine Solidaritäts-Anzeige gespendet habe, als es darum ging, dem Kollegen Seppelt den Job in der ARD zu retten. 2006 war das. Schon vergessen, Hajo?
@Babara (24): Eine kleine Gedankenübung für Sie: Wie würden sie in anderen Worten – nicht diskriminierend – rüberbringen, dass JW in Augen mancher Redaktionen ein “schwieriger” Kollege ist?
@SterinMcCollis
Sie tappen mit Ihrer Argumentation immer wieder in dieselbe Falle. Ob bewusst oder unbewusst…? Anstatt sich sachlich mit der von Weinreich geübten inhaltlichen Kritik zu beschäftigen, verlagern Sie die Diskussion auf eine über die Person Weinreich. Dies ist falsch, weil es von den Fakten ablenkt. Ob “schwieriger” Kollege oder nicht darf im übrigen keine vorrangige Rolle spielen – so lange die abgelieferte Arbeit stimmt. Abgesehen davon: Weinreich ist Freischaffender mit Wohnsitz in Brandenburg. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die zartbesaitete DLR-Sportredaktion ihn tagtäglich in Köln ertragen musste. Daher hätte man schon erwarten dürfen, dass sie die Kritik aushalten können…
@SterinMcCollis
Ich habe, nur fürs Protokoll, mit Jens Weinreich in einer Redaktion gearbeitet. Und glauben sie mir, ich habe in meiner 15-jährigen Laufbahn im Sportjournalismus weitaus schwierigere Typen kennengelernt. Aber keinen besseren sportpolitischen Journalisten.
Warum gibt es so harsche Kritik an Hajo Seppelt wegen dieses Interviews von Kollegen? Er hat seine Sichtweise auf den Fall gegeben, was doch das normalste der Welt ist. Ich fand seine Ausführungen hierzu sehr interessant, insbesondere zu dem Aspekt der sozialen Kompetenz. Gehässigkeit, wie hier Hajo Seppelt vorgehalten wird, vermag ich nicht zu erkennen. Ein wenig mehr Gelassenheit täte der Diskussion hierzu ganz gut.
[...] Hajo Seppelt über Jens Weinreich vs. Deutschlandradio [...]