szmtag

Netzlese

Vera Bunse

Die BILD hat eine Idee – wir auch

 | 15 Kommentar(e)


Zum Geburtstag am 23. Juni will BILD per Post ein Sonderexemplar an jeden Haushalt liefern. Logistisch nicht uninteressant, denn Viele wollen das Blatt nicht einmal geschenkt.

12.06.2012 | 

Das großzügige Geschenk wird von so vielen Menschen abgelehnt, dass Springer ein Logistikproblem hat: Wie soll die Post das bloß machen, wenn so viele Haushalte rechtssicher die Lieferung verbieten? Also – dolle Idee! – sie schicken jetzt einen großen roten Umschlag an alle Empfänger, die das Käseblatt nicht wollen. Darauf steht:

Keine Zustellung an Empfänger, die eine großformatige, rote Infopostsendung erhalten (‘Infowurf’).

Das haben Springers sich fein ausgedacht. Dachten sie jedenfalls. Denn – upps – auch dem kann man widersprechen, was Chris Sickendieck auch schon griffig formuliert hat:

Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die oben genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse, insbesondere eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag, der Axel-Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.

Wie Chris schon sagt: Zur Nachahmung empfohlen. Vielleicht sollte man noch blau, grün, gelb, lila, … ergänzen. Die bescheidene Preisliste für Werbeschaltung in der Sonderausgabe ist übrigens dem Vernehmen nach im Netz nicht mehr auffindbar.

Mehr zu : | | | | | | |

CARTA Kaffeekasse

15 Kommentare

  1. Mac |  12.06.2012 | 19:01 | permalink  

    Und wie sollen wir Briefzusteller dann wissen wer keine BLÖD haben will? Sollen wir mit ausgedruckten Listen auf denen alle Daten stehen durch die Gegend laufen und dann abhaken?

    Wer weiß ob in den Sendungen überhaupt was drin steht…

  2. H.-P. Kraus |  12.06.2012 | 19:13 | permalink  

    Ist das sicher, dass die Post das Blatt zustellen wird? Dann wandert der Müll direkt in den nächsten Postkasten: Zurück an Absender.

  3. V |  12.06.2012 | 19:41 | permalink  

    Mein Alternativtext, der auch den Kasus, dass die Post im Auftrag der ASV den Infobrief verschickt, abdeckt:

    Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die oben genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse der Axel-Springer AG, ihrer Tochtergesellschaften oder von der Axel Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften beauftragten Unternehmen, insbesondere eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag, zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.

  4. MH |  12.06.2012 | 20:28 | permalink  

    Aber können die das denn so einfach machen? Widerspricht das nicht meiner Klauser “werder von Springer noch von einem Tochterunternehmen” bzw. “Daten dürfen nicht anderweitig verwendet werden”? Ich meine, entweder versorgt die irgend eine Tochter mit den ominösen roten Umschlägen oder die haben meine Adresse an eine andere Firma weitergegeben …

    Gedankenfehler?

  5. Mike Bein |  12.06.2012 | 20:32 | permalink  

    Hat vielleicht nochmal jemand die Mailadresse an die man das bei den Springern richten muss?

  6. Vera Bunse |  12.06.2012 | 21:03 | permalink  

    @Mike
    Einfach hier den Textbaustein entsprechend ergänzen, fertig. :)

  7. Vera Bunse |  12.06.2012 | 21:07 | permalink  

    @Mac
    Das ist doch der Sinn der Übung. Springers Problem.

    @H.-P.
    Bis jetzt ja, wird allerdings immer schwieriger. Hier: http://www.campact.de/bild/ml1/mailer, bringt mehr als ab in den Müll.

    @MH
    Na, die Daten hat ja die Deutsche Post.

  8. aaah |  13.06.2012 | 01:33 | permalink  

    Trolle am Werk…

  9. Christoph |  13.06.2012 | 11:59 | permalink  

    Ich glaube, so wie es hier steht ist es nicht ganz korrekt, oder?
    “sie schicken jetzt einen großen roten Umschlag an alle Empfänger, die das Käseblatt nicht wollen. Darauf steht:

    Keine Zustellung an Empfänger, die eine großformatige, rote Infopostsendung erhalten (‘Infowurf’).”

    Der Satz steht auf der JubiläumsBILD. Alle Verweigerer bekommen eine Postwurfsendung und damit die Zusteller nicht AUS VERSEHEN den Verweigerern auch eine BILD einwerfen, was massenhaft Klagen zur Folge hätte, soll der rote Umschlag warnen.

  10. Paul Ney |  13.06.2012 | 15:04 | permalink  

    Persönliche Einstellungen zur Bild-Zeitung möchte ich nicht kommentieren, wohl aber die Frage der Zustellung. Die DPAG (Deutsche Post AG) oder wer immer die Jubi-Ausgabe vom 23. Juni ausliefern wird, kann mit einem Großkunden besondere Verfahren vereinbaren. Wir leben ja in der Computer- und Internet-Zeit:

    Springer kann die Verweigererlisten splitten und jedem Zusteller einen Zettel mit Verweigerernamen per Straße und Hausnummer zukommen lassen, dann weiß man, wessen Postkasten nicht beliefert werden. Das ist zweckmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten, Beschwerden wären m.E. fehl am Platz. Dann muß man keine roten Umschläge verschicken — Beitrag zum Umweltschutz.

  11. BILD will rote Umschläge an GratisBILD-Verweigerer schickenLiomans Blog |  14.06.2012 | 11:26 | permalink  

    [...] Bildblog und Carta, haben sich die Leute die bei der Axel Springer AG für die Verteilung der gratis BILD zum [...]

  12. Nics Bloghaus | BILD für alle? |  14.06.2012 | 14:07 | permalink  

    [...] bekommt man dann aber einen dicken, roten Umschlag von Dieckmann. Gegen den – so schrieb Carta.info ges­tern – könne man sich jedoch auch weh­ren. Das sollte man tat­säch­lich tun. Und sei es nur, um [...]

  13. Christian Benduhn |  14.06.2012 | 18:49 | permalink  

    Wenn ich keine Bildzeitung kaufen will, kaufe ich keine. Wenn ich sie nicht mitlesen will, lese ich sie nicht mit.
    Wenn ich keine Gratis-Bild lesen will, schmeiße ich sie ins Altpapier ohne einen Blick hineinzuwerfen.
    Wer sich darüber hinaus Gedanken macht, ist dem Axel-Springer-Verlag auf den Leim gegangen.

  14. Joe Doe |  15.06.2012 | 01:03 | permalink  

    Kann man Springer nicht so am meisten Probleme bereiten:

    “Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die oben genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse der Axel-Springer AG, ihrer Tochtergesellschaften oder von der Axel Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften beauftragten Unternehmen, insbesondere eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag, zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.

    Ferner untersage ich Ihnen ausdrücklich, meine persönlichen Daten zu einem anderen Zwecke zu verwenden, als es für die logistische Umsetzung meines hier formulierten Anliegens zwingend notwendig ist und fordere Sie auf, anschließend sämtliche Daten umgehend und restlos zu löschen. Ausserdem untersage ich Ihnen meine Daten an Dritte insbesondere an von Ihnen beauftragte Unternehmen wie die Deutsche Post weiterzugeben.”

    Dann untersagt man ihnen den roten Umschlag zustellen und ausserdem der Post Listen der Verweigerer zukommen zu lassen. Sollen sie doch ihr Drecksblatt persönlich adressiert an alle verschicken, die nicht widersprochen haben!

  15. Christian Benduhn |  16.06.2012 | 00:35 | permalink  

    @Joe Doe: Welchen Nachteil erleiden Sie, wenn einmal in 60 Jahren eine Bildzeitung in Ihrem Briefkasten steckt?
    Axel Springer will etwas tun, um Sie vor Schaden zu bewahren.
    Verraten Sie mir bitte, welche Gefahren von dem roten Umschlag ausgehen, den Sie möglicherweise erhalten, damit Sie nicht irrtümlich die Bildzeitung gegen ihren Willen bekommen.

Sie möchten diesen Text kommentieren?

Ihr Name (erforderlich):

Ihre E-Mail (erforderlich):

Ihre Website:

Über Facebook oder Twitter einloggen:

Sie können Ihren Kommentar mit HTML-Befehlen formatieren.