Robin Meyer-Lucht | 72 Kommentar(e)
20 Minuten lang diskutieren die Hauptstadtjournalisten mit dem stellvertretenden Regierungssprecher über Twitter als politisches Medium – ein äußerst instruktives Video zum Zustand des Journalismus.
29.03.2011 |
Einige Hauptstadtjournalisten finden es merkwürdig und verstörend, dass Regierungssprecher Steffen Seibert (@RegSprecher) jetzt nicht mehr nur exklusiv zu ihnen spricht, sondern per Twitter irgendwie unvermittelt, irgendwie zu allen.
Die Diskussion in der Bundespressekonferenz vom vergangenen Freitag dokumentiert das Innenleben eines offenbar zutiefst verunsicherten Berufsstands: Ist Twitter etwa ein “offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers”? Entspricht das überhaupt den “Sicherheitsanforderungen”? Haben BKA und BND das ausreichen geprüft?
Das Video:
Auch zu diesem Thema:
Carta: Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher
Thomas Knüwer: Berliner Hauptstadtkorrespondenten – die geistige Nachhut
Thomas Wiegold: Wenn der Regierungssprecher twittert…
Christian Stöcker, Felix Knoke: Das Netz spottet über Hauptstadtjournalisten





Kann man aus einer handvoll Wortmeldungen über den Zustand des Journalismus folgern? Ich denke nein. Es lassen sich doch ohne weiteres drei Dutzend Journalisten finden, die anders sind.
Bitte nicht solchen Quatsch behaupten, nur weil es in Ihr Bild passt.
Leider nicht überraschend ist, daß die Fragesteller allesamt nicht sonderlich greis klingen.
Hören wir in diesem Dokument also die Angst der “Informationselite” vor der Zukunft (, die ja eigentlich schon längst die Gegenwart ist)?
Liebe “Haupstadtjournalisten” WIllkommen im Jahr 2011
Bewundernswerte Geduld
Toller Film.
Sehr abwechslungsreich.
Besonders die Tonspur ist exzellent, die zarte Schaumgebremstheit des schreibenden und hier offenbar abgeschriebenen Publikums ist in jeder Note perfekt übermittelt.
Es gibt wirklich entsetzliche Jobs auf der Welt – Regierungslautsprecher gehört offenkundig zu den entsetzlichsten. Erstaunlicherweise findet sich trotzdem immer irgendjemand, der (bitte ankreuzen)
[ ] ausdrucksneutral
[ ] nervenstark
[ ] gleichmütig
[ ] schmerzresistent
genug ist, um ihn zu übernehmen.
Mein eigentlicher Respekt gilt aber den journalistischen Kollegen, die davon absehen, den Herrn Steegmans an der Wirbelsäule zu packen und kräftig durchzuschütteln.
Ich war noch nie in so einer Konferenz. Wie läuft das? Geht man anschliessend mit den Darstellern gemeinsam hinter die Bühne, trinkt ein Bier, fasst sich ob der eigenen Contenance an den Kopf, strubbelt sich gegenseitig die Frisur leger und stößt erleichtert darauf an, dass man die Show mal wieder gewuppt hat und keiner weinend zusammengebrochen ist?
@ Hubertus G. : Hier fragt nicht irgendwer, sondern die Spitze der Hauptstadtjournalisten …
Die Informations- und Deutungshoheit der Hauptstadtjournalisten ist durch einen Tweet!!! angeknackst. Das muss verdaut werden; Fragen helfen offenbar. Loriotmaessig. Dem Sprecher blieb gar nichts anderes übrig, als die simplen Fragen brav zu beantworten.
Dabei werden die Informationsrechte der Bürger gestärkt: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Bundespresseamt/VerfassungsrechtlicheGrundlagen/verfassungsrechtliche-grundlagen.html
Die Informations- und Deutungshoheit verlagert sich – wenn das so weitergeht – auf eine breitere, offene Zielgruppe… Gut so.
[...] [...]
@Jens Würfel Wofür sollten sie ihn an der Wirbelsäule packen? Dafür, dass er die Geduld besitzt mit ihnen über absolute Selbstverständlichkeiten 20 Minuten zu sprechen? Oder dafür, dass sie sich nicht schämen ihr Desinteresse, Ihre Pfründensicherung und ihre Faulheit so offensichlich zur Schau zu stellen?
ist das ein workshop oder eine pressekonferenz?
ich mache mir zu diesem film jetzt ein leberwurstbrot. mal sehen, ob es seine berechtigte existenzangst mit zur schau gestellter beleidigung zu bekämpfen versucht. das scheint nämlich eine unheimlich wirksame strategie zu sein.
ein glück, dass noch niemand englische untertitel zum video erstellt hat. oder doch?
.~.
Mein Gott, auf welchem fremden Planeten sitzen denn die Kollegen in Berlin?! Dennoch wundert mich so eine Diskussion nicht.
Ich find’s nur bemerkenswert, dass uns diese Leute (die Journalisten) jeden Tag mit meinungsbildenden Informationen beliefern (wollen)… Und sich dann bei einem Tool wie Twitter so anstellen.
wenn es nicht so traurig wäre, müsste ich noch stundenlang lachen. – erschütternd, wie wenig ahnung diese journalisten vom web haben. aber leider nichts neues. und einer der grossen gründe für die marode situation der medien.
ts…
Manueller Posterous-Trackback: http://uknaus.posterous.com/47754926
Mir scheint es das die Journalisten angst um ihre Wissensmonopol haben oder einfach nur Eingeschnappt sind, dass dieses neuartige Internet eine Information ehr als Sie selbst hatte. Ich als Bürger finde dieses Angebot der Regierungsprecher klasse.
Der Hammer! Alleine wie sich der Sprecher zurückhalten muss, um nicht gleich selbst loszulachen bzw. vor Scham im Boden zu versinken – nicht Scham vor sich selbst, sondern über die Journalisten. Es ist traurig, dass Menschen, die wirklich informiert sein sollten, sich der Blöße hingeben, so dämliche Fragen zu stellen. Ich denke, dass sich die Herren und Damen vielleicht nach einem neuen Job umschauen sollten, wenn sie das Informationszeitalter verpasst haben…
Also ich find es auch total gemein das der doofe Regierungssprecher es twittert aber nicht jeder Presseagentur persönlich mitteilt und dann noch eine soo wichtige Information tztztz… Einfach unfair, dabei sind sie ja schließlich die Elite der Hauptstadjournalisten.
Also niedergeschrieben wirkt das ja alles viel eloquenter… :) Dann bin ich ja froh, daß die Leute doch nicht so sprechen können … äh … wie … äh … gedruckt.
Das #neue_Twitter: Über verifizierte Konten
So viel dazu.
Made my day, vielen Dank!
Danke für die Show. Hab mich köstlichst amüsiert!
Frage mich aber die ganze Zeit ob “die” wirklich in einer Parallellwelt leben, oder ob da einfach nur Panik herrscht, dass sie die Deutungshoheit auf Dauer abgeben müssen und der Bürger ggf auf die Idee kommt sich eine eigene Meinung zu bilden.
So oder so ne geniale Show, und der Typ ist nicht zu beneiden. Valium oder ganz harte Drogen…
@9 Aufmerksamkeit:
Ich habe da ganz klar ein Fantasieproblem: ich vermag mir einfach nicht vorzustellen, dass all die Fragen, genauer genommen der gesamte Dialog tatsächlich ernst gemeint gewesen sein kann.
Falls aber doch, muss ich vermuten, dass die versammelte Schar der Fragesteller an diesem Tage einen ungeahnten Zustand der Verzweiflung erlebt hat – in etwa so, wie sich damals die Mitglieder des Politbüros gefühlt haben müssen, als Schabowski die Grenzöffnung öffentlich bekannt gab.
Und verzweifelte Menschen neigen naturgemäß dazu, irgendwann handgreiflich zu werden. Haben Sie noch nie erlebt, dass ein Kind wütend auf dem Tisch trommelt, schreit und Sachen runterschmeisst, wenn es nicht die erste Geige spielt? Oder dass ein Hund Ihnen seine erdige Pfote auf die frisch gewaschene Hose patscht, um seine Eifersucht darüber zu vermitteln, dass gerade etwas anderes wichtiger ist er selbst?
Dass das nicht geschehen ist, zeugt doch von ausserordentlicher Professionalität, finden Sie nicht? Wenigstens aber von guter Erziehung. Das war mir ein Lob wert.
Bis auf den Kollegen freilich, der “zuschlagen” will …
[...] via Carta) [...]
im Vorspann des Videos ist ein Fehler: die Aufnahme ist wirklich von 2011. ;-)
[...] [...]
Ich vermute die Erklärung für das Verhalten der bundesdeutschen Journalistenelite ist erschreckend einfach:
Eines der normalen Arbeitsmittel eines Redakteurs, nämlich ein Redaktionsarbeitsplatz mit der Bildschirmanzeige eines Redaktionssystems kann die Dateneingänge hunderter Datenquellen – inklusive Satellitenkanal, E-Mail und FTP – verwalten, aufbereiten, indexieren, zuordnen etc.
Und Twitter können diese Redaktionssysteme eben nicht.
Und so müsste ein Redakteur (oder anderer Mitarbeiten) wohl einen Screenshoot der Twittermeldung im internen Redaktionssystem ablegen (wg. Archivierung der Quelle) und den zugehörigen Text in den Metadaten ablegen.
Oder aber die Anbieter der (etablierten) Redaktionssysteme kommen in die Hufe und schaffen eine Anbindung der heute genutzten Cerfahren zur Informationsverteilung.
Oder aber die Verleger verordnen ihren Verlagen aktuelle Redaktionssysteme.
Die Angst der Redakteure eine wichtige Information zu verpassen finde ich aber durchaus verständlich. Schließlich tobt ein zunehmerder Kampf um die Geschwindigkeit der Meldung(en). Der Konsument scheint meistens Quantität zu bevorzugen und leider immer seltener Qualität zu honorieren.
[...] Carta: Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video [...]
Ich verstehe den Journalisten, wieso bevorzugt die Bundesregierung hier einen privaten Anbieter(Twitter)? Warum stellt sie die Informationen nicht auf ihre Seite(bundesregierung.de)?
Hallöchen!
Gehört das Satiremagazin “Titanic” auch zu den Hauptstadtjournalisten? Ein paar Fragen *könnten* von denen gestellt worden sein ;-)
Dennoch: Mal angenommen der Account wird gehackt und jemand twittert, daß Frau Merkel sich an einer Brezel verschluckt hat und tot vom Sofa gefallen ist, dann wäre das schon nicht ganz unrelevant.
Weiß die Bundesregierung eigentlich, daß man die Haushaltskasse mit Twitter befüllen kann? http://bit.ly/_PDF_2 => Schon bräuchte Deutschland keine Schulden mehr machen und Schwimmbäder schließen.
Oder sie senden täglich automatisiert via http://www.Twaitter.com ein “Guten Morgen liebe Bürgerinnen und Bürger und liebe Intergrierte” und später “Gute Nacht!”.
So ich gehe jetzt Eier verstecken – denn in 24 Tagen ist Ostern
Viel Spaß weiterhin!
[...] Und weitere Artikel zu dem Thema: spreeblick: “Twittergate” carta: “Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video” carta: “Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden [...]
[...] Dank Carta.info gibt es jetzt auch das Video der [...]
So erschreckend unterhaltsam das ganze auch ist, interessiert mich ein Detail am Rande noch mehr: Warum ignoriert Carta eigentlich so offensichtlich das Urheberrecht an diesem Video? Oder hat sich der Urheber (ZDF?) einverstanden erklärt, dass sein Video verwendet, sein Markenzeichen aber verpixelt und mit dem Carta-Logo übermalt wird?
Die Reporter verhalten sich wie Kindergartenkinder … Aber Moment … Wenn Sie wirklich welche wären, würden sie vermutlich besser wissen wie man mit neuen Medien und Techniken (nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu “deren” geschriebenen Nachrichten) umgeht.
Für so ein unnötiges Gerede würde ich auch gerne bezahlt werden.
Die Richtung der Bemerkungen finde ich hier etwas platt. Genau betrachtet sind doch die Fragen der Journalisten durchaus angebracht. Das vielleicht etwas verzerrende Bild kommt daher, das Steegmans hier seine Funktion als Pressesprecher ganz ausgezeichnet ausführt. Ich finde es geradezu vorbildhaft, wie präzise er auf die Fragen eingeht und sie einordnet, ohne auf Floskeln oder gewitzte Einschübe zurück zu greifen. Dagegen wirken die Journalisten in ihrer unsichereren Fragerei sicherlich etwas gegensätzlich. Aber das ändert ja nichts an der Thematik: Natürlich kann man hinterfragen, wozu die Bundesregierung Twitter benutzen möchte und wie zuverlässig und aktuell auch im Vergleich zu anderen Veröffentlichungen die Informationen sind, die von dort stammen. Das hat mit einem unflexiblen Unbehagen gegenüber neuen Techniken nichts zu tun.
[...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video (Carta… [...]
[...] Zuerst kursierte nur das Protokoll der “Fragestunde” im Netz. Mittlerweile gibt es den traurigen und gleichzeitig sehr unterhaltsame Schlagabtausch zwischen dem stellvertretenden Regierungssprecher Christoph Steegmans und einigen gereizten Journalisten auch als 20-minütiges Video zu begutachten. [...]
Keiner der Reporter will doch wirklich das wissen, was da gefragt wird. Alles rhetorsiche Floskeln um eine bestimmmte Reaktion zu provozieren. Als ob die Frage nach Zuverlässigkeit und Sicherheit von Twitter zum ersten Mal aufkommt. Man hat sich zwar informiert, was es für Probleme mit irgendwelchen Filmstars gab, aber nicht was für Lösungen gefunden wurden… Akzeptieren, ändern oder gehen …
[...] dokumentiert das Innenleben eines offenbar zutiefst verunsicherten Berufsstands”, urteilt nun carta-Autor Robin Meyer-Lucht über die für viele befremdlich anmutende Begebenheit. Ein Kommentator des Videos fragt [...]
[...] carta.info, auf die ich gerne verweisen möchte. Daher gibt’s kein Embedding, sondern nur den Link zum Carta-Artikel mit dem Video, in dem die hohe Journalistenschar darüber diskutiert, warum Regierungssprecher [...]
Es gibt in dem Video diesen einen Moment, in dem ein Redakteur einer Nachrichtenagentur fragt, was denn jetzt sei, wenn der Account gehackt wird und eine Falschmeldung platziert wird. Dann würde er diese Falschmeldung ja (da von einer offiziellen Nachrichtenquelle) auch übernehmen…das hat mich stutzig gemacht. Entweder der Kollege sagt da, dass er selbst die Nachricht nicht checkt oder den Inhalt der Nachricht nicht einordnen kann…keine Ahnung, ich finde, wer jahrelang in der BPK sitzt, sollte sich doch zutrauen, eine Nachricht auf Plausibilität checken zu können.
Ich denke, die eigentliche Kritik ist jedoch, dass sich die Hauptstadtpresse nun mit dem Bürger einen eigentlich exklusiven Zugang teilen muss. Wer die Atmosphäre bei Pressefrühstücken, Presseabenden oder in der Parlamentarischen Gesellschaft kennt, der versteht, welch ein Sakrileg das ist…
Sehr beunruhigend. Aber vielleicht geht ja dieses ganze Internet einfach wieder weg, wenn man lang genug wartet… Und dann hat man sich echt eine Menge Einarbeitung gespart.
[...] Journalismus Wolfgang Müller 30. März 2011, 14:19 Dieses Video ging zwar schon gestern durchs deutsche Netz, ich habs hier aber nochmal der Vollständigkeit halber, da man das einfach gesehen haben muss. Hintergründe gibt’s hier. [...]
[...] Carta und Spreeblick waren natürlich schneller, aber das ist so bezeichnend für unsere Medienlandschaft, das glaubt man gar nicht. Dass ich einmal einen Mitarbeiter der schwarz-gelben Regierung loben würde, hätte ich echt nicht gedacht, aber Steegmanns rockt! Ich hätte so nach der zweiten, spätestens dritten Nachfrage die Holofernes gemacht: „Ich glaub es hackt, habt Ihr Dumpfbacken keine wirklich wichtigen Fragen als diese absoluten Nebensächlichkeiten?!“ [...]
[...] Zumindest scheint dies so, wenn man sich das Video der gestrigen Bundespressekonferenz, das Carta online gestellt hat, [...]
Wie seid Ihr eigentlich an das Bildmaterial gekommen?
The villagers are frightened!
Sehr geehrte Hauptstadtjournalisten,
in Ergänzung zu den vortrefflichen Ausführungen des Herrn (stellvertretenden) Regierungssprechers möchte ich Sie in ein weiteres großes Geheimnis einweihen: Sie müssen sich gar nicht mit diesem pöhsen twitter einlassen. Bookmarken Sie doch einfach http://twitter.com/Regsprecher und Sie sind dabei, ganz ohne Account, toll oder?
Und sollten Sie das jetzt nicht verstanden haben, fragen Sie einen beliebigen Redaktionspraktikanten.
[...] der Diskussion tauchte bei Thomas Wiegold und wurde von einigen Blogs aufgenommen, bevor Carta das Video bereitstellte und weitere Medien wie Spiegel-Online und Meedia [...]
“jetzt ist auch der @RegSprecher so ein scheiss Nerd”
Vielen Dank für das Video, erheiternde Momente während des Medienwandels :D
Es gibt auch Journalisten, die das Medium Twitter ernst nehmen und zu ihrem Vorteil nutzen.
Kleines Beispiel? Ich habe unlängst über meinen Account (@DerPoppe) live von einer Kaffeefahrt berichtet. Mir hat das fast 800 neue Follower und mehr als 20.000 Besucher auf meinem Blog (www.poppeblogt.de) gebracht!
Ich selbst bin “nur” ein kleiner Volontär, kann über die “Angst” und das “Unwissen” meiner “Vorbilder” in Berlin nur den Kopf schütteln!
Da fällt mich nichts zu ein. Schlimm…! Twitter ist genauso sicher wie die Qualität so mancher Doktorarbeiten…
Die Angst der Journalisten ist real und daher auch nachvollziehbar!
Gerade erst diente Facebook als Plattform für spontane Volksaufstände, die es ermöglichten jahrzehnte dauernde Dynastien in wenigen Wochenzu stürzten. Keine Nahostspezialist, Geheimdienst, Politiker oder Journalist hat diese Ereignisse kommen sehen! Gerage erlebten wir eine totale Kehrtwende der Regierungsparteien in der Atompolitik und nun bekommen wir wahrcheinlich den ersten grünen Menisterpräsidenten – ausgerechnet in BW!!!
Die Erfahrung ist: Sichergeglaubtes ist nicht sicher!
Die Reaktion ist: Gesteigerte Sensibilität
Was die Journalisten im Video gerde zu fassen versuchten, ist eine Revolution, deren Dynamik die eigene Welt schneller verändern könnte, als sie darauf zu reagieren in der Lage sind!
Journalismus benötigt eine verändertes Selbstverständnis. Das will entdeckt und gelebt werden. Also los …
[...] Mehr dazu bei Carta.info. [...]
[...] die Probleme einiger Journalisten mit dem Twitteraccount des Regierungssprechers ansieht (Text, Video), dann fürchte ich, hat Mela wohl doch recht, wenn sie nicht sogar noch untertrieben hat. [...]
Unabhängig von der legitimen Diskussion darüber ob der Regierungssprecher Informationen exklusiv über Twitter verbreiten sollte finde ich die Kritik an der Sicherheit schon sehr albern.
Kein einziger Kanal, abgesehen vom persönlichen Gespräch, ist tatsächlich 100%ig sicher. Der Mail-Verteiler kann genauso gehackt werden, die Internetpräsenz des Bundespresseamtes natürlich auch. Faxe können genauso gefälscht werden. Sogar ein Telefongespräch ist nicht 100% sicher. Schließlich sieht man immerwieder schön, wie Politiker auf Fake-Anrufe irgendwelcher Stimmenimitatoren reinfallen.
Und was macht die Leute dort im Publikum denn zu professionellen “Hauptstadtjournalisten”. Doch wohl auch ihre Fähigkeit Informationen zu verifizieren und Falschmeldungen nicht einfach so weiter zu verbreiten. Das ist doch eben ein elementarer Bestandteil ihres Berufes.
Retweeten kann jeder Hans und Franz. Ich lese die Kanäle der offiziellen etablierten Medien doch gerade deshalb, weil ich von ihnen erwarte, dass sie eben so professionell sind und die Informationen die sie verbreiten auch prüfen.
Naja, und wer sich als Journalist Kommunikationskanälen des 21.Jahrhunderts verschließt, sollte vieleicht lieber nicht “Hauptstadtjournalist” sein, sondern sich bei irgendeinem Lokalblatt um die Jahreshauptversammlung der Karnickelzüchter kümmern.
[...] Hauptstadtjournalisten & twitternder Regierungssprecher [...]
[...] wiegold zwo: Wenn der Regierungssprecher twittert… Ganz großes Tennis: Seit ein paar Wochen twittert unser Regierungssprecher Steffen Seibert. Eigentlich nichts besonderes, da ja schon viele Regierungsstellen, wie z.B. Barack Obama, David Cameron oder Dmitry Medvedev schon seit Jahren munter twittern. Aber in Deutschland ist sowas schon einen kleinen Skandal wert, vor allem wenn irgendwelche Hauptstadtkorrespondenten eine Benachteiligung ihrerseits wittern. Da ist dann von “Sicherheitsrisiken” die Rede. Das Ganze auch als Video – Dank an Carta: [...]
Interessant mal das ganze Video zu sehen…verwunderlich wie die sich alle aufregen!
Als ob bei Zeitungen noch nie Enten erschienen wären.
Von wegen besorgnis was die Echtheit angeht.
[...] ist das Protokoll von Thomas Wiegold allemal. Und für alle, die 20 Minuten Zeit haben, gibt es hier auch das [...]
Die Empörung der Hauptstadtpresse kann nicht echt sein. – Journalisten, die mit Hilfe von “Netzreportern” Katastrophen-Tweets und Youtube-Videos aus dem WWW ziehen, wollen den wichtigen Tweet des Regierungssprechers verpasst haben? Jetzt mal ehrlich: Wohl kaum.
Warum die Politik diesmal nicht Schuld ist: http://www.bundestagsradar.net/?p=939
[...] notizia è riportata dal sito tedesco Carta.info ed è rimbalzata su Atlantic Review e Huffington Post. Per ben venti minuti, i contributor hanno [...]
[...] ob es der Szene gelingt, eine bedeutendere Rolle auch in der politischen Debatte (>Offline-Habitat) zu spielen. Dazu haben die Organisatoren zum Auftakt der Konferenz die „Digitale Gesellschaft“ [...]
[...] deutschen Hauptstadtjournalisten in Aufruhr versetzte, das Videoprotokoll ist beispielsweise bei carta.info zu [...]
[...] lohnt. Vielleicht ist das ja auch eine Anregung für die Herren, die in der legendären Bundespressekonferenz so skeptisch waren [...]
[...] a relationship-building guide Während viele deutsche Journalisten mit Tweets noch ihre gepflegten Probleme haben, empfiehlt das Nieman-Lab Twitters Newsrooms für den täglichen Gebrauch. Nebenan bei der [...]
[...] a relationship-building guide Während viele deutsche Journalisten mit Tweets noch ihre gepflegten Probleme haben, empfiehlt das Nieman-Lab Twitters Newsrooms für den täglichen Gebrauch. Nebenan bei der [...]
[...] Bundespressekonferenz ist ja immer mal wieder nett. Diesmal mit verteilten Rollen auf dem Podium. Piraten und vorausschauende Netzpolitiker [...]
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[...] März 2011 kam es in der Bundespressekonferenz zu einem Eklat, der gleich wie ein doppeltes Echo der beschriebenen Innovationsunkultur wirkte. Da saßen [...]
[...] die Ländergrenzen hinaus schon zum Thema wurde. So sorgt die Twitterphobie deutscher Berlin-Korrespondenten ebenso für Gesprächsstoff, wie Redaktionssysteme aus den 90ern oder die Zusammensetzung [...]