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Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher

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Regierungssprecher Steffen Seibert hat über Twitter die US-Reise der Kanzlerin verkündet – die Hauptstadtjournalisten fühlen sich benachteiligt und düpiert: Ist Twitter etwa ein “offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers”? Entspricht das überhaupt den “Sicherheitsanforderungen”?

28.03.2011 | 

Einige Hauptstadtjournalisten finden es merkwürdig und verstörend, dass Regierungssprecher Steffen Seibert (@RegSprecher) jetzt nicht mehr nur exklusiv zu ihnen  spricht, sondern per Twitter irgendwie unvermittelt, irgendwie zu allen.

Thomas Wiegold hat das Protokoll der Diskussion in der Bundespressekonferenz vom vergangenen Freitag aufgetan – es dokumentiert das Innenleben eines offenbar zutiefst verunsicherten Berufsstands:

FRAGE: Herr Dr. Steegmans, muss ich mir in Zukunft einen Twitter-Account zulegen, um über relevante Termine der Bundeskanzlerin informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass die Bundeskanzlerin in die USA reist.

SRS DR. STEEGMANS: Im Informationsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Als professioneller Kunde unseres Hauses gehen wir natürlich davon aus, dass Sie alle bei Twitter eingeloggt sind. Sagen wir es umgekehrt: Wir fänden es nicht schlecht, wenn Sie bei uns Kunde wären.

ZUSATZFRAGE: Diese Twitter-Nachrichten haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Mitteilungen aufgegangen. Der Nachrichtendienst Twitter ist nicht sicher. Ich habe vorhin im Internet nachgeschaut. Es gibt zahlreiche Beispiele für Fälschungen von Schauspielern, so Beispiel Martina Gedeck bis hin zum Dalai Lama. Kann ich davon ausgehen, dass das, was dort getwittert wird, wirklich sicher ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Bundesinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer mit Twitter seine stündlichen Bewegungen der Öffentlichkeit mitteilt, kann nicht erwarten, dass der Staat ihn vor der Erstellung von privaten Bewegungsprofilen schützt.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

SRS DR. STEEGMANS: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Internets. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Twitter-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich einen kurzen Anruf beim CvD. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Twitter-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Bundesregierung für alle Menschen in Deutschland sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Dr. Steegmans, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch der Bundeskanzlerin offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

SRS DR. STEEGMANS: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt zuschaut, bitte ich herzlich um eine SMS. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per SMS geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Twitter über diese USA-Reise im Juni nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr Seibert twittern will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr Seibert die Termine twittert.

SRS DR. STEEGMANS: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über den CvD-Verteiler über Twitter herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Twitter bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

SRS DR. STEEGMANS: Das ist ein ergänzendes Angebot. Die Information an sich war auch auf Anfrage im Bundespresseamt schon vorher erhältlich. Aber wir haben, weil es eine tagesaktuelle Berichterstattung gab, auch noch diesen Weg gewählt.

ZURUF: Wenn ich korrigieren darf: Das stimmt nicht. Es wurde dementiert. Es gab irgendwann einmal eine Meldung. Das Bundespresseamt hat durch Herrn Seibert erklärt: Es gibt noch keine Vereinbarung über den Besuch. Der nächste Info-Schritt war das Twittern von Herrn Seibert, und danach gab es keine Informationen mehr. Deswegen meine Frage: Ist Twitter ein offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers, der Bundeskanzlerin, der Bundesregierung oder eine Ergänzung?

SRS DR. STEEGMANS: Zum Zeitpunkt dieses „irgendwann einmal“, an das ich mich auch noch erinnere, gab es noch keinen Informationsstand, der mitteilenswert gewesen wäre. Zum Zeitpunkt der Twitter-Nachricht von Steffen Seibert war die Information belastbar, die Entscheidung gefallen. Zu diesem Zeitpunkt war die Information auch auf Anfrage bei uns abrufbar. Insofern erkenne ich keinen Widerspruch.

Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Twitter-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich in Minutenschnelle rückversichern. Dementsprechend wüsste ich kein Problem oder keinen Widerspruch zu nennen, den wir an irgendeiner Stelle auflösen müssten.

Twitternder Regierungssprecher Seibert: Dieses Spannungsverhältnis kann eine Medienlandschaft auch ertragen

Für uns ist per Mail von Vorteil, weil für die Agenturen ‑ in die Richtung geht sicher auch die Frage der Kollegen ‑ schon eine wesentliche Rolle spielt, ob man als Korrespondent täglich 24 Stunden lang den Twitter-Nachrichtendienst verfolgen sollte. Das ist sicher unbenommen so; da haben Sie wahrscheinlich recht. Dennoch: Ist die Informationspflicht des Bundespressamtes sozusagen darüber dann gewährleistet? Oder überlegt man sich, nicht auch in Zukunft die Parallelität sicherzustellen?

SRS DR. STEEGMANS: Was die Parallelität angeht, so bemühen wir uns grundsätzlich immer, den Kreis, von dem wir glauben, dass er unserer Erfahrung nach auf Anfrage oder aufgrund von Gepflogenheiten von uns bedient werden muss, selbstverständlich mit Informationen zu bedienen. Wir denken aber auch, dass es ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen einem Informationsangebot und einer Informationslieferung gibt.

Sie werden es umgekehrt von uns auch kennen, dass wir manchmal Ihnen gegenüber Informationen auf Anfrage herausgeben ‑ beispielsweise telefonisch ‑, den großen Verteiler aber erst in Anspruch nehmen, wenn wir das Informationsangebot auch umfassender zusammengestellt haben ‑ beispielsweise nicht nur Tage, sondern auch Uhrzeiten und Orte nennen können ‑ und Sie anschließend über den großen Verteiler beliefern.

Ich denke, dieses Spannungsverhältnis kann eine Medienlandschaft auch ertragen. Es ist auch nicht so, dass, wenn eine Agentur bei mir anruft und etwas erfragt, ich anschließend von mir aus hingehen und alle anderen Nachrichtenagenturen mit der Begründung anrufen und sagen müsste: Aus Gründen der Chancengleichheit müsst ihr über die Information, die der Kollege XY gerade abgefragt hat, natürlich auch informiert sein.

Ich glaube, es würde Ihnen auch nicht umgekehrt gefallen. Ich finde, dass wir deshalb gut beraten sind, dass diejenigen, die sich für Twitter interessieren, Twitter abonnieren, dass diejenigen, die glauben, dass es für eine solide Information ausreicht, auf die E-Mail-Verteiler des Bundespressamtes zugreifen, selbstverständlich nur dort angemeldet sein können und dass diejenigen, die es vorziehen, über die Informationen, die wir aktiv von uns aus versenden, minutiös auf dem Laufenden zu sein und ihrer Praxis weiter frönen und per Telefon fragen, ob es etwas Neues gibt. Wir werden dafür bezahlt. Wir machen das gerne.

FRAGE: Herr Dr. Steegmans, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut sind, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Twitter wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Follower ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

SRS DR. STEEGMANS: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob Sie auf dem Verteiler waren. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Noch ein Versuch, Herr Dr. Steegmans. Halten Sie es konkret für diesen Termin wirklich für angemessen ‑ auch vor dem Hintergrund, dass Präsident Obama wenige Tage vorher zwar seinen ersten offiziellen Staatsbesuch in Europa absolviert, aber nicht nach Deutschland kommt ‑, dies mit zwei verkürzten Sätzen per Twitter der Öffentlichkeit mitzuteilen?

SRS DR. STEEGMANS: Ich erkenne jedenfalls kein Problem darin.

FRAGE: Herr Dr. Steegmans, in dieser Woche hat sich Herr Seibert auf Twitter ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit Volker Beck geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder reagieren wird? Es kann ja jeder twittern. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Twitter auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

SRS DR. STEEGMANS: Erstens sage ich ganz frei, dass ich Sie nicht nur als Journalistin, sondern auch als Bürger erreichen möchte.

Zweitens glaube ich, dass wir dort die Ausnahme erlebt haben, die die Regel bestätigt. Es kann immer wieder vorkommen. Es hängt von der Situation ab.

Ich darf Ihnen umgekehrt sagen, dass wir nach diesen Gelegenheiten nicht ausdrücklich suchen. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch an einen recht großen interessierten Kundenkreis Informationen weitergereicht werden können, werden wir das weiter tun. Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Wir wissen um die Herausforderungen, dass verschiedene Generationen verschiedenartig mit Technik und Informationswegen umgehen. Wir halten uns im Bundespressamt seit Jahren regelmäßig auf dem Laufenden, was das Nutzerverhalten von elektronischen Medien und speziell dem Internet über die Jahre angeht, wie es sich entwickelt, was es für Zu- und Abneigungen gibt und wo technische Verbraucherschwierigkeiten liegen. Ich glaube aber, dass wir in Zeiten, wo sich insbesondere jüngere Menschen nachweislich weniger für Politik interessieren, gut beraten sind, neue und unkonventionelle Wege zu beschreiten.

FRAGE: Herr Dr. Steegmans, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Bundespressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann die Bundeskanzlerin beabsichtigt, wohin zu reisen?

SRS DR. STEEGMANS: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich, wann immer ein Korrespondent ein politisches Feld bearbeitet, regelmäßig angerufen und gefragt werde, was demnächst ansteht: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wann immer jemand etwas gehört hat, er oder sie bei mir anruft und das verifiziert oder darum bittet, kurz Bescheid zu geben, wenn sich etwas weiteres ergibt. Das ist mein Tagesgeschäft. Ich würde das nicht als neue Entwicklung betrachten, sondern ich glaube, das ist die Grundlage unserer Arbeit; Ihrer wie meiner.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Herr Dr. Steegmans, nehme ich es richtig wahr, dass Sie dafür werben, dass wir Kunden oder Abonnenten von Twitter werden? Sie haben ganz bewusst zwischen Informationsangebot und Informationslieferung unterschieden. Heißt das, Sie wollen einen Mehrwert für diesen Dienst zurückbehalten? Nur dann lohnt es sich ja, Abonnent zu werden.

SRS DR. STEEGMANS: Nein. Da hätten Sie mich ausdrücklich falsch verstanden, Herr Leifert. Ich habe gesagt: Wenn Sie das Gefühl haben, dass möglicherweise hin und wieder über Twitter irgendetwas verbreitet wird, was Sie noch nicht wussten, dann glaube ich, dass Sie ein Eigeninteresse haben ‑ also nicht meinem Interesse folgen, sondern ein Eigeninteresse haben ‑, dass Sie sich diesen zusätzlichen Informationskanal erschließen. Die Entscheidung, ob Sie das tun oder nicht, liegt ausschließlich bei Ihnen. Ich habe ausdrücklich kenntlich gemacht, dass Sie dort nahezu keine Information erhalten ‑ ich will nicht ausschließen, dass dort irgendwann einmal ein Adjektiv gebraucht wird, das wir an der einen oder anderen Stelle so nicht gebraucht haben ‑, die Sie nicht auch auf anderem Weg erhalten könnten.

Umgekehrt glaube ich, dass es Informationen gibt, die nicht ausschließlich zuerst über Medienverteiler, sondern auch in der Direktkommunikation zur Verfügung gestellt werden dürften.

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja anrufen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Bundespresseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

SRS DR. STEEGMANS: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass auch Internetseiten gehacked werden, obwohl dort unsererseits auch sehr viel Aufwand getrieben wird, um das sicherzustellen?

ZURUF: (ohne Mikrofon; akustisch unverständlich)

SRS DR. STEEGMANS: Das stimmt. Ich nehme die Anregung auch sehr gerne mit. Was die Zuverlässigkeit der Technik angeht, kann ich von hier aus jetzt keine abschließende Bewertung vornehmen. Was die Zuverlässigkeit der Information angeht, habe ich einen einfachen Weg aufgezeigt, wie man da auf der sicheren Seite sein kann. Ich glaube, dass auch in einem sehr schnellen Nachrichtengeschäft die zwei Minuten für ein Telefonat allemal noch drin sind.

FRAGE: Herr Steegmans, ich habe die Ankündigung, dass Herr Seibert twittert, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder twittern Sie auch?

SRS DR. STEEGMANS: Es sind ein paar Wochen; ich habe jetzt das genaue Startdatum nicht da. Die Kollegen sind dran. Es sind Pi mal Daumen ein paar Wochen.

Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

FRAGE: Offen ist ja noch die Frage, ob die Sicherheitsanforderungen überprüft wurden. Hat Herr Seibert das gemacht, weil er ein junger tougher Typ sein will? Wurde das durch diesen ganzen BND-, BKA- und sonstigen Apparat „durchgerattert“, und am Ende stand, das können wir machen, da können wir auch Regierungs-, Kanzlertermine herausgeben, das ist eine sichere, seriöse Quelle, oder ist das einfach nur mal aus Lust und Laune heraus erfolgt?

SRS DR. STEEGMANS: Die technischen Abläufe, soweit wir die Informationen von unseren Geräten aus einspeisen, sind so weit sicher, dass wir sichergehen können, dass nicht irgendwie umgekehrt, während wir Informationen einspeisen, fremde Daten in unser Netz gelangen. Das ist die Sicherheitstechnik, die sich in unserem Zuständigkeitsbereich befindet.

Dann haben wir die Sicherheitstechnik, über die die Informationen auf die Nutzermasken kommen. Diese Sicherheitstechnik befindet sich per definitionem nicht in unserem Zugriffsbereich. Da auch Staatsoberhäupter anderer Staaten diese Technik nutzen, ist es, glaube ich, ein eingeführtes politisches Medium. Da wir die Einführung dieses Mediums für uns vorbereitet haben und wir in dieser Vorbereitungsphase nicht auf eine offenkundige Anzahl von Missbrauchsfällen mit unabsehbaren Folgen gestoßen sind, glaube ich, dass man ein solches kommunikatives Medium auf jeden Fall nutzen kann.


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91 Kommentare

  1. Jott |  28.03.2011 | 23:51 | permalink  

    Das Problem ist doch alleine schon, dass ein Tweet -im Gegensatz zur email- nicht immer bemerkt und doch auch gerne mal übersehen wird. Mir zumindest entgehen täglich Dutzende Tweets, weil ich nicht 24/7 vor dem Bildschirm sitze und Tweets lese…

  2. Robin Meyer-Lucht |  29.03.2011 | 00:04 | permalink  

    @ Jott: Es gibt sicher eine Technik, die jeden Tweet von @RegSprecher in eine Mail umwandeln. Zudem kann man die Tweets auch per RSS abonnieren – kein Problem also für einen Journalisten….

  3. Andreas Grieß |  29.03.2011 | 00:35 | permalink  

    Das Erschreckendere ist doch, dass die angebliche Journalismuselite dort nicht einmal zu verstanden haben scheint, was Twitter ist und auch kein Interesse daran zeigt, es zu erlernen sondern herabschauend darüber spricht.

  4. Heike Rost |  29.03.2011 | 02:28 | permalink  

    Großartige Lektüre – die “Informationselite” ist offenbar in einer Parallelgalaxie unterwegs. Und wäre Steffen Seibert nicht Regierungssprecher, hätte das ganze Thema ungefähr die gleiche Relevanz wie der berühmte Sack Reis in China. OMG.

  5. Jörg Wagner |  29.03.2011 | 02:33 | permalink  

    Es lebe die Demokratisierung der Information! Es reicht eben heute nicht mehr als Geschäftsmodell elitäre Zirkel zu bilden. Wer mit Informationen Geld verdienen will, muss sich etwas neues einfallen lassen. 5 Jahre nach twitters Geburt darf man von einem Hauptstadtjournalisten erwarten, dass er mehr als nur ein Fax bedienen kann.

  6. Paul Ney |  29.03.2011 | 02:41 | permalink  

    Komische Geschichte. Einige Gedanken: Eine Abteilung (mag diverse Namen je nach Institution haben) für Öffentlichkeitsarbeit (public relations) verkündet Nachrichten grundsätzlich über Presseerklärungen (press release), diese und auch andere Informationspostings — bei vielen Stellen als e-Mail-Newsletter-Abonnement verfügbar — sollten auf der offiziellen Website archiviert werden. Die Einhaltung eines festen Verfahrens ist auch Sache von “corporate identity”. Der Regierungssprecher mag Konten bei Twitter und anderen sozialen netzwerken unterhalten und auch dort Ansagen machen, aber das soll eine Ergänzung der Presseerklärung bleiben und nicht der Selbigen vorauseilen…

    Nichts für Ungut, aber komisch ist die Geschichte auch bei Carta selbst! ;-) Ich habe recherchiert:
    ++ Das Wiegold-Blog hat einen Themen-bezogenen Auszug aus der Mitschrift der Regierungspressekonferenz vom 25.03.2011 veröffentlicht “und” neuformatiert (alles kursiv); weggefallen sind Protokoll-Hinweise wie [[ZURUF: "(ohne Mikrofon; akustisch unverständlich)"]].
    ++ Carta hat nun den Text vom Wiegold-Blog unverändert übernommen — was in der Mitschrift (siehe o.a. Link) kursiv formatiert wurde, ist hier (bei Carta) nicht mehr zu sehen, hier ist ja alles kursiv…
    ++ Es ist doch ratsam, Zitate wie im Original formatiert zu übernehmen und hier ggf. durch Einrahmen hervorzuheben. Ich habe auch keine Zeit für die Ausarbeitung der Konkordanz (Betr. Original, Wiegold- & Carta-Version).

  7. Andreas Grieß |  29.03.2011 | 07:47 | permalink  

    Paul, dir ist schon bewusst, dass es eine Mitschrift ist, sprich das Original nicht kusiv oder fett sein kann, weil es sozusagen Audio ist ;)

  8. Mett |  29.03.2011 | 08:06 | permalink  

    Als interessantesten und entlarvendsten Satz sehe ich “Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Bundespresseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“.”

    Zeichnet es – nach eigenem Verständnis – einen professionellen Journalisten nicht dadurch aus und unterscheidet ihn vom Blogger, dass er eine Quelle überprüft bevor er “zuschlägt”?

  9. Stefen Niemeyer |  29.03.2011 | 08:15 | permalink  

    Sehr herzlichen Dank für die Veröffentlichung, sehr aufschlussreich.

    Ein Bedenken ist allerdings falsch bzw. nicht beantwortet: Man muss nicht bei Twitter angemeldet sein, um die Tweets des Regierungssprechers zu lesen. Einfach http://twitter.com/RegSprecher aufrufen.

    Der RegSprecher kann doch seine Tweets sehr einfach in seine Website einbauen und dauerhaft dokumentieren, damit wäre auch dieser berechtigte Einwand leicht erledigt.

    Nur diese anspruchsgierige Vollversorgungsmentalität, ohne selber einen Finger krummzumachen und mit einem “zuschlagen” zu drohen, als würde man gerne mal absichtlich was Falsches veröffentlichen, das ist mehr als oberpeinlich, das ist eine miserable Einstellung.

  10. Johannes |  29.03.2011 | 08:23 | permalink  

    Andere Länder, andere Medienlandschaften: glaube nicht, dass es einen ähnlichen Aufschrei gab, als zB Barack Obama zu twittern begann.
    Andererseits ist die Informationspolitik vom Presseamt aber auch offensichtlich suboptimal, kann die Journalisten hier absolut verstehen – sie beschweren sich ja vor allem über die Nicht-Publizität dieses neuen (und durchaus relevanten) Kommunikationskanals der Regierung. Eine Rundmail mit einem Verweis auf den Twitteraccount oder ein paar einführende Worte in einer PK hätten Herrn Seibert keinen Zacken von der Krone gebrochen und den o.g. Dialog gar nicht erst entstehen lassen.

    Ciao
    Johannes

  11. Markus Möller |  29.03.2011 | 08:51 | permalink  

    Erschreckend. Einfach nur erschreckend.

  12. hedoniker |  29.03.2011 | 08:52 | permalink  

    Das ist Satire, eine gelungene Satire.

  13. Kurze Anmerkung zu den Presse und Twitterdings |  29.03.2011 | 09:04 | permalink  

    [...] was da zur Zeit durch die deutschen Blogs (und viel zu viel durch Facebook) kopiert wird, ist ganz normaler Alltag in [...]

  14. n:sight // networked insights » Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher — CARTA |  29.03.2011 | 09:15 | permalink  

    [...] Es lebe die Demokratisierung der Information! Es reicht eben heute nicht mehr als Geschäftsmodell elitäre Zirkel zu bilden. Wer mit Informationen Geld verdienen will, muss sich etwas neues einfallen lassen. 5 Jahre nach twitters Geburt darf man von einem Hauptstadtjournalisten erwarten, dass er mehr als nur ein Fax bedienen kann. via carta.info [...]

  15. Frank |  29.03.2011 | 09:19 | permalink  

    Bemerkenswert ist auf der anderen Seite aber auch, dass die Blogosphäre (mir fällt im Moment kein besseres Wort dafür ein) die Sache erst zur Kenntnis nimmt, als diese in ihren Reihen, sprich auf einem Blog, veröffentlicht wird.

    Bezeichnend ist auch der Streit, der hier entbrannt ist, ob das nun alles richtig wiedergegeben wurde (kursiv oder ohne Zwischenrufe). Kann man alles in der Original-Quelle nachlesen.

    Spannend und wenigstens etwas investigativ wäre es doch, wenn sich irgendjemand die Mühe gemacht hätte, den (oder die?) Fragesteller zu näher identifizieren. Das Bundespresseamt veröffentlicht in den Fragen den Namen nicht, sehr wohl aber in den Antworten. Wer war denn dieser “Hauptstadtjournalist”?

    Und zu Nr. 9 (Steffen Niemeyer): Der @RegSprecher baut seine Tweets in eine Webseite ein, schon seit seinem ersten Twitter-Tag. Ganz prominient auf http://www.bundesregierung.de. ;)

  16. Wirtschaftswurm |  29.03.2011 | 09:28 | permalink  

    Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Und ich kann nur Mett zustimmen, einen Journalist, der sagt: “Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Bundespresseamtes ist, dann werden wir ,zuschlagen’, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung ,zuschlagen’. “, ein solcher Journalist ist völlig fehl am Platz. Es ist ureigenste Aufgabe eines Journalisten, Infos zu überprüfen. Wenn er das nicht kann, hat er seinen Beruf verfehlt.

  17. Andreas Wollin |  29.03.2011 | 09:47 | permalink  

    “als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut sind, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Twitter wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Follower ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?” –

    Dann setz’ Dich mit dieser “neumodischen Kommunikationsform” gefälligst auseinander! Mann Mann Mann, ein Rumgeheule, das gibt’s ja nicht.
    Und wenn es einen Hinweis vom Bundespresseamt gab, dass jetzt getwittert wird, dann wird die Meldung bei ihm schnurstracks in den Papierkorb gewandert sein.

    Was die Hauptstadtjournalisten da bieten, ist echt schwach.

  18. Twitter - Page 22 - Codemasters Forums |  29.03.2011 | 09:51 | permalink  

    [...] [...]

  19. Daniel Lücking |  29.03.2011 | 09:51 | permalink  

    Ironie:ON Ich hätte gerne alle relevanten Nachrichten des Tages ausschliesslich in der 20:00 Uhr-Sendung der Tagesschau. Schließlich kann ich nicht den ganzen Tag jede Sendung verfolgen! Ironie:OFF

  20. Christian Hänsel |  29.03.2011 | 09:56 | permalink  

    Rumgeheule… die Regierung sollte NOCH MEHR in Richtung Bürger gehen. Twitter ist ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung.

    Auf das Rumgeheule der Journalisten, die gerne und viel weinen, wenn sie sich im Nachteil fühlen, kann ich verzichten.

    Go Seibert!

  21. Linkdump vom Mo, 28. März 2011 bis Di, 29. März 2011 Links synapsenschnappsen |  29.03.2011 | 10:05 | permalink  

    [...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher — CARTA – HAHA! "Als professioneller Kunde unseres Hauses gehen wir natürlich davon aus, dass Sie alle bei Twitter eingeloggt sind." (Tags: Twitter Politik Journalismus ) [...]

  22. Stefen Niemeyer |  29.03.2011 | 10:16 | permalink  

    Guter Hinweis, Frank (Nr. 15),
    da hatte ich vorher nicht mehr nachgeschaut. Nichtsdestotrotz bleibt der zweite Teil “und dauerhaft dokumentieren” offen. Der ist mit der Einbindung in die Website nicht erreicht, Twitter hebt nicht alle Tweets auf.

    Ich glaube nicht, dass man hier so pauschal über “die” Hauptstadtjournalisten urteilen sollte, wenn “einige” peinliche Fragen stellen, die eine unprofessionelle Haltung erkennen lassen.

  23. Tom |  29.03.2011 | 10:17 | permalink  

    Das Schlimme in meinen Augen ist ja, dass sich die Journalisten über die Authentizität der Tweets gedanken machen, aber scheinbar jede Email vom CvD der Bundespressekonferenz als wahr ansehen. Ohne es genau zu wissen, aber ich bezweifle, dass diese irgendeine Form von Signierung beinhalten und wenn, die Journalisten nicht in der Lage sind, diese zu verifizieren.

  24. Paralleluniversum Qualitätsjournalismus - Stecki's Blog |  29.03.2011 | 10:39 | permalink  

    [...] Ein großer Dank geht an Thomas Wiegold, der in seinem Blog das unfaßbare Ausmaß dieses Dramas dokumentiert hat. Lesebefehl: Wenn der Regierungssprecher twittert… (der Text ist auch auf Carta erschienen, der dort umfangreichen Kommentare wegen verweise ich daher auch dorthin: Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher). [...]

  25. Balkonschlaefer |  29.03.2011 | 10:40 | permalink  

    Kann Steffen Seibert seinen Twitter-Account nicht einfach verifizieren lassen? Dann brauchen die Qualitätsjournalisten nicht mehr angst haben, dass das ein Fake-Account sei.

  26. Andreas Wollin |  29.03.2011 | 10:51 | permalink  

    @Balkonschlaefer #25 Das könnte er. Aber könnten die Hauptstadtjournalisten nicht einfach einen Hörer in die Hand nehmen, die Kurzwahl zu Herrn Steegmanns wählen und ihn fragen?
    V.a. regen die sich über die zahlreichen Twitter-Fake-Accounts auf. Leute, ruft die doch an oder deren Management oder sonst einen Ansprechpartner und fragt. Nennt sich Recherche.

  27. Kandinsky |  29.03.2011 | 11:26 | permalink  

    Natürlich ist die Jounralistenbande empört, schliesslich: Wo bleibt bei Twittern das kalte Buffet???

    #k.

  28. “Twitter ist nicht sicher”: Technikskeptische Journalisten beweisen Humor | Basic Thinking |  29.03.2011 | 11:34 | permalink  

    [...] wegen Twitter in die Zange nehmen – zumindest auf den ersten Blick. Das deutsche Web lacht gerade über die Ignoranz dieser Journalisten. Schaut man aber etwas genauer hin, klingen nur [...]

  29. Clemens Gleich |  29.03.2011 | 11:43 | permalink  

    Es geht doch hauptsächlich darum, dass die Journallie Angst hat, im Stream von Twitter wichtige Nachrichten zu verpassen oder auf Jux-Accounts hereinzufallen. Beides ist einfachst zu umgehen, wenn man sich auskennt, wobei nicht vergessen werden darf, dass sich Journalisten in ihrem Metier der Informationsbeschaffung im Regelfall horrend schlecht auskennen.

    Der zweite, schwächere Punkt ist die ausgeprägte Erwartungshaltung der Kollegen. Da ich selber als Schreiber arbeite, kann ich das recht einfach erklären: Journalisten sind überdurschnittlich arrogant (denn sonst würden sie nicht jedem ihre Meinung erzählen wollen) und werden dann auch noch hofiert, mit Schnittchen plus Alkohol vollgespachtelt und gut untergebracht. Das ist ein angenehmer Kontrast zu ihrem Hungerlohn, erodiert aber den Willen zur eigenverantwortlichen Arbeit. Lieber rumschreien, bis einem jemand eine Pressemeldung strickt, aus der man am besten per copy & paste arbeiten kann.

    Da ist also nix Neues passiert. Das ist Business as usual. Sie hätten einfach gern gewusst, dass uns’ Angela wegfliegt, um selbst Schnittchen und Alk zu verköstigen (denn Politiker arbeiten noch ungerner als Journalisten).

  30. Maren Henke |  29.03.2011 | 12:03 | permalink  

    Hat die Hauptstadtinformationselite eigentlich schon mal was von Verifizierung einer Nachricht gehört? Ich komm mir vor wie im Kindergarten. “Dem hast dus aber zuerst gesagt, Mama”^^ Da kann ich nur den Kopf schütteln. Peinlicher gehts nicht mehr, oder?

    Das Steffen Seibert auf Twitter “echt” ist, zweifelt doch keiner mehr an, spätestens seit dem Disput mit Beck. Ein unechter hätte nämlich weitergemacht.

    Aber die Journalisten hätten die Informationen gern exclusiv auf dem Serviertablett, ohne nachprüfen zu müssen oder warum sollten sie mit “falschen” Meldungen “zuschlagen” wollen! Das klingt nach allem, nur nicht nach gutem Journalismus und wirft ein sehr sehr schlechtes Licht, mindestens auf den jenigen, der diesen Satz von sich gegeben hat.

  31. Hardy Prothmann |  29.03.2011 | 12:08 | permalink  

    Guten Tag!

    Schade, dass die Namen der Fragesteller nicht protokolliert sich, damit man weiß, wer die Dummbatzen sind, die diese bescheuerten Fragen gestellt haben.

    Oder wäre das ein Eingriff in “Persönlichkeitsrechte”?

    @stefan “Vollversorgungsmentalität” trifft es ziemlich gut

    Ansonsten empfehle ich den “Kollegen” nochmal, das kleine Büchlein Grundgesetz in die Hand zu nehmen und unter Artikel 5 nachzuschlagen.

    Und dann noch diese Lektüre:
    http://www.pushthebutton.de/2011/02/18/hauptstadtjournalismus-kein-stuck-ehre-im-leib/

    Beste Grüße
    Hardy Prothmann

  32. Hardy Prothmann |  29.03.2011 | 12:25 | permalink  

    Guten Tag!

    Zufällig zum Thema gefunden, 24.11.2010

    http://ralfheimann.posterous.com/twitter-ist-ungefahrlich

    Gruß
    Hardy Prothmann

  33. Anonymous |  29.03.2011 | 12:25 | permalink  

    [...] [...]

  34. Manche Hauptstadtjournalisten sind überfordert mit Twitter… » t3n News |  29.03.2011 | 12:56 | permalink  

    [...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – carta.info [...]

  35. Twitter-Eklat auf Bundespressekonferenz: Netz spottet über Hauptstadtjournalisten | Flash News |  29.03.2011 | 13:00 | permalink  

    [...] höhnisch wird das Protokoll der Sitzung vom 25. März im Netz mittlerweile kommentiert. Im Blog “Carta” will man in Berlin einen “offenbar zutiefst verunsicherten Berufsstand&#82… ausgemacht [...]

  36. Timm |  29.03.2011 | 13:12 | permalink  

    Alles nur Sandkasten-Gekloppe von kleinen Kindern. Es geht einzig um die Frage, ob “Hauptstadtkorrespondenten” und Mitglieder der Bundespressekonferenz bei der Information weiterhin bevorzugt werden sollen oder ob das Informationsprivileg beschleunigt den Bach runtergeht. Da sind erhebliche Eitelkeiten im Spiel. Als Politikjournalist nach Berlin abgestellt zu sein, ist etwa der Gipfel der Karriere. So ein Leben am Puls der Macht zwischen Schnittchen-Empfängen und vertraulichen Geplapper. Die Konkurrenz ist nicht so sehr der Bürger, der nun genauso schnell informiert ist, es sind die Kollegen in der Redaktion. Vor ihnen muss man seinen Job rechtfertigen. Da ist die Twitter-Sache ein herber Schlag in die interne Hackordnung in den Redaktionen.

  37. equalizer |  29.03.2011 | 13:53 | permalink  

    Unfassbar. Die Namen der werten Kollegen werden natürlich immer mitprotokolliert, und sind für die Mitglieder der Bundespressekonferenz (die was anderes ist als das Bundespresseamt…) auch im Protokoll nachlesbar…http://tinyurl.com/68h4gy8. Das Presseamt darf die Protokolle nur anonymisiert veröffentlichen…

  38. dr. paulsen |  29.03.2011 | 14:11 | permalink  

    Moment mal:
    Man muß schon mal hinterfragen dürfen, warum die Bundesregierung
    ausgerechnet den Dienst eines amerikanischen Privatunternehmens bevorzugen muß?

    Wenn man angeblich der Meinung ist, dass ein Verteiler über einen anderen Push-Dienst oder SMS bzw. E-Mail-Verteiler nicht cool genug ist oder die Menschen nicht erreichen kann (wenn man es nur will, könnte man das natürlich auch so einrichten und z.B. Verteiler, E-Mail und Benachrichtigungsdienste für jeden Bürger anbieten, aber man will das offenbar nicht), warum dann nicht einfach eine eigene Internet-Seite der Regierung einrichten?

    Einfach eine zentrale Internetseite z.B. “www.Regierung.info” anlegen, die für jeden mit Internetzugag einsehbar ist. Dort kann man dann genauso kurze Info-Schnipsel hinausposaunen, muß sich aber nicht mit den lächerlichen Twitter-Beschränkungen herumschlagen. Da kann man dann auch mal mehr Informationen einbinden und die Bürger besser erreichen, kann ein komplett barrierefreies Angebot anbieten (auch mit Sprachausgabe für Sehbehinderte), kann zusätzlich einen SMS oder E-Mail Dienst für jeden der sich anmelden will anbieten und hätte nicht nur alles in der eigenen Hand, sondern auch EINE ZENTRALE INFORMATIONSPLATTFORM der Bundesregierung im Internet.

    Ein bißchen Verständnis für die Journalisten muß man wohl auch aufbringen: das kostbarste in deren Job ist ja Zeit und wenn der überhebliche Regierungssprecher die Journalisten schon dazu zwingt, dass sie bald 15 verschiedene Kanäle gleichzeitig zu überwachen haben, darf man schon fragen, was das nun bringen soll und warum für die Kommunikation übers Internet nicht eine eigene und zentrale Web-Plattform sinnvoller ist?

    .
    Noch ein grundsätzlicher Gedanke:
    Das wird zwar in diesem Fall (noch?) nicht so sein, aber grundsätzlich ist bei der einseitigen Bevorzugung der Bundesregierung eines bestimmten Privatunernehmens über das man exklusiv kommunizieren will, das Problem der Amigo-Wirtschaft und ungesunden Verbindung zwischen Unternehmen und Poltik durchaus gegeben!
    Dass sich z.B. Facebook als amerikanisches Unternehmen vor kurzem extra eine Lobbyistin eingekauft hat, deren Job nichts anderes ist, als in Deutschland Poltiker 365 Tage im Jahr mit Lobbyarbeit im Sinne des Unternehmens zu beackern, zeigt, dass das keine Spinnereien sind und die Regierung aufpassen muß, sich mit solchen Sachen nicht dem Anschein eines Deals oder einer Gefälligkeit auszusetzen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-bekommt-deutsche-Lobbyistin-1207075.html

    Selbst wenn es ein Dienst ist, der (bislang) für die Nutzer kostenlos ist, so steigt der Wert des Unternehmens mit jedem aktiven Nutzer und kann auch umso mehr Geld über Werbung eingenommen werden.

    Also mal ganz frech gefragt:
    Ist es Aufgabe unserer Bundesregierung oder des Regierungssprechers ein Unternehmen zu bevorzugen, deren Wert zu steigern oder ihm bei den Werbeeinnahmen zu helfen und ihnen zehntausende neue Nutzer (hier Journalisten) zuzuführen, die ja durch die Entscheidung des Regierungssprechers nun faktisch dazu gezwungen sind, regelmäßige Twitter-Nutzer zu werden?

  39. vera |  29.03.2011 | 14:28 | permalink  

    Zeichnet es – nach eigenem Verständnis – einen professionellen Journalisten nicht dadurch aus und unterscheidet ihn vom Blogger, dass er eine Quelle überprüft bevor er “zuschlägt”?

    Huhu?! Märchenwald?

    Der Hauptstadtjournalist war übrigens Nick Leifert.

  40. Timm |  29.03.2011 | 14:31 | permalink  

    Richtig, Herr dr. paulsen, das könnte man hinterfragen und diskutieren. Nur was das eben nicht Thema der Bundespressekonfernez, sondern die Frage, ob nun das Informationsmonopol der Haupstadt-Journalisten in Gefahr sei.

  41. Thomas Wiegold |  29.03.2011 | 14:49 | permalink  

    Herr Dr. Paulsen,

    ich verrate Ihnen ein Geheimnis:

    ES GIBT EINE ZENTRALE INFORMATIONSPLATTFORM DER BUNDESREGIERUNG IM INTERNET!

    http://www.bundesregierung.de

    (SCNR)

  42. Aufmerksamkeit! |  29.03.2011 | 14:55 | permalink  

    @ dr. paulsen #38 “Man muß schon mal hinterfragen dürfen, warum die Bundesregierung ausgerechnet den Dienst eines amerikanischen Privatunternehmens bevorzugen muß?”
    Hinterfragen Sie dann auch mit welchem amerikanischen, taiwanesischen, etc. Computer die Bundesregierungsseiten bestückt werden? Mit welchem südkoreanischen oder vielleicht finnischen Telefon die SMS verschickt werden? Woher kam noch gleich das Faxgerät?

    Entscheidend ist m.E. das, was @Stefen Niemeyer #9 gesagt hat: Die tweets des @RegSprecher können bei twitter eingesehen werden, ohne dass man sich anmelden muss. Dies sollte für alle Dienste gelten, derer sich die Bundesregierung bedient. Ansonsten kann man die tweets auch auf der Seite der Bundesregierung lesen, wie @Frank #15 bereits zutreffend erwähnte.
    Es sollte nur, besonders aus dokumentarischer/historischer Sicht, sichergestellt sein, dass die tweets unabhängig von dem Unternehmen gespeichert werden.

    Ansonsten ist die Geschichte wohl eine echte Farce!

  43. Lesenswerte Artikel 29. März 2011 |  29.03.2011 | 14:56 | permalink  

    [...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher "Einige Hauptstadtjournalisten finden es merkwürdig und verstörend, dass Regierungssprecher Steffen Seibert (@RegSprecher) jetzt nicht mehr nur exklusiv zu ihnen spricht, sondern per Twitter irgendwie unvermittelt, irgendwie zu allen." [...]

  44. M R Genz |  29.03.2011 | 15:07 | permalink  

    Das ist doch heiße Luft. Da fragen halt ein paar Journalisten, ob sie auf Twitter zusätzliche oder exklusive Informationen erhalten, und diese Frage ist ja durchaus legitim und relevant. Natürlich offenbart sich dabei auch Unkenntnis, und das ist von mir aus auch schwer nachvollziehbar, da Journalisten sich auch im Bereich Neuer Medien auskennen sollten.

    Ansonsten sehe ich wieder einmal ein völliges Aufbauschen eines relativ banalen Ereignisses durch Carta. Das Bashen klassischer Journalisten trifft bei der Netz-Elite ja immer auf Applaus und ist ja schon seit Jahren eines der Rituale der Selbstvergewisserung der Info-Elite. Und indem man den klassischen Journalisten als inkompetent darstellt, schafft man sich natürlich wieder Distinktionsgewinne und ein Marktpotenzial als New-Media-Consultants.

    Und nein, ich bin kein Journalist, und ja, der Journalismus ist in schlechtem Zustand. Das liegt aber nicht primär daran, dass manche seiner Vertreter ein Problem mit Twitter haben, dafür gibt es ganz andere Ursachen.

  45. Paul Ney |  29.03.2011 | 15:08 | permalink  

    @ #7, comment-25815, Andreas Grieß am 29.03.2011 07:47
    “Paul, dir ist schon bewusst, dass es eine Mitschrift ist, sprich das Original nicht kusiv oder fett sein kann, weil es sozusagen Audio ist ;)” — Was soll dieser Unsinn?! Eine Mitschrift kann nun mal kursiv und/oder fett usw. gesetzt werden, was soll daran noch Audio sein?! Es soll auch Mitmenschen geben, die eine Mitschrift für einen Mitschnitt halten, sie ins Ohr stecken und sich wundern, daß sie nichts hören.

  46. A. Rebentisch |  29.03.2011 | 15:09 | permalink  

    Herrlich!

  47. Andreas Grieß |  29.03.2011 | 15:16 | permalink  

    @Paul: Audio ist das Original der Konversation. Es ist nicht ein Text der geschrieben wurde, wo der Autor bewusst dick oder kusiv macht, sondern ein Dialog, der aufgeschrieben wird. Da hat niemand etwas kusiv oder fett gesagt, sprich es ist lediglich eine Art der Formatierung, genauso wie Schriftgröße etc. Ich denke die Abänderung ist demnach klar vom Zitatrecht her ok, wird ja jeder sehen, dass es nicht vom Autor (=jeweiligem Sprecher) ist.
    Aber eigentlich wollte ich damit ausdrücken: Es ist in diesem Kontext sehr egal.

  48. Andreas Grieß |  29.03.2011 | 15:17 | permalink  

    @equalizer: Ist aber nciht zufällig jemand vom Spiegel dabei, oder?

  49. Thomas Bär |  29.03.2011 | 15:37 | permalink  

    Einfach nur köstlich! Erinnert mich ein wenig an die ungläubigen Reaktionen der Musikindustrie, als deren Vertretern vor etwas mehr als 10 Jahren zu dämmern begann, dass sie in Zukunft schlicht überflüssig sein könnten. Tja, die Verlage haben sich bisher standhaft geweigert, aus den Fehlern der Musikindustrie zu lernen und sind deshalb auf dem selben Weg in Richtung Abgrund, …

  50. palisadesberlin |  29.03.2011 | 15:41 | permalink  

    Die anwesenden Hauptstadtjournalisten halten #hashtags wahrscheinlich auf für illegale Drogen ?

  51. palisadesberlin |  29.03.2011 | 15:41 | permalink  

    auch, meinte ich selbstverständlich

  52. palisadesberlin |  29.03.2011 | 15:53 | permalink  

    Alleine schon der Begriff “Hauptstadtjournalisten”. Was soll der implizieren, die Wichtigkeit der Nachrichten oder der Berichterstatter?

    Wenn dann, bei aktuellen Ereignissen, auf allen “Leitmedien” der im Wortlaut gleiche …….. (setzten Sie hier eine beliebige Nachrichtenagentur ein) Text zu lesen ist – purer “Qualitätsjournalismus”.

    Auch soll der geneigte Twitternutzer natürlich den Accounts die fast jede dt. Tageszeitung unterhält folgen. Nur zeitgleich oder früher darf er die Information eben nicht haben, gell?

  53. Maren Henke |  29.03.2011 | 15:55 | permalink  

    #38 Dr. Paulsen
    Kein Journalist ist “gezwungen” sich einen Twitter-Account zuzulegen.

    Einfach http://twitter.com/RegSprecher aufrufen.

    Geht genauso unkompliziert, wie eine zentrale Plattform :-)

    Was den Informationsgehalt bei Twitter angeht, liegt es doch an jedem selbst welchen Seiten er folgt. Viele Nachrichten gibts dort schon Stunden bevor sie in Radio oder Fernsehen auftauchen…

  54. “Twittergate” « RechtZwoNull.de |  29.03.2011 | 15:58 | permalink  

    [...] …nenn ich jetzt mal diese Sache, bei der ein Teil der Hauptstadtjournaille sich als Meldungen-Stumpf-Vom-Fax-Abschreiber geoutet und alles in allem ein ziemlich peinliches Bild abgegeben hat. Nachlesen kann man das alles hier. [...]

  55. Links 2011-03-29 | dª]V[ªX |  29.03.2011 | 16:21 | permalink  

    [...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher. Superlesenswert für alle, die mal einen Einblick in die verkallkten Denkweisen der Holzmedien [...]

  56. daily essence: Nokia, WWDC, Simpsons, heimliche Cookies, uvm | iNews.de |  29.03.2011 | 16:26 | permalink  

    [...] Carta: Unsere Haupstadt-Journalisten regen sich darüber auf, das der Regierungssprecher twittert (Twitter) und sie nichts davon mitbekommen haben. (via Gutjahr-Tweet) [...]

  57. noName |  29.03.2011 | 16:29 | permalink  

    Loriot. :)

  58. Kerstin Neumann |  29.03.2011 | 20:06 | permalink  

    Sehr geehrte Hauptstadtjournalisten* – Liebe Profis der medial vermittelten Kommunikation aus dem Zentrum der politischen Macht,

    die Nutzung von Twitter schafft keine neuen Realtitäten, sondern greift schlicht bereits existierende Gegebenheiten auf, die es nie bis in Luhmans „Realität der Massenmedien“ (1995) schafften. (Luhman sei verziehen, dass er nicht Nostradamus war.)
    „Für uns ist per Mail von Vorteil, weil für die Agenturen ‑ in die Richtung geht sicher auch die Frage der Kollegen ‑ schon eine wesentliche Rolle spielt, ob man als Korrespondent täglich 24 Stunden lang den Twitter-Nachrichtendienst verfolgen sollte. Das ist sicher unbenommen so; da haben Sie wahrscheinlich recht. Dennoch: Ist die Informationspflicht des Bundespressamtes sozusagen darüber dann gewährleistet? Oder überlegt man sich, nicht auch in Zukunft die Parallelität sicherzustellen?„
    Einer breiten Masse seine Nachrichten zu vermitteln, ist heute kein Monopol des Journalismus mehr. Gerade in der zunehmenden Informationsflut der heutigen Realität – bei der Vielfalt an Nachrichten und Nachrichtenkanälen – gewinnt der Berufstand des Journalisten aber zusätzliche Bedeutung – als verlässlicher Filter dieser Masse. Er rezipiert zunächst einmal selber, selektiert, gewichtet und verifiziert die Flut und vermittelt anschließend weiter. Eben dadurch kann und sollte er sich von Laien in der massenmedialen Kommunikation unterscheiden. Woher kommt die Scheu oder der Unwillen, sich mit mehr als einem Kanal zu befassen? Zumal wie relevant ist die Frage nach der Parallelität?
    Steegmans: „Ich finde, dass wir deshalb gut beraten sind, dass diejenigen, die sich für Twitter interessieren, Twitter abonnieren, dass diejenigen, die glauben, dass es für eine solide Information ausreicht, auf die E-Mail-Verteiler des Bundespressamtes zugreifen, selbstverständlich nur dort angemeldet sein können und dass diejenigen, die es vorziehen, über die Informationen, die wir aktiv von uns aus versenden, minutiös auf dem Laufenden zu sein und ihrer Praxis weiter frönen und per Telefon fragen, ob es etwas Neues gibt.“
    Wer als Journalist der klassischen (alten) Medien von Redaktionsschluss bis Redaktionsschluss seinen Arbeitsalltag gestaltet und plant, hat keinen Nachteil daraus, wenn er Informationen nicht sekundengenau – in 140-Zeichen-Häppchen – abruft. Wenn man annimmt, dass (hoffentlich) eben jene hier so besorgt nachfragenden Kollegen keines dieser „hippen neuen“ Medien bedienen mit ihren journalistischen Produkten, worin liegt dann das Problem? Die Relevanz einer kurzen Twittermeldung ist für eine zeitnahe Publikation in einem Onlineangebot eine ganz andere als für eine Zeitung. Und ich hoffe, man kann davon ausgehen, dass wenigstens die Redakteure, die vorwiegend online publizieren, mit solch neumodischem Kram wie Twitter umgehen können und es als selbstverständliche Informationsquelle (unter vielen) ansehen, die selbstverständlich wie jede andere Quelle im Zweifel überprüft werden muss.

    Einen routinierten, geschulten, offenen Umgang mit eben jener Parallelität sollte man bei jedem Journalisten voraussetzen können, denn auf Grund seiner täglichen Arbeitsroutine im selbstgewählten Beruf ist eine Angst in einer Informationsflut vermeidlich unterzugehen – anders als beim Herrn Otto Normalbürger ohne Internetaffinität – schwer nachzuvollziehen.

    Ihre grundsätzliche Befürchtung/Sorge: „Der Nachrichtendienst Twitter ist nicht sicher.“ Inwieweit kann man diesem Medium über den Weg trauen?
    Steegmans: „Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. [...] Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Twitter-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich einen kurzen Anruf beim CvD.“
    [...]
    „Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja anrufen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Bundespresseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat.“
    Es ist ein Grundprinzip journalistischen Handelns, wenn (berechtigte) Zweifel an der Authentizität einer Aussage/Meldung hat, sich zu vergewissern, nachzufragen, zu versuchen sie zu verifizieren. Ein großer Unterschied bezüglich der Sicherheit des Kommunikationskanals kann ich auch zu klassischen bzw älteren Kanälen nicht erkennen. Theoretisch kann auch über das Faxgerät des Regierungssprechers ein Eindringling Fake-Meldungen versenden oder auf dem unrechtmäßig erlangten Briefpapier brisantes vermelden… denkbar ist auch ohne Twitter einiges – misstraut man generell auch jeder offiziellen E-Mail, weil theoretisch der Mailserver gehackt sein könnte oder der Pförtner sich des Mailaccounts bedient haben könnte?
    „Herr Dr. Steegmans, in dieser Woche hat sich Herr Seibert auf Twitter ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit Volker Beck geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder reagieren wird? Es kann ja jeder twittern. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Twitter auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?“
    Grundlage für diese Nachfrage scheint mir hier eine verzerrte Wahrnehmung des Kommunikationskanals „Twitter“.
    Twitter schafft eine Teilöffentlichkeit und Twittern ist nichts anderes als eine Erscheinungsform von öffentlicher Kommunikation. An dieser öffentlichen Kommunikation kann grundsätzlich jeder ohne größere Hürden (Internetzugang, Hardware, …) teilnehmen sowie jeder ohne größere Hürden (Fernsehanschluss, Empfangsgerät,…) einer ausgestrahlten Bundespressekonfernz bewusst folgen könnte.
    Ich erkenne keinen relevanten Unterschied in einem öffentlich geführten und medial vermittelten, spontanen Wortwechsel, weil er getwittert oder weil er von Fernsehkameras in die Welt übertragen wurde. In beiden Fällen muss ich natürlich vorher den Kanal bewusst ausgewählt haben und das Geschehen verfolgen, ja, aber sonst?
    Exklusivinformationen an einzelne auserwählte sehen ganz anders aus und da hätte ich eher Angst vor dem fiesen Kommunikationsmedium Telefon, dass schon technisch bedingt meist eher Öffentlichkeit ausschließt.
    „Hat Herr Seibert das gemacht, weil er ein junger tougher Typ sein will?“
    Vielleicht ist Herr Seibert auch schlicht in der Realität der heutigen Massenmedien angekommen und hat irritierender Weise die „Medienschaffenden“ dabei zum Teil abgehängt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Kerstin Neumann

    *Ich bitte zu beachten, dass sich dieses Anschreiben nur an die „Hauptstadtjournalisten“ richtet, deren Unbehagen man in diesem Protokoll so anschaulich nachlesen durfte. Ich hoffe bzw gehe davon aus, dass der überwiegende Teil, der in dieser Stadt tätigen Journalisten, twitterne Regierungssprecher weniger suspekt findet und nehme diese ausdrücklich von meiner verallgemeinernden Anrede aus.

  59. Twitter und die Hauptstadtpresse | rotstehtunsgut.de |  29.03.2011 | 20:06 | permalink  

    [...] Und, sehr schön: Debatte bei „CARTA”. [...]

  60. Testuser |  29.03.2011 | 20:58 | permalink  

    Zwei Sachen:

    1. Natürlich sollte sich ein Journalist heutzutage mit Twitter auskennen. Journalisten haben auch die Pflicht die Echtheit einer Information zu überprüfen. Genau das ist ihr Job.
    Als ergänzendes Medium eines Regierungssprechers ist gegen Twitter nichts einzuwenden.
    Aber als ausschliessliches? Eher fragwürdig. So etwas kann sehr leicht ins Informationschaos führen.
    Man schaue sich der Vergangenheit an, wieviele Falschmeldungen schon über Twitter verbreitet wurden.

    2. Twitter ist ein unsicheres Medium, weil es keine Authentifizierung für einen User gibt. In einer Pressekonferenz oder auf einer offiziellen Webseite ist die Information vertrauenswürdiger.
    Jeder wird mir zustimmen, dass es wahrscheinlicher und sehr viel einfacher ist, dass sich jemand als RegSprecher bei Twitter ausgibt, als eine offizielle Webseite zu “hacken”.

  61. Ich habe vorhin im Internet nachgeschaut at JakBlog |  29.03.2011 | 21:06 | permalink  

    [...] ist ein ziemlich Leichtes, sich über diesen wunderbaren Dialog zwischen offensichtlich irritierten Berliner Hauptstadtjournalisten und dem stellvertretenden [...]

  62. Journalisten, Twitter und der Regierungssprecher « stohl.de |  29.03.2011 | 21:11 | permalink  

    [...] [...]

  63. Testuser |  29.03.2011 | 22:08 | permalink  

    Vielleicht sollte man nicht vergessen: Twitter ist nur EIN Tool. Und dieses Tool hat große Schwächen.
    Sehr wichtige politische Nachrichten, die große Bedeutung haben können, ausschliesslich darüber zu verbreiten, geht in meinen Augen garnicht.
    Ich bin einfach ein Freund der geprüften, verlässlichen Information.

    140 voll mit Sonderzeichen hingerotzt Zeichen in irgendeinem Twitter-Kanal in den Weiten des Internets, das kann es doch nicht sein?

    Und ich finde es einfach absurd, dass diejenigen, die kein Twitter nutzen, als dumm und lame und Ewig Gestrige verspottet werden. Das ist so ein typisches Argument der NewSocialMedia Generation, die in schlimmen Fällen alle 2 Sekunden auch nichts besseres zu tun haben, als aufm Iphone rumzuscrollen und wild sinnlose Infos zu tweeten und so viel private Daten wie möglich den großen Datenkraken wie Google, FB oder Twitter in die Hand zu geben.

  64. Jochen |  29.03.2011 | 22:41 | permalink  

    Wie auf’m Schulhof hier: “Boah, ich hab bei der Lehrerkonferenz gelauscht, die haben was dagegen, dass Klassenarbeitstermine jetzt nur noch auf Twitter bekanntgegeben werden.” Und alle so: “Die Lehrer haben ja voll keine Ahnung. Sollen die doch erstmal Facebook und Twitter lernen, bevor die uns was erzählen.”

    Ist schon klar, dass Ihr Euch an den Journalisten rächen wollt, weil die Euch für ahnungslose Schwätzer halten. Aber wenn ich mir das hier durchlese – so unrecht haben sie nicht.

    Und Seibert irgendwie gut zu finden – mannomannomann…

  65. @Ach @wie @lustig! — Konstantin Klein |  29.03.2011 | 22:46 | permalink  

    [...] ja. Har, har. Ist ja rasend komisch, diese Sache mit den dämlichen Hauptstadtjournalisten, die noch nicht einmal wissen, dass man keinen Twitter-Account braucht, um @RegSprechers tweets [...]

  66. Testuser |  30.03.2011 | 01:08 | permalink  

    @Konstantin Klein: Habe gerade einen Tweet gefunden, der auf Ihren Blogeintrag verweist. Von einem Herrn Konstantin Klein? Sind Sie das selbst? Oder der andere Konstantin Klein. Ich seh nicht mehr durch. Und was haben die User @Ach –> Angela Hoover, @wie und @lustig in Ihrem Beitrag zu suchen? Sie verwirren mich?
    Oder ist das etwa ein Zweiitaccount von Herrn Seibert der diesen Tweet gepostet hat?
    Übrigens, ich lege mir jetzt auch einen TwitterAccount als RegSprecher an. Sie und die Journalisten werden schon merken, dass ich der richtige bin. Schliesslich heisse ich dann RegSprecher und poste bei Twitter. Das ist doch wohl eindeutig, oder?

    Hier übrigens eine neue Info, kommt dann auch bei Twitter, Herr Klein: Angela Merkel verreist doch nicht in die USA, sondern zu einem ausserplanmässigen Besuch in die Unglücksregion Japans.

  67. Testuser |  30.03.2011 | 01:09 | permalink  

    @Konstantin Klein: Habe gerade einen Tweet gefunden, der auf Ihren Blogeintrag verweist. Von einem Herrn Konstantin Klein? Sind Sie das selbst? Oder der andere Konstantin Klein. Ich seh nicht mehr durch. Und was haben die User @Ach –> Angela Hoover, @wie und @lustig in Ihrem Beitrag zu suchen? Sie verwirren mich?
    Oder ist das etwa ein Zweiitaccount von Herrn Seibert der diesen Tweet gepostet hat?
    Übrigens, ich lege mir jetzt auch einen TwitterAccount als RegSprecher an. Sie und die Journalisten werden schon merken, dass ich der richtige bin. Schliesslich heisse ich dann RegSprecher und poste bei Twitter. Das ist doch wohl eindeutig, oder?

    Hier übrigens eine neue Info, kommt dann auch bei Twitter, Herr Klein: Angela Merkel verreist doch nicht in die USA, sondern zu einem ausserplanmässigen Besuch in die Unglücksregion Japans.

    Ich hoffe alle Journalisten lesen jetzt diese Seite und es erscheint dann bald bei Google News.

  68. Medialer Kanalkonflikt durch Twitter | elektrodampf GmbH |  30.03.2011 | 08:08 | permalink  

    [...] Aber sind es tatsächlich diese teilweise wirklich lächerlichen Fragen zur Sicherheit von Twitter und kompromittierten Accounts. Letztes evtl. schon. Denn wenn der Account des regsprechers mal in falsche Hände fällt, wäre der Schaden sicherlich groß. Zwar würden eventuelle Falschmeldungen sicherlich schnell ausgeräumt, allerdings wäre es hochnotpeinlich. Aber lösen wir uns mal von der – in Teilen sicherlich berechtigten Frage – ob und warum denn Twitter. [...]

  69. Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website |  30.03.2011 | 09:03 | permalink  

    [...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher Quelle: Carta [...]

  70. Lesetipps für den 30. März | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0 |  30.03.2011 | 09:17 | permalink  

    [...] & POLITIK Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher — CARTA: Einige Hauptstadtjournalisten finden es merkwürdig und verstörend, dass [...]

  71. Die Abneigung des Journalismus gegenüber Neuen Medien |  30.03.2011 | 10:15 | permalink  

    [...] Mitschrift der Pressekonferenz findet man übrigens unter diesem Link, das Video unter diesem [...]

  72. Paul Ney |  30.03.2011 | 13:34 | permalink  

    @ #47, comment-25857, Andreas Grieß am 29.03.2011 15:16
    “@Paul: Audio ist das Original der Konversation.” — nna uund?! Hast du ein Bedürfnis, solche Postings irgendeinem Paul zu widmen?!
    ++Referenz-Prinzip zum Lernen und Beherzigen: Wer in einem Blog vernünftig zu diskutieren versucht, sollte mindestens die Lfd.Nr. des angesprochenen Kommentars anführen.
    ++ “Da hat niemand etwas kusiv oder fett gesagt,” — nna uund?! Die amtliche Niederschrift (Mitschrift) des (Audio-)Mitschnitts der o.g. Diskussion in der Bundespressekonferenz ist nun mal satztechnisch (u.a. kursiv und fett) formatiert worden — hast du denn ein Problem damit?! Wenn ja, dann kannst & darfst du dank unserer Demokratie beim Bundespresseamt vorstellig werden und deine Ansichten vortragen.
    ++ Carta hat einen gekürzten und umformatierten Auszug aus einem Original einem anderen Blog entnommen und hier wiedergegeben. Alf von Melmak würde dazu “nul problemo” sagen, ein x-beliebiger Text kann immer gepostet und gleich besprochen werden…

  73. Granado |  30.03.2011 | 14:32 | permalink  

    @#47 A.Grieß
    Nicht alles ist Transkript von “Audio”, z.B.
    “ZURUF: (ohne Mikrofon; akustisch unverständlich)”
    Überdies lassen sich manche mündlichen Elemente – z.B. Betonung, Prosodie, daher Schaltwörter (Meta-Elemente) – schriftlich nur anders realisieren. So sollten gewisse Regie-Anweisungen nicht eingeebnet werden.

  74. PJebsen |  30.03.2011 | 14:59 | permalink  

    Besonders fein finde ich Sabine Adler, die fragt: “Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann die Bundeskanzlerin beabsichtigt, wohin zu reisen?” Als Steegmans der Dame ihren Job erklärt, antwortet die Politikjournalistin des Jahres: „Wieder etwas gelernt. Danke!“

  75. » Der twitternde Regierungssprecher und die Hauptstadtjournalisten » Kommunikation – zweinull |  30.03.2011 | 17:36 | permalink  

    [...] gegenüber dem Medium und zeigen, dass erheblicher Nachholbedarf im Umgang mit ihnen besteht. Bei Carta meint man, dass dies ein Zeichen für die Verunsicherungen des Berufsstandes sei. Thomas Knüwer [...]

  76. » Das Unbehagen der Reichshauptstadtschreiber mit dem fernsprechenden Sprecher des Königshauses - Nerds @ Night |  30.03.2011 | 23:48 | permalink  

    [...] machte die Mitschrift einer Pressekonferenz des Stellvetreters des Sprechers des Königshauses die Runde. Dort zeigte sich bei den Reichshauptstadtschreibern ein merkliches Unbehagen gegenüber der neuen [...]

  77. Deutscher Hauptstadtjournalismus und Twitter – Stefan Felten Online-Redaktion |  31.03.2011 | 08:45 | permalink  

    [...] Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video from Carta on Vimeo. Quelle: Carta.Info [...]

  78. Julian |  31.03.2011 | 12:59 | permalink  

    Die Empörung der Hauptstadtpresse kann nicht echt sein. – Journalisten, die mit Hilfe von “Netzreportern” Katastrophen-Tweets und Youtube-Videos aus dem WWW ziehen, wollen den wichtigen Tweet des Regierungssprechers verpasst haben? Wohl kaum.

    Warum die Politik diesmal nicht Schuld ist: http://www.bundestagsradar.net/?p=939

  79. KOOPERATIVE BERLIN | NETZ.REPORTER XL Experiment und Netzkommentar |  01.04.2011 | 10:46 | permalink  

    [...] um die twitterende Bundesregierung und die Empörung der Hauptstadtjournalisten (siehe Artikel von Robin Meyer-Lucht, der leider absagen musste, auf Carta), Googles Versuch Facebooks Like-Button mit +1 zu kontern und vieles mehr. Julia Seeliger von der [...]

  80. Leitmedienwechsel und … |  03.04.2011 | 20:13 | permalink  

    [...] Die Posse um das Twittern vom Regierungssprecher Steffen Seibert. Bei carta gibt es mehr: Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher Der Fall macht deutlich, dass wir nicht nur im privaten Umfeld oder in der Schule die Erfahrung [...]

  81. World Wide Wagner – Medienmagazin vom 02.04.2011 |  04.04.2011 | 17:26 | permalink  

    [...] der Regierungspressekonferenz vom 25.03.2011 * Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten … , carta.org, 28.03.2011 * Netz spottet über Hauptstadtjournalisten, Spiegel Online, 29.03.2011 * Folge der [...]

  82. Largos |  05.04.2011 | 01:54 | permalink  

    Beeindruckend wie viel Wind eine Twitter Nachricht auslösen kann…
    Da regen sich ja einige ziemlich drüber auf!
    Wobei ich auch neugierig bin wohin das noch führt und wie in Zukunft entsprechende Mitteilungen gemacht werden…

  83. Rebentisch |  05.04.2011 | 23:32 | permalink  

    @Johannes: Genau, denn in Deutschland ist der Regierungssprecher der Lakai der Bundespressekonferenz. Es geht ja nicht darum, was die Kanzlerin kommuniziert.

  84. Der monatliche Roskos-Report / Ausgabe 0 « SocialNetworkStrategien |  06.04.2011 | 09:22 | permalink  

    [...] 7) Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher [...]

  85. Der twitternde Regierungssprecher… « weezerle |  13.04.2011 | 13:15 | permalink  

    [...] Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video” carta: “Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher” Indeskretion Ehrensache: [...]

  86. Wer spricht, wenn der Pressesprecher twittert? | . NetzFaktorei |  06.05.2011 | 06:04 | permalink  

    [...] ins Netz: Blog-Artikel zum Unbehangen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher auf ca… Liste twitternder Pressestellen auf [...]

  87. Was können Verlage von freien Journalisten lernen? — CARTA |  19.06.2012 | 11:15 | permalink  

    [...] des Bundespresseamtes über eine geplante Reise der Kanzlerin informiert. Das Protokoll zu der Diskussion, die sich bei der darauffolgenden Bundespressekonferenz zwischen dem stellvertretenden [...]

  88. tame - Lame Twitter Tool oder "Schweizer Taschenmesser für Twitter"? |  30.12.2012 | 15:58 | permalink  

    [...] seit der legendären Pressekonferenz (hier nochmals expliziten Dank an CARTA für die famose Berichterstattung) des stellvertretenden [...]

  89. Hauptstadtjournalisten und ihre Ängste | itaWALL |  01.03.2013 | 12:40 | permalink  

    [...] (via CARTA) [...]

  90. Startups – die nächste Stufe des Prozessjournalismus — Carta |  10.05.2013 | 10:30 | permalink  

    [...] Journalisten, die sogar über die Ländergrenzen hinaus schon zum Thema wurde. So sorgt die Twitterphobie deutscher Berlin-Korrespondenten ebenso für Gesprächsstoff, wie Redaktionssysteme aus den [...]

  91. Startups – die nächste Stufe des Prozessjournalismus - Netzpiloten.de |  13.05.2013 | 16:40 | permalink  

    [...] Journalisten, die sogar über die Ländergrenzen hinaus schon zum Thema wurde. So sorgt die Twitterphobie deutscher Berlin-Korrespondenten ebenso für Gesprächsstoff, wie Redaktionssysteme aus den 90ern [...]

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