Netzlese
Matthias Schwenk | 33 Kommentar(e)
Der deutschen Blogger-Szene droht Ungemach, orakelt Meedia unter Berufung auf Sascha Pallenberg, der ein Schleichwerbe-Netzwerk entlarven will, in das angeblich rund 100 Blogs involviert sind.
26.01.2011 |
Im Mittelpunkt des Vorgangs steht offenbar eine deutsche Internetfirma, die für große Unternehmen Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreibt, schreibt Meedia. Um ihren Kunden mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen wie Google bieten zu können, ist wohl einer größeren Zahl von Bloggern angeboten worden, gegen Entgelt Artikel über bestimmte Produkte oder Unternehmen zu verfassen und darin ganz bestimmte Links und Keywords zu verwenden.
Der Vorgang klingt plausibel, nicht zuletzt weil auch der Autor dieser Zeilen für sein eigenes Blog ein solches Angebot per E-Mail erhalten (aber nicht weiter beachtet) hat. Tatsächlich können Links aus Blogs den PageRank von anderen Websites positiv beeinflussen, insbesondere wenn diese Blogs selbst über einen guten PageRank verfügen. Auf die Enthüllungen von Sascha Pallenberg darf man deshalb gespannt sein.
Ob der Skandal aber wirklich zum “Tsunami der deutschen Blogosphäre” wird, ist noch nicht sicher: Die involvierten Blogs dürften alle aus der zweiten oder dritten Reihe stammen und relativ unbekannt sein, so dass sich die öffentliche Aufregung auch in Grenzen halten könnte.


[...] Mail Bestandteil eines millionenschweren Schleichwerbeskandals siehe dazu Beiträge von Meedia und Carta! (Bitte bewerten!) Loading [...]
Na ja zweite odere dritte reihe und der autor ist selbst angeschrieben worden…die frage ist, würde das was ändern und wenn ja, warum und ab welcher größe und müsste man zwischen privat, halb-privat und nicht-privat trennen, spannend
Solchen Angebote sind doch alltäglich. Jeder kann selbst entscheiden, ob er sich auf sowas einlässt und wie eindeutig oder uneindeutig er diese Artikel kennzeichnet. Einen Skandal kann ich nicht erkennen.
[...] nicht einmal gefragt. Das ist enttäuschend. Zumal ich nicht mal belegen kann, dass ich aus der zweiten oder dritten Bloggerreihe komme – erst vorgestern mußte ich erfahren, dass ich überhaupt keine Leser habe, zumindest keine [...]
Ich denke all das wird hinfaellig, wenn wir namen nennen werden und die art und weise wie sie das netzwerk aufgebaut haben.
ich kann garantieren, dass ein leitblog dafuer genutzt wurde und eine recht grosse online-vermarktung. ausserdem sind diverse namhafte firmen involviert
Ähnliche Geschichte in US vor, ich glaube, zwei Jahren, mit einer entsprechenden rechtlichen Regelung, die direkt daraufhin erfolgte.
Das Thema kann man kurz halten. Name der Agentur/Firma, Liste der Auftraggeber und Blogger veröffentlichen. Shitstorm, shitstorm, shitstorm. Ein paar neue neunmalkluge Argumente für die Feinde des “rechtsfreien Webs” über sich ergehen lassen.
Danach ein bisserl ernsthafter über Ethos des (journalistischen) Schreiben auf privater Ebene aka Bloggen nachdenken. weitermachen.
ein paar verschwinden, ein paar kommen dazu.
Ein reinigender Sturm ist immer gut fürs gemeinsame Gemüt.
[...] [...]
[...] (ein schöner Contradictio in Adiecto) herabzustufen. Den Rest erledigt vermutlich der “politisch korrekte Blogger-Mob”. Gut [...]
Das Rauschen im Blogblätterwald…
Das heutige Thema bei Rivva sind die “Enthüllungen” von Sascha Pallenberg, Betreiber von Netbooknews.de 1: Dutzende Unterlagen beweisen angeblich, dass seit Monaten rund hundert Blogs systematisch Schleichwerbung betrieben. Das behaupt…
[...] die sich genau auf dieses dubiose Geschäft spezialisiert hat. “Dafür mussten sie einen Knebelvertrag unterschreiben, während die Firma selbst vermutlich das Drei- bis Vierfache kassiert hat.” [...]
[...] in Kürze zu einem wahren Shittsunami in Kleinbloggersdorf führen – wenn man den Berichten glauben schenken darf. Dann nämlich kommt es an den Tag, wer der Versuchung nicht [...]
[...] ganz interessantes Statement ist übrigens bei Carta zu finden. Dort ist man der Meinung, die Blogs der Linkverkäufer stammen aus der zweiten oder [...]
[...] PS: Dort gibts einen Screenshot der Anfrage bzgl. der PR-Geschichte. [...]
wenn man den dort http://is.gd/wTJnm8 unter link-url angegebenen link bei google sucht, findet man übrigens gerade 2-4 seiten. davon ungefähr 80% reinste werbeseiten. blogs sucht man vergeblich.
wenn das also der besagte pr-link ist, dann frage ich mich, ob da nicht jemand mit seiner “tsunami”-sache bzgl. blogosphäre deutlichst übertrieben hat..
[...] einen echten Bestechungsskandal involviert zu sein. Matthias Schwenk, Blogger der ersten Reihe auf carta.info schreibt: Ob der Skandal aber wirklich zum Tsunami der deutschen Blogosphäre wird, ist noch [...]
Markus Beckedahl hat sich mit Sascha Pallenberg unterhalten: http://www.netzpolitik.org/2011/interview-sascha-pallenberg-uber-schleichwerbung-in-blogs/
Moin,
das Unternehmen, das hinter dem “Schleichwerbesumpf” steckt, ist Onlinekosten.de, der Betreiber des Blogs Basic Thinking. Ganze Geschichte dazu gibts hier http://bit.ly/hMUYPF
Erst große Töne spucken und dann die angekündigten Dokumente nicht veröffentlichen, ist uncool. Das vergiftet die Szene mit bloßen Vermutungen und Verdächtigungen.
Es ist nun mal so, dass unlauterer Wettbewerb auch Bloggern nicht erlaubt ist.
[...] Schleichwerbesumpf in der Blogger-Szene – Carta [...]
Besonders verwundert bin ich über die Vorgänge wie auch die Drahtzieher nicht. Meine Empörung hält sich entsprechend in Grenzen.
Guter Kommentar hier: http://www.fixmbr.de/schleichwerbung-in-blogs/
„…Pallenberg selbst sitzt im Glashaus…“
Ein gut recherchierter Artikel aus SPON:
„Bloggers Sündenfall” von Frank Patalong
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,741957,00.html
[...] Schleichwerbesumpf in der Blogger-Szene – Carta [...]
@Wolfgang Michal
Also, bei F!XMBR kommentiert doch schon lange niemand mehr. Sorry, will nicht bestreiten, dass es da hie und da gute Kommentare gibt, aber mehr Zensur als dort geht wohl gar nicht!
Die zwei Männer erheben ihren Anspruch zum Programmm und schreiben nur noch für sich selbst. Da ist nichts dagegen einzuwenden, hat aber eben auch schlichtweg keine Relevanz mehr!
@aufmerksamkeit:
„…Also, bei F!XMBR kommentiert doch schon lange niemand mehr. Sorry, will nicht bestreiten, dass es da hie und da gute Kommentare gibt, aber mehr Zensur als dort geht wohl gar nicht!…“
Wäre wirklich schwierig, wollte man da widersprechen…
;-)
[...] jeder schreibt sich jetzt die Finger wund: So gibt es Artikel mit spektakulären Begriffen wie Schleichwerbesumpf, Tsunami für SEOler, Imageproblem für Blogger, Knebelverträgen oder Webspam. [...]
Der zurückhaltende “Artikel” verwundert. Ist CARTA womöglich eine der be
stochenentroffenen Websites?@Klaus: Der von Ihnen als “zurückhaltender Artikel” bezeichnete Text ist im Kern eine Leseempfehlung für einen Artikel von Meedia. Deshalb ist er in unserer Rubrik “Netzlese” erschienen.
Warum sie ihn als “zurückhaltend” einstufen, kann ich nicht nachvollziehen: Ich verweise darin nur auf Meedia und untermauere das mit einem Angebot, das mir in meiner Eigenschaft als Blogger (auf bwlzweinull) gemacht wurde. Wie sich später herausgestellt hat, stammt das mir vorgelegte Angebot nicht aus der von Sascha Pallenberg aufgedeckten Aktion.
Woraus Sie Ihre Mutmaßung, Carta könnte selbst betroffen sein, ableiten wollen, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Haben Sie eine so geringe Meinung von uns?
[...] Schleichwerbesumpf in der Blogger-Szene [...]
Guten Tag!
Ganz ehrlich verstehe ich die Aufregung nicht.
Blogger können machen, was sie wollen. Sie können sich sogar zu keyword-Reproduzierern machen lassen, um Geld zu verdienen.
Die einen Bloggen so, die anderen so.
Das unterstellte Problem ist die Gleichsetzung von Bloggern und Bloggern und Bloggern.
Ich bin auch ein Blogger, aber Journalist.Guten Tag!
Ganz ehrlich verstehe ich die Aufregung nicht.
Blogger können machen, was sie wollen. Sie können sich sogar zu keyword-Reproduzierern machen lassen, um Geld zu verdienen.
Die einen Bloggen so, die anderen so.
Das unterstellte Problem ist die Gleichsetzung von Bloggern und Bloggern.
Ich bin auch ein Blogger, aber Journalist.
Mein Lokalblog http://heddesheimblog.de hat einen Pagerank von 4, was wohl ziemlich gut ist.
Es wurde noch nie ein Backlink gesetzt und es gibt auch keine Klickfotostrecken.
Die Menschen, die unsere Artikel suchen, wissen irgendwann, wie das lokalblog heißt, in dem sie sich informieren. Google ist dafür nicht nötig.
Gemeinsam mit Kollegen gründen wir gerade das Netzwerk http://istlokal.de. Und zwar mit Bürgerjournalisten, die bloggen, mit halb- und vollprofessionellen Journalisten.
Um anständigen Journalismus zu bieten und damit attraktive und glaubwürdige Werbeplätze zu bieten. Dafür sind Millionenklickzahlen nicht vonnöten.
Wer heutzutage noch von “der” Blogosphäre spricht, hat wirklich gar nichts verstanden.
Der könnte auch sagen: “Da schreibt einer was im Internet.”
Die “Blogosphäre” ist keine, weil sie dafür viel zu unterschiedlich ist. Die Leute nutzen eine Blogsoftware und schreiben.
Fertig. Nicht mehr, nicht weniger.
Unseriöse Geschäftemacher gibt es immer und überall.
Die Blogs von http://istlokal.de werden sich sehr genau anschauen, wie die Bekanntheit zu steigern ist und entsprechende Empfehlungen geben. Jeder entscheidet dann selbst, was er tut.
Der beste Weg ist guter, vernetzter Journalismus – das gilt für journalistische Blogs.
Für andere Blogs gilt was anderes und die Frage: “Wo ist nochmal das überraschende Problem?”
Beste Grüße
Hardy Prothmann
für istlokal.de
Guten Tag!
Ok – gelogen. Der letzte Kommentar ist Schleichwerbung – für guten Journalismus.
Könntet ihr bitte den Kommentar am Anfang bearbeiten, da hat sich was gedoppelt. Und das sieht nicht gut aus für dei Eigenwerbung.
:D
Danke und Gruß
Hardy Prothmann
@Hardy Prothmann + istlokal.de: Clever!
(Vielleicht kommen bei istlokal.de ein paar Tipps in Betracht, zu denen unter carta.info/36250/in-eigener-sache-carta-stellt-sich-neu-auf/ ausgeführt wurde.)
[...] oder Socialtext darauf reagieren werden. Zum Schluss noch etwas “Werbung”, ganz ohne Hintergedanken und ohne dafür von einer SEO-Agentur bezahlt worden zu [...]