Netzlese

Robin Meyer-Lucht

Bolz: Meet the “Superconnectors”

Robin Meyer-Lucht | 4 Kommentar(e)


Norbert Bolz hat einen Essay über Internet, Neuromarketing, digitale Echokammern und irgendwie alles und nichts geschrieben.

29.08.2010 | 

Leider muss man konstatieren, dass Norbert Bolz’ Essays nur noch Konvolute voller Buzzwords sind, die hilflos nach Sinn ringen.

Mal “kontrolliert” Google “den Flow”, dann ist das Web 2.0 “der Zugang zur Information”. Reputation sei nur ein “ein Feedback-Profil” und “Neuromarketing” sei ein “Zangenangriff auf den Konsumenten des 21. Jahrhunderts”. “Privatheit 2.0″ sei “eigenrichtig” und “die Homogenität der Gleichgesinnten in Geschmacks-Clustern” werde immer größer.

Nunja, wem es gefällt, bitte. Ich werde mir das in Zukunft nicht mehr antun.

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4 Kommentare

  1. cervo |  30.08.2010 | 10:47 | permalink  

    Ja, sehr seltsam. Norbert Bolz hat in der letzten Zeit sowieso nur noch krudes Zeug von sich gegeben. Der Höhepunkt war der Artikel auf tagesspiegel.de (http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/die-politische-rechte-steht-fuer-buergerlichkeit/1902294.html) wo er u.a. eine Partei rechts der CDU, eine christliche Leitkultur und ein traditionelles Familienbild fordert.
    Das vorliegende “Essay” versucht sich an Rhetorik und vergisst den Inhalt. Böse.

  2. bee |  30.08.2010 | 11:17 | permalink  

    Ach, Bolz. Der Westerwelle der Soziologie. Soll sich endlich das „pseudo-“ leistungsschützen lassen, dann hätte er sein Auskommen und unsereins seine Ruhe.

  3. Unbegründet: Norbert Bolzens Angst vor der gesellschaftlichen Fragmentierung |  30.08.2010 | 18:54 | permalink  

    [...] Meyer-Lucht weist auf Carta auf einen Artikel von Norbert Bolz in der Süddeutschen hin. Bolz ist Medien- und [...]

  4. Stefan Herwig |  31.08.2010 | 00:19 | permalink  

    Ich kenne Norbert Bolz nicht, auch nicht seine anderen Artikel. Aber ich finde es schon irrtierend, dass ein Artikel der auf jeden fall einen Sinn ergibt (auch wenn er einen seeehr weiten Fächer spannt), nur wegen seiner Buzzwortdichte abgewertet wird, oder deswegen, weil er in anderen Artikeln (angeblich) Unsinn schreibt (@cervo].

    Natürlich liegt im Artikel ein tieferer Sinn, unsere Privatsphäre als neue Währung im Informationszeitalter, Datenschutz ist kein “Defaultzustand” mehr sondern muss nun erarbeitet werden.
    Google und Facebook leben nicht von Backsteinen, sondern von Datamining, und dort wo diese Knoten zusammenlaufen sind die neuen Machthaber und Informationshüter.

    Das ist weder falsch noch profan. Wo liegt das Problem? Dass erneut ein paar Gralshüter des Netzes kritisiert werden?

    UND, @ RML:
    Wenn du den Artikel so schlecht findest, warum verlinkst du ihn dann erst? Any traffic is good traffic?

    SH

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