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David Pachali

Schirrmacher und Kreye zum iPad

David Pachali | 3 Kommentar(e)


In den Wochenendfeuilletons beschäftigen sich Frank Schirrmacher und Andrian Kreye mit Apples neuem Tablet-Computer.

01.02.2010 | 

Folgt man Frank Schirrmachers Beitrag in der FAS, bedeutet die Markteinführung des iPad nichts weniger als den Abschied vom World Wide Web, wie wir es kennen. Das iPad habe das Potenzial, einige Paradigmen der bisherigen digitalen Kommunikation (offene Systeme, Multitasking, das “Free”-Konzept) zu erschüttern:

“Apple kann den Markt nicht vergewaltigen. Aber es könnte sein, dass das Plebiszit des Marktes – wie schon beim iPhone – der neuen Aufmerksamkeitsökonomie und der inhärenten Ideologie des Geräts zum Triumph verhilft.”

Auch Andrian Kreye konstatiert in der Süddeutschen, dass das iPad das offene und partizipative Netz infragestelle, sieht die Enttäuschung darüber jedoch in einer Verklärung der digitalen Technologien begründet, die sich im Gefolge der kalifornischen Hippiekultur fortgeschrieben habe. Es sei bei der Entwicklung des Internet nie um Kultur, um kognitive oder intellektuelle Revolutionen gegangen, sondern um Produktivität und Wirtschaftsmacht.

“Das iPad stellt nun eine perfekte Symbiose aus den Entwicklungen der Wirtschaft und der Technik her. (…) Kultur und soziale Funktionen sind da nur Schmierstoff in einer Industrie, die davon lebt, die Aufmerksamkeit ihrer Kunden zu jeder Zeit so lange wie möglich an ihre Produkte zu binden.”

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3 Kommentare

  1. Wolfgang Michal |  02.02.2010 | 14:56 | permalink  

    Es ist schon bizarr, dass jetzt ausgerechnet die, die das freie Internet bei jeder sich bietenden Gelegenheit in ihren Blättern bekämpfen, in Krokodilstränen darüber ausbrechen, dass Apple das freie Internet beschädige (oder sind es Freudentränen?). Die hauptamtlichen Feuilleton-Hysteriker sollen mal wieder auf den Teppich kommen. Das iPad hat einen Browser (Safari) ins freie Internet und der tablet-PC wird auch nicht das Denken als solches, sondern nur das Mediennutzungsverhalten verändern.

  2. Robin Meyer-Lucht |  02.02.2010 | 15:28 | permalink  

    @ Wolfgang Michal: Stimmt. Die sollten das offene Internet bitte ebenso beim Leistungsschutzrecht verteidigen…

  3. Glamypunk |  04.02.2010 | 20:33 | permalink  

    Ich kann in den Restriktionen des ipad nichts anderes erkennen als den Versuch mit einem minderwertigen Gerät möglichst viel Geld abzuschöpfen und die Klientel ans Apfelnetz zu binden um Apps, Tunes und movies zu verhökern. An sich schon eine extrem widerliche Kiste, das Eierpad.

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