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Robin Meyer-Lucht

Abendblatt.de: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür

Robin Meyer-Lucht | 70 Kommentar(e)


Die Bezahlschranke von Abendblatt.de ist nicht nur strategisch unausgereift und schlecht begründet – sie hat auch eine ziemlich große, heimliche “Hintertür”.

15.12.2009 | 

“Vielleicht ist es aussichtslos. Vielleicht ist es selbstmörderisch. Vielleicht ist es auch unverschämt”, schreibt der stellvertretende Abendblatt-Chefredakteur Matthias Iken über die neue Paid-Content-Schranke seines Angebots (siehe auch Nieggemeier hier).

Vielleicht funktioniert die Schranke aber auch anders als Iken in seinem Text erläutert. Den Kommentaren zu seinem Text ist zu entnehmen, dass die neue Bezahlschranke eine große Google-Hintertür hat:

Schlagzeile + Abendblatt googeln und man hat den Text.

Funktioniert tatsächlich.

Auf der Storman-Übersichtsseite soll beispielsweise für den Text “Bargteheide will Gewerbesteuer anheben” bezahlt werden:

ha2

Googelt man “Bargteheide will Gewerbesteuer anheben Abendblatt“, landet man – zack – mit dem ersten Treffer auf diesem Text:

ha3

Wahrscheinlich ist diese “Hintertür” kein Zufall: Die Hintertür ist, wie der Verlag bestätigt, ein Feature: Die Leser, die “vorne” bei abendblatt.de reinkommen, sollen ein Abo lösen. Zugleich soll der Traffic über Google nicht abgeschnitten werden. Es handele sich um den bewußten Einsatz eines “Der erste Klick ist entgeltfrei”-Modells (vgl. hier [via]).

Doch: Im Ergebnis hat man damit weder eine effektive Schranke noch einen fairen Umgang mit dem regelmäßigen Leser (solange man “vorne” die Hintertür verheimlicht). Preismodelle sollten im Netz wohl besser nicht auf Verheimlichung basieren.

Nachtrag (siehe Kommentar 5 von Hans): Bei der offenen Google-Hintertür handelt es sich offenbar um ein ganz bewußt eingebautes Feature der Bezahlschranke. Der Fehler des Verlags war es zu glauben, dass dies nicht auffällt und dies ein akzeptabler Preisdifferenzierungsmechanismus sei.

Nachtrag 2: DWDL hat beim Verlag nachgefragt: “Wie ein Springer-Sprecher gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte, ist der Zugriff auf einzelne Artikel der Angebote über Suchmaschinen wie zum Beispiel Google ohne jede Barriere möglich. Erst sobald sich der Nutzer innerhalb des Angebots bewegt oder wenn er es direkt ansteuert, greift die Schranke. Ensprechend lassen sich alle Artikel kostenfrei lesen, wenn man die Überschrift in das Suchfeld der Suchmaschine eingibt. So bekommt das Portal eine Hintertür und der Status als zahlender Leser bringt keinen inhaltlichen Mehrwert, sondern macht die Lektüre lediglich komfortabler.”

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70 Kommentare

  1. Andreas Bemeleit |  15.12.2009 | 15:59 | permalink  

    Eine weitere Tür ist offen:
    http://mobil.abendblatt.de/

  2. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 16:07 | permalink  

    @ Andreas Bemeleit: Irre – was machen die da?

  3. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 16:08 | permalink  

  4. Otto Normalverbraucher |  15.12.2009 | 16:08 | permalink  

    Einfach Megaoberpeinlich, das sowas passiert. Das gibt es einfach nicht, dass einem Verlag sowas passiert. Das diskreditiert alle honorigen Rentner und Menschen, die mit der Bezahlung eines Artikels einfach nur Artikel über Hamburg lesen sollten.
    Aber man sollte jetzt auch nicht zu stark kritisieren. Das ist sicherlich auch ein Testballon des Axel Springer Verlags, der erstmal Paid Content Modelle für seine kleineren Zeitungen ausprobieren will, und irgendwann mal dann auch noch für die große Bläter Bild und Welt, bei denen es ja auch schon iPhone Apps gibt.

  5. Hans |  15.12.2009 | 16:22 | permalink  

    Das ist nicht “passiert”, sondern das ist ganz eindeutig Absicht. Denn die letzte URL funktioniert nur, wenn man sie von Google kommend anklickt, so daß im “Referer” eben Google steht. Wenn man die URL direkt aufruft, kommt die Bezahlschranke.

  6. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 16:29 | permalink  

    @ Hans: Super Hinweis: Ich habe gerade mal die URL in einem anderem Browser eingegegen – und es erscheint tatsächlich die Bezahlschranke.

    Es handelt sich also nicht um einen technischen Fehler, sondern um eine klare Preisdifferenzierungsstrategie. Ich werde das oben als Nachtrag einfügen.

    Danke!

  7. fym |  15.12.2009 | 16:45 | permalink  

    Nun, ist das was Neues? Beispielsweise ist das bei der FAZ schon seit geraumer Zeit ebenso der Fall. Bezeichnenderweise auch noch nach dem ganzen Burda-Gequatsche. Und ich wette, dass dies bei den meisten anderen (Zeitungs-)Portalen mit Bezahlwand ebenso sein dürfte.

  8. Jo |  15.12.2009 | 16:46 | permalink  

    Sie machen also die Navigation erst umständlicher (Umweg über Google Suche) damit sie den ehemaligen Original-Zustand dann als “mehr Komfort” verkaufen können. Klasse Idee.^^

    Wenn man natürlich einfach das Firefox-Addon User Agent Switcher installiert, kann man sich sowohl Umweg als auch Geld sparen.

    Falls man denn überhaupt das Abendblatt lesen will…

  9. Chris |  15.12.2009 | 16:56 | permalink  

    Es geht noch einfacher – mit dem Firefox-Addon User Agent Switcher… ;-)

  10. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 17:00 | permalink  

    @ FYM: Bei der FAZ ist das ein Bug, bei Abendblatt.de ist es ein Feature – das habe ich nun gelernt.

  11. Andreas Bemeleit |  15.12.2009 | 17:34 | permalink  

  12. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 17:53 | permalink  

    @ 11 Andreas Bemeleit: Okay, gleiches Thema, gleicher Verag – aber nicht identische Texte….

  13. sdfa |  15.12.2009 | 17:55 | permalink  

    Ich dachte Google ist so böse und müsste ausgesperrt werden und jetzt baut man für die extra eine Hintertür ein, damit man dann mit dem Google Argument seine Leistungsschutzrechte bekommt oder wie?

  14. Andreas Bemeleit |  15.12.2009 | 17:56 | permalink  

    @12 heute morgen waren die Artikel noch identisch.
    Dann hat die BZ ein “update” veröffentlicht
    http://www.bergedorfer-zeitung.de/glinde/

  15. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 18:04 | permalink  

    @ sdfa: Der Zusammenhang ist dieser: Mit einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage könnte die Tür ebenfalls offen bleiben – und Google würde Hintertür-Gebühr zahlen…

  16. Stecki's Blog |  15.12.2009 | 18:10 | permalink  

    Abendblatt nun unangefochten Vorreiter beim Wettsterben…

    Es kam nicht wirklich überraschend: Nachdem die Info schon eine Zeit lang kursierte, hat das Hamburger Abendblatt nun also quasi spontan einen Paywall errichtet. Ein Großteil der Artikel, vor allem in den Regionalteilen, ist nun nur noch mit einem sp…

  17. Wir müssen nicht gut finden, was ein anderer sagt, schreibt, denkt, aber um unserer eigenen Freiheit willen, müssen wir es ertragen. |  15.12.2009 | 18:11 | permalink  

    Neu! Lokalteil des Hamburger Abendblattes jetzt lesefreundlich!…

    Hier bei mobil.abendblatt. de einen Artikel auswählen. Dann mit dem installierten Readability lesefreundlich machen. Das Ergebnis sieht dann so aus. Drei Klicks statt Abo……

  18. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 18:23 | permalink  

    Chip berichtet noch einmal über den “User Agent Switcher”-Trick:
    http://www.chip.de/news/Abendblatt-Morgenpost-Loechrige-Content-Sperre_39418292.html

    Die Bezahlschranke löst ja eine Welle der Kreativität aus…..

  19. Trotz und Abendblatt |  15.12.2009 | 18:45 | permalink  

    [...] dazu, da diese Abo-Wand eine für Weicheier ist. Carta zeigt sehr schön, dass jeder die Bezahlung umgehen kann – weil das Abendblatt auf die Leser aus dem Reiche [...]

  20. Prekarius |  15.12.2009 | 19:00 | permalink  

    Das ist der Marketing-Trick: Leute, die sich in ihrem Leben nicht auf eine Seite des Abendblatts verirren würden, sind jetzt plötzlich via User Agent Switcher auf den Nun-doch-wieder-umsonst-Schrott fixiert. Dabei ist hier umsonst schon viel zu teuer. Wer will schon wissen, ob am Montag Nachtmittag auf der Stresemannstraße ein Auffahrunfall war?

  21. julia |  15.12.2009 | 19:02 | permalink  

    Man klicke im Safari-Browser: Entwickler -> Benutzer-Agent -> Anderer und Googlebot

    >> schon ist die Bezahlschranke weg.

  22. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 19:05 | permalink  

    @ 20: Auffahrunfall in der Stresemannstrasse????

    Also ich als alter Stresemannstrassen-Anlieger finde das hochspannend!

    Hier zahlt übrigens noch jemand für derartige Inhalte – die Polizei nämlich (für die Veröffentlichung):
    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/polizei_hamburg

  23. Texhnolyze |  15.12.2009 | 19:42 | permalink  

    Als Alternative den User Agent des Browsers zu verändern kann man auch nur den referrer für Abendblatt.de ändern.

    http://imgur.com/rLXW6.png

    RefControl :: Firefox Add-ons:
    https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/953

  24. Robin Meyer-Lucht |  15.12.2009 | 19:58 | permalink  

    @ Texhnolyze: Merci, ich wusste gar nicht, was man so alles am Browser einstellen kann. Aber offenbar nicht nur ich….

  25. mick_dundee |  15.12.2009 | 20:14 | permalink  

    der kostenlose klick via yahoo zum abendblatt funktioniert nicht :-)
    die berliner mopo berichtet jetzt auch €xklusiv
    http://vossyline.blogspot.com/2009/12/spayed-content.html

  26. Be Google und der Journalismus öffnet seine Tore » F!XMBR |  15.12.2009 | 20:47 | permalink  

    [...] 3. Mit dem Firefox-Addon RefControl gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Installieren und wie folgt einstellen (via CARTA, Kommentare): [...]

  27. Thomas Television |  15.12.2009 | 21:45 | permalink  

    Immerhin ist es auf diese Weise möglich, die Beiträge nicht nur über Google zu finden, sondern sie auch über Twitter und Social Bookmarkdienste in die Nachrichtenaggregation mit einzubeziehen, was ja meiner Meinung nach eines der Hauptargumente gegen Paid-Content ist: dieses abgeschlossene, unsichtbare, versteckte. Dabei ist und entwickelt sich das Internet eigentlich ja gegenläufig einer geschlossenen Gesellschaft.

    Zum Thema Paid Content, habe ich auch noch was auf meinem Blog gepostet: Nämlich darüber, warum die Debatte darum in die Irre führt:

    http://tvundso.com/2009/12/15/warum-die-paid-content-debatte-in-die-irre-fuhrt/

  28. Nico Lumma |  15.12.2009 | 22:18 | permalink  

    das schreit doch förmlich nach einem firefox-plugin, das im hintergrund referer wechselt, proxies nutzt, etc., um via google dem user bei einem ganz normalen click auf den link immer wieder eine kostenlose seite präsentiert.

  29. Konstantin Neven DuMont |  15.12.2009 | 22:51 | permalink  

    Erkundigen Sie sich mal bei Fried von Bismarck. Der ist an diesem Thema in Deutschland zur Zeit am nächsten dran.

  30. PROLLblog(in) wird Paid Content « PROLLblog |  16.12.2009 | 01:02 | permalink  

    [...] setzen bei dem oder das PROLLblog(in) die bewährte Technik des Hamburger Abendblattes ein, so dass Sie garantiert nicht mehr an die Inhalte herankommen, wenn Sie keine Umwege über das [...]

  31. Gute Nachrichten vom Hamburger Abendblatt » mein-parteibuch.com |  16.12.2009 | 06:01 | permalink  

    [...] dort. Ach ja, und bitte, liebe Manager vom Springer-Verlag, macht doch auch bitte recht bald die Hintertür über Google dicht, damit die Internutzer nicht via Google doch unwillentlich mit der Propaganda des [...]

  32. Michael |  16.12.2009 | 09:57 | permalink  

  33. Wenn man keine Ahnung hat « My Big Mouth |  16.12.2009 | 10:45 | permalink  

    [...] dann wären da noch die ganzen Häcker (z.B. hier), die meinen sie wären besonders clever und hätten einen supergeheimen Weg gefunden die Paywall [...]

  34. Schattenweber » und wer hats erfunden II |  16.12.2009 | 10:59 | permalink  

    [...] Es ist insbesondere unverschämt. Weil die Dummen und die Faulen dafür bezahlen, alle Anderen kommen über google auf die [...]

  35. robin |  16.12.2009 | 11:06 | permalink  

    @ 29. Konstantin Neven DuMont: Danke für den Hinweis.

    @ 27. Thomas: Ganz genau, eine Paid-Content-Schranke muss dynamisch und flexibel sein, wenn man denn eine einrichten möchte. Am besten erklärt man seinen Lesern auch ehrlich, wie das Modell funktioniert. Ich finde, FT.com macht das sehr transparent.

  36. Gerd Kamp |  16.12.2009 | 11:45 | permalink  

    Zu den Hintergründen des Google- und des Googlebot-Loches (und des First-Click-Free Programmes von Google) hab ich mal was zusammengeschrieben)

    Zusammenfassung:
    - Beide Löcher können technisch leicht gestopft werden. Das Google-Loch lässt sich nach der Änderung der Regeln von Google auf bis zu 5 Artikel / Tag schliessen
    - Die FCF Änderung von Google kam für das HA wohl zu kurzfristig
    - Das Stopfen der Löcher kostet Zeit und Aufwand
    - Ob sich der Aufwand kaufmännisch lohnt ist offen

    Details: http://relations.ka2.de/2009/12/16/abendblatt-googleloch/

  37. Robin Meyer-Lucht |  16.12.2009 | 12:01 | permalink  

    @ Gerd Kamp: Danke. Spannend zu sehen, wie spezifisch man die Abo-Modelle stricken kann. Das Problem bei der ganzen Sache scheint mir aber nicht ein technisches, sondern ein kommunikatives zu sein: Vorne sagen “Ohne Bezahlung geht es nicht” – und hinten dann das Gegenteil zu ermöglichen.

  38. Springer vs. Google: Mit Cloaking zum Erfolg? : netzpolitik.org |  16.12.2009 | 13:04 | permalink  

    [...] kommt sogar noch besser, wie Robin Meyer-Lucht bei Carta.info schreibt. Während Besucher, die direkt auf Abendblatt.de einem Link zu einem Artikel folgen, zur Kasse [...]

  39. Albern: Leicht umgehbare Zahlschranke bei Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost |  16.12.2009 | 13:09 | permalink  

    [...] Häme für Springers Bezahl-Start (Meedia) Trotz und Abendblatt (Indiskretion Ehrensache) Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür [...]

  40. JWD |  16.12.2009 | 13:13 | permalink  

    @robin

    Ich finde das Modell von Financial Times als Abo-Leser ebenfalls vorbildlich. Keine Zusatzkosten für iPhone, Podcast oder Archivbeiträge.

    Für andere Zeitungen kann ich sagen, dass mir schon vor längerer Zeit aufgefallen ist, dass diese ihre Artikel GENIOS zur Vermarktung / Abverkauf gaben.

    Eine Leserbindung ist dies nicht, sondern eher ein neuer Geld-Kanal, der als Zusatzkosten m.E. Abo-Printleser abschreckt.

  41. SISTRIX SEO-Blog |  16.12.2009 | 14:18 | permalink  

    Verwirrung um First Click Free …

    Seit das Hamburger Abendblatt sowie die Berliner Morgenpost Anfang der Woche als Versuchskaninchen für bezahlte Inhalte im Onlineverlagsumfeld dienen, quillt mein Feedreader mit Meinungen und Einschätzungen zu der Sache über. Ich will mich inhaltlic…

  42. c |  16.12.2009 | 15:41 | permalink  

    Habe ich es überlesen? In jedem Fall komme ich bislang über die abonnierten RSS-Feeds auch immer auf alle vollständigen Artikel, ohne gezielt suchen zu müssen…

  43. Lesestoff 16/12/2009 | ich:AG |  16.12.2009 | 16:15 | permalink  

    [...] Abendblatt.de: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür Den Kommentaren zu seinem Text ist zu entnehmen, dass die neue Bezahlschranke eine große Google-Hintertür hat: Schlagzeile + Abendblatt googeln und man hat den Text. [...]

  44. ben_ |  16.12.2009 | 16:45 | permalink  

    Wer kompetent genug ist kann auch die Client-Kennung seines Browsers einfach auf “Googlebot” setzen. Dann denkt das Abendblatt man wäre Google und alles läßt sich problemlos besurfen. Und um mal einen befreundeten Blogger zu zitieren:

    “Wie lustig ist es eigentlich, daß Springer, Burda und wie sie alle heißen wie die Rohrspatzen über Google schimpfen und dann den Googlebot im Gegensatz zu ihren Lesern kostenlos auf die Seite lassen?”

    Selten hat es sich eine Industrie mehr verdient, vom Fortschritt weggeweht zu werden.

  45. Chesus |  16.12.2009 | 17:39 | permalink  

    Tja jetzt haben sie wahrscheinlich genug klicks generiert um für das nächste Jahr die Bezahlschranke wieder zu heben…

  46. Zeitung ist die neue Musik | Public Correlations |  16.12.2009 | 19:14 | permalink  

    [...] Schwierig wird es, wenn wie beim Hamburger Abendblatt Artikel einerseits etwas kosten, andererseits durch die Eingabe des Titels bei Google direkt kostenlos erreichbar [...]

  47. Gretus |  16.12.2009 | 20:13 | permalink  

    Hallo,

    unerhört, mit welchen Methoden der normale Internetnutzer dazu verleitet wird, für Inhalte zu zahlen welche es an anderer Stelle auch kostenlos gibt. Google sollte kostenpflichtige Webseiten gegenüber kostenlosen Newsseiten gnadenlos abwerten…

    Grüße

    Gretus

  48. Robin Meyer-Lucht |  16.12.2009 | 20:24 | permalink  

    @ c | 42: Stimmt: Bei mir kann ich auch über RSS problemlos auf die Text zugreifen. ich nutze aber auch GOOGLE-Reader. Vielleicht besteht da ein Zusammenhang…

    @ Chesus: Vielleicht sollte man das Kommentieren von Paid-Content-Anküdigungen bezahlpflichtig machen – 1 Euro pro Kommentar. Vielleicht ein Businessmodel.

  49. Springer macht jetzt Bezahlinhalte — na und? – Orkpiraten |  16.12.2009 | 21:11 | permalink  

    [...] online-Ausgaben vom Ham­bur­ger Abend­blatt und der Ber­li­ner Mor­gen­post sind mehr oder weni­ger hin­ter einer Pay­wall ver­schwun­den. Erklärt wurde das sei­tens Sprin­ger mit [...]

  50. Konstantin Neven DuMont |  16.12.2009 | 22:48 | permalink  

    Da wir den Ball meines Erachtens jetzt gemeinsam ein wenig flacher halten sollten, habe ich folgenden offenen Brief an Stefan Niggemeier geschrieben:

    Lieber Herr Niggemeier,

    vielen Dank für die Freischaltung, auch wenn sich mein Registrierungsvorgang bei Ihnen über einige Wochen hingezogen hat. Hoffentlich gerät die Nummerierung der Kommentare auf meinem Rechner jetzt nicht mehr durcheinander. Ebenfalls dankbar bin ich Ihnen, dass Sie die Arbeit unserer Branchenbeteiligten kritisch begleiten. Wir brauchen Sparringspartner wie Sie. Aber auch Sie haben Schwachpunkte. Ihre Art, die Welt in Schwarz und Weiß einzuteilen, ist für mich persönlich kein zukunftsweisender Journalismus.

    Die Überschrift Ihres Beitrags erinnert mich irgendwie an altmodische Methoden der Kaufzeitungen. Zugegeben, viele Menschen mögen einen derartigen Schreibstil. Die steigenden Reichweiten der Boulevardmedien im Netz bestätigen diese These eindrucksvoll. Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass wir derartige Inhalte auch in Zukunft nicht bezahlpflichtig machen können.

    Es gibt in Deutschland aber eine Informationselite, die sich nach einer sachlich fundierten Aufklärung sehnt. Vorgefertigte Meinungen sind diesen Menschen zunehmend ein Gräuel. Die Zielgruppe der Differenzierenden wollen wir mit unseren Bezahlinhalten erreichen. Sie müssten eigentlich wissen, dass die Aufbereitung von wenig bekannten, dafür aber umso interessanteren Fakten wesentlich aufwendiger ist, als irgendeine schnelllebige Meinung rauszuposaunen.

    Schon bald werden ausgereiftere Bezahlsysteme auf den Markt kommen. Haben Sie meinen Kommentar „Wege aus der Krise” vom 5. Dezember 2009 gelesen? Investigativer Journalismus ist meine proklamierte Zukunftsstrategie.

    Gelegentlich kann ein gepflegter Streit zu neuen Ufern führen. Deshalb hat das Ganze durchaus seine Berechtigung. Zu viel Streit bringt auf Dauer aber nichts. Auch wenn mein Gegenüber mich mit wüsten Beschimpfungen überhäuft, antworte ich ihm in der Regel sachlich und ruhig.

    Zum Abschluss möchte ich noch ein anderes Thema ansprechen: Zur Zeit fördere ich eine Studie über Führungskräfte in verschiedenen Branchen. Es soll untersucht werden, ob sich Hochintelligente in der Regel gegenüber weniger intelligenten Kandidaten durchsetzen. Es wird ein Schwerpunkt darauf gelegt, inwieweit die Medien dabei eine Rolle spielen. Falls Sie sich für dieses Thema interessieren, würde ich gerne einmal mit Ihnen darüber sprechen.

    Herzliche Grüße

  51. Linkdump for 16. Dezember 2009 | synapsenschnappsen |  17.12.2009 | 08:05 | permalink  

    [...] Abendblatt.de: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür — CARTA – …was dazu führt, dass der Abendblatt-Leser seine Lektüre künftig über Google navigiert und auch noch die Visits runtergehen. Unfassbar. (Tags: PaidContent ) Posted in from delicious | Tags: Brender_Nikolaus, dev, Enterprise2.0, film, journalismus, München, ÖR, PaidContent, RTL, Städteplanung, Studie, tools, tv, YahooPipes, ZDF « Linkdump for 15. Dezember 2009 You can leave a response, or trackback from your own site. [...]

  52. Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür | MEDIA.AG |  17.12.2009 | 08:13 | permalink  

    [...] Excerpt from: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür [...]

  53. Das Abendblatt und der Googlebot « indechse |  17.12.2009 | 11:39 | permalink  

    [...] ist, daß dieses Bezahlsystem irgendwie inkonsequent umgesetzt wird und, wie unter anderem bei carta.info berichtet wird, man bewusst eine Hintertür für Besucher, die von Google kommen, und für den [...]

  54. Altrogge VS. Niggemeier: Krieg der Blogger » Von Richard Schnabl » Beitrag » Redaktionsblog |  17.12.2009 | 12:25 | permalink  

    [...] Meyer-Lucht (Website), der auch gleich eine Hintertür fand, findet die Polemik von Altrogge unangemessen und schreibt:” Verehrter Herr Altrogge, [...]

  55. Pit Schultz |  17.12.2009 | 16:38 | permalink  

    kicher. bei dieser entscheidung haben wohl gewisse substanzen die blut-hirnschranke in den redaktionshirnen im abendblatt ueberwunden. es ist keine hintertuer sondern ein effektives auslagern des first clicks auf die google server. durch das der-erste-click-ist-frei-modell konditioniert sich schnell ein nutzer pattern das es moeglichst darauf anlegt nicht auf den zeitungswebsites zu landen, bzw. schnell beim ersten lesen abspeichern und dann forwarden, wie bei der NYT. im endeffekt wissen die user dann langfristig dass sie besser bei aggregatoren nachschauen, und in den archiven der zeitungen in der bezahl-falle-stecken.

  56. Internet Briefing Blog / Printmedien: 20 Prozent Auflagenschwund |  18.12.2009 | 14:19 | permalink  

    [...] Nicht nur in den USA, wo die Printkrise am heftigsten spürbar wurde, oder in Grossbritannien haben die Tageszeitungen zunehmend an Verkaufszahlen eingebüsst. Auch in Deutschland haben die Auflagen der gedruckten Zeitungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich leicht abgenommen – zwischen eineinhalb und zwei Prozent, so der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Da helfen dann auch keine Paywalls mehr. [...]

  57. vera |  18.12.2009 | 15:36 | permalink  

    bei uns hiess das früher ‘einfallswinkel = ausfallswinkel’.

  58. So stirbt das Abendblatt | killefit.net |  19.12.2009 | 13:05 | permalink  

    [...] An einigen Orten macht man sich lustig darüber, dass die Artikel hinter der Bezahlschranke dennoch verfügbar sind, wenn man nach der Schlagzeile und dem Stichwort “Abendblatt” googelt (!). Ob es sich dabei um einen Fehler seitens der Abendblatt-Programmierer handelt oder um ein “First-Click-for-free”-Programm, bleibt letztlich egal. Thomas Knüwer hierzu: “Fakt ist: Es zahlen die Dummen und Bequemen – was nicht so bös gemeint ist, wie es klingt. Jeder von uns zahlt für Bequemlichkeiten.” Und mit etwas klitzekleinen Aufwand mehr lässt sich über einen User-Agent-Switcher (wie Thomas es bei ich-partizipiere.de beschreibt) dann sogar der komplette Bezahlteil kostenfrei und ohne Schranke lesen, wenn man als User den Googlebot eingibt. Denn deeer soll schließlich unbegrenzt Zugriff auf die Seite erhalten, um sie bei Google indizieren zu können. Einerseits über das böse Google schreien, aber andererseits dann auf Teufel komm raus nicht auf die Suchtreffer von dort verzichten wollen, sieht schon stark nach gespaltenen Zungen aus. [...]

  59. der gespaltene westen |  19.12.2009 | 15:02 | permalink  

    Hier wurde verschiedentlich geäußert, es sei unredlich, vorne abzukassieren und durch die googletür alle kostenlos reinzulassen. Wohl wahr, ja ja. Aber unredlich oder nicht, es ist einfach eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Jeder professionelle Webautor kann Artikel erzeugen, die für google unsichtbar sind. Aber warum sollte er? Ihm würde nur allerhand traffic verloren gehen. Also belässt er alles beim Alten, schraubt bloß dieses Paid-Content-System bisschen schief obendrauf.
    Der Leser kommt in dieser Kosten-Nutzen-Rechnung übrigens wie folgt vor: Gerade bei den regionalen Nachrichten sollte man nicht unterschätzen, wie viele ältere Menschen und Rentner sich dafür interessieren. Solche, die ihren Microsoft-Browser noch so verwenden, wie er bei Auslieferung ihres PCs eingestellt war. Solche, die sich nicht dauernd in technischen Newsgroups und Foren herumtreiben und nicht jeden Furz, der ihnen quer sitzt, googeln. Diese Gruppe wird in den nächsten Jahren größer werden, und sie ist ziemlich anfällig für paid content. Auch weil sie konservativer hinsichtlich Preis-Leistung ist und nocht keine “Gratismentalität” besitzt. Ich denke auch, an diese Gruppe war der unverschämte Editorial-Artikel von Iken in der Hauptsache gerichtet.

  60. 50hz – Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Was erlaube sich Strunz |  19.12.2009 | 18:04 | permalink  

    [...] Claus Strunz des Hamburger Abendblatts bezichtigt diejenigen des Diebstahls, die sich bewusst via Google Zugang zu “kostenpflichtigen” Inhalten verschaffen und stilisiert diese Posse zu einen Indiz [...]

  61. PROLLblog(in) wird Paid Content « Weselpower's Blog |  19.12.2009 | 19:47 | permalink  

    [...] setzen bei dem oder das PROLLblog(in) die bewährte Technik des Hamburger Abendblattes ein, so dass Sie garantiert nicht mehr an die Inhalte herankommen, wenn Sie keine Umwege über das [...]

  62. Springer läuft auf den Holzweg – Die Medienblogger |  22.12.2009 | 00:51 | permalink  

    [...] Carta.info schreibt, wie man die Bezahlung beim Abendblatt umgehen kann: Abendblatt.de: Die Paid-Content-Schranke hat eine Google-Hintertür [...]

  63. Gedankenblasen » Blog Archiv » Die Füchse vom Hamburger Abendblatt und die Freibiermentalität |  22.12.2009 | 08:08 | permalink  

    [...] (bis jetzt noch kostenlos zugänglich). Kostenlos zugänglich sind übrigens – wie Carta berichtet – auch alle anderen Artikel, wenn man nicht wie ein Anfänger durch die Vordertür [...]

  64. Nicole Haase |  28.12.2009 | 12:03 | permalink  

    Spannende Entdeckung diese Lücke!
    Übrigens hier die Beleuchtung des Themas aus den verschiedenen populären Blickwinkeln:
    http://bit.ly/4FJxbg

  65. Paid Content-Wall austricksen dank Firefox-Addon | netzprotokolle |  30.12.2009 | 19:25 | permalink  

    [...] Hamburger Abendblatt durch einfaches Googeln der Headline überwinden lässt (siehe auch Carta.info). Nun hat mich mein Bekannter Tim darauf aufmerksam gemacht, dass es noch eine viel einfachere [...]

  66. Das “Wir machen alles”-Syndrom deutscher Verlage |  03.02.2010 | 16:21 | permalink  

    [...] rumzumeckern und den technischen Fortschritt allgemein in Frage zu stellen. Nebenbei probieren sie undurchsichtige [...]

  67. Paid Content: Journalismus überlebt nur mit echtem Crowdsourcing « Medienlotse |  23.02.2010 | 08:29 | permalink  

    [...] Regionalität im Netz auf. Allerdings traut der Verlag sich selbst nicht über den Weg und hat eine Hintertür eingebaut: Wer nach Schlagzeilentitel und Abendblatt googelt, bekommt die Texte nach wie vor [...]

  68. gerhard |  06.10.2010 | 11:50 | permalink  

    Bis vor kurzem funktionierte bei mir unter Firefox Ref-Control super. seit ein paar Tagen leider nicht mehr. Auch über eine konkrete Google-Suche kann ich die Bezahlschranke bei Abendblatt.de nicht mehr umgehen… mit Safari geht es aber noch.

  69. Paid Content: Journalismus überlebt nur mit echtem Crowdsourcing |  12.07.2011 | 15:46 | permalink  

    [...] Regionalität im Netz auf. Allerdings traut der Verlag sich selbst nicht über den Weg und hat eine Hintertür eingebaut: Wer nach Schlagzeilentitel und Abendblatt googelt, bekommt die Texte nach wie vor [...]

  70. Zukunft der Medien |  05.10.2011 | 20:37 | permalink  

    [...] Zeitpunkt sinnierte Iken in der Welt noch über Pro und Contra von Paid Content (mittlerweile teilweise beim Abendblatt Realität geworden) und Otto gründete mit Hamburg 1 einen der ersten regionalen TV-Sender. Schon fünf Jahre [...]

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