<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Werbung</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/werbung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 16:49:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Ich glaub’, es hackt: Die taz nimmt’s von jedem!</title>
		<link>http://carta.info/38694/ich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem/</link>
		<comments>http://carta.info/38694/ich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 11:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Anzeigen]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Bildblog]]></category>
		<category><![CDATA[Holofernes]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Taz]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=38694</guid>
		<description><![CDATA[Die taz macht den Kotau vor BILD und druckt eine Anzeige, die man nur drucken kann, wenn man keinen Ausweg mehr wei&#223;. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>BILD</em>-Zeitung, das wissen wir, ist mindestens so dreist wie der von ihr verteidigte Verteidigungsminister. <em>BILD</em> schaltet und waltet Anzeigen nach Belieben (besonders gern nach dem Motto jenes <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CwE4mk2fbow">Unternehmers</a> Heinrich Haffenloher, der Baby Schimmerlos in der Medien- und Gesellschaftssatire &#8220;Kir Royal&#8221; kaufen wollte: &#8220;Ich schei&#223; dich zu mit meinem Geld!&#8221;).</p>
<p><object width="480" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CwE4mk2fbow?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/CwE4mk2fbow?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="390"></embed></object></p>
<p>In der <em>taz</em> schaltete <em>BILD</em> jetzt eine ganzseitige <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/02/27/bild-zeitung_wirbt_mit_holofernes-absage/ ">Anzeige</a> mit einem Text von Judith Holofernes, in der die S&#228;ngerin (<em>Wir sind Helden</em>) &#252;ber die „perfide“ <em>BILD</em>-Werbekampagne „BILD dir deine Meinung“ <a href="http://www.bildblog.de/28264/wir-sind-helden-wollen-nicht-fuer-bild-werben/">herzieht</a>. <strong>Eine arrogantere Verh&#246;hnung sowohl der <em>taz</em> als auch der S&#228;ngerin durch eine aus der Springer-Portokasse bezahlte Anzeige kann man sich nicht vorstellen. </strong></p>
<p>Und was macht die <em>taz</em>? Sie <a href="http://www.internet-law.de/2011/02/taz-druckt-holofernes-brief-als-bezahlte-werbeanzeige-der-bild.html">d&#252;piert</a> Holofernes („Interessant &#252;brigens, dass sich die <em>taz</em> daf&#252;r zur Verf&#252;gung <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/da-kommt-niemand-ungeschoren-weg-1/">stellt</a>“) und erkl&#228;rt treuherzig, warum man die ganzseitige Anzeige von <em>BILD</em> genommen hat:</p>
<blockquote><p>&#8220;Weil die BILD-Zeitung uns daf&#252;r bezahlt. Laut unserer Anzeigenpreisliste kostet eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige unter der Woche 12.555 Euro. Das sind schon ein paar Monatsgeh&#228;lter f&#252;r einen taz-Mitarbeiter. Daher drucken wir auch Anzeigen von Atomkraftunternehmen wie Vattenfall oder von &#214;lkonzernen wie BP. Wir w&#252;rden sogar gerne noch mehr bezahlte Anzeigen von BILD, Vattenfall und BP drucken, aber leider wollen die nicht h&#228;ufiger bei uns Anzeigen schalten. Unabh&#228;ngiger Journalismus muss schlie&#223;lich bezahlt werden und je mehr Geld wir haben, desto mehr k&#246;nnen wir davon machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vattenfall und BP schalten ihre Anzeigen allerdings nicht in erster Linie, um die <em>taz</em> damit vorzuf&#252;hren und zu dem&#252;tigen. Dieses Geld h&#228;tte die <em>taz</em> schon aus Selbstschutz und Selbstachtung niemals nehmen d&#252;rfen.</p>
<p>Vor kurzem lehnte der kleine Berufsverband der freien Journalisten <em>Freischreiber</em>* (der auch nicht gerade im Geld schwimmt) eine Spende ab, die aus der Vernichtung und Verh&#246;kerung des Blogs <em>Nerdcore</em> kommen sollte. Der Verband <a href="http://www.freischreiber.de/home/nat&#252;rlich-nehmen-wir-geld-aber-doch-nicht-von-jedem">erkl&#228;rte</a> dem bereitwilligen Spender damals: „Nat&#252;rlich nehmen wir Geld. Aber doch nicht von jedem“.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>*Ich bin Vorstandsmitglied dieses Verbands
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F38694%2Fich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F38694%2Fich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/38694/ich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem/">Ich glaub’, es hackt: Die taz nimmt’s von jedem!</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/38694/ich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem/#comments">48 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38694&amp;md5=18c1d78ae7bd01e33ee93f24cb944fe6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/38694/ich-glaub-es-hackt-die-taz-nimmts-von-jedem/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>48</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf dem Weg zum Dauerwerbe-Internet</title>
		<link>http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/</link>
		<comments>http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 16:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Leisegang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Virales Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=37430</guid>
		<description><![CDATA[Traditionell hat YouTube zu Jahresbeginn einen R&#252;ckblick auf die erfolgreichsten "YouTube ads of 2010" ver&#246;ffentlicht. An der Spitze steht - wenig &#252;berraschend - das Old-Spice-Video "The Man Your Man Could Smell Like". Derartige Werbevideos geh&#246;ren heute zum Internet wie das "www". Welche Folgen aber hat das Virale Marketing f&#252;r die "digitale &#214;ffentlichkeit" und die Kommunikation im Netz?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den <strong>&#8220;klassischen&#8221; Printmedien</strong> ist Werbung f&#252;r den Verbraucher in der Regel klar als solche erkennbar. Das Label &#8220;Anzeige&#8221;  trennt – bei funktionierender Selbstkontrolle unabh&#228;ngiger Medien – den k&#228;uflichen vom unverk&#228;uflichen Teil der Druckseiten. Daraus folgt auch, dass Schleichwerbung hierzulande grunds&#228;tzlich unzul&#228;ssig ist.</p>
<p>Das kommerzielle Werben <strong>in die Privatsph&#228;re hinein</strong> ist zudem noch weitaus strenger reglementiert. Beispielsweise ist Telefonwerbung, die ohne vorheriges Einverst&#228;ndnis des Verbrauchers erfolgt, seit Mitte 2009 strikt untersagt, um die Bel&#228;stigung durch Anrufe von Call-Centern zu unterbinden. Bei einem Versto&#223; droht den Unternehmen eine Geldbu&#223;e bis zu 50.000 Euro.</p>
<p>Wie aber sieht es im Internet aus? Hier hat sich der kommerzielle Kundenfang in eine nur <a href="http://www.spreeblick.com/2011/01/18/jetzt-mit-modernster-technologie-gezielt-an-mir-vorbei-werben/">schwer zu kontrollierende Plage</a> entwickelt. Der allgegenw&#228;rtigen Reklame m&#252;ssen sich die Nutzer zudem mit eigenen Mitteln erwehren &#8211; gleich ob sie privat oder &#246;ffentlich kommunizieren: Adblocker unterdr&#252;cken aufdringliche Werbebanner und hinterh&#228;ltige Layer Ads; Spamfilter verbannen einen Gro&#223;teil &#8220;sexueller Akt*ivitaeten&#8221; aus der privaten Inbox.</p>
<p><strong>Vor einer bestimmten Art der Werbung k&#246;nnen sich die Nutzer allerdings nur schwerlich sch&#252;tzen: viralen Werbevideos.</strong> Im Gegenteil: Sie wirken an der Verbreitung dieser zumeist unterhaltsamen Filmchen aktiv mit.</p>
<p>Erst vor wenigen Tagen hat YouTube einen R&#252;ckblick auf die besten <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2011/01/ad-your-ads-could-look-like-looking.html">&#8220;YouTube ads of 2010&#8243;</a> ver&#246;ffentlicht. An der Spitze steht &#8211; wenig &#252;berraschend &#8211; das sensationell erfolgreiche Old-Spice-Video &#8220;The Man Your Man Could Smell Like&#8221;. &#220;ber 25 Millionen Nutzer klickten das Video mit dem ehemaligen NFL-Spieler Isaiah Mustafa allein 2010 an. Die rasante Verbreitung des Videos lie&#223; die Verkaufszahlen der einst angestaubten <a href="http://www.oldspice.com/">Herrenpflegeserie</a> rasant in die H&#246;he schnellen.</p>
<p><object style="width: 320px; height: 205px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="205" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/owGykVbfgUE?fs=1&amp;hl=de_DE" /><embed style="width: 320px; height: 205px;" type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="205" src="http://www.youtube.com/v/owGykVbfgUE?fs=1&amp;hl=de_DE"></embed></object></p>
<p>Wie aber erkl&#228;rt sich der Erfolg solcher Viral-Marketing-Kampagnen?</p>
<p><strong>Zum Ersten</strong> entlassen die Marketingabteilungen ihre Werbeviren gezielt in jene Kan&#228;le, die die meisten von uns inzwischen zur allt&#228;glichen Kommunikation verwenden: Facebook, Twitter und YouTube. Gerade Soziale Netzwerke bieten den idealen N&#228;hrboden, Werbebotschaften &#8220;viral&#8221;, wie Viren, innerhalb k&#252;rzester Zeit von einem Nutzer zum anderen zu &#252;bertragen.</p>
<p><strong>Ein zweiter Grund</strong> f&#252;r den Erfolg: Bei diesen Werbefilmen versagen herk&#246;mmliche Filtersysteme. Fraglich ist zudem, ob die Mehrheit der Internetnutzer die Videos ausblenden w&#252;rde, selbst wenn sie es k&#246;nnten. Denn die Kurzfilme werden <strong>drittens</strong> h&#228;ufig auf Empfehlung von Freunden, Kollegen und Bekannten weitergeleitet, auch weil &#8211; <strong>last but not least</strong> – die jeweilige Produktempfehlung durch den humorvollen, erotischen oder einfach auch nur kreativen Inhalt subtil in den Hintergrund ger&#252;ckt wird.</p>
<p>Der Erfolg im Netz geht inzwischen auch zu Lasten herk&#246;mmlicher Werbung &#8211; sehr zum Verdruss bisheriger Werbepartner. Volkswagen setzt bereits heute bisweilen voll und ganz auf das Social Web. Erstmals stellte der Wolfsburger Autobauer im vergangenen Jahr den neuen Polo-GTI im Rahmen der Kampagne <a href="http://www.facebook.com/volkswagen">„Fast Lane — Driven by Fun“</a> ausschlie&#223;lich auf Facebook vor. In dem dazugeh&#246;rigen Werbevideo ist das angepriesene Automodell gar nicht zu sehen. &#220;berhaupt: Erst am Ende des Films erschlie&#223;t sich Herkunft und ungef&#228;hrer Zweck der gutgelaunten Botschaft.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="205" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/W4o0ZVeixYU?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="205" src="http://www.youtube.com/v/W4o0ZVeixYU?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bisweilen kann solche – buchst&#228;blich mysteri&#246;se – Werbung auch f&#252;r kalkuliertes Entsetzen sorgen: Im Herbst vergangenen Jahres tauchte bei Chatroulette ein Video auf, das eine vermeintlich freiz&#252;gige Frau zeigte, die sich &#8211; statt zu entkleiden &#8211; pl&#246;tzlich in eine furchteinfl&#246;&#223;ende D&#228;monin verwandelte. Entsprechend gro&#223; fiel der Schock bei den zumeist m&#228;nnlichen Gespr&#228;chspartnern aus. Dabei k&#252;ndigte der kurze Einspieler nur einen neuen Horrorfilm, &#8220;Der letzte Exorzismus&#8221;, an.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="205" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dSknjyRdDVY?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="205" src="http://www.youtube.com/v/dSknjyRdDVY?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>So unterhaltsam dies Form der Produktwerbung auch sein mag &#8211; fragw&#252;rdig ist, dass sie ohne Folgen f&#252;r die &#8220;digitale &#214;ffentlichkeit&#8221; und die Kommunikation im Internet bleibt.</strong></p>
<p>Tats&#228;chlich stellt virales Online-Marketing, da es ohne Unterschied auf s&#228;mtliche Kommunikationskan&#228;le zugreift, ein m&#228;chtiges, zugleich aber ebenso <strong>beunruhigendes Instrument</strong> dar. Denn im Zuge der kommerziellen Verseuchung &#8220;digitaler &#214;ffentlichkeit&#8221; wandelt sich nach und nach der Kontext unseres gesamten Kommunikationsverhaltens.</p>
<p>In dem zunehmenden <strong>St&#246;rfeuer latenter Werbebotschaften</strong> stellt die Einhegung der Reklame und damit die Filterung relevanter Informationen eine zusehends gr&#246;&#223;ere Herausforderung dar. Die Camouflage-Werbung fordert dem Nutzer <strong>weitaus gr&#246;&#223;ere hermeneutische Leistungen</strong> ab, als beispielsweise das private Telefongespr&#228;ch. Schon heute sind wir gezwungen, unentwegt die &#8220;lebensweltlichen&#8221; von den kommerziellen Botschaften zu unterscheiden, um die f&#252;r uns unmittelbar relevanten Nachrichten aus dem Gespr&#228;chsstrom herausfiltern zu k&#246;nnen.</p>
<p>In Folge dessen drohen &#246;konomische Interessen unser Selbstverst&#228;ndnis wie auch die Wahrnehmung des Gegen&#252;ber zu okkupieren und nachhaltig zu ver&#228;ndern. <strong>Kurzum: Am Ende d&#252;rfte sich nicht weniger als unser gesamter Kommunikationskontext grundlegend wandeln. </strong>Denn die allgegenw&#228;rtigen, unterschwelligen Werbebotschaften f&#252;hren dazu, dass wir uns im Netz – selbst in geschlossenen, virtuellen Freundeskreisen – zunehmend weniger als <strong>Homme</strong> oder <strong><a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Citoyen">Citoyen</a></strong> begreifen, sondern mehr und mehr als <strong>Consommateur</strong> verstehen – und als solche interagieren.</p>
<p>Nutznie&#223;er dieser konsumtiven Durchdringung der Kommunikation w&#228;ren jedoch ausschlie&#223;lich die werbenden Unternehmen. Die &#8220;digitale &#214;ffentlichkeit&#8221;, verstanden als soziale Handlungssph&#228;re, br&#228;che hingegen bereits auseinander, bevor sie sich &#252;berhaupt voll entfalten konnte.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Lesen Sie dazu auch: </em><a href="http://carta.info/36671/youtube-und-die-jogginghosen-gang-eine-weihnachtsgeschichte/"><em>YouTube und die Jogginghosen-Gang</em></a>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37430%2Fauf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37430%2Fauf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/">Auf dem Weg zum Dauerwerbe-Internet</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/#comments">15 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37430&amp;md5=01ef5c7a612dbcad327ee1705c1eb4b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die wunderbare neue Beziehungswelt des Homo Connectus: Eine Studie von Grey und Google</title>
		<link>http://carta.info/35284/werbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google/</link>
		<comments>http://carta.info/35284/werbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 08:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Grey]]></category>
		<category><![CDATA[Homo Connectus]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=35284</guid>
		<description><![CDATA["Homo Connectus" nennen die Werbeagentur Grey und Google Deutschland eine Studie zur Frage, wie man den vernetzten Menschen von heute noch mit Werbung erreichen kann. Zwischen den Zeilen zeigen sich der Medienwandel und ein neues Menschenbild.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/8b2652ae35964bfbb106e63a3bf9af8a" alt="" width="1" height="1" />Sie sind mitten unter uns und es werden immer mehr: Menschen, die permanent mit dem Internet verbunden sind. Auf manche wirken sie wie die Personen in einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=EHlN21ebeak&amp;feature=player_embedded">Werbespot von Microsoft</a>: Nicht vernetzt, sondern eher der Welt entr&#252;ckt. Trifft das zu? Die Werbeagentur <a href="http://www.grey.de/">Grey Worldwide</a> hat erstmals zusammen mit <a href="http://www.google.de/intl/de/about.html">Google Deutschland</a> eine <a href="http://homoconnectus.grey.de/">Studie zum vernetzten Menschen</a> erstellt. Unter dem Titel &#8220;Homo Connectus&#8221; wird der Frage nachgegangen, was ihn ausmacht, wie er Medien nutzt und seine Urteile bildet.</p>
<p>Altruistisch darf man sich diese Studie dennoch nicht vorstellen. Denn mit Grey und Google stehen zwei Unternehmen hinter &#8220;Homo Connectus&#8221;, die eine ganz entscheidende Frage eint: Wie muss moderne Werbung aussehen, damit sie diesen Homo Connectus erreicht? Es geht also um <strong>Markenkommunikation im Zeitalter der Digitalisierung</strong> und damit auch um sehr viel Geld.</p>
<p>Der Studie zufolge zeichnet sich der vernetzte Mensch dadurch aus, dass er ein Smartphone besitzt. Das kann man f&#252;r eine Simplifizierung halten, aber eine leichte Unsch&#228;rfe an den R&#228;ndern vermag auch den Blick auf den Kern der Sache zu verbessern. Dort findet sich der interessante Befund, dass dieser Mensch neuen Typs von einem inneren <strong>Zwiespalt</strong> gepr&#228;gt wird: Einerseits will er immer erreichbar sein, andererseits f&#252;hlt er sich von der medialen F&#252;lle, die ihn umgibt, hin und wieder genervt und &#252;berfordert.</p>
<p>Leider trennt auch diese Studie, &#228;hnlich wie die unl&#228;ngst erschienene <a href="http://www.acta-online.de/main.php?selection=69&amp;rubrik=0">Allensbacher Computer- und Technikanalyse</a> (ACTA), nicht ganz sauber zwischen Medium und Kanal. Denn wer das mobile Internet &#252;ber ein <strong>Smartphone</strong> nutzt, kann damit im Prinzip auch Radio h&#246;ren oder sogar fernsehen. Die alten Frage-Schemata helfen im Prozess der Medienkonvergenz eben nicht weiter.</p>
<p>Interessant sind die Beispiele, die zeigen, dass das Internet kein eigenst&#228;ndiger Medienkanal (neben TV, Radio und Print) ist und keine Parallelwelt zum realen Leben, sondern etwas, das in immer st&#228;rkerem Ma&#223;e Aspekte des t&#228;glichen Lebens unterst&#252;tzt und erweitert. Praktisch k&#246;nnen das Applikationen auf dem Smartphone sein, wie etwa <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/06/google-goggles-visuelle-suche-nun-auch-fuer-iphone-besitzer-verfuegbar/">Google Goggles</a>, meistens aber sind es Dialoge mit Menschen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Homo Connectus ist nicht in erster Linie technisch vernetzt, sondern vor allem sozial. Durch die digitale Revolution werden Beziehungen intensiviert, moderiert oder erst geschaffen.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r die Werbung hat das gravierende Folgen. Denn der vernetzte Mensch ist kein passiver Konsument mehr, der sich medial &#8220;versorgen&#8221; l&#228;sst und dabei neben redaktionell erstellten Inhalten, seien es Nachrichten oder Unterhaltung, auch noch die Werbung zur Kenntnis nimmt. Zwar l&#228;uft der Fernseher heute l&#228;nger denn je, aber der Homo Connectus hat eben immer auch einen zweiten Bildschirm zur Hand, &#252;ber den er recherchieren, empfehlen, kommentieren oder (hinter-)fragen kann.</p>
<p>Auf diese Weise bleibt kaum etwas aus den Medien ohne Feedback und &#252;ber alles legt sich der Schleier einer meinungsbildenden Konversation, &#252;ber deren Intensit&#228;t und Wirkung man sich in vielen Redaktionen und Werbeagenturen noch kaum bewusst sein d&#252;rfte. Das eigentlich Neue an ihr ist ihr <strong>Netzwerkcharakter</strong>, der Gedanken, Meinungen und spontane Appelle weit &#252;ber das einzelne Wohnzimmer hinaus tragen und verst&#228;rken kann.</p>
<p>Was tun angesichts dieser neuen Realit&#228;t? Die Studie empfiehlt den Spagat zu wagen, zwischen alten Mechanismen und radikal neuen Ans&#228;tzen. Sie betont richtigerweise, dass die neue, vernetzte Welt eben erst partiell da ist und dass die alte Welt der Massenmedien und der klassischen Werbung l&#228;ngst noch nicht zu Ende gegangen ist.</p>
<p>F&#252;r die neue Welt gilt die Losung: <strong>Zuh&#246;ren und an der Konversation teilnehmen</strong>. Das Recht zu sprechen m&#252;sse erst &#8220;neu erworben werden&#8221;. Das ist ein erstaunliches Ma&#223; an Bescheidenheit und Einsicht, von der man nur hoffen kann, das sie so auch in der Praxis ankommt.</p>
<p>Die St&#228;rke dieser Studie liegt denn auch eindeutig in den Beschreibungen und Empfehlungen f&#252;r die Markenpolitik im digitalen Zeitalter.</p>
<blockquote><p>&#8220;Menschen wollen nicht alles wissen. Aber sie wollen vertrauen k&#246;nnen. Menschen vertrauen Marken, die zu ihrem Wort stehen. Die &#228;ndern was sie falsch gemacht haben. Die auf Augenh&#246;he kommunizieren und ihre Werte vertreten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kritiker m&#246;gen einwenden, dass das nicht wirklich neu ist und in &#228;hnlicher Form schon vor &#252;ber 10 Jahren im <a href="http://www.cluetrain.com/">Cluetrain-Manifest</a> formuliert wurde. Allerdings kannten dieses Manifest damals nur wenige Menschen und Google war ein gerade frisch gegr&#252;ndetes Startup-Unternehmen mit noch ungewisser Zukunft.</p>
<p>In diesem Sinne ist es gut, wenn mit dieser Studie den Verantwortlichen in den Bereichen Marketing und Werbung einmal mehr vor Augen gef&#252;hrt wird, dass der vernetzte Mensch und mit ihm die digitale Gesellschaft heute andere Anspr&#252;che an die Kommunikation stellen.</p>
<p>Was aber wird von der klassischen Werbung in Zukunft bleiben? Welchen Stellenwert wird die Bildkommunikation k&#252;nftig noch haben? Bei <a href="http://blog.grey.de/">Grey</a> sieht man die Dinge n&#252;chtern: &#8220;<strong>Die inhaltliche Relevanz steht &#252;ber der Form</strong>&#8220;, sagt Christian Heuer, Co-Autor der Studie und Strategic Planner bei Grey. &#8220;Die Marke der Zukunft wird demnach zu ihrem Auftritt viel st&#228;rker &#252;ber ihren konkreten Nutzen definiert, sowie dem was die Kunden und Fans einbringen.&#8221;</p>
<p>So gesehen wird die Marke zum Ergebnis eines <strong>zweiseitigen Prozesses</strong> werden, bei dem die Menschen im Grunde gemeinsam mit den Unternehmen die Markenf&#252;hrung &#252;bernehmen. Eine sch&#246;ne Perspektive, aber ganz sicher wird es auch ein bisschen chaotisch und anstrengend werden.</p>
<p>Wer &#252;brigens zwischen den Zeilen der Studie nach einer <strong>Perspektive f&#252;r die Medien</strong> im publizistischen Sinn sucht, wird sicher etwas finden. Die Stichworte dazu sind: Konvergenz, Zersplitterung, Individualisierung und Demokratisierung.</p>
<p>Am Ende steht das gro&#223;e Wort &#8220;Beziehung&#8221; und damit ein anderes Menschenbild als jenes, welches das Marketing des 20. Jahrhunderts gepr&#228;gt hat. Die digitale Gesellschaft ist damit so etwas wie ein Versprechen auf eine Zukunft mit mehr Beziehungen – intensiveren, aber auch komplexer zu handhabenden Beziehungen. Der vernetzte Mensch hat es jetzt buchst&#228;blich selbst in der Hand.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F35284%2Fwerbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F35284%2Fwerbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/35284/werbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google/">Die wunderbare neue Beziehungswelt des Homo Connectus: Eine Studie von Grey und Google</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/35284/werbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google/#comments">19 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=35284&amp;md5=12cb189938691ce495de38bf493fa711" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/35284/werbung-fuer-vernetzte-menschen-grey-google/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>19</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>So wirbt Google in Print-Anzeigen f&#252;r Street View</title>
		<link>http://carta.info/32102/so-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view/</link>
		<comments>http://carta.info/32102/so-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 13:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=32102</guid>
		<description><![CDATA[Ab Donnerstag wirbt Google Deutschland mit Print-Anzeigen f&#252;r Street View. In den Anzeigen fehlt jedoch ein Hinweis auf einen Starttermin und eine Post-Adresse f&#252;r Einspr&#252;che.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/9c249484a93f4c30b88a5b247141c3a2" alt="" width="1" height="1" />Ab Donnerstag wirbt Google mit Print-Anzeigen um Verst&#228;ndnis f&#252;r Street View. Es ist die erste Kampagne von Google Deutschland au&#223;erhalb der Fachpresse.</p>
<p>Die Kampagne mit dem Titel &#8220;5 Fragen zu Google und Street View&#8221; werden ausschlie&#223;lich in Print-Titeln geschaltet &#8211; womit vor allem auch skeptische Wenig- und Nichtnutzer des Internets erreicht werden sollen. Die erste Anzeige erscheint am Donnerstag im <em>Stern</em> (etwas versteckt auf den Seiten 40 und 41). <em>Spiegel</em>, <em>S&#252;ddeutsche Zeitung</em>, <em>Frankfurter Allgemeine</em> und Regionalzeitungstitel werden folgen.</p>
<p>Die Anzeige sieht folgenderma&#223;en aus:</p>
<div id="attachment_32105" class="wp-caption aligncenter" style="width: 573px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/streetviewgross.jpg"><img class="size-full wp-image-32105" title="streetview600" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/streetview600.jpg" alt="" width="563" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Die Google-Print-Kampagne im Stern: &quot;Manche glauben, dass wir pers&#246;nliche Daten oder Adressen sammeln, um diese zu verkaufen.&quot; (Zum Vergr&#246;&#223;ern anklicken).</p></div>
<p><span style="color: #999999;">(Gr&#246;&#223;ere Version auch bei </span><a href="http://www.scribd.com/doc/35713124/Street-View"><span style="color: #999999;">Scribd</span></a><span style="color: #999999;">)</span></p>
<p>Die f&#252;nf Fragen zu StreetView lauten:</p>
<ol>
<li>Was genau macht Google eigentlich?</li>
<li>Womit verdient Google sein Geld?</li>
<li>Was genau ist Street View?</li>
<li>Wozu brauche ich Street View &#252;berhaupt?</li>
<li>Inwieweit ber&#252;hrt Street View meine Privatsph&#228;re?</li>
</ol>
<p>Der Anzeigentext entspricht <a href="http://www.google.de/help/maps/streetview/questions.html">exakt den Fragen und Antworten</a>, die auch auch schon auf der Street View-Website stehen. Auch die Stadtansichts-&#196;sthetik nutzt Google auf beiden Plattformen.</p>
<p>Google beteuert in dem Anzeigentext noch einmal, dass das Unternehmen keine pers&#246;nliche Daten sammele, um diese anschlie&#223;end zu verkaufen. Das Street View refinanziere sich durch gesponserte Links und biete keine Live-Bilder.</p>
<p>Einen geplanten Starttermin f&#252;r Street View nennt Google in der Anzeige nicht &#8211; auch keine Post-Adresse f&#252;r Einspr&#252;che. Genannt wird lediglich die Adresse der Website <a href="http://www.google.de/streetview">Google.de/Streetview</a> f&#252;r weitere Informationen. Proteste von Datensch&#252;tzern auf das Anzeigenmotiv sind somit fast schon vorprogrammiert.</p>
<p>Die Online-Kampagne zu Street View wird hingegen &#8220;Beautiful Places&#8221; hei&#223;en und den Dienst beispielhaft anhand st&#228;dtischer Panoramen vorstellen. Die Galerie dazu <a href="http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/gallery/index.html#?hl=de&amp;utm_campaign=de&amp;utm_medium=lp&amp;utm_source=de-lp-emea-de-gns-svn&amp;utm_term=svhp">hier</a>.</p>
<p><em>Siehe auch zu dem Thema auf Carta:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://carta.info/23393/">Google-Manager Leiteritz: “Street View ist eine moderne Form der Landkarte.”</a></li>
</ul>
<p>Sowie das Video:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9672036&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9672036&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F32102%2Fso-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F32102%2Fso-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/32102/so-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view/">So wirbt Google in Print-Anzeigen f&#252;r Street View</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/32102/so-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view/#comments">56 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=32102&amp;md5=2dee9ec9bea07e7c04b67964e94595a2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/32102/so-wirbt-google-ab-morgen-fuer-street-view/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>56</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Schreib Zukunft&#8221;-Spot – Nike sieht die WM als Spektakel und Afrika nur per Satellit</title>
		<link>http://carta.info/28389/schreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit/</link>
		<comments>http://carta.info/28389/schreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 17:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-WM]]></category>
		<category><![CDATA[Nike]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=28389</guid>
		<description><![CDATA[Der Nike-Werbespot zur WM 2010 ist eine fulminante Bilderreise durch die Fu&#223;ballwelt und verl&#228;sst sich ganz auf die globale Pr&#228;senz von Stars, Sport und Marke, die auch im Spot selbst vor allem medial vermittelt wird – eine Parabel auf die Gesetze des sportiven Showbusiness.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/94608eb974bb42d6a5960d9d0296dcc7" alt="" width="1" height="1" />Die Fu&#223;ball-WM in S&#252;dafrika steht vor der T&#252;r – sie ist l&#228;ngst nicht nur sportlicher Wettkampf, globales Medienereignis und politisches Statement, sondern auch eine gro&#223;e Verkaufsveranstaltung. Das virale Marketing mit Videoclips ist nur eine von zahlreichen Strategien der „globalen Spieler“ auf dem Sportartikelmarkt.</p>
<p>Platzhirsch Nike (14,6 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2009), Verfolger adidas (10,4 Milliarden Euro) und „Underdog“ Puma (2,5 Milliarden Euro) n&#228;hern sich dem Turnier auf ganz unterschiedliche Weise. Dies zeigt sich zum Beispiel an den aufw&#228;ndigen Videoclips, die im Vorfeld der WM produziert wurden und derzeit die Runde bei YouTube machen. Die gr&#246;&#223;te Aufmerksamkeit wurde dabei dem dreimin&#252;tigen Nike-Spot „Schreib Zukunft“ zu Teil:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/aTBjjvbzwqc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/aTBjjvbzwqc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=aTBjjvbzwqc" target="_blank">Gr&#246;&#223;er direkt bei YouTube</a></p>
<p>Werbefilmerisch kn&#252;pft der Spot an einen WM-Klassiker aus den Nike-Studios an. Schon 1998 dribbelten sich in einem &#228;hnlich furiosen Bilderbogen Romario, Roberto Carlos, Rivaldo und allen voran der damalige Superstar Ronaldo zu den sommerleichten Kl&#228;ngen von “Mas que nada” durch Flughafen-Absperrungen, d&#252;pierten wartende Passagiere ebenso wie &#252;berraschtes Wachpersonal und entlockten dem franz&#246;sischen “enfant terrible” (und Nike-Kollegen) Eric Cantona anerkennende Blicke.</p>
<p>Diesmal aber geht es um mehr. In der Regie des Hollywood-erfahrenen Alejandro Iñarritu („21 Gramm“, „Babel“) beschreibt der Kurzfilm die Folgen von Sieg und Niederlage f&#252;r die Helden im Zeichen des „Swoosh“, dem Logo des US-amerikanischen Herstellers. Eine fulminante Bilderreise durch die Fu&#223;ballwelt zeigt in kurzen Sequenzen Rooney, Ribéry und Co. wahlweise als umjubelte Helden oder am Boden zerst&#246;rte Verlierer. <strong>Bezeichnender Weise spielt der WM-Austragungsort hier keine Rolle, Nike verl&#228;sst sich auf die globale Pr&#228;senz von Stars, Sport und Marke, die auch im Spot selbst vor allem medial vermittelt wird – eine Parabel auf die Gesetze des sportiven Showbusiness, in dem gesehen werden beinahe wichtiger ist als siegen.</strong></p>
<p>Entsprechend aufgeladen ist der Ank&#252;ndigungstext im Blog auf der <a href="http://inside.nike.com/blogs/nikefootball-de_DE/2010/05/25/nike-schreib-zukunft-vollversion">Nike-Website</a>:</p>
<blockquote><p>„F&#252;r die Nationalspieler ist die Zeit gekommen um ihren Namen in das Holz der ewigen Fu&#223;ballgeschichte zu ritzen. Ein Pass, ein Zweikampf oder ein Freistoss k&#246;nnen die Hoffnung einer ganzen Nation zerst&#246;ren oder sie dazu veranlassen dir ein Denkmal zu bauen.“</p></blockquote>
<p>Solche Sinnspr&#252;che lesen auch Besucher der in &#228;hnlicher Machart inszenierten Niketown-Gesch&#228;fte. In der Berliner Filiale stand kurz nach der Er&#246;ffnung 1999 “Die Zukunft des Sports liegt in den Herzen und Seelen junger Athleten” an der Wand, in New York hie&#223; es „Survival of the Fittest, Strongest, Quickest“</p>
<p>Der Werbefilm ist temporeich und mit Liebe zum Detail inszeniert, mit spektakul&#228;ren wie &#252;berraschenden Bildern – f&#252;r viele Zuschauer und Kommentatoren im Netz schlicht und einfach: perfekt.</p>
<p>Doch hinter der glitzernden Oberfl&#228;che finden sich auch Ansatzpunkte zur Kritik. So <a href="http://fromaleftwing.blogspot.com/2010/05/puma-does-world-cup-ad-better-with.html">notiert</a> Jennifer Doyle im Blog „From a Left Wing: The Cultural Politics of Soccer“: “Der Nike-Clip ist aufgeblasen und gew&#252;rzt mit machohaften Elementen und Sexismus.“ In der Tat, Frauen spielen im Spot (fast) keine Rolle, sie sind lediglich nette Staffage in den Karrieretr&#228;umen von Cannavaro, Rooney und Ronaldo.</p>
<p>Hier gibt es jedoch eine kleine Ausnahme – es ist vermutlich kein Zufall, dass Ronaldinhos &#220;bersteiger lediglich zu Millionen von Facebook-Daumen, dem YouTube-Film eines Frauenfu&#223;ballteams, oder einem farbenfroh pr&#228;sentierten „Samba-Robics“-Video f&#252;hren. Ein ironischer Seitenhieb auf den ein wenig ins fu&#223;ballerische Abseits geratenen Brasilianer? Doch wie zum Trost versucht sich auch Basketball-Idol Kobe Bryant an den schlurfenden Bewegungen der dribbelnden Nike-Celebrity.</p>
<p>Die anderen Helden haben dagegen sehr viel „m&#228;nnlicher“ codierte Traumsequenzen vor Augen: Personality-Show im TV (Cannavaro), Ritterschlag (Rooney), Biopic und Denkmal (Ronaldo). Trotz solcher Zukunftsaussichten <a href="http://industry.bnet.com/advertising/10006884/why-nikes-awesome-world-cup-ad-shows-dwindling-power-of-official-sports-sponsorships/">attestiert</a> Werbe-Experte Jim Edwards dem Clip einen „magischen Realismus“, der gerade noch ernst genommen werden k&#246;nne.</p>
<p>Dass es f&#252;r Didier Drogba oder Franck Ribéry, deren Spielhandlungen auf dem Rasen von anderen Nike-Stars unterbunden werden, keine Szenarien gibt, liegt am Ausr&#252;ster der jeweiligen Nationalteams: Frankreich l&#228;uft in adidas auf, die Elfenbeink&#252;ste tr&#228;gt Puma. Das im Clip gezeigte Abrei&#223;en eines Ribéry-Plakats ist somit auch eine Spitze gegen den Konkurrenten aus Herzogenaurach, denn ab 2011 tr&#228;gt die „Equipe Tricolore“ den „Swoosh“ auf der Brust – f&#252;r 42,6 Millionen Euro pro Jahr.</p>
<p>Ein „close reading“ des anspielungsreichen Nike-Bilderbogens, das sich problemlos <a href="http://www.youtube.com/watch?v=h7ohlB6Z1JY">noch fortsetzen lie&#223;e</a>, liefert also zahlreiche Informationen &#252;ber die Befindlichkeit des Unternehmens vor dem gro&#223;en Turnier. Man kann Jim Edwards durchaus folgen, wenn er die gro&#223;e Anstrengung des Nike-Clips als den Versuch darstellt, adidas´ Position als offizieller WM-Sponsor zu untergraben: <strong>„Es ist ein weiterer Beweis daf&#252;r, dass man mit geschicktem Marketing sogar das gr&#246;&#223;te Sportereignis der Welt „besitzen“ kann – ohne auch nur einen Cent daf&#252;r zu bezahlen.“</strong> In der Tat – die WM wird in den drei Minuten nie explizit erw&#228;hnt. Lediglich in einer kurzen Einstellung, die einen TV-Satelliten zeigt, l&#228;sst sich mit etwas gutem Willen ein Teil der Silhouette des afrikanischen Kontinents erkennen.</p>
<p>Hier findet die vielleicht sch&#228;rfste Abgrenzung zur deutschen Konkurrenz statt. Die Herzogenauracher ziehen in ihren zur WM gestarteten Produktlinien kulturelle Verbindungslinien nach Afrika – adidas unter anderem mit dem WM-Ball „Jabulani“, der Elemente der s&#252;dafrikanischen Landesgeschichte aufnimmt, Puma mit dem „African Unity Kit“, einem Gemeinschaftstrikot f&#252;r die vier Teams aus Algerien, der Elfenbeink&#252;ste, Ghana und Kamerun. Nike konzentriert sich auf die mediale Verwertung des firmeneigenen Star-Potenzials. Das ist zwar konsequent, zeigt aber auch, das man bei Nike vor allem auf Zahlen schaut, wenn man die Zukunft schreiben m&#246;chte.</p>
<p><em>Hinweis: Christoph Bieber ist zwar Politikwissenschaftler, hat sich aber auch schon einmal ausf&#252;hrlicher mit Turnschuhen und anderen Sportartikeln auseinandergesetzt. Vgl. <a href="http://www.sneaker-story.de">www.sneaker-story.de</a>.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F28389%2Fschreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F28389%2Fschreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/28389/schreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit/">&#8220;Schreib Zukunft&#8221;-Spot – Nike sieht die WM als Spektakel und Afrika nur per Satellit</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/28389/schreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=28389&amp;md5=e9002fd69429732cb2f3eecd1c50950e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/28389/schreib-zukunft-mann-nike-sieht-die-wm-als-spektakel-und-afrika-nur-per-satellit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einf&#252;hrung in die App-&#214;konomie: Wie funktionieren zweiseitige M&#228;rkte? (Folge I)</title>
		<link>http://carta.info/25163/einfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i/</link>
		<comments>http://carta.info/25163/einfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Weiß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Medienökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[nowhere]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiseitige Märkte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=25163</guid>
		<description><![CDATA[Was haben Einkaufszentren, Kreditkartensysteme, Spielkonsolen, Tageszeitungen, technische Standards wie VHS und Blu-ray, Betriebssysteme, Appstores, eBay, Facebook und Twitter gemeinsam? Sie alle sind zweiseitige M&#228;rkte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Teil einer Artikelserie:<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c7fa2baa03894f48b070efe5714173b6" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<div>
<ol>
<li>Was sind zweiseitige M&#228;rkte?</li>
<li>Netzwerkeffekte
<ol>
<li>Direkte Netzwerkeffekte</li>
<li>Indirekte Netzwerkeffekte</li>
</ol>
</li>
<li>Zweiseitige M&#228;rkte allgemein</li>
<li>Zweiseitige M&#228;rkte im Internet
<ol>
<li>Werbefinanziert</li>
<li>Social Media und Co.</li>
<li>Plattformen mit APIs</li>
<li>Zunehmende Komplexit&#228;t</li>
</ol>
</li>
</ol>
</div>
<p id="toc-was-sind-zweiseitige-markte">
<p><strong>Was sind zweiseitige M&#228;rkte?</strong></p>
<p>Zweiseitige M&#228;rkte finden auf von einem oder mehreren Unternehmen angebotenen Plattformen statt, auf welchen zwei unterscheidbare Nutzergruppen zusammen kommen. Die Inanspruchnahme der Plattform durch die zwei Nutzergruppen wird durch zweiseitige, indirekte Netzwerkeffekte beeinflusst. Das bedeutet, <strong>je mehr Teilnehmer einer Gruppe die Plattform einsetzen, desto attraktiver wird die Plattform f&#252;r die Nutzer der anderen Gruppe und umgekehrt.</strong></p>
<p>Das erste Mal wurden zweiseitige M&#228;rkte von Jean-Charles Rochet und Jean Tirole 2003 formuliert (in Rochet, Jean-Charles / Tirole, Jean, Platform Competition in Two-sided Markets, in: Journal of the European Economic Association, Vol. 1, Nr. 4, Juni 2003, S. 990-1029).</p>
<p>Aber machen wir zun&#228;chst einen Schritt zur&#252;ck und schauen uns erst einmal an, was Netzwerkeffekte konkret sind.</p>
<p><em>[Anmerkung zum Begriff der zweiseitigen M&#228;rkte: In der Literatur wird abwechselnd von zweiseitigen M&#228;rkten (engl. "twosided markets"), mehrseitigen M&#228;rkten (engl. "multisided markets") oder zweiseitigen Plattformen (engl. "twosided platforms") geschrieben. Ich habe mich f&#252;r "Zweiseitige M&#228;rkte" entschieden, weil</em></p>
<ol>
<li><em>sich alles anschaulicher anhand einer Zweiseitigkeit beschreiben l&#228;sst, auch wenn vor allem im High-Tech-Bereich oft mehr Seiten involviert sind (tats&#228;chlich werden wir in einem sp&#228;teren Artikel sehen, dass zum Beispiel Facebook und Twitter mindestens drei Seiten bedienen) und</em></li>
<li><em>eine Unterscheidung zwischen der zugrundeliegenden Plattform und dem auf ihr stattfindenden Markt notwendig ist.</em></li>
</ol>
<p><em>Zus&#228;tzlich wird in der entsprechenden akademischen Literatur mehrheitlich von "twosided markets" gesprochen.]</em></p>
<p id="toc-netzwerkeffekte"><strong>Netzwerkeffekte</strong></p>
<p>Wirtschaftszweige im Informationsbereich werden ma&#223;geblich von Netzwerken bestimmt und geformt. Das bestimmende Element von Netzwerken sind Netzwerkeffekte.</p>
<p>“Virtuelle” Netzwerke &#228;hneln physischen Netzwerken wie das Telefonnetz oder das Eisenbahnnetz. Nutzer des gleichen Betriebssystems geh&#246;ren zum gleichen Netzwerk. Das Gleiche gilt f&#252;r Nutzer von Technologien wie CD-/DVD-Laufwerken oder Spielkonsolen. Teilnehmer befinden sich im gleichen Netzwerk, wenn sie Komponenten des Systems verwenden.</p>
<p>Alle Netzwerke haben in der Regel ein gemeinsames Merkmal: Solang alle anderen Umst&#228;nde gleich bleiben, steigt der Nutzen f&#252;r den einzelnen Teilnehmer je mehr zus&#228;tzliche Teilnehmer das Netzwerk nutzen. Dieses Merkmal kann man als Netzwerkeffekte, Netzwerkexternalit&#228;ten oder positive Skaleneffekte auf Nachfragerseite bezeichnen.</p>
<p>In den in dieser Artikelserie betrachteten F&#228;llen &#228;u&#223;ern sich die Netzwerkeffekte positiv, also nutzensteigernd. Netzwerkeffekte k&#246;nnen aber auch negative Auswirkungen hervorrufen, sprich sich als Kosten bemerkbar machen. Dann sinkt der Nutzen f&#252;r den Einzelnen je mehr Akteure ein Angebot nutzen (zum Beispiel &#252;berm&#228;&#223;ig viel Werbung, die auf Endkonsumentenseite als negativ empfunden wird, w&#228;re ein indirekter negativer Netzwerkeffekt).</p>
<div id="attachment_25166" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.longtail.com/the_long_tail/WindowsLiveWriter/fourfrees10_thumb.jpg"><img class="size-medium wp-image-25166" title="Zweiseitige Maerkte" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/04/aufmacher45-300x198.jpg" alt="Wer ein System mit zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekten aufbauen will, steht vor einem Henne-Ei-Problem." width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Wer ein System mit zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekten aufbauen will, steht vor einem Henne-Ei-Problem. Foto: Carta (mit Material von Chris Anderson)</p></div>
<p>Netzwerkeffekte k&#246;nnen unterschiedlich stark auftreten. Auswirkungen auf ihre Auspr&#228;gung haben die H&#246;he der Wechselkosten bei den Mitgliedern der Netzwerke und die M&#246;glichkeit von Multi-Homing, auf das ich in einem sp&#228;teren Artikel gesondert eingehen werde. In ihrer st&#228;rksten Form f&#252;hren Netzwerkeffekte zu Winner-takes-it-all-M&#228;rkten, und das hei&#223;t damit zu M&#228;rkten, die von ihrer Struktur her zur Monopolbildung neigen.</p>
<p>Da der bei zunehmender Gr&#246;&#223;e des Netzwerks st&#228;rker werdende Effekt sich damit auch gleichzeitig selbst verst&#228;rkt, spricht man in diesem Zusammenhang auch oft von positivem Feedback.</p>
<p id="toc-direkte-netzwerkeffekte"><strong>Direkte Netzwerkeffekte</strong></p>
<p>Wenn im Zusammenhang von Social Networks wie StudiVZ und Facebook oder auch bei Twitter von Netzwerkeffekten die Rede ist, dann sind damit gemeinhin positive, direkte Netzwerkeffekte gemeint.</p>
<p>Direkte Netzwerkeffekte kann man auch als symmetrische Komplementarit&#228;ten bezeichnen (siehe z.B. Varian, Hal R., Competition and Market Power, in: Varian, Hal R. / Farrell, Joseph / Shapiro, Carl, The Economics of Information Technology, An Introduction, 4th printing, Cambridge/MA 2008, S.1-47., S. 42).</p>
<p>Je mehr Anwender ein Netzwerk verwenden, desto n&#252;tzlicher wird es f&#252;r alle Beteiligten. Ein Faxger&#228;t ist am n&#252;tzlichsten, wenn viele andere Faxger&#228;te damit ansprechbar sind. Das Gleiche gilt f&#252;r Telefone, die am gleichen Telefonnetz angeschlossen sind (oder in Netzen, bei denen die Teilnehmer von einem Netz in das andere kommunizieren k&#246;nnen).</p>
<p>Ebenso gilt das nat&#252;rlich f&#252;r Social Networks. Je mehr Personen auf Facebook sind, desto h&#246;her ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Freunde dort auch sind, folglich wird das Angebot attraktiver f&#252;r mich, und damit auch gleichzeitig attraktiver f&#252;r meine Freunde.</p>
<p>Je st&#228;rker die Penetration eines Marktes ist, sprich je gr&#246;&#223;er das Angebot wird, desto st&#228;rker macht sich der direkte Netzwerkeffekt bemerkbar. Der zus&#228;tzliche Nutzen steigt mit der Gesamtgr&#246;&#223;e. Eine Folge dieses Umstands sind die exponentiellen Wachstumsraten, die man bei erfolgreichen Webangeboten beobachten kann.</p>
<p>Jede Website, bei der es um die Vernetzung von Mitgliedern geht – man nenne es Social Media –, wird mindestens von einem direkten Netzwerkeffekt getrieben: Entweder positiv, weil viele Mitglieder auf der Site sind, oder negativ, weil eine konkurrierendes Angebot gr&#246;&#223;er ist.</p>
<p id="toc-indirekte-netzwerkeffekte"><strong>Indirekte Netzwerkeffekte</strong></p>
<p>Indirekte Netzwerkeffekte h&#228;ngen nicht direkt von der Gr&#246;&#223;e der Gruppe des betroffenen Nutzers auf der Plattform ab. Sie sind, allgemein ausgedr&#252;ckt, ein Nebenprodukt der Tatsache, dass viele Akteure ein Netzwerk nutzen.</p>
<p>Im Kontext der zweiseitigen M&#228;rkte entstehen indirekte Netzwerkeffekte aus dem Umfang, in dem das Netzwerk von einer <em>anderen</em> Nutzergruppe genutzt wird. Das hei&#223;t, Mitglieder der Nutzergruppe A gewinnen einen Zusatznutzen daraus, dass mehr Mitglieder der Nutzergruppe B auf dem Netzwerk sind.</p>
<p>Ein Beispiel: Einem Nutzer von Windows (Nutzergruppe A) entsteht ein Zusatznutzen, wenn m&#246;glichst viele Entwickler (Nutzergruppe B) f&#252;r das Betriebssystem seiner Wahl entwickeln. Je mehr Entwickler Programme f&#252;r Windows entwickeln, desto gr&#246;&#223;er wird die Auswahl f&#252;r die Endkunden von Windows (Nutzergruppe A) und damit steigt ihr Gesamtnutzen an Windows.</p>
<p id="toc-zweiseitige-markte-allgemein"><strong>Zweiseitige M&#228;rkte allgemein</strong></p>
<p><strong>Das wesentliche Merkmal zweiseitiger M&#228;rkte sind gegenseitige, indirekte Netzwerkeffekte.</strong> Auf zweiseitigen M&#228;rkten treffen (mindestens) zwei unterscheidbare Gruppen von Akteuren aufeinander, deren Nutzen an der Plattform steigt, wenn die jeweils andere Gruppe auf der Plattform gr&#246;&#223;er wird.</p>
<p>Nehmen wir das Beispiel von eben noch einmal auf: Betriebssysteme wie Windows sind zweiseitige M&#228;rkte. Warum: Weil, wie eben beschrieben, die Attraktivit&#228;t des Betriebssystems f&#252;r den Endnutzer (Gruppe A) steigt, wenn viele Programme daf&#252;r zur Verf&#252;gung stehen. Gleichzeitig steigt die Attraktiv&#228;t des Betriebssystems f&#252;r die Entwickler (Gruppe B), wenn es von sehr vielen Endnutzern (Gruppe A) und damit potentiellen Kunden eingesetzt wird.</p>
<p>Microsoft muss also einen Weg finden, wie es beide Gruppen dazu bringt, das Betriebssystem einzusetzen, weil erst dann die Plattform attraktiv und damit erfolgreich wird.</p>
<p><strong>Weitere Beispiele f&#252;r zweiseitige M&#228;rkte mit den entsprechenden Gruppen:</strong></p>
<ul>
<li>
<div>Einkaufszentren: L&#228;den, Kunden</div>
</li>
<li>
<div>Spielkonsolen: Spiele-Entwickler, Spieler</div>
</li>
<li>
<div>Kreditkartensysteme: Kreditkarte akzeptierende L&#228;den, Kreditkartenbesitzer</div>
</li>
<li>
<div>Werbefinanzierte Medien: Werbende, Konsumenten (hier k&#246;nnen negative Externalit&#228;ten auftreten, wenn die Werbung als st&#246;rend wahrgenommen wird)</div>
</li>
<li>
<div>Blu-ray: Anbieter von Inhalten auf Blu-ray-Discs, Besitzer von Blu-ray-Playern</div>
</li>
</ul>
<p><strong>In allen F&#228;llen profitiert jede Gruppe davon, wenn die jeweils andere Gruppe die Plattform einsetzt.</strong></p>
<p>Der Provider der Plattform internalisiert die Externalit&#228;ten (die Netzwerkeffekte) &#252;ber Architektur der Plattform und vor allem &#252;ber die Preisstrategie. Der Provider muss f&#252;r einen Erfolg der Plattform sicherstellen, dass die Netzwerkeffekte und verschiedenen Preissensitivit&#228;ten in die Kalkulation seines Angebots einflie&#223;en.</p>
<p>Aus den unterschiedlich starken Netzwerkeffekten f&#252;r die Gruppen folgen unterschiedliche Preissensitivit&#228;ten. Das macht sich dann fast immer darin bemerkbar, dass die zahlungswilligere Gruppe die andere Gruppe subventioniert.</p>
<p>Das ist beispielsweise der Grund, warum werbefinanzierte Medien wie Tageszeitungen mit einem Preis unterhalb der Kosten verkauft werden. Auch Spielkonsolen werden oft &#8211; zumindest in der Einf&#252;hrungsphase &#8211; mit Verlust verkauft. Auch die Tatsache, dass vieles im Web f&#252;r Endkonsumenten kostenfrei ist, l&#228;sst sich darauf zur&#252;ckf&#252;hren. Zu Preisstrategien von Plattformprovidern folgt sp&#228;ter noch ein gesonderter Artikel.</p>
<p>Nicht immer ist die Unterscheidung der verschiedenen Nutzergruppen offensichtlich. Wir werden in einem sp&#228;teren Artikel noch sehen, dass Plattformprovider auch manchmal die Gruppen nicht erkennen und eine suboptimale Preisstrategie fahren, weil sie alle Nutzer gleich behandeln.</p>
<p>Wer ein System mit zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekten aufbauen will, steht vor einem Henne-Ei-Problem. Gehen wir von zwei Nutzergruppen aus: A und B:</p>
<p>Der Nutzen des Systems f&#252;r Gruppe A entsteht nur, wenn Gruppe B an Bord ist. Das Gleiche gilt umgekehrt f&#252;r Gruppe B, wenn zweiseitige indirekte Netzwerkeffekte vorliegen. In diesem Fall wartet jede der Seiten darauf, dass die andere Seite die Plattform annimmt.</p>
<p id="toc-zweiseitige-markte-im-internet"><strong>Zweiseitige M&#228;rkte im Internet</strong></p>
<p id="toc-werbefinanziert"><strong>Werbefinanziert</strong></p>
<p>Sehr viele Internetangebote sind zweiseitige M&#228;rkte. Immer, wenn ein Dienst <strong>werbefinanziert</strong> ist, entsteht auf ihm automatisch ein zweiseitiger Markt.</p>
<p id="toc-social-media-und-co"><strong>Social Media und Co.</strong></p>
<p>Ob werbefinanziert und/oder mit APIs: Soziale Netzwerke oder andere auf die Vernetzung zwischen den Endnutzern setzende Internet-Plattformen zeichnen sich neben den zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekten zus&#228;tzlich durch einen starken direkten Netzwerkeffekt auf der Seite der Endnutzer aus. Das ist ausgesprochen wichtig, wie wir sp&#228;ter noch sehen werden.</p>
<p id="toc-plattformen-mit-apis"><strong>Plattformen mit APIs</strong></p>
<p>Wenn Internet-Plattformen eine <strong>API (Programmierschnittstelle)</strong> einf&#252;hren, werden sie ebenfalls zu einem zweiseitigen Markt: Auf der einen Seite die Entwickler, die auf die API setzen. Auf der anderen Seite die Endnutzer, die vom reichhaltigen &#214;kosystem profitieren.</p>
<p><strong>Einige konkrete Beispiele:</strong></p>
<ul>
<li>
<div><strong>Facebook Plattform und Facebook Connect:</strong> Anbieter von Apps wie FarmVille und Webpublisher auf der einen Seite, Endnutzer auf der anderen Seite.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Twitter:</strong> Wohl neben Facebook das bekannteste Beispiel f&#252;r eine popul&#228;re API im Internet. Anbieter von Twitterclients auf der einen und Endnutzer auf der anderen Seite d&#252;rften in diesem &#214;kosystem die st&#228;rksten zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekte versp&#252;ren.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Apples Appstore:</strong> Auch der Appstore f&#252;r iPhone, iPod Touch und iPad ist ein zweiseitiger Markt. Je mehr Endnutzer diese Ger&#228;te einsetzen, desto attraktiver wird das System f&#252;r die Entwickler, was sich wiederrum in einem Angebot &#228;u&#223;ert, dessen Vielfalt ein wesentlicher Erfolgsfaktor auf Endnutzerseite ist. Der Appstore von Apple ist aktuell ein Paradebeispiel f&#252;r einen florierenden zweiseitigen Markt.</div>
</li>
</ul>
<p>Eines haben all diese Beispiele gemeinsam: Sie sind auch ohne die Zusatzangebote von Drittanbietern nutzbar. Das ist notwendig: Damit der zweiseitige Markt funktioniert, muss der Provider wie oben beschrieben ein Henne-Ei-Problem l&#246;sen. Wie auf dem Desktop die Betriebssysteme, die von Haus aus alle mit Programmen ausgeliefert werden, die Grundfunktionen erf&#252;llen, k&#246;nnen auch die Internetplattformen genutzt werden, ohne dass der Endnutzer auf Drittanbieter setzen muss.</p>
<p>Dass er es bei den erfolgreichen Angeboten kann, sichert ihnen weiteres Wachstum.</p>
<p>Auch addon-f&#228;hige Software wie die Browser Firefox, Chrome und andere sind zweiseitige M&#228;rkte: Je mehr Addons, desto n&#252;tzlicher werden sie. Je n&#252;tzlicher sie sind, desto mehr Menschen setzen die Browser ein.</p>
<p id="toc-zunehmende-komplexitat"><strong>Zunehmende Komplexit&#228;t</strong></p>
<p>Das bringt uns gleich zu einem Punkt, der in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen wird: Zunehmende Komplexit&#228;t im High-Tech-Bereich.</p>
<p>Plattformen k&#246;nnen auf andere Plattformen aufsetzen oder mit diesen verbunden sein. Daf&#252;r gibt es unterschiedlichste Beispiele: Facebook hat eine eigene Applikation f&#252;r das iPhone. Die iPhone-Applikation Boxcar erm&#246;glicht anderen, <a href="http://techcrunch.com/2010/03/30/boxcar-iphone-push-notifications-provider/">auf ihre Push-Funktionalit&#228;t zu setzen</a> und wird damit selbst zu einem zweiseitigen Markt. Der Twitterclient Seesmic ist Drittanbieter im Twitter-&#214;kosystem. Mit der <a href="http://www.neunetz.com/2010/03/18/seesmics-addon-faehiger-twitter-client-kommt/">kommenden addon-f&#228;higen Version</a> wird Seesmic selbst zu einem zweiseitigen Markt.</p>
<p><em>Dieser Artikel ist Teil der Serie <a href="http://www.neunetz.com/2010/04/01/zweiseitige-maerkte-oekonomische-theorie-hinter-facebook-twitter/">“Zweiseitige  M&#228;rkte: Die &#246;konomische Theorie hinter Facebook, Twitter und Co.”</a>, die Marcel Wei&#223; auf <a href="http://www.neunetz.com/">Neunetz.com</a> pr&#228;sentiert. Carta &#252;bernimmt hier die erste Folge, um die Reihe auch den Carta-Lesern vorzustellen.</em><em> In den kommenden Artikeln wird sich Wei&#223; mit Preisstrategien von Plattformanbietern, Gesch&#228;ftsmodellen, den Auswirkungen von Multihoming und weiteren Aspekten von zweiseitigen M&#228;rkten im Internet auseinandersetzen. Au&#223;erdem wird er das Konzept auf der re:publica <a href="http://re-publica.de/10/event-list/zweiseitige-markte/">vorstellen</a>.<br />
</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F25163%2Feinfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F25163%2Feinfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/25163/einfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i/">Einf&#252;hrung in die App-&#214;konomie: Wie funktionieren zweiseitige M&#228;rkte? (Folge I)</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/25163/einfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i/#comments">4 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=25163&amp;md5=ec62b5e3699e3e720f428fef49c15e4b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/25163/einfuehrung-in-die-app-oekonomie-wie-funktionieren-zweiseitige-maerkte-folge-i/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mehr Werbung wagen: Paid Content wird Online-Medien nicht helfen</title>
		<link>http://carta.info/24218/mehr-werbung-wagen-medien-internet/</link>
		<comments>http://carta.info/24218/mehr-werbung-wagen-medien-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 05:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=24218</guid>
		<description><![CDATA[Die Medien im Internet stecken in einer Finanzierungskrise, aber Paid Content, Apps und das Leistungsschutzrecht werden es nicht richten. Ein Pl&#228;doyer gegen Bezahlschranken und f&#252;r mehr Innovation in Sachen Online-Werbung. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6a942a2cbda14180948c1c75f52b7451" alt="" width="1" height="1" />Die digitale Medienwelt im Internet hatte man sich eigentlich anders vorgestellt. Eine <strong>bl&#252;hende Landschaft</strong> voller Blogs, Online-Magazine und digitaler Zeitungen, die gro&#223;artigen Content produzieren und diesen kostenlos anbieten k&#246;nnen, weil sich das alles mit Werbung finanzieren l&#228;sst.</p>
<p>Die Realit&#228;t im Jahr 2010 sieht anders aus. Neue Medien und <a href="http://derstandard.at/1268402744444/derStandardat-Interview-Angebot-an-Leser-muss-sich-radikal-veraendern">Zeitungsverlage</a> hadern gleicherma&#223;en mit den (Un-)M&#246;glichkeiten einer ausk&#246;mmlichen <strong>Werbefinanzierung</strong> im Internet. Der gordische Knoten ist noch nicht durchschlagen. Im Gegenteil, er nimmt immer absurdere Formen an.</p>
<p>Nerv&#246;s werdende Blogger <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/04/basic-thinking-warum-der-rss-feed-gekuerzt-wurde/">k&#252;rzen ihre RSS-Feeds</a>, w&#228;hrend Medienh&#228;user &#252;ber Paid Content nachdenken und die Idee eines <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/leistungsschutzrecht-wird-konkretisiert/">Leistungsschutzrechts</a> verfolgen. Leistungsschutz klingt dabei stark nach &#8220;Denkmalschutz&#8221; im Sinne der Wahrung alter Gesch&#228;ftsmodelle und der <a href="http://www.fischmarkt.de/2010/03/es_geht_um_mehr_als_nur_um_google.html">Meinungsmacht oligopolistischer Strukturen</a>, die neue und innovative Stimmen und Formate m&#246;glichst klein halten wollen.</p>
<div id="attachment_24391" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/aufmacher56.jpg"><img class="size-medium wp-image-24391" title="aufmacher56" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/aufmacher56-300x199.jpg" alt="aufmacher56" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;It&#39;s not the lousy pennies on the web but your lousy creativity. Try harder!&quot;</p></div>
<p>Erstaunlich daran ist, dass in dieser ja nicht v&#246;llig neuen Situation, so wenig &#252;ber die <strong>Rolle der Werbung</strong> und innovative Werbeformate nachgedacht wird. Stattdessen wird bis zum &#220;berdruss &#252;ber Qualit&#228;tsjournalismus, Kulturflatrates, Paid Content oder das omin&#246;se Leistungsschutzrecht diskutiert. In diesem Kontext erscheint die Werbung wie eine l&#228;stige Begleiterscheinung oder das ungeliebte Kind, &#252;ber das man nicht gern spricht und womit auch keine Meriten zu verdienen sind.</p>
<p>In den Medien geht es immer um das Gro&#223;e, Ganze: Den <strong>Content</strong> und nicht zuletzt die <strong>Demokratie</strong>. F&#252;r den Anzeigenverkauf, Media-Agenturen oder Affiliate-Netzwerke bleibt da kein Platz in der Diskussion, obwohl mit ihnen fast die ganze Branche steht oder f&#228;llt.</p>
<p style="text-align: left;">Merkw&#252;rdig still ist es &#252;brigens auch an der Front der Blogs in Deutschland. Hat man dort nicht eine eigene Agentur bzw. ein <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=965">Joint Venture</a> zur (besseren) Vermarktung gegr&#252;ndet? Von <a href="http://adnation.de/">Adnation</a> h&#246;rt man nicht mehr viel, au&#223;er vielleicht dass dessen Kopf, <strong>Sascha Lobo</strong>, gerade wenig Zeit hat, weil er ein neues Buch fertig schreiben, f&#252;r die Wirtschaftswoche die Weisheit der vielen b&#252;ndeln und zuletzt auf der CeBIT und bald schon auf der <a href="http://re-publica.de/10/">re:publica</a> Hof halten muss. Da bleibt offenbar wenig bis keine Zeit mehr f&#252;r die Vermarktung von Blogs &#8211; und die Blogger, ein sonst durchaus streitbares Volk, nehmen es (resigniert?) hin.</p>
<p><strong>You get lousy pennies on the web</strong></p>
<p>Das Thema scheint abgehandelt, gro&#223;e und kleine Adressen wirken seltsam einig. Der Verleger <strong>Hubert Burda</strong> hat mit einem denkw&#252;rdigen Satz <a href="http://blog.xonio.com/dld-09-vorlaeufiges-fazit-mit-hubert-burda-und-ein-bisschen-krise-20090127/">im Januar 2009 die Lage gut beschrieben</a> und damit die Behauptung aufgestellt, dass das Anzeigengesch&#228;ft im Internet nicht funktioniere. Damit hat er nat&#252;rlich irgendwie recht. Denn die Verlage haben bislang kaum viel mehr versucht, als ihr altes Modell der (plakativen) Werbeanzeige auch in die neuen, digitalen Formate zu &#252;bernehmen.</p>
<p>Die kleinen Fl&#228;chen, die sie in irgendwelchen Randspalten ihrer Medien der Werbeindustrie anbieten, <a href="http://carta.info/18146/warum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz/">sollten es richten</a> und k&#246;nnen es nicht. Warum auch soll ein Werbekunde f&#252;r eine wenige Quadratzentimeter gro&#223;e Fl&#228;che &#228;hnlich viel bezahlen wie f&#252;r eine ganz- oder doppelseitige Anzeige in einer Zeitung bzw. Zeitschrift?</p>
<p>Dazu kommt speziell bei den Zeitungen der Verlust der (in der Summe sehr lukrativen) Kleinanzeigen, die im Internet auf eigenen Plattformen wesentlich effizienter funktionieren. Gro&#223;e Medienh&#228;user haben sich zwar l&#228;ngst wieder in dieses Gesch&#228;ft eingekauft. Nun stehen sie aber vor der Frage, ob sie &#252;ber den Weg der <strong>Quersubventionierung</strong> ihre Nachrichtenmedien st&#252;tzen sollen, oder ob jede Unternehmenseinheit strikt f&#252;r sich als Profitcenter zu arbeiten hat.</p>
<p><strong>Innovationen finden woanders statt</strong></p>
<p>Das entscheidende Problem ist, dass in Sachen Werbung zu wenig Neues probiert wurde und bis heute kaum ein Verlag hier innovativ zu denken bereit ist. Das erstaunt, wo es doch um sehr viel Geld geht. Inzwischen machen andere vor, wohin die Entwicklung gehen k&#246;nnte.</p>
<p><strong>Facebook</strong> beispielsweise dachte sich das Konzept der <a href="http://www.facebook.com/advertising/?pages">Fanseite</a> aus. Technisch betrachtet ist das nicht viel mehr als eine Profilseite, nur eben nicht f&#252;r eine Person, sondern eine <a href="http://www.fuellhaas.com/2010/03/04/ist-marken-prasenz-auf-facebook-pflicht/">Marke</a> bzw. <a href="http://facebookmarketing.de/allgemeines/best-practice-beispiele-fanpages-internationaler-airlines">Institution</a>. Ohne das Konzept hier ausf&#252;hrlich diskutieren zu wollen, muss doch die Frage gestellt werden, warum etwas Vergleichbares nicht auch bei den Verlagsangeboten gemacht wird.</p>
<p>Warum muss eine Zeitung im Netz unbedingt wie eine gedruckte Zeitung funktionieren? Warum kann sie sich nicht eher am <strong>Konzept der Social Networks</strong> orientieren? Dann w&#252;rde jeder (registrierte) Leser &#8211; &#228;hnlich wie bei Facebook &#8211; eine Art News Feed sehen, in den prim&#228;r die Artikel der Zeitung, aber nat&#252;rlich auch Meldungen seiner Fanseiten eingingen. Der Leser h&#228;tte damit ein personalisiertes Nachrichtenmedium und die Zeitung selbst neben der Bannerwerbung ein zweite Einnahmequelle aus den Fanseiten. Denn anders als bei Facebook m&#252;ssten diese Seiten nicht kostenlos angeboten werden.</p>
<p>An anderer Stelle zeigt <strong>Google</strong>, was man in Zukunft noch unter <a href="http://googlemobile.blogspot.com/2010/03/in-stock-nearby-look-for-blue-dots.html">Werbung</a> verstehen kann: In den USA wird dazu im Rahmen der <a href="http://www.google.de/products">Product Search</a> ein Dienst eingef&#252;hrt, der anzeigen kann, in welchem Gesch&#228;ft ein vom Kunden gerade gesuchtes Produkt tats&#228;chlich vorr&#228;tig ist. Google schaut damit buchst&#228;blich &#8220;hinter&#8221; die klassische Werbeanzeige und sieht die <strong>vollst&#228;ndige Wertsch&#246;pfungskette</strong> vom Hersteller bis zur Verf&#252;gbarkeit eines Produktes im Handel.</p>
<p>Wenn aber Google so tief blicken kann, warum nicht auch deutsche Verlage? F&#252;r sie m&#252;sste es doch sehr lukrativ sein, f&#252;r das <strong>mobile Web</strong> spezielle Content-Bundles zu entwickeln, die Nachrichten mit Werbung ortsspezifisch verkn&#252;pfen. Gerade f&#252;r Regionalzeitungen d&#252;rften sich solche <strong>Location Based Services</strong> lohnen. Schaut man aber, wie diese Medien sich bislang im Internet pr&#228;sentieren, sieht man, dass der Weg dorthin noch weit ist.</p>
<p>Doch h&#228;ngen nicht alle s&#252;&#223;en Fr&#252;chte so hoch, dass man sie nur mit Bataillonen an Informatikern erreichen k&#246;nnte, wie sie bei Facebook oder Google verf&#252;gbar sind. Auch die konzertierte <strong>Blogvermarktung in Deutschland </strong>k&#246;nnte l&#228;ngst weiter sein, als das viele wahrhaben wollen.</p>
<p>Denn das weite Feld der Online-Werbung ist noch l&#228;ngst nicht so gut erschlossen, wie die st&#228;ndigen Meldungen &#252;ber die <a href="http://www.bvdw.org/presse/news.html?tx_ttnews[tt_news]=3033&amp;cHash=e0f57d0b67">hohen Wachstumsraten des Anzeigenvolumens</a> glauben lassen, weil dieser Markt bislang &#252;berwiegend von gro&#223;en Adressen genutzt wird, w&#228;hrend viele <strong>kleine bzw. mittelst&#228;ndische Unternehmen</strong> noch nie online f&#252;r sich geworben haben. Weite Teile dieses Marktes sind also noch wenig erschlossen. Die Frage lautet hier: Wer f&#252;hrt die vielen kleineren Unternehmen ins Online-Werbezeitalter?</p>
<p>Weitgehend brach liegt daneben auch der Bereich der <strong>Werbung in Echtzeit</strong>, weil das digitale Anzeigengesch&#228;ft bislang stark in Analogie zum Printbereich entwickelt wurde und deshalb mit zum Teil umst&#228;ndlich langen Vorlaufzeiten arbeitet.</p>
<p>Im schnelllebigen Internet sollte es eigentlich m&#246;glich sein, dass ein Anzeigenkunde seine Anzeige bei Bedarf t&#228;glich auswechselt. Darauf aber ist noch kaum jemand in der Branche eingestellt und der Werbetreibende, der rasch eine neue Botschaft verbreiten m&#246;chte, tut sich damit auf S<strong>ocial Networks</strong> wie Facebook<strong> </strong>oder<strong> </strong>Twitter viel leichter, als mit seinen traditionellen Werbepartnern. Deren Tr&#228;gheit treibt die Werbung geradezu in die Arme neuer Anbieter und l&#228;sst die alten Kan&#228;le langweilig erscheinen.</p>
<p>Das aber kann nicht im Interesse von Verlagen bzw. Blogs sein. Sie m&#252;ssen k&#252;nftig deutlich aktiver und kreativer werden. Das Warten auf Impulse aus dem Dickicht an Agenturen und Dienstleistern auf dem Feld der Werbung ist der falsche Weg. Die <strong>Medien der Zukunft</strong> m&#252;ssen sich hier selbst Kompetenzen aufbauen und auf <a href="http://www.werbeblogger.de/2010/03/15/google-the-guardian-und-rss-feeds-werbung-als-mehrwert/">Augenh&#246;he mit Google</a> oder auch Apple agieren k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Applikationen</strong></p>
<p>Paid Content, speziell in Form von Applikation auf dem iPad, das scheint derzeit wohl der gro&#223;e Hoffnungstraum in vielen Medienh&#228;usern zu sein. Selbst <strong>Rupert Murdoch</strong> &#228;u&#223;erst sich <a href="http://gigaom.com/2010/03/11/rupert-murdoch-on-google/">fast schon euphorisch</a> und k&#246;nnte sich doch noch wundern. Denn rund um die kleinen Programme sind noch viele Fragen offen.</p>
<p>Bislang sind sie fest an einen bestimmten Plattformtr&#228;ger gebunden. Wer also auf einem iPhone eine App kauft, kann diese ausschlie&#223;lich dort nutzen. F&#252;r den <strong>Content von Verlagen</strong> ist das aber unpraktisch, da die Leser bestimmte Inhalte sicher nicht nur auf einem ganz bestimmten Ger&#228;t werden lesen wollen. Dazu kommt, dass man die Hardware &#246;fter gegen etwas Neues ersetzt und dabei vielleicht auch mal die Plattform wechseln will: Heute Apple, morgen Google und &#252;bermorgen Microsoft.</p>
<p>Dass die damit verbundenen Fragen nicht ganz trivial sind, zeigen die Erfahrungen der Musikindustrie (etwa mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung">Digital Rights Management</a>) oder das noch immer in den Kinderschuhen steckende <a href="http://www.bradcolbow.com/archive.php/?p=205">Gesch&#228;ft mit E-Books</a>. Zu viel Geschlossenheit auf der Ebene der Plattformen bremst das Gesch&#228;ft und f&#246;rdert bestenfalls das Filesharing.</p>
<p>So interessant und n&#252;tzlich Applikationen grunds&#228;tzlich sind, so sehr sind sie der falsche Weg in Bezug auf mediale Inhalte. &#8220;<strong>Seit es das Netz gibt, ist f&#252;r die Medien alles Netz</strong>&#8220;, schreibt <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/134_fantasie_ueber_die_zukunft_des_schreibens">Thierry Chervel</a> (Perlentaucher) und macht damit deutlich, dass im Internet fr&#252;her oder sp&#228;ter alles &#8211; also B&#252;cher, Zeitschriften, Zeitungen und Blogs &#8211; &#8220;synaptisch&#8221; wird, weil Links, Tags und Kommentare alles mit allem (organisch) verbinden. Eine Medien-App wirkt dagegen wie eine mittelalterliche Ritterburg, die sich nach allen Seiten abschottet.</p>
<p><strong>Denkt jemand an die Leser?</strong></p>
<p>Die Leser wollen im Internet ganz &#252;berwiegend keinen Paid Content. Wenig &#252;berraschend belegt dies aktuell eine <a href="http://paidcontent.org/article/419-pew-online-news-users-dont-want-to-pay-or-look-at-ads/">Studie des Pew Research Center</a> f&#252;r die USA. Wie die Menschen stattdessen denken, belegt sehr sch&#246;n ein <a href="http://www.marco.org/438103070">Zitat</a> von <a href="http://www.marco.org/about">Marco Ament</a>, dem Entwickler von Tumblr und Instapaper:</p>
<blockquote><p>&#8220;Publishers can do whatever they want. If you don&#8217;t like it, don&#8217;t send them nasty emails or browse their sites with adblockers: just don&#8217;t support them. Don&#8217;t read their content, don&#8217;t link to them, and don&#8217;t talk about them. Since money&#8217;s usually not involved, vote with your attention and read elsewhere.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Trend ist klar: <a href="http://carta.info/6340/facebook-gut-informiert-zeitung/">Leser im Netz</a> folgen immer weniger einzelnen Leitmedien, sondern m&#228;andern durch die F&#252;lle des Angebots und lassen sich dabei von Empfehlungen aus dem Freundeskreis sowie von Meinungsf&#252;hrern auf Social Networks leiten. Nicht mehr der passive und stumme Konsument bestimmt das Bild, sondern zunehmend partizipativ und <strong>vernetzt denkende Akteure</strong>, die eben noch in der Rolle des Lesers, schon im n&#228;chsten Augenblick selber Medium sein k&#246;nnen, weil sie Impulse weitertragen und durch eigene Ideen anreichern.</p>
<p><strong>Not lousy pennies but lousy creativity</strong></p>
<p>Dem Votum der Leser sollten sich die Medien stellen. Weder Bezahlschranken noch ein Leistungschutzrecht k&#246;nnen den Zug der Zeit aufhalten. <strong>Die Werbung muss und kann es richten</strong>. Die scheinbare Unm&#246;glichkeit, Medien im Internet mittels Werbung zu finanzieren, ist ein Fehlurteil. Die bisher gesehene Online-Werbung kratzt nur an der Oberfl&#228;che dessen, was eigentlich m&#246;glich w&#228;re und Herrn Burda m&#246;chte man zurufen: It&#8217;s not the lousy pennies on the web but your lousy creativity. Try harder!
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F24218%2Fmehr-werbung-wagen-medien-internet%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F24218%2Fmehr-werbung-wagen-medien-internet%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/24218/mehr-werbung-wagen-medien-internet/">Mehr Werbung wagen: Paid Content wird Online-Medien nicht helfen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/24218/mehr-werbung-wagen-medien-internet/#comments">43 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24218&amp;md5=f094e13a4568d8be88b68e8e109ce820" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/24218/mehr-werbung-wagen-medien-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>43</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die neue Beck-Initiative: Weniger Werbung bei ARD &amp; ZDF dank voller PC-Geb&#252;hr?</title>
		<link>http://carta.info/24406/die-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr/</link>
		<comments>http://carta.info/24406/die-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 18:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko Hilker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Beck]]></category>
		<category><![CDATA[PC-Gebühr]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkgebühr]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=24406</guid>
		<description><![CDATA[Deutschlands Chefmedienpolitiker Kurt Beck schiebt die Abschaffung der Fernsehwerbung bei ARD &#038; ZDF weiter hinaus und hat sich offenbar ein Finanzierungsmodell f&#252;r den kommenden Werbeverzicht ausgedacht: die volle PC-Geb&#252;hr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b8d2e1091b764dc1a060bd361a212f3a" alt="" width="1" height="1" />Die Landtagsfraktion der NRW-SPD hatte den Ministerpr&#228;sidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD), Anfang M&#228;rz zu ihren „Villa-Horion-Gespr&#228;chen“ eingeladen. Es ging um eine m&#246;gliche Verfassungsklage gegen das ZDF – und um das neue Geb&#252;hrenmodell. Bei beiden Themen ging Beck erkennbar in die Initiative: Er droht mit einer eigenen Verfassungsklage, falls sich die CDU nicht kompromissbereit zeigen sollte. Und auch bei den Geb&#252;hrenpl&#228;nen trug Beck neue Ideen vor:</p>
<p>Beck m&#246;chte das neue Geb&#252;hrenmodell mit einem schrittweisen Ausstieg aus der Fernsehwerbung bei ARD und ZDF verbinden. Als Gegenfinanzierung schwebt im offenbar die volle PC-Geb&#252;hr vor.</p>
<p>Kurt Beck will zum einen, dass ARD und ZDF aus Fernsehwerbung und Sponsoring im Umfeld von &#8216;Nicht-Sportsendungen&#8217; aussteigen. Die Werbung im ARD-H&#246;rfunk wie auch das Sponsoring im Rahmen von TV-Sport&#252;bertragungen bei ARD und ZDF soll bleiben. Der Ausstieg auf der H&#246;rfunkwerbung sei zu schwierig, da die einzelnen Bundesl&#228;nder die Werbevorschriften jeweils im Detail f&#252;r ihre Sender regeln. Und ohne Sponsoring und Werbung w&#252;rde man im Sportbereich viele TV-Rechte nicht mehr erhalten.</p>
<p>Der begrenzte Werbe- und Sponsoringausstieg soll in zwei Schritten erfolgen. Zum 1. Januar 2015 sollte die TV-Werbung von montags bis freitags halbiert werden (von 20 auf 10 Minuten t&#228;glich). An Samstagen solle sie verboten sein. Zwei Jahre sp&#228;ter, am 1. Januar 2017, also zu Beginn der &#252;bern&#228;chsten Geb&#252;hrenperiode, solle der zweite Schritt erfolgen.</p>
<p>Kurt Beck sei f&#252;r diese schrittweise Abschaffung der Fernsehwerbung bei ARD und ZDF, weil es „ein St&#252;ck Flexibilit&#228;t auf dem Weg“ brauche, „um &#252;berhaupt voranzukommen.“</p>
<p>Doch gibt es wohl zwei andere, wesentliche Gr&#252;nde. Zum einen schindet Kurt Beck damit zwei Jahre Zeit, in denen ARD und ZDF noch die Werbequelle voll weiter nutzen k&#246;nnen. Hatten doch die Bundesl&#228;nder bereits im Dezember 2008 beschlossen, dass Sponsoring bei ARD und ZDF ab dem 1. Januar 2013 an Werktagen nach 20.00 Uhr sowie an Sonn- und bundesweit einheitlichen Feiertagen nicht mehr erlaubt sein soll (mit Ausnahme der Sportsendungen).</p>
<p>Zum anderen hat er damit schon die Gegenfinanzierung der Werbeerl&#246;se in der Tasche. Wenn &#8211; so wie er und andere es wollen &#8211; die 2,4 Millionen Geb&#252;hrenzahler, die bisher nur die Grundgeb&#252;hr bezahlen (also die ausschlie&#223;lichen Radio- und PC-Nutzer), die volle Fernsehgeb&#252;hr bezahlen m&#252;ssen, dann haben ARD und ZDF etwa 350 Mio. Euro mehr im Jahr zur Verf&#252;gung. Bei den anderen von der Rundfunkkommission diskutierten Geb&#252;hrenmodellen werden die Unternehmen um etwa 230 Mio. Euro entlastet. Die privaten Haushalte werden f&#252;r Mehreinnahmen von circa 60 Mio. Euro im Jahr sorgen, da die Abschaffung der Zweit- bzw. Drittgeb&#252;hr durch die Erh&#246;hung der PC-Geb&#252;hr auf die Fernsehgeb&#252;hr mehr als kompensiert wird. Die „restlichen“ 120 Mio. Euro entsprechen in etwa der H&#228;lfte der Werbeertr&#228;ge von ARD (mit H&#246;rfunk) und ZDF.</p>
<p>Allerdings reicht die Betrachtung der Werbeertr&#228;ge nicht aus. Schlie&#223;lich werden ja die Werbeeinnahmen zum Teil ins Programm gesteckt. Und Programm muss weiter produziert werden. So lagen im Jahre 2009 die Nettoums&#228;tze beim ARD-Werbefernsehen bei 157 Mio. Euro und im ARD-Werbefunk bei 186 Mio. Euro.</p>
<p>Nun, offensichtlich ist jedoch, dass man mit dem neuen Geb&#252;hrenmodell ARD und ZDF schrittweise werbefrei machen, dabei die Unternehmen entlasten und die Zweit- bzw. Drittgeb&#252;hr f&#252;r Garten, Arbeitszimmer und Dienstwagen abschaffen kann, ohne die Fernsehgeb&#252;hr erh&#246;hen zu m&#252;ssen. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass ARD und ZDF zudem noch &#252;ber insgesamt mehr Geb&#252;hrenmittel verf&#252;gen k&#246;nnen. Schlie&#223;lich bekommen sie in 2013 und 2014 dann noch volle Werbeeinnahmen &#8211; die nach derzeitigen Prognosen steigen. Gleichzeitig steigt die Rundfunkgeb&#252;hr f&#252;r 2,4 Mio. Zahlerinnen und Zahler auf mehr als das Dreifache. Doch sie sind eine Minderheit: Nur etwas mehr als 5% der Zahler. So werden die Proteste eher leise ausfallen. F&#252;r die Mehrheit w&#252;rde es seit Jahren erstmals keine Geb&#252;hrenerh&#246;hung geben.</p>
<p>Beschlossen werden m&#252;sste all dies in diesem Jahr. Im M&#228;rz 2011 sind &#252;brigens in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen. &#8211; Kurt Beck tritt wieder an.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F24406%2Fdie-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F24406%2Fdie-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/24406/die-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr/">Die neue Beck-Initiative: Weniger Werbung bei ARD &#038; ZDF dank voller PC-Geb&#252;hr?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/24406/die-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24406&amp;md5=6a015f05e98a67c06d54485ab12e7e69" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/24406/die-neue-beck-initiative-weniger-werbung-bei-ard-zdf-dank-voller-pc-gebuehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum sind Leser von Zeitungen sechs Mal so wertvoll wie Leser im Netz?</title>
		<link>http://carta.info/18146/warum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz/</link>
		<comments>http://carta.info/18146/warum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 22:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[TKP]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=18146</guid>
		<description><![CDATA[Anzeigen im Netz sind spottbillig, Anzeigen in der Zeitung dagegen sauteuer. Und die Verlage tun alles, damit das so bleibt. Eine aufschlussreiche Geschichte &#252;ber "lousy pennies"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/34b1336d3bed41b880610d15102c08d9" alt="" width="1" height="1" />Die meisten Artikel und Anzeigen in Zeitungen mit einer Auflage von mehreren hunderttausend Exemplaren werden selten von mehr als 10.000 Menschen gelesen. In Zeitschriften mit vergleichbarer Auflage d&#252;rften die Lese-Quoten sogar noch geringer sein. Anzeigen und Artikel werden &#252;berbl&#228;ttert und nur in Ausnahmef&#228;llen von einer Mehrheit der Zeitungsk&#228;ufer zur Kenntnis genommen. Wer Anzeigen in gedruckten Zeitungen schaltet, verf&#228;hrt also nach dem Gie&#223;kannenprinzip: Irgendein Wasserstrahl aus der Gie&#223;kanne wird sich schon zum erhofften Ziel verirren. Trotzdem zahlen die Firmen f&#252;r diese ineffektive Methode der Kundengewinnung Phantasiepreise. Der Grund: Es gab bislang keine andere M&#246;glichkeit, auf schnelle und einfache Weise an ein gro&#223;es Publikum zu gelangen.</p>
<p>Jetzt gibt es diese M&#246;glichkeit. Seit 10, 15 Jahren saugen sich die Pipelines des Internet mit Inhalten voll, und immer mehr Blogs und Medien versuchen, online zu existieren. Eine M&#246;glichkeit, solche Angebote zu finanzieren, w&#228;re Werbung. <strong>Aber die Print-Verlage, die ebenfalls Ableger im Netz betreiben, akzeptieren dort Anzeigenpreise, die einem die Schuhe ausziehen. Das verdirbt die Preise f&#252;r alle.</strong></p>
<p>Machen wir einen Vergleich: F&#252;r eine halbseitige <a href="http://marktplatz.zeit.de/angebote/uploads/mediadaten/preislisten/ZEIT_PL_2009-GWP.pdf">Vierfarbanzeige</a> in einer gedruckten Wochenzeitung mit einer verkauften Auflage von 500.000 Exemplaren zahlen Anzeigenkunden hierzulande 30.000 Euro. Die Anzeige erscheint z.B. im dritten Buch der Zeitung, sie ist eine unter vielen, und flei&#223;ige Copytester <a href="http://www.kinau-mediaforschung.de/anzeigencopytest.htm">erforschen</a>, wie und von wem sie wahrgenommen wird. Da die Zeitung vier Mal im Monat herauskommt, wird die Anzeige an zwei Millionen Zeitungsk&#228;ufer geliefert und laut (sehr schmeichelhafter) <a href="http://www.agma-mmc.de/03_forschung/die_media_analyse.asp?subnav=73&amp;topnav=10">Reichweitenerhebung</a> von <em>acht Millionen</em> <em>Lesern</em> „gelesen“. Also zahlt unser Anzeigenkunde exakt 15 Euro, um 1000 Leser dieser Zeitung zu erreichen (das ist der ber&#252;hmte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis">Tausend-Kontakt-Preis</a> &#8211; TKP &#8211; der in der Werbung eine entscheidende Rolle spielt). F&#252;r vier Anzeigen im Monat zahlt unser Anzeigenkunde (ohne Mengenrabatt) 120.000 Euro.</p>
<p>Im Internet w&#228;re seine Anzeige unter Umst&#228;nden prominenter platziert, so dass jeder, der die Seite anklickt, tats&#228;chlich mit der Anzeige konfrontiert wird (es sei denn, ein so genannter Adblocker w&#252;rde sie unterdr&#252;cken).</p>
<p>Den acht Millionen Lesern der Zeitung entsprechen acht Millionen Page Impressions<em> </em>im Netz. Da der TKP f&#252;r solche ‚mittelgro&#223;en’ Onlineangebote (das sind Seiten, die zwischen einer und 100 Millionen PIs pro Monat erzielen) bei 2,50 Euro liegt, kostet eine vergleichbare Internetanzeige 8.000 TKP x 2,5 Euro = 20.000 Euro. <strong>Das ist ein Sechstel des Printpreises</strong> (wobei anzumerken ist, dass der TKP bei Webseiten, die <a href="http://www.digital-media-trends.de/2008/05/nischen-sites-e.html">weniger</a> als eine Million PIs erzielen, sogar auf 50 Cent und darunter sinken kann. Solche Seiten kommen dann auf Werbeums&#228;tze von 150 oder 200 Euro im Monat!).</p>
<p>Wie kann es zu einem derart gewaltigen Preisunterschied bei Anzeigen kommen? <strong>Sind die Leser der gedruckten Zeitung tats&#228;chlich 6 Mal so wertvoll wie die Nutzer des Online-Angebots? Sind sie 6 Mal so kaufkr&#228;ftig und konsumfreudig?</strong> Ist der extreme Unterschied im Anzeigenpreis also gerechtfertigt? Oder gibt es andere Gr&#252;nde, warum die unversch&#228;mt niedrigen Online-Preise einfach so akzeptiert werden?</p>
<p>M&#246;glicherweise finden die gro&#223;en Verlage diese Dumpingpreise – trotz des &#246;ffentlichen Gejammers – ja ganz gut. Vielleicht sch&#228;tzen sie die „lousy pennies“, weil mit solchen Kleckerbetr&#228;gen eine vielf&#228;ltige und unabh&#228;ngige Medien-Konkurrenz gar nicht entstehen kann. Die Dumpingpreise im Internet sind die sichere Gew&#228;hr, dass die millionenschweren Werbeetats auch weiter in die teuren Printprodukte flie&#223;en. W&#252;rden Anzeigenkunden pl&#246;tzlich in Scharen ins Netz abwandern, k&#246;nnten die Change-Manager in den Presseh&#228;usern den Medien-Wandel nicht mehr steuern.</p>
<p>M&#246;glicherweise wissen viele Unternehmen nicht einmal, wie g&#252;nstig und zielgenau sie ihre Kunden im Netz erreichen k&#246;nnen. Sie wissen es nicht, weil die Werbeagenturen – die zwischen den gro&#223;en Werbe-Etats der Unternehmen und den Verlagen vermitteln – dieses Wissen nur ungern an die gro&#223;e Glocke h&#228;ngen. Sie w&#252;rden sich ja selbst schaden. Denn in lauter kleine Netz-H&#228;ppchen zerlegte Werbebudgets w&#252;rden nicht den Gewinn, sondern nur die Arbeit vermehren &#8211; und die eleganten Mad Men in st&#228;ndig klamme, hemds&#228;rmelige TKP-Online-Vermarkter verwandeln.</p>
<p><strong>Das weitgehende Monopol der Printverlage und der Werbeagenturen bei der Verteilung des Werbe-Kuchens kann aber nur aufrechterhalten werden,</strong> <strong>so lange das Internet keine begehrte Adresse ist.</strong> Das hei&#223;t: so lange die meist &#228;lteren, kulturkonservativen Firmenvorst&#228;nde so netzfremd bleiben wie heute. Und wie kann man ihre Netzfremdheit am besten konservieren? Indem die gedruckten Leitmedien das Internet weiter als minderwertig und Hort des B&#246;sen beschreiben: Es liegt ja im ureigenen Interesse.</p>
<p>W&#252;rden die Werbekunden aber begreifen, dass 30.000 Euro f&#252;r eine halbe Printseite zu viel, und 2,50 Euro f&#252;r tausend Klicks zu wenig sind, g&#228;be es schon morgen ein funktionierendes Gesch&#228;ftsmodell im Netz.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F18146%2Fwarum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F18146%2Fwarum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/18146/warum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz/">Warum sind Leser von Zeitungen sechs Mal so wertvoll wie Leser im Netz?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/18146/warum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz/#comments">55 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18146&amp;md5=8c2c4c7a04c799e632e88c8c796bdf79" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/18146/warum-sind-leser-von-zeitungen-6-mal-so-wertvoll-wie-leser-im-netz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>55</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Werbem&#228;rkte: Computerspiele als Tr&#228;germedien</title>
		<link>http://carta.info/12662/spielewerbung/</link>
		<comments>http://carta.info/12662/spielewerbung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 14:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Paulus Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12662</guid>
		<description><![CDATA[Die Werbem&#228;rkte in Print und Fernsehen stecken in der Krise. Einige Mediaplaner setzen deshalb auf Computerspiele. Die Hersteller sind begeistert, doch Experten zweifeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a98c440191483e0228e1094a7e1d53" alt="" width="1" height="1" />Barack Obama zeigt sich auf einem Poster bei einem Autorennen, er steht neben der Eisfl&#228;che einer NHL-Arena und in einem Baseball-Stadion: Im Herbst 2008 tobt der US-Wahlkampf, der Pr&#228;sidentschaftskandidat zeigt sich bei vielen Sportereignissen. <strong>Doch Obama tritt nicht selbst in den Stadien auf, er nutzt die virtuelle Welt als Plattform.</strong> Er wirbt in <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,584105,00.html" target="_blank">Computerspielen</a>, um junge W&#228;hler zu erreichen.</p>
<p>Spielehersteller hoffen nun darauf, dass andere dem Beispiel folgen. <strong>Ihrer Meinung nach sollen Computerspiele zu neuen Tr&#228;germedien f&#252;r Werbung werden</strong> – ganz wie Fernsehen, Radio oder Zeitschriften eben auch. „In-Game-Advertising“, Werbung im Spiel, hei&#223;t das Konzept.</p>
<p>Laut dem Branchendienst <a href="http://www.industrygamers.com/news/ea-unveils-multimillion-dollar-marketing-deal-with-dr-pepper/" target="_blank">IndustryGamers</a> hat &#8220;Dr Pepper&#8221; hat vor kurzem einen Milliondeal mit dem Spielehersteller Electronic Arts (EA) unterzeichnet. EA wird ab 2010 &#8220;Dr Pepper&#8221;-Produkte in seine Spiele einbauen. Als erstes ist der Einstieg in den Reality-Titel „Die Sims 3“ geplant. Im Vorl&#228;ufer des erfolgreichen Spiels hatte schon<strong> Ikea mit der eigenen M&#246;belkollektion</strong> geworben.</p>
<p>Die Spielehersteller freuen sich auf ihre neue Rolle als Medienunternehmen und hoffen auf zus&#228;tzliche Einnahmen. Spiele-Mediaplaner wie<em> IGA Worldwide</em> oder <em>Massive</em>, das zu Microsoft geh&#246;rt, versuchen bereits seit l&#228;ngerem Computerspiele als Plattformen f&#252;r Imagewerbung oder Product Placement zu vermarkten.<br />
Die Aktivit&#228;ten in den Games unterteilen sich grob in vier Bereiche:</p>
<ul>
<li><strong>Portal- oder Plattformwerbung</strong> ist vergleichbar mit klassischer Online-Werbung. Unternehmen schalten Banner oder Pop-Ups auf den Onlinespieleportalen. Diese Form wird stark ausgebaut werden, da Spiele immer mehr vernetzt funktionieren.</li>
<li><strong>Werbung im Umfeld der Spiele</strong> kann auf der Spielebox oder als Extrainhalt auf der Spiele-DVD gebucht werden.</li>
<li>Werbung kann <strong>als Teil der Spieleszenerie</strong> in ein Game integriert werden zum Beispiel als Bandenwerbung in einem Sport- oder Rennspiel, als Poster, Plakat oder Aufsteller. Der Clou: Durch die steigenden Online-Aktivit&#228;ten l&#228;sst sich Werbung dynamisch in die Spiele einbinden, das hei&#223;t sie kann speziell auf einzelne Spieler oder Regionen zugeschnitten werden.</li>
<li><strong>Marken oder Produkten k&#246;nnen auch Teil des Spiels werden</strong>. Die Aufmerksamkeit der Spieler ist garantiert: Sie m&#252;ssen sich direkt mit einem Produkt auseinandersetzen.</li>
</ul>
<p>Marktforscher sehen ein gro&#223;es Potential im In-Game-Advertising: Die Analysten der US-Bank <em>Citi</em> rechnen damit, dass sich der weltweite Markt f&#252;r Spielewerbung bis 2014 auf etwa 700 Millionen Euro verdoppelt haben wird. Der US-amerikanische Marktforscher <em>eMarketer</em> erwartet sogar ein noch <strong>gr&#246;&#223;eres Wachstum auf etwa 1,5 Milliarden Euro bis 2012</strong>. Laut der Branchenzeitschrift w&amp;v belief sich der europ&#228;ische Markt f&#252;r In-Game-Werbung im vergangenen Jahr auf etwa 40 bis 60 Millionen Euro, der deutsche auf rund zehn bis 15 Millionen Euro.</p>
<p><strong>Bis jetzt trauen sich jedoch nur wenige Unternehmen in die digitale Welt. </strong>In-Game-Advertising funktioniert zwar bereits auf Banden und Litfasss&#228;ulen in Sport- und Rennspielen. „Bei anderen Games ist es aber noch ein langer Weg, bis reale Markenartikel in Computerspielen beworben werden“, sagt Hannes Fischer von der M&#252;nchner Beratungsfirma pol48/10<strong></strong></p>
<p><strong>Sechs Gr&#252;nde, die gegen werbefinanzierte Computerspiele sprechen:</strong></p>
<ol>
<li><strong>Das Umfeld</strong>: Firmen wollen f&#252;r ihre Markenartikel ein spezielles Werbeumfeld. Das Spiel soll zur Marke passen. Nicht ganz einfach: Autofirmen wollen zum Beispiel nicht, dass ihre neuesten Modelle zu Schrott gefahren werden. Ihre Autos wollen sie oft nur in Spiele integrieren, in denen Kratzer ausgeschlossen sind. Doch Rennspiele ohne Blechschaden kommen bei den Zockern nicht an.</li>
<li><strong>Das Image</strong>: Computerspiele werden oft mit Killerspielen in Verbindung gebracht. Unternehmen, die in einem Game Werbung schalten wollen, haben daher Angst, unter dem negativen Image der Egoshooter zu leiden. Sobald in einem Spiel geschossen wird, ist es schwer, Werbekunden zu finden. Geschossen wird aber in ziemlich vielen Games.</li>
<li><strong>Die Programmierdauer</strong>: Computerspiele haben eine Entwicklungszeit von etwa zwei Jahren. Design und Grafik sollen auf dem neuesten Stand sein – auch bei Werbespielen. Unternehmen wissen aber oft nicht, welche Produkte sie so lange im Voraus bewerben sollen.</li>
<li><strong>Die Lebensdauer</strong>: Wenn ein Spiel einmal auf dem Markt ist, ist es nicht mehr so leicht m&#246;glich, es zur&#252;ckzuziehen. Im Fernsehen oder in Zeitschriften ist Werbung immer zeitlich begrenzt – in der virtuellen Welt bleibt sie erhalten. Falls ein Unternehmen nach Jahren sein Image &#228;ndert, hat die Werbung in den Games immer noch die alten Aussagen.</li>
<li><strong>Die Spielwelten</strong>: Welche Firma will in den Fantasywelten von <em>World of Warcraft</em> oder <em>Morrowwind</em> werben oder in einem dunklen Zukunftsszenario wie etwa bei <em>Fallout</em>? Kein Deo, kein Energy Drink und kein Auto l&#228;sst sich sinnvoll in die Fantasywelten einbinden, kein Produkt darin vermarkten. Je schwerer es ist, Produktschnittstellen zu finden, desto unwahrscheinlicher ist Werbung.</li>
<li><strong>Die Spieler</strong>: Werbung nervt. Das ist schon im Fernsehen so. Falls Unternehmen virtuelle Welten mit ihren Banner zustellen, k&#246;nnten sich Spieler daran st&#246;ren. Zwar erh&#246;ht echte Trikotwerbung bei einem Sportspiel die Glaubw&#252;rdigkeit, zuviel Werbung kann den Spieler aber ablenken. Die Frage der Werbeplaner: Wie viel Werbung vertragen die Spieler?</li>
</ol>
<p>Hannes Fischer glaubt dennoch, dass sich Games f&#252;r Werbung eignen. „Bei Computerspielen ist die Interaktion mit der Zielgruppe einmalig, im Fernsehen verpufft die Werbewirkung: Die Zuschauer zappen weg oder holen sich etwas zu trinken.“ <strong>Bei Computerspielen haben die Spieler dagegen noch nicht gelernt, die Werbung zu vermeiden.</strong></p>
<p>Erfolgreiches Beispiel f&#252;r In-Game-Werbung: Obamas digitaler Wahlaufruf kam an. Zwar haben nur wenige Zocker die Werbeposter in den Games wirklich gesehen, aber Spieleportale waren voll mit Screenshots und Kommentaren. Spielezeitschriften und Onlinemedien griffen die Idee von Obamas Wahlkampfteam auf und schrieben &#252;ber den ungew&#246;hnlichen Auftritt des Kandidaten in den Games. <strong>Bis jetzt ist In-Game-Werbung vor allem ein gelungener PR-Gag.</strong>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12662%2Fspielewerbung%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12662%2Fspielewerbung%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/12662/spielewerbung/">Neue Werbem&#228;rkte: Computerspiele als Tr&#228;germedien</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/12662/spielewerbung/#comments">4 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12662&amp;md5=171b7df34f75e1d54115b23e297c5f92" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/12662/spielewerbung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

