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	<title>CARTA &#187; WDR</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Nicht gezahlte GEZ-Geb&#252;hren: Verwirrung um Verj&#228;hrungsfrist</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 18:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Messer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die aus der R&#246;merzeit stammende Juristenweisheit “Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand” hat bis heute G&#252;ltigkeit: Nur selten ist der Ausgang eines Gerichtsverfahrens vorhersagbar. Daran &#228;ndern auch vermeintlich “eindeutige” Gesetze nichts, etwa die BGB-Regelung zur regelm&#228;&#223;igen Verj&#228;hrung eines Anspruchs nach drei Jahren. Es gibt immer wieder Ausnahmen, die diese Frist au&#223;er Kraft setzen - etwa bei der Nachzahlung von Rundfunkgeb&#252;hren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#228;tten Sie gewusst, dass Sie als Privathaushalt nachtr&#228;gliche Rechnungen ihres Energieversorgers r&#252;ckwirkend seit dem Beginn der Stromlieferung bezahlen m&#252;ssen &#8211; egal, wie lange das schon her ist? Steht in der seit 2005 geltenden <a href="http://www.frag-einen-anwalt.de/Verjaehrung-Anspruch-nach-Entstehung-oder-nach-Rechungsstellung-__f74181.html">“Verordnung &#252;ber Allgemeine Bedingungen f&#252;r die Grundversorgung von Haushaltskunden (StromGVV)”</a>.</p>
<p>Danach beginnt die Verj&#228;hrung f&#252;r private Kunden erst mit Rechnungsstellung, f&#252;r gewerbliche Abnehmer aber bereits mit der Lieferung. Zuvor galt die “Verordnung &#252;ber Allgemeine Bedingungen f&#252;r die Elektrizit&#228;tsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV)”, in der es diesen Unterschied noch nicht gab und die Verj&#228;hrungsfrist durchweg erst mit Zustellung der Rechnung startete.</p>
<p>Tats&#228;chlich gab es <a href="http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2012/0416/05_rheinenergie.jsp">einige F&#228;lle</a>, in denen der Energieversorger &#252;ber lange Zeit schlicht vergessen hatte, den Strom zu berechnen und es den Kunden offenbar nicht auffiel oder sie darauf hofften, billig davonzukommen. Das Resultat: Happige Nachzahlungen, die auch gerichtlich nicht angefochten werden konnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wann beginnt die Verj&#228;hrung?</em></strong></p>
<p>R&#252;ckwirkende Forderungen &#252;ber mehr als drei Jahre gab es in einzelnen F&#228;llen aber auch bei <a href="http://www.gez.de/">GEZ</a>- bzw. Rundfunkgeb&#252;hren, obwohl sich der entsprechende <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CEAQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.gez.de%2Fe160%2Fe161%2Fe392%2FStaatsvertrag.pdf&amp;ei=HmCET9ewEI2whAeRw6XCCA&amp;usg=AFQjCNEH9_18qdXjlwKEZvWAsLmWhngSJQ&amp;sig2=U2CtQUT6QgF5IrRxAPm8NQ">Staatsvertrag</a> seit 1. April 2005 auf die <a href="http://www.recht-gehabt.de/ratgeber/meine-rechte-bei-der-gez/gez-gebuehren-nachzahlen-wann-muss-man-das.html">gesetzliche Verj&#228;hrungsfrist</a> beruft (beim bis 31. M&#228;rz 2005 geltenden Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrag war diese Frist auf vier Jahre festgelegt). Streitpunkt war und ist jedoch h&#228;ufig die Festlegung des Beginns dieser Frist. Die Landesrundfunkanstalten als “Geb&#252;hreneintreiber” und <a href="http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod.psml?doc.id=MWRE120000670&amp;st=null&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">manche Gerichtsurteile</a> sahen diesen Zeitpunkt erst <a href="http://www.frag-einen-anwalt.de/GEZ-Gebuehrenbescheid-Vollstreckung-Verjaehrung-__f107063.html">bei Kenntnis einer m&#246;glichen Forderung</a>, die Geb&#252;hrenschuldner und <a href="http://openjur.de/u/149183.html">andere Urteile</a> dagegen bereits &#8211; je nach geltender Verj&#228;hrungsfrist &#8211; drei oder vier Jahre zuvor.</p>
<p>Einigen Gerichten war das prinzipiell egal, weil sie die <a href="http://artikel.4.am/archives/26857-Einrede-der-Verjaehrung-im-Blickpunkt.html">“Einrede der Verj&#228;hrung”</a> von “Schwarzsehern und -h&#246;rern” von vornherein als <a href="http://www.judicialis.de/Nieders%C3%A4chsisches-Oberverwaltungsgericht_4-LA-521-07_Beschluss_07.05.2007.html?sid=uR7mxGyQuappZUq7JuCo8nOn">“unzul&#228;ssige Rechtsaus&#252;bung”</a> betrachteten, falls sie ihrer Anzeigepflicht nicht nachgekommen und somit f&#252;r den Eintritt der Verj&#228;hrung urs&#228;chlich gewesen seien. Andere Richter machten &#8211; etwa 2005 beim Oberverwaltungsgericht L&#252;neburg mit Verweis auf einschl&#228;gige Rechtsliteratur &#8211; <a href="http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod.psml?doc.id=JURE060025527&amp;st=null&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">feine Unterschiede zwischen einem “Tun” und einem “Unterlassen”</a>.</p>
<p>Wer sich also bei der GEZ abmeldet, obwohl er noch Empfangsger&#228;te bereit h&#228;lt, w&#252;rde bei Nachforderungen von manchen Gerichten in Sachen “Verj&#228;hrung” schlechter behandelt als jemand, der nur “vergisst”, einen Wohnungswechsel oder eine Geb&#252;hrenbefreiung anzuzeigen. Darauf verlassen kann man sich aber nicht, es gibt dazu <a href="http://www.rae-valentin.de/index.php?id=28&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=72&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=27&amp;cHash=8d46e2d0c9">keine einheitliche Rechtsprechung</a>.</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Gerichtsurteile statt Ger&#252;chte</em></strong><strong> </strong></p>
<p>Wenig erhellend sind da ger&#252;chteweise verbreitete GEZ-Horrorstorys ohne konkreten Daten, wie mir <a href="http://fastvoice.net/2012/04/10/warum-horror-storys-uber-gez-und-co-so-bequem-sind/">neulich eine (vermutlich aus dem Raum Bochum) untergekommen ist</a>. Danach sollte eine eigentlich geb&#252;hrenbefreite, gemeinn&#252;tzige Kindertagesst&#228;tte r&#252;ckwirkend f&#252;r zehn Jahre rund 4000 Euro nachzahlen m&#252;ssen, weil die Leitung 2002 den obligatorischen Antrag auf Geb&#252;hrenbefreiung vergessen habe. Auf Nachfrage konnte mir das weder die GEZ noch die Rundfunkgeb&#252;hrenabteilung des WDR best&#228;tigen, weil solche F&#228;lle ohnehin dem Datenschutz unterliegen, so lange sie nicht vor Gericht &#246;ffentlich gemacht werden.</p>
<p>Willi Rees von der GEZ-Abteilung “Zentrale Aufgaben” hatte mir zu dem (fiktiven) Fall unter anderem geschrieben:</p>
<blockquote><p>Grunds&#228;tzlich m&#246;glich w&#228;re es durchaus, dass es zu einer r&#252;ckwirkenden Anmeldung wie die beschriebene kommt. Die gesetzlichen Bestimmungen des Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrags besagen nun einmal, dass Rundfunkger&#228;te ab dem Beginn des Bereithaltens zum Empfang anzumelden sind und Befreiungen erst zum Beginn des Monats erteilt werden d&#252;rfen, der auf den Monat folgt, in dem uns der Antrag erreicht hat.</p></blockquote>
<p>Tats&#228;chlich gab es bereits &#228;hnlich gelagerte und aktenkundige F&#228;lle, auch in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden die potenziell GEZ-geb&#252;hrenbefreiten <a href="http://www.mkk-nrw.de/mkk/presse-und-aktuelles.html">“M&#252;hlenkreiskliniken”</a> in Minden vom dortigen Verwaltungsgericht im Sommer 2011 (noch nicht rechtskr&#228;ftig) <a href="http://www.mt-online.de/start/letzte_meldungen_aus_der_region/4673856_minden_antrag_vergessen_klinik_muss_242_000_euro_tv_gebuehren_zahlen.html">zur Nachzahlung von rund 242.000 Euro Rundfunkgeb&#252;hren an den WDR verurteilt</a> (Az.: 3 K 2236/09). Die Forderung betraf 177 TV-Ger&#228;te, die von Mai 1999 bis Juni 2006 in den Krankenzimmern der Klinik Bad Oeynhausen in Betrieb und nicht als geb&#252;hrenbefreit angemeldet waren. Das Krankenhaus war im Juli 2006 vom “M&#252;hlenkreiskliniken”-Verbund &#252;bernommen worden. Nach Ansicht des Gerichts ging die Forderung damit auf den neuen Tr&#228;ger &#252;ber und sei nicht verj&#228;hrt.</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Berufungsentscheidung im Sommer</em></strong><strong> </strong></p>
<p>Bereits im Herbst 2010 hatte es ein Urteil des Verwaltungsgerichtes zu Ungunsten des Klinikverbunds gegeben: Rund 80.000 Euro Rundfunkgeb&#252;hren sollten r&#252;ckwirkend f&#252;r den Zeitraum von Juli 2006 bis Oktober 2008 bezahlt werden, weil erst dann ein Antrag auf Geb&#252;hrenbefreiung gestellt worden sei und eine r&#252;ckwirkende Befreiung gesetzlich ausgeschlossen ist (Az.: 8 A 2315/10). Der Berufungsantrag der “M&#252;hlenkreiskliniken” wurde im September 2011 vom Oberverwaltungsgericht M&#252;nster abgelehnt, das Urteil aus Minden wurde somit rechtskr&#228;ftig und die Forderung f&#228;llig. Da hier der fragliche Geb&#252;hrenzeitraum aber ohnehin auch nach der regelm&#228;&#223;igen Frist von drei Jahren noch nicht verj&#228;hrt war, ist das keine gro&#223;e &#220;berraschung.</p>
<p>Vermutlich ab Juni dieses Jahres wird sich nach Auskunft des Vorsitzenden Richters Dr. Ulrich Lau das Oberverwaltungsgericht in M&#252;nster unter dem Aktenzeichen “19 A 1582/11″ mit dem anderen und wesentlich interessanteren Urteil des Verwaltungsgerichtes besch&#228;ftigen, das immerhin einen Geb&#252;hrenzeitraum von gut sieben Jahren abdeckt. Sollte auch hier der Berufung nicht stattgegeben werden, m&#252;ssten die “M&#252;hlenkreiskliniken” mit einem fetten sechsstelligen Betrag f&#252;r ein lange zur&#252;ckliegendes Vers&#228;umnis einer v&#246;llig anderen Verwaltung b&#252;&#223;en.</p>
<p>Falls das Mindener Urteil jedoch kassiert w&#252;rde, g&#228;be es ein neues Verfahren mit einer nicht zu untersch&#228;tzenden Signalwirkung f&#252;r &#228;hnliche F&#228;lle und weiteren Interpretationsm&#246;glichkeiten des Begriffs “Verj&#228;hrung” bei den bisherigen Rundfunkgeb&#252;hren.</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Rundfunkbeitrag &#228;ndert vieles</em></strong><strong> </strong></p>
<p>Mit der Einf&#252;hrung des haushaltsbezogenen <a href="http://www.rundfunkbeitrag.de/">“Rundfunkbeitrags”</a> ab 2013 &#228;ndert sich zwar nicht die Verj&#228;hrungsfrist (weiterhin die gesetzlichen drei Jahre), aber sonst eine ganze Menge: So m&#252;ssen <a href="http://www.rundfunkbeitrag.de/einrichtungen-des-gemeinwohls/rund-um-das-neue-modell.shtml">“Einrichtungen des Gemeinwohls”</a> (etwa Kitas) k&#252;nftig 5,99 bis maximal 17,98 Euro (bei mehr als acht Besch&#228;ftigten) pro Monat und Betriebsst&#228;tte bezahlen (inklusive aller Kraftfahrzeuge); eine generelle Geb&#252;hrenbefreiung gibt es f&#252;r sie nicht mehr.</p>
<p>Krankenh&#228;user werden k&#252;nftig wie Unternehmen behandelt und nach Anzahl der Besch&#228;ftigten veranschlagt. Die Spanne reicht hier von 5,99 bis 3236,40 Euro pro Monat und Betriebsst&#228;tte (letzteres aber nur theoretisch ab 20.000 Besch&#228;ftigten, die es wohl in keinem deutschen Krankenhaus gibt) plus 5,99 Euro pro Kraftfahrzeug ab dem zweiten.</p>
<p>Derzeit erhalten nach und nach alle der GEZ bekannten Institutionen, Organisationen, Betriebe, Selbst&#228;ndige und Freiberufler Frageb&#246;gen zur Datenerhebung (meinen habe ich schon ausgef&#252;llt und zur&#252;ckgeschickt). Ein fahrl&#228;ssiges “Verschlafen” eines Befreiungsantrags wie im Fall der “M&#252;hlenkreiskliniken” wird es wohl nicht mehr geben k&#246;nnen.</p>
<p><em><a href="http://fastvoice.net/2012/04/23/gez-gebuhren-verwirrung-um-die-verjahrung/">Crosspost</a></em></p>
<p>&nbsp;
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<p><small>
<a href="http://carta.info/43047/nicht-gezahlte-gez-gebuhren-verwirrung-um-verjahrungsfrist/">Nicht gezahlte GEZ-Geb&#252;hren: Verwirrung um Verj&#228;hrungsfrist</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/43047/nicht-gezahlte-gez-gebuhren-verwirrung-um-verjahrungsfrist/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=43047&amp;md5=accba1d96c5f70e711ffa54fe7336b2e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>WDR: Zwischenbilanz der Radioretter</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 10:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die von WDR-Mitarbeitern und -H&#246;rern gestartete „Initiative f&#252;r Kultur im Rundfunk - Die Radioretter“ hat ein enormes Echo ausgel&#246;st. Jetzt ziehen die Radioretter in einem Schreiben an ihre Unterst&#252;tzer erste Zwischenbilanz. Carta dokumentiert den Brief in voller L&#228;nge. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sehr geehrte Unterzeichnerinnen, sehr geehrte  Unterzeichner unseres Offenen Briefes,</em><em> </em></p>
<p>die &#246;ffentlichen Proteste gegen die geplante weitere Reform des einst legend&#228;ren Kulturradios <em>WDR 3</em> und gegen seine schon vor Jahren begonnene schrittweise Zurichtung zu einem magazinierten Wort-H&#228;ppchen-Programm mit computergenerierter Musikplanung dauern nun seit sechs Wochen an. Inzwischen haben mehr als 17.000 Menschen den <a href="www.die-radioretter.de">Offenen Brief</a> an die Intendantin des <em>Westdeutschen Rundfunks</em> unterschrieben. Diese gro&#223;e Resonanz wird, so hoffen wir, auch Eindruck auf die <em>WDR</em>-Gesch&#228;ftsleitung machen. Vor allem aber hoffen wir auf die Nachdenklichkeit der Rundfunkratsmitglieder und auf ihre Entschlossenheit, einen schon lange in die falsche Richtung getriebenen Reformzug anzuhalten und umzuleiten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. WDR-Gesch&#228;ftsleitung will WDR 3-Reform um jeden Preis durchsetzen</strong></p>
<p>Die f&#252;r den 20. M&#228;rz im WDR-Programmausschuss angesetzte Diskussion &#252;ber die von der WDR-Gesch&#228;ftsleitung geplante Organisations- und Programmreform von WDR 3 wurde wegen einer Erkrankung des H&#246;rfunkdirektors vertagt und die Bildung einer Arbeitsgruppe unter Einbeziehung des H&#246;rfunkdirektors beschlossen, die sich am vergangenen Montag, 2. April, getroffen hat. In der Programmausschusssitzung am 24. April soll die WDR 3-Reform erneut beraten – und sp&#228;testens in der Rundfunkratssitzung am 30. Mai, so hofft die Gesch&#228;ftsleitung, der Reform dann endg&#252;ltig zugestimmt werden.</p>
<p>Die „Radioretter“ hatten gehofft, dass die Arbeitsgruppe des Programmausschusses die Aussetzung der „Reform“ empfehlen und damit Raum f&#252;r eine intensive und differenzierende Diskussion &#252;ber die Zukunft eines modernen Kulturradios schaffen w&#252;rde. Geplant ist aber offenbar das Gegenteil. Die Reformpl&#228;ne, so war nach dem Treffen der Arbeitsgruppe zu h&#246;ren, sollen mit kleinen Alibi-Ver&#228;nderungen durchgewinkt werden, erst <strong>danach</strong> soll es eine vom Rundfunkrat initiierte Debatte &#252;ber die Fehlentwicklungen bei WDR 3 in den letzten zehn Jahren geben: Zerst&#246;rung der Substanz von WDR 3, Abbau von Fachkompetenz usw. Was aber macht das f&#252;r einen Sinn? Erst die Fortf&#252;hrung der Fehlentwicklung, dann das Grundsatzgespr&#228;ch? Sinn macht allein ein Moratorium mit der Chance, das Grundsatzgespr&#228;ch vorzuziehen und Wege f&#252;r die Korrektur der Fehlentwicklungen zu suchen. Wir d&#252;rfen also in unseren Bem&#252;hungen nicht nachlassen, dieses Ziel zu erreichen. Noch ist es nicht zu sp&#228;t.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. WDR 3-Reform ist Thema auf der &#214;ffentlichen Rundfunkratssitzung am 16. April</strong></p>
<p>Am Montag, 16. April, findet &#252;brigens eine &#246;ffentliche Rundfunkratssitzung statt, auf der sich die Intendantin zu WDR 3 &#228;u&#223;ern will. Auch das Publikum darf reden. Diese &#246;ffentliche Rundfunkratssitzung in der WDR-Kantine (WDR-Arkaden, Elstergasse 1, 50667 K&#246;ln) sollte unbedingt zahlreich besucht werden. Beginn der <a href="http://www.wdr.de/unternehmen/gremien/rundfunkrat/aktuelles.jsp">&#246;ffentlichen Sitzung</a> ist um 16 Uhr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Erfolge und Perspektiven der „Initiative f&#252;r Kultur im Rundfunk“</strong></p>
<p>Tages-, Wochen- und Monatszeitungen haben die Proteste der „Radioretter“ aufgegriffen und unsere Argumente mit Zustimmung kommentiert. Nicht zuletzt im Internet wird &#252;ber unsere Initiative diskutiert, und ganz anders, als sich die H&#246;rfunkleitung des WDR das vorstellen mag, sind auch die Aktivisten des Netzes an einem qualitativ hochstehenden Rundfunk lebhaft interessiert.  Unsere Initiative scheint einen wichtigen Punkt getroffen zu haben: Offenbar geht der Unmut, der sich jetzt artikuliert, &#252;ber seinen unmittelbaren Anlass deutlich hinaus. Exemplarisch werden am Fall von WDR 3 Probleme diskutiert, die den gesamten &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Bundesrepublik, namentlich seine Kulturprogramme, betreffen. F&#252;r uns bedeutet dies, hartn&#228;ckig am Fall des WDR weiterzuarbeiten und dazu beizutragen, der Reform des K&#246;lner Kulturprogramms eine v&#246;llig neue Richtung zu geben. Das bedeutet zugleich, die Diskussion anzusto&#223;en und auszuweiten. Vorgesehen ist u.a. eine &#246;ffentliche Arbeitskonferenz der Initiative f&#252;r Kultur im Rundfunk. Termine und weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen folgen in K&#252;rze.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Diskussion im K&#246;lner Schauspielhaus mit den „Radiorettern“: am 9. Mai um 20 Uhr</strong></p>
<p>Am 9. Mai l&#228;dt das Schauspielhaus K&#246;ln um 20.00 Uhr (in seiner Veranstaltungsreihe &#8220;Streitbar&#8221;) zu einer <a href="http://www.schauspielkoeln.de/stueck.php?ID=513&amp;tID=2789">&#246;ffentlichen Podiumsdiskussion</a> im Gro&#223;en Haus ein, zu der neben Vertretern der „Radioretter&#8221; auch die Intendantin des WDR, Frau Monika Piel, eingeladen ist. Wir hoffen sehr, dass sie dieser Einladung Folge leistet. Gemeinsam mit weiteren Podiumsg&#228;sten soll &#252;ber die Zukunft des Kulturradios und die geplante WDR 3-Reform gestritten werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Die Gefahr f&#252;r das Musikprogramm von WDR 3</strong></p>
<p>Laut WDR-Gesetz, auf das der H&#246;rfunkdirektor gerne verweist, soll WDR 3 ein „musikgepr&#228;gtes Kulturprogramm“ sein, „das sich im Schwerpunkt auf Themen der Kultur aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt st&#252;tzt und auch der kulturellen Darstellung der Region dient“. Das Gesetz enth&#228;lt also keinerlei Vorgaben, die das Verh&#228;ltnis von Musik und Wort in quantitativer Hinsicht betreffen. Selbstverst&#228;ndlich ist unbestritten, dass die Musik – wie schon immer – den gr&#246;&#223;ten Teil des Programms von WDR3 bestimmt. Zudem aber meint die „Pr&#228;gung“, von der das Gesetz spricht, traditionell das gesamte klassische, romantische Repertoire – mit Ausfl&#252;gen ins Avantgardistische oder ins Mittelalterliche, zur Kirchenmusik oder zum Jazz. WDR 3 ist also gepr&#228;gt von Musik, die (mit Ausnahme des Jazz) auf keiner anderen Welle gespielt wird; von Musik, die selbst Kunst bzw. Kultur ist; von einem Musikprogramm, das nicht einfach ein Klangteppich ist und f&#252;r dessen Vermittlung und Pr&#228;sentation es hoher Kompetenz bedarf. Durch die neusten Reformpl&#228;ne wird diese Musikpr&#228;gung weiter geschw&#228;cht. Stichworte sind da die Zerschlagung der Programmgruppe Musik, die Ausweitung der Musikplanung per Computer oder die Abschaffung der Musikpassagen. (Ausf&#252;hrliche Beschreibungen der geplanten Reformen und ihre Auswirkungen, aber auch der Argumentationstricks der Gesch&#228;ftsleitung finden Sie u.a. in den „Handzetteln“ (<a href="http://www.die-radioretter.de/cms/upload/Handzettel.pdf">erster</a>, <a href="http://www.die-radioretter.de/cms/upload/Zweiter_Handzettel.pdf">zweiter</a>) in der Rubrik „<a href="http://www.die-radioretter.de/cms/front_content.php?client=1&amp;lang=1&amp;idcat=1&amp;idart=8">Das Neueste</a>“ auf unserer Webseite.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Die Verarmung des Wortprogramms von WDR 3</strong></p>
<p>Im vergangenen Jahrzehnt ist WDR 3, wie der H&#246;rfunkdirektor immer wieder stolz verk&#252;ndet, zu einem „tagesaktuellen Kulturradio mit Live-Moderation und acht Stunden Kulturmagazinen werkt&#228;glich weiterentwickelt worden“. Hinter dieser „Weiterentwicklung“ verbirgt sich die systematische Zerst&#246;rung von Qualit&#228;t. Verschwunden sind Essays und andere Formen der Reflexion, vertiefende Hintergrundberichte und Themen jenseits des Mainstream, Lesungen, ausgiebige Gespr&#228;che und Debatten. Verschwunden sind Wortbeitr&#228;ge, die auch zehn oder f&#252;nfzehn Minuten lang sein d&#252;rfen (und f&#252;r viele der oben genannten kulturjournalistischen Formen auch sein m&#252;ssen). Verschwunden sind Themen und Autoren, deren Behandlung oder Pr&#228;sentation nicht mehr in ein immer mehr formatiertes Begleitmedium passen. Verschwunden sind Programme, die sich inhaltlich und sprachlich an ein an ungew&#246;hnlichen Denkanst&#246;&#223;en interessiertes Publikum wendet: &#252;berall mit dem Argument, so ein Programm sei elit&#228;r und bediene nicht alle. M&#246;glichweise ist es so, dass das gesamte WDR-Programm „alle“ bedienen sollte – aber sicher nicht jede einzelne Welle. Sonst m&#252;ssten auch Opernh&#228;user und Theater geschlossen werden, weil nicht alle in die Oper oder ins Theater gehen. Gleichzeitig m&#252;ssten aber auch die „Sportschau“ gestrichen und der deutsche Schlager aus dem Programm verbannt werden, weil sich nicht alle f&#252;r Sport interessieren und nicht alle deutsche Schlager h&#246;ren wollen.  <em>Zuh&#246;ren hei&#223;t, sich zu konzentrieren, sich auf ein Gegen&#252;ber einzulassen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Wer zuh&#246;rt, erweitert seinen Horizont, er&#246;ffnet sich neue Welten und gewinnt Einblick in das Denken anderer Menschen. Zuh&#246;ren hilft bei der L&#246;sung von Konflikten, f&#246;rdert den zwischenmenschlichen Dialog und belebt den gesellschaftlichen Austausch.</em> (Ausschnitt aus: Stiftung Zuh&#246;ren e.V., Auftrag). Die schrittweise Zurichtung des einst legend&#228;ren Kulturradios WDR3 zu einem formatierten H&#228;ppchen-Programm setzt nicht mehr aufs Zuh&#246;ren, sondern verschreibt sich der Idee des Nebenbeih&#246;rens. Es ersetzt Tiefe durch Oberfl&#228;chlichkeit, Fachkompetenz durch Beitragsverwaltung („Planungsredaktion“), es ersetzt Kultur durch leicht konsumierbare Kulturinformation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7. Einsch&#252;chterungsversuche gegen&#252;ber WDR-Mitarbeitern</strong></p>
<p>Ende der vergangenen Woche erreichten uns beunruhigende Informationen &#252;ber hausinterne Einsch&#252;chterungsversuche gegen einige der Unterzeichner eines hausinternen (!) Briefes, mit dem um Gespr&#228;che &#252;ber die Sch&#228;rfung des &#246;ffentlich-rechtlichen Profils des WDR und &#252;ber Reformalternativen f&#252;r WDR 3 gebeten wurde. Auf einer Leitungs-Konferenz soll die Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff die Namen aller Fernsehkolleginnen und -kollegen vorgelesen haben, die mit ihrer Unterschrift den Inhalt des Briefes unterst&#252;tzen. Zudem hat Frau Kulenkampff offenbar darum gebeten, dass die direkten Vorgesetzten mit den Unterzeichnern reden und ihnen die Missbilligung der Fernsehdirektorin vermitteln. Die „Initiative f&#252;r Kultur im Rundfunk“ hat der WDR-Intendantin in dieser Angelegenheit einen Brief geschrieben und die belegbaren Vorg&#228;nge &#246;ffentlich gemacht, da wir derartige Einsch&#252;chterungsversuche und Angriffe auf die freie Meinungs&#228;u&#223;erung f&#252;r gravierend halten. <a href="http://www.die-radioretter.de/cms/upload/Brief_von_WDR-Mitarbeiternan_Piel.pdf">Brief der WDR-Redakteure</a>; <a href="http://www.die-radioretter.de/cms/upload/Betrifft_Einschuechterungsversuche.pdf">Brief an die Intendantin</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>8. Oster&#252;berraschung: Leiter der WDR-Internetredaktion hat ein Ei gelegt</strong></p>
<p>Ohne Angaben seiner Funktion hat Stefan Moll, Leiter der WDR-Internetredaktion, unter der h&#228;mischen &#220;berschrift „<a href="http://www.radiorentner.de/">Die Radiorentner</a>“ eine (schlechte) graphische Kopie unserer Internetseite angefertigt. Im Sinne der Gesch&#228;ftsleitung pl&#228;diert er f&#252;r die Modernisierung von WDR 3 (siehe oben), er h&#228;lt mehr Inhalte von WDR 3 im Internet f&#252;r die Rettung der Kultur – doch wo sollen die Inhalte herkommen, wenn es sie schon im Programm nicht mehr gibt? – und wirft den Unterst&#252;tzern der Radioretter „geriatrische Entwicklungsverweigerung“ vor. Selbstverst&#228;ndlich haben wir diese stilistisch wie argumentativ &#252;berragende Webseite auf der unseren verlinkt – schlie&#223;lich wollen wir Ihnen den Spa&#223; am herrschenden WDR-Klima und dessen exponierten Vertretern nicht vorenthalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9. Wir brauchen weiter Ihre Unterst&#252;tzung</strong></p>
<p>Sie – die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Offenen Briefes – k&#246;nnen uns bei unseren Bem&#252;hungen auch weiterhin unterst&#252;tzen.</p>
<p>Zun&#228;chst: Sollten Sie Gelegenheit haben, an der Veranstaltung am 9. Mai im K&#246;lner Schauspielhaus teilzunehmen, so w&#252;rden wir uns freuen, mit Ihnen bei dieser Gelegenheit ins Gespr&#228;ch zu kommen. Bereits seit einiger Zeit ver&#246;ffentlichen wir auf unserer Internet-Seite Zuschriften, mit denen Sie die WDR-Leitung &#252;ber Ihre Haltung zu Programm und Programmreform des WDR in Kenntnis setzen. Solche Stellungnahmen bringen viele unterschiedliche Gesichtspunkte zur Sprache; sie tragen zur Formulierung von Fragestellungen bei, die in k&#252;nftigen Diskussionen aufgegriffen werden sollten. Schreiben Sie deshalb weiterhin an die Intendantin des WDR, an den H&#246;rfunkdirektor und den Rundfunkrat. Berichten Sie von Ihren H&#246;rerfahrungen und Erwartungen an ein k&#252;nftiges Kulturradio. Und schicken Sie uns eine Kopie Ihrer Stellungnahmen mit der Erlaubnis, sie auf unserer Internet-Seite zu ver&#246;ffentlichen.</p>
<ul>
<li><a href="mailto:monika.piel@wdr.de">monika.piel@wdr.de</a></li>
<li><a href="mailto:wolfgang.schmitz@wdr.de">wolfgang.schmitz@wdr.de</a></li>
<li><a href="mailto:rundfunkrat@wdr.de">rundfunkrat@wdr.de</a></li>
<li><a href="mailto:kontakt@die-radioretter.de">kontakt@die-radioretter.de</a></li>
</ul>
<p>Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten bitte auch weiterhin auf unsere Initiative aufmerksam. Fordern Sie die Menschen in Ihrer Umgebung bitte dazu auf, unseren Offenen Brief zu unterzeichnen. Und schauen Sie regelm&#228;&#223;ig auf unsere Internet-Seite (<a href="http://www.die-radioretter.de/">www.die-radioretter.de</a>). Wir bem&#252;hen uns, Sie mit aktuellen Informationen, Diskussionsbeitr&#228;gen und Stellungnahmen laufend auf dem neuesten Stand zu halten.</p>
<p><em>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en </em></p>
<p><em>Initiative f&#252;r Kultur im Rundfunk – „Die Radioretter“</em><em> </em></p>
<p>&nbsp;
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<a href="http://carta.info/42691/wdr-zwischenbilanz-der-radioretter/">WDR: Zwischenbilanz der Radioretter</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/42691/wdr-zwischenbilanz-der-radioretter/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42691&amp;md5=b5358da42d96071215b4894912871cb2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Quote als Grundlage von Lob oder Verriss</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 12:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gert Monheim]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[WDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Journalist Gert Monheim hat in 38 Jahren beim WDR f&#252;r viele seiner Dokumentationen Auszeichnungen bekommen, darunter drei Grimme- und zwei Civis-Preise. Hier beschreibt er den Weg zur Quotenh&#246;rigkeit und die Verdr&#228;ngung qualit&#228;tvoller Fernsehsendungen, die zu Recht von vielen Zuschauern moniert wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Text f&#252;r die Funk-Korrespondenz, <a href="http://funkkorrespondenz.kim-info.de/artikel.php?pos=Leitartikel&#038;nr=9555">Die Guillotine-Wirkung · Quote und &#246;ffentlich-rechtlicher Programmauftrag</a>, entwickelt <a href="http://www.presseportal.de/pm/7899/1430123/renommierter-fernsehautor-und-langjaehriger-wdr-redakteur-gert-monheim-geht-in-den-ruhestand">Monheim</a> anschaulich die Ver&#228;nderungen des &#246;ffentlich-rechtlichen Fernsehens nach dem Aufkommen der Privatsender, die er f&#252;r die weiter anhaltende Verflachung des Programmangebots verantwortlich macht. </p>
<p style="margin-bottom:0,5em">
<blockquote><p>Sowohl die Auswahl der Themen als auch ihr Stellenwert, sprich: Sendeplatz im Programm, wurde urspr&#252;nglich nach qualitativen Gesichtspunkten und gesellschaftlichen Bed&#252;rfnissen getroffen. Die Redakteure und auch Intendanten und Programmdirektoren hatten so etwas wie den innewohnenden Programmauftrag eines „Rundfunks der Gesellschaft“, der die Geb&#252;hrenzahler mit den f&#252;r sie wichtigen Informationen in der gebotenen Nachhaltigkeit zu versorgen, die Grundversorgung sicherzustellen hatte. </p>
<p>[..]</p>
<p>Die Dokumentationen verloren ihren festen Sendeplatz, weil – so hie&#223; es – die Zusammenh&#228;nge f&#252;r ein breites Publikum zu komplex seien. Sie wurden hin und her im Programmschema geschoben und es wurde ausprobiert, wo sie am wenigsten Zuschauer kosteten. Und wo kosten sie am wenigsten Zuschauer? Wo ohnehin wenige sind, also au&#223;erhalb der Primetime, und schlie&#223;lich wurden sie fast nur noch im Nachtprogramm gesendet. So kam es zu der bizarren Argumentation, dass – weil die komplexen Inhalte den wachen Zuschauer am fr&#252;hen Abend angeblich &#252;berfordern – sie dem m&#252;den Geb&#252;hrenzahler nach 23.00 Uhr zugemutet werden.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom:2em">
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42261&amp;md5=143bf31f0ed85839cd0b21ee05c486d7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Im WDR geht die Post ab</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 07:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Debattenkultur: Die Konflikte, die Intendantin Monika Piel mit ihren Content Allianz-Ambitionen heraufbeschworen hat, werden statt im WDR im Internet ausgetragen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.freienseiten.de/index.php/Die-Wende/Underground-Kritiker-nehmen-Quotenglaubigkeit-aufs-Korn.html"><img class="alignleft size-medium wp-image-41787" title="piel_ postkarte" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/02/piel_-postkarte-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>Auf den Nachdenkseiten schlug  Erika Fuchs am 21. vor &#8220;<a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=12301">Occupy WDR</a>&#8220;:</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<blockquote><p>Im WDR g&#228;rt es, und zwar seit langem. Ob es um die schleichende Boulevardisierung des Fernseh-Nachrichtenmagazins Aktuelle Stunde geht oder den Abbau von lokaler Berichterstattung im H&#246;rfunk: vor allem die Mitarbeiter des Senders, die ihre Aufgabe als kritische W&#228;chter in Nordrhein-Westfalen noch ernst nehmen wollen, fragen sich, ob sie den richtigen Beruf gew&#228;hlt haben. Die gr&#246;&#223;te ARD-Anstalt verliert unter der &#196;gide ihrer Intendantin Monika Piel (Jahresgehalt 2009: 308.000 Euro) immer mehr an Anspruch und journalistischem Profil. Gleichzeitig scheint es, als r&#228;ume Monika Piel als derzeitige ARD-Vorsitzende auch noch bundesweit wichtige Bastionen des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks zugunsten der privaten Verleger.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<p>Gestern hat ihr Wolfgang Schmitz, WDR-H&#246;rfunkdirektor, geantwortet: <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=12363">Occupy WDR? Nein danke!</a> Der Umgangston darf als rauh bezeichnet werden:</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<blockquote><p>Das ist schon ein Kunstst&#252;ck, das Ihrer Autorin gelungen ist: &#220;ber zweitausend W&#246;rter formte sie zu einem Artikel, in dem keine einzige Behauptung stimmt, kein lustvoll ausgebreitetes Ger&#252;cht einer &#220;berpr&#252;fung auf seinen Wahrheitsgehalt standhielte. Das mag damit zusammenh&#228;ngen, dass man Erika Fuchs eher in Entenhausen kennt als im seri&#246;sen Medienjournalismus, der beispielsweise seine Quellen benennt, aber sei’s drum.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<p>Freundlichere Worte findet Schmitz f&#252;r seine Intendantin:</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<blockquote><p>Der Reihe nach: Der WDR wird erfreulicherweise von einer leidenschaftlichen Journalistin geleitet, die mit Entschiedenheit daf&#252;r eintritt, dass im WDR, aber auch in der ARD, die Angebote von H&#246;rfunk, Fernsehen und Internet deutliches &#246;ffentlich-rechtliches Profil zeigen, dass sie – wie es dem Programmauftrag entspricht – mit Information, Bildung und Unterhaltung alle Gruppen unserer Gesellschaft erreichen. Eine Intendantin, die, was der Autorin Ihres Beitrags offenbar ein Gr&#228;uel ist, sogar mit Verlegern spricht, statt mit ihnen zu prozessieren, weil sie eine Verst&#228;ndigung f&#252;r die journalistische Landschaft der Zukunft sinnvoller findet als einen Dauerkonflikt, den niemand gewinnen kann.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<p>Erika Fuchs wundert sich &#252;ber das Schreiben und ver&#246;ffentlicht eine E-Mail aus dem Freien-Forum des WDR:</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<blockquote><p>Letzter Coup: die vorweihnachtliche Mitteilung an die journalistischen Zuarbeiter der Sendereihe Resonanzen, ihre Dienste seien ab M&#228;rz 2012 nicht mehr gefragt.</p>
<p>Was sich selbst ein fr&#252;hkapitalistischer Patriarch kaum trauen w&#252;rde, ist den Tomatenpfl&#252;ckern und Spargelstechern des WDR offensichtlich zuzumuten: die K&#252;ndigung unter dem Weihnachtsbaum.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
<p>Ob sich als N&#228;chste wohl Frau Piel zu Wort meldet?</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">&nbsp;</p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41747&amp;md5=8922ba9ca8bd9f28660dd1c262f07c5e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ZDF: Kein Mumm, nirgends</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 09:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
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		<category><![CDATA[WDR]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Carta-Meldung, es habe sich beim ZDF eine Oppositionsgruppe nach ORF-Vorbild gegr&#252;ndet, hat Ende Januar f&#252;r Aufsehen gesorgt. Nun haben wir bei der Gruppe „Freiheit f&#252;r das Zweite“ noch einmal nachgefragt. Die Antworten sind ern&#252;chternd.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hat Ihre Gruppe <a href="http://carta.info/40965/zdf-mitarbeiter-fordern-freiheit-fur-das-zweite/">&#8220;Freiheit f&#252;r das Zweite&#8221;</a> durch die Ver&#246;ffentlichung des Protestbriefs neuen Zulauf bekommen?</em></p>
<p>Es gab einen positiven R&#252;cklauf, ja. Allerdings von ebenfalls anonymen Mailadressen. Aus Sicherheitsgr&#252;nden wollen wir momentan keine weiteren Ver&#246;ffentlichungen machen. Beim ZDF stehen Einsparungen an, und wenn herauskommt, wer hinter &#8220;Freiheit f&#252;r das Zweite&#8221; steckt, ist das keine Job-Garantie.</p>
<p><em>Kritiker des Briefes bem&#228;ngeln den d&#252;nnen Gehalt Ihres Protests. K&#246;nnen Sie inhaltlich nachlegen oder war’s das schon?</em></p>
<p>Gehen Sie mal davon aus, dass bei einer der n&#228;chsten Bundestagswahlen &#8220;das Ende des Zweiten&#8221; oder dessen &#8220;Stutzung&#8221; gefordert wird. Die <em>BILD</em>-Zeitung wird in den Chor einstimmen, und dann werden auf dem Lerchenberg nur noch diejenigen sitzen, die nie aufgemuckt haben. Und da sollen wir wie Jeanne d&#8217;Arc die Flagge der Medien-Revolution vor uns hertragen?</p>
<p><em>Sie haben nun mal Erwartungen geweckt. Die k&#246;nnten durch Ihr jetziges Verhalten entt&#228;uscht werden.</em></p>
<p>Wissen Sie, noch bin ich nicht in der F&#252;hrungsgruppe, wo meist unter vier Augen Parteidinge besprochen werden. Wenn herauskommt, was ich Ihnen gesagt habe, werde ich nie in diese Gruppe kommen!!!</p>
<p><em>Manche vermuten, Ihre Aktion sei nur ein Fake gewesen. Wie wollen Sie diesen Verdacht ausr&#228;umen?</em></p>
<p>Nat&#252;rlich wird im Haus gehofft, dass es nur ein Fake war. Man will uns klein reden, damit die angespannte Stimmung (<em>siehe <a href="http://carta.info/41024/bunkermentalitat-beim-zdf-oder-mut-kraft-und-willen-zur-reform/">Theve&#223;en-Mail</a>, die</em> <em>Red.</em>) nicht noch weiter angeheizt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>P.S. Liebe ZDF-Angsthasen, beim WDR <a href="http://www.die-radioretter.de/cms/front_content.php">zeigen</a> die Mitarbeiter gerade, wie man sich einmischt.</em></p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41717&amp;md5=78b185f23fd868c94b75b3a6e2a923f1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Investigativer Journalismus – Presseschau IX – Wallraff, Wikileaks, Sachsensumpf</title>
		<link>http://carta.info/32554/investigativer-journalismus-presseschau-ix/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 10:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Günter Wallraff]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsensumpf]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Presseschau vom 28. Juli bis zum 20. August 2010 u.a. mit: G&#252;nter Wallraff, Wikileaks und dem Sachsensumpf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/877c03dafe994339ad3c9d49a7378929" alt="" width="1" height="1" />Mehr &#252;ber die neuen Investigativ-Teams und die neue Bedeutung des investigativen Journalismus bei deutschen Verlagen erfuhr man bei <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/wv-investigativer-journalismus-recherche-zu-verkaufen-1.980865" target="_blank">sueddeutsche.de</a></em>.</p>
<p>Der <em><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,711837,00.html" target="_blank">Spiegel</a></em> deckte auf, dass das Land Baden-W&#252;rttemberg das umstrittene Bauprojekt &#8220;Stuttgart 21&#8243; mit einem Millionenauftrag rettete.</p>
<h4><strong>Politmagazine</strong></h4>
<p><a href="http://blog.br-online.de/report-muenchen/2010/08/16/neue-erkenntnisse-zu-den-deutschen-mafia-stutzpunkten.html" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> liegen Abh&#246;rprotokolle der italienischen Polizei vor, von denen 100 Seiten die italienische Mafia in Deutschland betreffen. Mit Tierqu&#228;lerei in Putenmastbetrieben und Vorw&#252;rfen gegen die nieders&#228;chsiche Landwirtschaftsministerin Astrid Grotel&#252;schen befasste sich <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/sgpaia/index.html" target="_blank">Report Mainz</a>. Die Arbeitswelt hinter der neuen Fassade von Schlecker war Thema bei <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2010/0819/schlecker.php5" target="_blank">Monitor</a>.</p>
<h4><strong>G&#252;nter Wallraff</strong></h4>
<p>Nachdem der <em><a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,708317,00.html" target="_blank">Spiegel</a></em> dar&#252;ber berichtete, dass ein alter Wallraff-Film im Giftschrank des WDR verschwand, hob der Sender nun die Sperre auf, wie ebenfalls der <em><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,710662,00.html" target="_blank">Spiegel</a></em> herausfand. <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/wallraff144.html" target="_blank">ZAPP</a> zeigte erstmalig und exklusiv Ausschnitte aus dem Film. Dar&#252;ber schrieben <em><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/ndr-zeigte-wallraff-als-bild-reporter_100029628.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=4e67bffaff" target="_blank">Meedia</a></em> und die <em><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0813/medien/0038/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a></em>.</p>
<p>Der <em><a href="http://zapp.blog.ndr.de/2010/08/17/bild/" target="_blank">Zapp-Blog</a></em> gab die Antwort auf die Frage &#8220;Wie konnte Wallraff bei der Bild-Zeitung in Hannover filmen?&#8221;.</p>
<h4><strong>Wikileaks</strong></h4>
<p>Der <em><a href="http://www.guardian.co.uk/media/2010/aug/13/wikileaks-reporters-without-borders" target="_blank">Guardian</a></em> und die <em><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/schwarze-listen-der-taliban-befuerchtet/" target="_blank">taz</a></em> vermeldeten, dass Reporter ohne Grenzen Wikileaks f&#252;r die  Ver&#246;ffentlichung der Afghanistan-Warlogs kritisiert. Kritik an Wikileaks  war auch Thema in der <em><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/laecherliche-kritik/" target="_blank">taz</a></em> und in der <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-gruender-assange-enthueller-mit-umstrittener-mission-1.979935" target="_blank">S&#252;ddeutschen Zeitung</a></em>. Nachdem die <em><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article8652928/Warum-die-Pentagon-Papers-brisanter-waren.html" target="_blank">Welt</a></em> dies schon einige Tage zuvor geschrieben hatte, berichtete auch die <em><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E318EEFDB9B224FB0A9C04BCD1378FEA0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Frankfurter Allgemeine Zeitung</a></em>, dass die Pentagon-Papiere relevanter gewesen seien als die Afghanistan-Warlogs. Ein interessanter Beitrag von <em><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,708744,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a></em> sammelte die Ansichten verschiedener US-amerikanischer Ex-Gener&#228;len zu Wikileaks Afghanistan-Ver&#246;ffentlichung.</p>
<p>Mit dem Wikileaks-Kopf Julian Assange befassten sich <em><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,708604,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a></em>, die <em><a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:kopf-des-tages-julian-assange-der-wikileaks-ueberzeugungstaeter/50149067.html" target="_blank">Financial Times Deutschland</a></em> und der <em><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1280133199423.shtml" target="_blank">K&#246;lner Stadt-Anzeiger</a></em>.</p>
<p>In einem auch auf Englisch verf&#252;gbaren Bericht der schwedischen Zeitung <em><a href="http://www.sydsvenskan.se/kultur-och-nojen/article1196808/English-version-Swedish-law-does-not-protect-Wikileaks-sources.html" target="_blank">Sydsvenskan</a></em> hinterfragte diese die Sicherheit der Wikileaks-Plattform vor dem Hintergrund schwedischen Rechts. Mit den Finanzen von Wikileaks setzte sich die <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-finanzierung-die-spur-des-geldes-1.984781" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a></em> auseinander.</p>
<p>Das Vorgehen gegen Wikileaks war nur bei <em>Spiegel Online</em> Thema (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,709225,00.html" target="_blank">I</a>,  <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,709446,00.html#ref=nldt" target="_blank">II</a>). Wie das FBI das Wikileaks-Leck finden soll, beschrieb der <em><a href="http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan/geheimdokumente-fbi-soll-das-wiki-leck-finden_aid_536321.html" target="_blank">Focus</a></em>. &#220;ber Wikileaks&#8217; &#8220;Lebensversicherung&#8221; berichteten die <em><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/wikileaks-publiziert-lebensversicherung/" target="_blank">taz</a></em> und <em><a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/wikileaks-publiziert-lebensversicherung/" target="_blank">Zeit Online</a></em>. Das Pentagon verlangte Dokumente von Wikileaks zur&#252;ck, war bei <em><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,710471,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a></em> zu lesen.</p>
<p>Die schwedische Piratenpartei unterst&#252;tzt nun Wikileaks durch die Bereitstellung eines Servers, wie die <em><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/schweden_piratenpartei_server_wikileaks_1.7250357.html" target="_blank">Neue Z&#252;rcher Zeitung</a></em> und die <em><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article9077296/Schwedens-Piraten-gewaehren-Wikileaks-Zuflucht.html" target="_blank">Welt</a></em> berichteten. Die thail&#228;ndische Regierung hingegen hat Wikileaks nun gesperrt, so <em><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,712472,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a></em>. Der schwedische Dienst <a href="http://twitter.com/telecomix/status/21149744697" target="_blank">Telecomix</a> hilft Wikileaks, die Sperre zu &#252;berwinden.</p>
<h4><strong>Sachsensumpf</strong></h4>
<p>&#220;ber das Verfahren, in dem es auch um Verbindungen von hochrangigen Vertretern der Justiz zum Rotlichtmilieu ging, informierten unter anderem die <em><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/pressefreiheit-vor-gericht/" target="_blank">taz</a></em> und die <em><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0729/medien/0055/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a></em>. Im Vorfeld des Urteils forderten der <a href="http://www.djv.de/SingleNews.20+M506f521d316.0.html" target="_blank">Deutsche Journalisten-Verband</a> und <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/browse/1/article/9/prozess-gegen-zwei-journalisten-in-der-sachsen-sumpf-affaere-rog-fordert-freispruch.html" target="_blank">Reporter ohne Grenzen</a> Freispr&#252;che f&#252;r die beiden angeklagten und mittlerweile verurteilten Journalisten. Die <em><a href="http://www.welt.de/aktuell/article9006377/Presserat-ruegt-Sachsensumpf-Urteil-als-Angriff-auf-Pressefreiheit.html" target="_blank">Welt</a></em> berichtete &#252;ber die Kritik des Presserates, <em><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/sachsensumpf--geldstrafe-fr-journalisten_100029652.html?tx_ttnews%5bbackPid%5d=62&amp;cHash=0255938c31" target="_blank">Meedia</a></em> &#252;ber die Kritik von Reporter ohne Grenzen am Sachsensumpf-Urteil, welche <a href="http://www.zeit.de/online/2008/27/sachsensumpf-jasmin"><em>Zeit Online</em></a> kommentierte.
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<a href="http://carta.info/32554/investigativer-journalismus-presseschau-ix/">Investigativer Journalismus – Presseschau IX – Wallraff, Wikileaks, Sachsensumpf</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/32554/investigativer-journalismus-presseschau-ix/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=32554&amp;md5=607a9ca017d279c02fa727c0959b8dd3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;monitor&#8221;-Beitrag: Zwischen M&#228;rchenstunde und Motzki-P&#246;belei</title>
		<link>http://carta.info/25097/monitor-beitrag-zwischen-maerchenstunde-und-motzki-poebelei/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Rutter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die WDR-Sendung "monitor" lieferte k&#252;rzlich ein Beispiel, wie Wirtschaftsjournalismus nicht funktionieren sollte: unpassende Vergleiche, vermeintliche Experten, stereotype Darstellung. Das Ergebnis ist so faktenbasiert wie eine M&#228;rchensendung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Qualit&#228;t und Integrit&#228;t von Wirtschaftsjournalismus steht angesichts der Krise ganz erheblich infrage: „<a href="../../23945/wirtschaftsjournalismus-in-der-krise-ahnungslos-und-meinungsschwach/">Wirtschaftsjournalismus in der Krise: Ahnungslos, orientierungslos, &#252;berfordert</a>“, hei&#223;t es mittlerweile nicht mehr nur bei F&#252;hrungskr&#228;ften, Wissenschaftlern und Spitzenpolitikern.</p>
<p>Mit ihrem Beitrag „<a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/0225/fdp.php5">Klientelpolitik  – Wie die FDP die Profiteure der Finanzkrise sch&#252;tzen will</a>“ hat auch die WDR-Sendung <em>monitor</em> r&#252;ckblickend die Wirtschaftsberichterstattung weiter Richtung M&#228;rchenstunde samt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Motzki">Motzki</a>-P&#246;belei verschoben. An dem Beitrag von Achim Pollmeier, Markus Schmidt und Kim Otto stimmt nicht einmal der Titel. Schlie&#223;lich geht es in dem 6-Minuten-Film, der Ende Februar ausgestrahlt wurde, nicht um einen dunklen Plan der FDP, sondern vielmehr um Werbung f&#252;r eine Idee der Redaktion. Man k&#246;nnte den Beitrag auch Reklame nennen.</p>
<div id="attachment_25110" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/0225/fdp.php5"><img class="size-medium wp-image-25110" title="Bildschirmfoto 2010-03-31 um 18.05.22" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/Bildschirmfoto-2010-03-31-um-18.05.22-300x184.png" alt="Bildschirmfoto 2010-03-31 um 18.05.22" width="300" height="184" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Vollkasko bei Bankengeld&quot; - der monitor-Bericht hier zum Anschauen</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p><strong>monitor-Regel 1: Phrasen dreschen</strong></p>
<p>Wer sind eigentlich die Profiteure der Finanzkrise, die laut Programmtitel von der FDP gesch&#252;tzt werden sollen? Laut Duden solche, die einen Profit aus etwas ziehen.</p>
<p>Intuitiv w&#252;rde man beispielsweise an den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG (VW) Dr. Martin Winterkorn denken. Schlie&#223;lich haben die Finanzmarktturbulenzen das Wettringen zwischen der Porsche SE und VW um die zuk&#252;nftigen Eigentumsstrukturen entschieden. Statt fristloser K&#252;ndigung gab es dank dieser externen Umst&#228;nde eine <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,683062,00.html">Extrapr&#228;mie von 800.000 Euro</a>. Der Rest des Einkommens wurde ja bereits durch die staatliche Abwrackpr&#228;mie gesichert &#8211; sonst w&#228;re VW wohl mit Verlust aus dem Jahr 2009 gegangen.</p>
<p>F&#252;r die Redakteure sind die Profiteure auch nicht die f&#252;rstlich entlohnten Staatsangestellter des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), nicht die staatliche Deutsche Bundesbank mit ihren Milliarden-Finanzkrisen-Ertr&#228;gen, und nicht die B&#252;rgermeister in den Kommunen, die ihre Wahlversprechen dank der Konjunkturmittel erf&#252;llen k&#246;nnen. Nein, f&#252;r das Autorenteam sind die Profiteure der Finanzkrise die Gl&#228;ubiger von Instituten, die auf vertragskonforme Bedienung ihrer Kredite hoffen d&#252;rfen. Wenn &#252;berhaupt, haben diese von den <strong>Stabilisierungsma&#223;nahmen</strong> profitiert, aber das ist doch wohl ein fundamentaler Unterschied.</p>
<p>Anekdotisch sollte darauf hingewiesen sein, dass der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk selbst unbesichert rund 216 Millionen Euro an GEZ-Geb&#252;hren und Altersvorsorgegelder bei der HRE investiert hatte. Damit ist der WDR laut <em>monitor</em> ein Profiteur der Finanzkrise.</p>
<p><strong>monitor-Regel 2: Die Unwahrheit verbreiten<br />
</strong></p>
<p>Schon die Ansage von Sonia Seymour Mikich „Die Banken und Versicherungen, die diese Krise angerichtet haben, wurden nicht nach Abgaben, nicht nach Gegenleistungen gefragt“ erinnert doch stark an den „Rattenf&#228;nger von Hameln“. Denn ein Blick in die Finanzmarktgesetzgebung verdeutlicht selbst dem Laien das genaue Gegenteil. „<a href="http://www.soffin.de/leistungen_gebuehren.php?sub=3">Stabilisierungsleistungen gibt es nicht umsonst &#8211; sie haben einen Preis, der ihrem Wert entspricht.</a>“ Daher hat der staatliche SoFFin bereits in den ersten 15 Monaten seines Bestehens rund 650 Millionen Euro aus Zinsen und Geb&#252;hren eingenommen.</p>
<p>Doch die M&#228;rchenstunde geht auch im Beitrag munter weiter. So behaupten die Autoren: „Und die FDP? [..] Mehrfach haben wir gefragt, wie man Gl&#228;ubiger k&#252;nftig in die Haftung nehmen will? &#8211; Keine Antwort.“ Falsch! Neben zahlreichen Telefongespr&#228;chen hat der Fachreferent der Bundestagsfraktion in zwei schriftlichen Stellungnahmen ausf&#252;hrlich Antwort zu dem angesprochenen Sachverhalt gegeben und auf offene Fragen hingewiesen. Diese lie&#223;en sich hier auch dokumentieren.</p>
<p>Wer einmal l&#252;gt, dem glaubt man nicht. Doch was macht man mit Leuten, die damit gar nicht mehr aufh&#246;ren? Ich bin f&#252;r eine Pinocchio-L&#246;sung.</p>
<p><strong>monitor-Regel 3: &#196;pfel mit Birnen vergleichen</strong></p>
<p>Nah dran an der Unwahrheit sind auch <strong>unpassende Vergleiche</strong> &#8211; ein besonders beliebtes Stilelement von Achim Pollmeier, Markus Schmidt und Kim Otto. Im besagten M&#228;rchenbeitrag wird eine Restrukturierung eines Kleinstunternehmens aus dem produzierenden Gewerbes mit einer Rettung einer Gro&#223;bank verglichen.</p>
<p>Das scheint an sich schon ein gewagter „Ritt auf der Kanonenkugel“ zu sein. Schlie&#223;lich sollte das Wort <em>systemrelevant</em> gerade f&#252;r Wirtschaftsjournalisten kein Fremdwort mehr sein. Besonders fantastisch wird das M&#252;nchhausen-gleiche Redaktionsteam aber, wenn man einen reinen Forderungsverzicht von Gl&#228;ubigern eines Kleinstunternehmens als Aufh&#228;nger f&#252;r einen so genannten Fremd-zu-Eigenkapital-Tausch f&#252;r Gro&#223;banken macht. Das erste ist freiwillig und gesetzlich klar geregelt. Letzteres soll aus Sicht der Autoren verbindlich geregelt werden – wohl samt notwendiger Aufhebung der Verfassung.</p>
<p><strong>monitor-Regel 4: Experten, die keine sind</strong></p>
<p>Experten&#228;u&#223;erungen k&#246;nnen ein &#252;berzeugendes Stilelement f&#252;r die Vermittlung medialer Botschaften sein. Sie sollen f&#252;r die notwendige Autorit&#228;t, Integrit&#228;t sowie Unabh&#228;ngigkeit sorgen, um dadurch eine Position besonders wirksam zu untermauern.</p>
<p>Doch wenn sich keine Experten f&#252;r die Untermauerung der eigenen Position finden lassen, greift das Redaktionsteam gerne auch auf Pippi Langstrumpf zur&#252;ck: ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gef&#228;llt. Deshalb darf der ausgewiesene Arbeitsmarkt&#246;konom <a href="http://www.uni-kiel.de/snower/">Prof. Dr. Dennis J. Snower</a> auch sinnfreie Finanzmarktideen des Redaktionsteams kommentieren. Dem gemeinen Zuschauer mag dies nicht besonders auffallen, f&#252;r jeden &#214;konomen ist das aber wie ein Auftritt von „Rotk&#228;ppchen“ im M&#228;rchen „Frau Holle“.</p>
<p>Wer w&#252;rde zur Behandlung von Magenkrebs zum Zahnarzt gehen? Wer k&#228;me auf die Idee, einen Heilpraktiker bei der Behandlung eines offenen Armbruchs aufzusuchen? Eben. Deshalb l&#228;sst man Prof. Snower auch keine Finanzmarktreformen kommentieren.</p>
<p><strong>monitor-Regel 5: Stereotypen bedienen</strong></p>
<p>Was bei Motzki so erfolgreich war, dass darf bei <em>monitor</em> nat&#252;rlich nicht fehlen. Dauerndes N&#246;rgeln hat schlie&#223;lich auch schon fr&#252;her die Zuschauer angezogen. Und so wie Motzki auf die Ossis geschimpft hat, so macht es hier eben auf die FDP.</p>
<p>Man verkauft dann eine Einzelmeinung eines Abgeordneten als „die FDP“. Grundsatz: Es gibt sicher einen faulen Ossi, also sind die Ossis faul. Die Ironie in diesem Motzki-esken Beitrag ist nun aber, dass die Autoren s&#228;mtliche Gl&#228;ubiger von Banken als Klientel der FDP beschreiben. Und da jeder kleine Sparer eben ein Gl&#228;ubiger eines Instituts ist, ist quasi das gesamte Volk Klientel. So wird man also Volkspartei!</p>
<p><strong>Fazit: Programmstruktur &#228;ndern</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich kann es nun nicht darum gehen, &#246;ffentlich-rechtliche Redaktionen wie <em>monitor</em> zu zensieren. &#196;hnlich faktenbasierte Sendungen wie „Wicky und die starken M&#228;nner“, „Raumschiff Enterprise“ und „Der 6-Millionen-Dollar-Mann“ werden ja auch nicht verboten, nur weil der Zuschauer das f&#252;r wahr halten k&#246;nnte, was dort gezeigt wird.</p>
<p>Vielleicht sollte man aber beim WDR dar&#252;ber nachdenken, die Sendung <em>monitor</em> zuk&#252;nftig auf dem Kinderkanal KI.KA auszustrahlen. Dort kann man auch andere M&#228;rchen sehen.</p>
<p><em>[Disclaimer: Steffen Rutter ist Mitarbeiter der  FDP-Bundestagsfraktion. Dieser Beitrag ist seine pers&#246;nliche Meinung. Die Redaktion von Carta begr&#252;&#223;t seinen Text ausdr&#252;cklich als Meinungsbeitrag &#252;ber die Qualit&#228;t von Wirtschaftsjournalismus. In der Qualit&#228;tsdebatte werden gerade auch die Stimmen von Betroffenen gebraucht.</em><em>]</em></p>
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<li>Steffen Rutter: <a rel="bookmark" href="../../14989/endstation-medien-wo-die-hre-aufklaerung-stecken-blieb/">Endstation Medien: Wo die HRE-Aufkl&#228;rung stecken blieb</a></li>
</ul>
<p><em><br />
</em>
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<a href="http://carta.info/25097/monitor-beitrag-zwischen-maerchenstunde-und-motzki-poebelei/">&#8220;monitor&#8221;-Beitrag: Zwischen M&#228;rchenstunde und Motzki-P&#246;belei</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/25097/monitor-beitrag-zwischen-maerchenstunde-und-motzki-poebelei/#comments">43 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=25097&amp;md5=1efc7d01c3f68f0393579e4eb76b49e4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau VII</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 10:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Seymour Hersh]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Lilienthal]]></category>
		<category><![CDATA[WDR]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Mal in der Presseschau: Crowd Funded Reporting – Fact Checking bei dpa – Seymour Hersh – Wikileaks – Informantenschutz – Politmagazin-Kosten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/676a8389cd704ae993029e09b081426d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4><strong>Finanzierung investigativer Recherchen</strong></h4>
<p>Moderne Finanzierungsformen f&#252;r arbeitsintensive Recherchen wie  <em>Community Funded Reporting</em> oder <em>Crowd Funding</em> sowie die Qualit&#228;t und Zukunft des Journalismus  waren Thema beim  <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1110094/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>. Neue Finanzierungskonzepte f&#252;r  (investigativen) Journalismus waren auch Gegenstand eines Beitags von Stephan Weichert und Leif Kramp in der letzten Ausgabe  des <a href="http://journalist.de/" target="_blank">&#8220;journalist&#8221;</a> (nur Print). Schade nur, dass man als Leser des Artikels erst auf der dritten Seite erfuhr, dass alle &#8220;Namen, Orte und Begebenheiten&#8221;, die man sich gemerkt hatte, &#8220;frei erfunden&#8221; sind. Mit neuen Finanzierungsm&#246;glichkeiten f&#252;r Enth&#252;llungsjournalismus besch&#228;figten sich die Autoren Kramp und Weichert auch  in der Reihe &#8220;Wozu noch Journalismus?&#8221; bei <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/533/501784/text/9/" target="_blank">sueddeutsche.de</a>, wo sie das &#8220;Centre for  Investigative  Reporting&#8221; vorstellten.</p>
<p>Mit <em>Community Funded Reporting</em>, <em>Crowd Funding</em> und der Internetplattform spot.us befasste sich auch der <a href="http://oe1.orf.at/highlights/132345.html">&#214;sterreichische Rundfunk</a>.</p>
<p>Im Interview mit dem  Branchendienst <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/hufig-nur-durchschnittlicher-journalismus_100025875.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=e4fa4%20dd623" target="_blank">Meedia</a> sprach der Hamburger Medienprofessor Volker    Lilienthal, der den Schleichwerbeskandal im &#8220;Marienhof&#8221; aufdeckte,   &#252;ber  Qualit&#228;t im Journalismus.</p>
<h4><strong>Fact-Checking</strong></h4>
<p>Das &#220;berpr&#252;fen von Informationen spielt im investigativen Journalismus eine wichtige Rolle, weil die zu verarbeitenden Informationen hier in der Regel umfangreicher sind und Fehler schwere rechtliche und finanzielle Folgen nach sich ziehen k&#246;nnen. Der neue dpa-Chef Wolfgang B&#252;chner hat nun ein neues Regelwerk f&#252;r seine Redaktion eingef&#252;hrt, das der Blogger <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/klare-ansage-bei-dpa-lieber-spaet-als-falsch/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a> exklusiv ver&#246;ffentlichte. Wie die Otto-Brenner-Stiftung, die den gleichnamigen Journalistenpreis f&#252;r kritischen Journalismus vergibt, &#252;ber einen Newsletter verbreitete, veranstaltet das <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/presse/index.php?pageid=366" target="_blank">Netzwerk Recherche</a> zum Thema Fact-Checking im M&#228;rz eine <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/presse/index.php?pageid=366" target="_blank">Konferenz</a> in den Redaktionsr&#228;umen des &#8220;Spiegel&#8221;.</p>
<h4><strong>Top 10 vernachl&#228;ssigter Themen</strong></h4>
<p>Die <a href="http://www.nachrichtenaufklaerung.de/index.php?id=10" target="_blank">Initiative Nachrichtenaufkl&#228;rung</a> k&#252;rt jedes Jahr die  <a href="http://www.nachrichtenaufklaerung.de/index.php?id=190" target="_blank">Top 10 der vernachl&#228;ssigten Themen</a>. Unter den Top 10  des Jahres 2009 finden sich Themen wie &#8220;Psychiatrie: Bundesregierung  biet UN-Konvention zurecht&#8221;, &#8220;L&#252;cken  der Finanzaufsicht bei Kirchen&#8221;  oder &#8220;Mangelnde Kontrolle deutscher  R&#252;stungsexporte&#8221;.</p>
<h4><strong>Hersh</strong></h4>
<p>Die <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&amp;dig=2010/01/09/a0046&amp;cHash=c2d7132da0" target="_blank">taz</a> druckte eine minimal abweichende Version eines  Portraits des f&#252;hrenden Investigativjournalisten Seymour Hersh aus den  USA, das <a href="http://carta.info/21082/investigativer-journalismus-presseschau-vi/" target="_blank">zuvor</a> bereits in der Neuen Z&#252;rcher Zeitung erschien. Streckenweise &#228;hnlich ist auch ein Portrait (<a href="http://www.br-online.de/bayern2/kulturjournal/seymour-hersh-portrait-portraet-ID126077957405.xml" target="_blank">I</a>; <a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2010_01/2010_01_29_19_41_14_podcastb5so31012010medienmagaz_a.mp3" target="_blank">II</a>, ab 18:21 min), das der Bayerische Rundfunk dem &#8220;Ausnahme-Rechercheur&#8221; Hersh  vor einiger Zeit widmete. Am Mittwoch wurde Hersh auch  beim neuen Sender <a href="http://wissen.dradio.de/index.36.de.html?dram:article_id=682&amp;sid=" target="_blank">DRadio Wissen</a> und in der <a href="http://bazonline.ch/ausland/amerika/Der-Schrecken-der-Geheimdienste/story/13423191" target="_blank">Basler Zeitung</a> portraitiert.</p>
<h4><strong>Wikileaks</strong></h4>
<p>Die Seite wikileaks.org ist immer noch abgestellt und <a href="http://wikileaks.org/" target="_blank">wirbt um Spenden</a>. Ziel ist dabei laut Wikileaks ein Jahresbudget von 600.000 Dollar. Bei <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-01/wikileaks-spendenaufruf-streik" target="_blank">Zeit Online</a> veranschlagte Daniel Schmitt von Wikileaks die ben&#246;tigte Summe Anfang Januar noch auf &#8220;800.000 US-Dollar im Jahr&#8221;. Auf der genannten Wikileaks-Seite findet sich auch eine Liste von fr&#252;heren Spendern, die bereits f&#252;r <a href="http://www.taz.de/1/netz/artikel/1/wikileaks-unterstuetzer-entlarvt/" target="_blank">Wirbel</a> sorgte. Dar&#252;ber, dass Wikileaks abgeschaltet ist, berichtete auch die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8490867.stm" target="_blank">BBC</a>, die den Investigativjournalisten Paul Lashmar mit folgender Aussage zitiert: &#8220;Web(nutzer) sind nicht daran interessiert, wie die Leute hinter den Seiten ihr Geld verdienen&#8221;. Die <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/multimedia/aktuell/2193540_Wikileaks-Geheimnisverraeter-im-Streik.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau</a> besch&#228;ftigte sich ebenfalls mit Wikileaks und band ein sehenswertes Youtube-Video eines Vortrags der Wikileaks-Vertreter Julian Assange und Daniel Schmitt vor einem Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) ein.</p>
<h4><strong>Informantenschutz</strong></h4>
<p>Die &#8220;Financial Times&#8221;, die &#8220;Times&#8221;, die Nachrichtenagentur &#8220;Reuters&#8221;  und der &#8220;Guardian&#8221; hatten 2001 durch ihnen zugespielte Dokumente &#252;ber ein &#220;bernahmeangebot eines Brauerei-Konzerns berichtet, was zu einem rasantem Kursanstieg bei dem &#220;bernahmekandidaten f&#252;hrte. Britische Gerichte best&#228;tigten zuerst, die betroffenen  Unternehmen h&#228;tten ein Recht darauf, die Person zu identifizieren,  die den Medien die Dokumente zugespielt habe. Der Europ&#228;ische Menschenrechtsgerichtshof entschied jedoch zugunsten der Medien, wie der <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1260789921638.shtml" target="_blank">K&#246;lner Stadt-Anzeiger</a> berichtete.</p>
<h4><strong>Politmagazine</strong></h4>
<p>In einem auf der Internetseite der Berliner Zeitung <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0128/medien/0009/index.html" target="_blank">nicht mehr verf&#252;gbarem Artikel</a> war <a href="http://www.daniel-bouhs.de/2010/01/28/eine-minute-fur-3-164-euro/" target="_blank">nachzulesen</a>, &#8220;dass eine Minute von &#8216;Fakt&#8217; (MDR) nur  3 284 Euro kostet, eine von &#8216;Monitor&#8217; (WDR) aber 5 009.&#8221;</p>
<p>Die <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/wir-vermissen-strauss/" target="_blank">taz</a> interviewte die Moderatorin des ARD-Politmagazins &#8220;Panorama&#8221; Anja Reschke zum Thema Feindbilder.</p>
<h4><strong>Informationsfreiheitsgesetz</strong></h4>
<p>Das Bundesarbeitsministerium hat einen Antrag der <a href="http://hausblog.taz.de/2010/02/zu-heikel-um-es-zu-veroeffentlichen/" target="_blank">taz</a> auf Einblick in Unterlagen zu Zwangsumz&#252;gen von Hartz-IV-Empf&#228;ngern abgelehnt.
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<a href="http://carta.info/22890/investigativer-journalismus-presseschau-vii/">Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau VII</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/22890/investigativer-journalismus-presseschau-vii/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22890&amp;md5=c8ef0aedccb5a6bbf3578199ac233aee" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>R&#228;tsel um Mikrofon gel&#246;st: WDR best&#228;tigt Beitrag &#252;ber Preisverleihung an Haribo-Chef</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 17:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Investigativer Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Bisher schwieg der WDR dazu. Nun best&#228;tigt der Auftraggeber einer Dokumentation &#252;ber den "Siegeszug eines Goldb&#228;ren", dass man im Zusammenhang mit einer Preisverleihung an den Haribo-Chef Hans Riegel &#252;ber das Unternehmen Haribo berichtete.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e497726bc8fc4959b34697cfc64c1a72" alt="" width="1" height="1" />Als Journalist hatte ich schon oft mit dem WDR zu tun. Nicht selten l&#228;sst sich der Sender viel Zeit, wenn es darum geht, kritische Fragen zu beantworten. Als ich f&#252;r <a href="http://carta.info/15520/ksta-redakteur-ruediger-heimlich-journalist-mit-doppelrolle/" target="_blank">diesen</a> Carta-Beitrag Ende September um eine Stellungnahme bat, lie&#223; die Antwort der WDR-Sprecherin Annette Metzinger zehn Tage auf sich warten und trudelte erst ein, nachdem der Blogbeitrag l&#228;ngst ver&#246;ffentlicht war. So nun auch bei <a href="http://carta.info/21780/die-deutsche-welle-haribo-und-das-raetselhafte-mikrofon/" target="_blank">diesem</a> Beitrag, der sich mit der Deutschen Welle (DW) und dem Gummib&#228;rchen-Hersteller Haribo besch&#228;ftigt.</p>
<p>Die Deutsche Welle hatte &#252;berraschend h&#228;ufig &#252;ber Haribo und seine Produkte berichtet, unter anderem mit diesem <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2667648,00.html" target="_blank">Radiobeitrag</a>. Die Ank&#252;ndigung eines DW-Extras enthielt einen Satz, der sich Wort f&#252;r Wort mit einem Satz aus einem PR-Text von Haribo deckt. Nach den <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_pdf/0,,2885626,00.pdf" target="_blank">Richtlinien der Deutschen Welle f&#252;r Werbung und Sponsoring</a> ist die Erw&#228;hnung oder Darstellung von Produkten nur zul&#228;ssig, &#8220;wenn und soweit sie aus journalistischen oder k&#252;nstlerischen Gr&#252;nden, insbesondere zur Darstellung der realen Umwelt, zwingend erforderlich ist&#8221;.</p>
<p>Gleichzeitig stellte die Welle R&#228;umlichkeiten in ihrem Funkhaus zur Verf&#252;gung, als dem Haribo-Chef Hans Riegel der &#8220;Br&#246;ckem&#228;nnche Preis 2006&#8243; verliehen wurde – von einem Verein, dem der Haribo-PR-Chef ebenso angeh&#246;rt wie der Leiter der DW-Unternehmenskommunikation.</p>
<p style="text-align: left">Auf einem Foto auf <a href="http://www.medienclub.de/broeckemaennche_preis2006_2.html" target="_blank">dieser</a> Seite des Vereins <em>Bonner Medien Club</em> (BMC) ist ein blaues Mikrofon mit der Aufschrift &#8220;WDR&#8221; zu sehen. Auf Anfrage wollte der WDR, der f&#252;nf Mal eine Dokumentation mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.wdr.de/tv/wdrdok_af/sendungsbeitraege/2009/0703/0703.jsp" target="_blank">Die Haribo-Saga – Siegeszug eines Goldb&#228;ren</a>&#8221; ausstrahlte, keine Auskunft dar&#252;ber geben, ob man &#252;ber die Preisverleihung an den Haribo-Chef berichtete. Die WDR-Pressesprecherin Annette Metzinger hatte auf eine Anfrage vom 28. Dezember 2009 am 8. Januar 2010 mitgeteilt: &#8220;Die Beantwortung Ihrer Anfrage ist in Arbeit. Allerdings ben&#246;tigen wir noch etwas Zeit. Wir melden uns sobald wie m&#246;glich bei Ihnen.&#8221; Am 21. Januar erschien der Carta-Beitrag, gestern kam Metzingers Antwort. Offenbar hatte man nach 29 Tagen beim WDR nun die Zeit gefunden.</p>
<p style="text-align: left">In Ihrer Antwort best&#228;tigt die WDR-Sprecherin, dass die <em>Lokalzeit K&#246;ln</em> am 16. Januar 2006 &#252;ber die Verleihung des &#8220;Br&#246;ckem&#228;nnche Preises&#8221; berichtete, &#8220;in der L&#228;nge von 2:36&#8243; Minuten. Der Haribo-Chef Hans Riegel sei &#8220;in dem St&#252;ck portraitiert und die Geschichte des Unternehmens Haribo&#8221; behandelt worden. &#8220;Der Br&#246;ckem&#228;nnche-Preis ist ein regional-relevantes Thema, &#252;ber das der WDR regelm&#228;&#223;ig berichtet&#8221;, erkl&#228;rt Metzinger den Grund f&#252;r den Bericht. Diesen sucht man auf der WDR-Seite vergeblich. Allerdings findet sich dort ein Bericht aus dem Jahr 2009, in dem die WDR-Intendantin Monika Piel  <a href="http://www.medienclub.de/broeckemaennche_preis2009_2.html" target="_blank">in der Deutschen Welle</a> den Preis erhielt. Wieviele Mitarbeiter des WDR bei der Verleihung an den Haribo-Chef vor Ort waren, konnte Metzinger nicht sagen:  &#8220;Dies ist uns nicht bekannt, da der WDR nicht Veranstalter der Br&#246;ckem&#228;nnche-Verleihung ist&#8221;. Auch die Namen der damaligen Autoren des Beitrags nannte Metzinger nicht. Nach Carta-Recherchen handelt es sich bei diesen um zwei Journalisten aus Bonn. Einer von ihnen ist ebenfalls Mitglied des <em>Bonner Medien Clubs</em>, der dem Haribo-Chef den Preis verlieh.</p>
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<a href="http://carta.info/22190/wdr-mikrofon-haribo-beitrag/">R&#228;tsel um Mikrofon gel&#246;st: WDR best&#228;tigt Beitrag &#252;ber Preisverleihung an Haribo-Chef</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/22190/wdr-mikrofon-haribo-beitrag/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22190&amp;md5=6d842ca8b2dce2ad09ea3f9837cff406" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Deutsche Welle, Haribo und das r&#228;tselhafte Mikrofon</title>
		<link>http://carta.info/21780/die-deutsche-welle-haribo-und-das-raetselhafte-mikrofon/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 14:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Gottschalk]]></category>
		<category><![CDATA[WDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Welle berichtete h&#228;ufig &#252;ber den Gummib&#228;rchen-Hersteller Haribo und stellte R&#228;umlichkeiten ihres Funkhauses f&#252;r eine Preisverleihung an den Haribo-Chef zu Verf&#252;gung. Von der Preisverleihung berichtete offenbar auch der WDR. Dieser zeichnet f&#252;r mehrere Wiederholungen einer "Haribo-Saga" verantwortlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/d03179cd93fff49035666f5aaba68f" alt="" width="1" height="1" />Die Haribo-Firmenzentrale liegt liegt nur etwa 1500 Meter vom Hauptsitz der Deutschen Welle entfernt. Zuletzt berichtete die Deutsche Welle Ende Oktober <a href="http://www.dw-world.de/dw/episode/0,,4742217,00.html?maca=de-podcast_de_journal_d-3128-xml-mrss" target="_blank">in der Radiosendung &#8220;Journal D&#8221;</a> &#252;ber eine Tauschaktion der Haribo-Werke in Bonn, die ihren 73. Geburtstag feierte. Der zust&#228;ndige Redakteur, der freie Journalist Klaus Jansen aus K&#246;ln, erkl&#228;rt auf Anfrage, in der Sendung &#8220;Journal D&#8221; berichte man &#8220;hintergr&#252;ndig &#252;ber Ereignisse und das Leben in Deutschland&#8221;. Dazu geh&#246;rten auch &#8220;Kuriosit&#228;ten wie die Haribo-Tauschaktion&#8221;. Es sei kein &#8220;werblicher Zweck&#8221;, nur &#8220;weil in einem Beitrag ein Markenname genannt&#8221; wird.</p>
<p style="text-align: left">Die <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2667648,00.html" target="_blank">Ank&#252;ndigung eines DW-Extras</a>, das die Deutsche Welle zum 85. Geburtstag des Haribo-Goldb&#228;ren im Radio sendete, enthielt einen Satz, der sich Wort f&#252;r Wort mit einem Satz aus einem <a href="http://www.haribo.de/planet/de/info/main/presse/pressetxte/Goldbaeren%2085%20Geburtstag.doc" target="_blank">PR-Text</a> deckt, den Haribo zum 85. Jubil&#228;um des Haribo-Goldb&#228;ren verbreitete. Auf Anfrage konnte man bei der Deutschen Welle hierf&#252;r keine Erkl&#228;rung abliefern. Das DW-Extra wurde insgesamt f&#252;nf Mal wiederholt.</p>
<p style="text-align: left">Der <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,2731727_type_audio_struct_7340_contentId_2667648,00.html" target="_blank">Anfang des DW-Extras</a> mutete an wie ein Werbespot: Es wurden Personen zu Haribo-Goldb&#228;ren befragt, die das Produkt unter anderem als &#8220;fruchtig&#8221; und als &#8220;so lecker und fruchtig&#8221; bezeichneten. Ein Mann behauptete, er esse &#8220;in der Woche ein bis zwei T&#252;ten&#8221; Haribo-Goldb&#228;ren. Am Ende der Befragung wurde die bekannte Haribo-Werbemelodie &#8220;Haribo macht Kinder froh&#8221; abgespielt. Eine nachfolgende Reportage aus den Haribo-Produktionshallen enthielt die Aussage, dass die Goldb&#228;ren &#8220;noch etwas k&#246;stlicher&#8221; seien. Einen werblichen Effekt sieht die Deutsche Welle in dem Beitrag nicht.</p>
<p style="text-align: left">Obwohl die Deutsche Welle es in beiden F&#228;llen nach eigener Auskunft nicht f&#252;r nicht zwingend erforderlich hielt, &#252;ber Haribo und sein Produkt &#8220;Goldb&#228;r&#8221; zu berichten, tat sie es dennoch. Nach den <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_pdf/0,,2885626,00.pdf" target="_blank">Richtlinien der Deutschen Welle f&#252;r Werbung und Sponsoring</a> ist die Erw&#228;hnung oder Darstellung von Produkten nur zul&#228;ssig, &#8220;wenn und soweit sie aus journalistischen oder k&#252;nstlerischen Gr&#252;nden, insbesondere zur Darstellung der realen Umwelt, zwingend erforderlich ist&#8221;. Soweit Produkte erw&#228;hnt oder dargestellt werden, ist dar&#252;ber hinaus &#8220;durch die Art der Darstellung nach M&#246;glichkeit die F&#246;rderung werblicher Interessen zu vermeiden&#8221;.</p>
<p style="text-align: left">Die jeweiligen redaktionellen Entscheidungen seien &#8220;nachvollziehbar und angemessen&#8221;, erkl&#228;rte Berthold Stevens von der Unternehmenskommunikation der Deutschen Welle auf Anfrage. Einen Versto&#223; gegen die Werberichtlinie sieht man bei der Deutschen Welle in keinem der genannten F&#228;lle.</p>
<p style="text-align: left">Die <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=Haribo+site%3Adw-world.de&amp;btnG=Suche&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">Liste der weiteren Erw&#228;hnungen von Haribo-Produkten im Programm</a> der Deutschen Welle ist lang. Hervor sticht dabei eine <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_imagegalleryimage//0,,2731127_gid_2729581_lang_2_page_1,00.html" target="_blank">Fotoserie</a> mit Fotos von Haribo-Produkten.</p>
<h5><strong> </strong></p>
<div id="attachment_22042" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong> </strong><strong><img class="size-full wp-image-22042 " src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/01/dw2.jpg" alt="dw2" width="300" height="211" /></strong><p class="wp-caption-text">DW-Intendant Erik Bettermann, Haribo-Chef Hans Riegel und BMC-Chef Werner D&#39;hein (v. l. n. r.) bei der Verleihung des &quot;Br&#246;ckem&#228;nnche Preis 2006&quot; (Foto: Dennis Brosda)</p></div>
<p><strong> </strong></h5>
<p style="text-align: left">Die Verbindung zwischen der Deutschen Welle und Haribo geht &#252;ber Programminhalte hinaus. Der Verein <em>Bonner Medien Club</em> (BMC) verleiht jedes Jahr den sogenannten &#8220;Br&#246;ckem&#228;nche Preis&#8221;. Im Jahr 2006 wurde der Chef der Firma Haribo, Hans Riegel, mit dem Preis ausgezeichnet. F&#252;r die Preisverleihung stellte die Deutsche Welle R&#228;umlichkeiten ihrer Zentrale in Bonn zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Die Deutsche Welle ist Partner des BMC beim Br&#246;ckem&#228;nche-Preis insofern, als dass &#8220;sie auf BMC-Anfrage hin R&#228;umlichkeiten im Funkhaus&#8221; f&#252;r die Verleihung des Br&#246;ckem&#228;nche-Preises &#8220;zur Verf&#252;gung stellt&#8221;, so Stevens auf Anfrage.</p>
<p style="text-align: left">Veranstaltungen in der Deutschen Welle fallen in den Zust&#228;ndigkeitsbereich der DW-Unternehmenskommunikation. Deren Leiter, Johannes Hoffmann, geh&#246;rt in seiner Funktion als DW-Kommunikationschef wie der Leiter Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit von Haribo, Marco Alfter, dem <em>Bonner Medien Club</em> an, der Riegel den Preis verlieh. Von Haribo war zu den Auff&#228;lligkeiten im Programm der Deutschen Welle keine Stellungnahme zu erhalten.</p>
<p style="text-align: left">Einem Foto auf <a href="http://www.medienclub.de/broeckemaennche_preis2006_2.html" target="_blank">dieser</a> Seite zufolge hat offenbar auch ein Sender, der blaue Mikros mit der Aufschrift &#8220;WDR&#8221; verwendet, &#252;ber die Preisverleihung berichtet. Vom Sender WDR, dessen Intendantin Monika Piel 2009 ebenfalls <a href="http://www.medienclub.de/broeckemaennche_preis2009_2.html" target="_blank">in der Deutschen Welle</a> den &#8220;Br&#246;ckem&#228;nnche Preis&#8221; erhielt, war auf Anfrage keine Stellungnahme zu der Frage zu erhalten, ob &#8211; und wenn ja, in welcher Weise &#8211; man &#252;ber die Preisverleihung an den Haribo-Chef berichtete. Die WDR-Pressesprecherin Annette Metzinger teilte auf eine Anfrage vom 28. Dezember 2009 am 8. Januar 2010 mit: &#8220;Die Beantwortung Ihrer Anfrage ist in Arbeit. Allerdings ben&#246;tigen wir noch etwas Zeit. Wir melden uns sobald wie m&#246;glich bei Ihnen.&#8221;</p>
<p style="text-align: left">Am 3. Juli 2009 wiederholte der WDR, der auch <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/09/01/lokalzeit-bonn-maoam-verpackung.xml" target="_blank">hier</a> &#252;ber ein Haribo-Produkt berichtete, zur besten Sendezeit in der Reihe &#8220;Dynastien in NRW&#8221; eine bereits 2003 produzierte, 45-min&#252;tige Dokumentation mit dem Titel <a href="http://www.wdr.de/tv/wdrdok_af/sendungsbeitraege/2009/0703/0703.jsp" target="_blank">&#8220;Die Haribo-Saga &#8211; Siegeszug eines Goldb&#228;ren&#8221;</a>. Die Sendung lief seit ihrer Erstausstrahlung 2004 insgesamt f&#252;nf mal im WDR. Der Film wurde vier weitere Male <a href="http://www.einsfestival.de/highlights/2009_50/haribo.jsp" target="_blank">bei Einsfestival ausgestrahlt</a>.</p>
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		<title>KStA-Redakteur R&#252;diger Heimlich &#8211; Journalist mit Doppelrolle</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 16:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[WDR]]></category>

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		<description><![CDATA[R&#252;diger Heimlich ist Redakteur beim K&#246;lner Stadt-Anzeiger (KStA), wo er &#252;ber Medienthemen berichtet. Gleichzeitig ist der Journalist auch f&#252;r den Westdeutschen Rundfunk (WDR) t&#228;tig, &#252;ber den er im KStA ebenfalls schreibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/02727bb76a7242f0afac8c532c5f2e8a" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><a href="http://www.kress.de/cont/vk.php?vknr=RRHH206561" target="_blank">R&#252;diger Heimlich</a> ist vielen als Medien-Mann <span style="color: #000000">des K&#246;lner Stadt-Anzeigers</span><span style="color: #000000"> bekannt. Die Medienseite der Zeitung, in der zweiten H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts, so der Stadt-Anzeiger &#252;ber sich selbst, „das angesehenste und einflussreichste Blatt im damaligen Reich“, z&#228;hlt zu den wichtigsten Medienseiten der Republik zusammen mit den Pendants von S&#252;ddeutscher Zeitung, FAZ und Frankfurter Rundschau. Auf ihr behandelt der promovierte Literaturwissenschaftler Heimlich die Medienthemen des Landes und besch&#228;ftigt sich dabei regelm&#228;&#223;ig auch mit den &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Doch was der gemeine KStA-Leser nicht erf&#228;hrt: Heimlich, der beim K&#246;lner Stadt-Anzeiger nur eine halbe Stelle hat, ist nebenbei als freier Journalist in nicht unerheblichem Umfang <a href="http://www.google.de/search?as_q=%22R%C3%BCdiger+Heimlich%22&amp;hl=de&amp;num=10&amp;btnG=Google-Suche&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;lr=&amp;cr=&amp;as_ft=i&amp;as_filetype=&amp;as_qdr=all&amp;as_occt=any&amp;as_dt=i&amp;as_sitesearch=wdr.de&amp;as_rights=&amp;safe=images" target="_blank">auch f&#252;r den WDR t&#228;tig</a>. Dieser ist regelm&#228;&#223;ig und ausf&#252;hrlich Gegenstand der Berichterstattung auf der von Heimlich ma&#223;geblich mitbetreuten Medienseite – ein handfester Interessenkonflikt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="color: #000000">Ein WDR-Programmheft weist Heimlich als Co-Autor eines dreiteiligen, jeweils 55-min&#252;tigen Features mit dem Titel „Eco-Crimes – Gesch&#228;fte gegen die Natur Ozonkiller“ aus, das im November auf WDR 5 ausgestrahlt wurde. Das Feature wurde auch auf ksta.de  angek&#252;ndigt – <a href="http://www.google.de/search?as_q=Heinz+Greuling&amp;hl=de&amp;num=10&amp;btnG=Google-Suche&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;lr=&amp;cr=&amp;as_ft=i&amp;as_filetype=&amp;as_qdr=all&amp;as_occt=any&amp;as_dt=i&amp;as_sitesearch=ksta.de&amp;as_rights=&amp;safe=images" target="_blank">anders als beim WDR fehlte dort jedoch ein Hinweis auf die Co-Autorenschaft Heimlichs</a>.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="color: #000000">Aus Angaben auf der WDR-Homepage ergibt sich, dass Heimlich als Co-Autor an einem jeweils 50-min&#252;tigen Zweiteiler zum Tiananmen-Massaker in China f&#252;r WDR 5 mitwirkte, der im Juni gesendet wurde. Im Juni 2008 sendete WDR 3 einen weiteren, ganze 175 Minuten langen Beitrag von R&#252;diger Heimlich &#252;ber Fl&#252;sse. Laut dem <a href="http://www.freienseiten.de/wdr/wdr_honorarrahmen_hoerfunk.pdf" target="_blank">Honorarahmen des WDR-H&#246;rfunks</a> vom 1.1.2005 veranschlagt der Sender f&#252;r ein bis zu 60 Minuten langes Feature bereits ein Regelhonorar in H&#246;he von 3.047,17 Euro. Nicht umfasst sind davon m&#246;gliche Reisespesen, die Heimlich f&#252;r seine Beitr&#228;ge, die das Ausland behandelten, erhalten haben k&#246;nnte. In einem Beitrag Heimlichs f&#252;r WDR 3 aus dem Jahr 2007 mit dem Titel „Die Flucht nach &#196;gypten &#8211; Was geschah nach der Weihnachtsgeschichte?“ hei&#223;t es: „WDR 3.pm begibt sich auf die Spur der Heiligen Familie, <strong>besucht </strong>die Stationen ihrer Flucht durch die W&#252;ste an den Nil“. Heimlich durfte f&#252;r diesen Beitrag also offenbar nach &#196;gypten reisen. In einem ebenfalls 175 Minuten langen Beitrag Heimlichs &#252;ber die USA von August 2008 hei&#223;t es im Programmheft: „WDR 3.pm. <strong>bereist </strong>einen politisch akut und weltweit diskutierten, literarischen wie musikalischen Kontinent“. Auf Anfrage gab Heimlich keine Auskunft dar&#252;ber, ob er  in den letzten Jahren f&#252;r WDR-Beitr&#228;ge  ins Ausland reiste.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="color: #000000">Heimlichs Artikel im K&#246;lner Stadt-Anzeiger strotzen nicht gerade vor Kritik am WDR. In diesen erf&#228;hrt man zum Beispiel, dass der WDR-Rundfunkrat „so viel Wert legt auf sauberen Stil“ oder, wie in einem Artikel zum 50. Geburtstag des WDR, dass das Funkhaus am K&#246;lner Wallrafplatz „Symbol f&#252;r vielseitigen Journalismus“ ist.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="color: #000000">Von Zeit zu Zeit wird WDR-Gr&#246;&#223;en im KStA Platz einger&#228;umt, wenn sie von ihrem Kollegen Heimlich f&#252;r das Blatt interviewt werden. So etwa in einem Interview mit dem fr&#252;heren WDR-Intendanten Fritz Pleitgen, dem Heimlich „hohes Ansehen“ bescheinigte und zwei Mal interviewte, einmal davon unter dem Titel „Ein unabk&#246;mmlicher Intendant“. Ebenso bei Interviews mit dem Rundfunkratsvorsitzenden Reinhard Gr&#228;tz oder in einem Gespr&#228;ch mit der WDR-Intendantin Monika Piel. Der 80. Geburtstag des Ex-WDR-Intendanten Friedrich Nowottny war Heimlich im Mai sogar ein 4.000-Zeichen-Artikel wert.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="color: #000000">Dem Autor dieses Artikels schrieb Heimlich im Juli 2008 im Zusammenhang mit einem m&#246;glichen Bericht &#252;ber die damaligen <a href="http://www.oppong.eu/mediapool/65/653900/data/Frankfurter_Rundschau_WDR_Barmer_Ruesberg-Uhrig_ZDF.pdf" target="_blank">Verbandelungen zwischen dem WDR und der Barmer Ersatzkasse</a> im K&#246;lner Stadt-Anzeiger: </span><span style="color: #000000">„</span>Da wir  das &#8216;Hausblatt&#8217; des WDR sind, m&#252;ssen wir alles auf die Goldwaage legen<span style="color: #000000">“.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><span style="color: #000000">Auf Anfrage nahm Heimlich zu einem Teil der Vorw&#252;rfe Stellung, </span><span style="color: #000000">teilte jedoch mit, dass seine Stellungnahme </span><span style="color: #000000">„nicht zur Ver&#246;ffentlichung bestimmt“ sei. Er d&#252;rfe sich </span><span style="color: #000000">„als Angeh&#246;riger des Verlages der Presse gegen&#252;ber nicht &#228;u&#223;ern, wenn damit interne Vorg&#228;nge tangiert sind. Also noch mal: Nur f&#252;r Ihr Verst&#228;ndnis und nicht zur Ver&#246;ffentlichung“</span><span style="color: #000000">. Lutz Feierabend, stellvertretender Chefredakteur des K&#246;lner Stadt-Anzeigers, teilte auf Anfrage mit: </span><span style="color: #000000">„</span>Der &#8216;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8217; kommentiert regelm&#228;&#223;ig in sehr kritischer Weise die &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten inklusive des WDR. Herr Heimlich ist neben anderen Autor dieser kritischen St&#252;cke. Ich arbeite mit Herrn Heimlich seit Jahren eng und vertrauensvoll zusammen und kenne ihn als seri&#246;sen, verantwortungsvollen Journalisten<span style="color: #000000">“.</span></p>
<div><span style="font-family: Arial"><span style="font-size: x-small"><span><br />
</span><span> </span></span></span></div>
<p><span style="color: #000000">Anmerkung: Der Autor dieses Artikel hatte als freier Journalist mehrfach Kontakt mit dem K&#246;lner Stadt-Anzeiger, als es darum ging, m&#246;glicherweise Artikel f&#252;r den Stadt-Anzeiger zu schreiben.</span></p>
<p><span style="color: #000000">Nachtrag vom 10. Oktober 2009: Der WDR hat am 8. Oktober auf eine Anfrage vom 28. September 2009 reagiert. Die volllst&#228;ndige Stellungnahme findet sich <a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Stellungnahme-WDR-Heimlich.pdf">hier</a>.</span>
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<a href="http://carta.info/15520/ksta-redakteur-ruediger-heimlich-journalist-mit-doppelrolle/">KStA-Redakteur R&#252;diger Heimlich &#8211; Journalist mit Doppelrolle</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/15520/ksta-redakteur-ruediger-heimlich-journalist-mit-doppelrolle/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=15520&amp;md5=3c5ef8819afd230208d47f15144b3aef" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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