<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Wahlkampf</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/wahlkampf/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 17:55:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Plakative Profile – Wahlkampf in Hamburg</title>
		<link>http://carta.info/37905/plakative-profile-wahlkampf-in-hamburg/</link>
		<comments>http://carta.info/37905/plakative-profile-wahlkampf-in-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 22:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kixka Nebraska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidaten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlplakate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=37905</guid>
		<description><![CDATA[Die erste Entscheidung des Superwahljahrs 2011 steht an. Deshalb hat sich die Profilagentin Kixka Nebraska die Wahlplakate in ihrem Hamburger Wohnbezirk etwas genauer angesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Februar werden in Hamburg <a title="Hamburger Statistikamt zur Wahl" href="http://www.statistik-nord.de/wahlen/wahlen-in-hamburg/" target="_blank">die B&#252;rgerschaft und die Bezirksversammlungen neu gew&#228;hlt</a>. Deshalb ist die Stadt derzeit komplett mit Wahlplakaten vollgestellt und zugepflastert. Als radfahrende B&#252;rgerin sind mir in meinem Bezirk immer dieselben Motive und Gesichter aufgefallen, als Profilagentin bin ich immer wieder an denselben optisch irritierenden Punkten h&#228;ngengeblieben.</p>
<p><strong>Ein kurzer Blick auf die Plakate auf meinem Weg:</strong></p>
<p>Das neue Wahlrecht mit 20 Stimmen erscheint auf den ersten Blick kompliziert genug, dazu wird neben der B&#252;rgerschaft eben auch die Bezirksversammlung gew&#228;hlt, so dass Plakate, die f&#252;r eine Partei stehen, neben denen stehen, auf denen einzelne Abgeordnete zu sehen sind. <strong>Mutig, sich dann f&#252;r ein Gro&#223;plakat zu entscheiden, bei dem der Name des Abgebildeten fehlt.</strong></p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Alhaus_CDU_Kriminalit%C3%A4t.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Alhaus_CDU_Kriminalit%C3%A4t-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a></p>
<p>Aus der Binnenperspektive der CDU ist klar, wer dieser Mann ist. Er ist aber weder von der Bekanntheit noch von der Ausstrahlung her mit Ole von Beust zu vergleichen, der sich das in guten Zeiten in Hamburg h&#228;tte erlauben k&#246;nnen. Davon auszugehen, die W&#228;hler w&#252;ssten schon, wer hier zu sehen ist, halte ich bei der hohen Zahl von politisch Nicht- und Halbinteressierten mindestens f&#252;r fahrl&#228;ssig.</p>
<p>&#220;ber den bemerkenswerten Text speziell dieses Plakates wurde <a title="Mopo: Was soll uns dieses Plakat sagen?" href="http://www.mopo.de/hamburg/politik---wirtschaft/herr-ahlhaus--was-soll-uns-dieses-plakat-sagen-/-/5067150/6722422/-/index.html" target="_blank">an anderer Stelle</a> <a title="redeschwall" href="http://www.redeschwall.de/?p=589" target="_blank">bereits diskutiert.</a> Nicht nur an diesem Beispiel wird deutlich, dass die CDU ihre Kampagne parteiintern entwickelte, anstatt Profis zu beauftragen.</p>
<p>Doch machen die anderen es besser? Die Plakate von Olaf Scholz sind auf meiner Strecke sehr viel dichter gestellt. Vom Auftritt her sind sie sehr viel unaufgeregter. Vernunft – Verantwortung – Klarheit. Alles w&#252;nschenswerte Eigenschaften f&#252;r einen Hamburger B&#252;rgermeister. <strong>Doch ausgerechnet nach rechts oben aus dem Bild zu sehen, wenn Vernunft daneben steht, ist keine gute Idee.</strong></p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Scholz-vernunft.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Scholz-vernunft-300x210.jpg" alt="" width="300" height="210" /></a></p>
<p><strong>Es gibt die psychologische Hypothese, dass <a title="Blickrichtung rechts" href="http://www.infoquelle.de/Wirtschaft/Kommunikation/Gesicht12.php" target="_blank">Menschen, die nach rechts blicken, l&#252;gen</a>. </strong>Nicht besonders wissenschaftlich belegt, aber sie funktioniert gut genug, um in den K&#246;pfen der Menschen h&#228;ngen zu bleiben. Selbst wenn Olaf Scholz Linksh&#228;nder sein sollte, k&#228;me diese Information f&#252;rs Unbewusste zu sp&#228;t.</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Scholz-Verantwortung.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Scholz-Verantwortung-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Scholz-Klarheit.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Scholz-Klarheit-300x210.jpg" alt="" width="300" height="210" /></a></p>
<p>Der ganze Auftritt von Olaf Scholz erinnert an Gerhard Schr&#246;der, SPIEGELonline titelte dann auch sehr sch&#246;n <a title="scholz schr&#246;dert sich durch den Wahlkampf" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,743147,00.html" target="_blank">Scholz schr&#246;dert sich durch den Wahlkampf</a>. <a href="http://www.olafscholz.de/">Digital</a> ist das Team um Olaf Scholz <a href="http://twitter.com/OlafScholz">gut aufgestellt</a>, zumindest bereits sehr viel l&#228;nger, transparenter und glaubhafter als andere Politiker.</p>
<p>So viel zu den Spitzenkandidaten. Nun die anderen Politiker auf meinem Weg:</p>
<p>Katharina Wolff versucht f&#252;r die CDU “Junge Ideen, vertraute Werte” zu vermitteln. Nice Try. Die Symbole f&#252;r Twitter und Facebook sollen vermutlich ihre Netzkompetenz unterstreichen, was in etwa so glaubhaft  funktioniert wie der <a title="Teresa B&#252;cker &#252;ber den CSU Netzkongress" href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/02/01/ich-weiss-ungefaehr-wie-man-das-internet-anklickt.aspx" target="_blank">Netzkongress der CSU</a>.</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Katharina_Wolff_CDU_SoMe1.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Katharina_Wolff_CDU_SoMe1-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Vorab noch eine Anmerkung zur Grafik: So kleine Symbole verschwinden optisch noch schneller, wenn sie auf Fl&#228;chen montiert werden, die im selben Farbspektrum angesiedelt sind. Ein St&#252;ck unterhalb des gr&#252;nen Kupferdaches w&#228;re das t&#252;rkise Twittersymbol deutlicher zu erkennen gewesen.</p>
<p>Aber vielleicht ist das auch Absicht. Der am 6. Januar eingerichtete, noch sehr <a title="Twitter katharina Wolff" href="http://twitter.com/katharina_wolff" target="_blank">junge Account</a> weist ganze vier Tweets und 13 Follower auf. Ob es sinnvoll ist, aus taktischen Gr&#252;nden so vorzugehen? In dem Moment, in dem offensichtlich wird, dass der Account nur eingerichtet wurde, damit das Twitter-Symbol auf dem Wahlplakat auftauchen kann, m&#246;chte ich das bezweifeln.</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/K_Wolff_Twitter1.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/K_Wolff_Twitter1-1024x518.jpg" alt="" width="573" height="290" /></a></p>
<p><strong>B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen</strong> scheinen eine Wahlkampf-Plakatmaske zu haben, in welche die Teams der Kandidaten das entsprechende Foto einf&#252;gen konnten. An diesem Plakatmotiv mit <strong>Till Steffen</strong> halte ich zwei Dinge f&#252;r optimierbar:</p>
<p>1. Der gr&#252;ne Pfeil, der auf “B&#252;rgerrechte st&#228;rken” weist, erinnert mich an das Logo des Business-Networks XING:</p>
<p><a href="http://www.xing.com/"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/200px-Xing_logo.svg_.png" alt="" width="200" height="79" /></a></p>
<p>Es ist nicht exakt das Gr&#252;n und nicht exakt die Form, aber von der Anmutung her liegt der Vergleich nicht so fern. Kann man machen &#8211; die Gestaltenden sollten sich dann aber klar dar&#252;ber sein, dass auch hier die falschen Assoziationen ausgel&#246;st werden k&#246;nnten.</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Till-Steffen-Gruene.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Till-Steffen-Gruene-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Der zweite Punkt, den ich anders gel&#246;st h&#228;tte, ist die Positionierung von Till Steffen. Sein Kopf wirkt fast etwas verloren und befindet sich weder richtig in der Mitte noch im <a title="Was ist der Goldene Schnitt?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Schnitt" target="_blank">Goldenen Schnitt</a>. Um der Kollision mit dem Pfeil und dem gr&#252;nen Balken oben rechts aus dem Weg zu gehen, h&#228;tte ich ihn weiter nach links verschoben – und ein wenig vergr&#246;&#223;ert, damit er auf dem Plakat nicht so verloren wirkt.</p>
<p>Das Plakat von <strong>Katja Suding, FDP</strong>,  wurde vor allem <a title="Das Hamburger Abendblatt &#252;ber Katja Suding" href="http://www.abendblatt.de/hamburg/article1755300/Katja-Suding-heisst-jetzt-KatJA-und-traegt-Friesennerz.html" target="_blank">wegen ihrer Kleidung</a>, einem dem Hamburger Schietwetter angemessenen <a title="Friesennerz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friesennerz" target="_blank">Friesennerz</a>, <a title="ftd &#252;ber fdp Katja Suding" href="http://m.ftd.de/artikel/60007543.xml?v=2.0" target="_blank">diskutiert</a>.</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/katja-suding-fdp.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/katja-suding-fdp-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Ich habe da noch andere Bedenken: Bei einem Plakat, das sich direkt auf eine Person bezieht, halte ich es f&#252;r falsch, die URL der Partei anstelle der pers&#246;nlichen Internet-Seite der Kandidatin anzugeben: Auf ihrem Plakat ist nur <a title="fdp hh" href="http://www.profilagentin.com/2011/02/plakative-profile/www.fdp-hh.de" target="_blank">www.fdp-hh.de</a> und nicht ihre pers&#246;nliche Seite <a title="Katja Suding" href="http://www.katjasuding.de/" target="_blank">http://www.katjasuding.de/</a> zu finden. Der wiederum fehlt noch ein passendes <a title="Was ist ein Favicon?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Favicon" target="_blank">Favicon</a>, ist aber im ganzen vergleichsweise recht gut gemacht.</p>
<p>Mein Problem mit dem Plakat ist ein grunds&#228;tzliches mit der FDP – zumal dann, wenn eine so aufger&#228;umte, fr&#246;hliche und f&#252;r eine Politikerin unkonventionell gekleidete Frau zu sehen ist:</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/eingang-mit-familie_279x274.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/eingang-mit-familie_279x274.jpg" alt="" width="267" height="173" /></a></p>
<p>Ich sehe da nicht FDP, ich nehme viel eher IKEA wahr. Katja Suding passt mit ihrem Auftritt viel zu gut in die lockere, heile IKEA-Welt.</p>
<p>Genau der gegenteilige Effekt tritt bei der <strong>Piratenpartei</strong> ein: Ein Auftritt, wie er authentischer nicht sein k&#246;nnte. <strong>Claudius Holler</strong> gibt &#252;berzeugend den Hoodie-tragenden Hauptkandidaten der Piraten. Ganz spannend: Neben dem Verweis auf die Seite <a title="www.piratenpartei-hamburg.de" href="http://www.profilagentin.com/2011/02/plakative-profile/www.piratenpartei-hamburg.de" target="_blank">www.piratenpartei-hamburg.de</a> ist im unteren Bereich, vor seinem Namenszug, ein <strong><a title="Was ist ein QR-Code?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code" target="_blank">QR-Code</a></strong> abgedruckt. Kein Facebook-Button, kein Twitter-Account (beides ebenfalls existent).</p>
<p><a href="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Claudius_Holler_Piraten.jpg"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/Claudius_Holler_Piraten-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a></p>
<p>Diese “<a title="Wie verbreitet sind QR-Codes?" href="http://www.winload.de/news/smartphone-als-barcode-scanner-qr-nutzung-schiest-in-die-hohe" target="_blank">Pixelhaufen</a>” sind inzwischen tats&#228;chlich relativ verbreitet – aber wie oft werden sie genutzt? Im Supermarkt ist mir bisher noch nie jemand begegnet, der <a title="Ein Beispiel f&#252;r einen BarCode Scanner" href="http://redlaser.com/" target="_blank">die richtige App</a> auf dem Smartphone aktiviert und die Codes eingescannt hat, um Preise zu vergleichen. Ich bin vom Rad gestiegen und habe es probiert, es klappt hervorragend.</p>
<p>Claudius Hollers <a title="Claudius Holler auf abgeordnetenwatch.de" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/claudius_holler-294-40413.html" target="_blank">Profilseite auf <strong>Abgeordnetenwatch.de</strong></a> ist sehr gut gepflegt, es finden sich ausgezeichnete Antworten, aus denen seine Kompetenz und Sicherheit im Umgang mit ganz unterschiedlichen Fragestellungen sichtbar wird – und auch sein Verm&#246;gen, &#252;ber den Piraten-Tellerrand hinauszublicken.</p>
<p>Das Plakat bleibt mir dagegen auf der Seite “B&#252;rgern&#228;he” zu sehr den <a title="Was ist ein Nerd?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd" target="_blank">Nerds</a> verpflichtet. Die Kernzielgruppe wird mit dem Plakat sicher erreicht, ob die Neugier von potentiellen Wechselw&#228;hlern erreicht wird, bleibt die offene Frage.</p>
<p>Fazit: Es ist noch nicht ganz so schlimm, wie Christoph Kappes twittert:</p>
<p><a href="http://twitter.com/ChristophKappes/status/33905664765992960"><img src="http://www.profilagentin.com/wp-content/uploads/kappes-Plakate-300x151.jpg" alt="" width="300" height="151" /></a></p>
<p>Aber tendenziell leider auch nicht g&#228;nzlich abwegig.</p>
<p><em><a href="http://www.profilagentin.com/">Crosspost.</a></em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37905%2Fplakative-profile-wahlkampf-in-hamburg%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37905%2Fplakative-profile-wahlkampf-in-hamburg%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/37905/plakative-profile-wahlkampf-in-hamburg/">Plakative Profile – Wahlkampf in Hamburg</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/37905/plakative-profile-wahlkampf-in-hamburg/#comments">14 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37905&amp;md5=b396ac244b751e353aa6cb5f56c5ab7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/37905/plakative-profile-wahlkampf-in-hamburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Westminster h&#228;ngt: Kr&#228;nkung der &#8220;Vorzeige-Demokratie&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/27030/westminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie/</link>
		<comments>http://carta.info/27030/westminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 01:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=27030</guid>
		<description><![CDATA[Die Wahlnacht in Gro&#223;britannien ist erwartungsgem&#228;&#223; spannend. Und auch wenn die bisherigen Resultate noch keine Struktur erkennen lassen: Einige tiefgreifende Probleme des Wahlsystems und die schwierigen Mehrheitsverh&#228;ltnisse zeigen sich bereits jetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/344b67a7984f4e279e386c6d926b4ff5" alt="" width="1" height="1" />Die <strong>Wahlnacht in Gro&#223;britannien</strong> nimmt den erwartet spannenden Verlauf. W&#228;hrend allm&#228;hlich die  Ergebnisse aus den Wahlkreisen <a href="http://www.guardian.co.uk/politics/2010/may/06/uk-election-results-2010-live">verk&#252;ndet werden</a> und sich so die neue  Sitzverteilung f&#252;r das Unterhaus ergibt, zeichnen sich einige Resultate  ab, die in den n&#228;chsten Tagen (oder Wochen) noch f&#252;r Diskussionsstoff  sorgen werden.</p>
<p><em>Hung Parliament</em><br />
Zwei Stunden nach Schlie&#223;ung der Wahllokale sieht es so aus, als w&#252;rde  es keine absolute Mehrheit f&#252;r eine der gro&#223;en Parteien geben. Was  andernorts der Normalfall ist, treibt vielen Briten schon seit Tagen  Sorgenfalten auf die Stirn. Eine Koalitionsregierung in Westminster  wirkt wie ein politisch-kultureller Bruch, der die politische Klasse vor  neue Herausforderungen zu stellen scheint. Insbesondere f&#252;r die  Konservativen, die das <em>hung parliament</em> im Wahlkampf als  Schreckgespenst skizziert haben, k&#246;nnte der Umgang mit der  Patt-Situation zu einer Gratwanderung der Glaubw&#252;rdigkeit werden.</p>
<p><em>Das LibDem-Paradox</em><br />
Eine n&#228;chste Auff&#228;lligkeit ist die Diskrepanz zwischen elektoraler  Unterst&#252;tzung und elektoralem Erfolg der Liberaldemokraten unter dem  “gef&#252;hlten Wahlkampfsieger” Nick Clegg. Voraussichtlich erreicht die  dritte Kraft einen Spitzenwert bei den Stimmanteilen, ohne allerdings  die Anzahl ihrer Sitze im Unterhaus signifikant verbessern zu k&#246;nnen. Im  BBC-Exitpoll bei Schlie&#223;ung der Wahllokale waren sogar leichte Verluste  gegen&#252;ber 2005 prognostiziert worden. Dadurch ger&#228;t das – von vielen  als &#252;berholt angesehene – Mehrheitswahlrecht in den Mittelpunkt der  Diskussion. Wesentlicher Kritikpunkt ist das “first past the  post”-System, das den Gewinner (oder die Gewinnerin) der einfachen  Mehrheit in den 650 Ein-Personen-Wahlkreisen mit dem Einzug ins  Parlament belohnt. Auf diese Weise entstehen viele “wasted votes” –  Stimmen f&#252;r ungew&#228;hlte Kandidaten meist kleiner Parteien, die nicht im  Parlament repr&#228;sentiert werden. Das vermutliche Scheitern der  Liberaldemokraten, die trotz einer breiten Unterst&#252;tzung im Land nicht  ad&#228;quat im Parlament vertreten sein werden, wird die Debatte um die  Modernisierung des Wahlsystems befeuern. Es scheint naheliegend, dass  k&#252;nftig ein st&#228;rkerer Anteil von Elementen aus dem Verh&#228;ltniswahlrecht  eingefordert werden.</p>
<p><em>Missing Ballot Papers</em><br />
Zus&#228;tzliche Munition d&#252;rften die Kritiker des Wahlsystems durch die  vielen Berichte &#252;ber Probleme und Engp&#228;sse in Wahllokalen erhalten: in  den ersten Stunden nach Schlie&#223;ung der Wahllokale wurden mehrfach  Polizeieins&#228;tze geschildert, die entt&#228;uschte W&#228;hlergruppen vor  geschlossenen <em>polling stations</em> zerstreuen mussten. Die Aussagen  der W&#228;hler klingen bisweilen bizarr: “As I eventually got to the table a  student was almost in tears as she thought I was going to take her  place and she told me she had queued for two and a half hours!” (zitiert  aus dem BBC-Liveticker). Auch scheinen handgreifliche  Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen, so zeigte der Sender Sky News  Bilder eines Streits von “gescheiterten W&#228;hlern” mit Mitgliedern der  lokalen Wahlleitung, vereinzelt wurde auch der Abtransport der Wahlurnen  blockiert. Es w&#252;rde nicht wundern, wenn morgen Parallelen zur  Skandal-Wahl in den USA 2000 gezogen werden – erst der umstrittene  “Florida Re-Count” hatte damals die Wahlentscheidung zugunsten von  George W. Bush erbracht. Schon ist die Rede von “legal consequences”,  wobei eine Wahlanfechtung wohl nur in der <em>yellow press</em> ein  gr&#246;&#223;eres Thema werden d&#252;rfte.</p>
<p>Dennoch wird es spannend sein zu beobachten, inwiefern die  “Vorzeige-Demokratie” von Westminster mit einer solchen “Kr&#228;nkung”  umgehen wird. Die unzureichende Ausstattung von Wahllokalen mit Papier  und Personal wirkt wie ein Anf&#228;ngerfehler, den OSZE-Beobachter  gew&#246;hnlich neuen Demokratien im &#246;stlichen Europa ins Stammbuch  schreiben. Zugleich bietet sich hier einmal mehr an Ansatzpunkt f&#252;r die  Wiederaufnahme der Debatte um den Einsatz von Wahlmaschinen – genau  solche Situationen k&#246;nnten wohl vermieden werden, wenn automatisierte  Systeme zur Erfassung von W&#228;hlerstimmen zum Einsatz k&#228;men.</p>
<p>Es deutet sich an, dass die <em>General Election</em> auch in den  n&#228;chsten Tagen noch Stoff f&#252;r weiter f&#252;hrende Diskussionen liefern wird.  Das eigentliche Wahlergebnis scheint dabei nur in zweiter Linie  interessant – die tiefer liegenden Probleme wie die M&#246;glichkeit einer  Koalitions- oder Minderheitenregierung, eine Reform des Wahlrechts und  die Modernisierung der Stimmabgabe d&#252;rften die bleibenden Themen des  britischen Wahljahrganges 2010 sein.</p>
<p><em><a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2010/05/07/westminster-hangt/">Crosspost</a>.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F27030%2Fwestminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F27030%2Fwestminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/27030/westminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie/">Westminster h&#228;ngt: Kr&#228;nkung der &#8220;Vorzeige-Demokratie&#8221;</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/27030/westminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=27030&amp;md5=b7540d564d962294492326c8040ae4ed" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/27030/westminster-haengt-kraenkung-der-vorzeige-demokratie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was (leider) z&#228;hlt im NRW-Wahlkampf</title>
		<link>http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/</link>
		<comments>http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=26823</guid>
		<description><![CDATA[„Negative Campaigning“ ist auch in NRW zur Mutter aller Wahlkampfkonzepte geworden. „Negative Voting“ am 9. Mai wird wohl die Folge sein. – „Spalten statt Vers&#246;hnen“ ist scheinbar der Leitspruch des Wahlkampfs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c689b59130534398b985cf76354bbf59" alt="" width="1" height="1" />Am 9. Mai w&#228;hlt das bev&#246;lkerungsreichste Bundesland Deutschlands ein neues Parlament. Zudem entscheiden die W&#228;hler &#252;ber die Handlungs(un)f&#228;higkeit der Bundesregierung, geht es in Nordrhein-Westfalen doch auch darum, ob Schwarz/Gelb best&#228;tigt wird und in Berlin durchregieren kann – oder ob eine andere Konstellation eine Blockademacht erh&#228;lt. Doch wer glaubt, die W&#228;hler wollten eine inhaltliche Auseinandersetzung, eine kritische Aufarbeitung der erster Regierung R&#252;ttgers oder eine Diskussion dar&#252;ber, was zuk&#252;nftig besser gemacht werden k&#246;nne, der sieht sich schwer get&#228;uscht.</p>
<p>Sponsoring, Spenden, Spekulationen &#252;ber ein m&#246;gliches Rot-Rot-Gr&#252;n und – in Umkehr von Johannes Raus gro&#223;em Leitsatz zu „Spalten statt Vers&#246;hnen“ – pers&#246;nliche Angriffe bestimmen den Wahlkampf und damit die Zukunft des Bundeslandes in den n&#228;chsten f&#252;nf Jahren.</p>
<p>„Negative Campaigning“ ist auch in NRW zur Mutter aller Wahlkampfkonzepte geworden. „Negative Voting“ am 9. Mai wird wohl die Folge sein.</p>
<p><strong>Vorbei die Zeit, als Wahlen in Deutschland noch nach Pers&#246;nlichkeiten oder nach Inhalten entschieden wurden.</strong> Die Zeit, als es um „Willy w&#228;hlen“ ging oder – auch bei uns – um Bill Clintons Motto: „It’s the economy, stupid!“, nur die Wirtschaft z&#228;hlt. – Also die Zeit, als es um K&#246;pfe und Konzepte ging.</p>
<p>Bei der skurrilen NRW-Wahl werden gespielte Entr&#252;stung, gerade jetzt ausgegrabene Aff&#228;rchen, Internet-Blogs, Diskreditierung des CDU/FDP-Personals, geschickte „Ihr-wollt-doch-wohl-nicht-etwa…“-Suggestion ein gewichtiges Wort mitreden. Fraglich nur wo? Beim Wahlentscheid, dann zugunsten der SPD. Oder bei der Wahlbeteiligung, wenn sich der Frust gegen alle richtet, dann zum Vorteil der CDU.</p>
<p>Dass es immer weniger um Inhalte, Argumente, Programme, Bilanzen oder Konzepte geht, sondern um psychologische Diffamierung, semantische Wortklauberei und teilweise groteske Selbstlobhudelei, ist Schuld der Parteien – und als Quittung folgt die Abkehr der W&#228;hler vom Parteiensystem.</p>
<p>Weil gerade noch 12 Prozent der Deutschen den Parteien vertrauen, ihnen <strong>weniger als die H&#228;lfte Probleml&#246;sungskompetenz unterstellen</strong>, nur 10 Prozent eine Politik nach Vision und Zukunftsplan vermuten und weil sich in Folge dieses Vertrauensverlustes gerade noch 25 – statt wie noch 1990 50 Prozent – der Deutschen f&#252;r Politik interessieren, ist der Wunsch nach Analysen und Argumenten ziemlich &#252;berschaubar. Schlie&#223;lich besagt dieser Befund, dass 75 Prozent Desinteressierte die Wahlen entscheiden. Was eine v&#246;llig ver&#228;nderte Wahl-Mechanik zur Folge hat: <strong>Wahlk&#228;mpfe werden emotional, banal, brutal – Sachlichkeit und Ringen um Argumente haben ausgedient.</strong></p>
<p>Wer so wenig Inhaltsschweres zu bieten hat, kann nur dann erfolgreich sein, wenn die „Abteilung Attacke“ dem W&#228;hler Grund genug gibt, den Gegner demonstrativ nicht zu w&#228;hlen.</p>
<p>Emp&#246;ren ist l&#228;ngst zur K&#246;nigsdisziplin von Wahlk&#228;mpfern geworden. Nur merken die Politiker nicht, wie sie sich durch st&#228;ndige Salven selbst schaden. W&#228;hrend die Mehrheit der W&#228;hler sie im B&#252;&#223;erhemd sehen will – und ihnen dann m&#246;glicherweise ihre Stimme geben w&#252;rde, feuern sie im Kampfanzug Breitseiten gegen gegnerische Stellungen ab, gerne von den Medien mit gro&#223;er Emp&#246;rung verst&#228;rkt. <strong>Ein Teufelskreis, der Wahlen immer sachferner und irrationaler erscheinen l&#228;sst.</strong></p>
<p>Entr&#252;sten ist erfolgreicher als argumentieren. Vordergr&#252;ndiges K&#252;mmern besser als Kompetenz. Verst&#228;ndnis zeigen wirksamer als f&#252;r Reformen zu k&#228;mpfen.</p>
<p><strong>„Wer sich f&#252;r morgen einsetzt und versucht, Zukunftsreformen zu thematisieren, ist selber schuld“</strong>, lautet die zentrale Spin-Doctor-Regel dieser Wahl: Zumal 85 Prozent der Deutschen mittelfristig ein „Bergab f&#252;r Deutschland“ erwarten und „Reformen“ von &#252;ber 80 Prozent mit „es wird uns dadurch schlechter gehen“ assoziiert werden. Gerade deshalb geht es im NRW-Wahlkampf fast ausschlie&#223;lich um Emp&#246;rung &#252;ber gestern, anstatt um Weichenstellung f&#252;r morgen.</p>
<p>Dieser Zeitgeist bietet m&#246;glicherweise vor allem der in Kompetenz und  Personal nicht gut aufgestellten SPD die Chance auf ein achtbares  Resultat. So k&#246;nnte am 9. Mai die Partei unerwartet gut abschneiden, die der anderen bei Umfragen in den meisten Kompetenzfeldern weit unterlegen ist und – ausgerechnet – im Wahlkampf mit Respekt, Vertrauen, Herzlichkeit und Fairness wirbt.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F26823%2Fwas-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F26823%2Fwas-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/">Was (leider) z&#228;hlt im NRW-Wahlkampf</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=26823&amp;md5=094aa0d7a666675e1f07ffac686c30f9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gro&#223;britannien: TV-Debatte mit Brown, Cameron, Clegg und 76 Regeln</title>
		<link>http://carta.info/25670/grossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln/</link>
		<comments>http://carta.info/25670/grossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 15:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=25670</guid>
		<description><![CDATA[Die "Sp&#228;tentwickler" von der britischen Insel proben das TV-Duell. In nicht weniger als 76 Punkten sind die Regeln f&#252;r die Sendung festgehalten, nicht einmal Zuschauerreaktionen d&#252;rfen eingeblendet werden. Die Debatte kann man im ITV-Stream &#252;ber das Netz verfolgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/4df38c904b00430aa3a53aa41ddd5d85" alt="" width="1" height="1" />Es klingt &#252;berraschend, aber die am Donnerstag beginnende Serie von drei TV-Debatten im diskussionsfreudigen Gro&#223;britannien ist tats&#228;chlich eine Premiere – <strong>bislang gab es keine prominenten Rededuelle zwischen den Spitzenkandidaten der Parteien</strong>. Die B&#252;rgersprechstunden mit Gordon Brown (Labour Party), David Cameron (Conservative Party) und Nick Clegg (Liberal Democrats) sind die prominenteste Neuheit im britischen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,689099,00.html">Medienwahlkampf</a>.</p>
<p>Im Parlament geh&#246;rt der wortreiche Streit dagegen zum Standard, beg&#252;nstigt durch die aus dem brititschen Mehrheitswahlrecht folgende Dominanz der beiden gro&#223;en Parteien oder auch durch die auf Konfrontation angelegte Sitzordnung im Unterhaus. Mehrere Versuche, &#246;ffentlichkeitswirksame TV-Debatten in den Wahlkampf zu integrieren, waren zuvor gescheitert: So wollte der Labour-Politiker Harold Wilson als Herausforderer 1964 offenbar dem US-Vorbild John F. Kennedy nacheifern. Dessen Wahlerfolg &#252;ber Richard Nixon 1960 wird stets auch mit der besseren Performance in den „Great Debates“ in Verbindung gebracht. 1987 hatte sich Margaret Thatcher einer Debatte mit ihrem Herausforderer Neil Kinnock verweigert – die „Eiserne Lady“ hatte sich auf die W&#252;rde des Amtes und den Charakter der Parlamentswahlen berufen. Damit ist Gro&#223;britannien sogar im Vergleich mit Deutschland ein „Sp&#228;tentwickler“ in Sachen TV-Debatte – das Format hat l&#228;ngst seinen Siegeszug angetreten und wurde allein 2009 an vermeintlich exotischen Orten wie etwa Iran, Afghanistan oder der Mongolei umgesetzt.</p>
<p>Premierminister Brown schm&#252;ckt sich zwar mit der Tatsache, dass er als erster Bewohner von Downing Street No. 10 an einer solchen Debatte teilnimmt, doch k&#246;nnte man ihm dies auch <strong>als Schw&#228;che auslegen</strong>. Amtsinhaber stimmen meist dann den Anfragen ihrer Herausforderer zu, wenn sie sich einen Bonus f&#252;r die eigene Kampagne versprechen. Solche Offenheit kann auch zum Verh&#228;ngnis werden. Das passende Beispiel aus den USA lieferte Gerald Ford, der die bis 1976 pausierenden Pr&#228;sidentschaftsdebatten wiederbelebte. Ohne Not bot er seinem Kontrahenten Jimmy Carter eine gro&#223;e B&#252;hne, produzierte selbst einen spektakul&#228;ren Patzer („there is no Soviet domination of Eastern Europe“) – und verlor.</p>
<p>Zur eigenen Absicherung spielt Brown nun das <em>expectation game</em> – er gilt nicht als glanzvoller Rhetor, bereitet sich aber dem Vernehmen nach seit Wochen intensiv auf die Debattenserie vor. Ziel der &#220;bung ist die &#220;berraschung der Zuschauer mit einer gelungenen Performance und damit der Beweis, dass der Premierminister auch in dieser Disziplin &#252;berzeugen kann. In den USA haben zuletzt John McCain und vor allem Sarah Palin dieses Register gezogen – im Vorfeld hatten sie offensiv mit ihrer Debattierschw&#228;che kokettiert, um letztlich ganz passable Vorstellungen am Rednerpult abzuliefern.</p>
<p>David Cameron, dessen Image zuletzt im Verbund mit sinkenden Umfragewerten seiner Conservatives einige Kratzer abbekommen hatte, steht dagegen unter gro&#223;em Druck. Er muss aus der Debatte als Sieger hervor gehen, sonst verschiebt sich das <em>momentum</em> der Kampagne noch weiter in Richtung von <em>Labour</em>. Vor allem f&#252;r die weitere Kampagnenplanung ist ein sicherer, fehlerfreier Auftritt notwendig, einen Patzer oder ein allzu defensives Verhalten kann er sich nicht erlauben. Hier allerdings kommt Cameron der <em>protected mode</em> der Debatten zugute – in einer Dreier-Konstellation, die zudem durch einen Moderator und f&#252;r alle Teilnehmer gleichlautende B&#252;rgerfragen abgefedert ist, d&#252;rfte es nicht zur direkten Konfrontation mit den politischen Gegnern kommen.</p>
<p>Als gef&#252;hlter Sieger gilt im Vorfeld allerdings der Liberaldemokrat Nick Clegg, der als Vertreter der dritten Kraft im britischen Zweiparteiensystem seinen ersten Erfolg bereits in der Tasche hat. Denn anders als in Deutschland hat die Debatten-Organisation aktuelle Umfragewerte ber&#252;cksichtigt – etwa 20 % der Briten wollen f&#252;r die Liberaldemokraten stimmen, 31 % f&#252;r die noch regierende Labour-Partei und 37 % f&#252;r die Konservativen. Durch die Teilnahme an den prominenten Gespr&#228;chsrunden begegnet Clegg seinen Konkurrenten Brown und Cameron auf Augenh&#246;he – in punkto Sichtbarkeit ein gro&#223;er Gewinn f&#252;r seine Partei, die mit einer <strong>Perspektive als Koalitionspartner in einem <em>hung parliament</em></strong> lieb&#228;ugelt.</p>
<p>Nimmt man die Gestaltung der <em>Prime Minister</em> Debates etwas genauer in den Blick, dann hat es den Anschein, als wolle man sich im Vereinigten K&#246;nigreich gleich an die Spitze der weltweiten Debattenkultur setzen. Die 76 Unterpunkte der <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/election_2010/8587362.stm">&#220;bereinkunft zur Regelung des Sendeformates</a> d&#252;rften jedenfalls eine Rekordmarke sein – Debattenteilnehmer und TV-Sender haben die Produktionsbedingungen minuti&#246;s geregelt, &#252;ber die Redezeitverteilung (Nr. 46-48), die Gestaltung des B&#252;hnenbildes (Nr. 66-68) bis hin zum <strong>Verbot der Einblendung von Zuschauerreaktionen</strong> (Nr. 71). Die drei Debatten sind nach dem Muster der US-amerikanischen „Townhall-Meetings“ organisiert, das Meinungsforschungsinstitut ICM wurde f&#252;r die Auswahl der repr&#228;sentativen Zuschauer-Panels engagiert. Produziert werden die jeweils 90 Minuten langen Sendungen in unterschiedlichen Landesteilen: so &#252;bertr&#228;gt der Privatsender ITV aus dem Nordwesten, darauf folgt eine Produktion von Sky aus S&#252;dengland, f&#252;r die &#246;ffentlich-rechtliche BBC sind die Midlands vorgesehen.</p>
<p>Die Erwartung einer schlechten Wahlbeteiligung, die noch deutlich unter den 61% von 2005 liegen d&#252;rfte, hat einen wesentlichen Beitrag f&#252;r das Zustandekommen der TV-Debatten geleistet. Sowohl die veranstaltenden Fernsehsender wie auch die teilnehmenden Politiker lassen keine Gelegenheit aus, um die hohe Reichweite und den politischen Bildungscharakter dieser auf drei Folgen begrenzten Miniserie hervorzuheben. Auch in Zeiten von Politikverdrossenheit und Wahlm&#252;digkeit sind Debatten zwischen Spitzenpolitikern verl&#228;ssliche Quotenbringer – selbst wenn das deutsche Kanzlerduell 2009 einen massiven Zuschauereinbruch zu verzeichnen hatte, so war es mit gut 14 Millionen Zuschauern mit Abstand das wichtiges TV-Format im Bundestagswahlkampf. &#196;hnlich prominent d&#252;rften sich die drei <em>Prime Minister Debates</em> platzieren – allein der Premierencharakter wird dabei auch viele politikabstinente B&#252;rger vor den Fernseher locken.</p>
<p><em>Die Debatte wird ab 21.30 Uhr mitteleurop&#228;ischer Zeit (8.30pm Ortszeit) vom Sender ITV &#252;bertragen. Die Debatte kann &#252;ber einen <strong>Stream auf </strong><a href="http://www.itv.com/electiondebate/"><strong>ITV.com</strong></a> verfolgt werden.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F25670%2Fgrossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F25670%2Fgrossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/25670/grossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln/">Gro&#223;britannien: TV-Debatte mit Brown, Cameron, Clegg und 76 Regeln</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/25670/grossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=25670&amp;md5=81effb0f7d99aa89021abdc2808d3bc7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/25670/grossbritannien-tv-debatte-mit-brown-cameron-clegg-und-76-regeln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schraven (Ruhrbarone): Man kann sich Blogs als die kleinen R&#228;der vorstellen, die die Gro&#223;en bewegen</title>
		<link>http://carta.info/23997/schraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen/</link>
		<comments>http://carta.info/23997/schraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:01:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Grieß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[David Schraven]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23997</guid>
		<description><![CDATA[Der Journalist David Schraven sorgte mit Beitr&#228;gen im Blog „Ruhrbarone“ schon h&#228;ufiger f&#252;r Diskussionen. Mit Andreas Grie&#223; sprach er &#252;ber die Rolle von Blogs im Wahlkampf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f2ec3f91548e4835898a80536ef717bb" alt="" width="1" height="1" />Im vergangenen Jahr zogen unter anderem Texte &#252;ber die <a href="http://www.ruhrbarone.de/hat-fpd-europaspitzenkdandidatin-koch-mehrin-falschen-eid-geleistet/">EU-Parlaments-Anwesenheit von Silvana Koch-Mehrin (FDP)</a> und einem <a href="http://www.ruhrbarone.de/wie-eine-spd-spitze-ihre-geschichte-verandert/">ge&#228;nderten Lebenslauf von Hannelore Kraft (SPD)</a> ihre Kreise. Auch den aktuellen Landtags-Wahlkampf in NRW <a href="http://www.ruhrbarone.de/cdu-nrw-reagiert-panisch/">begleitet</a> <a href="http://www.ruhrbarone.de/emails-aus-der-staatskanzlei-folge-ix-%E2%80%93-beleidigendes-uber-die-oppositionsfuhrerin/">und</a> <a href="http://www.ruhrbarone.de/das-problem-von-spd-kraft-heist-ex-spd-clement/">kommentiert</a> David Schraven. <a href="http://www.ruhrbarone.de/">Ruhrbarone</a> und <a href="http://www.wir-in-nrw-blog.de/">Wir-in-NRW</a> sind im Netz als wichtige Informationsquellen (nicht nur) im aktuellen Wahlkampf etabliert.<br />
&#8212;</p>
<p><em>David Schraven, die Ruhrbarone sind sp&#228;testens durch die Aussagen an Andreas Krautscheid (CDU) zu einem Element des NRW-Wahlkampf geworden. Dabei ging es auch um die Herkunft der Informationen. Gibt es eigentlich Informanten, die bewusst an Blogs herantreten und nicht an konventionelle Medien?</em></p>
<p>Schraven: In der Regel ist es so, dass man sich Informanten erarbeitet. Als Autor muss man &#252;ber lange Zeitr&#228;ume Kontakt halten und wechselseitiges Vertrauen schaffen durch gemeinsame Erfahrungen. Erst dann, nach und nach, sind Informanten bereit, Daten und Fakten weiterzureichen, die ihnen selbst den Job kosten k&#246;nnten, wenn mit ihnen falsch umgegangen wird.</p>
<p>Bei diesen Verh&#228;ltnissen spielt es keine Rolle, ob jemand f&#252;r einen Blog schreibt oder f&#252;r eine gro&#223;e Zeitung. Deswegen glaube ich auch nicht, dass jemand bewusst Informationen an einen Blog herantr&#228;gt. Eher ist es so, dass ein Autor die Geschichten eines Informanten eben da bringt, wo er es f&#252;r richtig h&#228;lt. Sei es im Blog oder in einer Zeitung. So schreiben im Blog <em>Wir-in-NRW</em> Journalisten anonym, die aus welchem Grund auch immer keine Chance haben, ihre Geschichten unter ihrem Klarnamen in Zeitungen zu platzieren.</p>
<p>Anders gesagt: Nicht Informanten bringen Infos an Blogs, sondern Journalisten bringen die Geschichten ihrer Informanten in Blogs, die sie selbst betreiben.</p>
<p><em> Kommt es denn auch vor, dass Parteien oder Wahlk&#228;mpfer bewusst versuchen, Blogs Informationen &#252;ber den politischen Gegner zuzuspielen?</em></p>
<p>Schraven: Das habe ich noch nicht erlebt. Das liegt wohl auch daran, dass wir bei den Ruhrbaronen gegen alle schie&#223;en. Bei anderen Blogs k&#246;nnte ich es mir schon eher vorstellen, da erkennt man teilweise eine politische Pr&#228;ferenz. Trotzdem w&#228;re den Parteien die direkte Manipulation wohl zu gef&#228;hrlich, da sie Gefahr liefen, dass ein Blog dann genau &#252;ber die versuchte Manipulation berichtet.</p>
<p><em>Welche Rolle spielen Blogs wie Ruhrbarone oder Wir-in-NRW in der politischen Meinungsbildung?</em></p>
<p>Schraven: Blogs sind in der breiten Bev&#246;lkerung noch sehr unbekannt. In der Massenwirkung spielen sie sicher keine Rolle. Man kann sich Blogs eher als kleine R&#228;der vorstellen, die in der Lage sind, gro&#223;e R&#228;der zu bewegen. Auf diese Weise k&#246;nnen sie mittelbar Einfluss auf die Meinungsbildung gewinnen. Dann n&#228;mlich, wenn gro&#223;e Medien die Geschichten der Blogs aufnehmen. Alleine aus eigener Kraft k&#246;nnen Blogs noch keine Massengeschichten produzieren.</p>
<p><em>Einige Geschichten m&#252;ssen demnach erst auf Blogs laufen?</em></p>
<div id="attachment_24067" class="wp-caption alignleft" style="width: 168px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone.jpg"><img class="size-full wp-image-24067" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone.jpg" alt="David Schraven (Ruhrbarone): &quot;Ich glaube nicht, dass Blogs Wahlen direkt beeinflussen.&quot;" width="158" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">David Schraven (Ruhrbarone): &quot;Ich glaube nicht, dass Blogs Wahlen direkt beeinflussen.&quot;</p></div>
<p>Schraven: Ich w&#252;rde sagen, es gibt nur einen Grund, warum einige Geschichten nur in Blogs funktionieren: Wenn sie zu lang und detailliert sind. Zum Beispiel schreibe ich seit geraumer Zeit &#252;ber das <a href="http://www.ruhrbarone.de/weitere-dubiose-vorgange-im-hause-von-cdu-uhlenberg/">Umweltministerium in NRW</a>. Das Gebaren dieses Hauses wird in einem Untersuchungsausschuss des Landtages untersucht. Die Beitr&#228;ge dazu sind oft umfangreich und ich verlinke darin Originaldokumente. So etwas kann ich mir eigentlich nur in Blogs vorstellen. F&#252;r Zeitungen ist diese Art der Berichterstattung zu umfangreich.</p>
<p>Wenn wir von Skandalen reden, glaube ich immer noch, dass es die klassischen Medien braucht, um Enth&#252;llungen nach vorne zu bringen. Nehmen wir die so genannte E-Mail-Aff&#228;re der CDU in NRW. Zun&#228;chst hatte der Blog <em>Wir-in-NRW</em> einige Dokumente zur Aff&#228;re geliefert. Die knallten aber nicht richtig. Die Geschichte nahm erst an Fahrt auf, nachdem der <em>Spiegel</em> &#252;ber den „Miet-mich-R&#252;ttgers“ berichtet hatte.</p>
<p><em>Sind Texte in Blogs wie Ruhrbarone und Wir-in-NRW aggressiver als der klassische Zeitungsjournalismus?</em></p>
<p>Schraven: Ja und nein. Ich pers&#246;nlich versuche bewusst eine direktere Sprache zum Leser zu pflegen. Auch beziehe ich kontroverse Positionen. Ansonsten versuche ich aber die gleichen Standards f&#252;r mich anzuwenden, als w&#252;rde ich f&#252;r Zeitungen schreiben. Bei anderen Blogs sehe ich &#228;hnliche Entwicklungen.</p>
<p><em>Ist es nicht so, dass teilweise bewusst Einfluss auf Debatten genommen wird?</em></p>
<p>Schraven: Geschichten sollen nat&#252;rlich knallen und nicht untergehen. Daher werden sie so platziert, dass sie wahrgenommen werden. Etwa im Umfeld von Parteitagen. Da achte ich schon auf den passenden Moment. Einschr&#228;nkend bei Blogs w&#252;rde ich aber sagen: Dort verarbeite ich Sachen oft schneller. Normal kann eine Geschichte schon mal vier bis f&#252;nf Wochen liegen und ich recherchiere immer mal wieder dran rum. Bei einem Blog bringe ich eine Story oft sofort.</p>
<p><em>Die CDU kritisierte, dass die SPD kritische Blogbeitr&#228;ge zur CDU verlinkt habe…</em></p>
<p>Schraven: Na gut, irgendwas mussten die ja sagen. Eigentlich ist es aber nicht schlimm. Alle verlinken, das ist ein g&#228;ngiges Gesch&#228;ft und man kann sich auch nicht dagegen wehren. Ich sehe das eher vergleichbar zu Pressespiegeln, die per pdf &#252;ber Emails verbreitet werden.</p>
<p><em>Mal in Zahlen gesprochen: Wie viel Prozentpunkte im Wahlergebnis machen Blogs bei der Landtagswahl aus?</em></p>
<p>Schraven: Kein einziges Prozent. Ich glaube nicht, dass Blogs Wahlen direkt beeinflussen. Dazu sind sie zu klein und unbedeutend. Davon abgesehen glaube ich auch nicht, dass Skandale Wahlen nennenswert beeinflussen. Das tun sie nur, wenn sie wirklich gro&#223; sind, wie der CDU-Parteispendenskandal damals, oder wenn sie das Lebensumfeld der W&#228;hler direkt ber&#252;hren. Ich glaube eher daran, dass Blogs die Reflektion &#252;ber das Geschehen erh&#246;hen k&#246;nnen.</p>
<p><em>Das hei&#223;t?</em></p>
<p>Schraven: Blogs sind gut um Stimmungen zu sp&#252;ren. Wenn zum Beispiel eine Wechselstimmung in der Bev&#246;lkerung w&#228;chst, sind die Blogs und Kommentare voll politischer Einsch&#228;tzungen, Meinungen und Diskussionen. Wenn niemand mit einem Wechsel rechnet, l&#228;uft auch keine Debatte. Diese Stimmung l&#228;sst sich aber nicht k&#252;nstlich erzeugen. Bei der vergangenen Bundestagswahl etwa hatten die Jusos wie verr&#252;ckt getwittert – v&#246;llig ohne Erfolg. Die Leser sind nicht doof. In so einem Fall von Wahlwerbung tolerieren sie das einfach weg. Dass ein Thema nicht in der Bev&#246;lkerung aufgenommen wird, sieht man daran, dass es keine Eintr&#228;ge dazu gibt, so einfach ist das. Die Blogs stehen hier als ein Teil f&#252;r das Ganze.</p>
<p><em>Wie haben sich eigentlich die j&#252;ngsten Hartz-IV-Vorschl&#228;ge von Hannelore Kraft auf die Stimmung unter den Netz-Aktivisten ausgewirkt?</em></p>
<p>Schraven: Bis zum Hartz IV-Angriff der Spitzenkandidatin der NRW-SPD, Hannelore Kraft, war die SPD im Aufwind. Bundesweit. Es gab jede Menge Diskussionen &#252;ber die Politik in Nordrhein-Westfalen und auch im Bund. &#220;ber die soziale Frage, &#252;ber moralische Verantwortung und &#246;konomische Zw&#228;nge. Dann tr&#246;tete die SPD-Kandidatin die alte SPD-Tuba und damit zog auch wieder schlagartig die alte Verdrossenheit in die alten Sch&#252;tzengr&#228;ben. Jeder wurde daran erinnert, warum noch mal die SPD im Bund nur noch f&#252;r 23 Prozent steht. Die Diskussionen schlafen wieder ein. Das bedeutet: der Trend der Bundestagswahl setzt sich fort.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F23997%2Fschraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F23997%2Fschraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/23997/schraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen/">Schraven (Ruhrbarone): Man kann sich Blogs als die kleinen R&#228;der vorstellen, die die Gro&#223;en bewegen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/23997/schraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen/#comments">5 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23997&amp;md5=1d6e066ff1127ac964835cc10215131f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/23997/schraven-ruhrbarone-man-kann-sich-blogs-als-die-kleinen-raeder-vorstellen-die-die-grossen-bewegen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und die Tagesthemen so: Yeaahh</title>
		<link>http://carta.info/15310/und-die-tagesthemen-so-yeaahh/</link>
		<comments>http://carta.info/15310/und-die-tagesthemen-so-yeaahh/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 11:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Yeaahh]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=15310</guid>
		<description><![CDATA[Jetzt auch in den Tagesthemen: Angela Merkel und das Yeaahh-Mem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angela Merkels &#8220;Freunde aus dem Internet&#8221; haben es jetzt auch in die Tagesthemen geschafft. Wir sehen Bilder vom letzten Yeaahh-Flashmob in Wuppertal – von Tom Buhrow mit der sch&#246;nen Wortsch&#246;pfung <strong>Blitzauflauf</strong> eingedeutscht. Dann ein Interview mit René Walter (<a href="http://www.nerdcore.de/">nerdcore</a>), und als Experte Christoph Bautz von <a href="http://www.campact.de/campact/home">Campact</a> (in der Bauchbinde falsch: &#8220;Compact&#8221;). Der anschlie&#223;ende <strong>Kommentar</strong> von Thomas Hinrichs weckt zun&#228;chst Erinnerungen an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yeah">Walter Ulbricht</a> und versucht es im folgenden dann allen halbwegs Recht zu machen.<br />
<object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/JMacqr0RvcQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JMacqr0RvcQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Video: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JMacqr0RvcQ&amp;">Tagesthemen-Bericht und Kommentar zum Yeaahh-Flashmob</a>. [<a href="http://yeaahh.tumblr.com/post/195574960">via</a>]</p>
<p>Egal, was man von Bericht und Kommentar halten mag: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mem"><strong>Mem</strong></a> &#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/spanier/3910411907/">Yeaahh</a>&#8220;, wie man es mit Richard Dawkins nennen kann, hat sich <strong>repliziert</strong> und seine &#220;berlebenswahrscheinlichkeit erh&#246;ht (Mehr dazu <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre121.html">hier</a>).
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F15310%2Fund-die-tagesthemen-so-yeaahh%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F15310%2Fund-die-tagesthemen-so-yeaahh%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/15310/und-die-tagesthemen-so-yeaahh/">Und die Tagesthemen so: Yeaahh</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/15310/und-die-tagesthemen-so-yeaahh/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=15310&amp;md5=91d59804c215a902e5c9ee8f2a69de14" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/15310/und-die-tagesthemen-so-yeaahh/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf Wiederw&#228;hlen 08</title>
		<link>http://carta.info/15303/auf-wiederwaehlen-08/</link>
		<comments>http://carta.info/15303/auf-wiederwaehlen-08/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 10:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Meckel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Volksparteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=15303</guid>
		<description><![CDATA[Der Topos vom Niedergang der Volksparteien wurde rauf- und runterdisktutiert. Aber was ist eigentlich eine Volkspartei?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Segen der Volksn&#228;he<br />
<object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/nKBahCXrmnE&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nKBahCXrmnE&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>[via <a href="http://www.miriammeckel.de/2009/09/23/auf-wiederwaehlen-08/">MiriamMeckel</a>]
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F15303%2Fauf-wiederwaehlen-08%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F15303%2Fauf-wiederwaehlen-08%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/15303/auf-wiederwaehlen-08/">Auf Wiederw&#228;hlen 08</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/15303/auf-wiederwaehlen-08/#comments">73 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=15303&amp;md5=366f2b291d344fba301964dfe0c44167" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/15303/auf-wiederwaehlen-08/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>73</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ausweitung des Zuspitzungswahlkampfs</title>
		<link>http://carta.info/13942/ausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier/</link>
		<comments>http://carta.info/13942/ausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 15:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13942</guid>
		<description><![CDATA[Der gestrige Wahlabend beendete vor allem die gr&#246;&#223;e Erz&#228;hlung der Medien- und Umfrageindustrie, nach der Angela Merkel letztlich uneinholbar vorne liege. Die SPD hat einen ihrer Lieblingsfeinde zur&#252;ck: die ignorante Hauptstadtpresse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/dd130ca919a2eb3c822b54964e0834" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Was ist gestern Abend eigentlich passiert? Einiges. Als handfester Indikator mag gelten, was Kajo Wasserh&#246;fel gestern kurz nach 18 Uhr <a href="http://twitter.com/Kajo2009/status/3647017501">twitterte</a>:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://twitter.com/Kajo2009/status/3647017501"><img class="size-full wp-image-13955   aligncenter" title=":-))))" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/08/kajo2009.png" alt=":-))))" width="400" height="154" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p>So gut gelaunt hat man den SPD-Bundesgech&#228;ftsf&#252;hrer schon lange nicht mehr erlebt. Wasserh&#246;fel jubiliert schon wenig sp&#228;ter &#252;ber den &#8220;<a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/8/ein-schwarzer-sonntag-fr-frau-merkel">schwarzen Sonntag f&#252;r Frau Merkel</a>&#8221; und gibt die Interpretationslinie vor: &#8220;<a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/8/ein-schwarzer-sonntag-fr-frau-merkel">Schwarz-Gelb hat in unserem Land keine Mehrheit.</a>&#8221;  Da reibt man sich die Augen und <a href="http://twitter.com/netzpolitik/statuses/3647552364/">fragt</a>:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://twitter.com/popkulturjunkie/status/3647541387"><img class="size-full wp-image-13958   aligncenter" title="Steinmeier und M&#252;ntefering jubeln &#252;ber 9,9%, 18,7% und 25,1%???? Na dann viel Spa&#223; bei der Bundestagswahl!" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/08/popkulturjunkie.jpg" alt="Steinmeier und M&#252;ntefering jubeln &#252;ber 9,9%, 18,7% und 25,1%???? Na dann viel Spa&#223; bei der Bundestagswahl!" width="400" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Doch dieser Abend geht tats&#228;chlich an die SPD, denn alle Augen richten sich auf die Strategie der Kanzlerin, die <a href="http://romanmoeller.wordpress.com/2009/08/31/wo-war-angela-merkel/">nicht </a><a href="http://romanmoeller.wordpress.com/2009/08/31/wo-war-angela-merkel/">erscheint</a>. Und ihr Generalsekret&#228;r wirkt betr&#228;chtlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=umvBC11F8D4">derangiert</a>.</span></span> Dabei ist eigentlich nichts Spektakul&#228;res passiert: Im Saarland hat sich Heimspieler Oskar Lafontaine 20 Prozent zur&#252;ck erk&#228;mpft, in Th&#252;ringen wurde ein augenscheinlich schw&#228;chelnder Ministerpr&#228;sident abgestraft. In Sachsen lief es f&#252;r die CDU gut.</p>
<p>Das eigentliche <strong>Drehmoment</strong> bekommt dieser Abend durch den Auftritt eines neuen Akteurs in diesem Bundestagswahlkampf: den <strong>W&#228;hler</strong>. Der Skandal des Abends besteht darin, dass die gr&#246;&#223;e Erz&#228;hlung der Medien- und Umfrageindustrie gebrochen worden ist, nach der Merkel letztlich uneinholbar ihren inhaltsleer-umarmenden Pr&#228;sidialwahlkampf werde weiterf&#252;hren k&#246;nnen.  Die SPD bekommt damit auch ihren Lieblingsfeind zur&#252;ck: Die angeblich latent neoliberale Hauptstadtpresse, die vom Denken der kleinen Leute da drau&#223;en sowieso nichts verstehe.</p>
<p>Pl&#246;tzlich stellen sich damit wieder die Fragen nach der strukturellen Mehrheitsf&#228;higkeit von Schwarz-Gelb, die medial schon pr&#228;judiziert schien. Letzlich sei diese klassische Regierungskoalition der alten Bundesrepublik seit 1998 n&#228;mlich demografisch ohne Machtperspektive, wie Frank L&#252;bberding <a href="http://www.weissgarnix.de/2009/08/31/lahm-trifft-blind/">betont</a> (mehr dazu auch <a href="http://carta.info/10370/mehrheiten-links-der-mitte/">hier</a>). Merkel habe bei den Landstagswahlen gezeigt, dass sie nicht die notwendige Ausstrahlungskraft ins linke Lager besitze, um hierzulande Mehrheiten zu organisieren.  Die schlechten Ergebnisse kratzen tats&#228;chlich am Merkel-Nimbus, deren Wahlkampfstrategie vielen in Berlin zwar als langweilig, aber effektiv galt.</p>
<p>Dass Michael Spreng &#252;ber die politische Chef-An&#228;sthesistin Angela Merkel <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=1893">n&#246;rgelt</a>, &#252;berrascht nicht. Dass aber nun auch die konservtive Kolumnistin Bettina R&#246;hl die <span id="main" style="visibility: visible;"><span id="search" style="visibility: visible;">Contenance <a href="http://debatte.welt.de/weblogs/238/sex+macht+und+politik+mainstream+report+von+bettina+roehl/151942/warnschuss+vor+den+bug+des+merkeldampfers">verliert</a>, gilt es zu notieren:<br />
</span></span></p>
<blockquote><p><span id="main" style="visibility: visible;"><span id="search" style="visibility: visible;">&#8220;Merkel ist die Kanzlerin der ruhigen Hand. Von Lagerwahlkampf versteht sie offenkundig nichts. Und das zeigt sich nicht erst jetzt. &#8230; Die CDU ruht sich auf der Merkel-Bank aus, w&#228;hrend Angela Merkel schl&#228;ft.&#8221; </span></span></p></blockquote>
<p><span id="main" style="visibility: visible;"><span id="search" style="visibility: visible;">Das b&#252;rgerliche Lager m&#252;sse endlich lernen, so R&#246;hl, auf ideologische Angriffe von links zu kontern. Bei Merkel sieht sie hier augenscheinlich gro&#223;e Leerstellen.</span></span> <span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Das Erstaunliche an der ganzen Angelegenheit ist selbstredend, dass die SPD durch die (leichte? vor&#252;bergehende?) Schw&#228;che der Union geradezu elektrisiert scheint. Pl&#246;tzlich blitzt der Wille zur Macht bei den Sozialdemokraten <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/437/485858/text/">wieder auf</a>. Dabei k&#246;nnte sie nur die – sehr unwahrscheinliche – Ampelkoalition zur Kanzlerschaft f&#252;hren. </span></span></p>
<p><span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Die erstaunliche Autosuggestion der SPD, die auch schon den letzten Parteitag pr&#228;gte, da ist sie wieder: <em>Irgendwie schaffen wir das schon</em>. Der gestrige Abend bedeutete f&#252;r die SPD auch die Hoffnung, irgendwie eine Mobilisierung hinzubekommen, an der es dem Steinmeier-Wahlkampf bislang so sehr mangelnde. </span></span> <span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Letztlich schienen sich gestern alle &#8211; Politik wie Medien &#8211; vor allem auch dar&#252;ber gefreut zu haben, dass sie in den gelernten Modus der politischen Auseinandersetzung zur&#252;ckfallen k&#246;nnen: Wer mit wem? Welche Koalition?</span></span></p>
<p><span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Dass es dabei noch weniger um Inhalte ging als beim Wahlkampf à la Merkel, schien dabei niemanden zu st&#246;ren und viele zu befl&#252;geln. Wieso noch &#252;ber den Deutschlandplan inhaltlich Wahlkampf machen, wenn man mit K&#252;ndigungsschutz- und Schwarz-Gelb-Paranoia mindestens genauso weit kommt?</span></span> <span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Die Erkenntnis des Abend lautet auch, dass der Weg der SPD zur Kanzlerschaft nur &#252;ber die Linke f&#252;hren &#8211; eine Option, die andere nach Steinmeier annehmen werden. </span></span></p>
<p><span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Hierf&#252;r bedarf es aber eines anderen Wahlkampfs und einer Linksf&#252;hrung der Sozialdemokraten.</span></span> <span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;">Recht gem&#252;tlich war es gestern auch f&#252;r so manch klassische Partei, weil die Piratenpartei nur am Rande vorkam. Die <a href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/Zwei_Stadtratssitze_M%C3%BCnster_Aachen_Fast_Verdoppelung_der_Stimmen_in_Sachsen">1,9 Prozent in Sachsen</a> gingen als Ergebnis eher noch unter. Auch hierin k&#246;nnte sich dieser Sonntag vom 27. September unterscheiden.</span></span> <span style="visibility: visible;"><span style="visibility: visible;"> </span></span>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13942%2Fausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13942%2Fausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13942/ausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier/">Ausweitung des Zuspitzungswahlkampfs</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13942/ausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13942&amp;md5=db7e5c2c66e58993d0ac58ad46b6a036" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13942/ausweitung-des-zuspitzungswahlkampfs-spd-cdu-merkel-steinmeier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SPD: Diagnose Doppelbefund, Problem ungel&#246;st</title>
		<link>http://carta.info/13919/spd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest/</link>
		<comments>http://carta.info/13919/spd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 09:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark T. Fliegauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13919</guid>
		<description><![CDATA[Die SPD sp&#252;rt R&#252;ckenwind. Doch die Ergebnisse der Landtagswahlen stellen ein strategisches Dilemma f&#252;r Frank-Walter Steinmeier dar, der sich nur mit  konsequenter Inkonsequenz gegen&#252;ber der Linken zu helfen wei&#223;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/bad6eb05a8ecfa02c8ecacfb372527" width="1" height="1" alt=""/>Die Generalprobe zur Bundestagswahl h&#228;tte f&#252;r die Sozialdemokratische Partei Deutschlands kaum besser verlaufen k&#246;nnen: Sowohl im Saarland als auch in Th&#252;ringen bietet sich die realistische M&#246;glichkeit, unter Beteiligung von Gr&#252;nen und Linken die Landesregierung zu formen und den Ministerpr&#228;sidenten zu stellen. F&#252;r Frank-Walter Steinmeier ist dies das Signal, dass die SPD auch bei der Bundestagswahl am 27. September wie Phoenix aus der Asche emporsteigen werde. Einziges Problem: Der Kanzlerkandidat selbst und seine Haltung zur Linken.</p>
<p>„Eines ist sicher”, <a href="http://www.tageschau.de/inland/reaktionenbund100.html">kommentierte</a> Frank-Walter Steinmeier die Ergebnisse der Landtagswahlen an der Saar sowie in Th&#252;ringen und Sachsen, „Schwarz-Gelb ist nicht gewollt in diesem Lande.” Somit erweise sich denn auch das journalistische Mantra, dass die Wahl bereits entschieden sei, als „gro&#223;er Irrtum&#8221;. Dies mag sein, sofern die Wahlausg&#228;nge in Erfurt und Saarbr&#252;cken in erster Linie eine Niederlage f&#252;r die CDU sind. Doch die Ergebnisse sind zugleich ein Sieg der Linken, die im Saarland nur unwesentlich weniger Stimmen ergatterte als die SPD und diese in Sachsen und Th&#252;ringen dauerhaft als zweitst&#228;rkste Kraft abgel&#246;st hat.</p>
<p><strong>So befindet sich der Kanzlerkandidat zwar im Aufwind aber gleichzeitig in einem Dilemma</strong>, da er genau jener „Regierungs-Fraktion“ innerhalb der SPD angeh&#246;rt, deren Machtstellung und programmatische Ausrichtung durch die elektoralen Erfolge der Linken deutlich <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:gastkommentar-spd-gefangen-im-20-plus-x-labyrinth/557743.html">geschw&#228;ch</a>t wird. Denn jede Stimme f&#252;r den Ex-Vorsitzenden Oskar Lafontaine scheint das Argument des linken Fl&#252;gels um die stellvertretende Bundesvorsitzende Andrea Nahles zu best&#228;tigen, wonach sich die SPD weiter nach links orientieren m&#252;sse, um verloren gegangene W&#228;hler an die Sozialdemokratie zur&#252;ckzubinden.<br />
<strong><br />
Steinmeier reagiert auf dieses Dilemma und die strategische Widerspr&#252;chlichkeit seiner Partei mit konsequenter Inkonsequenz.</strong> Denn indem er etwaige Koalitionen mit der Linken versch&#228;mt zur Sache der Landtagsfraktionen <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/politik/437/485858/text/">erkl&#228;rt</a>, l&#228;sst er im jeweiligen Bundesland Regierungsbildungen mit der Linken zu, um sie auf Bundesebene aber weiterhin auszuschlie&#223;en. Was spr&#228;che eigentlich dagegen, offensiv eine m&#246;gliche Zusammenarbeit mit der Linken in Aussicht zu stellen? Denn offensichtlich scheint beim Wahlvolk die Angst vor einer „roten Invasion“ um einiges geringer ausgepr&#228;gt zu sein als in der Chefetage des Willy-Brandt-Hauses&#8230;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13919%2Fspd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13919%2Fspd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13919/spd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest/">SPD: Diagnose Doppelbefund, Problem ungel&#246;st</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13919/spd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13919&amp;md5=952701a24e50a99c5d9fbda59b5efe5a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13919/spd-diagnose-doppelbefund-problem-ungeloest/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der trostlose Wahlkampf und die Medien</title>
		<link>http://carta.info/13877/wahlkampf-trostlos/</link>
		<comments>http://carta.info/13877/wahlkampf-trostlos/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 15:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Leisegang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13877</guid>
		<description><![CDATA[Die Trostlosigkeit des Wahlkampfs liegt nicht in der Verantwortung der Kandidaten, ihrer Programme oder der B&#252;rger. Die Medien selbst haben hier versagt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b9fcfae94c52d63bd3f4449ccb5eba" alt="" width="1" height="1" />Die Plage dieses Sommers ist nicht die Schweinegrippe, sondern die Trostlosigkeit des bundesweiten Wahlkampfs. F&#252;r die Inhaltsleere sind allerdings weniger die Kandidaten, deren Programme oder gar der B&#252;rger verantwortlich zu machen, sondern in erster Linie die Medien selbst. Denn politische Themen g&#228;be es genug, die Journalisten fragen nur nicht nach ihnen. Das beherrschende Motiv dieses Superwahljahres ist daher auch ein Schaukampf, dem die Journalisten mit geradezu sportjournalistischem Eifer nachgehen.</p>
<p>In der einen Ecke des Rings: Angela Merkel. Sie gilt den Journalisten als „erfahrene politische Generalistin“, die dem Gegner „keine Angriffsfl&#228;che“ bietet und stattdessen „klug abwartet“. Dass sie lieber „im Ungef&#228;hren“ bleibt, &#252;berrasche wenig, schlie&#223;lich sei Merkel „keine J&#228;gerin, sie ist eine Sammlerin“. Vor allem aber habe sie „Spa&#223; am Amt“, das merke man ihr an. Nach einem beachtlichen Imagewandel sei die Kanzlerin heute „viel unverkrampfter“, mehr noch: sie ist nun sogar auf dem Weg, die „Mutter der Nation“ zu werden.</p>
<p>In der gegen&#252;berliegenden Ecke: Frank-Walter Steinmeier. Bei ihm machte sich anfangs noch Ratlosigkeit breit. Haben wir es mit einem zweiten Gerhard Schr&#246;der zu tun, der in Bierzelten gut r&#246;hren kann, oder doch mit einem grauen B&#252;rokraten, der erst langsam lernen musste, „Ich“ zu sagen – wenn auch in Schlangens&#228;tzen?</p>
<p>Zwar gehe Steinmeier wie auch der Erstplatzierten jedes Imponiergehabe ab. Dennoch gereiche dies dem spr&#246;den Au&#223;enminister, im Gegensatz zu Merkel, nicht zum Vorteil. Das entspanntere Auftreten in den vergangenen Wochen wird dem SPD-Kandidaten dennoch wohlwollend zugute gehalten: Heute lege Steinmeier den Ball nicht nur auf den Punkt, sondern laufe auch mit nach vorn. Auch lasse der Sozialdemokrat gelegentlich sogar Humor erkennen, konstatiert &#252;berrascht die Journaille.</p>
<p>Zu diesen unpolitischen Portraits gesellten sich j&#252;ngst unterschiedliche „Skandale“. Seit Wochen schon steht der Dienstwagen der Bundesgesundheitsministerin im Zentrum des Medieninteresses. Nicht nur die Union schlachtete die Casa Ulla Schmidt gen&#252;sslich aus. Auch die Journaille kommentierte die „Aff&#228;re“ in aller Ausf&#252;hrlichkeit und r&#228;umte den &#252;berzogenen Anw&#252;rfen von CDU/CSU und FDP zudem gro&#223;z&#252;gigen Spaltenplatz ein.</p>
<p>Aber auch die Union sollte sich alsbald eine blutige Lippe holen. Anfang August pr&#228;sentierte ihr neuer Superstar, Wirtschaftsminister zu Guttenberg, ungepr&#252;ft einen Gesetzesentwurf, den Anw&#228;lte der internationalen Kanzlei Linklaters ausformuliert hatten. Die Sozialdemokraten konnten endlich aufatmen – und zur&#252;ckkeilen.</p>
<p>Die „Dienstwagenaff&#228;re“, das Linklaters-Gesetz und nun aktuell auch noch ein Promi-Dinner im Kanzleramt – was aber bleibt vom Wahlkampf? Nur wenigen d&#252;rfte bekannt sein, was genau in dem 61-Seiten starken, neoliberal eingef&#228;rbten Strategiepapier (<a href="http://www.rp-online.de/public/download/aktuelles/politik/deutschland/HBTGc7Y4.pdf">hier</a> als PDF) des Wirtschaftsministeriums steht. Ebenso d&#252;rfte Ulla Schmidts Modell einer solidarischen B&#252;rgerversicherung den meisten W&#228;hlerinnen und W&#228;hler unbekannt geblieben sein.</p>
<p><strong>Selten sind die B&#252;rger derart uninformiert in eine Wahl gegangen. </strong>Es ist h&#246;chst unklar, welche Sachthemen schlie&#223;lich den Ausschlag geben d&#252;rften, wenn sie – darunter mehr als 50 Prozent „Unentschlossene“ – am 27. September ihr Kreuz machen d&#252;rfen.</p>
<p>Man kann die Schuld daran dem vermeintlich desinteressierten Citoyen zuschieben, wie es Mark T. Fliegauf in seinem <a href="http://carta.info/13794/citoyen-konsument/">Beitrag</a> tut. Vielleicht macht man sich es damit aber zu leicht. Den gr&#246;&#223;ten Anteil an dem mauen Wahlkampf tragen vor allem die Medien. Es w&#228;re ihre Aufgabe, zu informieren, unbequem nachzuhaken und bissig zu kommentieren. Das tun sie bislang nur unzureichend.</p>
<p>Auf diese Weise wird es auch den Politikern allzu leicht gemacht. Als Angela Merkel k&#252;rzlich bei einer Fernsehdiskussion kritisiert wurde, sie fahre im Schlafwagen zur Wiederwahl, entgegnete die Kanzlerin trocken, dass man sie doch zu den politischen Sachthemen fragen solle. Darauf waren die moderierenden Journalisten nicht gefasst – und erkundigten sich stattdessen weiter nach Wahltaktik und Koalitionsarithmetik.</p>
<p>Inhalte, mit denen sich die politische Leere f&#252;llen lie&#223;e, g&#228;be es allerdings <a href="http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=3154">in H&#252;lle und F&#252;lle</a>: eine gewaltige Wirtschaftskrise, deren heftigste Auswirkungen uns noch bevorstehen, ein Konjunkturprogramm, das vor allem die Automobilindustrie <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/abwrackpraemie248.html">nur kurzzeitig erhitzt</a> hat, ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit im kommenden Herbst – damit zunehmender Druck auf die Sozialkassen, eine Finanzwelt, die ungez&#252;gelt neue Blasen aufbaut und bereits auf die n&#228;chste Krise zuzusteuern droht.</p>
<p>Und die verbleibenden Tage bis zum Wahlsonntag werden kaum ausreichen, um die dar&#252;ber hinaus noch offenen Fragen ausf&#252;hrlicher zu diskutieren: Wie sieht beispielsweise das industriepolitische Konzept der Union f&#252;r morgen aus, nachdem das Strategiepapier ihres Wirtschaftsministers eilig zum Tabu erkl&#228;rt wurde? Wie seri&#246;s ist eigentlich das steuerpolitische Konzept der FDP, wo sie doch, ebenso wie die Union, allen mehr „Netto vom Brutto“, und damit <a href="http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=3118">das Blaue vom Himmel</a> verspricht? Was taugt der <em>New Green Deal</em> der Gr&#252;nen, den sie gro&#223;spurig als „neuen Gesellschaftsvertrag“ anpreisen? Welche (Exit-)Strategien haben die Parteien f&#252;r den deutschen Kriegseinsatz in Afghanistan, allen voran Die Linke, die den umgehenden Abzug fordert, ohne die m&#246;glicherweise verheerenden Folgen f&#252;r die Lage innerhalb des Landes genauer in den Blick zu nehmen? Kurzum: <strong>Wen und was w&#228;hlen wir eigentlich in vier Wochen?</strong>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13877%2Fwahlkampf-trostlos%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13877%2Fwahlkampf-trostlos%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13877/wahlkampf-trostlos/">Der trostlose Wahlkampf und die Medien</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13877/wahlkampf-trostlos/#comments">10 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13877&amp;md5=9088735f333a076db651b55a6e1e33be" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13877/wahlkampf-trostlos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Medienschau zum Wahlkampf II: Winkelemente, Schwebebalken, Ackermann-Sause</title>
		<link>http://carta.info/13833/medienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause/</link>
		<comments>http://carta.info/13833/medienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 14:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13833</guid>
		<description><![CDATA[Die Medienschau zur Wahlkampfwoche - diesmal mit der Sat.1-Wahlarena, der Aikido-Kanzlerin, einem Schwebebalken, der Ackermann-Sause, Nicht-W&#228;hlen – und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b85366dcf6260ac6fe0ecdb75e690c" width="1" height="1" alt=""/>Die mediale Wahlkampfwoche begann am Sonntagabend um 22.15 Uhr bei <strong>Sat.1</strong> – <strong>Sabine Christiansen</strong> und <strong>Stefan Aust</strong> <a href="http://www.sat1.de/news/ihre-wahl-die-sat1-arena/ganze-folge//">luden</a> in die neue <strong>Wahl-Arena</strong> mit Karl-Theodor zu Guttenberg und Oskar Lafontaine. Die Presse war nicht sonderlich beeindruckt: zu &#252;berladen sei die Sendung, hie&#223; es bei <em><a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=tz&amp;dig=2009%2F08%2F25%2Fa0098&amp;cHash=905c6a7262">taz</a></em>, <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/756/485185/text/">SZ</a></em> und <em><a href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E6690CAC8722D4E05BD912C993294BD81~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a></em>. Stefan Aust habe zudem <em>&#8220;wie ein braves Winkelement&#8221;</em> herumgestanden, <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Fernsehkritik-Sat-1-Arena-Sabine-Christiansen-Stefan-Aust;art15532,2881778">so</a> Joachim Huber im <em>Tagesspiegel.</em> <strong>Genau hingesehen</strong> hat das <em>FAZ-Fernsehblog</em> und stellt <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/08/24/12-fragen-die-wir-wegen-ihre-wahl-noch-an-sat1-haben.aspx">12 Fragen</a> an Sat.1.</p>
<p>Von gr&#246;&#223;eren Wahlkampfeinlassungen der <strong>Kanzlerin</strong> wurde – von den &#252;blichen Auftritten abgesehen – nicht berichtet. <strong>Aikido</strong>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/755/485184/text/">schreibt</a> denn auch Stefan Braun in der<em> S&#252;ddeutschen</em>, sei der Schl&#252;ssel, um ihren Weg zur Macht zu verstehen: <em>&#8220;sich dem Gegner nicht entgegenzustellen, sondern ihn ins Leere laufen zu lassen und seine Energie so umzulenken, dass diese Energie den Angreifer selbst trifft.&#8221;</em></p>
<p><strong>Frank-Walter Steinmeier</strong> hingegen wurde am Wochenende<strong> Pate eines Schwebebalkens</strong>, wie Bastian Brinkmann in der taz <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/steinmeier-will-sich-kuemmern/">berichtet</a>. Was ein zugkr&#228;ftiges Thema f&#252;r seinen Endspurt sein k&#246;nnte, bleibt weiterhin in der Schwebe. In seinem – selbstverfassten – Blog <a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/8/heiko-mass-mann-der-zukunft-an-der-saar">schreibt</a> Steinmeier &#252;ber seine sch&#246;nsten <span style="text-decoration: line-through;">Ferienerlebnisse </span>Wahlkampf-Momente: <em>&#8220;Gleich fliege ich ins Saarland zu Heiko Maas. Die Landtagswahl dort erwarte ich mit gro&#223;er Spannung.  Mich hat die Stimmung in den letzten Wochen an der Saar begeistert.&#8221; </em></p>
<p>Die Klage &#252;ber den ausbleibenden Wahlkampf kann also auch diese Woche wieder angestimmt werden. Heribert Prantl aber <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/975/485402/text/">stimmt</a> stattdessen in der<em> SZ</em> ein <strong>Lob auf die Langeweile</strong> im Wahlkampf an: <em>&#8220;Wer allzusehr &#252;ber Langeweile klagt, muss sich fragen, ob er nicht in Wahrheit auf unterhaltsam-betr&#252;gerische Weise genasf&#252;hrt und belogen werden will.&#8221;</em></p>
<p>Zu den wenigen, die f&#252;r Steinmeier ein <strong>gutes Wort</strong> einlegen, z&#228;hlt <strong>Norbert Bolz</strong>, der im <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article4383822/Steinmeier-opfert-seine-Intelligenz-auf-dem-Altar-der-SPD-Seele.html">Interview</a> mit der <em>Welt</em> erkl&#228;rt: <em>&#8220;Er ist ein intelligenter, b&#252;rgerlicher Linker, den seine exponierte Stellung als Kanzlerkandidat zwingt, sowohl seine B&#252;rgerlichkeit als auch seine Intelligenz zu dissimulieren. Da ich ihn sehr sympathisch finde, tut es mir weh, das t&#228;glich mit anschauen zu m&#252;ssen.&#8221;</em></p>
<p>Mit der <strong>Ackermann-Sause</strong> fand die Wahlkampf-Woche dann ihr gro&#223;es Thema, das auch die Medienvertreter betraf: &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E8BFFF0E27B604536BFBAD9EDDBD6EA34~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Ich war auf Ackermanns Party</a>&#8220;, so die <strong>Confessiones</strong> des <strong>Frank Schirrmacher</strong> in der <em>FAZ</em>. In diesem &#8220;kleinen Meisterwerk des Sp&#228;tfeuilletons&#8221; (<a href="http://www.dnews.de/altpapier/102057/altpapier-vom-mittwoch---sogenannte-sausen.html">Altpapier</a>) schreibt Schirrmacher: <em>&#8220;Niemand schien betrunken. Es wurde nicht getanzt. Petra Roth erw&#228;hnte Goethe.&#8221; </em>So <a href="http://jungle-world.com/heuteblog/553/">sorgt</a> sich J&#246;rn Schulz dann auch im <em>heuteblog</em>, die Elite <strong>verst&#252;nde nicht mehr zu feiern</strong> – und sei daher auch nicht bereit, den Unteren <strong>Am&#252;sement </strong>zuzugestehen. Wer Ackermann das Schnitzel missg&#246;nne, schikaniere im selben Geist Hartz-IV-Empf&#228;nger mit <em>&#8220;geh&#228;ssiger und b&#252;rokratischer Pedanterie&#8221;</em>. Auch Don Alphonso hat an der Petitesse nichts <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/08/25/die-beste-untertanentradition-der-kanzlerin.aspx">auszusetzen</a>: <em>&#8220;Nachdem Ludwig XIV 51 Diener und 24 Musiker beim Essen besch&#228;ftigte, nimmt sich der Merkel&#8217;sche Aufwand nachgerade uckerm&#228;rkisch sparsam aus!&#8221;</em></p>
<p>Warum die Ackermann-Story <strong>bei BILD erst nicht und dann ein bisschen</strong> kam, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/56/485481/text/">dr&#246;selt</a> Thorsten Denkler in der <em>SZ</em> auf, noch ausf&#252;hrlicher<strong> </strong>Stefan Niggemeier im <em>Bildblog</em> (<a href="http://www.bildblog.de/10889/die-springers-bei-der-ackermann-sause/">1</a>, <a href="http://www.bildblog.de/10974/die-springers-bei-der-ackermann-sause-2/">2</a>, <a href="http://www.bildblog.de/11017/die-springers-bei-der-ackermann-sause-3/">3</a>). <em>Bildblog</em> erinnert auch daran, dass der &#8220;Skandal&#8221; schon im Fr&#252;hjahr zum Gegenstand einer Anfrage im Bundestag (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/16/16216.pdf">PDF</a>) wurde, f&#252;r die sich niemand interessierte.</p>
<p>Au&#223;erdem in dieser Woche: J&#246;rg Lau <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2009/08/26/sorgen-eines-wechselwahlers-2-85-klicks-fur-claudia-roth_2930">schildert</a> die fortgesetzten <strong>Sorgen eines Wechselw&#228;hlers</strong> und erw&#228;gt die <strong>Gr&#252;nen</strong>, stutzt aber &#252;ber deren YouTube-Channel: <em>&#8220;Claudia Roths Video vom Ausbildungsboot f&#252;r Fischwirte </em><em>hat nach 5 Tagen 85 Aufrufe.&#8221; </em>Die <strong>Nichtw&#228;hler </strong>hingegen <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Wahlkampf-Bundestagswahl-Demokratie-Thomas-Brussig;art772,2881185">verteidigt</a> <strong>Thomas Brussig</strong> im <em>Tagesspiegel: &#8220;</em><em>Nicht zu w&#228;hlen kann hei&#223;en: Keine der zur Wahl stehenden Optionen &#228;ngstigt mich, an keine binde ich mein Lebensgl&#252;ck.</em>&#8221; Und <strong>Andrea Diener</strong> <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/ding/archive/2009/08/27/parolen-am-laternenpfahl-das-wahlplakat.aspx">meditiert</a> bei <em>Ding und Dinglichkeit </em>&#252;ber Wahlplakate: &#8220;<em>Wenn gar nichts mehr geht, lautet eine beliebte Werbe- und Medienregel, Kinder und Hunde gehen immer.&#8221;</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13833%2Fmedienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13833%2Fmedienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13833/medienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause/">Medienschau zum Wahlkampf II: Winkelemente, Schwebebalken, Ackermann-Sause</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13833/medienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13833&amp;md5=b5baa3139be1a16cdab7a31c97d0c7e0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13833/medienschau-zum-wahlkampf-ii-winkelemente-schwebebalken-ackermann-sause/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Online-Wahlkampf nach der &#8220;Digitalen Blase&#8221;: Wichtig, aber nicht entscheidend</title>
		<link>http://carta.info/13809/online-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte/</link>
		<comments>http://carta.info/13809/online-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 11:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13809</guid>
		<description><![CDATA[Der Online-Wahlkampf ringt mit dem bescheidenen Mobilisierungsgrad der W&#228;hler - und stetzt daher auf soziale Netzwerke und Kaffeetassen. Eine kurze Zwischenbilanz in neun Punkten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/dce02926eab8bb4a3d747186fbb1a2" width="1" height="1" alt=""/>Lezte Woche bekam ich eine E-Mail von der FDP &#8211; mit &#8220;kleinen Wahlkampfideen zum Nachmachen&#8221;:&#8221;Bringen Sie eine <a href="http://www.bjr-werbung.de/fdp/fdp-shop/product_info.php?info=p65_Kaffeebecher.html">FDP-Kaffeetasse</a> zur Arbeit mit&#8221;, wurde mir vorgeschlagen. Oder: &#8220;Verteilen Sie <a href="http://liberalverlag.de/webcom/show_libvshop.php/_c-25/_lkm-/_cat-5/i.html">Solms-Bierdeckel</a>.&#8221; Oder auch: &#8220;Einfach mal mit <a href="http://www.wahlkampfblog09.de/?p=218">FDP-Badesachen ins Freibad</a>&#8220;.</p>
<p>Mittlerweile habe ich gelernt, dass das Phase drei der diesj&#228;hrigen Variante des Online-Bundestagswahlkampfs ist: 1. Informieren, 2. Mail-Adressen einsammeln, 3. Mobilisieren in kleinen Schritten.</p>
<p>Am Mittwoch fand ein kleiner Zwischenschau-Workshop in Sachen Online-Wahlkampf statt, organisiert von <a href="http://www.wahl.de/">Wahl.de</a> und einem Telekommunikationsunternehmen. Die Online-Wahlkampfverantwortlichen der gr&#246;&#223;en f&#252;nf Parteien waren dabei (Piraten also nicht). W&#246;rtliches Zitieren und die Nennung einzelner Parteien in der nachtr&#228;glichen Berichterstattung war durch die Regeln des Workshops erst einmal ausgeschlossen.</p>
<p>Hier ist, was ich dabei grunds&#228;tzlich gelernt habe:<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>1. Auf die sozialen Netzwerke kommt es an</strong></p>
<p>Im Online-Bundestagswahlkampf 2009 haben sich die sozialen Netzwerke (Facebook, StudiVZ) f&#252;r viele Parteien zu den zentralen Plattform f&#252;r die Akquise und Vernetzung mit Unterst&#252;tzern herausgebildet. Die Unterst&#252;tzer verbinden sich hier in deutlich gr&#246;&#223;erer Zahl mit den Parteien, als in parteieigenen Netzwerken. Der Online-Unterst&#252;tzer l&#228;sst sich zur Ein-Klick-Befreundung auf Facebook &#252;berreden, mag aber nicht zu den Parteien selbst gehen. Hier zeigt sich offenbar das <em>ingesamt eher distanzierte Verh&#228;ltnis</em> zu Parteien, mit dem viele Online-Campaigner zu k&#228;mpfen haben.</p>
<p><strong>2. Bescheidener Mobilisierungsgrad</strong></p>
<p>Angesichts von 62 Mio. Wahlberechtigten und 22 Mio. Bundesb&#252;rgern, die t&#228;glich online sind, ist der Mobilisierungrad der Online-Kampagnen bislang noch eher bescheiden. &#8220;Es gibt eine hohe Schwelle f&#252;r Commitment und Beteiligung&#8221;, sagt einer der Wahlkampfmanager. &#220;ber Abrufzahlen sprechen die Parteien ungerne bis gar nicht (siehe auch P.S. unten). Mit dem Online-Wahlkampf erreichen die Parteien die W&#228;hler in diesem Wahlkampf offenbar besser, umfassender und intensiver als noch vor vier oder acht Jahren. Doch der erhoffte Reichweitenmoment, das r&#228;umt auch der eine oder andere Kampagnen-Verantwortliche ein, konnte bislang h&#228;ufig noch nicht realisiert werden.</p>
<p><strong>3. Die Sofa-Aktivisten mobilisieren</strong></p>
<p>Die meisten potenziellen W&#228;hler wollen sich auf den Parteiwebsites vor allem informieren. Nur wenige hinterlassen auch E-Mail-Adressen und wollen sich beteiligen. F&#252;r die Online-Kampagnen geht es in der Schlussphase des Wahlkampfs nun darum, diese Sofa- und Klick-Aktivisten in der realen Welt zu mobilisieren &#8211; und zu Multiplikatoren in realen Gespr&#228;chen zu machen. Genau deshalb versucht nun etwa die FDP, ihre Online-Unterst&#252;tzer mit FDP-Kaffeetassen ins B&#252;ro zu schicken.</p>
<p><strong>4. Eine Parallelstruktur f&#252;r die Dauer des Wahlkampfs</strong></p>
<p>F&#252;r die deutschen Mitgliederparteien stellt der Online-Kampfkampf, bei dem sich pl&#246;tzlich eine Sph&#228;re von losen Online-Unterst&#252;tzern neben der klassischen Parteistruktur bildet, ein bislang nur bedingt gel&#246;stes Strukturproblem dar. F&#252;r diesen Wahlkampf haben sich die Parteien zun&#228;chst einmal darauf eingerichtet, dass es f&#252;r die Dauer des Wahlkampfs eine Parallelstruktur neben den klassischen Mitgliedern gibt. Der Online-Wahlkampf kann die Struktur von Ortsvereinen derzeit nicht ersezten. Zugleich ist das Netz vor allem auch eine Infrastruktur, um an die eingeschworenden Parteimitglieder Informationsmaterial und Argumente zu verteilen.</p>
<p><strong>5. Online-Wahlkampf ist viel dezentraler als es die professionellen Beobachter wahrhaben wollen</strong></p>
<p>Der Bundestagswahlkampf wird ma&#223;geblich von den (Direkt-)Kandidaten selbst bestritten. Diesen ganz ma&#223;geblichen Teil des regionalenOnline-Wahlkampfs bekommt die Berlin-Mitte-Bande gar nicht mit &#8211; und &#252;bersieht damit weite Teile. Zugleich werden bestimmte Teile des Online-Wahlkampfs eher auch symbolisch f&#252;r die professionellen Beobachter gef&#252;hrt &#8211; damit die Medien dr&#252;ber berichten.</p>
<p><strong>6.  Online-Wahlk&#228;mpfer sind coole Pragmatiker<br />
</strong></p>
<p>Auch wenn der Online-Wahlkampf noch nicht das Momentum entwickelt hat, das sich der eine oder andere Kampagnen-Manager gew&#252;nscht h&#228;tte, so wissen doch alle: Der Wahlkampf kommt in ihre Richtung. Jetzt schon – und zuk&#252;nftig noch viel mehr. Angesichts steigender Zahlen braucht sich niemand verstecken. Dass man machmal Politik bis an die Grenze des Klamauks zuspitzen muss, das ist halt so. Dass man noch nicht einen klaren Impuls in diesem impulsarmen Wahlkampf geleistet hat, das ist halt so.</p>
<p><strong>7. Fundrasing kann durchaus funktionieren<br />
</strong></p>
<p>Zumindest eine Partei zeigte sich freudig &#252;berrascht, wie gut inzwischen der Ansatz der Gro&#223;plakatspenden funktioniere. Durch die Auswahl von Plakatstandort und Motiv seien sich die Unterst&#252;tzer aktiv eingebunden. Sie w&#252;rden diesen – auch inhaltlichen – Einfluss auf die Kampagne sehr sch&#228;tzen.</p>
<p><strong>8. </strong><strong> Online-Wahlkampf nach der “digitalen Blase”: Wichtig, aber nicht entscheidend<br />
</strong></p>
<p>Sind die Erwartungen auf Obama-Niveau (die &#8220;digiatale Blase&#8221;) erst einmal eingeholt, stellt man fest, dass Online-Wahlkampf inzwischen ein wichtiges, aber noch kein entscheidenes Instrument der Parteipolitikwerbung f&#252;r die klassischen Parteien geworden ist. Das Netz dient der Information der potenziellen W&#228;hler, der Aktivierung von losen Sympathisanten und der Kampagnensteuerung der Mitglieder. Es ist f&#252;r die Parteien unverzichtbar geworden.</p>
<p><strong>9. Online-Wahlkampf ver&#228;ndert das grunds&#228;tzliche Verh&#228;ltnis von Parteien und W&#228;hlern vorerst nicht</strong></p>
<p>Doch auch im Jahre 2009 wird im Internet vor allem klassischer Wahlkampf mit Mitteln des Internets gemacht. Man muss nicht von &#8220;<a href="http://www.golem.de/0907/68272.html">Online-Plaktierung</a>&#8221; sprechen, aber es bleibt der Nachgeschmack, dass h&#228;ufig die klassischen Mechanismen  auf neue Medium lediglich &#252;bertragen werden: Um es mit den Worten von Peter M&#252;ller aus dem <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/handelsblatt-kommentar/warum-politik-zur-clownerie-verkommt;2449957">Handelsblatt</a> zu sagen: &#8220;Ein bloggender Au&#223;enminister ist auch nichts anderes als ein Politiker, der einem Wahlwerbung in die Hand dr&#252;ckt.&#8221; Beitr&#228;ge, wie sich angesichts neuer Medientechniken das Verh&#228;ltnis von Parteien und Wahlb&#252;rgern grunds&#228;tzlich ver&#228;ndern k&#246;nnte, liefert dieser Online-Bundestagswahlkampf bislang nur bedingt. Er scheint auf dem Weg zu sich selbst erst noch am Anfang zu stehen. Aber warten wir mal ab: Die Wahl ist erst Ende September &#8211; und da gibt es ja noch die Piratenpartei.</p>
<p><strong>P.S.:</strong> Ich habe nach der Diskussion um die <a href="http://carta.info/13545/parteienwebsites-das-volk-surft-woanders/">Meedia-Zahlen</a> noch einmal bei <a href="http://www.nielsen-online.com/intl.jsp?country=de">Nielsen Netratings</a> nachgefragt, welche Zahlen zur Nutzung der Parteiwebsites dort vorliegen: Demnach erreichten die Parteiwebsites im Juli folgende Besucher (<strong>Unique User</strong>): CDU.de: 235.00, SPD: 231.000, Pirartenpartei: 93.000, FDP: 76.000, Gr&#252;ne: 57.000 und Die Linke: 45.000. Die Zahlen basieren auf einem Nutzerpanel mit 25.000 Teilnehmern. Die beiden Volksparteien h&#228;tten demnach im Juli jeweils 5 Promille der 43,7 Mio. Internetnutzer mit ihren Zentralwebsites erreicht. Damit ist selbstverst&#228;ndlich nur ein ganz kleiner Teil der Aktivit&#228;ten der Parteien dokumentiert. Der Wert der Piratenpartei ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu niedrig. Er weicht ganz erheblich von Alexa- und Google-Adplanerwerten ab, wo die Piraten vor den klassischen Parteien liegen.</p>
<p><a href="http://blogbar.de/archiv/2009/08/19/prolpheten-des-medienwandels/"><br />
</a>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13809%2Fonline-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13809%2Fonline-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13809/online-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte/">Online-Wahlkampf nach der &#8220;Digitalen Blase&#8221;: Wichtig, aber nicht entscheidend</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13809/online-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte/#comments">12 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13809&amp;md5=e74fdbca2ca113e88acf551d36f70a52" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13809/online-wahlkampf-nach-der-digitalen-blase-8-punkte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blumentopfpiraten</title>
		<link>http://carta.info/13797/wahl-blumentopf-wahlwerbespot/</link>
		<comments>http://carta.info/13797/wahl-blumentopf-wahlwerbespot/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 15:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Blumentopf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13797</guid>
		<description><![CDATA[Wahlwerbung speziell f&#252;r junge W&#228;hler macht man im Internet, wo sonst? Ein Video der Band Blumentopf k&#246;nnte junge W&#228;hler durchaus ansprechen, bei den etablierten Parteien aber eher gemischte Gef&#252;hle ausl&#246;sen. Denn im Internet sind ausgerechnet die Piraten stark.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b83ef7461b266f9ecd948dfab5e537" width="1" height="1" alt=""/>Dieser Spot hat das Zeug, junge Menschen zu erreichen, findet <a href="http://netzpolitik.org/2009/blumentopf-ahlwerbespot/">Markus Beckedahl</a>. Gut gemacht ist er auf jeden Fall, sein witziger Text vermittelt gekonnt die Wichtigkeit der Bundestagswahl und bleibt dabei ganz neutral:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/W96c9uVlhlE&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/W96c9uVlhlE&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Was aber denken junge Menschen in Bezug auf die Parteien und die Bundestagswahl? Auf <a href="http://www.studivz.de">StudiVZ </a>sind die Piraten die mit Abstand beliebteste Partei: Bei einer <a href="http://blog.studivz.net/2009/08/24/piratenpartei-mit-fast-absoluter-mehrheit-uber-23-000-teilnehmer-stimmen-bei-der-zweiten-sonntagsfrage-in-deutschlands-grostem-sozialen-netzwerk-studivz-meinvz-ab/">Umfrage unter 23.000 Mitgliedern</a> h&#228;tten 48,3 % der Befragten dieser Partei ihre Stimme gegeben, gefolgt von der CDU mit 11,9 %. Die SPD landet erst an 5. Stelle, noch hinter den Gr&#252;nen und der FDP, was man durchaus als &#8220;<a href="http://lumma.de/2009/08/25/piratenpartei-liegt-bei-studivzmeinvz-weit-vorne/">herben Schlag</a>&#8221; einsch&#228;tzen kann.</p>
<p>Aber StudiVZ ist nicht Deutschland. Schaut man zum Vergleich auf <a href="http://www.xing.de">Xing</a>, dem seri&#246;sen Business-Netzwerk, sollten sich die Relationen eigentlich verschieben. Doch das ist falsch gedacht. Sogar bei Xing selbst hat man sich get&#228;uscht, als man den im Bundestag vertretenen Parteien je eine Xing-Gruppe als Wahl-Plattform zudachte. Erst nach <a href="http://blog.xing.com/2009/08/bundestagswahl-2009-bei-xing/">massiven Protesten</a> erhielt auch die Piratenpartei eine solche Gruppe und f&#252;hrt inzwischen deutlich auch in diesem Netzwerk, mit &#252;ber 3.100 Mitgliedern. Es folgen die FDP mit 1.673, die CDU mit 864, die SPD mit 703 und die Gr&#252;nen mit 417. Die Linke schlie&#223;lich hat 81 Mitglieder (Stand: 27.09.2009).</p>
<p>&#8220;Du bist ein Trottel, wenn Du Deine Stimme nicht nutzt&#8221;, singt die Band Blumentopf. Den gro&#223;en Parteien muss es dabei Angst und Bange werden, denn hier deutet sich reell eine Verschiebung im Machtgef&#252;ge an. StudiVZ ist gewiss nicht repr&#228;sentativ, aber die Zahlen dort m&#246;gen seismografischen Charakter haben und sie werden von der Situation auf Xing nur untermauert.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13797%2Fwahl-blumentopf-wahlwerbespot%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13797%2Fwahl-blumentopf-wahlwerbespot%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13797/wahl-blumentopf-wahlwerbespot/">Blumentopfpiraten</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13797/wahl-blumentopf-wahlwerbespot/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13797&amp;md5=00a445cb328630090cc1cde46dad974b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13797/wahl-blumentopf-wahlwerbespot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Au revoir citoyen: Der Siegeszug des Wahlkonsumenten.</title>
		<link>http://carta.info/13794/citoyen-konsument/</link>
		<comments>http://carta.info/13794/citoyen-konsument/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 13:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark T. Fliegauf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Citoyen]]></category>
		<category><![CDATA[Konsument]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13794</guid>
		<description><![CDATA[Das oft beklagte politische Desinteresse ist nicht einfach die Schuld der Parteien. Der Citoyen wird abgel&#246;st vom Politik-Konsumenten, der mit Kampagnen-H&#228;ppchen bedient werden will, anstatt mitzugestalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b7772fa553b7ccef31ffc092695304" alt="" width="1" height="1" />Am 27. September ist Bundestagswahl – so what? Diesen Eindruck muss zumindest derjenige Beobachter haben, der dieser Sommertage mit offenen Augen durch die Republik l&#228;uft. Denn au&#223;er in den Parteih&#228;usern und einigen Redaktionsr&#228;umen scheint sich niemand wirklich f&#252;r den anstehenden Urnengang zu interessieren. Nun k&#246;nnte man in den allgegenw&#228;rtigen Chor jener einfallen, die das allgemeine politische Desinteresse auf die fortschreitende Entfremdung der Parteien vom Volke zur&#252;ckf&#252;hren, die Banketts f&#252;r Spitzenmanager ausrichten, anstatt sich um die Belange ihrer B&#252;rger zu k&#252;mmern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span lang="de-DE">Doch es muss einmal die Frage erlaubt sein: Welcher B&#252;rger? Denn der <strong>Citoyen</strong>, der </span><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE">aktiv und eigenverantwortlich am politischen Geschehen teilnimmt, scheint mittlerweile weitestgehend abgel&#246;st von einer neuen Spezies: dem <strong>Konsumenten</strong>. Dieser will bedient werden – schlie&#223;lich bezahlt er ja Steuern –, ohne dabei irgendwelchen eigenen Aufwand in Kauf nehmen zu m&#252;ssen. Damit f&#252;gt sich der (immer &#246;fter: Nicht-)W&#228;hler perfekt in die bundesdeutsche Medienrepublik ein, in der nach Gunter Hofmann <a href="http://www.zeit.de/2005/35/Mediendemokratie">alles erlaubt ist</a> – mit Ausnahme des Mitmachens. </span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE">Der W&#228;hler folgt brav und stellt die politische Partizipation – ob nun im Ortsverein, Stadtparlament oder einer </span></span><span lang="de-DE">B&#252;rger</span><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE">initiative – bisweilen teilweise, weitaus &#246;fter sogar g&#228;nzlich ein. Stattdessen konsumiert er auf der heimischen Couch die </span></span><span lang="de-DE">sorgsam </span><span lang="de-DE">entworfenen<em> </em></span><span lang="de-DE">Kampagnen und Statements, die ihm einzelne Politiker &#8211; ganz im Stile der Werbung &#8211; schlagwortartig verpackt und in leicht verdaulichen H&#228;ppchen verabreichen. Wenn es ihm dann zuviel wird, schaltet er einfach um. Auf dieselbe Art und Weise votiert er sich im vierj&#228;hrlichen Abstand  durch die Parteienlandschaft, </span><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE">je nachdem welches politische Sonderangebot seinem Eigeninteresse gerade am dienlichsten zu sein scheint. Und wenn sich das vermeintliche Schn&#228;ppchen als <strong>elektoraler Fehleinkauf</strong> erweist, brandmarkt der W&#228;hler reflexartig das Fehlverhalten der Elite. </span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="JUSTIFY"><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE">Gleichg&#252;ltig ob nun die Medien die Politik kolonisiert haben oder umgekehrt: Dem <strong>B&#252;rger a.D.</strong> blieb und bleibt auch weiterhin stets die Wahl, diesen Prozess tatenlos hinzunehmen oder ihm entgegenzusteuern. Er hat sich bislang f&#252;r die erste Option entschlossen, womit sich der Kreis zwischen Politikverdrossenheit und Ackermann-Sause schlie&#223;t. Das amerikanische Beispiel bietet Hoffnung, wie dieser Ring – gerade durch digitale </span></span><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE"><em>grassroots</em></span></span><span style="color: #000000;"><span lang="de-DE">-Bewegungen – durchbrochen werden kann. Doch dazu bedarf es des <strong>Engagements</strong> statt der Konsumenten-Mentalit&#228;t. Denn in den Worten des legend&#228;ren amerikanischen Kulturkritikers George Carlin: „</span></span><span style="color: #000000;">If you have selfish, ignorant citizens, you&#8217;re going to get selfish, ignorant leaders.”</span></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13794%2Fcitoyen-konsument%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13794%2Fcitoyen-konsument%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13794/citoyen-konsument/">Au revoir citoyen: Der Siegeszug des Wahlkonsumenten.</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13794/citoyen-konsument/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13794&amp;md5=b7c8c1bce754ec132e3a5a7063bb9725" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13794/citoyen-konsument/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wahlbeobachtungs-Beobachtung: Die Medienschau zum Wahlkampf I</title>
		<link>http://carta.info/13525/wahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i/</link>
		<comments>http://carta.info/13525/wahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 14:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Pachali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13525</guid>
		<description><![CDATA[Kein Wahlkampf, nirgends? An dieser Stelle bringt Carta bis zur Bundestagswahl eine w&#246;chentliche Zusammenschau der medialen Reaktionen auf den Wahlkampf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b48b4c775ff15d55ef96def95c5c50" alt="" width="1" height="1" />Dass dieser Wahlkampf mal wieder <strong>einer der langweiligsten</strong> sei, sagen nicht nur <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/252/484686/text/">84 Prozent</a> der Bundesb&#252;rger, es ist auch der &#252;berwiegende Tenor in den Medien. Dass diese freilich nicht nur flei&#223;iger Stenograph seien und daran nicht ganz unschuldig, <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Bundestagswahl-Wahlkampf-Medien-Angela-Merkel-Frank-Walter-Steinmeier;art15532,2874065">deutet</a> <strong>Bernd G&#228;bler</strong> im <em>Tagesspiegel</em> an. Bisher jedenfalls wirke der Medienwahlkampf &#8220;<em>wie ein hermetisch eingekapseltes Selbstgespr&#228;ch der politisch-journalistischen Kaste.</em>&#8221;</p>
<p>Eine Szene beim <strong>SPD-Wahlkampf</strong> am Potsdamer Platz <a href="http://www.freitag.de/wochenthema/0934-spd-steinmeier-wahlkampf-wochenthema">schildert</a> <strong>Tom Strohschneider </strong>im <em>Freitag</em>: &#8220;<em>Im Hintergrund l&#228;uft &#8216;Beautiful Day&#8217; von U2, aber wer in das Gesicht von Wahlkampfchef Kajo Wasserh&#246;vel schaut, ahnt, dass das hier nicht jeder so sieht.</em>&#8221; <strong>Musikalisch</strong> deutet einiges auf <strong>Gro&#223;e Koalition</strong> hin: Frank-Walter Steinmeier ist <a href="http://www.ftd.de/lifestyle/outofoffice/:Top-Five-F%FCnf-Rolling-Stones-Songs-f%FCr-die-SPD/552730.html">bekanntlich</a> Anh&#228;nger der <em>Rolling Stones</em> – ein &#8220;<em>krampfhafter Versuch, sich ein rebellisches Images zu verschaffen</em>&#8220;, wie <strong>Felix Lee</strong> <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/westerwelle-kriegt-contra-bei-facebook/">meint</a>. Dieselben Stones liefen auch beim <strong>Einmarsch der Kanzlerin </strong>zum Wahlkampf in M&#252;nster, wie Rainer K&#252;hn <a href="http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2009/34/blogentry-redirect-4250">berichtet</a>. Die <strong>Piraten </strong>dagegen <a href="http://weblog.micha-schmidt.net/2009/08/17/piraten-video-alle-die-mit-uns-den-bundestag-entern/">singen rebellisch</a>: &#8220;<em>Wir haben Werte!</em>&#8221;</p>
<p>Die <a href="http://carta.info/9284/die-vier-regeln-der-medienkanzlerin-merkel/">Medienkanzlerin</a> versucht sich unterdessen in die <strong>Tradition der bundesrepublikanischen Ikonen</strong> Kohl und Adenauer einzuschreiben, so<strong> Ralph Bollmanns </strong><a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/frau-adenauer-kohl/">Beobachtung</a> in der <em>taz</em>. Nach der &#8220;<em>beinahe monarchischen</em>&#8221; Zusammenkunft mit Helmut Kohl habe ihr der Besuch in <strong>Adenauers Haus</strong> ein weitere Gelegenheit geboten, einen Abglanz historischer Gr&#246;&#223;e zu erheischen. Eine <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4124">Analyse</a> des CDU-Claims <strong>&#8220;Wir haben die Kraft&#8221;</strong> bringt <strong>Wolfgang Lieb</strong> bei den <em>Nachdenkseiten</em>. Nur wer sich mit der <strong>Macht</strong> identifiziere, k&#246;nne die Ambivalenz des Begriffs aufheben: &#8220;Kraft&#8221; verspreche vitale Durchsetzungsf&#228;higkeit, <strong>drohe</strong> dabei aber den Widerst&#228;ndigen und Schw&#228;cheren.</p>
<p><strong>Mariam Lau</strong> <a href="http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/meinung/article4353132/Warum-die-SPD-zu-Unrecht-schlecht-dasteht.html">entgegnet</a> in der <em>Welt</em> Wolfgangs Thierses <a href="http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4353431/Thierse-gibt-Medien-Schuld-am-Tief-der-SPD.html">Medienschelte</a>. Die schlechten <strong>Umfragewerte</strong> f&#252;r die SPD seien nicht die Schuld der Medien, sondern Ausdruck des eigentlichen <strong>Dramas</strong> der Partei: &#8220;<em>Je mehr sie f&#252;r die Menschen erreicht, f&#252;r die sie k&#228;mpft, desto schneller laufen sie ihr weg.&#8221;</em> Auch <strong>J&#252;rgen Busche</strong> <a href="http://www.zeit.de/2009/34/OpEd-34?page=all">sieht</a> in der <em>Zeit</em> einen <strong>antisozialdemokratischen Affekt</strong> bei den Medien. Das <strong>sp&#246;ttische Mitleid</strong> f&#252;r Frank-Walter Steinmeier demonstriere eine <strong>nachgeholte Unabh&#228;ngigkeit</strong> <strong>der Presse</strong>, nachdem diese das rot-gr&#252;ne Projekt verteidigt habe, bis die Frustationstoleranz aufgebracht war. Den Auftritt Frank-Walter Steinmeiers <a href="http://rtl-now.rtl.de/2009wirwaehlen.php?film_id=15623&amp;player=1&amp;na=1">bei RTL</a> kommentiert <strong>Peer Schaader</strong> in der<em> FAZ</em> – mit sp&#246;ttischem Mitleid. Dort, so Schaader, &#8220;<em>lie&#223; sich in erschreckender Genauigkeit beobachten, wie ein Politiker &#8230; alle Kompetenzen umzusetzen versuchte, die sich ein W&#228;hler von einem souver&#228;n wirkenden Kanzlerkandidaten w&#252;nschen w&#252;rde.</em>&#8221;</p>
<p>Den meisten Rummel gab es um einen Kandidaten, der gar nicht zur Wahl steht: <em>&#8220;</em><em>Indeed, the candidate generating the most excitement at the moment is <strong>Horst Schl&#228;mmer</strong></em>&#8220;, wie auch die <em>New York Times</em> <a href="http://www.nytimes.com/2009/08/20/world/europe/20germany.html?_r=1">beobachtet</a>. <strong>Nicht lustig</strong> findet das <strong>Giovanni di Lorenzo</strong> in der Zeit: Der <a href="http://www.zeit.de/2009/35/01-Wahlkampf?page=all">Spa&#223; h&#246;re auf</a>, wenn <a href="http://www.stern.de/wahl-2009/umfrage/stern-umfrage-fast-jeder-fuenfte-wuerde-schlaemmer-waehlen-1502965.html">18 Prozent</a> der Bundesb&#252;rger f&#252;r einen fiktiven Kandidaten stimmen w&#252;rden – woran <strong>Stefan Niggemeier</strong> <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/18-prozent/">Zweifel anmeldet</a>. <strong> Hajo Schumacher</strong> verk&#252;ndet in einem <a href="http://www.welt.de/kultur/article4343897/Horst-Schlaemmer-Sie-gehen-mir-auf-den-Sack.html">offenen Brief</a> in der <em>Welt</em>: <em>&#8220;Horst Schl&#228;mmer, Sie gehen mir auf den Sack!</em>&#8220;. Mit mehr Verst&#228;ndnis<em></em> <a href="http://www.welt.de/kultur/article4339523/Horst-Schlaemmer-zeigt-das-Elend-unserer-Politiker.html">widmet</a> sich – ebenfalls in der <em>Welt</em> – <strong>Ulf Poschardt</strong> dem Ph&#228;nomen Schl&#228;mmer: Letzlich sei die anz&#252;gliche, unkorrekte und halsbrecherisch unsolide Figur Schl&#228;mmer &#8220;<em>eine Personifikation jenes Deutschlands, das vom Parteimarketing und den Spindoktoren verdr&#228;ngt wird: der bundesrepublikanischen Grauzone.</em>&#8221;</p>
<p>Nicht zuletzt gibt es dann auch noch<strong> Themen</strong> im Wahlkampf. <strong>Till Westermayer</strong> hat die in einer lesenswerten <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2009/08/13/die-wichtigsten-wahlkampfthemen/">&#220;bersicht</a> zusammengestellt. Wem das zu <strong>inhaltistisch</strong> ist, findet bei <em>homo politicus</em> eine detaillierte <strong>gestalterische Analyse</strong> der Wahlplakate, welche sich Gastautor Achim Schaffrinna vom<strong> Design Tagebuch</strong> <a href="http://www.homopoliticus.de/2009/08/14/wahlplakate-2009/">angesehen</a> hat. Die <strong>Sorgen eines Wechselw&#228;hlers</strong> schlie&#223;lich <a href="http://blog.zeit.de/joerglau/2009/08/19/sorgen-eines-wechselwahlers-1_2872">schildert</a> <strong>J&#246;rg Lau</strong> in der <em>Zeit</em>: <em><span id="contentmain" class="storycontent">&#8220;Also, ich will einen Wechsel, aber keinen Bruch. Und ich habe keine Ahnung, wie ich das w&#228;hlen soll.&#8221;</span></em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13525%2Fwahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13525%2Fwahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13525/wahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i/">Wahlbeobachtungs-Beobachtung: Die Medienschau zum Wahlkampf I</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13525/wahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13525&amp;md5=962d3e58d3d4d83657e29d9bc02f7d0e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13525/wahlbeobachtungs-beobachtung-die-medienschau-zum-wahlkampf-i/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

