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	<title>CARTA &#187; Twitter</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 17:55:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Twitter und die Hauptstadtjournalisten: Die Sorge um das Frage-Kontrollinstrument</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 21:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundespressekonferenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Twitter-Diskussion in der Bundespressekonferenz ging es auch um das Recht der Hauptstadtjournalisten, kritische Fragen an die Regierung zu stellen - so sehen es zumindest viele Hauptstadtjournalisten. Dass der Auftritt der Hauptstadtpresse "grotesk" wirkte, findet aber auch die FAS.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Worum ging es eigentlich bei der bemerkenswerten <a href="../../39484/das-unbehagen-der-hauptstadtjournalisten-mit-dem-twitternden-regierungssprecher-das-video/">Twitter-Diskussion</a> in der Bundespressekonferenz? Ging es um eine &#8220;Meute Gestriger, die ohne Wissen und ohne Recherche &#252;ber eine Technik,  die l&#228;ngst weit verbreitet ist, unkundigen Unsinn verbreitet.&#8221; (<a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/03/berliner-hauptstadtkorrespondenten/">Thomas Kn&#252;wer</a>)? Ging es um das Unbehagen mit den neuen Kommunikationskan&#228;len? Oder gibt es m&#246;glicherweise doch einen institutionellen Konflikt, der den Unmut der Hauptstadtjournalisten rechtfertigt?</p>
<p>Gestern erreichte <em>Carta</em> die Mail eines Tageszeitungsredakteurs, der die Diskussion nicht als &#8220;Technikalie&#8221; verstanden wissen will, sondern als notwendige Debatte um die gebotene &#8220;Verantwortung&#8221; (in Sinne von: Pflicht zu antworten) der Regierung. Die Hauptstadtpresse &#252;be ihre Kontrollfunktion nun einmal ma&#223;geblich durch <strong>kritisches Nachfragen</strong> aus. Nachdem sich Karl-Theodor zu Guttenberg mit seiner Adhoc-Pressekonferenz zur Plagiatsaff&#228;re den Journalistenfragen entzogen habe, seien die Kollegen in Berlin alarmiert, dass die Regierungskommunikation immer mehr direkte Wege gehe &#8211; und sich den kritischen Nachfragen zu entziehen suche.</p>
<p>Diese Interpretation und Analyse w&#228;ren nicht meine (ich halte sie f&#252;r deutlich zu strukturkonservativ), aber sie erkl&#228;ren, wo aus Sicht vieler betroffener Hauptstadtjournalisten der eigentliche Konflikt liegt: Es gehe um das wichtige Kontrollinstrument der journalistischen Frage, das durch Twitter bedroht sein k&#246;nnte.</p>
<p>Stefan Niggemeier hat sich als gut bezahlter Qualit&#228;tsjournalist f&#252;r die <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EE579B06A5943E415C84136818FF9ADB1D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">FAS</a> die Zeit genommen, noch einmal mit Mitgliedern der Bundespressekonferenz &#252;ber die Angelegenheit zu sprechen. Auch Dieter Wonka, <em>der</em> Hauptstadtkorrespondent schlechthin, zieht dabei eine Linie von zu Guttenberg-Pressekonferenz, &#252;ber twitternden Regierungssprecher hin zur Sorge um das &#8220;Recht auf die letzte Frage&#8221;:</p>
<blockquote><p>Andererseits, sagt Dieter Wonka, l&#228;sst sich die Aufregung in diesem  Fall  vielleicht auch durch die noch frische Erfahrung mit Karl-Theodor  zu  Guttenberg erkl&#228;ren, der im entscheidenden Moment kritischen Fragen  von  Journalisten auswich. „Man kann viel gegen die  Bundespressekonferenz  sagen, aber immerhin haben wir hier immer die  letzte Frage. Diese  kritischen Nachfragen haben schon den ein oder  anderen Politiker in  ernste Bedr&#228;ngnis gebracht.</p></blockquote>
<p>M&#246;glicherweise also gibt es diese zweite Seite der Twitter-Debatte: Die Hauptstadtjournalisten und die Sorge um ihr Frage-Kontrollinstrument. Ganz sicher aber gibt es auch die erste, augenf&#228;llige Seite: Das Drama um die neuen Kommunikationskan&#228;le und die Technikommpetenz des Hauptstadtjournalismus. Niggemeier beschreibt es so:</p>
<blockquote><p>Doch es geht um mehr als um technische Abl&#228;ufe. Es geht um die Frage,  wie sich politische Kommunikation ver&#228;ndert, wenn sie pl&#246;tzlich nicht  mehr auf Mittelsleute wie Nachrichtenagenturen oder Journalisten  generell angewiesen ist. Einerseits k&#246;nnen die kurzen Botschaften zum  Beispiel eines Regierungssprechers helfen, Politik begreifbar,  interessant und zug&#228;nglich zu machen. Wenn, wie bei Seibert, echte  Dialoge entstehen, kann das einer Demokratie nur gut tun. Wie grotesk  wirkt es da, dass ausgerechnet Journalisten, deren Beruf Kommunikation  ist oder sein sollte, sich neuen technischen Formen verweigern und  versuchen, Seibert als jemanden zu verunglimpfen, der durch seine  Pr&#228;senz bei Twitter nur auf cool und modern machen will?</p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E579B06A5943E415C84136818FF9ADB1D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">hier</a>.
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39591&amp;md5=a5eca76fff6f5a4c934048cb2ec73314" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum Twitter ein sicherer Ort ist</title>
		<link>http://carta.info/39535/warum-twitter-ein-sicherer-ort-ist/</link>
		<comments>http://carta.info/39535/warum-twitter-ein-sicherer-ort-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 13:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitter ist "ein Raum, welcher kaum geeignet ist, Bezeichnetes auszuschliessen, aber vielmehr Ausgeschlossenes zu integrieren vermag." Deshalb sei Twitter ein sicherer, beruhigender Ort. Eine kulturtheoretische Ann&#228;herung vom rebell.tv-Team.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tina Piazzi und Stefan M. Seydel (<a title="Opens external link in new window" href="http://rebell.tv/" target="_blank">http://rebell.tv</a> und <a title="Opens external link in new window" href="http://dfdu.org/" target="_blank">http://dfdu.org</a>) haben eigene Feldforschungen zu  Suchbewegungen im Umfeld des Internets  betrieben und dazu auch ein mehrb&#228;ndiges Buchwerk ver&#246;ffentlichen &#8211; &#8220;Formen der Unruhe&#8221;.</p>
<p>Auf medienheft.ch fassen sie einige ihrer Thesen in einem <a href="http://www.medienheft.ch/de/nc/14/date/0000/00/00/warum-twitter-ein-sicherer-ort-ist/article/6.html">sehr dicht gewebten kulturtheoretischen Text</a> zu sammen.</p>
<p>Hier einige Ausz&#252;ge aus dem Text:</p>
<p><strong>1. Die Problemanalyse</strong></p>
<blockquote><p>Es ist leicht zu beobachten, wie in der Bew&#228;ltigung der aktuellen Herausforderungen einer computervermittelten Kommunikation die Probleml&#246;sungsversuche selbst zum Problem werden:</p>
<p>(1) Wer meint, Informations&#252;berfluss durch h&#228;rtere, pr&#228;zisere, konsistentere Analyse in beruhigende &#220;bersicht zu verwandeln, irrt. (Gr&#252;ndlich. Grunds&#228;tzlich. Prinzipiell.)</p>
<p>(2) Wer meint, Informationen seien kontrollierbar, disziplinierbar, normierbar, der muss sich sagen lassen, dass jeder Totalitarismus genau diese Ziele verfolgt hat. (Autsch!)</p>
<p>(3) Wer meint, weiterhin Informationen beschr&#228;nken, b&#252;ndeln, sortieren, kanalisieren zu k&#246;nnen, darf den Einsatz von gewaltiger Macht nicht scheuen. (Just do it. Yes we can.)</p>
<p>(4) Wer meint, eine Information m&#252;sse bloss «kurz, knackig, knackiger» vermittelt werden, es gewinne einfach jener, welcher l&#228;nger, lauter, penetranter penetriere, hat vermutlich Recht. (Und jetzt? Wir haben verstanden.)</p></blockquote>
<p><strong>2. Twitter: Was ein Jemand da f&#252;r einen macht &#8211; und warum es beruhigend ist</strong></p>
<blockquote><p>Um praktischer zu werden: Ein Jemand w&#228;hlt das  «Richtige» f&#252;r jemand anders aus (1) und entfernt in der Aufarbeitung  (2) alles St&#246;rende, &#220;berfl&#252;ssige, Unn&#246;tige und Ablenkende, fixiert  diesen «Content» in gekonnt strategisch gestalteten, konservierenden  Kan&#228;len (3) und &#252;bermittelt diese ruckelfrei zur unterhaltenden  Konsumation (4).<br />
Um deutlicher zu werden: Die im ersten Moment  durchaus als entlastend empfundene Dienstleistung wirkt tats&#228;chlich  h&#246;chst beunruhigend. Denn selbstverst&#228;ndlich ist jede Information stets  von einer blitzartigen Unterlaufung durch eine ganz andere Information  bedroht. Wir leiden ja nicht bloss unter einem Informations&#252;berfluss.  Das Problem ist wesentlich dramatischer: Alles was gewusst werden kann,  wird tats&#228;chlich gleichzeitig auch ganz anders gewusst.</p></blockquote>
<p><strong>3. Warum Twitter-Kommunikation Sicherheit ausstrahlt<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Wir behaupten, dass ein guter Twitter-Tweet zum Beispiel so aussehen  k&#246;nnte:</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>«@hidogawa @socialbits #social #bits <a href="http://trunc.it/9gx3a" target="_blank">trunc.it/9gx3a</a> RT @hrheingold: RT @jyri: «ideas» as social objects: <a href="http://bit.ly/bA2Azy%C2%BB" target="_blank">bit.ly/bA2Azy»</a>.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Dabei f&#228;llt zun&#228;chst auf, dass eine solch kryptische Zeichenkette auf  Papier gedruckt selbst f&#252;r gewandte Twitterer weitgehend sinnlos ist.  Weiter kann beobachtet werden, dass offenbar der Gehalt dieser  Mitteilung &#252;ber Entschl&#252;sselung der Beziehungen von Personen, Worten und  Verbindungen erschlossen werden muss.<br />
<strong>Nicht Inhalte bilden den Anlass  der Kommunikation, sondern Relationen. </strong>Nicht einmal ein Ansatz zu einem  Versuch einer eindeutigen Information ist ersichtlich. Vielmehr &#246;ffnen  sich Bez&#252;ge und Hinweise in unterschiedlichste Richtungen. Ein  inhaltliches Verstehen einer solchen Mitteilung ist so g&#228;nzlich  unm&#246;glich gemacht, dass sogar das Missverst&#228;ndnis ausgeschlossen werden  kann. Oder einfacher: Das Missverst&#228;ndnis wird zum Normalfall der  Kommunikation gemacht.<br />
Listen sind offene Ordnungen. F&#252;r alles, was pl&#246;tzlich noch auftauchen  k&#246;nnte, hat es gen&#252;gend Platz. Allenfalls beginnen wir eine n&#228;chste  Liste. Und so kann schliesslich dieser «Ort» – die Kommunikation  innerhalb von Twitter – gerade darum als «sicher» empfunden werden: <strong>Es  ist ein Raum, welcher kaum geeignet ist, Bezeichnetes auszuschliessen,  aber vielmehr Ausgeschlossenes zu integrieren vermag. </strong></p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://www.medienheft.ch/de/nc/14/date/0000/00/00/warum-twitter-ein-sicherer-ort-ist/article/6.html">hier</a>.
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39535&amp;md5=afc3952389f385d4333d2166c27f8e85" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher &#8211; Das Video</title>
		<link>http://carta.info/39484/das-unbehagen-der-hauptstadtjournalisten-mit-dem-twitternden-regierungssprecher-das-video/</link>
		<comments>http://carta.info/39484/das-unbehagen-der-hauptstadtjournalisten-mit-dem-twitternden-regierungssprecher-das-video/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 17:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Minuten lang diskutieren die Hauptstadtjournalisten mit dem stellvertretenden Regierungssprecher &#252;ber Twitter als politisches Medium - ein &#228;u&#223;erst instruktives Video zum Zustand des Journalismus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Hauptstadtjournalisten finden es merkw&#252;rdig und verst&#246;rend, dass Regierungssprecher Steffen Seibert (<a href="http://twitter.com/regsprecher">@RegSprecher</a>) jetzt nicht mehr nur exklusiv zu ihnen spricht, sondern per Twitter irgendwie unvermittelt, irgendwie zu allen.</p>
<p>Die Diskussion in der Bundespressekonferenz vom vergangenen Freitag dokumentiert das Innenleben eines offenbar zutiefst verunsicherten Berufsstands: Ist Twitter etwa ein “offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers”? Entspricht das &#252;berhaupt den “Sicherheitsanforderungen”? Haben BKA und BND das ausreichen gepr&#252;ft?</p>
<p>Das Video:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/21654630?color=ff9933" width="600" height="450" frameborder="0"></iframe></p>
<p>(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=hPr62GZ6jOw">YouTube-Version</a>)</p>
<p>Auch zu diesem Thema:</p>
<p>Carta: <a href="http://carta.info/39476/das-unbehagen-der-hauptstadtjournalisten-mit-dem-twitternden-regierungssprecher/">Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher</a></p>
<p>Thomas Kn&#252;wer: <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/03/berliner-hauptstadtkorrespondenten/">Berliner Hauptstadtkorrespondenten – die geistige Nachhut</a></p>
<p>Thomas Wiegold: <a href="http://wiegold.wordpress.com/2011/03/28/wenn-der-regierungssprecher-twittert/">Wenn der Regierungssprecher twittert…</a></p>
<p>Christian St&#246;cker, Felix Knoke: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,753789,00.html">Das Netz spottet &#252;ber Hauptstadtjournalisten</a>
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39484&amp;md5=a6f804a5a0482fb98f1cf44f8bf78834" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alle Tweetlein sind schon da!</title>
		<link>http://carta.info/39267/alle-tweetlein-sind-schon-da/</link>
		<comments>http://carta.info/39267/alle-tweetlein-sind-schon-da/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 11:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juliane Weuffen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Twitterparty Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade erst feiert Twitter seinen 5. Geburtstag und wird zugleich wieder einmal f&#252;r tot erkl&#228;rt. Dabei wird der arrogante Umgang mit dem &#214;kosystem Twitter auf Dauer nicht schaden. Bei sozialen Netzwerken kommt es eben weniger darauf an, wie gut oder schlecht sie sind, sondern ob alle anderen schon da sind. Wenn ja, bleiben sie auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder droht der Tod um die Ecke zu lugen und Twitter aus der Netzgemeinde zu sensen. K&#246;nnte man jedenfalls denken, wenn man Teilen der Blogosph&#228;re Glauben schenkte. Immerhin liefert die Anfrage &#8220;Twitter ist tot&#8221; bei Google 2930 Ergebnisse. Twitter ist tot, es lebe <a href="http://Identi.ca/" target="_blank">Identi.ca</a>?</p>
<p><a href="http://twitter.com/plomlompom/status/46534793319550976 "><img class="alignnone size-full wp-image-39277" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/tweetplom.png" alt="" width="610" height="314" /></a></p>
<p><a href="http://Identi.ca/">Identi.ca</a>? Das soll <em>mein</em> Twitter ersetzen? Ernsthaft? Meine Familie 2.0, die ich mir in zahllosen &#8220;Real Life-Treffen&#8221; und auf <a title="3. Twitterparty Berlin zur Re:Publica" href="http://yuccatree.de/2011/03/yuccatree-prasentiert-3-twitterparty-berlin/" target="_blank">Twitterparties</a> zusammengefollowt habe?  Und &#252;berhaupt &#8211; kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der einen Account bei Identi.ca hat? Vor etwas mehr als einer Woche wollten sie in Scharen bei Twitter  hinschmei&#223;en und demonstrativ das Ufer wechseln. <a href="http://www.neunetz.com/2011/03/14/twitter-der-niedergang-einer-plattform/" target="_blank">Weil Twitter externe Clients abschalten k&#246;nnte, die sich nicht an die Regeln von Twitter halten.</a></p>
<p>Viele empfinden diese neue Politik von Twitter als apple-eske Arroganz und verk&#252;nden schon den Untergang des Microbloggingdienstes, der dieser Tage seinen 5. Geburtstag feierte. Dabei hat Apple mit seinem Pendelkurs zwischen Offenheit und Kontrolle sehr gro&#223;en Erfolg.</p>
<p>Der Nutzer kann nun davon halten, was immer er will. Es ist ein bisschen wie beim gro&#223;en Bruder Facebook: Alle haben etwas zu  meckern, besonders, was die Politik der Plattform angeht und doch sind sie alle da &#8211; weil letztlich eben auch alle anderen da sind. Der Aufwand, alle auf eine andere Plattform zu ziehen, ist ungleich gr&#246;&#223;er, als sich z&#228;hneknirschend den Bedingungen der Gro&#223;en zu unterwerfen und das Beste daraus zu machen.</p>
<p>Oder wie <a href="http://twitter.com/ennomane" target="_blank">@ennomane</a> es ausdr&#252;ckte:</p>
<p><a href="https://twitter.com/ennomane/status/47327719427538944 "><img class="alignnone size-full wp-image-39280" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/tweetennomane.png" alt="" width="610" height="372" /></a>
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		<title>#Fukushima-Tweets aus Deutschland: &#8220;Hort von Desinformation und Panikmache&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/39076/fukushima-tweets-aus-deutschland-hort-von-desinformation-und-panikmache/</link>
		<comments>http://carta.info/39076/fukushima-tweets-aus-deutschland-hort-von-desinformation-und-panikmache/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 17:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Was am Wochenende &#252;ber Twitter verbreitet wurde, findet Martin Weigert "unertr&#228;glich": Der Kanal sei voll von Weltuntergangstheorien, h&#228;mischer Kritik an der Atomwirtschaft, Besserwisserei und unverifizierten “Eil”-Meldungen gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Weigert auf <a href="http://netzwertig.com/2011/03/13/ereignisse-in-japan-die-unertraeglichkeit-von-twitter/">Netzwertig.com</a>:</p>
<blockquote><p>Es ist die Kombination aus dem Echtzeitcharakter des Internets, der Erster-sein-Mentalit&#228;t bei den Onlinemedien (als Folge von Echtzeit-Tools und kurzfristigem Drang zur Reichweiten-Erh&#246;hung) sowie der M&#246;glichkeit der Nutzer zur Partizipation an der Verbreitung und Filterung von Meldungen, die daf&#252;r sorgt, dass wir heute h&#228;ufig sehr viel schneller von Ereignissen auf der anderen Seite der Erde erfahren und ein bisher ungekanntes Gef&#252;hl der N&#228;he zu Geschehnissen versp&#252;ren.</p>
<p>H&#228;ufig hat dies positive Folgen und tr&#228;gt zur Transparenzerh&#246;hung bei. Zumindest an diesem Wochenende bekam ich den Eindruck, als habe sich das konstruktive, Transparenz steigernde Potenzial des Echtzeitwebs (prim&#228;r vertreten von Twitter) f&#252;r Menschen in 10.000 Kilometer Entfernung vom Ort des Ungl&#252;cks in Grenzen gehalten. Was mich dazu bewegte, Twitter am Wochenende abgesehen von einem kurzen Abstecher am Samstag links liegen zu lassen.</p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://netzwertig.com/2011/03/13/ereignisse-in-japan-die-unertraeglichkeit-von-twitter/">hier</a>.</p>
<p><em>Carta</em> nahm hier bekanntlich eine <a href="http://carta.info/38988/japan-fukushima-einige-besonders-gute-kommentar-tweets/">nicht ganz so skeptische Haltung</a> ein.
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		<title>Why did Twitter suspend UberTwitter?</title>
		<link>http://carta.info/38349/why-did-twitter-suspend-ubertwitter/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 14:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Quora]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[UberMedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitter suspendierte am Freitag alle Clients von UberMedia, darunter TweetDeck und Twidroyd. Eine der f&#252;hrenden Schlagzeilen dazu lieferte ausgerechnet Quora und nicht ein Techblog, wie man h&#228;tte erwarten k&#246;nnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Quora ist eigentlich &#8220;nur&#8221; ein <strong>Social Network</strong>, in dem es um Fragen aller Art und deren Beantwortung geht &#8211; und damit nicht um tagesaktuelle Schlagzeilen. Dass dieser Dienst auch in Konkurrenz zu herk&#246;mmlichen Medien treten kann, ist ein relativ neues Ph&#228;nomen. Aktuell zeigt sich das an der <a href="http://techcrunch.com/2011/02/18/twitter-suspends-ubermedia-clients-ubertwitter-and-twidroyd-for-violating-policies/" target="_blank">Auseinandersetzung</a> zwischen Twitter und UberMedia.</p>
<p>Twitter hatte am Freitag kurzerhand alle Twitter-Clients von UberMedia suspendiert, offenbar weil diese gegen Regeln und Markenrechte verstie&#223;en. Einen Tag sp&#228;ter stammt die f&#252;hrende Schlagzeile auf <a href="http://www.techmeme.com/" target="_blank">Techmeme</a> dazu von <a href="http://www.quora.com/Why-did-Twitter-suspend-UberTwitter" target="_blank">Quora</a> &#8211; und nicht etwa von einem der gro&#223;en Techblogs. M&#246;glich wurde dies, weil ein User auf Quora pr&#228;zise nach dem Grund f&#252;r Twitters Vorgehen gefragt hatte, worauf er dort eine ausf&#252;hrliche Antwort von Bill Gross, dem Gr&#252;nder und CEO von UberTwitter, erhielt. Das Thema fand ein so gro&#223;es Echo, dass sogar ein Sprecher von Twitter auf Quora kurz Stellung bezog.</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/QuoraTwitterTechmeme.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-38353 alignnone" title="Screenshot Techmeme" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/QuoraTwitterTechmeme.jpg" alt="" width="418" height="272" /></a></p>
<p>Die Frage sowie ihre Antworten wurden &#252;ber 48.000 mal aufgerufen, ein f&#252;r Quora sehr hoher Wert. Auf Techmeme gelangte der Thread, weil sich eine Reihe von Medien in ihrer Berichterstattung darauf bezogen und ihn verlinkten.</p>
<p>So kann es also gehen. Hier haben nicht mehr nur die &#8220;alten&#8221; Medien das Nachsehen, sondern auch schon die &#8220;neuen&#8221;, weil im Einzelfall eine einzelne Frage mit einer prominenten Antwort gen&#252;gend Brisanz und Tagesaktualit&#228;t kombiniert mit dem Potenzial zur viralen Verbreitung besitzt, um Journalisten und Blogger gleicherma&#223;en hinter sich zu lassen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38349&amp;md5=f3c8c506b50b4e8fdad53cb28da87cd5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der Retweet oder: Platz f&#252;r eine Fu&#223;note ist selbst bei 140 Zeichen</title>
		<link>http://carta.info/38239/der-retweet-oder-platz-fuer-eine-fussnote-ist-selbst-bei-140-zeichen/</link>
		<comments>http://carta.info/38239/der-retweet-oder-platz-fuer-eine-fussnote-ist-selbst-bei-140-zeichen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 12:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius Endert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Kruse]]></category>
		<category><![CDATA[Retweet]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Zitierkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg steht stark unter Druck, weil er in seiner Dissertation abgeschrieben haben soll - ohne die Quellen alle genannt zu haben. Julius Endert stellt dem die Zitierkultur bei Twitter und deren Wirkungen gegen&#252;ber. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt gibt es ja gerade viel <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,745913,00.html" target="_blank">Aufregung</a> um diese paar fehlenden Fu&#223;noten in der Doktorarbeit unseres Verteidigungsministers. Man k&#246;nnte ja meinen, gut, der Gutti hat einfach ein paar Abs&#228;tze aus andererleuts Aufs&#228;tzen retweetet – was ist schon dabei? Macht doch im Internet heutzutage jeder, dieses Retweeten?</p>
<p>Weit gefehlt: Gerade auf Twitter wird nicht einfach auf Ministerart abgeschrieben. Vielmehr hat sich hier eine interessante und hochdisziplinierte Fu&#223;noten- oder besser gesagt Zitierkultur entwickelt. <strong>Bei den schmal bemessenen 140 Zeichen ist die korrekte Quellenangabe die Regel und nicht die Ausnahme</strong>.</p>
<p>Da ist der automatische Retweet, bei dem die Twittermechanik werksm&#228;&#223;ig eine Absenderkennung hinzuf&#252;gt. Trotzdem sind viele <a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/3438-Was-ist-ein-Retweet-Twitter-erklaert-;.html" target="_blank">Retweets</a> handgemacht, manchmal sogar doppelt bis dreifach verschachtelt. Gleiches gilt f&#252;r das „via @twitteruser“, mit dem die Absender ausdr&#252;cken, dass jemand anders einen Link, eine Seite oder eine andere interessante Quelle im Netz gefunden hat und er diese Fundstelle gerne weiterempfehlen m&#246;chten. Die Autoren verzichten in diesen F&#228;llen sogar auf Platz f&#252;r ihre eigene Gedanken und geben einige von den kostbaren 140 Zeichen ab! Ihnen ist es wichtiger, den Absender zu kennzeichen, besser gesagt zu w&#252;rdigen.</p>
<p>Diesen Sinn haben auch die Fu&#223;noten in den meistens mehr als 140 Seiten dicken Doktorarbeiten. Die meisten Menschen auf Twitter arbeiten damit quasi wissenschaftlich. Indem sie sauber ihre Quellen auff&#252;hren, sorgen sie automatisch oder bewu&#223;t f&#252;r eine <a href="http://carta.info/30238/digitalisierung-der-gesellschaft-und-bist-du-nicht-willig-so-brauch-ich-geduld/" target="_blank">Vernetzung der Gedanken</a> und k&#246;nnen im besten Fall eine „Aufschaukelung“ oder eine „kreisf&#246;rmige Erregung“ erreichen (siehe: <a href="http://twitter.com/#!/peter_kruse" target="_blank">Peter Kruse</a>, Twitter, ebenda).</p>
<p>Nur weil sich die Leute an diese einfachen Regeln halten, funktioniert Twitter &#252;berhaut so gut. <strong>Denn Twitter ist eben nicht dieser „Nachrichtendienst“ wie viele in den traditionellen Medien schreiben, wenn sie nicht wissen, wie sie ihren Lesern Twitter erkl&#228;ren sollen</strong>. Wie viele andere vor mir schon erkannt haben, ist gerade die systematische Vernetzung der wichtigste Erfolgsfaktor. Wenn jeder einfach tolle Tweets von anderen abschreiben und sie als die eigenen ausgeben w&#252;rde, w&#228;re es mit Twitter als Quelle lustiger Gedanken und wertvoller Links schnell vorbei.</p>
<p><strong>Denn als Zitate-, Link- oder Ideengeber genannt zu werden, Reaktionen und Feedback auf die ge&#228;u&#223;erten 140 Zeichen zu erhalten, ist der entscheidende Motivationsfaktor bei diesem Spiel</strong>. Genauso ist und war es in der Wissenschaft.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38239&amp;md5=a2425870ad415e448e2231afd5b91578" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tom Sawyers Gesch&#228;ftsmodell</title>
		<link>http://carta.info/38208/tom-sawyers-geschaeftsmodell/</link>
		<comments>http://carta.info/38208/tom-sawyers-geschaeftsmodell/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 05:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Ruß-Mohl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
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		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Blase]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben wir eine neue Internet-Blase? Stephan Russ-Mohl meint ja, mit dem Blick auf die j&#252;ngsten Bewertungen von Twitter, Facebook und The Huffington Post.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Online-Kurznachrichtendienst Twitter soll inzwischen zehn Milliarden Dollar wert sein. Die astronomische Summe w&#228;re, so hat die <em><a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:moegliche-it-blase-twitter-kostet-jetzt-10-mrd-dollar/60010197.html" target="_blank">Financial Times Deutschland</a></em> ausgerechnet, das 222-fache des Umsatzes. Noch im Dezember wurde das Unternehmen von Investoren mit 3,7 Milliarden bewertet. Noch kometenhafter ist der Aufstieg von Facebook am Investoren-Himmel, w&#228;hrend andere soziale Netzwerke wie StudiVZ oder Myspace bereits dramatisch an Wert eingeb&#252;sst haben.</p>
<p>Die Sch&#228;tzwerte f&#252;r Twitter und Facebook deuten neuerlich auf Blasenbildung hin – auf Phantasiepreise, die nicht mehr durch reales Wirtschaften gedeckt sind. Auch die „nur” <a href="http://carta.info/38046/arianna-huffington-und-ihre-blogger-das-ende-vom-web-2-0/" target="_blank">315 Millionen Dollar</a>, die der schw&#228;chelnde einstige Internet-Gigant AOL soeben f&#252;r die <em><a href="http://www.huffingtonpost.com/" target="_blank">Huffington Post</a></em> bezahlt hat, ist solch ein Phantasiepreis – selbst wenn sich AOL damit die erfolgreichste amerikanische Online-Zeitung einverleibt. Erst 2005 ist dieser Start up ins Netz gegangen. Das Bemerkenswerte ist sein „Gesch&#228;ftsmodell“. Im Kern beruht es darauf, andere f&#252;r sich arbeiten zu lassen, ohne sie daf&#252;r zu bezahlen – so wie dereinst Tom Sawyer, der von seiner Tante dazu verdonnert worden war, ihren Zaun zu streichen. Der smarte kleine Tom spannte seine Freunde f&#252;r sich ein. Er erz&#228;hlte ihnen, wieviel Spass das Pinseln mache – und liess sie‘s dann ausprobieren…</p>
<p>Heute sind Hunderte von Bloggern gratis f&#252;r die Website der gesch&#228;ftst&#252;chtigen Ariana Huffington im Einsatz, darunter viele ihrer prominenten pers&#246;nlichen Freunde. Was sie nicht an Inhalten beisteuern, „erzeugt“ ein kleines Redaktionsteam, dessen Arbeit zum Grossteil darin besteht, die Plattform HuffPo mit dem Content anderer Websites zu verlinken.</p>
<p>Trittbrettfahren nennen das &#214;konomen. Leonard Downie jr., der fr&#252;here Chefredakteur der <em>Washington Post</em> wird deutlicher und spricht v<a href="http://www.guardian.co.uk/media/2010/sep/23/huffington-post-parasites-washington-post" target="_blank">on parasit&#228;rem Verhalten</a>. Dass man damit reich werden kann, ist allerdings keine Errungenschaft des Internets – es soll auch in den guten alten, vor-virtuellen Zeiten schon dem ein oder anderen Gl&#252;cksritter gelungen sein.
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			</a>
		</div>
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<a href="http://carta.info/38208/tom-sawyers-geschaeftsmodell/">Tom Sawyers Gesch&#228;ftsmodell</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/38208/tom-sawyers-geschaeftsmodell/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38208&amp;md5=02d1594fc9a6683e8356182b43d0639a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die „Facebook-Revolution“ &#8211; Gedanken zum Einfluss des Internets auf politische Umbr&#252;che</title>
		<link>http://carta.info/38129/die-facebook-revolution-gedanken-zum-einfluss-des-internets-auf-politische-umbrueche/</link>
		<comments>http://carta.info/38129/die-facebook-revolution-gedanken-zum-einfluss-des-internets-auf-politische-umbrueche/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 12:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Kappes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Systemtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Diktatoren fallen und Demonstranten Facebook feiern, wenn US-Politiker anonyme Facebook-Accounts fordern und Angela Merkel Twitter lobt, wird es Zeit, die Dinge zu sortieren. Eine ausf&#252;hrliche Reise durch das Themendreieck Netz, Politik &#038; B&#252;rger mit drei kleinen Rant-Bemerkungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #808080;">Inhalt:</span><br />
<span style="color: #808080;">→ Teil 1: Warum das Internet keine politischen Revolutionen macht</span></p>
<p><span style="color: #808080;">→ Teil 2: 37 Mechanismen des Internets zur F&#246;rderung gesellschaftlicher Ver&#228;nderungen</span></p>
<p><span style="color: #808080;">→ Teil 3: Warum wir kein endg&#252;ltiges Urteil &#252;ber das Internet f&#228;llen k&#246;nnen</span></p>
<p><span style="color: #808080;">→ Teil 4: Das Empowerment des Publikums und die Geschmeidigkeit der Demokratie</span></p>
<p><span style="color: #808080;">→ Post Scriptum – Der Viertelgeviertstrich</span></p>
<p>Die Diskussion um die „Facebook-Revolution“ hat viele Facetten. Die erste ist, ob dieses Wort tats&#228;chlich &#252;berhaupt von Diskutanten ernsthaft benutzt wurde, denn SPIEGEL ONLINE <a title="Spon" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,742430,00.html" target="_blank">schreibt</a> zwar als eine der ersten Publikationen ausf&#252;hrlich dar&#252;ber, nennt aber die Quelle nicht. So wollten auch wir es halten, bis wir auf einen <a title="FAZ" href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/02/06/jeder-twitt-ein-tritt.aspx" target="_blank">Blogbeitrag </a>der F.A.Z. stie&#223;en, der auf die Basler Zeitung Online verlinkt, welche sich auf den Nachrichtendienst dapd beruft, der eine Politologin namens Harders der FU Berlin als &#196;gyptenexpertin zitiert. Fragt man die Quelle dieses Nachrichtenflusses per Mail, antwortet Frau Professorin Cilja Harders, freundlich und prompt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„</em><em>Das habe ich in der Tat gesagt, es war aber nicht alles. Es begann mit Facebook und dann war Al-Jazeera ganz wichtig und, solange die Telefone noch gingen, nat&#252;rlich auch SMS und Telefon. Das Spannende ist, dass die ganze Bewegung ihr Momentum gehalten hat, auch nachdem Telefone und Internet abgeschaltet waren. Es wurde immer weiter gepostet, die Au&#223;enwelt blieb informiert. Intern wurden wieder die alten Festnetzleitungen aktiviert und  in der Kommunikationssperre war Al-Jazeera entscheidend. Nicht umsonst hat das Regime dem Sender die Erlaubnis entzogen f&#252;r einige Tage. Jetzt senden sie wieder aus dem Kairoer Studio.“</em></p>
<p>Und so haben wir als erstes einen Nebenfund: Mehr als dass Facebook zu Beginn eine Rolle spielte, sagt Frau Prof. Harders nicht, mehr wollte sie zumindest nicht sagen. Ihre These ist nicht ganz so steil, wie sie uns gemeldet wurde, weil es schon Facebook-Gruppen gab. Warum hat niemand gefragt, der sie zitierte? Fast 7.000 Google-Treffer, davon so mancher in Leitmedien, sind kein Ruhmesblatt f&#252;r ebendiese.</p>
<p><strong>Teil 1: Warum das Internet keine politischen Revolutionen macht</strong></p>
<p>Sogar f&#252;r den gr&#246;&#223;ten Internet-Freund d&#252;rfte klar sein, dass das Internet  keine Revolution „macht“, es kann nur den Ausdruck entsprechender &#196;u&#223;erungen unterst&#252;tzen. <strong>Auch Panzer „machen“ keinen Krieg, sondern Menschen machen ihn.</strong> Der Grund, dass Menschen politische Ver&#228;nderungen fordern, ist nicht das sch&#246;ne Internet, sondern die dem auftretenden Konflikt zugrunde liegende politische, wirtschaftliche und soziale Konstellation &#8211; einschlie&#223;lich des Zustandes ihrer Freiheitsrechte, ob beschnitten oder nicht. Kommunikationstools sind Verst&#228;rker, nicht Ausl&#246;ser sozialer Interaktion (<a title="neunetz" href="http://www.neunetz.com/2011/02/01/kommunikation-und-organisation-facebook-twitter-und-aegypten/" target="_blank">Quelle</a>). Das Paradoxon daran ist, dass die Abschaltung des Internets, die Abschaltung von Mobilfunk oder der SMS-Massenversand deutliche Symptome der Einschr&#228;nkung von Freiheitsrechten sind, kausal konnten sie dennoch nicht sein f&#252;r zeitlich vorhergehende Ereignisse der Massenbewegung mit digitalen Mitteln. Vermutlich k&#246;nnen wir aber hier ein zweites lernen: <strong>Erst durch die Verbreitung moderner Kommunikationsmittel wird auch ihr Abschalten als Fanal sichtbar.</strong> „Da, seht Ihr!“ ruft der B&#252;rgerrechtler, denn die Handlung (Abschalten) ist nicht mehr Ausfluss von Diktatur, sondern ihr bester Beweis. Das ist das Problem aller Internetsperren, von China bis Tunesien: Sp&#252;rbarer kann man Informationsfreiheit nicht einschr&#228;nken.</p>
<p>Welche Rolle das Web auch immer spielte, man sollte auch <strong>Mobiltelefonie</strong> nicht untersch&#228;tzen (Richard Gutjahr sprach <a title="Gutjahr" href="http://gutjahr.biz/blog/2011/01/kairo/" target="_blank">ad-hoc</a> von „Handy-Revolution“). Denn welches Werkzeug haben Menschen h&#228;ufiger bei sich als Brille und Gebiss? Wir m&#252;ssen uns nicht nur den modernen Businesskasper, sondern wohl auch den modernen, urbanen &#196;gypter – ein sch&#246;nes <a title="Peterglaser" href="http://www.heise.de/tr/blog/artikel/Der-digitale-Katalysator-1182006.html" target="_blank">Bild</a> von Peter Glaser– als Statue vorstellen, die ein Handy am Ohr hat und so potentiell mit Menschen permanent „connected“ ist. Wir haben weltweit ca. 5 Mrd. Handys bei 7 Mrd. Menschen – eine Quote, die in etwa wohl auch <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,670684,00.html" target="_blank">Kenia</a> findet. Ist mehr Symbolkraft m&#246;glich, als durch zentrales Abschalten dieses weltverbindenden Kopf-Fortsatzes?</p>
<p>Internet-Evangelisten wird die Antwort entt&#228;uschen. Die gr&#246;&#223;ere Symbolkraft geht von Informationen &#252;ber Spitzel, Hunger, Panzern und T&#246;tungen aus, die sich auch ohne Internet wie ein Lauffeuer als Real-Life-Meme verbreiten. Eigentlich verbietet es sich sogar, hier von „Symbolkraft“ zu sprechen, da sich die Kraft dem urspr&#252;nglichen Opfer dieser Handlungen gegen&#252;ber durchweg unsymbolisch zeigt. Wer wagt es, ein Veilchen am Auge wegen seiner „Symbolkraft“ zu erw&#228;hnen? <strong>Nein, wer Panzer befiehlt, wer k&#246;rperliche Gewalt aus&#252;bt, hat im Vergleich zum Internet das m&#228;chtigere Werkzeug</strong>. Das befremdliche daran: Der Mausklick durch normale B&#252;rger f&#252;hrt nur zum „(Dis-)Like“, der Mausklick des Soldaten auch zum echten Tod.</p>
<p>So eingeordnet, darf man die „Macht des Internets“ nicht &#252;bersch&#228;tzen. Die Bezeichnung „Facebook-Revolution“ f&#252;hrt wohl viele Leser in die Irre: <strong>Man schafft es auch mit alten Medien, Massen zu mobilisieren</strong> (mehr <a title="Funckhaus" href="http://funckhaus.blogger.de/stories/1770557/">hier</a>). Auch l&#228;sst sich nicht bestreiten, dass die Nutzung von Online-Diensten f&#252;r B&#252;rgerrechtler kontraproduktiv sein kann, vor allem in autorit&#228;ren Regimes, die den Internetverkehr &#252;berwachen und sich geheimdienstlich in Online-Diensten bewegen. Je mehr sich die gesellschaftliche Kommunikation ins Web verlagert, um so empfindlicher kann sie durch Kill-Switches und Cyberbomben einerseits oder durch Abschalt- und Zensuranweisungen von Regierungen andererseits getroffen werden. Hier zeigt sich die Werkzeugeigenschaft des Internets, das Zweck und Absicht erst durch den handelnden Menschen erf&#228;hrt. Auch der beste Hammer zeigt sich „b&#246;se“, wenn man uns mit ihm schl&#228;gt.</p>
<p>&#220;berhaupt, meine ganz pers&#246;nliche Meinung, ist es <strong>noch ein bisschen fr&#252;h</strong>, von „Revolution“ zu sprechen. Gut, der Diktator musste gehen. Aber was kommt <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,745311,00.html" target="_blank">jetzt</a> ? Nach den Gl&#252;ckw&#252;nschen mag ich erst feiern, wenn ich freie Wahlen sehe.</p>
<p><strong>Teil 2: 37 Mechanismen des Internets zur F&#246;rderung gesellschaftlicher Ver&#228;nderungen</strong></p>
<p>Bevor wir die Folgen des Internet-Einsatzes beurteilen k&#246;nnen, m&#252;ssen wir seine Mechanismen und Auswirkungen auf die menschliche Kommunikation verstehen.</p>
<p>Es ist weit verbreitet, das Internet einfach nur als ein neues Medium anzusehen. Das ist schon nicht richtig, weil es andere Medien enthalten kann, man muss es daher als „Meta-Medium“ oder Container ansehen. Aber auch das Meta-Medium f&#252;hrt in die Irre, seit Menschen im Web (! – und nicht nur per Mail oder ICQ) miteinander kommunizieren. Ich denke, der Paradigmenwechsel von Inhalt zu Kommunikationsakten ist der eigentliche Wandel seit dem sog. „Web 2.0“ – dazu aber mehr an anderer Stelle. Durch diese Kommunikation ist es besser, das Internet als „verschachtelten Kommunikationsraum“ (etwa Chris St&#246;cker im <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,745005,00.html" target="_blank">SpOn</a>) zu betrachten. Es zeigen sich n&#228;mlich etliche<strong> Besonderheiten dieses „verschachtelten Kommunikationsraumes“, der gesellschaftliche Ver&#228;nderungen f&#246;rdert,</strong><strong> und zwar unabh&#228;ngig von der Staatsform.</strong></p>
<p><strong>Gruppe 1: Internetkommunikation mit Text, Hypertext, Rich Media</strong></p>
<ol>
<li>Kommunikation im Internet ist fast immer <strong>schriftlich</strong> repr&#228;sentiert. Dies f&#252;hrt dazu, dass die Information <strong>weniger fl&#252;chtig</strong> ist als in anderen Formen wie dem Radio oder dem Telefonat. (Das wird sich mit Voice-/Video-Diensten eventuell &#228;ndern). Hierdurch erreicht die Information mehr Menschen. Sie kann auch von diesen solange abgerufen werden, bis sie besser verstanden wurde (z.B. Replay-Funktion).</li>
<li>Auch TV- und Radiosendungen werden mit dem Container Internet verbreitet – und sind im Unterschied zu den fl&#252;chtigen Originalen jederzeit als Konserve abrufbar. Auch hier gibt es also eine <strong>Tendenz zur dauerhaften Verf&#252;gbarkeit</strong> von Information.</li>
<li>Schon nach kurzer Zeit liegen Nachrichten in unterschiedlichen Formaten vor. Durch die <strong>Wahl des Medientyps je nach generellen oder situativen Wahrnehmungsvorlieben</strong> hat der Nutzer bessere Chancen, die Nachricht zu verstehen. (Video, kurz? Oder Text, lang oder kurz? Oder doch Bildergalerie?)</li>
<li>Eine Information wird h&#228;ufig nicht durch Wiederholung, sondern als Referenz weitergegeben (technischer Link oder inhaltliche Referenz). Hierdurch bleibt sie in der <strong>Weitergabe-Kette gut erhalten</strong>, im Gegensatz zum verf&#228;lschenden „Stille-Post“-Effekt der nicht-digitalen Kommunikation.</li>
<li>Durch die <strong>Ubiquit&#228;t</strong> von Information werden die Innenverh&#228;ltnisse einer Region nach au&#223;en sichtbar und umgekehrt die Reaktionen und Meinungen von au&#223;en von innen sichtbar. Dies f&#252;hrt zu einem wichtigen Effekt: <strong>Der Support aus dem Ausland best&#228;rkt B&#252;rgerrechtler auf ihrem Weg</strong>. Umgekehrt helfen Dienste von au&#223;en den Menschen innen, fragmentarisches Wissen zusammenzuf&#252;hren und zu bewerten. Es gibt viele Dankes-Tweets aus &#196;gypten in diese Richtung, die „Sofa“-Aktivisten k&#246;nnen durchaus Wirkung erzielen.</li>
<li><strong>„Verl&#228;ngerung“ von Medien-Infrastruktur (klassische Medien): </strong>Das Internet als Container f&#252;r Medien tr&#228;gt den Inhalt von TV- und Radiostationen noch als Archiv „in“ einer Website, macht diesen bearbeitbar, „remixable“ und verbreitbar (z.B. via Videoplattformen wie Youtube).</li>
<li><strong>Abbildung von Medien-Infrastruktur (klassische Medien): </strong>wie oben, der Sender wird jedoch live gestreamt.</li>
<li><strong>Substitution von Medien-Infrastruktur:</strong> Bei St&#246;rungen der herk&#246;mmlichen &#220;bertragungswege kann eine TCP/IP-basierte Parallelarchitektur die weitere Ausstrahlung der Inhalte sicherstellen. (Beispiel: Satellit einer TV-Station wird durch Regime gest&#246;rt).</li>
<li><strong>Substitution von Medien-Infrastruktur (digitale Medien): </strong>Das Internet als Medien-Container hat eine weitere Eigenschaft. F&#228;llt eine Komponente aus, kann das Internet sie mit ein bisschen Infrastruktur ersetzen, wie das Beispiel des Twitter-Accounts <strong>Speak2Tweet</strong> von Twitter und einer Google-Tochter gezeigt hat, der Anrufe auf Mailboxen via Twitter zug&#228;nglich und im Web abspielbar machte (siehe <a title="Neu" href="http://www.guardian.co.uk/technology/2011/feb/06/twitter-speak-tweet-mubarak-networker" target="_blank">hier</a>).</li>
<li><strong>Dezentralit&#228;t von Daten</strong> gibt es an vielen Stellen im Web. Eine der wichtigsten ist: W&#228;hrend Statusmeldungen von Facebook und Twitter erstens nur zu den Bedingungen dieser Unternehmen zug&#228;nglich sind und zweitens diese beiden Systeme als zentrale System gut angreifbar sind, gibt es inzwischen offene Standards, die auch Backup-Funktion haben, falls ein anderes System ausf&#228;llt. Ein Beispiel ist <a href="http://doost.status.net/">http://doost.status.net/</a>, entwickelt mit OStatus. Folge ist: Wenn Twitter von einem Regime blockiert wird, weichen Nutzer aus (falls es &#252;berhaupt noch eine feste Zuordnung zu Plattformen wie Twitter geben wird). Das Internet wird auch hier <strong>redundant</strong>.</li>
<li><strong>Dezentralit&#228;t des Netzes.</strong> Noch ist es nicht soweit, dass man das Internet nicht „ausschalten“ k&#246;nnte. Mit privaten Funknetzen (insbesondere gr&#246;&#223;erer Reichweite) sowie einer Koppelung nach dem Freifunk-Prinzip wird jedoch irgendwann der Tag kommen, dass zumindest innerhalb eines technisierten Landes bzw. einer Region die Kommunikation m&#246;glich bleibt. W&#228;hrend das Handy-Mobilfunknetz zentrale Strukturen hat, die von einem Regime abgeschaltet werden k&#246;nnen, wird es durch dezentrale Webtechnologie irgendwann nicht mehr m&#246;glich sein, diese Struktur zentral zu st&#246;ren.</li>
</ol>
<p><strong>Gruppe 2 sind &#196;nderungen in Kommunikationsstrukturen und –geschwindigkeit:</strong></p>
<ol>
<li>Das Internet bietet <strong>n:n-Kommunikation</strong>, mehrere Personen k&#246;nnen mehrere andere mit einer Information adressieren. Diese Peer-to-Peer-Struktur ist einer der wichtigsten Merkmale. Dennoch geht es zu weit zu sagen „Content was never king. Contact is.“ (typisch <a title="Neu" href="http://www.shareable.net/blog/the-evolution-will-be-socialized" target="_blank">hier</a>), weil es nur eines von vielen Merkmalen ist.</li>
<li>Das Internet hat <strong>virale Mechanismen</strong>. Durch die Kombination von sozialen Beziehungen und Sharingfunktionen erreichen Inhalte durch Mausklick hohe Reichweiten.</li>
<li><strong>Vererbtes Vertrauen:</strong> durch Ketten von Personenbeziehungen wird die Glaubw&#252;rdigkeit von Quellen verst&#228;rkt. Dem algerischen Twitter-Freund meines besten Freundes traue ich sogar mehr als der BBC bei der Frage, ob Algerien das Internet gekappt hat, obwohl ich den Twitter-Freund nie gesehen habe.</li>
<li><strong>Echtzeit-Kommunikation</strong> f&#252;hrt zu einer ungekannten Verbreitungsgeschwindigkeit: Was eben in Kairo geschah, ist sofort an jedem Ort verf&#252;gbar. Das gilt anscheinend nicht nur f&#252;r B&#252;rger-Tweets, sondern f&#252;r die gesamte Nachrichtenwelt, da sich der Prozess der Nachrichtenverarbeitung beschleunigt.</li>
<li>Nachrichtenquellen sind keine Insiderquellen, sondern werden immer mehr jedermann zug&#228;nglich, seien es Breaking-News-Dienste, Nachrichtenagenturen,  Journalisten-Tweets und &#8211; last but not least – berichtende B&#252;rger. Hierdurch findet eine <strong>Verk&#252;rzung der Nachrichtenkette</strong> statt, was nicht nur Zeitvorteile bietet, sondern auch Fehlerquellen und Rauscheffekte reduziert.</li>
<li><strong>Content-Aggregation </strong>ist schon lange bei Suchmaschinen, RSS-Readern und Portalen wie iGoogle/pageflakes/netvibes zu finden. Heute finden wir sie weit leistungsf&#228;higer in Nischen, Beispiele sind tweetmeme/rivva, flipboard, commentarist und noch einige Dutzend mehr. Dadurch k&#246;nnen Information von Absendern eher unbedeutender Reichweiten f&#252;r jedermann sichtbar werden, der nicht viral angesprochen wird. Pointiert gesagt: Ein <strong>B&#252;rgerkriegs-Dashboard</strong> entsteht f&#252;r den beobachtenden B&#252;rger, und er hat gleichzeitig die Chance, eigenen Inhalt auf dieses Dashboard oder fremden Inhalt hierhin zu bef&#246;rdern.</li>
<li><strong>Maschinelle</strong> Zugriffe (z.B. verschiedenen Tweetlisten mit verschiedenen Hash-Tags) auf alle Informationsquellen erm&#246;glichen dem betrachtenden B&#252;rger seinen eigenen „<strong>Gefechtsstand-Monitor</strong>“:  Auf zehn Browsertabs l&#228;sst sich eine Revolution besser verfolgen als die NASA Apollo 11 verfolgen konnte. Es wird spannend, was passiert, wenn sich diese Mechanismen nicht nur auf Text beziehen. Poppt dann die wichtige Fernsehsendung als „Trending TV“ oben rechts auf, neben den Videos meiner Freunde?</li>
<li>Durch <strong>„Social TV“</strong> (Chat, Twitter) wird die Diskussion um TV-Inhalte angesto&#223;en und der gesamte Prozess zeitlich verk&#252;rzt. Das Auditorium sieht, was im TV wichtig ist und kann die Information zeitlich parallel diskutieren und bewerten. Chris St&#246;cker nennt das einen „Echo-Raum“. Zur Erinnerung: Zu einer Abendsendung fand fr&#252;her die Meinungsbildung erst am n&#228;chsten Werktag statt. Heute glauben wir nach zehn Minuten zu wissen, ob eine Show gut ist.</li>
<li><strong>„Public by Default“:</strong> Bei Twitter gut zu beobachten, wie man nach einem einfachen Suchvorgang (Textsuche bzw. Hashtag) oder Lesen einer Personenliste (Followerliste und Empfehlungsliste, z.B. als Tweet „For &lt;thema&gt; follow @person1, @person2…“) direkt die Tweets einer unbekannten und weit entfernten Person beziehen kann.</li>
<li><strong>Internationalit&#228;t.</strong> Das klingt trivial und ist es auch. Wie allerdings dann ganze Gruppen (von ausl&#228;ndischen NGOs, Politikern und Unternehmen bis zu verschiedenen inl&#228;ndischen Personen) &#252;bergreifend vernetzt sind, ist schon beeindruckend <a href="http://www.kovasboguta.com/1/post/2011/02/first-post.html">http://www.kovasboguta.com/1/post/2011/02/first-post.html</a>.</li>
</ol>
<p><strong>Gruppe 3 sind neue Angebotsformen</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<ol>
<li><strong>Zentrale Ad-Hoc-Inhalteangebote </strong>sind schnell aufgesetzt. Hierzu geh&#246;ren nat&#252;rlich die bekannten Angebote von Google und Tumblr (siehe <a title="Neu" href="http://www.niemanlab.org/2011/02/tumbling-into-journalism-tumblrs-newsy-tag-pages/" target="_blank">hier</a>), die unter „Public Relations“ einzuordnen sind und daher k&#252;nftig &#252;ber Millionenbudgets verf&#252;gen werden. Was gibt es besseres f&#252;r ein kommerzielles Unternehmen, als mit der richtigen (trojanischen) Idee f&#252;r eine Woche die Aufmerksamkeit der halben Webwelt zu erhalten?<strong> </strong></li>
<li><strong>Jedermann-Ad-Hoc-Inhalt:</strong> ein WordPress-Blog, ein Micro-Blog, eine Website, ein (weiterer) Twitter-Account wie @Anonymous123, eine Facebook-Fanpage, ein Wiki sind schnell aufgesetzt. Hinzu kommen weniger bekannte Dienste, die auf Fl&#252;chtigkeit angelegt sind und verschl&#252;sselte Kommunikation erlauben (Beispiele Pastee <a href="https://pastee.org/">https://pastee.org/</a>,  snipt.org oder One-Click-Microblogging-Dienste nach Machart von txt.io). (Einstieg in die Gattung der Pastebins <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pastebin" target="_blank">hier</a> und eine Liste <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_pastebins" target="_blank">hier</a>). Hier kommt aus der Programmierszene etwas auf die Politik zu, was noch nicht gesehen wird: Das Jedermann-Wikileaks ist da.</li>
<li><strong>Instant-Kampagnen</strong>: Innerhalb weniger Stunden entstehen Kampagnen-Websites, Unterzeichnerlisten, Shitstorms, Live-Reportagen etc., also spezifische digitale Auspr&#228;gungen von politischem Aktivismus. In Deutschland sehen wir sogar schon, wie eine Kampagnen-Mechanik recycelt wird: <a href="http://undnucdu.de/">http://undnucdu.de/</a> ist nun die schon mindestens dritte Version einer Website aus dem Umfeld von Nico Lumma, die nach immer demselben Prinzip funktioniert. Wie lange dauert es, bis <strong>es Instant-Kampagnen oder -Plugins</strong> gibt, die man sich wie WordPress-Templates aussucht? Gibt es bald den Jimdo-Baukasten in einer Amnesty-Edition? Die Entwicklung beim Voting zeigt den m&#246;glichen Fortschritt.</li>
</ol>
<p><strong>Gruppe 4</strong> w&#252;rde ich versuchsweise als <strong>Verdichtung und Verst&#228;rkung</strong> bezeichnen:</p>
<ol>
<li>Bei der Weiterleitung von Information findet eine <strong>Relevanz-Gewichtung mit Resonanz-Verst&#228;rkung</strong> statt: Der nach Lesermeinung wichtigste Tweet setzt sich durch (und je mehr Menschen votieren, desto st&#228;rker wird dieser Effekt),</li>
<li>Das Internet hilft bei der<strong> Aggregation von Nutzer-Meinungen</strong>, ein Voting, das „Faven“ bei Twitter und das „Bewerten“ von Kommentaren oder eine Fanpage auf Facebook sind schnell und leicht eingerichtet und durchgef&#252;hrt. W&#228;hrend oben noch die redaktionellen Inhalte aggregiert wurden, wird hier ein Stimmungsbild einer Personengruppe sichtbar.</li>
<li>Sofern an vielen Stellen des Internets Meinungs&#228;u&#223;erungen auftreten (Beispiel: 3 Leitkommentare in klassischen Medien, 7 in Blogs) entstehen durch die Bewertung, das Zitieren und Referenzieren und durch die Anzahl an Kommentaren <strong>&#252;bergreifende Kommunikationsr&#228;ume</strong>, welche die Einzelplattform in den Hintergrund dr&#228;ngen. Wer einmal intensiv eine Netzdebatte verfolgt hat, kennt den Effekt. Erst sprie&#223;en Beitr&#228;ge, dann beginnt Diskussion, es entstehen Repliken, Verweise etc. &#8211; bis eine Debatte nach ein paar Tagen zum Erliegen kommt. Das w&#252;rde man wohl einen sich selbst organisierenden Kommunikationsraum nennen, den kein anderes Medium so bietet, dass jedermann daran teilnehmen kann. Am Ende entsteht ein Bild dessen, was wichtig war und welchen Beitrag und welchen Autor man sich merken sollte.</li>
<li><strong>Anonyme</strong> Kommunikation als eine weitere Dimension der Kommunikation f&#252;hrt zu einer <strong>Klarheit bei der Meinungs&#228;u&#223;erung</strong>, wie wir sie nicht einmal in freiheitlichen Demokratien bisher kannten: Nicht nur f&#228;llt die R&#252;cksichtnahme auf eventuelle Repressionen durch das politische System weg, es entf&#228;llt auch der Hang, auf eventuellen sozialen Druck R&#252;cksicht zu nehmen. Radikale Positionen sind eben auch in Deutschland leichter gesagt, wenn man anonym spricht. „Tod dem K&#246;nig!“. Kein Wunder, dass ein U.S.-Senator inzwischen von Facebook <a title="Neu" href="http://www.allfacebook.com/u-s-senator-asks-facebook-for-anonymity-option-2011-02" target="_blank">fordert</a>, anonyme Profile zuzulassen.</li>
<li>Die<strong> verkappte Meinungs&#228;u&#223;erung </strong>ist ein junges<strong> </strong>Ph&#228;nomen<strong> </strong>des Social Sharing. Wer einen Link auf Facebook „teilt“, wer Links auf einem Bookmarking-Dienst sammelt, wer einen Tweet retweeted, nimmt inhaltlich keine Stellung, sondern verweist nur auf diesen Link beziehungsweise Tweet. Er wird aber meistens eine ihm genehme Meinung h&#228;ufiger verteilen als eine ihm nicht genehme. Folge: <strong>Trotz der formalen Neutralit&#228;t ist bei Sharing die Wahrscheinlichkeit von Zustimmung h&#246;her als die von Ablehnung.</strong> „Tod dem K&#246;nig“ von @Antagonist erzeugt auf Aggregationsebene (z.B. Top-Tweets) schnell den Eindruck einer bewegten Menschenmenge, die dem Tweet zustimmt. Dieser Eindruck mu&#223; nicht richtig sein, es gen&#252;gt aber die Gewissheit, dass etliche Nutzer den Retweet jedenfalls nicht f&#252;r eine blo&#223;e Weitergabe halten, die vollkommen neutral ist. Vielleicht mu&#223; man aufgrund des offenkundigen Empf&#228;ngerproblems, der in seine eigenen Vorurteilsfallen tappt, hier auch von einer <strong>versehentlichen Meinungsbildung</strong> sprechen.</li>
<li><strong>Kurzinformation </strong>auf Diensten wie Twitter f&#252;hrt durch den Zwang zur Verk&#252;rzung noch zu drei weiteren Effekten: Erstens gibt es Kurzformen der Zustimmung, z.B. „+1“. Zweitens werden komplexe Aussagen zwangsl&#228;ufig zu kurzen Statements reduziert, die f&#252;r Differenziertheit wenig Raum lassen: <strong>Die Welt ordnet sich in die Polarit&#228;t von Pro und Contra.</strong> Drittens hat die Sprache h&#228;ufig appellhaften, imperativen Charakter.</li>
<li>All dies f&#252;hrt beim einzelnen Leser zu einer <strong>vorurteilskonformen Wahrnehmung</strong> und damit insgesamt zu einem „<strong>Aufputscheffekt</strong>“: Nach zehn gleichartigen Tweets (sowohl neutral wie explizit zustimmend) zu einem Thema unterliegt man schnell dem Einfluss derer, die man f&#252;r die vermeintliche Mehrheit h&#228;lt. Es f&#252;hlt sich an wie das Beobachten eines <strong>digitalen Hammelsprungs</strong>: 7 links dagegen, 3 rechts daf&#252;r – auch ich bin dann dagegen.</li>
</ol>
<p><strong>Gruppe 5: Verschiedenes</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<ol>
<li>Datenbankgest&#252;tzte Zugangswege auf alle Informationen erm&#246;glichen sekundenschnellen <strong>Zugriff auf Daten</strong>. So entstehen beispielsweise mit Hashtags Zugriffsm&#246;glichkeiten auf „Big Data“, wobei die Zuordnung von Hashtag und Inhalt durch Vereinbarung der Gruppe erfolgt und sehr dynamisch sein kann. Entsprechendes gilt z.B. f&#252;r Fotos von Kriegsschaupl&#228;tzen mit Geokoordinaten.</li>
<li>Es scheinen <strong>neue Rollen</strong> zu entstehen: Zum Demonstranten gesellt sich der Supporter, der eine Website zum Thema baut, aber nicht demonstriert (Beispiel Women of Egypt &lt;<em>FB_Gallery_link&gt;</em>). Vielleicht werden sich unter den Online-Supportern weitere Rollen ausdifferenzieren: der B&#252;rger-Reporter, der Promotor, der Pusher, der Bomber (mit seiner DDoS-Kanone) usw.</li>
<li><strong>Digitaler Klingelbeutel</strong>: Mit der M&#246;glichkeit k&#252;nftiger Handies, Micropayments vor allem via Near Field Communication abzuwickeln, werden Bewegungen in einer weiteren Dimension digitalisiert werden. Crowdfunding im Stile von spot.us, kickstarter, betterplace.org ist heute schon da, man wird jedoch „instant“ zu Spenden aufrufen und auch Spenden vornehmen k&#246;nnen. „Wir brauchen eine Videokamera &#8211; spendet hier“ wird der neue digitale Klingelbeutel, flankiert von Facebooks virtueller W&#228;hrung.</li>
<li>Zus&#228;tzlich hilft das Internet noch bei der <strong>Organisation des Widerstands</strong>: Gruppen finden sich auf Plattformen, sammeln Informationen (z.B. &#252;ber inhaftierte Demonstranten – in einem Wiki als Ad-Hoc-Angebot, siehe oben) und verabreden sich, um nur einige Beispiele zu nennen.</li>
<li><strong>Aktivisten-War-Room:</strong> Was einzelne k&#246;nnen, k&#246;nnen Gruppen erst recht. Die digitale Aktivistengruppe ist geboren, die aus dem Wohnzimmer heraus Kampagnen steuert und entwickelt (Beispiel aus Kairo, Video <a title="Neu" href="http://video.nytimes.com/video/2011/02/08/world/middleeast/1248069622796/cairos-facebook-flat.html)" target="_blank">hier</a>). Mit entsprechenden Kollaborationstools, etwa Google Docs, Skype etc. kann diese Gruppe sich auch virtuell managen.</li>
<li>Alle Beteiligten bedienen sich <strong>echter Monitoring-Tools</strong>, um die Situation analysieren zu k&#246;nnen und im eigenen Interesse in die Kommunikation einzugreifen. Das Internet ist also, weil (noch) dessen &#246;ffentliche Teile ungesch&#252;tzt f&#252;r die Kommunikation eingesetzt werden, transparenter als es Telefonie je war, weil jedermann die Kommunikation mit einfachen Mitteln beobachten kann.</li>
</ol>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Zwischenergebnis:</span></strong></p>
<p>Durch das Internet ver&#228;ndern sich kommunikative Prozesse sehr stark. Betroffen sind Inhaltsformen, Vernetzungsstrukturen, Nachrichtenketten, Verdichtungsmechanismen, Beschleunigungseffekte, Meinungsfindung, Aktivismusformen, Beobachtung/Monitoring und Finanzierung, um nur die wichtigsten Schlagw&#246;rter zu nennen.</p>
<p>Wo und wie genau das Internet in &#196;gypten wirkte, ist noch nicht ganz klar. Es ist <strong>eine &#220;bertreibung, von Facebook-Revolution zu sprechen.</strong> Angesichts von 20% <a title="heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Algerien-Proteste-mit-oder-ohne-Internet-1188594.html" target="_blank">Internetabdeckung</a>, wird man wohl das Internet (insbesondere Facebook) mit seinen &#196;u&#223;erungs- und Vernetzungsform als ersten Schritt der Artikulation sehen m&#252;ssen, ab kritischer Masse gefolgt von realem Protest auf dem Tarhir-Platz. Ab dieser Stelle hatte Al Jazeera mit seiner Live-Berichterstattung gro&#223;e Kraft, wohl eher <a title="TC" href="http://techcrunch.com/2011/02/13/al-jazeeras-social-revolution-in-realtime/" target="_blank">verst&#228;rkt </a>durch Twitter-Kommunikation als durch Facebook &#8211; und in Wechselwirkung mit dem TV-Streaming.</p>
<p><strong>Teil 3: Warum wir kein endg&#252;ltiges Urteil &#252;ber das Internet f&#228;llen k&#246;nnen</strong></p>
<p>&#196;gypten zeigt: Das Abschalten, das &#220;berwachen und das Versenden von Nachrichten sind auch heute noch das Repertoire von Diktatoren.</p>
<p>Was wir hier an Technik sehen konnten, steht so sehr am Anfang, dass sich ein Lob des „Internets an sich“ verbietet. <strong>Von einer Dystopie vom Stand der Technik her sind wir nicht allzuweit entfernt</strong>: Dass n&#228;mlich zus&#228;tzlich zu den heute erkannten Eingrifssgefahren die Anonymit&#228;t der Internetkommentare von Spezialprogrammen zur Autorenerkennung aufgehoben wird, dass Maschinen zur systematischen digitalen Desinformation als digitale Nebelbomben eingesetzt werden, dass Software-Agenten anhand von Geokoordinaten hohe Personendichten erkennen k&#246;nnen, dass k&#252;nftig Mini-Drohnen B&#252;rger &#252;berwachen. Wer sagt uns denn, dass ein hochtechnisiertes Unrechtsregime nicht eines Tages Facebook-Anfragen von Robots aus verschickt, Misstrauen sch&#252;rende Inhalte verbreitet und die Tentakel des Internet of Things uns nicht in der eigenen Tiefgarage einsperren, weil wir am Nachmittag zuvor einer Facebook-Gruppe beigetreten sind oder etwas getwittert haben, was eine Sentinentanalyse nicht ganz so witzig fand?</p>
<p><strong>Auch wenn diese Dystopie nicht eintritt, vieles ist schon heute m&#246;glich</strong>. Was wird denn aus der n&#228;chsten Revolution, wenn ein Regime ein zentrales Internet-Kommunikationssystem st&#246;rt, ein Plattformanbieter heimlich eine Backdoor zum Monitoring anbringt oder gezielt in die Meinungsbildung eingreift – zum Beispiel durch Zensur von Statusmeldungen oder „Entfreunden“ von Menschen, die bestimmte Themenseiten m&#246;gen (Phantasie eines <a title="FB" href="http://www.allfacebook.com/u-s-senator-asks-facebook-for-anonymity-option-2011-02" target="_blank">Senators</a>) ? <strong>Warum sollte sich Facebook in &#196;gypten anders verhalten (m&#252;ssen) als Vodafone</strong>, eine lokale Repr&#228;sentanz mit Vertriebsfunktion vorausgesetzt, deren Menschenleben gef&#228;hrdet sind? Haben wir wirklich schon einen echten Cyberwar gesehen, eines Regimes gegen seine B&#252;rger, und nicht nur von Regierung zu Regierung gegen ausl&#228;ndische Zentrifugen?</p>
<p>Wir m&#252;ssen also diskutieren, was morgen werden soll. <strong>Es ist denkbar, dass das Internet f&#252;r freie Meinungs&#228;u&#223;erung &#252;berall auf der Welt eines Tages unbenutzbar wird</strong>, wenn wir Technokraten nicht gesellschaftlich in ihre Schranken weisen und von Sicherheitsfanatikern nicht immer wieder eine Rechtfertigung f&#252;r ihre Eingriffe in Freiheitsrechte verlangen – was hierzulande wohl ungeheuer revolution&#228;r klingt, aber schon immer unbestrittene Meinung in der Grundrechtsdogmatik ist, die „Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit“ l&#228;sst gr&#252;&#223;en. <strong>Hier geht es nicht um einen gesellschaftlichen Nebenschauplatz</strong>. Es geht zum ersten um das Primat des Sollens gegen&#252;ber dem K&#246;nnen, zum zweiten um Freiheit versus Sicherheit (Sicherheit ist <a title="VFB" href="http://verfassungsblog.de/es-gibt-kein-grundrecht-auf-schutz-vor-strafttern/" target="_blank">kein</a> gleichrangiges Rechtsgut!) und drittens um eine Betrachtung der ganzen Problematik aus einer historischen Perspektive (bedenkt man die Dauer m&#246;glichen Datenmissbrauchs: ein Menschenleben, von heute an). Was sollen wir in 80 Jahren d&#252;rfen, wenn jeder seine Videodrohnen hat? Steigt die Mi&#223;brauchsgefahr des Internets, weil es weiter in die Wirklichkeit dringt, mit seinen Sensoren und Aktoren? Man muss kein „Matrix“-Fan mehr sein, um die <strong>Dystopie des digitalisierten Totalitarismus</strong> f&#252;r m&#246;glich zu halten.</p>
<p>Die Worte von <strong>Angela Merkel</strong>, dass „es zunehmend schwieriger wird, Twitter und Facebook“ zu sperren, sind nicht gl&#252;cklich gew&#228;hlt. Erstens sind genau diese beiden Systeme jeweils ein <strong>„Single Point of Failure“</strong> – sie zu sperren ist gegen&#252;ber den &#252;brigen 95% der Webnutzung vergleichsweise einfach. Zweitens darf man hoffen, dass die Kanzlerin die beiden Dienste als Stellvertreter f&#252;r „Web-2.0-Dienste“ verstand, als sie ihre Rede hielt, genauer: den Teil des Webs, in dem jedermann ungehindert, kostenlos, von &#252;berall und mit geringen Mitteln publizieren kann („WriteWeb“). Drittens zeugt die Zusatzaussage, es sei „auch &#8230; unser Verdienst“, dass diese Dienste nur schwer zu sperren seien, mindestens f&#252;r mangelndes Feingef&#252;hl in der Diskussion um Netzsperren, Deep-Packet-Inspection, maschinelle Abmahnwarnungen, Kill-Switches und Vorratsdatenspeicherung. Im Kontext gemeint waren mit „unser“ vermutlich die Demokratien westlicher Pr&#228;gung; aus der Perspektive eines Inl&#228;nders mutet diese Aussage jedoch wie eine Provokation an. Wen, wenn nicht Facebook, kann man sperren – ein Unternehmen, das ausschlie&#223;lich U.S.-Server hat, dessen Anschrift bekannt ist und dessen Gr&#252;nders Privatleben von Hollywood verfilmt wurde? <strong>Wer Netzsperren erst gesetzlich festschreibt und danach durch die Exekutive kassiert, muss sie legislativ sp&#228;testens dann aufheben, wenn er &#246;ffentlich sagt, dass nicht einmal Facebook gesperrt werden kann</strong>. „Wir“, die freiheitlichen Demokratien, w&#228;ren jedenfalls gut beraten, den m&#246;glichen Schaden von Sperrarchitekturen nicht nur auf die Gegenwart zu beziehen. Auch nach 60 Jahren Demokratie und Rechtsstaat k&#246;nnen wir nicht sicher sein, was in Dekaden vor uns liegt. Wer wei&#223; schon so genau, ob sich der Weltgeist immer nur zur Vernunft hin bewegt? Tunesien und &#196;gypten sind fast schon ein Beweis daf&#252;r, wie sich das Blatt 20 Tage sp&#228;ter unerwartet wenden kann. <strong>Vielleicht hatte es doch Vorteile, einen Historiker zum Kanzler zu haben?</strong></p>
<p>Es gilt also, langfristiger zu denken. Ich halte es f&#252;r einen Fehler, aus aktuellen Ereignissen mit aktuellen technischen M&#246;glichkeiten ausgerechnet in Afrika auf den Wert des Internets zu schlie&#223;en. <strong>&#220;ber das Internet k&#246;nnen wir vielleicht in 30 Jahren urteilen, wenn ein Despot die H&#228;lfte seiner 50 Milliarden USD in die f&#252;nfte Generation von &#220;berwachungstechnik gesteckt hat. </strong>Bis dahin hei&#223;t es: dezentrale und ausfallsichere Architekturen schaffen und den Austausch von Daten zu standardisieren und eventuell sogar als Anspruch zu regeln. Auch m&#252;ssen wir mittelfristig dar&#252;ber nachdenken, wie wir der Diskriminierung durch private Plattformen bei der Aus&#252;bung grundrechtsrelevanter T&#228;tigkeiten vorbeugen. Privatunternehmen weltweit in dieser Weise zu verpflichten ist ein rechtsdogmatisches und wirtschaftliches Minenfeld und es besteht hier auch kein Grund zur Eile, zumal die schwarzen Schafe nicht Google, Facebook oder Twitter sind. Es geht auch nicht unbedingt um den „gro&#223;en Wurf“, wie man an Kleinigkeiten sieht, ob etwa Facebook einen https-Account anbieten muss. Doch sollte man diese Gemengelage im Blick haben, bevor es wirklich einmal zu Problemen kommt. Wenn sich das Internet und seine Player weiter so entwickeln, wird irgendwann die Frage kommen m&#252;ssen: <strong>Wie k&#246;nnen wir sicherstellen, dass das Betriebssystem der Menschheitskommunikation auch im Notfall und diskriminierungsfrei funktioniert?</strong></p>
<p><strong>Teil 4: Das Empowerment des Publikums und die Geschmeidigkeit der Demokratie</strong></p>
<p><strong> </strong>Wir haben oben (2.) gezeigt, dass das Internet durch seine spezifischen M&#246;glichkeiten die Kommunikation stark ver&#228;ndert. Um die Auswirkungen genauer zu betrachten, ist eine Erkenntnis hilfreich: „<em>Das Web ist ein System, das es anderen Systemen erm&#246;glicht, f&#252;reinander Umwelt zu sein.“ (Markus Spath, <a title="Hckr" href="http://hackr.de/2010/12/04/am-ende-der-wurst" target="_blank">hackr</a></em><em>)</em>. Dies bedeutet, dass man <strong>nicht nur die „Aktivisten“-Kommunikation betrachten</strong> darf, um die Folgen des Internets einzusch&#228;tzen. Man muss stattdessen <strong>einerseits</strong> <strong>die</strong> <strong>Interaktion zwischen Politik, Medien, Publikum und anderen Systemen betrachten, andererseits die Ver&#228;nderungen jeweils innerhalb dieser Systeme</strong> – weil das Internet die Kommunikation innerhalb von Systemen und zwischen diesen tr&#228;gt und ver&#228;ndert.</p>
<p>Diese Gesamtsicht taugt als Habilitationsthema, daher hier nur Grundgedanken:</p>
<p>Im <strong>totalit&#228;ren System</strong>, das Regierung, Parteien, Medien gleichschaltet und hierdurch den gesamten Proze&#223; von a) Meinungs&#228;u&#223;erung &#252;ber b) Willensbildung und c) Verdichtung und d) Wahlentscheidung verhindert und manipuliert, kann das Internet das Publikum bef&#228;higen, sich wider Willen der Herrscher &#246;ffentlich zu &#228;u&#223;ern (WriteWeb, Twitter…), sich eine Meinung zu bilden (Diskussionen in Blogs, in sozialen Netzwerken, auf Twitter…), diese zu verdichten (Follower, Likes, RTs…) und sich zu organisieren und konkrete Aktivit&#228;ten im „Real Life“ zu entwickeln (Aktivismus-Beispiele oben 2.). Sobald im „Real Life“ Ereignisse stattfinden, wird die Systemgrenze zwischen Inland und Ausland &#252;berschritten, die das totalit&#228;re Regime unter Kontrolle hatte: durch Handyaufnahmen im Inland und TV aus dem Ausland wird jedes Ereignis f&#252;r jedermann sichtbar (und zwar &#252;ber Internet UND andere Medien). Durch kommunikative Begleitung („Social TV“) entstehen Verst&#228;rkungseffekte mit gro&#223;er Sprengkraft.</p>
<p>Dies bewirkt das Internet aber „nur“ im Publikum, da alle anderen Systeme kontrolliert, gleichgeschaltet, abgeschottet sind: Es ist das Publikum, das sich &#228;u&#223;ert, diskutiert, sich organisiert, entscheidet und letztlich „auf der Stra&#223;e“ handelt. Hinzu kommt, wie eben gesagt, dass die Systemgrenze zwischen Inlands- und Auslands-Kommunikationsraum f&#228;llt.</p>
<p>In der <strong>Demokratie</strong> sind die Auswirkungen des Internets weitgehender und komplexer, da sich durch die Nutzung des Internets auch das politische System und die Medien ver&#228;ndern. Hier einige schon heute sichtbare Ans&#228;tze, die <strong>zus&#228;tzlich</strong> zu den Publikumseffekten (oben, Diktatur) auftreten:</p>
<ol>
<li><strong>Politisches System</strong>: Das <strong>Innere und somit auch die Qualit&#228;tsm&#228;ngel von Politik werden sichtbarer</strong> als bisher, und zwar von den Ergebnissen (z.B. Gesetzesentw&#252;rfen, die zum Teil recht kompetent in Blogs diskutiert werden, z.B. JMStV), Prozessen (Live-Streams von Parlamentssitzungen, Pressekonferenzen, Aussch&#252;ssen, Enquete…) und Personen (ich meine hier z.B. Tweets einiger Abgeordneter).</li>
<li>Durch Digitalisierung <strong>verliert das</strong> <strong>Mediensystem an Leitkraft</strong>. Wer will, holt sich mit einem Klick mehrere unterschiedliche Meinungen ein, in jedem Fall aber sieht er fast immer kritische Leserkommentare. Schritt 1: Die Einzelpublikation verliert das &#220;berschie&#223;ende an Leuchtkraft, mitunter sogar ihre Glaubw&#252;rdigkeit. Schritt 2: Die Meinungsvielfalt &#252;ber alle Publikationen hinweg wird sichtbarer. Schritt 3: Der nat&#252;rliche Wille zur eigenen Identit&#228;tsbildung verschiebt die eigene Meinungsbildung vom Muster, fremde Wertungen zu &#252;bernehmen, zum Muster, sich selbst zwischen divergierenden Meinungen entscheiden zu m&#252;ssen. Das Selbstvertrauen des Publikums steigt, zumal echte oder scheinbare Experten die Szene mitbestimmen.</li>
<li>Die <strong>Trennung</strong> <strong>von Medien und Publikum wird durch das WriteWeb aufgehoben</strong>: es kann ja jeder schreiben und wird zum Publizisten. (Heutige Reichweiten der Nachrichtenportale best&#228;tigen das noch nicht.) Auch dies kann dazu f&#252;hren, dass das hergebrachte Mediensystem an Wirkung verliert. Vielleicht l&#228;&#223;t es sich auch irgendwann vom Publikum nicht mehr trennen: ein Teil schreibt, und ein Teil liest und kommentiert – der Rest ist Technik zur Distribution, Aggregation, Bezahlung?</li>
<li>Publikum: Das Publikum <strong>erlebt Entfremdung zur Politik</strong>, da erstens das professionelle Mediensystem die Leitkraft verliert (s.o.). Die Entfremdung steigt, wenn sich zweitens das politische System nicht kommunikativ reformieren kann, indem es inhaltsleer-appelative, sinnlose und rituell erstarrte Kommunikationsartefakte wiederholt („Die Fraktion hat sich aufgrund parlamentarischer Zw&#228;nge anders entschlossen“, „FDP statt GR&#220;NE“, „Ich bilde kein Schattenkabinett.“,„Bin beim Sch&#252;tzenfest“-Tweet). Kommt es drittens zu Ergebnissen, die f&#252;r einfache B&#252;rger ohne die Vermittlung der Medien recht skurril aussehen, steigt die Entfremdung: H&#228;tte nicht schon <strong>Pooh der B&#228;r</strong> gefragt, wieso man eine Enquete einsetzt, wenn man zeitgleich eine Kakophonie der skurrilsten Gesetzesvorschl&#228;ge und Vorgehensweisen von Politikern und Ministern bzw. Senatoren in der Presse lesen mu&#223;? Muss man <strong>Vulkanier</strong> sein, um den Widerspruch zwischen der grundgesetzlich verankerten Volkssouver&#228;nit&#228;t einerseits und „EU-Vorgaben“ bei der Vorratsdatenspeicherung andererseits zu erkennen? H&#228;tte <strong>ALF</strong> keine Entschuldigung von seinen Pflegeeltern verlangt, wenn diese ein verfassungswidriges Gesetz zu seiner &#220;berwachung erlassen h&#228;tten?</li>
<li>Die <strong>Kommunikationskan&#228;le zu bespielen wird f&#252;r die Politik m&#246;glicherweise schwieriger</strong>: Das strukturierte, hergebrachte Mediensystem wird zun&#228;chst erg&#228;nzt (und vielleicht auch ersetzt, siehe z.B. newsgrape.com) durch eine dynamische Ad-Hoc-Struktur mit einer Vielzahl von „Input-Stellen“. Hier &#228;ndern sich m&#246;glicherweise Schnittstellen zwischen Politik und Medien (von alt zu neu.)</li>
<li>Der <strong>umgekehrte Kanal von Publikum zu Politik wird immer direkter und schneller</strong>: Gremien und Mandatstr&#228;ger sehen durch moderne Social Media Monitoring Tools den Meinungsstand im Publikum zu allen relevanten Themen. Wir sind keine 10 Jahre entfernt von einer Realtime-Demoskopie, bei der Stabsstellen morgens in Berlin ein umfassendes, gleichf&#246;rmiges Reporting &#252;ber die Volkesstimmung ihren Entscheidern vorlegen. Wenn hier noch herk&#246;mmliche Medien berichten – und das werden sie! – entsteht ein neuer Echtzeit-Echo-Raum.</li>
<li><strong>Leak-Plattformen</strong> sind darauf ausgerichtet, dass kein System mehr eine Innensicht mit Sicherheit annehmen kann. Die Kommunikation dringt entweder nach aussen oder findet nicht mehr digital statt (oder muss verschl&#252;sselt werden.)</li>
</ol>
<p>Es sieht alles danach aus, als w&#252;rde <strong>das Publikum erstens tiefer in Medien- und Politik-System „hineinsehen“ k&#246;nnen (mit ersterem langfristig vielleicht sogar verschmelzen?), sich zweitens st&#228;rker von den etablierten Playern in Medien und Politik distanzieren und drittens st&#228;rker innerhalb (untereinander) zusammenr&#252;cken</strong>. Das kann man Empowerment oder Partizipation nennen und als Weg zur gelebten Volkssouver&#228;nit&#228;t feiern, der durch das Internet geebnet wird. Dabei wirkt die Strukturlosigkeit und die Unvorhersagbarkeit des Publikums mitunter bedrohlich, kann jedoch kurzfristig – weil nicht legitimiert zu Rechtsetzung und Gewaltaus&#252;bung &#8211; nichts „anrichten“, weil es personell von der Legislative entkoppelt ist. F&#252;r die <strong>Synchronisierung zwischen Publikum und  Politik sorgen die n&#228;chsten Wahlen –  und die Politik nimmt dies k&#252;nftig durch ihre Bestrebungen vorweg, die Bewegungen des Publikums m&#246;glichst in Realtime-Demoskopie nachzubilden, am besten in Facebook, damit die Distanz sich eben nicht vergr&#246;&#223;ert. Doch hat nur die Politik in demokratischen Systemen diese „Geschmeidigkeit“ zum Machterhalt. Dem Diktator, der sich nicht anpassen will, wird dieses Empowerment des Publikums zum Ver-H&#228;ngnis.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Post Scriptum – Der Viertelgeviertstrich</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nun wissen wir also, dass es eine „Revolution durch Facebook“ nicht gab und eine „Facebook-Revolution“ auch nie behauptet wurde. Trotzdem fanden sich neben den Abschreibern, welche die These kolportierten, auch wieder einmal Protestanten, die gleich die Antithese an die T&#252;r nagelten, beispielsweise im <a title="SPD" href="http://www.spd.de/aktuelles/8474/20110131_keine_facebook_revolution.html" target="_blank">Blog</a> der SPD.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Es ist faszinierend zu sehen, wie 16 Buchstaben und ein Strich das Mediensystem in Schwingung bringen. <strong>Gibt es ein unklareres Wort als „Facebook-Revolution“?</strong> In welchem Verh&#228;ltnis standen „Facebook“ und „Revolution“? Revolution bei Facebook (wie bei Winter-Schlussverkauf), Revolution von Facebook (wie bei Hosen-Tr&#228;ger) oder Revolution zum Zwecke von Facebook (wie bei Killer-Tomate)? Ein Blick in die Wikipedia zeigt: Die Koppelung durch den <a title="Wkp" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viertelgeviertstrich#Rechtschreibregeln" target="_blank">Viertelgeviertstrich</a> hat gar keine Semantik, die Teile sind auf geheimnisvolle Weise einfach nur verbunden, wie zwei Dinge mit Klebstoff. <strong>Es ist ein Kreuz mit dem Bindestrich</strong>. Profi- Journalisten h&#228;tten hier noch stutziger werden m&#252;ssen als beim Satz „Aber der <em>Islam</em> geh&#246;rt inzwischen auch zu <em>Deutschland</em>“, weil letzterer ja immerhin mit „geh&#246;rt-zu“ die Beziehung zwischen „Islam“ und „Deutschland“ in &#252;berhaupt irgendeiner Weise zu beschreiben versucht.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Nun h&#228;tte man die unklare Wortwahl freundlich ignorieren, den Umst&#228;nden zuschreiben oder bei der Professorin nachfragen k&#246;nnen. Der Reflex ist aber Kritik. Das verwundert, denn auch zur Bezeichnung „November-Revolution&#8221; sind seit 1919 und zur „<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mai-Revolution" target="_blank">Mai-Revolution</a>“ seit 1810 keine kritischen Beitr&#228;ge vernommen worden. Es findet sich auf Anhieb auch niemand, der die Bezeichnungen „Prager Fr&#252;hling“, „<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Singende_Revolution" target="_blank">Singende Revolution</a>“, „<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenrevolution" target="_blank">Tulpenrevolution</a>“ und „<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nelkenrevolution" target="_blank">Nelkenrevolution</a>“ als zu euphemistisch kritisiert. Bei der georgischen <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenrevolution" target="_blank">Rosenrevolution</a> gen&#252;gte ein wundersch&#246;ner Satz, ihr den Namen zu geben: „Wir werden Rosen statt Kugeln auf unsere Feinde werfen.“ Hat damals jemand im SPD-Blog geschrieben: „Das ist keine Rosen-Revolution“? Willy Brandt h&#228;tte zu Lebzeiten tagelang sein Zimmer nicht verlassen, und das v&#246;llig zu recht.</p>
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<a href="http://carta.info/38129/die-facebook-revolution-gedanken-zum-einfluss-des-internets-auf-politische-umbrueche/">Die „Facebook-Revolution“ &#8211; Gedanken zum Einfluss des Internets auf politische Umbr&#252;che</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/38129/die-facebook-revolution-gedanken-zum-einfluss-des-internets-auf-politische-umbrueche/#comments">57 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38129&amp;md5=b5516f88148cd181476f4942e2a668b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;It’s Not Twitter or Facebook, It’s the Power of the Network&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 17:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitter und Facebook sind nur j&#252;ngste Auspr&#228;gungen der Wucht vernetzter Kommunikation, die auch vorher schon politische Umbr&#252;che begleitete, schreibt Mathew Ingram auf GigaOM.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So langsam kulminiert der Diskussionprozess &#252;ber die Rolle von &#8220;Social Media&#8221;-Anwendungen f&#252;r die  j&#252;ngsten politischen Umbr&#252;che in Tunesien und &#196;gypten in erw&#228;hnenswerten Texten.</p>
<p>Harald Staun schreibt beispielsweise etwas missmutig f&#252;r die <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E78153379EFA645C6B84417E322AEA573~ATpl~Ecommon~Scontent.html">F.A.S.</a> auf, dass &#8220;Social Media&#8221;-Werkzeuge inzwischen nicht mehr besonderer, sondern selbstverst&#228;ndlicher Teil von Protesten geworden seien:</p>
<blockquote><p>Die Frage ist nur, ob die Theorie von der  revolution&#228;ren Kraft von Facebook und Co. besonders Erkenntnis stiftend  ist. Im besten Falle beschreibt der Hype nicht mehr als eine  Korrelation, die mehr und mehr zur Selbstverst&#228;ndlichkeit wird. In kaum  einem Land der Welt wird es in Zukunft noch Proteste ohne den Einsatz  sozialer Medien geben, warum sollte es.</p></blockquote>
<p>In der Tat erscheint die Gegen&#252;berstellung eines Vorher (ohne Social Media) mit einem Jetzt (mit Social Media) zunehmend analytisch unproduktiv und banal Technologie fixiert. Wer will schon die Effekte der Technik auf die Protestierenden und die Protestierenden selbst auseinanderdividieren.</p>
<p>Diese einfachen Denkmuster der ersten Social-Media-Aufregung funktioniert nicht mehr. Gl&#252;cklich, dass hier Mathew Ingram auf <a href="http://gigaom.com/2011/01/29/twitter-facebook-egypt-tunisia/">GigaOM</a> fr&#246;hlich nach historischen Verl&#228;ufen sucht, wo Staun stockte:</p>
<blockquote><p>In the end, the real weapon is the power of networked communication  itself. In previous revolutions it was the fax, or the pamphlet, or the  cellphone — now it is SMS and Twitter and Facebook. Obviously none of  these things cause revolutions, but to ignore or downplay their growing  importance is also a mistake.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37619&amp;md5=0f5bda20786d6dd731bc8ebdad65423b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Smartphones-®evolution&#228;re</title>
		<link>http://carta.info/37474/die-smartphones-evolutionaere/</link>
		<comments>http://carta.info/37474/die-smartphones-evolutionaere/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 11:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder einmal geht die Theorie um, dass wir mit Hilfe eines kleinen Ger&#228;ts die Welt ver&#228;ndern k&#246;nnen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>David Kirkpatrick, ehemals Leitender Redakteur f&#252;r Internet und Technologie beim „Fortune Magazine“, jetzt Tech-Kolumnist der popul&#228;ren Website <em><a href="http://www.thedailybeast.com/">The Daily Beast</a></em>, hat ein Buch geschrieben: &#8220;The Facebook Effect&#8221;. Und wie viele Tech-Journalisten ist er von einem gro&#223;en Optimismus beseelt. Im Debattenmagazin <em><a href="http://www.theeuropean.de/david-kirkpatrick/5439-technik-als-motor-der-moderne">The European</a></em> vertritt er die These, dass Instrumente wie Facebook und Twitter Diktaturen und autorit&#228;re Regime &#8211; siehe Tunesien &#8211; zu Fall bringen k&#246;nnen. (Klar, Barack Obama hat ja auch wegen Facebook und Twitter die Wahlen gewonnen;-).</p>
<blockquote><p>„Wir bewegen uns mit rasanter Geschwindigkeit auf ein Zeitalter zu, in dem der Einzelne durch die Macht des technologischen Fortschritts immer weiter emanzipiert wird. Je mehr Menschen Zugang zu Smartphones haben, desto schneller l&#228;uft diese Entwicklung ab.“</p></blockquote>
<p>Wie w&#228;r’s mit der Gr&#252;ndung einer Smartphone-Bewegung? Pr&#228;sentiert von&#8230;
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		</item>
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		<title>Jens Schr&#246;der &#252;ber die Deutschen Blogcharts: „Ans Aufh&#246;ren denke ich definitiv nicht“</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 13:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Jens Schröder]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Seiten im Netz, die ungemein wichtig sind f&#252;r die Szene - vor allem f&#252;r User, die sich einen raschen &#220;berblick verschaffen wollen. Einer, der solche Seiten macht, ist Jens Schr&#246;der. Er ver&#246;ffentlicht die beliebten Blog- und Twitter-Charts und betreibt das Blog popkulturjunkie. Carta hat Jens Schr&#246;der ein paar Fragen gestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/97ab1dd4ad9441cda52492d1d031fea3" alt="" width="1" height="1" /><em>Seit einigen Monaten h&#228;ngt die Aktualisierung der <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/archiv/2010-43.html">Deutschen Blogcharts</a> hinterher. Sie machen diese Arbeit normalerweise in Ihrer Freizeit. Fehlt Ihnen momentan die Muse, gibt es zu wenig Feedback, ist es Blog-Erm&#252;dung oder woran liegt es? </em></p>
<p><em>Jens Schr&#246;der</em>: Der Hauptgrund ist in der Tat die fehlende Zeit. Wie Sie ja schon richtig gesagt haben, errechne ich die Blogcharts in meiner Freizeit. Das Geld, das ich im Laufe der Jahre mit Werbung eingenommen habe, ist nicht der Rede wert. Und <strong>eine Sache, die zum einen viel Arbeit macht, zum anderen aber kein Geld einbringt, leidet immer dann, wenn man die Zeit f&#252;r Arbeit braucht, die Geld einbringt</strong> &#8211; oder f&#252;r Dinge, die entspannender sind als stundenlange Excel-Arbeit. Zudem spielt nat&#252;rlich auch die Entwicklung der Charts eine Rolle &#8211; Links zwischen Blogs nehmen ab, stark verlinkende kleine Communities k&#246;nnen daher rasend schnell auf die vorderen Pl&#228;tze kommen &#8211; da macht man sich nat&#252;rlich Gedanken, ob die Charts in dieser Form noch Sinn machen.</p>
<p><em>Carta: Wenn man die jeweiligen H&#246;chstverlinkungen (peaks) oder die Kurvenverl&#228;ufe der Blogs betrachtet, stellt man fest, dass die gegenseitige Verlinkung der Blogs schon seit Jahren abnimmt. Zeigt sich hier ein Trend zur Verinselung, zur hermetischen &#8216;Blog-App&#8217; nach dem Motto &#8216;Jeder wurstelt f&#252;r sich &#8211; ohne gro&#223; nach links oder rechts zu schauen&#8217;? Ist der Vernetzungsgedanke nur noch eine ideologische H&#252;lse?</em></p>
<p><em>Schr&#246;der</em>: Ich denke, dass der Abw&#228;rts-Trend der Verlinkungen verschiedene Gr&#252;nde hat. <strong>Die Blogszene ist un&#252;bersichtlicher und gleichzeitig mit hoher Wahrscheinlichkeit kleiner geworden.</strong> Viele Blogger aus den alten Zeiten haben aufgeh&#246;rt, weil ihnen die Zeit fehlt, es kein Geld zu verdienen gibt oder sie inzwischen andere Plattformen nutzen, um zu publizieren. Facebook und Twitter spielen hier definitiv eine Rolle &#8211; auch im Hinblick auf Ihre Theorie der Verinselung. Ich beobachte in den Blogs, die ich lese, seit Jahren den Trend, kurze, schnelle Dinge wie Links, Lesetipps etc. per Twitter oder Facebook loszuwerden und im Blog vornehmlich l&#228;ngere Texte zu ver&#246;ffentlichen. In diesen Blogs gibt es so automatisch weniger Links zu anderen Blogs, es entsteht der Eindruck einer solchen Verinselung. Dass der Vernetzungsgedanke nur noch eine &#8220;ideologische H&#252;lse&#8221; ist, glaube ich aber definitiv nicht, nur gibt es inzwischen eben n&#252;tzlichere Tools, um sich zu vernetzen, als ein Blog.</p>
<p><em>Carta: Bei den <a href="http://www.deutschetwittercharts.de/archiv/2010-49.html">Twitter-Charts</a> zeigt sich eine starke Dominanz der klassischen Medien bzw. ihrer Online-Ableger. Haben die Blogs die Schlacht um Aufmerksamkeit und Akzeptanz gegen die Medien-Profis verloren?</em></p>
<p><em>Schr&#246;der</em>: Das kann man sicher so sehen. Twitter ist kein Netzwerk von Bloggern, sondern eindeutig im Mainstream angekommen &#8211; bei den <em>Bravo</em> lesenden Justin-Bieber-Fans genau so wie bei &#228;lteren Leuten, die wissen wollen, was im Netz und in der Welt passiert. Zudem haben gro&#223;e Redaktionen mit hauptberuflichen Journalisten und Autoren nat&#252;rlich deutliche Vorteile gegen&#252;ber Bloggern, die vornehmlich ihre Freizeit f&#252;r das Schreiben nutzen. Man kann es aber auch komplett gegenteilig sehen: Wenn ich mir anschaue, dass sich das in den Twittercharts bestplatzierte Blog <em>netzpolitik.org</em> auf Rang 14 findet &#8211; vor gro&#223;en Nachrichtenseiten wie Handelsblatt.com, <em>DerWesten</em> oder <em>N24.de</em> &#8211; dann finde ich das durchaus beachtlich. Bei den Leserzahlen bef&#228;nde sich ein Blog wie <em>netzpolitik.org</em> nicht mal in den Top 100 aller deutschsprachigen redaktionellen Angebote. Und <strong>immerhin finden sich derzeit 23 Einzelblogs oder Blog-Netzwerke in den Twittercharts. Eine Niederlage sieht f&#252;r mich anders aus.</strong></p>
<p><strong></strong><em>Carta: Die beiden wichtigsten Referenzadressen/Instanzen der Blogsph&#228;re &#8211; Rivva und die Deutschen Blogcharts &#8211; haben in letzter Zeit Probleme. Denken Sie ans Aufh&#246;ren? Oder planen Sie etwas Neues?</em></p>
<p><em>Schr&#246;der</em>: <strong>Ans Aufh&#246;ren denke ich definitiv nicht. </strong>Ich habe durchaus vor, die Blogcharts in der bisherigen Form noch in diesem Jahr wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen. Parallel dazu denke ich aber auch dar&#252;ber nach, wie ich sie weiter entwickeln kann, um sie wieder relevanter zu machen. Dazu werde ich demn&#228;chst auch eine Diskussion in meinem <em><a href="http://www.popkulturjunkie.de/wp/">popkulturjunkie.de</a></em>-Blog ansto&#223;en, um schon vor einem eventuellen Relaunch der Charts Feedback zu meinen Ideen zu bekommen.
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		<item>
		<title>&#8220;Diesen Medien sind ihre Follower v&#246;llig egal&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/35902/diesen-medien-sind-ihre-follower-voellig-egal/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 08:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[andré vatter]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Printmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der freie Journalist André Vatter hat die Twitter-Accounts verschiedener Printmedien mit launigen Kurzkommentaren bewertet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seiner <a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/11/news-geblase-twitter-diesen-medien-sind-ihre-follower-vollig-egal/">Twitterkritik</a> teilt Vatter in eine A- und eine B-Gruppe ein und zeigt, welche Followings sich lohnen und wo man nur den Twitterfeed bekommt:
<p style="margin-bottom:1em"></p>
<blockquote><p>Also, im folgenden eine schonungslose Liste jener Medien-Accounts, die Twitter nur nutzen, um kostenlosen Traffic auf ihre Seiten zu lotsen. Und eine Liste der Konten, die sich mit viel M&#252;he, Geduld und Empathie ihren Lesern zuwenden.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Prof. Peter Kruse: Das Internet ist ein Experiment ohne Alternative</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 11:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Kruse]]></category>
		<category><![CDATA[s21]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Netzwerkforscher h&#228;lt die Entwicklung f&#252;r unumkehrbar und sieht gro&#223;e M&#246;glichkeiten vor allem f&#252;r die Teilhabe an politischen Entscheidungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article10868136/Das-Internet-ist-ein-Experiment-ohne-Alternative.html">WELT-Interview</a> geht Kruse auch auf die Vorg&#228;nge um Stuttgart 21 ein:</p>
<blockquote><p>Die Entwicklung bei Stuttgart 21 w&#228;re wohl deutlich harmloser abgelaufen, wenn es nicht die &#252;berzogene Reaktion der Staatsgewalt auf die Sch&#252;lerproteste am 30.9. gegeben h&#228;tte. In Zeiten des Internets lassen sich kommunikative Vers&#228;umnisse nicht mehr mit einer Demonstration der St&#228;rke ausb&#252;geln.</p></blockquote>
<p>Er kommt zu dem Schluss:</p>
<blockquote><p>Das Internet f&#246;rdert Transparenz und Authentizit&#228;t, es erm&#246;glicht und erzwingt Empathie, Kooperation und Beteiligung. Das Prinzip freier Vernetzung und selbst organisierter Dynamik ist intelligent und f&#252;r unsere Gesellschaft sinnvoll.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=35778&amp;md5=16764ccd6365d46325523f81aeb20f0c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Obama Unplugged? Ern&#252;chterung nach den Midterms</title>
		<link>http://carta.info/35615/obama-unplugged-social-media-ernuechterung-nach-den-midterms/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 18:43:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Midterm Elections]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenwahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die j&#252;ngsten Zwischenwahlen in den USA haben die Demokraten klar verloren. Dazu beigetragen hat auch das seit den Pr&#228;sidentenwahlen nur halbherzig fortgef&#252;hrte Social-Media-Engagement Barack Obamas. Was 2008 als Bewegung neuen Typs begann, vermochte seither die politischen Strukturen und Prozesse noch nicht nachhaltig beeinflussen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/3bec924056d443d38a3311640562f67f" alt="" width="1" height="1" />Er schaut ein bisschen seltsam ins Leere, Barack Obama, auf einem Foto seiner <a href="http://www.barackobama.com/index.php?splash=false">Webseite</a>, das neben die Danksagung an Wahlhelfer und W&#228;hler der Wahlen des Jahres 2010 platziert wurde. Zwei Jahre fr&#252;her sah das noch ganz anders aus. Als Obama die Wahl ins Pr&#228;sidentenamt gewonnen hatte, glaubten nicht wenige, dieser Siegertyp w&#252;rde seinen Wahlspruch &#8220;Change, we can believe in&#8221; wahr machen und damit die Politik Amerikas ver&#228;ndern.</p>
<p><a href="http://www.barackobama.com/index.php?splash=false"><img class="aligncenter size-full wp-image-35635" title="obamathx" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/11/obamathx.jpg" alt="" width="600" height="211" /></a></p>
<p>Diese Hoffnungen waren nicht ganz unberechtigt, hatte er doch damals gerade einen Wahlkampf mit <a href="http://www.slideshare.net/alesko/analysis-of-barack-obama-election-campaign-by-draftfcbi">teilweise neuen Methoden</a> gef&#252;hrt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der konsequenten Mobilisierung von Anh&#228;ngern, Helfern und Geldspenden mittels Social Media. Nach der Wahl dachten dann auch viele <a href="http://www.nytimes.com/2008/11/09/technology/09iht-carr.1.17652000.html">Beobachter</a>, Obama w&#252;rde diese Infrastruktur bzw. das dicht gekn&#252;pfte Netz an Sympathisanten und Aktivisten weiter nutzen und f&#252;r k&#252;nftige politische Projekte einsetzen:</p>
<blockquote><p>&#8220;As a result, when he arrives at the White House, Obama will have not just a political base, but a database, millions of names of supporters who can be engaged almost instantly. And there&#8217;s every reason to believe that he will use the network not just to campaign, but to govern. His e-mail to supporters on Tuesday night included the line, &#8220;We have a lot of work to do to get our country back on track, and I&#8217;ll be in touch soon about what comes next.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doch dazu kam es kaum. Obama ging zun&#228;chst v&#246;llig in den Strukturen des Washingtoner Politik-Betriebes auf und erinnerte sich erst anl&#228;sslich seiner schleppend verlaufenden Gesundheitsreform wieder der Anh&#228;nger und Fans aus dem Wahlkampf. Deren erneute Mobilisierung gelang aber nur teilweise, nicht zuletzt weil eine komplexe und langwierige Gesundheitsreform, anders als ein typischer Wahlkampf, nicht auf ein festes Datum zusteuert.</p>
<blockquote><p>&#8220;I have never used Twitter&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r Ern&#252;chterung sorgte schlie&#223;lich 2009 die ehrlich gemeinte <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/obama_i_have_never_used_twitter.php">Aussage</a> Obamas, er selbst w&#252;rde Twitter &#252;berhaupt nicht nutzen. Der <a href="http://twitter.com/#!/BARACKOBAMA">Twitter-Kanal</a> unter seinem Namen wurde damit als reines Marketing-Instrument enttarnt. Was f&#252;r Obama nur ein kleines Eingest&#228;ndnis war, das ihn menschlich und damit sympathisch wirken lassen sollte, ging als Schuss nach hinten los. Denn die User fanden es gar nicht lustig, dass der vermeintliche Dialog auf Twitter in Wahrheit gar keiner war.</p>
<p>Auch wenn v&#246;llig klar ist, dass der amerikanische Pr&#228;sident niemals allen seinen &#252;ber 5 Millionen Followern auf Twitter zuh&#246;ren und mit ihnen echte Dialoge f&#252;hren kann, etwas mehr Sensibilit&#228;t und Verst&#228;ndnis f&#252;r das Medium h&#228;tte er schon zeigen k&#246;nnen.</p>
<p>Dass es auch anders geht, beweist etwa der Apple-Gr&#252;nder Steve Jobs, der von Zeit zu Zeit an ihn gerichtete E-Mails pers&#246;nlich beantwortet. M&#246;gen seine Antworten auch noch so knapp und kryptisch ausfallen, f&#252;r einen Apple-Fan ist selbst ein &#8220;maybe&#8221; oder auch ein klares &#8220;no&#8221; dennoch wie ein Ritterschlag, der stolz herumerz&#228;hlt wird und nicht selten den Weg in Tech-Blogs findet.</p>
<p>In dieser Hinsicht muss Obama bis zu seiner m&#246;glichen Wiederwahl also erst wieder neu Vertrauen schaffen und seinen Fans beweisen, dass f&#252;r ihn Social Media mehr ist, als nur ein cooles Wahlkampf-Tool, das man nach Belieben aktivieren oder auch weglegen kann.</p>
<p>Was den Einsatz von Social Media w&#228;hrend der normalen Legislaturperioden betrifft, ist inzwischen deutlich geworden, dass hier die Dinge nicht so einfach liegen. Einerseits sind die Themenstellungen heutiger Politik komplex, andererseits auch die konkreten Verfahren einer Gesetzgebung. Mit einer Seite auf Facebook oder einem YouTube-Kanal ist es da nicht getan, will man die B&#252;rger mehr als nur meinungspolitisch involvieren.</p>
<p>An diesem Punkt aber hat die Obama-Administration bislang wenig Innovations-Geschick gezeigt. Zwar werden Blogs eingesetzt und die &#8220;Weekly Adress&#8221; des Pr&#228;sidenten kommt im Format moderner Webvideos daher, am Ende aber werden damit &#252;berwiegend nur lange und trockene Texte online gestellt. Versuche, Daten besser zu visualisieren oder verst&#228;ndlicher zu machen, sind kaum darunter.</p>
<p>Auch der Online-Dialog mit den B&#252;rgern hat noch nicht die richtigen Formen gefunden, weil entweder Kommentarfunktionen deaktiviert sind, oder aber echte Diskussionen in der Flut an Meldungen (wie etwa auf der <a href="http://www.facebook.com/barackobama">Facebook-Seite</a> von Obama zu beobachten) gar keine Chance haben.</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;but I&#8217;m an advocate of technology and not restricting internet access.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vor Obama liegen damit noch betr&#228;chtliche Herausforderungen, will er tats&#228;chlich einen Wandel in der politischen Kultur einleiten und eine zweite Amtszeit gewinnen. Denn es kann durchaus als fraglich angesehen werden, ob sich der Online-Wahlkampf aus dem Jahr 2008 in &#228;hnlich erfolgreicher Form wird wiederholen lassen. Den Anh&#228;ngern von damals mag das Gef&#252;hl nachh&#228;ngen, weniger Mitglied einer neuartigen Bewegung gewesen zu sein, als vielmehr nur <strong>Teil einer gigantischen Marketing-Maschinerie</strong>, die zwar den Wahlkampf unterst&#252;tzt, den laufenden Politik-Betrieb aber kaum beeinflusst oder ver&#228;ndert hat.</p>
<p>Eine solche Desillusionierung k&#246;nnte den Republikanern nutzen, deren Kampagne im Jahr 2008 noch weitgehend frei blieb von gr&#246;&#223;eren Social Media-Aktivit&#228;ten. 2012 k&#246;nnen sie deshalb gefahrlos Teile der Methodik Obamas &#252;bernehmen, frei vom Anspruch der Change-Metapher und unbeschwert von nicht eingel&#246;sten Versprechungen.</p>
<p>Barack Obama sollte deshalb auf der Hut sein. Zudem w&#228;re es an der Zeit, den BlackBerry zu erneuern und dar&#252;ber den einen oder anderen Tweet pers&#246;nlich zu posten. Denn der &#8220;Change&#8221;, an den zu glauben sich lohnt, beginnt bekanntlich mit der Achtsamkeit bei scheinbaren Kleinigkeiten.
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