<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; TV</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/tv/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 11:06:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>TV-Krimis: Die Mordlust der Deutschen</title>
		<link>http://carta.info/39931/tv-krimis-die-mordlust-der-deutschen/</link>
		<comments>http://carta.info/39931/tv-krimis-die-mordlust-der-deutschen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 13:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=39931</guid>
		<description><![CDATA[Im deutschen Fernsehen scheint es ein ehernes Gesetz zu geben: Jeder Schauspieler, der zwei S&#228;tze geradeaus sprechen kann, wird Serienkommissar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Vier Mal G&#228;nsehaut!” haucht die weibliche Stimme, als w&#252;rde sie die siebte Staffel des Traumschiffs ank&#252;ndigen – und nicht das “m&#246;rderische” Oster-Wochenende. Seit Tagen werden die Fernseh-Zuschauer mit dieser um sich greifenden Trailer-Pest genervt. Zugegeben, es gibt gute Krimis (den M&#252;nchner <em>Tatort </em>z.B.), aber es gibt auch reihenweise schlechte. Und diese Reihen nehmen zu.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/-zs4H4TqNaQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auf deutschen Fernsehkan&#228;len werden – grob gesch&#228;tzt – jeden Tag mehrere Dutzend Leichen obduziert. Allein die Dialoge aus der Pathologie k&#246;nnten die Regale s&#228;mtlicher Medien-Institute mit Doktorarbeiten f&#252;llen. Sollten eines Tages Au&#223;erirdische unser Fernsehprogramm studieren, werden sie glauben, in einem Polizeistaat gelandet zu sein, in dem Heerscharen von Kommissaren an Currywurstbuden herumh&#228;ngen und ihre Familien vernachl&#228;ssigen.</p>
<p>Vor allem die Tatmuster der beliebten Serienm&#246;rder lassen sich schon im Schlaf herunterbeten. Man muss eigentlich nur die Anfangsbuchstaben der zw&#246;lf Apostel mit der Zahl Pi multiplizieren, schon hat man die Geodaten, die anzeigen, wo das n&#228;chste Opfer lebendig begraben liegt. Zuverl&#228;ssig schm&#252;cken die Serienm&#246;rder ihre Kellerverliese mit brennenden Kerzen, zerbrochenen Spiegeln, Christus-Kreuzen und Folterbestecken, und alle Kommissare brechen in letzter Minute T&#252;ren auf, um mit beidh&#228;ndig umklammerten Pistolen den Lockvogel zu retten.</p>
<p>Irgendwo in den Redaktionen scheint es einen Krimi-Baukasten zu geben, aus dem die Drehbuchschreiber ihre Flie&#223;band-Plots zusammenschrauben. Als sendef&#228;hig gilt, was mindestens drei der bew&#228;hrten Bausteine enth&#228;lt.</p>
<p>Tatverd&#228;chtig ist meist der gierige Pharmaunternehmer, der den Hals nicht voll genug kriegen kann und seine Gewinne mit illegalen Experimenten an Kindern macht, die von b&#246;sen M&#228;nnern in fensterlosen Transportern aus der Ukraine eingeschleust werden. Den Mord aber begeht stets die eifers&#252;chtige Ehefrau.</p>
<p>Beliebt bei Drehbuchschreibern ist der K&#246;fferchen tragende, in einem wei&#223;en Ganzk&#246;rper-Overall steckende Spurensicherer; der Pizzalappen fressende Kommissar im Dienstfahrzeug bei der &#220;berwachung eines Verd&#228;chtigen; der Polizist, der den Kopf von Tatverd&#228;chtigen beim Einsteigen in den Streifenwagen nach unten dr&#252;ckt; der Kommissar, der mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wird, weil sein Handy auf dem Nachttischchen tanzt… Ich vermute, dass 20 Prozent aller Krimi-Szenen heute aus Handy-Telefonaten bestehen, und dass die Dramaturgie der Handlung fast nur noch &#252;ber Handy-Anrufe gesteuert wird.</p>
<p>Viele der Fertigteile aus dem Krimi-Baukasten befinden sich auch schon im Sp&#228;tstadium der Selbstparodie: etwa die Szene am Kaffeeautomaten des Polizeipr&#228;sidiums oder die fest umklammerten Kaffeep&#246;tte in den Gro&#223;raumb&#252;ros und bei Verh&#246;ren; die Recherche am Polizeicomputer; das Knacken eines Computer-Passworts; die Durchsicht der Verbrecherkartei; die Erarbeitung eines Phantombilds mit Hilfe eines Augenzeugen. Obwohl jeder wei&#223;, dass Fernseh-M&#246;rder ihre Taten prinzipiell filmen (oder bei der Tat von &#220;berwachungskameras gefilmt werden), damit die entsprechenden DVDs von den Kommissaren in den n&#228;chsten erreichbaren Rekorder geschoben werden k&#246;nnen.</p>
<p>Es ist die Konfektionsware, die das Grauen so langweilig macht. Dieses Grauen, das immer &#246;fter darin besteht, dass Kinder entf&#252;hrt, geschlagen missbraucht, gequ&#228;lt, verkauft oder ermordet werden. Der deutsche Krimi ist schon ein seltsames Familienprogramm.</p>
<p>Die B&#228;rte der dabei eingesetzten Klischees kann man um den heimischen Flachbildschirm wickeln: die druckreif sprechende Unterschicht mit der B&#252;gelflasche im Anschlag oder der Kippe im Mundwinkel; das Provinzkaff, das stets ein dunkles Geheimnis birgt (meist eine Gruppenvergewaltigung, an der auch der Gastwirt und der schwachsinnige Sohn des B&#252;rgermeisters beteiligt waren); der korrupte und schmierige Politiker, der seinen Hals aus der Schlinge ziehen will, und am Ende ein so widerliches W&#252;rstchen ist, dass selbst die Ehefrau das Alibi verweigert; die ehrgeizige &#220;bermutter aus der sterilen Vorortvilla, deren verzogenes Einzelkind in die F&#228;nge einer Sch&#252;lergang ger&#228;t; der redliche Bauer, der seinen Hof nicht an die kalten Investoren der Dorfmafia verkauft, und dessen h&#252;bsche Tochter die Ermordung ihres Vaters auf eigene Faust r&#228;cht; der gro&#223;kotzige, aber feige Journalist, der die eigene Gro&#223;mutter f&#252;r eine gute Story verkaufen w&#252;rde und dessen Schlagzeilen stets dazu f&#252;hren, dass ein aufgebrachter Vorgesetzter ins B&#252;ro der Kommissare st&#252;rmt, um ihnen das Revolverblatt vor die Nase zu halten; und schlie&#223;lich der Kommissar selbst, der in einer verkrachten Hotelpension lebt, seit er von seiner Frau verlassen wurde, und dem nun eine gut aussehende Anf&#228;ngerin von der Polizeischule vor die Nase gesetzt wird, die dem Mann theoretisch, aber eben nicht praktisch &#252;berlegen ist, was nur im Bett der Hotelpension enden kann.</p>
<p>Kurzum: Es reicht. Es ist einfach zu viel vom immer Gleichen, von hastig zusammengeleimten Drehb&#252;chern und lausig gespielten Charakteren. Es fehlt ein Hauch von Wirklichkeit. Das reale Verbrechen – K&#246;rperverletzung, N&#246;tigung, Hausfriedensbruch, Betrug, F&#228;lschung, Schmuggel, Amtsmissbrauch, Raub, Drogenhandel – findet im Fernsehkrimi nicht statt. Es muss Mord sein. Am besten: Serienmord.</p>
<p>2009 wurden in Deutschland 365 Menschen ermordet. Die Zahl der Morde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mord#Mordstatistik_weltweit">sinkt</a> seit Jahrzehnten. Im Fernsehen aber ist Mord zur inflation&#228;ren Billigware aufgestiegen. Dieses Morden langweilt.</p>
<p><em><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=118">Crosspost</a></em></p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F39931%2Ftv-krimis-die-mordlust-der-deutschen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F39931%2Ftv-krimis-die-mordlust-der-deutschen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/39931/tv-krimis-die-mordlust-der-deutschen/">TV-Krimis: Die Mordlust der Deutschen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/39931/tv-krimis-die-mordlust-der-deutschen/#comments">16 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39931&amp;md5=f33af80e1feaa3394b073224a39d4922" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/39931/tv-krimis-die-mordlust-der-deutschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Who killed Videoamt?“</title>
		<link>http://carta.info/38834/who-killed-videoamt/</link>
		<comments>http://carta.info/38834/who-killed-videoamt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 21:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Video-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Videoamt]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=38834</guid>
		<description><![CDATA[Gro&#223;es R&#228;tselraten im Jugendfernsehsender YouTube. Die Community ist in heller Aufregung, weil einige Kan&#228;le gesperrt wurden. Aufgrund eines technischen Versehens? Durch eine hundsgemeine Verschw&#246;rung? Oder wegen des Versto&#223;es gegen die Community-Richtlinien? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder und Jugendliche machen bei <em>YouTube</em> Nachrichtensendungen wie die Alten. Sie produzieren Comedy-Shows, Popsongs, Talkshows und Videoclips. Sie betreiben regelrechte <a href="http://carta.info/36671/youtube-und-die-jogginghosen-gang-eine-weihnachtsgeschichte/">Fernsehsender</a> (Broadcast Yourself). Bei <em>YouTube</em> l&#228;uft das Programm, das den Altsendern <em>ARD</em> &amp; <em>ZDF</em> die jungen Zuschauer abspenstig macht.</p>
<p>Doch am 1. M&#228;rz wurden offenbar einige Kan&#228;le „gel&#246;scht“ und die dazu geh&#246;rigen <em>YouTube</em>-Konten „gek&#252;ndigt“. Darunter &#8211; zum <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SArmvunWdKM&amp;feature=watch_response">&#196;rger</a> vieler <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6PzI-jbfeCs&amp;feature=related">Fans</a> &#8211; auch beliebte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QGLNyMAM-i0&amp;feature=related">Kan&#228;le</a> wie <em>Videoamt</em> oder <em>MrTrashpack</em>. Klickt man den Kanal des letzteren, so hei&#223;t es: „MrTrashpack wurde aufgrund von wiederholten oder schweren Verst&#246;&#223;en gegen unsere <a href="http://www.youtube.com/t/community_guidelines">Community-Richtlinien</a> gek&#252;ndigt“.</p>
<p><strong> </strong></p>
<blockquote><p><strong>„M&#246;glicherweise gef&#228;llt dir nicht alles, was du siehst.</strong> Einige Inhalte kr&#228;nken dich vielleicht. Wenn du der Meinung bist, dass sie gegen die Nutzungsbedingungen versto&#223;en, klicke unter dem Video, das du gerade anschaust, auf &#8220;Unangemessen&#8221;, sodass es von YouTube-Mitarbeitern gepr&#252;ft wird.“  (&#8230;)</p>
<p>„Verst&#246;&#223;e gegen die Nutzungsbedingungen f&#252;hren zu Verwarnungen oder der Aufl&#246;sung deines Kontos. <strong>Wenn dein Konto gek&#252;ndigt wird, darfst du nie mehr ein neues Konto erstellen.“</strong></p>
<p><em>Aus den YouTube Community Richtlinien.</em></p></blockquote>
<p>Die Betroffenen geben sich &#252;berrascht und ahnungslos. Und vermuten allerlei Intrigen. Steckt der b&#246;se Geist von <a href="http://www.zeitgeistmagazin.com/weltweit/898-youtube-skandal-simon-desue-betruegt-fans-um-1000-euro">Simon Desue</a> dahinter? War es eine Zensur-Ma&#223;nahme von <em>YouTube</em>, ein Community-interner Banden-Krieg der jugendlichen TV-Bosse oder gar ein gezielter „Terrorangriff“, wie <em>Videoamt</em>-Chef <a href="http://www.youtube.com/user/VideoCognito">JoeCognito</a> in seinem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=J3VHm2bUEYE">Beitrag</a> anklingen l&#228;sst? Wir wissen es nicht. Und <em>YouTube</em> erkl&#228;rt es auch nicht.</p>
<p>Nur die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ftdXbeicLM4">Satiriker</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tIxqNGnOMMI&amp;NR=1&amp;feature=fvwp">ahnen</a> es. Es hat irgendwie mit Guttenberg und der Uni Bayreuth zu tun. Wissen Sie vielleicht mehr?
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F38834%2Fwho-killed-videoamt%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F38834%2Fwho-killed-videoamt%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/38834/who-killed-videoamt/">„Who killed Videoamt?“</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/38834/who-killed-videoamt/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38834&amp;md5=fc5c276b8569c28fc0bc3d3cdb5efb6e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/38834/who-killed-videoamt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Private Fernsehanbieter fordern &#8220;Hadopi light&#8221; zum Schutz ihrer Urheberrechte im Netz</title>
		<link>http://carta.info/22365/private-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz/</link>
		<comments>http://carta.info/22365/private-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 15:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Loi Hadopi]]></category>
		<category><![CDATA[Medienindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[VPRT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=22365</guid>
		<description><![CDATA[Auch die Fernsehanbieter sehen sich nun existenziell durch das Internet gef&#228;hrdet – und fordern eine Art "Hadopi light", um ihre Urheberrechte zu sch&#252;tzen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/a23f72869c1d4ddca566e149f1fa7b88" alt="" width="1" height="1" />Der Verband der Privaten Rundfunk- und Telemedienanbieter (VPRT) fordert von der Politik einen &#8220;angemessenen Auskunftsanspruch gegen&#252;ber Internet Service Providern&#8221; sowie &#8220;ein Verwarn- und Sanktionssystem bei Rechtsverst&#246;&#223;en&#8221; zum Schutz des geistigen Eigentums. Dies erkl&#228;rte der Verband am Rande des Symposiums &#8220;<a href="http://www.vprt.de/index.html/de/topics/article/id/624/or/home/">Perspektiven f&#252;r die Kreativit&#228;t</a>&#8221; am Donnerstag in Berlin. &#8220;Stehlen ist verboten und Verbote geh&#246;ren durchgesetzt&#8221;, sagte <a href="http://www.bertelsmann.de/bertelsmann_corp/wms41/bm/index.php?ci=168&amp;language=1">Gerhard Zeiler</a>, Chef der Bertelsmann Group in Anwesenheit der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.</p>
<p>Nach der Musik- sieht sich nun auch die Fernsehindustrie existenziell durch Internet-Downloads bedroht. Mittelfristig k&#246;nnten rund ein Viertel der Werbeeinnahmen der Fernsehsender durch illegale Downloads verloren gehen, sagte ProSiebenSat1-Chef Thomas Ebeling. Ein ganz besonderer Dorn im Auge der Branche sind dabei Angebote wie Kino.to, &#8220;eine der bekanntesten deutschprachigen Video-On-Demand-Websiten, die auf Kinofilme und Serien spezialisiert ist&#8221;, wie der VPRT schreibt. Das Angebot ist in Tonga registriert  und betreibt seine Server laut VPRT in der Ukraine oder Russland. Ohne &#8220;wirksame Einbeziehung der Access-Provider&#8221; sei kein effektiver Schutz des Urheber- und Leistungsschutzrechts bei derartigen Angeboten m&#246;glich.</p>
<p>Die Sendeunternehmen fordern daher , dass die Internet Provider &#8220;ein <strong>Verwarn- und Sanktionssystem f&#252;r Nutzer </strong>etablieren m&#252;ssen, falls urheberrechtlich gesch&#252;tzte Inhalte heruntergeladen werden.&#8221; Eine solche Ma&#223;nahme sei verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig, da in der Mehrzahl der F&#228;lle die Nutzer bei einer Verwarnung ihre &#8220;Handlungen&#8221; einstellen w&#252;rden. Diese Forderung kann man als ein System &#8220;<strong>Hadopi light</strong>&#8221; bezeichnen. Nachezu identische Forderungen erhebt auch der Verband der Musikindustrie.</p>
<p>Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zeigte sich allerdings sehr zur&#252;ckhaltend bei der Forderung nach mehr Auskunftsrechten. Auch das Bundesverfassungsgericht werde nach ihrer Einsch&#228;tzung die Auskunftsrechte im Zuge seines Urteils zur  Vorratsdatenspeicherung wohl eher noch einschr&#228;nken. Nicht ganz so resolut trat die Ministerin gegen die Forderung von Internetsperren gegen urheberrechtswidrige Angebote im Ausland auf. Derzeit gelte klar das Prinzip &#8220;L&#246;schen vor Sperren&#8221;. Die Erfahrungen der derzeit laufende Evalutionsphase sollten zun&#228;chst einmal ausgewertet werden.</p>
<p>Leutheusser-Schnarrenberger sprach sich auf der Veranstaltung auch klar gegen Ans&#228;tze wie eine &#8220;Google-Steuer&#8221; aus. Mehr Sympathie zeigte sie f&#252;r die Forderung der Sendeunternehmen nach einer Beteiligung an der Leermedien- und Ger&#228;teabgabe, wie sie beispielsweise auf DVD-Rohlinge erhoben wird. Zuk&#252;nftig k&#246;nnten also auch RTL &amp; Co. von dieser Abgabe profitieren.</p>
<p>Die Diskussion der Fernsehanbieter mit der Ministerin zeigte: Die Forderung nach einem deutlich verbesserten Schutz ihrer Verwertungsrechte im Internet vereint inzwischen die Medienindustrie von Musik- &#252;ber Fernseh- bis hin zur Verlagsindustrie. Im Vorfeld der <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-plant-dritten-korb/">Urheberrechtsnovelle</a> wird dabei der Ton durchaus rauher und ungeduldiger.</p>
<p>Hier (<a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/01/vprt_positionen.PDF">PDF</a>) das Hintergrundpapier des VPRT mit den Forderungen an die Politik in Sachen &#8220;Piraterie&#8221; und &#8220;Widget und hybride Empfangsger&#228;te&#8221;.</p>
<p><span id="main" style="visibility: visible;"><span id="search" style="visibility: visible;"> </span></span>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F22365%2Fprivate-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F22365%2Fprivate-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/22365/private-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz/">Private Fernsehanbieter fordern &#8220;Hadopi light&#8221; zum Schutz ihrer Urheberrechte im Netz</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/22365/private-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz/#comments">4 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22365&amp;md5=35d4bb3ff13ab0fc5ea1df70d268bee9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/22365/private-fernsehanbieter-fordern-hadopi-light-zum-schutz-ihrer-urheberrechte-im-netz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TV-Duelle: Die unertr&#228;gliche Langeweile der Allparteienrunden</title>
		<link>http://carta.info/4109/hessen-tv-duelle/</link>
		<comments>http://carta.info/4109/hessen-tv-duelle/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 17:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Bieber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4109</guid>
		<description><![CDATA[Roland Koch entzog sich in Hessen der direkten 1:1-TV-Auseinandersetzung mit seinem Herausforderer. Schade, verschenkt wird damit eine kompakte Pr&#228;sentation von Personal und Positionen. Der Zuschauer schaltet gelangweilt ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/191461ea92fcbdd55171376474e318" width="1" height="1" alt=""/>Nachdem es im November einige <a href="http://carta.info/2553/wahlkampf-20-in-hessen-keine-spur/">Scharm&#252;tzel</a> um die Durchf&#252;hrung von TV-Debatten gab, muss der Hessische Rundfunk als analoges Leitmedium mit einem <strong>Rumpfprogramm</strong> zufrieden sein: zum prestige- und reichweitentr&#228;chtigen „Duell der Spitzenkandidaten“ kommt es in diesem Januar nicht. Noch vor Jahresfrist hatte die Konfrontation von Andrea Ypsilanti und Roland Koch dem Regionalsender <strong>ausgezeichnete Quoten</strong> beschert.</p>
<p>Zwar m&#252;ht sich der HR um ein m&#246;glichst breit gestreutes Programm auf verschiedenen <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/ltw2009/index.jsp?rubrik=40724">Kan&#228;len</a>, doch mit dem sorgsam im Parteispektrum austarierten Line-Up d&#252;rften dieses Mal keine B&#228;ume ausgerissen werden. Die Abwesenheit einer „gro&#223;en TV-Debatte“ erm&#246;glichte stattdessen publizistische Nebenschaupl&#228;tze bei der Konkurrenz von Print und H&#246;rfunk: so sorgten bereits die von der FAZ unter Ausschluss der Linkspartei organisierten Diskussionsrunden f&#252;r <a href="http://www.faz.net/s/Rub606F7D1C907A4A7F9C506AE24D76B150/Doc~E0D35DF5A364F4A4EA481F0E7D256E8F9~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Furore</a>, und am Dienstag durfte Focus-Chef Helmut Markwort eine Radio-Elefantenrunde f&#252;r den Privatsender FFH <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1659110_Al-Wazir-ohne-Angst.html">moderieren</a>.</p>
<p><strong>Die Folgen des Scheiterns einer Debatten-Vereinbarung mit den Spitzenkandidaten wurde den HR-Verantwortlichen auch beim B&#252;rgerforum am vergangenen Donnerstag deutlich vor Augen gef&#252;hrt.</strong> In der Allparteienrunde waren mit Thorsten Sch&#228;fer-G&#252;mbel (SPD) und Tarek Al-Wazir (Die Gr&#252;ne) <strong>lediglich zwei Spitzenkandidaten</strong> pr&#228;sent, f&#252;r die CDU ging Generalsekret&#228;r Michael Boddenberg an den Start, die Linke schickte mit Janina Wissler die Zweitplatzierte der Landesliste, die FDP mit Nicola Beer die Nr. 4.</p>
<p>Die Einschaltquoten der Sendung erreichten in der Spitze gerade mal etwas mehr als 120.000 Zuschauer – der Vergleich mit den Zahlen aus dem Vorjahr (ca. 1,5 Millionen deutschlandweit, in Hessen ca. 400.000) f&#228;llt d&#252;ster aus. Auch die Zuschauerdemografie spricht B&#228;nde – nahezu drei Viertel des Publikums geh&#246;rt der Altersgruppe „ab 50 Jahre“ an, Zahlen f&#252;r Zuschauer unter 30 Jahren wurden gar nicht erst gemessen. Die vermutlich j&#252;ngeren Besucher der HR-Website bekamen nur eine Fotogalerie und einen knappen <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/ltw2009/index.jsp?rubrik=40252&amp;key=standard_document_36130958">&#220;berblicksartikel</a> zu Gesicht, als Zusatz gab es noch eine zweimin&#252;tige Zusammenfassung von HR1. So richtig gefallen hat es der Online-Redaktion wohl nicht, im <strong>sehr informativen <a href="http://www.twitter.com/hronlinewahl">Twitter-Feed zur Wahl</a></strong> blieben Hinweise und Kommentare zur Sendung eher einsilbig.</p>
<p>Ein Erfolg war die Sendung daher zun&#228;chst einmal f&#252;r Roland Koch – seine kategorische Absage an ein prominentes Duell mit dem SPD-Kontrahenten sollte vor allem die Steigerung des Bekanntheitsgrades von „TSG“ verhindern. In die F&#252;nfer-Runde vom 8. Januar musste Sch&#228;fer-G&#252;mbel nat&#252;rlich trotzdem, lediglich der ebenfalls auf ein Duell mit Koch spekulierende Al-Wazir hatte den Weg aus der ersten Wahlkampfreihe ins TV-Studio gefunden. Die verbleibenden drei G&#228;ste bildeten ein „Frankfurter Gipfeltreffen“: Boddenberg vertritt den Wahlkreis Frankfurt/Main IV, Wissler Frankfurt/Main VI und Beer Frankfurt/Main III. Als regionales Bindeglied mag dies ja noch funktionieren, allerdings muss man sich fragen, ob die Wahlkreise (und ihre KandidatInnen) eine derart prominente Platzierung verdient haben – oder andersherum: was haben Nord-, Ost- und S&#252;dhessen von diesem &#220;bergewicht des Rhein-Main-Gebietes? Und selbst wenn hier ein Generalsekret&#228;r und zwei stellvertretende Fraktionsvorsitzende das Wort gef&#252;hrt haben – es waren eben nicht die Spitzenkandidaten Roland Koch, J&#246;rg-Uwe Hahn und Willy van Ooyen.</p>
<p>Hier zeigt sich eine gewisse <strong>Geringsch&#228;tzung des Formates</strong> – schlie&#223;lich sollen sich doch die B&#252;rger eine Meinung zu den Leitlinien der Landespolitik bilden, serviert wird ihnen jedoch nur die Position aus der zweiten Reihe. Dem Wahlkampfkalk&#252;l wurde die – ansonsten immer hei&#223; begehrte – Medienpr&#228;senz geopfert, aus Sicht von CDU, FDP und Linkspartei war das sogar nachvollziehbar: das Fehlen des gesch&#228;ftsf&#252;hrenden Ministerpr&#228;sidenten senkt den Aufmerksamkeitswert der Sendung, der nicht eben kamera-affine FDP-Chef minimiert seine Bildschirmzeit und der Chef der krisengesch&#252;ttelten Linken entzieht sich unbequemen Fragen zum Zustand seiner Partei. <strong>Auf der Strecke bleiben allerdings: ein zur Belanglosigkeit verurteiltes Stehpultgespr&#228;ch und die W&#228;hlerinnen und W&#228;hler. </strong>Immerhin – als Quittung gab es eine schwache Quote.</p>
<p>Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Situation in dieser Woche verbessert: am Donnerstag steht die Runde der Spitzenkandidaten auf dem Programm – dann werden zumindest alle Frontfiguren des Wahlkampfs gemeinsam auf dem Bildschirm erscheinen. Eine produktive Auseinandersetzung ist aber auch dann nicht zu erwarten: die gro&#223;en Runden sind gut geeignet, um sich <strong>im Diskussions-Durcheinander misslichen Fragen zu entziehen</strong>, eine direkte Auseinandersetzung der Kandidaten untereinander wird ausbleiben oder sich auf wenige Moment beschr&#228;nken. Der Moderation bleibt die undankbare (und vermutlich unl&#246;sbare) Aufgabe, ein wenig zu schlichten und zu sortieren – <strong>die direkte und kompakte Adressierung wichtiger Wahlkampfthemen mit der M&#246;glichkeit zur Gegen&#252;berstellung parteipolitischer (und pers&#246;nlicher) Standpunkte ist in einer solchen Gespr&#228;chssituation nicht m&#246;glich</strong>.</p>
<p>Voraussichtlich werden nicht wenige hessische Zuschauer mit der Fernbedienung abstimmen – und den HR sp&#228;testens nach der Tagesschau verlassen. Die Neuauflage der Hessenwahl unterbricht damit die Tradition der TV-Debatten zwischen Spitzenkandidaten auf Landesebene. <strong>Verschenkt wird damit das Potenzial zur verdichteten und reichweitenstarken Pr&#228;sentation von Personal und Positionen</strong>. Es bleibt zu hoffen, dass die zust&#228;ndigen Sender im Saarland, Sachsen und Th&#252;ringen im Sommer mit besseren Argumenten in die Verhandlungen gehen als der HR. Die laufende Berichterstattung in Hessen zeigt dabei dem SR und dem MDR eindr&#252;cklich die Vorteile von Debattenformaten mit nur zwei TeilnehmerInnen auf.</p>
<p>Diesen Text hat Christoph Bieber f&#252;r Carta und <a href="http://www.politik-digital.de/TV-Duell-Landtagswahl-Hessen-2009">Politik Digital </a>geschrieben.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F4109%2Fhessen-tv-duelle%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F4109%2Fhessen-tv-duelle%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/4109/hessen-tv-duelle/">TV-Duelle: Die unertr&#228;gliche Langeweile der Allparteienrunden</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/4109/hessen-tv-duelle/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=4109&amp;md5=7bb1493e865428729484e81fe8856c09" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/4109/hessen-tv-duelle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

