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	<title>CARTA &#187; Tagesschau</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Drei-Stufen-Test zu Tagesschau.de abgeschlossen: Die App kann kommen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 11:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tagesschau.de hat den Drei-Stufen-Test ohne Einschr&#228;nkungen &#252;ber alle Verfahrensh&#252;rden hinweg bestanden. Die App kann kommen. Der Streit um die "Presse&#228;hnlichkeit" wird weitergehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/59b18067240548178e43dab3ece4b821" alt="" width="1" height="1" />Tagesschau.de hat auch die allerletzte Verfahrensh&#252;rde des Drei-Stufen-Tests genommen: Die zust&#228;ndige Staatskanzlei in Hannover hat die rechtsaufsichtliche Pr&#252;fung abgeschlossen. Damit ist das Telemedienkonzept von Tagesschau.de amtlich genehmigt.</p>
<p>Aus Sicht der Staatskanzlei in Hannover sei der Test &#8220;staatsvertragskonform verlaufen&#8221;, wie sie heute <em>Carta</em> auf Anfrage mitteilte. Das Telemedienkonzept von Tagesschau.de werde daher am 24. August im Nieders&#228;chsischen Ministerialblatt ver&#246;ffentlicht. F&#252;r ein Einschreiten der Rechtsaufsicht g&#228;be es &#8220;zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass&#8221;.</p>
<p>Durch die Zustimmung der Staatskanzlei ist klar: Die <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/handy-und-telefon/2009/12/24/parteien-kritik/politiker-kritisieren-tagesschau-apps.html">umstrittene</a> <a href="http://blog.tagesschau.de/?p=7439">Tagesschau-App</a> kann kommen. Ihre Einf&#252;hrung ist nach Ansicht des NDR durch das abgeschlossene Verfahren ebenfalls genehmigt. Auch die Einstufung von Tagesschau.de als nichtsendungsbezogenes &#8220;multimediales Angebot&#8221; ohne relevante Presse&#228;hnlichkeit wurde durch die Staatskanzlei nicht beanstandet.</p>
<p>Tagesschau.de bestand damit den Drei-Stufen-Test nahezu ohne Einschr&#228;nkung &#8211; so, wie von  NDR-Intendant Lutz Marmor im vergangenen Jahr beantragt. Das Verfahren durch den NDR-Rundfunkrat war notwendig geworden, weil die EU-Kommission eine &#220;berpr&#252;fung der staatlichen Beihilfen bei &#246;ffentlich-rechtlichen Online-Angeboten gefordert hatte.</p>
<p>Um die Tagesschau-App und die Presse&#228;hnlichkeit von Tagesschau.de hatte es erheblichen medienpolitischen Streit gegeben. Der Verband der Zeitschriftenverleger hatte bereits im Februar in einem <a href="http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/ndr-sagt-verlegern-den-kampf-an/">offenen Brief an die Staatskanzlei Niedersachsen</a> ein Einschreiten der Rechtsaufsicht gefordert. Der Bundesverband der Zeitungsverleger hatte den Drei-Stufen-Test j&#252;ngst als &#8220;<a href="http://www.bdzv.de/pressemitteilungen+M573803ab75a.html">Farce</a>&#8221; bezeichnet und angek&#252;ndigt, &#8220;alle politischen und juristischen Mittel&#8221; gegen das Verfahrensergebnis aufzubieten. Der WDR-Rundfunkrat <a href="http://www.dwdl.de/story/24353/wdrrundfunkrat_empfiehlt_vorsicht_bei_apps/">hatte empfohlen</a>, die Tagesschau App erst nach Abschluss des Pr&#252;fverfahrens einzuf&#252;hren.</p>
<p>Mit der amtlichen Ver&#246;ffentlichung der Drei-Stufen-Test-Ergebnisse zu Tagesschau.de ist somit die n&#228;chste Runde der Auseinandersetzung er&#246;ffnet: Auf der nationalen medienpolitischen B&#252;hne &#8211; und m&#246;glichweise auf EU-Ebene und vor Gerichten. Ob und wie allerdings gegen den Beschluss (<a href="http://www.ndr.de/unternehmen/organisation/rundfunkrat/rundfunkrat120.pdf">PDF</a>) des NDR-Rundfunkrats oder gegen die Rechtsaufsicht geklagt werden kann, ist umstritten.</p>
<p><em>Disclaimer: Robin Meyer-Lucht hat im Drei-Stufen-Test zu Tagesschau.de eine Stellungnahme abgegeben. Hieraus folgt keine Verfahrensbeteiligung.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=32672&amp;md5=055d4696e58b2f8f85c687d185b031b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>NDR-Rundfunkratsvorsitzende sagt Carta-Diskussionveranstaltung zum Drei-Stufen-Test ab</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dagmar Gräfin Kerssenbrock]]></category>
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		<category><![CDATA[Rundfunkrat]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Absage von Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock wird eine echte &#246;ffentliche Debatte zu Tagesschau.de weiter aufgeschoben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f1a625cc2e4347e2a4e294a8725a21fb" alt="" width="1" height="1" /> F&#252;r den 2. M&#228;rz war eine Carta-Diskussionsveranstaltung mit Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock (NDR-Rundfunkrat), Wolgang Blau (Zeit Online), Christoph Keese (Axel Springer Verlag) und mir als Moderator geplant. Es sollte um den merkw&#252;rdigen App-Streit und die bisherigen Erfahrungen im Drei-Stufen-Test f&#252;r Tagesschau.de gehen. Wir h&#228;tten die Veranstaltung gestreamt. Es w&#228;re eine der wenigen Debatten mit beiden Seiten zu diesem Thema gewesen und ich war fest entschlossen, diese m&#246;glichst sachlich und fair zu veranstalten.</p>
<p>Gestern nun hat Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock leider abgesagt. Sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Mit Ihrer Ver&#246;ffentlichung im &#8220;Spiegel&#8221; haben Sie diesem Treffen die Gespr&#228;chsgrundlage entzogen. Ich bin sehr entt&#228;uscht dar&#252;ber, dass Sie angesichts der bevorstehenden Veranstaltung diese Kampagne initiiert haben.</p></blockquote>
<p>Ich bedauere diese Absage sehr. Die Mitberatungsvorlage des NDR-Rundfunkrates im Tagesschau.de-Drei-Stufen-Test entzieht aus meiner Sicht der Diskussion nicht die Gespr&#228;chsgrundlage, sondern sie schafft vor allem eine. Eine &#246;ffentliche Debatte &#252;ber den Stand des Drei-Stufen-Tests h&#228;tte ich sehr wichtig gefunden. Im Zuge der Verfahrensvorbereitung hie&#223; es aus der <a href="http://www.ard.de/intern/dreistufentest/-/id=1090726/property=download/nid=1086834/1ngz4d3/index.pdf">ARD</a>: &#8220;Der <strong>&#246;ffentliche Dialog &#252;ber unsere Angebote</strong>, der die Pr&#252;fung durch die Gremien begleitet, ist dabei zugleich auch eine Chance f&#252;r uns selbst.&#8221; In einer Pressemitteilung fordert die <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&amp;n_firmanr_=108645&amp;sektor=pm&amp;detail=1&amp;r=400680&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0">SPD</a>: &#8220;Die Dialog-Kultur zwischen Verlagen, kommerziellen Rundfunkveranstaltern und dem &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk muss dringend gest&#228;rkt werden.&#8221; Bei &#228;hnlichen Verfahren im Zusammenhang mit der BBC werden Gutachten und Beschlussvorlagen &#252;brigens Monate vor der Entscheidung zur &#246;ffentlichen Diskussion gestellt.</p>
<p>Die NDR-Rundfunkratsvorsitzende hat dem &#246;ffentlich Dialog im Rahmen dieser Veranstaltung leider eine Absage erteilt. Ich hoffe, dass es andere Gelegenheiten geben wird.</p>
<p><span style="font-family: sans-serif; font-size: x-small;"><br />
</span>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23087&amp;md5=902aad5600388f928c15fe390b37938d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>NDR-Rundfunkrat will Tagesschau.de im Drei-Stufen-Test durchwinken</title>
		<link>http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der NDR Rundfunkrat schlie&#223;t sich nach Carta-Informationen im Drei-Stufen-Test f&#252;r Tagesschau.de der Rechtsauffassung der ARD-Intendanten in allen Punkten an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2d62c3f9b9d74591ac7826818a0d9f87" alt="" width="1" height="1" />Nach Informationen von <em>Carta</em> will der NDR-Rundfunkrat Tagesschau.de im derzeit laufenden Drei-Stufen-Test genau so genehmigen, wie von den Intendanten der ARD gew&#252;nscht. Dies geht aus einem Papier des NDR-Rundfunkrates hervor, das <em>Carta</em> vorliegt. Demnach soll Tagesschau.de den Test ohne Einschr&#228;nkungen bestehen. Tagesschau.de soll als &#8220;nichtsendungsbezogenes Telemedium&#8221; genehmigt werden, womit zahlreiche Einschr&#228;nkungen des Rundfunkstaatsvertags nicht gelten sollen.</p>
<p>Zuk&#252;nftig soll nach Vorstellung des NDR-Rundfunkrates unter anderem gelten:</p>
<ul>
<li>Tagesschau.de ist ein eigenst&#228;ndiges Angebot, das ohne Verweis auf konkrete Sendungsbegleitung im Internet alles anbieten darf.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tageschau.de ist ein in seiner Gesamtheit &#8220;multimediales Angebot&#8221;. Es muss daher nicht darauf geachtet werden, ob einzelne Angebotsteile ihren Schwerpunkt in Texten setzen und damit als &#8220;presse&#228;hnliche Angebote&#8221; laut Staatsvertrag eigentlich nicht zul&#228;ssig sind.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die staatsvertragliche Sieben-Tage-Verweildauer f&#252;r Sendungsinhalte wird weitgehend aufgehoben: Tagesschau-Beitr&#228;ge k&#246;nnen f&#252;r ein Jahr im Netz stehen und aus aktuellem Anlass jederzeit wieder eingestellt werden. Das Archiv der 20-Uhr-Tagesschau steht unbegrenzt im Netz.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der Jahresetat von Tagesschau.de steigt innerhalb von vier Jahren um 50 Prozent von 4,1 auf 6,1 Millionen Euro.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tagesschau.de kann ohne weitere Pr&#252;fung neue Elemente zu seinem Angebot hinzuf&#252;gen. Eine Grenze f&#252;r einen weiteren Ausbau der Website wird nicht benannt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Angebote von Tagesschau.de k&#246;nnen ohne weitere Pr&#252;fung auf allen technischen Verbreitungswegen zug&#228;nglich gemacht werden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tagesschau.de bietet dem Gutachten zufolge einen qualitativen publizistischen Beitrag, der sich von allen andern Online-Angeboten unterscheidet. Ein gesonderter Nachweis dieser Feststellung durch den Rundfunkrat ist nicht erforderlich.</li>
</ul>
<p>Bei dem Papier des NDR-Rundfunkrates handelt es sich um eine &#8220;Mitentscheidungsvorlage&#8221; f&#252;r die anderen ARD-Rundfunkr&#228;te, die bei Gemeinschaftsangeboten mitentscheiden m&#252;ssen. Die Drei-Stufen-Tests m&#252;ssen bis Ende August abgeschlossen werden.</p>
<p>Ein Gutachten der Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft Deloitte &amp; Touche im Auftrag des Rundfunkrates kommt zu dem Ergebnis, dass bei einer hypothetischen Einstellung von Tagesschau.de die Werbeeinnahmen der kommerziellen Online-Nachrichtenanbieter lediglich um 3,9 Prozent steigen w&#252;rden. Der Rundfunkrat betont, er habe &#8220;keinen einzigen konkreten Hinweis auf tats&#228;chliche Beeintr&#228;chtigung&#8221; von Wettbewerbern finden k&#246;nnen.</p>
<p>Der 12. Rundfunkstaatsvertrag erweist sich nun in den Verfahren offenbar als sehr interpretationsf&#228;hige Grundlage. Die Rundfunkr&#228;te folgen dabei mit wenigen Ausnahmen den Rechtsaufassungen der Intendanten. Damit wird der im Gesetz fixierte Kompromiss in der Umsetzung durch die hausinterne Aufsicht nun deutlich zugunsten der Anstalten verschoben.</p>
<p>Der NRW-Medienminister Andreas Krautscheid hat den Drei-Stufen-Test (den er jetzt selbst f&#252;r das ZDF durchf&#252;hrt) einmal als Lackmustest f&#252;r &#246;ffentlich-rechtliche Glaubw&#252;rdigkeit bezeichnet. Im Kern geht es bei diesem Verfahren auch darum, ob es den Rundfunkgremien gelingt, eine strenge Subventionsaufsicht &#252;ber die eigenen Online-Angebote auszu&#252;ben. Mit der Vorlage des NDR-Rundfunkrats sind die Zweifel, ob einer internen Aufsicht dieser Kraftakt gelingen kann, gr&#246;&#223;er geworden.</p>
<p><em>Voraussichtlich am 2. M&#228;rz um 17 Uhr veranstaltet Carta in Berlin eine Diskussion zum Tagesschau.de Drei-Stufen-Test mit Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock (NDR Rundfunkrat), Wolfgang Blau (Zeit Online) und Christoph Keese (Axel Springer Verlag). Mehr dazu in K&#252;rze.<br />
</em>
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<a href="http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/">NDR-Rundfunkrat will Tagesschau.de im Drei-Stufen-Test durchwinken</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22845&amp;md5=f1dcc4f347f75fb9cf050811f9b8edd7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tagesschau: So macht man Politik mit Schaubildern</title>
		<link>http://carta.info/19144/tagesschau-politik-brender/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 00:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Fall Brender pr&#228;sentierte die "Tagesschau" ihren Zuschauern am Freitag eine deutlich gesch&#246;nte Darstellung der Verh&#228;ltnisse im ZDF-Verwaltungsrat. Dabei hatte "Zapp" eine treffendere Version erstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/565bead238cc4284b8a5ffa3fe151cfb" width="1" height="1" alt=""/>In der Hauptausgabe der Tagesschau <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts16104.html">vom Freitagabend</a> war in einem Beitrag zur Brender-Entlassung folgende Informationsgrafik zum ZDF-Verwaltungsrat  zu sehen (<a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts16104.html">Minute 11:22</a>):</p>
<div id="attachment_19145" class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/tagesschau2.jpg"><img class="size-full wp-image-19145" title="tagesschau2" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/tagesschau2.jpg" alt="tagesschau2" width="512" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">ARD-Infografik zum ZDF-Verwaltungsrat: Wie in der 2o-Uhr-Tagesschau vom 27. November gezeigt</p></div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Dazu erl&#228;utert die Sprecherin: &#8220;Im ZDF-Verwaltungsrat gibt es derzeit eine christdemokratische Mehrheit&#8221;. Der Tageschau-Zuschauer muss annehmen, die CDU-Mehrheit lautet 4:2 &#8211; bei einer betr&#228;chtlichen Anzahl unabh&#228;ngiger Vertreter.</p>
<p>Obige Grafik stammt aus einem <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video610246.html">Beitrag</a>, den Josy W&#252;bben am Freitagvormittag f&#252;r Eins Extra erstellt hat (Minute 3:14) (Update: Die Grafik stammt urspr&#252;nglich aus einem Zapp-Beitrag, siehe Kommentar 11) . Dabei ist diese Grafik ins W&#252;bbens Film animiert. Am Ende sieht sie so aus:</p>
<div id="attachment_19146" class="wp-caption aligncenter" style="width: 523px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/tagesschau1.png"><img class="size-full wp-image-19146" title="tagesschau1" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/tagesschau1.png" alt="tagesschau1" width="513" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">ARD-Infografik zum ZDF-Verwaltungsrat: Wie sie die Zuschauer der 20h-Tagesschau nicht gesehen haben</p></div>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;">Die untere Grafik ist aber eine Darstellung, welche die Masse der Tagesschau-Zuschauer offenbar lieber nicht sehen sollte. Sie h&#228;tte verdeutlich: Die Parteien haben den ZDF-Verwaltungsrat weitgehend in der Hand, andere Gruppen spielen keine Rolle.</p>
<p style="text-align: left;">Anders in der Tagesschau: F&#252;r die Zuschauer bleibt der Schein &#8220;gesellschaftlicher Gruppen&#8221; gewahrt, obwohl es die Redaktion besser wei&#223;. Selbst wenn die Animation aus dem W&#252;bben-Film f&#252;r die Hauptnachrichten gek&#252;rzt werden musste, so ist nicht zu verstehen, warum die Kerninformation verloren ging. F&#252;r das Hauptprodukt der stolzen &#8220;ARD Aktuell&#8221; h&#228;tte leicht ein neues Schaubild erstellt werden k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei wird die in der Tagesschau gezeigte Grafik endg&#252;ltig absurd, wenn man wei&#223;, dass selbst die dpa am Donnerstag <a href="http://de.news.yahoo.com/26/20091126/tde-zdf-verwaltungsrat-entscheidet-ber-b-fd8d29c.html">meldete</a>: &#8220;Neun der 14 Verwaltungsratssitze sind von CDU/CSU-Vertretern besetzt.&#8221; Josy W&#252;bben wagte, immerhin 7 Verwaltungsratsmitglieder der CDU zuzurechnen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Tagesschau hat folglich ihre Zuschauer unvollst&#228;ndig informiert, obwohl sie es besser wu&#223;te. Sie berichtete nicht die Unwahrheit &#8211; aber echter Qualit&#228;tsjournalismus ist n&#228;her dran an der Wahrheit.</p>
<p style="text-align: left;">Sollte der Fall Brender Zweifel an der Unabh&#228;ngigkeit des ZDFs gen&#228;hrt haben, so zeigt die grafische Aufbereitung in der Tagesschau: Auch bei der ARD ist man im Zweifelsfall durchaus staatstragend und nicht gerade kritikversessen unterwegs.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Nachtrag:</strong> Die 20h-Tagesschau h&#228;tte auch auf diese Grafik aus dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ofruEz2dnAE">Morgenmagazin</a> zur&#252;ckgreifen k&#246;nnen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/morgenmag.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-19172" title="morgenmag" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/morgenmag.jpg" alt="morgenmag" width="451" height="258" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=19144&amp;md5=206e70d05abf8b82408297f1ec1acf2e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tagesschau: Der postmoderne Concierge hat geblinzelt</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 14:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kai Gniffke]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Deppendorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Die "lautlose Wirksamkeit" der Tagesschau-Maschinerie basiert auf der Herstellung einer Medienrealit&#228;t, &#252;ber die nicht mehr diskutiert werden kann. Genau deshalb wurde der Blogeintrag von Kai Gniffke zum Tabubruch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/daaafef432502a2f32d1c16b777fdf" alt="" width="1" height="1" />Was ist eigentlich die Hauptleistung der Tagesschau? Diese Frage muss man stellen, um den Streit zwischen ihrem Chefredakteur Kai Gniffke und dem ARD-Hauptstadtstudioleiter in seinem eigentlichen Kern zu begreifen. Denn im Streit der beiden ARD-Vorderen geht es um mehr als pers&#246;nliche Animosit&#228;ten zwischen Zentrale und Berliner B&#252;ro. Es geht um die Frage der Legitimationsmechanik dieser Nachrichtenmaschinerie.</p>
<p>Die Hauptleistung der Tagesschau ist die permanente Herstellung <strong>brauchbarer Medienwirklichkeit</strong>. Sie wandelt Ereignisse und Themen in allgemein akzeptierte Nachrichtenwirklichkeit um. Ihr strukturelles Problem, dass sich Realit&#228;t eigenlicht nicht einfach &#8220;nur abbilden&#8221; l&#228;sst, verdeckt sie durch eine ritenhaft inszenierte Objektivit&#228;t, die sich auf eigent&#252;mliche Weise der Argumentation entzieht.</p>
<p><strong>Man k&#246;nnte auch sagen: Die Tagesschau ist eine Zaubershow, in der Realit&#228;t erzeugt wird, &#252;ber die nicht mehr diskutiert werden kann.</strong></p>
<p>Der Autor Ulrich Schmitz hat die Tagesschau einmal als &#8220;postmodernen Concierge&#8221; bezeichnet. <em>Concierge</em>, weil sie ein W&#228;chteramt aus&#252;bt: Welche Nachrichten werden &#252;berhaupt reingelassen? <em>Postmodern</em>, weil die Tagesschau den Nachrichten die Rationalit&#228;t verweigert.</p>
<p>Und hier kommt nun der <a href="http://blog.tagesschau.de/?p=5915">Blog-Eintrag</a> von Kai Gniffke ins Spiel: Sein Tabubruch im Tagesschau-Universum bestand darin, die Selektivit&#228;t der Tagesschau thematisiert, kritisiert und damit zur Diskussion gestellt zu haben:</p>
<blockquote><p>Aber wenn wir ehrlich sind, h&#228;tte man jedes, ja wirklich jedes unserer heutigen Themen auch lassen k&#246;nnen. Alles reine Kann-man-machen-Nummern.</p></blockquote>
<p>Die &#8220;lautlose Wirksamkeit&#8221; der Tagesschau-Maschinerie basiert bislang jedoch genau darauf, dass solche Fragen undenkbar sind: Die Tagesschau erscheint als die einzig richtige Repr&#228;sentation der Wirklichkeit. In diesem System ist f&#252;r ein &#8220;kann man machen&#8221; kein Raum. Die Tagesschau sch&#246;pft ihre Aura aus einer unhintergeh- und unhinterfragbaren Praxis, in der sich Realit&#228;t &#8220;realisiert&#8221;.</p>
<p>Soll die Tagesschau ihren klassischen Nimbus behalten, muss alles richtig und wichtig sein, was sie unternimmt. F&#252;r das Eingest&#228;ndnis &#8220;mittelm&#228;ssiger Themen&#8221; oder von &#8220;Widrigkeiten im Alltag einer Nachrichtenredaktion&#8221;, von denen Gniffke im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,638217,00.html">Spiegel-Kurzinterview</a> spricht, ist da kein Platz.</p>
<p>Ulrich Deppendorf <a href="http://blog.tagesschau.de/?p=5915&amp;cp=1#comment-42908">stellt</a> sich daher nicht nur vor seine Hauptstadtstudio-Mitarbeiter, sondern h&#228;lt vor allem auch eine Kritik der Selektionsmechanismen f&#252;r wenig sinnvoll:</p>
<blockquote><p>Dann h&#228;tten die Kollegen und Kolleginnen aus dem Hauptstadtstudio und in der Republik ja schon eher die Arbeit f&#252;r die Tagesschau einstellen k&#246;nnen. Im &#220;brigen halte ich keines der Themen gestern f&#252;r entbehrlich oder dem Sommerloch geschuldet.</p></blockquote>
<p>Mit Gniffkes Blog-Eintrag hat der &#8220;postmoderne Concierge&#8221; Tagesschau geblinzelt. Gniffke hat zugegeben, dass die Tagesschau kontingent ist: Man k&#246;nnte es so machen, aber auch anders. Manchmal k&#246;nnnte man es sogar fast auch lassen.</p>
<div id="attachment_12408" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/ts.jpg"><img class="size-medium wp-image-12408" title="ts" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/ts-300x193.jpg" alt="dfdffdfd" width="300" height="193" /></a><p class="wp-caption-text"> Die Hauptleistung der Tagesschau ist die permanente Herstellung brauchbarer Medienwirklichkeit.</p></div>
<p>Kai Gniffke hat damit nicht nur Transparenz hergestellt. Er hat die Tagesschau-Nachrichtengebung als ver&#228;nder- und diskutierbare Praxis thematisiert. <strong>Damit aber w&#252;rde es nicht mehr <em>eine</em> richtige Art geben, die Tagesschau zu machen, sondern mehrere. </strong>Damit hat Gniffke die Kernfunktion seiner Sendung angegriffen: Realit&#228;t zu erzeugen, &#252;ber die nicht mehr diskutiert werden kann. Es entstehen Risse in der monolitischen Inszenierung einer Objektivit&#228;t, von der Gniffke ohnehin verstanden hat, dass es sie nicht geben kann. Gniffke hat damit intuitiv verstanden, dass sich der Begriff von brauchbarer Medienwirtklichkeit langsam ver&#228;ndert.</p>
<p>Deppendorf aber m&#246;chte seine Organisation solchen Diskursen nicht augesetzt sehen. Deswegen findet er auch, dass Gniffke &#252;ber den Charakter der Sendung <a href="http://www.focus.de/kultur/medien/ulrich-deppendorf-ein-chefredakteur-muss-nicht-bloggen_aid_420452.html">nicht bloggen</a> m&#252;sste.</p>
<p>Der Streit zwischen Deppendorf (Jahrgang 1950) und Gniffke (Jahrgang 1960) dreht sich damit leztlich um die Frage, woraus die Tagesschau in Zukunft Legitimation beim Zuschauer sch&#246;pft. Durch paternatlisch-distanziertes Auftreten oder durch zunehmend offensive Selbstthematisierung der eigenen Grenzen.</p>
<p>Dass sich diese Frage &#252;berhaupt stellt, zeigt vor allem, wie schwer es ist, sich von liebgewonnen Machttechniken zu verabschieden.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12358&amp;md5=cade26053a7c6cdf545e067c43e18c59" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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