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	<title>CARTA &#187; Tagesschau App</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Warum so ein Wind um die &#8220;Tagesschau-App&#8221;?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Joachim Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen wird die NDR-Rundfunkratsvorsitzende verk&#252;nden, dass die Tagesschau-App ohne gesonderte Pr&#252;fung eingef&#252;hrt werden kann. Hans-Joachim Otto, Staatssekret&#228;r im Wirtschaftsministerium, erkl&#228;rt, dass es hier nicht um eine "kleine App", sondern ums Prinzip geht. Eine Tagesschau-App auf dem iPad sei fast schon eine elektronische Zeitung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/9b8730b9a94f48cca8e7bd6495a51ae2" alt="" width="1" height="1" />Eine kostenlose Anwendung f&#252;r kostenlose aktuelle Nachrichten auf Smartphones &#8211; das klingt zun&#228;chst einmal ganz prima &#8211; und vor allem unverd&#228;chtig. Wenn dann noch ein seri&#246;ser Anbieter dahinter steht, der f&#252;r die Qualit&#228;t der Nachrichten b&#252;rgt, dann m&#252;sste man sich doch eigentlich freuen k&#246;nnen. Warum dann also so ein <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/handy-und-telefon/2009/12/24/parteien-kritik/politiker-kritisieren-tagesschau-apps.html">publizistischer Wind</a> um die &#8220;Tagesschau-App&#8221;?</p>
<p>Verlage appellieren an die Politik, Print- und Mediendiensteanbieter sehen den Wettbewerb verzerrt, und auch einige Politiker &#8211; nicht zuletzt der Beauftragte der Bundesregierung f&#252;r Kultur und Medien &#8211; ermahnen den &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk zur M&#228;&#223;igung. Wiederum andere interessierte Beobachter kritisieren die Kritiker &#8211; &#8220;viel L&#228;rm um nichts&#8221;, hei&#223;t es. Lasst doch der ARD ihre kleine &#8220;App&#8221;.</p>
<p>Nun, so einfach und &#8220;klein&#8221;, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es dann leider doch nicht. Denn was so unbedenklich erscheint, k&#246;nnte Gesch&#228;ftsmodelle bedrohen. Der Wind bl&#228;st also nicht ganz unberechtigt.</p>
<p>Denn hinter der Anwendung, um die es hier geht, steht eine &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die sich &#252;ber Rundfunk- (also Zwangs-) geb&#252;hren finanziert. Eine kostenlose &#8220;App&#8221; eines solchen Anbieters ist damit also letztlich von den geb&#252;hrenzahlenden B&#252;rgern finanziert &#8211; mitnichten also &#8220;kostenlos&#8221;. Sie tritt damit in Konkurrenz zu Angeboten privater Medienanbieter, die sich ausschlie&#223;lich durch den Verkauf ihrer Produkte und Werbeeinnahmen finanzieren m&#252;ssen. Nur: Wer zahlt schon f&#252;r etwas, wenn er es auch &#8211; scheinbar &#8211; unentgeltlich bekommt?</p>
<p>Kurzum: &#246;ffentlich-rechtlich finanzierte und f&#252;r den Nutzer kostenlose Applikationen f&#252;hren zu Wettbewerbsverzerrungen gegen&#252;ber privaten Anbietern. Und sie k&#246;nnen dadurch die deutsche Medienlandschaft, vor allem aber die f&#252;r unsere Demokratie unverzichtbare Medienvielfalt, insgesamt beeintr&#228;chtigen. <strong>Es geht hier &#8211; und auch vielen der oben genannten Kritiker &#8211; nicht um diese &#8220;kleine App&#8221; an sich, sondern ums Prinzip.</strong></p>
<p>Man stelle sich einmal vor, ein &#246;ffentlich-rechtliches Rundfunkunternehmen h&#228;tte vor 20 Jahren angefangen, eine &#8220;kostenlose&#8221; qualitativ hochwertige Tageszeitung anzubieten. Ob wir dann noch &#252;ber einen so vielf&#228;ltigen Zeitungsmarkt wie heute verf&#252;gen w&#252;rden, darf man sicherlich bezweifeln. Denn Zeitungs- und Zeitschriftenverlage  verdienten zumindest fr&#252;her ihr Geld ausschlie&#223;lich mit dem Verkauf ihrer Druckerzeugnisse und mit Werbung &#8211; und wenn es eine kostenlose Zeitung gegeben h&#228;tte, w&#228;ren viele kostenpflichtige Zeitungen schlicht in den Regalen liegen geblieben. Das h&#228;tte das Aus f&#252;r nicht wenige Anbieter bedeutet.</p>
<p>F&#252;r die Tagesschau-App gilt, &#252;bertragen auf die heutige Zeit, fast das gleiche. Denn im Zeitalter des Internet mit der jederzeitigen Verf&#252;gbarkeit hochaktueller Informationen hat sich das Verhalten der Medienkonsumenten erheblich ver&#228;ndert.</p>
<p>Wir befinden uns in einem massiven Umbruch &#8211; zunehmend weg von Druckerzeugnissen und hin zu elektronisch verf&#252;gbaren und vor allem gegen&#252;ber Printmedien viel aktuelleren Informationsdiensten.</p>
<p>Dieser Umbruch erfordert auch von den Medienunternehmen neue Gesch&#228;ftsmodelle, damit sie sich am Markt behaupten k&#246;nnen. W&#228;hrend vor ein paar Jahren die Online-Angebote von Verlegern eher &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; ein Nebengesch&#228;ft waren, entwickelt sich das elektronische Angebot immer st&#228;rker in Richtung Hauptgesch&#228;ft. Die Verf&#252;gbarkeit dieser Angebote nicht nur zu Hause am PC, sondern &#252;berall auf mobilen Ger&#228;ten, verst&#228;rkt diese Entwicklung.</p>
<p><strong>Wenn zu den Smartphones nun auch noch elektronische Pads wie etwa das &#8220;iPad&#8221; oder das &#8220;WePad&#8221; kommen, wird sich dieser Trend und damit der Umbruch auf dem Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt weiter beschleunigen.</strong></p>
<p>Die Medienunternehmen haben die Zeichen der Zeit l&#228;ngst erkannt und stellen sich auf die neuen Rahmenbedingungen ein. Sie bieten ihre Dienste immer h&#228;ufiger auch gegen Entgelt an, und das zunehmend mit Erfolg. Nur &#252;ber diese neuen Gesch&#228;ftsfelder werden sie sich weiterhin erfolgreich am Markt behaupten k&#246;nnen.</p>
<p>Dass diese Gesch&#228;ftsmodelle zukunftstr&#228;chtig sind, belegt auch eine aktuelle Studie, die der Branchenverband BITKOM im Fr&#252;hjahr 2010 ver&#246;ffentlicht hat. Danach sind immer mehr Internetnutzer bereit, f&#252;r kulturelle Inhalte im Internet Geld zu <a href="http://fachmedien.net/2010/04/wachsende-zahlungsbereitschaft-fuer-qualitaetsjournalismus-im-web/">zahlen</a>. Insbesondere f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus w&#252;rden fast 40 Prozent der Online-Nutzer Geld ausgeben, wenn hochwertige Artikel nicht mehr gratis verf&#252;gbar w&#228;ren.</p>
<p>Web-Inhalte, das zeigt diese Studie und das zeigen auch die zunehmenden entgeltlichen Angebote im Netz, d&#252;rfen also durchaus etwas kosten. Es gibt hierf&#252;r einen Markt, der gerade erst entsteht.</p>
<p>Ein Markt, der zu neuen innovativen Inhalten und neuen Gesch&#228;ftsmodellen f&#252;hrt; ein Markt, der Arbeitspl&#228;tze sichert und schafft und der f&#252;r den Erhalt der erforderlichen Medienpluralit&#228;t unabdingbar ist; aber er befindet sich noch in den Kinderschuhen und darf deshalb nicht unn&#246;tig gest&#246;rt werden. Marktverzerrungen m&#252;ssen deshalb vermieden werden. Und genau eine solche Marktverzerrung bewirken vermeintlich kostenlose Angebote geb&#252;hrenfinanzierter &#246;ffentlich-rechtlicher Anstalten. Deshalb ist der Wind um die Tagesschau-App mehr als verst&#228;ndlich &#8211; und gerechtfertigt.</p>
<p>Niemand will dem &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk die Verbreitung ihrer Rundfunkangebote &#252;ber das Internet verbieten. Doch der Blick auf eine freiheitliche und qualitativ wie quantitativ vielf&#228;ltige Medienlandschaft einerseits und einen <strong>auftragsgem&#228;&#223;en und zur&#252;ckhaltenden Umgang mit unseren Geb&#252;hrenmilliarden</strong> andererseits gebietet, dass die &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihren Kernauftrag erf&#252;llen: hochwertige Rundfunkprogramme anzubieten; nicht mehr, aber auch nicht weniger.</p>
<p><em>Hans-Joachim Otto ist Bundestagsabgeordneter, Vorsitzender der FDP-Kommission f&#252;r Internet und Medien und Parlamentarischer Staatssekret&#228;r beim Bundesminister f&#252;r Wirtschaft und Technologie. </em></p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in der in der Zeitschrift &#8220;Print&#8221; des LOBBYVERBANDS Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).</em>
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		<title>Ole von Beusts &#196;u&#223;erungen zu Tagesschau.de sind Medienjournalismus-Ente</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klarstellung aus der Senatskanzlei: Ole von Beust hat sich nicht zum Drei-Stufen-Test von tagesschau.de ge&#228;u&#223;ert. Es sei nur die App gemeint gewesen. Unterdessen hat "Werben und Verkaufen" die betreffende Meldung ohne Richtigstellung gel&#246;scht.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/e0f48874f651429297ed6d2b442b2e1d" alt="" width="1" height="1" /> Bei den j&#252;ngsten medienpolitischen &#196;u&#223;erungen von Hamburgs B&#252;rgermeister Ole von Beust (CDU) handelt es sich um eine Medienjournalismus-Ente. Das Magazin &#8220;Werben &amp; Verkaufen&#8221; (WUV) hatte <a href="http://www.zak.de/ueberregional/4769/Muenchen-Hamburg-Ole-von-Beust-sieht-bei-tagesschaude-Ausbau-keinen-Verstoss">vermeldet</a>,  die Vorlage des NDR-Rundfunkrates zu Tagesschau.de versto&#223;e aus Sicht des B&#252;rgermeisters &#8220;nicht    gegen den Rundfunkstaatsvertrag&#8221;. Diese Darstellung ist unzutreffend und basiert auf einer Kommunikationspanne zwischen Senatssprecherin Kristin Breuer und dem Autor des WUV-Textes.</p>
<p>Kristin Breuer (<a href="http://twitter.com/kbwhatsnew">@kbwhatsnew</a>) erkl&#228;rte gegen&#252;ber <em>Carta</em>: Es sei nicht ihre Absicht gewesen, sich zum Drei-Stufen-Test von Tagesschau.de zu &#228;u&#223;ern. Sie habe nach ihrem Verst&#228;ndnis mit WUV ausschlie&#223;lich &#252;ber die Tagesschau-App und die diesbez&#252;gliche Kritik des Verbands der Zeitschriftenverleger (VDZ) gesprochen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei dem Schreiben an den VDZ ging es ausschlie&#223;lich um die Debatte um die geplante Tagesschau-App und nicht um das laufende Drei-Stufen-Test-Verfahren zu Tagesschau.de. <strong>Keinesfalls habe ich mich auf die Beschlussvorlage bezogen, die uns n&#228;mlich gar nicht vorliegt</strong>. Grunds&#228;tzlich gilt: Alle neuen Angebote der ARD m&#252;ssen sich im Rahmen des Rundfunkstaatsvertrages bewegen. Neue Angebote m&#252;ssen dann bewertet werden, wenn sie vorliegen. So lange bestehende Angebote &#252;ber neue technische Vertriebskan&#228;le verbreitet werden, gibt es nach unserer Ansicht keinen Versto&#223; gegen den Rundfunkstaatsvertrag.&#8221;</p></blockquote>
<p>WUV hat den fraglichen Bericht inzwischen kommentarlos von der <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/medien/tagesschau_de_kein_veto_von_ole_von_beust">Seite</a> gel&#246;scht und auch keine Richtigstellung ver&#246;ffentlicht. Die Nachrichtenagentur ddp <a href="http://de.news.yahoo.com/17/20100217/ten-ole-von-beust-sieht-bei-tagesschau-d-e3d3a04.html">&#252;bernahm</a> die angeblichen von Beust-&#196;u&#223;erungen ohne weitere Pr&#252;fungen. Das Hamburger Abendblatt schrieb gleich einen <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1387720/Einmischung-aus-dem-Rathaus.html">Kommentar</a> (&#8220;Von Beust mischt sich mit seiner Wortmeldung in ein laufendes Verfahren ein.&#8221;). Die FDP ver&#246;ffentlichte eine <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&amp;n_firmanr_=111473&amp;sektor=pm&amp;detail=1&amp;r=400698&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0&amp;profisuche=1">Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Sie alle taten dies offenbar, ohne sich im B&#252;ro des B&#252;rgermeisters r&#252;ckzuversichern, ob seine &#196;u&#223;erungen in dieser komplexen Materie &#252;berhaupt richtig wiedergegeben wurden. Gerade einmal zwei kleine Fachmedien haben bislang nach Auskunft der Senatskanzlei nachgefragt, ob denn das alles so stimmen k&#246;nne.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23136&amp;md5=b908f62e3da4b8e6486dd3e980314dcf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>NDR-Rundfunkrat: Keine zus&#228;tzliche Pr&#252;fung f&#252;r Tagesschau-App erforderlich</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 18:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der NDR-Runfunkrat stellt sich offenbar gegen Staatssekt&#228;r Martin Stadelmaier und h&#228;lt die Tagesschau-App nicht f&#252;r pr&#252;fungsrelevant.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/babbe838564449c5aabcc15a154614a5" alt="" width="1" height="1" />Nach Auffassung des NDR-Rundfunkrates sind keine zus&#228;tzlichen Pr&#252;fungen vor Einf&#252;hrung einer Tagesschau-App f&#252;r das iPhone erforderlich. Eine &#8220;App&#8221; sei kein neues Angebot und m&#252;sse daher in den laufenden Drei-Stufen-Tests nicht eigenst&#228;ndig behandelt werden, erkl&#228;rte die NDR-Rundfunkratsvorsitzende Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock gegen&#252;ber <em>Carta</em>.</p>
<blockquote><p>Kerssenbrock: &#8220;Ein neues oder ver&#228;ndertes Angebot in Form einer Applikation würde nur dann vorliegen, wenn dessen Inhalte von Tagesschau.de abweichen würden und somit auch im Telemedienkonzept nicht beschrieben w&#228;ren.</p>
<p>Kein Politiker, kein Verleger, keine EU-Kommission und kein Intendant kann die technische Entwicklung von morgen vorhersagen. Alle technischen Verbreitungsplattformen stehen dem &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk verfassungsrechtlich abgesichert offen. Der Drei-Stufen-Test hat technikneutral zu erfolgen. Allein Zielgruppe, Inhalt, Ausrichtung und Verweildauer dürfen entscheidungsrelevant sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zuvor hatte Martin Stadelmaier (SPD), Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und damit Chefkoordinator der Rundfunkpolitik der L&#228;nder, in einer <a href=" http://www.rlp.de/no_cache/aktuelles/presse/einzelansicht/archive/2010/january/article/klarstellung-1/">Pressemitteilung</a> den vorsichtigen Hinweis gegeben, dass die Beschreibung einer App als &#8220;eine Software f&#252;r bestimmte portable Ger&#228;te&#8221; wohl besser auch im Pr&#252;fkonzept von Tagesschau.de genannt worden w&#228;re. <em>Zeit Online</em> <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-01/tagesschau-app-stadelmaier">schreibt</a>: &#8220;Wie Stadelmaier <em>Zeit Online</em> nochmals best&#228;tigte, seien sogenannte Apps ein neuer Verbreitungsweg, der als Teil eines Telemedienkonzeptes pr&#252;fungsrelevant sei.&#8221;</p>
<p>Der NDR-Rundfunkrat vertritt hingegen nun die Auffassung, dass eine App als zus&#228;tzliche Verbreitungsplattform nicht zus&#228;tzlich gepr&#252;ft werden m&#252;sse. Entweder ist das Rundfunkrecht absurd komplex &#8211; oder hier liegt tats&#228;chlich ein Konflikt vor.</p>
<p><a href="http://de-de.facebook.com/people/Dagmar-Grafin-Kerssenbrock/100000227883102">Kerssenbrock</a> ist auch <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/landtagswahl_schleswig_holstein_2009/kandidaten/kandidaten152.html?kid=338">CDU-Politikerin</a>. Ihr Parteikollege und Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte gegen&#252;ber dem <em>Spiegel</em> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,669058,00.html">erkl&#228;rt</a>: &#8220;Der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk sollte mit Gratisangeboten f&#252;r das iPhone nicht unn&#246;tig neue Gesch&#228;ftsmodelle der privaten Anbieter gef&#228;hrden. Das ist ein St&#252;ck weit auch unabh&#228;ngig von der Frage, ob dies die entsprechenden Staatsvertr&#228;ge zulassen oder nicht, eine Frage der Vernunft und des Umgangs miteinander.&#8221;</p>
<p>War die App zu Anfang vor allem ein Thema f&#252;r das <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/handy-und-telefon/2009/12/24/parteien-kritik/politiker-kritisieren-tagesschau-apps.html">Feiertagstheater</a>, so wird nun bereits bei dieser Marginalie deutlich: Der 12. Rundfunkstaatsvertrag, der den &#246;ffentlich-rechtlichen Online-Auftrag regeln soll, bringt nicht die Abgrenzung und die Klarheit, die die Politik versprochen hat. Es gibt weder Klarheit &#252;ber den Auftrag noch &#252;ber die Verfahren. Und dies ist erst der Anfang der Diskussion &#252;ber die Ergebnisse der Drei-Stufen-Tests.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=21221&amp;md5=d9d111a67b6540137342be0180457241" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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