<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Schleichwerbung</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/schleichwerbung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Schleichwerbesumpf in der Blogger-Szene</title>
		<link>http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/</link>
		<comments>http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 17:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=37538</guid>
		<description><![CDATA[Der deutschen Blogger-Szene droht Ungemach, orakelt Meedia unter Berufung auf Sascha Pallenberg, der ein Schleichwerbe-Netzwerk entlarven will, in das angeblich rund 100 Blogs involviert sind. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mittelpunkt des Vorgangs steht offenbar eine deutsche Internetfirma, die f&#252;r gro&#223;e Unternehmen Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreibt, schreibt <strong><a href="http://meedia.de/details-topstory/article/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene_100032816.html?tx_ttnews[backPid]=911&amp;cHash=7eaf86ab56">Meedia</a></strong>. Um ihren Kunden mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen wie Google bieten zu k&#246;nnen, ist wohl einer gr&#246;&#223;eren Zahl von Bloggern angeboten worden, gegen Entgelt Artikel &#252;ber bestimmte Produkte oder Unternehmen zu verfassen und darin ganz bestimmte Links und Keywords zu verwenden.</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/01/auszug.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-37541" title="E-Mail Auszug" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/01/auszug-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" /></a>Der Vorgang klingt plausibel, nicht zuletzt weil auch der Autor dieser Zeilen f&#252;r sein eigenes <a href="http://www.bwlzweinull.de">Blog</a> ein solches Angebot per E-Mail erhalten (aber nicht weiter beachtet) hat. Tats&#228;chlich k&#246;nnen Links aus Blogs den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank">PageRank</a> von anderen Websites positiv beeinflussen, insbesondere wenn diese Blogs selbst &#252;ber einen guten PageRank verf&#252;gen. Auf die Enth&#252;llungen von <a href="http://twitter.com/#!/sascha_p/status/28399156393410560">Sascha Pallenberg</a> darf man deshalb gespannt sein.</p>
<p>Ob der Skandal aber wirklich zum &#8220;Tsunami der deutschen Blogosph&#228;re&#8221; wird, ist noch nicht sicher: Die involvierten Blogs d&#252;rften alle aus der zweiten oder dritten Reihe stammen und relativ unbekannt sein, so dass sich die &#246;ffentliche Aufregung auch in Grenzen halten k&#246;nnte.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37538%2Fschleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37538%2Fschleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/">Schleichwerbesumpf in der Blogger-Szene</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/#comments">33 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37538&amp;md5=f826ed5d917a044afba5ab8946d6c4b9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/37538/schleichwerbesumpf-in-der-blogger-szene/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>33</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf dem Weg zum Dauerwerbe-Internet</title>
		<link>http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/</link>
		<comments>http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 16:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Leisegang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Virales Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=37430</guid>
		<description><![CDATA[Traditionell hat YouTube zu Jahresbeginn einen R&#252;ckblick auf die erfolgreichsten "YouTube ads of 2010" ver&#246;ffentlicht. An der Spitze steht - wenig &#252;berraschend - das Old-Spice-Video "The Man Your Man Could Smell Like". Derartige Werbevideos geh&#246;ren heute zum Internet wie das "www". Welche Folgen aber hat das Virale Marketing f&#252;r die "digitale &#214;ffentlichkeit" und die Kommunikation im Netz?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den <strong>&#8220;klassischen&#8221; Printmedien</strong> ist Werbung f&#252;r den Verbraucher in der Regel klar als solche erkennbar. Das Label &#8220;Anzeige&#8221;  trennt – bei funktionierender Selbstkontrolle unabh&#228;ngiger Medien – den k&#228;uflichen vom unverk&#228;uflichen Teil der Druckseiten. Daraus folgt auch, dass Schleichwerbung hierzulande grunds&#228;tzlich unzul&#228;ssig ist.</p>
<p>Das kommerzielle Werben <strong>in die Privatsph&#228;re hinein</strong> ist zudem noch weitaus strenger reglementiert. Beispielsweise ist Telefonwerbung, die ohne vorheriges Einverst&#228;ndnis des Verbrauchers erfolgt, seit Mitte 2009 strikt untersagt, um die Bel&#228;stigung durch Anrufe von Call-Centern zu unterbinden. Bei einem Versto&#223; droht den Unternehmen eine Geldbu&#223;e bis zu 50.000 Euro.</p>
<p>Wie aber sieht es im Internet aus? Hier hat sich der kommerzielle Kundenfang in eine nur <a href="http://www.spreeblick.com/2011/01/18/jetzt-mit-modernster-technologie-gezielt-an-mir-vorbei-werben/">schwer zu kontrollierende Plage</a> entwickelt. Der allgegenw&#228;rtigen Reklame m&#252;ssen sich die Nutzer zudem mit eigenen Mitteln erwehren &#8211; gleich ob sie privat oder &#246;ffentlich kommunizieren: Adblocker unterdr&#252;cken aufdringliche Werbebanner und hinterh&#228;ltige Layer Ads; Spamfilter verbannen einen Gro&#223;teil &#8220;sexueller Akt*ivitaeten&#8221; aus der privaten Inbox.</p>
<p><strong>Vor einer bestimmten Art der Werbung k&#246;nnen sich die Nutzer allerdings nur schwerlich sch&#252;tzen: viralen Werbevideos.</strong> Im Gegenteil: Sie wirken an der Verbreitung dieser zumeist unterhaltsamen Filmchen aktiv mit.</p>
<p>Erst vor wenigen Tagen hat YouTube einen R&#252;ckblick auf die besten <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2011/01/ad-your-ads-could-look-like-looking.html">&#8220;YouTube ads of 2010&#8243;</a> ver&#246;ffentlicht. An der Spitze steht &#8211; wenig &#252;berraschend &#8211; das sensationell erfolgreiche Old-Spice-Video &#8220;The Man Your Man Could Smell Like&#8221;. &#220;ber 25 Millionen Nutzer klickten das Video mit dem ehemaligen NFL-Spieler Isaiah Mustafa allein 2010 an. Die rasante Verbreitung des Videos lie&#223; die Verkaufszahlen der einst angestaubten <a href="http://www.oldspice.com/">Herrenpflegeserie</a> rasant in die H&#246;he schnellen.</p>
<p><object style="width: 320px; height: 205px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="205" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/owGykVbfgUE?fs=1&amp;hl=de_DE" /><embed style="width: 320px; height: 205px;" type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="205" src="http://www.youtube.com/v/owGykVbfgUE?fs=1&amp;hl=de_DE"></embed></object></p>
<p>Wie aber erkl&#228;rt sich der Erfolg solcher Viral-Marketing-Kampagnen?</p>
<p><strong>Zum Ersten</strong> entlassen die Marketingabteilungen ihre Werbeviren gezielt in jene Kan&#228;le, die die meisten von uns inzwischen zur allt&#228;glichen Kommunikation verwenden: Facebook, Twitter und YouTube. Gerade Soziale Netzwerke bieten den idealen N&#228;hrboden, Werbebotschaften &#8220;viral&#8221;, wie Viren, innerhalb k&#252;rzester Zeit von einem Nutzer zum anderen zu &#252;bertragen.</p>
<p><strong>Ein zweiter Grund</strong> f&#252;r den Erfolg: Bei diesen Werbefilmen versagen herk&#246;mmliche Filtersysteme. Fraglich ist zudem, ob die Mehrheit der Internetnutzer die Videos ausblenden w&#252;rde, selbst wenn sie es k&#246;nnten. Denn die Kurzfilme werden <strong>drittens</strong> h&#228;ufig auf Empfehlung von Freunden, Kollegen und Bekannten weitergeleitet, auch weil &#8211; <strong>last but not least</strong> – die jeweilige Produktempfehlung durch den humorvollen, erotischen oder einfach auch nur kreativen Inhalt subtil in den Hintergrund ger&#252;ckt wird.</p>
<p>Der Erfolg im Netz geht inzwischen auch zu Lasten herk&#246;mmlicher Werbung &#8211; sehr zum Verdruss bisheriger Werbepartner. Volkswagen setzt bereits heute bisweilen voll und ganz auf das Social Web. Erstmals stellte der Wolfsburger Autobauer im vergangenen Jahr den neuen Polo-GTI im Rahmen der Kampagne <a href="http://www.facebook.com/volkswagen">„Fast Lane — Driven by Fun“</a> ausschlie&#223;lich auf Facebook vor. In dem dazugeh&#246;rigen Werbevideo ist das angepriesene Automodell gar nicht zu sehen. &#220;berhaupt: Erst am Ende des Films erschlie&#223;t sich Herkunft und ungef&#228;hrer Zweck der gutgelaunten Botschaft.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="205" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/W4o0ZVeixYU?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="205" src="http://www.youtube.com/v/W4o0ZVeixYU?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bisweilen kann solche – buchst&#228;blich mysteri&#246;se – Werbung auch f&#252;r kalkuliertes Entsetzen sorgen: Im Herbst vergangenen Jahres tauchte bei Chatroulette ein Video auf, das eine vermeintlich freiz&#252;gige Frau zeigte, die sich &#8211; statt zu entkleiden &#8211; pl&#246;tzlich in eine furchteinfl&#246;&#223;ende D&#228;monin verwandelte. Entsprechend gro&#223; fiel der Schock bei den zumeist m&#228;nnlichen Gespr&#228;chspartnern aus. Dabei k&#252;ndigte der kurze Einspieler nur einen neuen Horrorfilm, &#8220;Der letzte Exorzismus&#8221;, an.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="205" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dSknjyRdDVY?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="205" src="http://www.youtube.com/v/dSknjyRdDVY?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>So unterhaltsam dies Form der Produktwerbung auch sein mag &#8211; fragw&#252;rdig ist, dass sie ohne Folgen f&#252;r die &#8220;digitale &#214;ffentlichkeit&#8221; und die Kommunikation im Internet bleibt.</strong></p>
<p>Tats&#228;chlich stellt virales Online-Marketing, da es ohne Unterschied auf s&#228;mtliche Kommunikationskan&#228;le zugreift, ein m&#228;chtiges, zugleich aber ebenso <strong>beunruhigendes Instrument</strong> dar. Denn im Zuge der kommerziellen Verseuchung &#8220;digitaler &#214;ffentlichkeit&#8221; wandelt sich nach und nach der Kontext unseres gesamten Kommunikationsverhaltens.</p>
<p>In dem zunehmenden <strong>St&#246;rfeuer latenter Werbebotschaften</strong> stellt die Einhegung der Reklame und damit die Filterung relevanter Informationen eine zusehends gr&#246;&#223;ere Herausforderung dar. Die Camouflage-Werbung fordert dem Nutzer <strong>weitaus gr&#246;&#223;ere hermeneutische Leistungen</strong> ab, als beispielsweise das private Telefongespr&#228;ch. Schon heute sind wir gezwungen, unentwegt die &#8220;lebensweltlichen&#8221; von den kommerziellen Botschaften zu unterscheiden, um die f&#252;r uns unmittelbar relevanten Nachrichten aus dem Gespr&#228;chsstrom herausfiltern zu k&#246;nnen.</p>
<p>In Folge dessen drohen &#246;konomische Interessen unser Selbstverst&#228;ndnis wie auch die Wahrnehmung des Gegen&#252;ber zu okkupieren und nachhaltig zu ver&#228;ndern. <strong>Kurzum: Am Ende d&#252;rfte sich nicht weniger als unser gesamter Kommunikationskontext grundlegend wandeln. </strong>Denn die allgegenw&#228;rtigen, unterschwelligen Werbebotschaften f&#252;hren dazu, dass wir uns im Netz – selbst in geschlossenen, virtuellen Freundeskreisen – zunehmend weniger als <strong>Homme</strong> oder <strong><a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Citoyen">Citoyen</a></strong> begreifen, sondern mehr und mehr als <strong>Consommateur</strong> verstehen – und als solche interagieren.</p>
<p>Nutznie&#223;er dieser konsumtiven Durchdringung der Kommunikation w&#228;ren jedoch ausschlie&#223;lich die werbenden Unternehmen. Die &#8220;digitale &#214;ffentlichkeit&#8221;, verstanden als soziale Handlungssph&#228;re, br&#228;che hingegen bereits auseinander, bevor sie sich &#252;berhaupt voll entfalten konnte.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Lesen Sie dazu auch: </em><a href="http://carta.info/36671/youtube-und-die-jogginghosen-gang-eine-weihnachtsgeschichte/"><em>YouTube und die Jogginghosen-Gang</em></a>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37430%2Fauf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F37430%2Fauf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/">Auf dem Weg zum Dauerwerbe-Internet</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/#comments">15 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37430&amp;md5=01ef5c7a612dbcad327ee1705c1eb4b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/37430/auf-dem-weg-zum-dauerwerbe-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie das Wirtschaftsministerium INSM-nahe Projekte f&#246;rdert</title>
		<link>http://carta.info/24029/wirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf/</link>
		<comments>http://carta.info/24029/wirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Investigativer Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswirtschaftsministerium]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[INSM]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Brüderle]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=24029</guid>
		<description><![CDATA[Das Ministerium von Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle (FDP) hat ein Projekt gef&#246;rdert, an dem der F&#246;rderverein der umstrittenen Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beteiligt ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die INSM wurde 2005 bekannt, als herauskam, dass sie f&#252;r 58.670 Euro <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbe-Dialoge in der ARD-Serie „Marienhof“</a> gekauft hatte. Die im Jahr 2000 gegr&#252;ndete, marktliberale Lobbyorganisation wirbt vehement f&#252;r Steuersenkungen, Privatisierungen und mehr „Eigenverantwortung“ in der Sozialpolitik. Finanziert wird sie von den Arbeitgeberverb&#228;nden der Metall- und Elektroindustrie. Vergangenen Herbst bekam die Lobbyinitiative Probleme mit dem Norddeutschen Rundfunk und der Zeitschrift „Neon“, weil sie <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/551/483001/text/" target="_blank">behauptet</a> hatte, die beiden Medien w&#252;rden &#252;ber eine ihrer Kampagnen berichten.</p>
<p>Das Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Technologie (BMWi) best&#228;tigte auf Anfrage, ein Projekt mit dem Namen <a href="http://www.juniorprojekt.de/" target="_blank">„Junior“</a> finanziell unterst&#252;tzt zu haben. Tr&#228;ger des Projekts ist die Institut der deutschen Wirtschaft Junior gGmbH, eine Tochtergesellschaft des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das seinen Sitz bis vor einiger Zeit am Gustav-Heinemann-Ufer 84–88 in K&#246;ln hatte. <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Unter der selben Adresse</a> hatte bis zu ihrem Umzug in ihr neues B&#252;ro in Berlin, den die INSM letzte Woche Dienstag feierte, auch die INSM ihren Sitz. Der Direktor des IW, Michael H&#252;ther, ist <a href="http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html" target="_blank">Mitglied des Kuratoriums der INSM</a>.</p>
<p>Bei dem 1994 gegr&#252;ndeten „Junior“-Projekt sollen Jugendliche unter dem Motto „Sch&#252;ler als Manager“ im Rahmen von Planspielen lernen, wie Unternehmer zu handeln. Das Projekt verfolgt laut einer Projektbescheibung als Ziel, „Einblicke in die soziale Marktwirtschaft“ zu geben.</p>
<p>Das Wirtschaftsministerium best&#228;tigte, dass die Gesamtzuwendung f&#252;r das Projekt „Junior“ auch entsprechende Teilbetr&#228;ge f&#252;r das ebenfalls von der Institut der deutschen Wirtschaft Junior gGmbH getragene Projekt „Junior-Kompakt“ beinhaltete. „Junior-Kompakt“ wird laut einer <a href="http://www.juniorprojekt.de/data/junior-kompakt/Projektbeschreibung%20Internet.pdf" target="_blank">Projektbeschreibung</a> direkt vom „<a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=3&amp;ved=0CA8QFjAC&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.ruhrbarone.de%2Fein-experiment-wen-nimmt-der-insm-forderverein-auf%2F&amp;rct=j&amp;q=carta+insm&amp;ei=K4qXS4P2EsiI4QbbgMnxCg&amp;usg=AFQjCNG-pEWOgb8HqJkkGhRmuuoCGLqI2g" target="_blank">F&#246;rderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V.</a> unterst&#252;tzt“. Eine weitergehende Aufschl&#252;sselung, wieviel der „Junior“-F&#246;rderung an „Junior-Kompakt“ floss, sei „aufgrund der Wahrung von Betriebs- und Gesch&#228;ftsgeheimnissen“ nicht m&#246;glich, so Sarah Schneid aus der Pressestelle des Bundeswirtschaftministeriums.</p>
<p>F&#246;rderer des „Junior“-Projekts ist neben dem Bundeswirtschaftsministerium auch das „Handelsblatt“. Dessen Chefredakteur, <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;ved=0CAYQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.oppong.eu%2Fmediapool%2F65%2F653900%2Fdata%2Fjunge_Welt_Handelsblatt_INSM_Ziesemer_Huether.pdf&amp;rct=j&amp;q=ziesemer+insm&amp;ei=xIeXS-u4IY6G4gba2OTwCQ&amp;usg=AFQjCNEixCLInn-2lsqBMbETXPVajEAF9w">Bernd Ziesemer, moderierte im Juni 2009 eine Veranstaltung der INSM</a> mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die wiederum Teilnehmer des „Junior“-Projekts empfing. Der INSM-Kuratoriumsvorsitzende und fr&#252;here Bundesbank-Chef Hans Tietmeyer, der auch <a href="http://www.insm.de/insm/Community/Foerderverein/Mitglieder-des-Foerdervereins.html" target="_blank">Mitglied des INSM-F&#246;rdervereins</a> ist, hatte zeitweilig eine eigene Kolumne im „Handelsblatt“. Der IW-Direktor, Michael H&#252;ther, hat aktuell eine eigene Kolumne im „Handelsblatt“.</p>
<p>Wie aus F&#246;rderdaten des Bundes hervorgeht, erh&#228;lt das „Junior“-Projekt vom Br&#252;derle-Ministerium f&#252;r den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 eine F&#246;rdersumme in H&#246;he von 500.000 Euro. In der Vergangenheit erfolgte die F&#246;rderung des „Junior“-Projekts aus einem Titel des Bundeswirtschaftsministeriums, der die „allgemeine und konzeptionelle Beratung“ von kleinen und mittelst&#228;ndischen Unternehmern (KMU) sowie die „Information und Schulung von KMU und Existenzgr&#252;ndern“ beinhaltet. Seit 2009 erfolgt sie aus dem Titel „Innovative Unternehmensgr&#252;ndungen“. Grund daf&#252;r sei eine „Organisations&#228;nderung des BMWi“, so die BMWi-Sprecherin Schneid.</p>
<p>Als die INSM am Dienstag ihr neues B&#252;ro in Berlin er&#246;ffnete, hielt Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle h&#246;chstpers&#246;nlich ein Gru&#223;wort. Vor rund 300 geladenen G&#228;sten, darunter der Bundestags-Vizepr&#228;sident Hermann Otto Solms (FDP), ermutigte Br&#252;derle dort die INSM, „sich weiter k&#228;mpferisch f&#252;r notwendige Reformen der sozialen Marktwirtschaft einzusetzen“. An die Adresse des neuen INSM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrers Hubertus Pellengahr sagte Br&#252;derle: <a href="http://www.insm-tagebuch.de/2010/03/03/insm-eroffnet-buro-in-berlin-bruderle-kampfen-sie-weiter/" target="_blank">„Bleiben Sie hart und k&#228;mpfen Sie weiter”</a>. Br&#252;derle ist zusammen mit dem IW-Direktor H&#252;ther auch Unterzeichner eines <a href="http://www.insm.de/insm/Aktionen/INSM-Kampagnen/Innovationsappell.html" target="_blank">„Innovationsappells“</a> der INSM. Sein Konterfei ziert zudem eine <a href="http://www.insm.de/insm/Aktionen/INSM-Anzeigen/INSM-Aufruf-Nein-zum-Reform-Rueckschritt.html" target="_blank">Anzeige der INSM</a> mit dem Titel „Nein zum <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Reform</a>-R&#252;ckschritt!“.</p>
<p>Das „Referat IIC2“ im Bundeswirtschaftsministerium, das f&#252;r die F&#246;rderung des „Junior“-Projekts zust&#228;ndig ist, geh&#246;rt zu den Abteilungen des BMWi-Staatssekret&#228;rs <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Ministerium/Minister-und-Staatssekretaere/Beamtete-Staatssekretaere/bernhard-heitzer,did=319292.html" target="_blank">Bernhard Heitzer</a>. Der Beamte war pers&#246;nlicher Referent von Martin Bangemann (FDP) und im September 2008 ebenfalls bei der INSM zu Besuch. Dort <a href="http://archiv.insm.de/Downloads/INSM_Initiative_Express_02_08web.pdf" target="_blank">kritisierte</a> er den gesetzlichen Mindestlohn, den die INSM ebenfalls vehement ablehnt.</p>
<p>Das „Junior“-Projekt wurde im vergangenen Jahr vom BMWi mit 260.000 Euro gef&#246;rdert. Nach dem Regierungsantritt der schwarz-gelben Koalition erh&#228;lt das Projekt mit 500.000 Euro in diesem Jahr fast doppelt soviel Steuergelder. „Die F&#246;rderung von Unternehmergeist an den Schulen ist ein Schwerpunkt der <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gruenderland-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank">Initiative &#8216;Gr&#252;nderland Deutschland&#8217;</a>. Hierzu sollen Initiativen wie Junior weiter ausgebaut und gest&#228;rkt werden“, erkl&#228;rt das Bundeswirtschaftsministerium. Ein Zusammenhang zwischen den Besuchen Br&#252;derles und Heitzers bei der INSM und der F&#246;rderung des „Junior“-Projekts durch das Wirtschaftsministerium bestehe nicht.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F24029%2Fwirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F24029%2Fwirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/24029/wirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf/">Wie das Wirtschaftsministerium INSM-nahe Projekte f&#246;rdert</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/24029/wirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf/#comments">5 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24029&amp;md5=127936633035db138ec52e3e24d9e74f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/24029/wirtschaftsministerium-initiative-neue-soziale-marktwirtschaf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
<enclosure url="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" length="8905568" type="video/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>ARD-B&#246;rsenfrau Anja Kohl moderiert auch f&#252;r DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie</title>
		<link>http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/</link>
		<comments>http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2009 19:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Investigativer Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Atom]]></category>
		<category><![CDATA[Börse]]></category>
		<category><![CDATA[Landesbank]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbying]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9595</guid>
		<description><![CDATA[
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubw&#252;rdig sein. Jede &#246;ffentliche Werbung, jede Nebent&#228;tigkeit f&#252;r eine Firma f&#228;rbt auf ihr Image ab.

Dies gilt auch f&#252;r die ARD-B&#246;rsenmoderatorin Anja Kohl, die vor der 20-Uhr-Tagesschau in der "B&#246;rse im Ersten", im ARD-Morgen- und Mittagsmagazin und in den "Tagesthemen" aus der Frankfurter B&#246;rse berichtet. Neben ihrer T&#228;tigkeit als Wirtschaftsjournalistin ist Kohl regelm&#228;&#223;ig selbst f&#252;r die Privatwirtschaft t&#228;tig.

So moderierte sie im September 2008 eine "festliche Gala" zur Verleihung des "Deutschen PR-Preises" und des "Deutschen Image Awards" im Kurhaus in Wiesbaden. Die Veranstaltung wurde von Firmen wie Adidas, Bayer oder Metro mitfinanziert – allesamt DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls B&#246;rsenberichterstattung in der ARD sind.

In den Jahren 2007 und 2008 moderierte Kohl die Jahresveranstaltungen der "Initiative Ener­gieeffizienz" der Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall und der Deutsch]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7f1edc9ebc334fbb31cef116c200e2" alt="" width="1" height="1" /><br />
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubw&#252;rdig sein. Jede &#246;ffentliche Werbung, jede Nebent&#228;tigkeit f&#252;r eine Firma f&#228;rbt auf ihr Image ab.</p>
<p>Dies gilt auch f&#252;r die ARD-B&#246;rsenmoderatorin Anja Kohl, die vor der 20-Uhr-Tagesschau in der &#8220;B&#246;rse im Ersten&#8221;, im ARD-Morgen- und Mittagsmagazin und in den &#8220;Tagesthemen&#8221; aus der Frankfurter B&#246;rse berichtet. Neben ihrer T&#228;tigkeit als Wirtschaftsjournalistin ist Kohl regelm&#228;&#223;ig selbst f&#252;r die Privatwirtschaft t&#228;tig.</p>
<p>So moderierte sie im September 2008 eine &#8220;festliche Gala&#8221; zur Verleihung des &#8220;Deutschen PR-Preises&#8221; und des &#8220;Deutschen Image Awards&#8221; im Kurhaus in Wiesbaden. Die Veranstaltung wurde <a href="http://www.der-deutsche-pr-preis.de/" target="_blank">von Firmen wie Adidas, Bayer oder Metro mitfinanziert</a> – allesamt DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls B&#246;rsenberichterstattung in der ARD sind.</p>
<p>In den Jahren 2007 und 2008 moderierte Kohl die Jahresveranstaltungen der &#8220;Initiative Ener­gieeffizienz&#8221; der Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall und der <a href="http://www.dena.de/infos/ueber-uns/" target="_blank">Deutschen Energie-Agentur (DENA)</a>, die zur H&#228;lfte der KfW-Bankengruppe, der Allianz, der Deutschen Bank sowie der DZ Bank geh&#246;rt. F&#252;r den &#8220;Informationskreis Kernenergie&#8221; <a href="http://www.atomwirtschaft.de/r2/de/Veranstaltungen/Forum_in_Berlin/Artikel/2008-10-15.php" target="_blank">moderierte</a> Kohl im Oktober 2008 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel &#8220;Kernenergie in Deutschland: Ungeliebt, aber n&#246;tig?&#8221;. Mitglieder des <a href="http://www.kernenergie.de/r2/de/" target="_blank">&#8220;Informationskreises Kernenergie&#8221;</a> sind die Kernkraftwerksbetreiber <a href="http://oppong.eu/mediapool/65/653900/data/junge_Welt_EU-Gelder_fuer_RWE_Osteuropa_Atom_Tacis_Marvin_Oppong.pdf" target="_blank">RWE</a> Power AG, E.on Kernkraft GmbH, EnBW AG, Vattenfall Europe AG und die im Nuklearbereich aktive Siemens Power Generation. Der &#8220;Informationskreis&#8221; firmiert unter derselben Adresse wie die &#8220;Kerntechnische Gesellschaft&#8221; und die Lobbyeinrichtung &#8220;Deutsches Atomforum&#8221;. Das Atomforum wurde vom Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz kritisiert, weil es im Noveber 2007 behauptet hatte, in Deutschland gebe es einen geeigneten Enlagerstandort f&#252;r hochradioakive Abf&#228;lle. (Mehr &#252;ber die &#8220;Kerntechnische Gesellschaft&#8221; erf&#228;hrt man auch <a href="http://www.zeit.de/2008/17/Atomlobby" target="_blank">in diesem Zeit-Artikel</a>).</p>
<p><a href="http://www.heuer-dialog.de/downloads/10200_engl.pdf" target="_blank">Im Jahr 2007 &#252;bernahm Kohl eine Moderation beim Mittelstandsforum Hessen</a>, zu dessen Mitveranstaltern unter anderem die KfW, die HypoVereinsbank und die IKB Deutsche Industriebank z&#228;hlen. Im Februar dieses Jahres moderierte Kohl auf dem Immobilienkongress &#8220;Quo Vadis&#8221; in Berlin. Partner und Mitfinanziers des dreit&#228;gigen Kongresses, bei dem die Teilnahme 2490 Euro zuz&#252;glich Mehrwertsteuer kostete, waren unter anderem die zu den Sparkassen und Landesbanken geh&#246;rende Deka Immobilien und die Immobilient&#246;chter der angeschlagenen Landesbanken Baden-W&#252;rttemberg (LBBW Immobilien) und der WestLB (WestImmo).</p>
<p>Im Jahr 2005 moderierte Kohl eine Podiumsdiskussion im Rahmen des sogenannten Bad D&#252;rkheimer Gespr&#228;chs, zu dem regelm&#228;&#223;ig der <a href="http://www.ivn.de/41.html" target="_blank">Verein der Industrieverb&#228;nde Neustadt an der Weinstra&#223;e</a> einl&#228;dt. Der Zusammenschlu&#223;, dem auch der Verband der Pf&#228;lzischen Metall- und Elektroindustrie angeh&#246;rt, <a href="http://www.ivn.de/index.php?id=25&amp;type=123&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=38&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=32&amp;cHash=1ab5336f5f" target="_blank">verschickt schon einmal Hinweise auf &#8220;Politik-Checks&#8221; und &#8220;Gesetzes-Checks&#8221; der &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; (INSM)</a>, die von den Unternehmerverb&#228;nden der Metall- und Elektroindustrie getragen wird, an seine Mitgliedsverb&#228;nde. Die INSM ist bekannt f&#252;r ihre aggressive PR- und Lobbyarbeit, zu der auch <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbung in der ARD-Serie &#8220;Marienhof&#8221;</a> geh&#246;rte.</p>
<p>Anja Kohl wird gleich von mehreren Agenturen auf deren Homepage als Moderatorin, Rednerin oder Referentin pr&#228;sentiert: Neben der M&#252;nchener <a href="http://www.econ-referentenagentur.de/index.php?id=373&amp;name=Kohl&amp;vorname=Anja" target="_blank">Econ Referenten-Agentur</a> ist Kohl auch bei der Hamburger Agentur Nowak Communications, der in Hamburg und im hessischen Obertshausen ans&#228;ssigen <a href="http://www.podium-redneragentur.de/profile/kohl_profil.pdf" target="_blank">Podium Redneragentur</a>, bei &#8220;Energy die Agentur&#8221; aus Bad Honnef, bei der im badischen Forst ans&#228;ssigen &#8220;red:x&#8221; Agentur f&#252;r Kommunikation, Werbung &amp; Design und bei &#8220;The London Speaker Bureau Germany&#8221; im Angebot. F&#252;r eine Veranstaltung mit Anja Kohl verlangt die Econ Referenten-Agentur nach CARTA-Recherchen, &#8220;7800 EUR + MWSt. + Reisespesen&#8221;.</p>
<p>Auf Anfrage antwortete Kohl zun&#228;chst, nicht f&#252;r Unternehmen t&#228;tig gewesen zu sein, die auch Gegenstand ihrer Berichterstattung sind. Sp&#228;ter teilte sie dann mit: &#8220;Bei den von Ihnen genannten Veranstaltungen liegt kein Interessenkonflikt vor. Meine Moderationen haben stets und ausschlie&#223;lich journalistischen Charakter&#8221;. Sie versicherte, dass sie von den Agenturen &#8220;red:x&#8221; und &#8220;Energy die Agentur&#8221; &#8220;noch nie geh&#246;rt&#8221; habe. &#8220;Energy die Agentur&#8221; best&#228;tigte jedoch, dass man mit Kohl zusammenarbeite und sogar eine ausdr&#252;ckliche Zusage von Kohl habe, mit ihrem Namen auf der Agentur-Homepage werben zu d&#252;rfen. Zu diesem Widerspruch nahm Kohl auch auf mehrfache Nachfrage keine Stellung. <a href="http://www.red-x.org/referenten-liste.html" target="_blank">Nach wie vor ist Kohl auf der Referentenliste der Agentur aufgef&#252;hrt</a>. Da sie beim Hessischen Rundfunk freie Mitarbeiterin ist, muss sie sich ihre Nebent&#228;tigkeiten nicht genehmigen lassen. Nach Aussage von HR-Sprecher Tobias H&#228;user informiert Kohl ihren Redaktionsleiter Michael Best von jeder ihrer Nebent&#228;tigkeiten, damit der HR gegebenenfalls Bedenken anmelden kann. Best, Leiter der HR-Redaktion Fernsehen B&#246;rse, <a href="http://www.prominente-redner.de/?redner/s_id/93/Boerse/Best/Michael/" target="_blank">l&#228;sst sich wie Kohl allerdings selbst von &#8220;Energy die Agentur&#8221; als Referent vermitteln</a>.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F9595%2Fard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F9595%2Fard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/">ARD-B&#246;rsenfrau Anja Kohl moderiert auch f&#252;r DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/#comments">15 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=9595&amp;md5=664fd282ab79cf086f45e7b11a2c55b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Volker Lilienthal: &#8220;Ich habe damals die Aggressivit&#228;t der Gegenseite untersch&#228;tzt&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/8355/ard-schleichwerbeskandal/</link>
		<comments>http://carta.info/8355/ard-schleichwerbeskandal/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 21:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvia Worm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Investigativer Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlich-rechtlicher Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Lilienthal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=8355</guid>
		<description><![CDATA[Volker Lilienthal hat den gr&#246;&#223;ten Schleichwerbe-Skandal des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks aufgedeckt. Nun wechselt er vom Fachdienst "epd medien" an die Universit&#228;t Hamburg - als Professor f&#252;r die "Praxis des Qualit&#228;tsjournalismus" . Ein Interview mit Lilienthal &#252;ber juristisches Kesseltreiben, heimliche Mitschnitte und die Entwicklungsperspektiven des Journalismus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/66a5c090f304d59dda1f4472a63bb0" alt="" width="1" height="1" /><br />
<strong>Herr Lilienthal, f&#252;r Ihre Recherche des ARD-Schleichwerbe-Skandals haben Sie sich mehr als 500 Folgen der Vorabend-Serie Marienhof angeschaut. Sind Sie auf den Geschmack gekommen?</strong></p>
<p>Volker Lilienthal: Nein, das Marienhof-Gucken war eher zum Abgew&#246;hnen. Und ich habe mir derart viele Folgen auch nur deshalb angesehen, weil w&#228;hrend der Recherche gegen mich prozessiert wurde. Im Mai 2003 erwirkte die M&#252;nchner Schleichwerbe-Agentur H. + S. eine einstweilige Verf&#252;gung gegen mich und klagte sp&#228;ter auch auf Unterlassung der Recherche. Erst Anfang 2005 wies das Oberlandesgericht M&#252;nchen alle Anspr&#252;che gegen mich zur&#252;ck. In der Zwischenzeit durfte ich nicht frei recherchieren. Mir waren also die H&#228;nde gebunden, und so blieb mir nichts anderes &#252;brig, als fernzusehen. Wenn mir offenkundige Product-Placements auffielen, habe ich sofort Screenshots gemacht, um sp&#228;ter die Schleichwerbung nachweisen zu k&#246;nnen. Heute gucke ich Marienhof nicht mehr, ich kann die Serie nicht mehr ertragen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Ihnen ist gelungen, wovon viele Journalisten tr&#228;umen: gegen m&#228;chtige Widerst&#228;nde einen Skandal aufzudecken. Wie sind Sie damals eigentlich auf das Thema gekommen?</strong></p>
<p>Im Grunde war es ein Zufall. Zun&#228;chst muss man sagen, dass <span style="color: #ff9900;">Schleichwerbung</span> bei der Bavaria, dem Produzenten von Marienhof, <span style="color: #ff9900;">lange gang und g&#228;be war</span>, nur wurde sie nie einer gr&#246;&#223;eren &#214;ffentlichkeit bekannt. Irgendwann aber haben die Schleichwerbe-Produzenten Pech gehabt, weil eine Mitarbeiterin der Agentur H. + S. einen gro&#223;en deutschen Interessenverband – dessen Namen ich hier aus Gr&#252;nden des Informantenschutzes nicht nennen kann – anrief. Dort warb die Schleichwerberin um einen Auftrag nach dem Motto: „H&#246;rt mal, euer Image ist ganz sch&#246;n verstaubt, dagegen m&#252;sst ihr dringend etwas tun und junge Leute ansprechen. Und die erreicht ihr im Marienhof.“<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wie kamen Sie ins Spiel?</strong></p>
<p>Dem Pressesprecher des Verbandes kam die Sache merkw&#252;rdig vor. Er ging zum Schein auf das Angebot der Schleichwerbe-Agentur ein, lie&#223; aber zuvor von einem befreundeten Fernsehjournalisten eine versteckte Kamera in seinem B&#252;ro installieren. Das Gespr&#228;ch mit der Schleichwerberin wurde also aufgezeichnet. Und an dieses Material, das nicht f&#252;r eine Fernsehsendung verwendet wurde, kam ich auf verschlungenen Wegen im Sommer 2002.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Gespr&#228;che ohne Einverst&#228;ndnis aller Beteiligten mitzuschneiden ist aber doch illegal.</strong></p>
<p>Tats&#228;chlich darf laut Strafgesetzbuch niemand das vertraulich gesprochene Wort aufzeichnen – es sei denn, er verfolgt ein h&#246;heres Interesse. Das Problem dabei ist, dass man als Journalist den zust&#228;ndigen Richter nicht vorher um Erlaubnis bitten kann, solche Aufnahmen im Streitfall freizugeben. Die Angelegenheit war <span style="color: #ff9900;">wirklich sehr risikoreich</span>.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong></strong><strong>Und welches h&#246;here Interesse steckte hinter Ihrer Recherche?</strong></p>
<p>Schleichwerbung ist nicht nur nach deutschem, sondern auch nach europ&#228;ischem Recht verboten. Sie ist nach meiner &#220;berzeugung nicht nur eine Gefahr f&#252;r den unbedarften Zuschauer, sondern auch f&#252;r die Medien, die damit ihre Glaubw&#252;rdigkeit aufs Spiel setzen. Als ich mir das heimlich mitgeschnittene Video anschaute, wurde mir klar, dass man bei der Agentur beispielsweise Werbebotschaften bestellen kann, die anschlie&#223;end in Drehbuchdialoge umgesetzt werden. Die Schauspieler sprechen also in einer fiktionalen Serie den Text irgendwelcher Unternehmen oder Lobby-Gruppen. Dass so etwas im geb&#252;hrenfinanzierten &#246;ffentlich-rechtlichen Fernsehen passierte, war skandal&#246;s.</p>
<div id="attachment_8401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/lilienthal-volker-03-2008-stehend.jpg"><img class="size-medium wp-image-8401" title="lilienthal-volker-03-2008-stehend" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/lilienthal-volker-03-2008-stehend-200x300.jpg" alt="asdfasdfasdf" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Lilienthal: Product Placement im Zehnerpack f&#252;r 175.000 Euro</p></div>
<p><strong>Wie sind Sie dann weiter vorgegangen?</strong></p>
<p>Ich wusste aus fr&#252;heren Recherchen zu diesem Thema, dass die Betroffenen bei journalistischen Nachfragen exakt abgesprochene Leugnungstaktiken haben. Wenn die Presse anruft und fragt, warum etwa ein Markenprodukt so prominent im Bild ist, wird gesagt: Das ist Zufall, da ist auf keinen Fall Geld geflossen. Solche Ausreden sind sogar in den Vertr&#228;gen &#252;ber Product-Placement festgehalten. Um den Schleichwerbern die Wahrheit zu entlocken, brauchte ich eine quasi experimentelle Anordnung. <span style="color: #ff9900;">Also bin ich die Rolle eines potenziellen Kunden geschl&#252;pft, der modische Schuhe und Fruchtsaft im Marienhof platzieren wollte. </span>Andreas Schnoor, der Inhaber der Agentur, witterte das gro&#223;e Geld, sprang auf das Angebot an und beantwortete in seinem M&#252;nchner B&#252;ro bereitwillig meine Fragen. Wie eng die Zusammenarbeit mit der Bavaria sei, wer noch von den Praktiken wisse und so weiter. Nach dieser verdeckten Recherche wollte ich planm&#228;&#223;ig mit der offenen beginnen, doch dann setzte sofort das<span style="color: #ff9900;"> juristische Kesseltreiben</span> ein.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Schnoors Schleichwerbeagentur verklagte Sie, nachdem er bemerkt hatte, dass ihm ein Journalist auf die Schliche gekommen war. Das Landgericht M&#252;nchen verbot Ihnen daraufhin per einstweiliger Verf&#252;gung, Ihre Recherche fortzusetzen, und legte Ihnen damit faktisch einen Maulkorb an. Haben Sie damals bereut, dieses hei&#223;e Eisen angefasst zu haben?</strong></p>
<p>Nein, ich fand, dass diese Praktiken so unglaublich waren, dass wir nicht lockerlassen durften. Insofern habe ich das nie bereut. Aber nat&#252;rlich war es ein Schock, als eines sch&#246;nen Tages ein Gerichtsvollzieher an der T&#252;r meiner Privatwohnung klingelte und mir eine einstweilige Verf&#252;gung in die Hand dr&#252;ckte. Darin wurde mir die weitere Recherche verboten und im Fall der Zuwiderhandlung 250 000 Euro Strafgeld angedroht. <span style="color: #ff9900;">Ich habe damals die Aggressivit&#228;t der Gegenseite untersch&#228;tzt</span>, die mit allen Mitteln verhindern wollte, dass ihre illegalen Gesch&#228;fte auffliegen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Warum besa&#223; Schleichwerbung vor dem von Ihnen aufgedeckten Skandal kein Emp&#246;rungspotenzial? Interessierte es die breite &#214;ffentlichkeit nicht, wenn sie unbewusst umworben wurde?</strong></p>
<p>Schleichwerbung wurde &#252;ber die Jahre immer mal wieder thematisiert und war und ist ein Aufreger-Thema. Nur gab es bislang keinen Journalisten, dem es ganz konkret gelungen war, nachzuweisen, dass f&#252;r das Platzieren von Produkten und Werbebotschaften im Fernsehprogramm tats&#228;chlich gezahlt wurde. Der Augenschein – diese Marke ist aber gro&#223; im Bild, daf&#252;r ist doch bestimmt gezahlt worden – existierte, aber der Beweis stand aus. Dieser Beweis ist erst mir gelungen, indem ich von der Agentur konkrete Angebote mit Zahlen eingeholt habe und sp&#228;ter auch schriftliche Dokumente gefunden habe, in denen stand, was das Product-Placement kostet.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Was kostete denn damals das Product-Placement im Marienhof?</strong></p>
<p>Die modischen Schuhe sollten<span style="color: #ff9900;"> 17 500 Euro zuz&#252;glich Mehrwertsteuer pro Folge kosten</span>. Im Zehnerpack, den H. + S. am liebsten verkaufte, w&#228;ren das also 175 000 Euro gewesen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Man k&#246;nnte Ihnen entgegenhalten, dass der Ausschluss von Marken aus Seifenopern weltfremd sei. Warum sollen in einem Reiseb&#252;ro im Marienhof keine Plakate von Reiseanbietern h&#228;ngen? Das wirkt doch realistisch.</strong></p>
<p>Diese Argumentation &#252;berzeugt mich nicht. Sie k&#246;nnen ein Reiseb&#252;ro auch realistisch wirken lassen, ohne dass da st&#228;ndig ein Markenname prominent im Bild ist. Ich bin nicht p&#228;pstlicher als der Papst; meinetwegen h&#228;tte das Marienhof-Reiseb&#252;ro ein bisschen magenta aussehen k&#246;nnen. Dass dazu aber noch Palmen im ovalen Logo auftauchen und der markenrechtlich von L’Tur gesch&#252;tzte Slogan „Nix wie weg“ ist ein bisschen zu viel.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Was genau ist f&#252;r Sie das Schlimme an Schleichwerbung?</strong></p>
<p>Das Schlimme ist, dass die Werbung nicht offensichtlich ist. Die Zuschauer werden unbewusst f&#252;r ein Produkt oder eine bestimmte Botschaft einer Lobby-Gruppe eingenommen. Letzteres halte ich f&#252;r besonders gef&#228;hrlich. Es gibt mittlerweile eine raffinierte und mit gro&#223;en finanziellen Mitteln ausgestattete &#214;ffentlichkeitsarbeit, die versucht, die Medien auf diese Weise zu unterwandern. Journalisten m&#252;ssen – sowohl in ihrer Rolle als unabh&#228;ngige Beobachter der Gesellschaft und aus ureigenem Interesse an der Glaubw&#252;rdigkeit der Medien – auf solche Missst&#228;nde hinweisen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Hat es f&#252;r Sie als Medienjournalist, wie etwa beim Schleichwerbe-Thema, einen besonderen Reiz, Ihre eigenen Kollegen an den Pranger zu stellen?</strong></p>
<p>An den Pranger stellen, nun ja. Nein, ich denke, es ist gerade im hochlebendigen Medienbereich journalistisch reizvoll, best&#228;ndig Ideal und Wirklichkeit zu vergleichen. Und notwendige Kritik konkret an die Verantwortlichen zu adressieren.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Welche Tugenden sollte ein Journalist mitbringen, der investigativ arbeiten will?</strong></p>
<p>Er muss hartn&#228;ckig sein und bei aller f&#252;r den Beruf wichtigen Sensibilit&#228;t auch starke Nerven und ein dickes Fell haben. <span style="color: #ff9900;">Gute Journalisten m&#252;ssen vorsichtig und aufmerksam bleiben, weil die Leute, mit denen sie es zu tun haben, auch nach schwachen Stellen bei Ihnen suchen</span>. Das hei&#223;t, sie d&#252;rfen sich keine Fehler erlauben, um nicht angreifbar zu werden.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Skandalierer brauchen also eine wei&#223;e Weste?</strong></p>
<p>Zun&#228;chst einmal sehe ich mich pers&#246;nlich nicht als Skandalierer, der unentwegt im Dreck w&#252;hlt. In der Tat ist es aber so, dass Journalisten, die Missst&#228;nde aufdecken wollen, sich im Zweifel selbst keine Bl&#246;&#223;e gegen sollten. Dazu geh&#246;rt f&#252;r mich zum Beispiel, Quittungen von privaten Restaurantbesuchen nicht steuerlich geltend zu machen – was einige Journalisten gern tun. Und das ist eben nicht nur eine Frage der Moral, sondern der professionellen Vorsicht: Ich will nicht, dass ein potenzieller Gegner mir mit einem Hinweis beim Finanzamt schaden und meine Glaubw&#252;rdigkeit in der &#214;ffentlichkeit in Zweifel ziehen kann.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Gibt es eine allgemeing&#252;ltige Strategie bei der Recherche eines potenziell skandaltr&#228;chtigen Themas? Und braucht man dazu einen starken Verlag und clevere Anw&#228;lte auf seiner Seite?</strong></p>
<p><span style="color: #ff9900;">Man braucht B&#252;ndnispartner</span>, die zu einem halten. In meinem Fall war das der Deutsche Journalisten-Verband, mein Arbeitgeber epd und nat&#252;rlich meine Kollegen in der Redaktion. Als freier Journalist h&#228;tte ich die Schleichwerbe-Recherche wohl nicht durchgestanden. Was die Strategie angeht: Ich habe damals systematisch von au&#223;en nach innen recherchiert und w&#252;rde das auch jedem in &#228;hnlichen F&#228;llen empfehlen. Zun&#228;chst habe ich Leute befragt, die nicht direkt involviert waren, dann habe ich mich Schritt f&#252;r Schritt den Betroffenen und Beschuldigten angen&#228;hert. Das Wichtigste ist, zu Anfang blo&#223; keine schlafenden Hunde zu wecken.</p>
<div id="attachment_8363" class="wp-caption aligncenter" style="width: 234px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938258470?ie=UTF8&amp;tag=carta-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3938258470"><img class="size-medium wp-image-8363" style="border: 1px solid black;" title="entwurf Skandal 2008 ok" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/skandal_cover1-183x300.jpg" alt="Mit Hilfe von Brand Eins-Redakteur Jens Bergmann und Professor Bernhard P&#246;rksen (ehemals Universit&#228;t Hamburg, heute Universit&#228;t T&#252;bingen) haben Hamburger Journalistik-Studierende das Interview-Buch Skandal! Die Macht &#246;ffentlicher Emp&#246;rung geschrieben." width="224" height="368" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Skandal! Die Macht &#246;ffentlicher Emp&#246;rung&quot; ist ein Interview-Buch, herausgeben von Jens Bergmann und Bernhard P&#246;rksen. Mit 29 Menschen haben Studierende &#252;ber Eklats und &#246;ffentliche Emp&#246;rung gesprochen. Darunter mit Natascha Kampusch, Gabriele Pauli, Ulrich Beck, Patrik Sinkewitz und Matthias Prinz. Aus diesem Buch stammt auch dieses Interview. Es kann f&#252;r 18 Euro durch Klick auf das Cover bestellt werden. </p></div>
<p><strong>H&#228;ufig gelangen Journalisten nicht allein durch saubere, systematische Recherche an das n&#246;tige Beweismaterial, sondern sie bezahlen f&#252;r Informationen, die ihnen interessierte Kreise anbieten. Ist das legitim?</strong></p>
<p>Scheckbuchjournalismus lehne ich strikt ab. Und gl&#252;cklicherweise bin ich bei meiner Recherche auch ohne solche Methoden ausgekommen. Noch w&#228;hrend ich juristisch belangt wurde, bot mir jemand interne Arbeitsprotokolle aus der Schleichwerbe-Agentur an. In den Dokumenten war exakt nachzulesen, welche Kunden die Agentur hatte und wen sie plante anzuwerben: Vom Fruchtsafthersteller bis zum Bundeskriminalamt waren dort alle m&#246;glichen Unternehmen und Institutionen aufgelistet. Aber der Informant verlangte Geld f&#252;r das Material, das ich ihm aus meiner &#220;berzeugung heraus nicht geben konnte und wollte. Der epd betreibt einerseits aus grunds&#228;tzlichen Erw&#228;gungen keinen Scheckbuchjournalismus, andererseits haben wir auch nicht die Etats etwa von Stern oder Spiegel. Ich habe mich deswegen mehrfach mit dem Kontaktmann getroffen und versucht, <span style="color: #ff9900;">ein Vertrauensverh&#228;ltnis zu ihm aufzubauen, um ohne zu bezahlen an die Unterlagen zu kommen</span>. Am Ende hat das geklappt. Das war der Durchbruch, weil ich damit eindeutig beweisen konnte, was in der Agentur getrieben wurde. Ob ich deshalb nun ein besserer Journalist bin als die Kollegen mit dem Scheckbuch, m&#252;ssen andere beurteilen. Eine Lehre aus der Geschichte war f&#252;r mich, dass man gro&#223;e Themen in einer journalistischen Arbeitsgruppe angehen sollte. Ich bin – als Rechercheur und Autor – eigentlich kein Teamplayer, aber manches kann man allein nicht bew&#228;ltigen. Lehrreich war auch die juristische Auseinandersetzung. Ich habe st&#228;ndig mit meinen Anw&#228;lten an Schrifts&#228;tzen gearbeitet, in denen wir zu den Anschuldigungen gegen mich Stellung nahmen. Auch das geh&#246;rte damals zu meiner Arbeit.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Am Ende haben Sie vor Gericht Recht bekommen und durften weiterrecherchieren. Trotz Ihrer Bem&#252;hungen konnten Sie den ganz gro&#223;en Scoop nicht landen: Sie konnten nicht nachweisen, dass die ARD-Intendanten von der Schleichwerbung gewusst und diese geduldet haben. &#196;rgert Sie das heute noch?</strong></p>
<p>Nein, denn ich wollte keinen Skandal aufdecken, den es nicht gab. Nat&#252;rlich habe ich mich an der Frage, wer ganz oben was wusste, abgearbeitet. Ich habe jedoch keinen positiven Beweis daf&#252;r gefunden, dass die Intendanten die Schleichwerbung geduldet oder gar aktiv betrieben h&#228;tten. Der Skandal war aber auch so gro&#223; genug.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Herr Lilienthal, Sie betonen, dass Unabh&#228;ngigkeit die wichtigste Eigenschaft eines Journalisten sein sollte. K&#246;nnen Sie selbst &#252;berhaupt unabh&#228;ngig arbeiten und etwa einen Skandal bei einem kircheneigenen Medienunternehmen aufdecken?</strong></p>
<p>Nun, einen Skandal, falls es ihn g&#228;be, w&#252;rden wir jedenfalls nicht unterschlagen. &#220;ber kirchliche Medienaktivit&#228;ten berichten wir in der Regel sachlich, bei der Wertung halten wir uns in diesem Punkt zur&#252;ck. Denn daf&#252;r sind wir m&#246;glicherweise zu befangen. Ansonsten aber gilt: Der epd ist eine professionelle Nachrichtenagentur, zu deren Idealen – bei aller Wertgebundenheit, zu der wir uns bekennen – nat&#252;rlich die journalistische Unabh&#228;ngigkeit geh&#246;rt. Die muss im Zweifel auch erk&#228;mpft werden.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Doch ist es nicht gerade die Aufgabe von Medienjournalisten, Missst&#228;nde auch im eigenen Unternehmen aufzudecken? Warum f&#228;llt es Journalisten so schwer, die eigenen Fehlleistungen zu thematisieren?</strong></p>
<p><span style="color: #ff9900;">Meiner Ansicht nach stimmt die These von der Kr&#228;he, die der anderen kein Auge aushackt, f&#252;r den Medienjournalismus insgesamt nicht</span>. Der Spielraum f&#252;r mich und meine Kollegen ist beispielsweise gr&#246;&#223;er als etwa f&#252;r Lokaljournalisten, weil Medien sich Kritik tendenziell gefallen lassen und darauf auch konstruktiv reagieren. Das liegt daran, dass Verlage und Sender wissen, wie wertvoll ein gutes Image in der &#214;ffentlichkeit ist.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Ist das wirklich so? Warum setzen viele Medien dann ihre Glaubw&#252;rdigkeit aufs Spiel, indem sie die Grenze zwischen Journalismus und PR verwischen? So pries die S&#252;ddeutsche Zeitung im redaktionellen Teil DVDs an, ohne darauf zu verweisen, dass diese aus der verlagseigenen „Cinemathek“ stammen. Ist diese Haltung f&#252;r ein Qualit&#228;tsmedium nicht fragw&#252;rdig?</strong></p>
<p>Das, was Sie zu Recht ansprechen, sind f&#252;r mich Indizien f&#252;r ganz grunds&#228;tzliche Widerspr&#252;che im Mediensystem und f&#252;r <span style="color: #ff9900;">Lebensl&#252;gen von Journalisten</span>. Journalismus ist eben nicht nur der Wahrheit verpflichtet, sondern auch ein Gesch&#228;ft. Und weil dieses Gesch&#228;ft tendenziell schwieriger wird, fangen Verleger und Journalisten an, faule Kompromisse zu machen. Hinzu kommt, dass sich das Publikum ver&#228;ndert. Es differenziert sich aus und hat am klassischen Nachrichtenjournalismus immer weniger Interesse, was sich an den sinkenden Auflagen der meisten Tageszeitungen ablesen l&#228;sst. <span style="color: #ff9900;">Die Aufkl&#228;rung, die wir Journalisten im Sinn haben, findet heute immer weniger Abnehmer</span>.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Dann ist Qualit&#228;tsjournalismus also nur noch eine Sache f&#252;r Idealisten?</strong></p>
<p>Idealismus geh&#246;rte und geh&#246;rt zu diesem Beruf. Ohne diese Motivation k&#246;nnen wir die eigenen Anspr&#252;che an unsere Profession nicht erf&#252;llen. Insofern haben Sie Recht.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Was ist Ihre Prognose f&#252;r die Zukunft? Wie wird Journalismus k&#252;nftig aussehen?</strong></p>
<p>Ich sehe drei wesentliche Entwicklungen. Der journalistische Mainstream wird noch st&#228;rker als heute unterhaltungsorientiert sein. Davon wird sich ein hochqualitativer Journalismus absetzen, der sich an die Eliten richtet – was ich f&#252;r problematisch halte, weil es eigentlich die vornehmste Aufgabe der Medien ist, alle B&#252;rger f&#252;r Demokratie zu interessieren und zu begeistern. <span style="color: #ff9900;">Drittens wird der Online-Journalismus enorm an Bedeutung gewinnen</span>. Doch im Netz ist Qualit&#228;t noch schwieriger zu finanzieren als in den klassischen Medien, weil das Publikum sich daran gew&#246;hnt hat, dass dort alles gratis ist. <span style="color: #ff9900;">Was dazu f&#252;hrt, dass der Online-Journalismus noch abh&#228;ngiger von offener und verdeckter Werbung ist als der in anderen Medien.</span></p>
<p><em>Dieses Interview, gef&#252;hrt von Mit Friederike Meister und Silvia Worm, stammt aus dem k&#252;rzlich erschienenen Buch &#8220;<a href="http://www.medienskandale.de/">Skandal! Die Macht &#246;ffentlicher Emp&#246;rung</a>&#8221; von Jens Bergmann und Bernhard P&#246;rksen. Carta bedankt sich bei den Interviewerinnen und den Herausgebern f&#252;r die Erlaubnis zum Abdruck.</em></p>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F8355%2Fard-schleichwerbeskandal%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F8355%2Fard-schleichwerbeskandal%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/8355/ard-schleichwerbeskandal/">Volker Lilienthal: &#8220;Ich habe damals die Aggressivit&#228;t der Gegenseite untersch&#228;tzt&#8221;</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8355/ard-schleichwerbeskandal/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8355&amp;md5=94b5df3cb14fa5033b391414823feadd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/8355/ard-schleichwerbeskandal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

