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	<title>CARTA &#187; Rundfunkgebühr</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bundesverwaltungsgericht erkl&#228;rt Computer zum Rundfunkempfangsger&#228;t</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 13:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko Hilker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat sein Urteil zur PC-Geb&#252;hr um eine Woche sp&#228;ter gesprochen, um dann die Sender in ihrer Auffassung sowie die Ministerpr&#228;sidenten nach ihrer Jahreskonferenz in ihrem neuen Rundfunkbeitragsmodell zu best&#228;tigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e6bd987b47764cc0b3c1c7c3bc60256d" alt="" width="1" height="1" />Das  Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wolle am 20. Oktober dar&#252;ber  entscheiden, ob f&#252;r die Nutzung eines Internet-PCs Rundfunkgeb&#252;hren zu  bezahlen sind, meldet die <em><a href="http://funkkorrespondenz.kim-info.de/artikel.php?pos=Politik&amp;nr=8058">Funkkorrespondenz</a></em> vor 11 Wochen. F&#252;r den 20. Oktober sei die m&#252;ndliche Verhandlung angesetzt, ein Urteil solle im Anschluss gesprochen werden.</p>
<p>Am  21. Oktober trafen sich jedoch die Ministerpr&#228;sidenten in Magdeburg, um  das neue Geb&#252;hrenmodell zu diskutieren und zu entscheiden. Und so zog  das Gericht es vor, die Urteilsverk&#252;ndung um eine Woche <a href="http://www.digitalfernsehen.de/Entscheidung-zu-TV-Gebuehren-fuer-Internet-PCs-vertagt.41001.0.html">zu verschieben</a>.</p>
<p>„Computer sind weiterhin rundfunkgeb&#252;hrenpflichtig, unabh&#228;ngig von Verwendungs- und Nutzungsabsicht ihrer Besitzer“, schreibt<em> <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article10575177/Richter-bestaetigen-Rundfunkgebuehr-fuer-Computer.html">DIE WELT</a></em>.  Der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts zu Leipzig „hat die  Revisionen von drei Kl&#228;gern, einem Anwalt und zwei Studenten gegen  abschl&#228;gige Urteile der Vorinstanzen zur&#252;ckgewiesen“, schildert <em><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,725554,00.html">Spiegel Online</a></em>.</p>
<p>„Die  Rundfunkanstalten halten die Besitzer von internetf&#228;higen PCs f&#252;r  geb&#252;hrenpflichtig, weil sich mit diesen Ger&#228;ten Sendungen empfangen  lassen, die mit sog. Livestream in das Internet eingespeist werden“, <a href="http://www.bverwg.de/enid/4c9288c0918e00449c4142265195f396,8d6f537365617263685f646973706c6179436f6e7461696e6572092d093133333630093a095f7472636964092d09353737/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_9d.html">stellt</a> der Senat fest. Allerdings wird dieser Livestream von den Sendern  eingestellt und unverschl&#252;sselt angeboten, so dass ein Zugriff f&#252;r jeden  Besitzer eines internettauglichen PC erst dadurch m&#246;glich ist.</p>
<p>Darauf gehen die  Richter jedoch nicht ein. Stattdessen definieren sie den  internetf&#228;higen PC zum Rundfunkempfangsger&#228;t im Sinne des  Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrages. Damit gilt f&#252;r den PC das, was auch f&#252;r  einen Fernseher oder Radio gilt.</p>
<blockquote><p>„Bei internetf&#228;higen PC handelt es sich um  Rundfunkempfangsger&#228;te i.S.d. Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrags. F&#252;r die  Geb&#252;hrenpflicht kommt es nach dessen Regelungen lediglich darauf an, ob  die Ger&#228;te zum Empfang bereit gehalten werden, nicht aber darauf, ob der  Inhaber tats&#228;chlich Radio- bzw. Fernsehsendungen mit dem Rechner  empf&#228;ngt. Ebenso wenig ist es erheblich, ob der PC mit dem Internet  verbunden ist, wenn er technisch nur &#252;berhaupt dazu in der Lage ist.“</p></blockquote>
<p><strong>Auch  wenn damit in die Grundrechte der Kl&#228;ger eingegriffen wird, die den PC  nur aus beruflichen bzw. informatorischen Gr&#252;nden nutzen, sei dies  gerechtfertigt</strong>. „Dieser Eingriff ist jedoch gerechtfertigt durch die &#8211;  ebenfalls verfassungsrechtlich begr&#252;ndete &#8211; Finanzierungsfunktion der  Rundfunkgeb&#252;hren f&#252;r die &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.“</p>
<p>Allerdings ist die Finanzierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio bereits garantiert. W&#228;hrend im privaten Bereich ca. 150.000 „PC-Zahler“  angemeldet sind, kommt man auf fast 33 Mio. Rundfunkgeb&#252;hrenzahler, die  die volle Geb&#252;hr von 17,98 Euro im Monat zahlen. Aus finanzieller Sicht  macht es also keinen Sinn, die wenigen PC-Nutzer, die keinen Rundfunk  empfangen wollen, zur Geb&#252;hrenkasse zu bitten. Bisher war auch kein  Trend zu erkennen, dass Geb&#252;hrenzahler &#252;ber den Verweis auf ihren PC  versucht haben, ihre Geb&#252;hrenzahlungen zu reduzieren. Denn schlie&#223;lich  h&#228;tte man in den letzten Jahren so seine monatlichen Zahlungen von 17,98  Euro auf 5,76 Euro reduzieren k&#246;nnen. Dies ist anscheinend nicht  massenhaft geschehen.</p>
<p>Sicher  kann man auf die Geb&#252;hrengerechtigkeit verweisen:</p>
<blockquote><p>„Der Gleichheitssatz  des Art. 3 Abs. 1 GG verlangt f&#252;r das Abgabenrecht, dass die  Geb&#252;hrenpflichtigen durch ein Geb&#252;hrengesetz rechtlich und tats&#228;chlich  gleich belastet werden. Wird die Gleichheit im Belastungserfolg durch  die rechtliche Gestaltung des Erhebungsverfahrens prinzipiell verfehlt,  kann dies die Verfassungswidrigkeit der gesetzlichen Geb&#252;hrengrundlage  nach sich ziehen.“</p></blockquote>
<p><strong>Allerdings ist es im Internet ein leichtes, seine  Angebote nur denjenigen zur Verf&#252;gung zu stellen, die daf&#252;r auch  bezahlen bzw. bezahlt haben</strong>. Doch diesen Weg wollen ARD und ZDF nicht  gehen. Sie wollen so wie auch auf anderen Verbreitungswegen frei  empfangbar sein. Schlie&#223;lich garantiert ihnen dies, dass in Zukunft alle  bezahlen m&#252;ssen. Damit k&#246;nnen sie letztmalig den Geb&#252;hrenzahlerkreis  erweitern. Die entscheidenden Schritte daf&#252;r sind sie in der  Vergangenheit gegangen. Zum einen bieten sie &#252;ber viele der neuen  Verbreitungswege ihre Programme an, wodurch zum anderen viele Ger&#228;te –  unabh&#228;ngig von deren Nutzung &#8211; zu Rundfunkempfangsger&#228;ten definiert  werden k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Sie bieten sich frei an  und pr&#228;sentieren die Rechnung im Nachhinein</strong>. Schlie&#223;lich konnten sie  davon ausgehen, dass ihnen die obersten deutsche Gerichte im Nachhinein  beispringen. Das liest sich dann so:</p>
<blockquote><p>„Der Gleichbehandlungsgrundsatz  wird vom Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrag ebenfalls nicht verletzt. Zwar  werden insofern ungleiche Sachverhalte gleich behandelt, als die  herk&#246;mmlichen monofunktionalen Rundfunkempfangsger&#228;te mit den  multifunktionalen internetf&#228;higen PCs geb&#252;hrenrechtlich gleich behandelt  werden. Entscheidend f&#252;r die Geb&#252;hrenerhebung ist jedoch nicht die  technische Unterschiedlichkeit der Empfangsger&#228;te, sondern die gleiche  M&#246;glichkeit zum Empfang von Rundfunksendungen durch diese  verschiedenartigen Ger&#228;te.“</p></blockquote>
<p>Wer so argumentiert, wer also auf die  M&#246;glichkeit des Empfangs abstellt, braucht sich mit den realen Problemen  und Grenzen nicht zu besch&#228;ftigen. Schlie&#223;lich halten die Sender weder  genug Kapazit&#228;ten vor, noch ist das „deutsche“ Internet „breit“ genug,  um allen Geb&#252;hrenzahlern gleichzeitig den Empfang eines Livestreams zu  erm&#246;glichen. Dies <a href="http://www.heiko-hilker.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=634:keine-internet-versorgungssicherheit-deutschlandspiel-beim-zdf-bester-beweis&amp;catid=5:blog&amp;Itemid=4">zeigte sich</a> nicht zuletzt zur Fu&#223;ball-WM. Im Internet gibt es eben noch keine  Versorgungssicherheit. Um so mehr Leute die Angebote nutzen, um so  unsicherer wird die Versorgung.</p>
<p>Das  Gericht verweist zudem auf den Gleichheitssatz aus dem Grundgesetz, aus  dessen Art. 3 Abs. 1 f&#252;r das Abgabenrecht abgeleitet werden kann, „dass  die Geb&#252;hrenpflichtigen durch ein Geb&#252;hrengesetz rechtlich und  tats&#228;chlich gleich belastet werden. Wird die Gleichheit im  Belastungserfolg durch die rechtliche Gestaltung des Erhebungsverfahrens  prinzipiell verfehlt, kann dies die Verfassungswidrigkeit der  gesetzlichen Geb&#252;hrengrundlage nach sich ziehen.“</p>
<p>Allerdings ist es  nicht allein vom Erhebungsverfahren abh&#228;ngig, ob die Gerechtigkeit  durchgesetzt werden kann. Es ist auch eine Frage des Angebots.  Schlie&#223;lich w&#228;re im Falle einer Verschl&#252;sselung weitestgehend  garantiert, dass nur Geb&#252;hrenzahler die Angebote im Netz sowie auf  mobilen Endger&#228;ten auch nutzen k&#246;nnen. (Dass es anders geht, zeigen  andere Sender wie der ORF oder die SRG, die ihre Angebote auch  verschl&#252;sseln.) Der freie terrestrische Empfang sowie &#252;ber Kabel w&#252;rde  dadurch nicht eingeschr&#228;nkt.</p>
<p>Das  Gericht stellt fest: „Die Rundfunkanstalten k&#246;nnen an der  Geb&#252;hrenpflichtigkeit von internetf&#228;higen PC daher auf Dauer nur  festhalten, wenn diese sich auch tats&#228;chlich durchsetzen l&#228;sst. Insoweit  wird der Gesetzgeber die Entwicklung zu beobachten haben.“ Nun, der  Gesetzgeber hat nicht nur beobachtet, er hat auch schon die  Schlussfolgerungen gezogen. In Zukunft m&#252;ssen alle bezahlen.</p>
<p>Zugespitzt:  Bisher musste man zahlen, wenn man ein Ger&#228;t hatte, das Rundfunk  empfangen konnte. <strong>Ab dem 1. Januar 2013 muss man zahlen, weil man  existiert.</strong></p>
<p>Ulrich Clau&#223; schreibt in der <em><a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10568709/GEZ-Urteil-hebelt-die-deutsche-Medienordnung-aus.html">WELT</a></em>:  „Dieses Urteil war allgemein erwartet worden, die Leipziger Richter  konnten gar nicht anders. Alles andere h&#228;tte das deutsche  Rundfunkgeb&#252;hrenmodell in den Grundfesten ersch&#252;ttert.“ Und Michael  Hanfeld konstatiert in der <em><a href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc%7EE07DFA420502E4D94BEB744E6F762591F%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">FAZ</a></em>:  „Niemals werden ARD und ZDF weniger haben denn jetzt, weil sie ihren  „Finanzbedarf“ nur anmelden m&#252;ssen, um an mehr Geld zu kommen. Diesen  Bedarf pr&#252;ft eine unabh&#228;ngige Kommission (Kef) zwar, doch ist in diesem  System schlicht nicht vorgesehen, dass es Stagnation oder sogar einmal  weniger geben k&#246;nnte. Die Bev&#246;lkerung mag schrumpfen, der Anteil der  Erwerbst&#228;tigen nicht weiter wachsen, der Beitrag f&#252;r den  &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk aber steigt und steigt.“</p>
<p>Und wie reagieren ARD und ZDF: Der Vorsitzende der ARD, SWR-Intendant Peter Boudgoust, <a href="http://www.ard.de/intern/presseservice/-/id=8058/nid=8058/did=1653370/12zcfma/index.html">erkl&#228;rte</a>:  „Die Rundfunkanstalten sehen sich in ihrer Rechtsauffassung best&#228;tigt,  dass die derzeit bestehende gesetzliche Regelung rechtm&#228;&#223;ig ist.“  ZDF-Intendant Markus Sch&#228;chter <a href="http://www.unternehmen.zdf.de/uploads/media/ARD_ZDF_Rundfunkgebuehrenpflicht_Urteil_-_2710.pdf">fordert</a> mit Blick auf die Zukunft: „Um Streitigkeiten dieser Art k&#252;nftig aber  ganz zu vermeiden, ist es wichtig, dass die von den  Ministerpr&#228;sidentinnen und Ministerpr&#228;sidenten geplante Reform der  Rundfunkfinanzierung ab Januar 2013 umgesetzt wird.“</p>
<p><strong>Das  neue Modell wird rechtm&#228;&#223;ig sein. Es wird daf&#252;r sorgen, dass  Streitigkeiten dieser Art weiterhin zu Gunsten von ARD und ZDF gel&#246;st  werden</strong>. Es wird aber auch die Legitimation von ARD und ZDF in Frage  stellen: Wieso muss man f&#252;r Rundfunk bezahlen, auch wenn man ihn nicht  nutzt? Wieso sollen die Einnahmen von ARD und ZDF weiter steigen, obwohl  immer weniger diese Programme nutzen? Insoweit sollten die Sender das  Urteil nicht nur als Freibrief sehen und nehmen. Wenn sie von allen Geld  wollen, m&#252;ssen sie auch allen etwas bieten. Doch wieso spielen der  lange Dokumentarfilm, der Animationsfilm (f&#252;r Erwachsene) sowie der  Kurzfilm – um nur drei Beispiele zu nennen &#8211; in ihren Leitlinien keine  Rolle?</p>
<p>Das  Bundesverwaltungsgericht hat drei F&#228;lle entschieden. Es konnte sich  auch nur zu den vorliegenden &#228;u&#223;ern. Doch was wird im Falle eines  Optikunternehmens, dass vor dem Gie&#223;ener Verwaltungsgericht <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/weiteres-gez-urteil-keine-rundfunkgebuehren-fuer-computer-1.62676">gegen die </a><a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Geb%C3%BChr">Geb&#252;hr</a> geklagt hatte? Das Unternehmen sollte daf&#252;r, dass es, wie die <em><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/rundfunkgebuehren-urteil-zur-pc-abgabe-computernutzer-muessen-weiter-blechen-1.1016651">S&#252;ddeutsche Zeitung</a></em> schilderte, in bundesweit 650 Filialen Computer gesch&#228;ftlich nutzt,  j&#228;hrlich fast 45.000 Euro bezahlen. Und dies f&#252;r eine Leistung, die nach  Angaben des Anwalts nicht in Anspruch genommen wurde. Das Gie&#223;ener  Verwaltungsgericht gab dem Unternehmen damals Recht.
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		</item>
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		<title>&#8220;Gerecht&#8221; und &#8220;zweckm&#228;&#223;ig&#8221; &#8211; Gutachten zu Datenschutz und GEZ-Reform</title>
		<link>http://carta.info/34095/gerecht-und-zweckmaessig-gutachten-zu-datenschutz-und-gez-reform/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 14:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ARD und ZDF ver&#246;ffentlichen ein Gutachten zur Rundfunkabgabe: Meldedatenabgleich, regelm&#228;&#223;ige Meldedaten&#252;bermittlung, Anzeige- und Aufkunftspflichten - all dies sei datenschutzrechtlich nicht zu beanstanden, so der Gutachter Hans Peter Bull.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/595017fcfa5c473398961945ba4d31c1" width="1" height="1" alt=""/>Die geplanten Einzugsmethoden der GEZ f&#252;r die allgemeine Rundfunkabgabe sind datenschutz- und verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Zu diesem Ergebnis kommt der ehemalige Bundesbeauftragte f&#252;r den Datenschutz, Hans Peter Bull, in einem Gutachten f&#252;r ARD und ZDF, das heute in Berlin vorgestellt wurde.</p>
<p>Laut <a href="http://carta.info/34102/pressemitteilung-datenschutz-gutachten-zum-rundfunkbeitrag-vorgestellt/">Presseerkl&#228;rung</a> kommt Bull zu dem Ergebnis,</p>
<blockquote><p>dass die Vorschriften des im Entwurf vorliegenden Rundfunkbeitragsstaatsvertrags mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben vereinbar sind. Danach sind insbesondere der geplante einmalige Meldedatenabgleich, regelm&#228;&#223;ige Meldedaten&#252;bermittlungen und Anzeige- sowie Auskunftspflichten der Beitragspflichtigen ebenso wie Auskunftsrechte gegen&#252;ber &#246;ffentlichen und nicht&#246;ffentlichen Stellen datenschutzrechtlich nicht zu beanstanden.</p></blockquote>
<p>Die Prinzipien der Datensparsamkeit und Datenvermeidung bewertet der ehemalige Datensch&#252;tzer Bull &#8211; &#8220;in einer Gesellschaft, die sich auf allen Gebieten des Zusammenlebens der Informationstechnik bedient,&#8221; – als geradezu paradox.</p>
<p>Das <a href="http://www.ard.de/intern/standpunkte/-/id=1604680/property=download/nid=8236/137nkg1/Gutachten+zu+datenschutzrechtlichen+Fragen.pdf">Gutachten</a> kann bei ard.de heruntergeladen werden.</p>
<p>Carta dokumentiert einige der zentralen Ergebnisse des Bull-Gutachtens:</p>
<p>V. Ergebnisse</p>
<p>A. Grunds&#228;tzliches</p>
<p>1. Die laut gewordene Kritik, es entst&#252;nde zuk&#252;nftig ein „zentrales Melderegister“ bei der GEZ, beruht ganz offensichtlich auf der Annahme, dass eine umfassende Datei auch von zahlreichen Stellen genutzt werden k&#246;nne, und auf der Vorstellung, gro&#223;e Dateien wie die der Rundfunkanstalten und der GEZ begr&#252;ndeten besonders gro&#223;e Gefahren f&#252;r Pers&#246;nlichkeitsrechte der Betroffenen. Damit wird verkannt, dass der Datenbestand der Rundfunkanstalten gerade nicht von anderen Interessenten genutzt werden kann, sondern nur dem Zweck der Beitragserhebung dient.</p>
<p>2. Datenschutz ist stets Individualrechtsschutz. F&#252;r die datenschutzrechtliche Bewertung kommt es nur auf das Verh&#228;ltnis des Einzelnen zu der verantwortlichen Stelle und die Auswirkungen auf die Rechts- und Interessensph&#228;re des Einzelnen an, nicht aber darauf, ob gleichzeitig auch andere in gleicher Weise betroffen sind, und seien es auch viele. Ein Datenverarbeitungsverfahren, das eine gro&#223;e Masse von Personen jeweils in geringem Ma&#223;e beeintr&#228;chtigt, ist datenschutzrechtlich eher zul&#228;ssig als die Verarbeitung sensibler Daten einer kleinen Zahl Betroffener. Durch die Sammlung und Verarbeitung der Rundfunkteilnehmerdaten werden die Rechte der einzelnen Betroffenen nur in ganz geringem Ma&#223;e ber&#252;hrt; dies ist zul&#228;ssig.</p>
<p>3. Auch das Prinzip der Datensparsamkeit und Datenvermeidung rechtfertigt keine Pauschalkritik der Datenverarbeitung durch die Rundfunkanstalten und die GEZ. Dieses Prinzip ist nur einfachgesetzlich festgelegt und wirkt &#252;berdies in einer Gesellschaft, die sich auf allen Gebieten des Zusammenlebens der Informationstechnik bedient, geradezu paradox. Vielfach liegt es gerade im Interesse der Betroffenen, dass entsprechende Angaben &#252;ber sie gespeichert sind. Im &#220;brigen ist nicht erkennbar, wie die Ermittlung der Rundfunkbeitragsschuldner und der Einzug der Beitr&#228;ge ohne die bisher gespeicherten Daten m&#246;glich sein soll.</p>
<p>4. Personenbezogene Daten sind zwar grunds&#228;tzlich beim Betroffenen zu erheben, aber wenn die Betroffenen unbekannt sind, ist die Erhebung ohne Kenntnis des Betroffenen unvermeidlich. So ist es bei der Ermittlung von „Schwarzh&#246;rern“ und „Schwarzsehern“. Das Datenschutzrecht des Bundes und der L&#228;nder l&#228;sst f&#252;r diese F&#228;lle die Datenerhebung bei Dritten ohne Kenntnis der Betroffenen zu.</p>
<p>5. Die Neuregelung der Rundfunkfinanzierung ist gerechter als das bisherige Recht, und sie ist auch zweckm&#228;&#223;ig. Demgegen&#252;ber l&#228;uft die Kritik daran im Ergebnis darauf hinaus, dass aus Einzelregelungen und Prinzipien des Datenschutzrechts eine angebliche verfassungsrechtliche Verpflichtung zu einer anderen, deutlich weniger effektiven Regelung der Rundfunkfinanzierung hergeleitet wird. W&#252;rden diese Monita ber&#252;cksichtigt, so w&#228;re der Erfolg der vorgesehenen Umstellung stark gef&#228;hrdet. Das Ziel, ein m&#246;glichst hohes Ma&#223; an Geb&#252;hren- bzw. Beitragsgerechtigkeit herzustellen, w&#228;re dann gerade nicht erreichbar.</p>
<p>6. Auch die Idee, den Beitragseinzug den Finanz&#228;mtern zuzuweisen, ist nicht tragf&#228;hig. Die Rundfunkanstalten sind vielmehr schon nach allgemeinen Organisationsgrunds&#228;tzen (Verbot der Mischverwaltung) gehalten, diese Aufgabe selbst zu erf&#252;llen. Nur dies entspricht auch dem Gebot der Staatsferne des Rundfunks.</p>
<p>7. Die angebliche Unbestimmtheit einzelner Vorschriften des RBStV betrifft zum Teil nur beitragsrechtliche Fragen. Soweit Unklarheit &#252;ber die Zul&#228;ssigkeit einzelner Formen der Datenverarbeitung bestehen sollte, ist sie durch angemessene Auslegung der Vorschriften ausr&#228;umbar. Tats&#228;chliche Ungewissheiten sind nach den Regeln des Beweisrechts und der Beweislastverteilung zu behandeln.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Mehr zum Thema auf Carta:</em></p>
<ul>
<li>Robin Meyer-Lucht: <a rel="bookmark" href="../../33904/die-gutachterei-von-ard-und-zdf/">Die Gutachterei von ARD und ZDF</a></li>
<li>Heiko Hilker und J&#252;rgen Scheele: <a rel="bookmark" href="../../33410/gez-reform-neue-dokumente-bestaetigen-ungezuegelten-datenzugriff-durch-haushaltsgebuehr/">GEZ-Reform: Neuer Gesetzentwurf best&#228;tigt ungez&#252;gelten Datenzugriff durch Haushaltsabgabe</a></li>
<li>Weitere Texte zur <a href="http://carta.info/tag/haushaltsabgabe/">Haushaltsabgabe</a></li>
</ul>
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<a href="http://carta.info/34095/gerecht-und-zweckmaessig-gutachten-zu-datenschutz-und-gez-reform/">&#8220;Gerecht&#8221; und &#8220;zweckm&#228;&#223;ig&#8221; &#8211; Gutachten zu Datenschutz und GEZ-Reform</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/34095/gerecht-und-zweckmaessig-gutachten-zu-datenschutz-und-gez-reform/#comments">4 comments</a>
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		<title>GEZ-Reform: Carta ver&#246;ffentlicht Entwurf zum Rundfunkgeb&#252;hren-Staatsvertrag</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 11:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[18 Euro Rundfunkgeb&#252;hren f&#252;r jeden Haushalt: Nach einem Arbeitsentwurf f&#252;r einen neuen Staatsvertrag, den Carta hier ver&#246;ffentlicht, soll in Zukunft jeder Haushalt den gleichen "Rundfunkbeitrag" bezahlen, egal ob und welche Ger&#228;te dort vorhanden sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4fd44ec61b2841859162bb6a06d78936" alt="" width="1" height="1" /><em>Carta</em> liegt der Entwurf eines neuen Rundfunkgeb&#252;hren-Staatsvertrags vor. Demnach soll die GEZ in Zukunft pro Wohnung den Rundfunkbeitrag in voller H&#246;he erheben &#8211; unabh&#228;ngig von der Ger&#228;teausstattung.</p>
<p>Voraussichtlich 18 Euro pro Monat w&#252;rde demnach jeder Haushalt an die <strike>GEZ</strike> &#8221;Rundfunkservicezentrale&#8221; zahlen m&#252;ssen, da die Ministerpr&#228;sidenten an der bisherigen Geb&#252;hrenh&#246;he <a href="http://carta.info/19672/internet-gez-gebuehr-vollzahler-gebuehrenmodell/">erkl&#228;rterma&#223;en</a> festhalten wollen.</p>
<p>Auch Haushalte, die bislang den verminderten Geb&#252;hrensatz (nur Radio- bzw. PC-Besitz) oder gar keine Rundfunkgeb&#252;hren (angeblich oder real kein Ger&#228;tebesitz) zahlen, w&#252;rden dann voll beitragspflichtig. Mit anderen Worten: Auch wer keinen Fernseher besitzt, soll in Zukunft voll f&#252;r das &#246;ffentlich-rechtliche Fernsehen bezahlen.</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/05/StV-Entwurf_Runfunkfinanzierung_310320101_II.pdf">Download Staatsvertrags-Entwurf</a> (PDF, 141 KB)</p>
<p>Ein Gutachten des Verfassungsjuristen Paul Kirchhof hat diese Pl&#228;ne in der vergangenen Woche <a href="http://carta.info/26944/das-kirchhof-gutachten-neue-plausibilitaet-durch-rundfunkbeitraege-von-allen/">best&#228;tigt</a>. Kirchhof begr&#252;ndet die allgemeine Pflicht mit dem Nutzen des &#246;ffentlich-rechtlichen Fernsehens, der letztlich allen zugute komme. Der vorliegende Staatsvertrags-Entwurf, der noch aus der Zeit vor dem Kirchhof-Gutachten datiert, zeigt, dass Kirchhofs Ans&#228;tze sehr gut zu den Pl&#228;nen der Referenten passen.</p>
<p>Die Rundfunkgeb&#252;hr soll laut Arbeitsentwurf durch einen &#8220;Rundfunkbeitrag&#8221; ersetzt werden, der an die Rundfunkanstalten zu entrichten ist &#8211; und von einer neuen &#8220;Rundfunkservicezentrale&#8221; eingezogen werden soll. Beitragspflichtig wird jede Wohnung und jedes Haus, das &#8220;zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist&#8221;. Auch Zweit- und Ferienwohnungen sollen beitragspflichtig sein. Sozialhilfe-Empf&#228;nger bleiben von dem Beitrag befreit.</p>
<p>Neben Haushalten sollen auch Betriebsst&#228;tten den Beitrag entrichten. Der geplanten Staffelung zufolge sollen Betriebsst&#228;tten mit 1 bis 9 Mitarbeitern einen Rundfunkbeitrag entrichten, solche mit &#252;ber 1.000 Mitarbeiten 20 Rundfunkbeitr&#228;ge. Hotel- und G&#228;stezimmer sowie Mietfahrzeuge sind ebenfalls beitragspflichtig.</p>
<p>Die Beitragspflicht muss von den gemeldeten Bewohnern und Inhabern der Wohnungen und Betriebsst&#228;tten selbst angezeigt werden. Selbiges gilt f&#252;r Umz&#252;ge. Die Rundfunkanstalten k&#246;nnen bei den Einwohnermelde&#228;mtern entsprechende Daten anfordern. Wer den Beitrag l&#228;nger als sechs Monate nicht entrichtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit.</p>
<p>Der Entwurf stellt eine fr&#252;he Fassung des neues Geb&#252;hren-Staatsvertrags dar, der am <a href="http://mpk.rlp.de/startseite/termine-und-tagungsorte/">9. Juni</a> von den Ministerpr&#228;sidenten weiter diskutiert werden soll.
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		<title>Rundfunk f&#252;r alle</title>
		<link>http://carta.info/27136/rundfunk-fuer-alle/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 12:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r Melanie Amann (F.A.S.) l&#246;st die Haushaltsabgabe nicht die Legitmationsprobleme des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Alternativ fordert sie eine "Medienabgabe", die ziemlich genau Wolfgang Michals Idee einer Kulturflatrate f&#252;r Journalismus entspricht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/660c34f3525c4986b5f1d0f58aa44bb9" alt="" width="1" height="1" /><a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~EC883E5C8B44045B29E29488372BB857D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Melanie Amann</a> hat in der F.A.S. (<a href="http://www.faz.net/s/RubC9401175958F4DE28E143E68888825F6/Doc~EDB1816F571854B5E8A3CA8B232DABA47~ATpl~Ecommon~Scontent.html ">hier nun auch online</a>) unter der &#220;berschrift &#8220;Rundfunk f&#252;r alle&#8221; einen interessanten Kommentar zum Kirchhof-Gutachten geschrieben:</p>
<blockquote><p>Kirchhof hat v&#246;llig recht: Das jetzige System funktioniert nicht, weil es Legitimationsschw&#228;chen hat. Aber sein neues System verzichtet auf jegliche Legitimation. &#8220;Die Reform tauscht lediglich den Tatbestand des Empfangsger&#228;tes mit dem Tatbestand des Haushalts&#8221;, schreibt Kirchhof unschuldig, dabei entkoppelt er das Angebot der Sender f&#252;r alle Zeit von dessen Akzeptanz. Die reine Existenz der Anstalt erkl&#228;rt die Abgabe.</p></blockquote>
<p>Gegen Ende dieses Abschnitts verstolpert sich Amann in ihrer Argumentation: Kirchhof entkoppelt das Angebot nicht von seiner Akzeptanz (das ist streng genommen schon im bisherigen Modell so) &#8211; Kirchhof entkoppelt die Finanzierungspflicht &#8211; mit Ausnahme der &#8220;Almh&#252;tte im Funkloch&#8221; &#8211; f&#252;r alle Zeit von der Voraussetzung, das Angebot &#252;berhaupt empfangen zu k&#246;nnen. Zuk&#252;nftig soll n&#228;mlich jedem Haushalt &#246;ffentlich-rechtliches Fernsehen 216 Euro pro Jahr wert sein, egal ob man es &#252;berhaupt empfangen kann &#8211; und egal, welche Rolle das Fernsehen zuk&#252;nftig spielen wird.</p>
<p>Amann greift einen Aspekt auf, der bislang wenig diskutiert wurde. Nach Kirchhofs Vorschlag sollen auch die 3,6 Mio. Menschen in Hartz-IV-Haushalten abgabenpflichtig werden. Deren Abgaben in H&#246;he von rund 800 Mio. Euro soll dann der Staat an den &#8220;staatsfernen&#8221; Rundfunk zahlen.</p>
<p>Hat Kirchhof hier die Hintert&#252;r f&#252;r den Einstieg in die Steuerfinanzierung der Rundfunkabgabe formuliert &#8211; so wie auch schon Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenkassen durch Steuermittel aufgep&#228;ppelt werden? Real k&#246;nnte damit der effektive Rundfunkbeitrag pro Haushalt noch h&#246;her liegen als die 216 Euro pro Jahr &#8211; auf dem Umweg der Steuerfinanzierung.</p>
<p>Am Ende ihres Textes fordert Amann das Nachdenken &#252;ber eine Medienabgabe &#8211; eine &#8220;Art Kirchensteuer f&#252;r Informationsprogramme&#8221;, eine &#8220;Abgabe f&#252;r demokratische Medien&#8221; als &#8220;Grundelement der Demokratie&#8221;.</p>
<p>Die Medienabgabe w&#252;rde allen Medienanbietern zugute kommen &#8211; nicht nur dem knappen Dutzend &#246;ffentlich-rechtlicher Anstalten. Denn wenn Journalismus eine Abgabenpflicht f&#252;r sich beanspruchen kann, so m&#246;ge dies nicht nur f&#252;r den Anstaltsjournalismus gelten.</p>
<p>Dies ist eine interessante Wendung: Als Reaktion auf die Haushaltsabgabe fordert die F.A.S. eine Ausweitung des Berechtigtenkreises auf alle Medienanbieter. Wenn man die Abgabe schon nicht glaubt verhindern zu k&#246;nnen,  fordert man mehr Fairness im System durch eine Ausweitung auf alle Inhalteanbieter.</p>
<p>Im Ergebnis ist Amann &#252;ber den Umweg Kirchhof bei Wolfgang Michals <a href="http://carta.info/3260/flatrate-journalismus/">Kulturflatrate f&#252;r Journalismus</a> angekommen.</p>
<p>Die Logik hinter Amanns Vorsto&#223;: Wenn man die Haushaltsabgabe schon nicht verhindern kann, dann w&#252;nscht man sich lieber eine Medienabgabe f&#252;r alle statt als Abgabe nur an wenige privilegierte Anstalten.
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<a href="http://carta.info/27136/rundfunk-fuer-alle/">Rundfunk f&#252;r alle</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/27136/rundfunk-fuer-alle/#comments">10 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=27136&amp;md5=2cac41bbb23d6c39195d5e473fe2f019" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Kirchhof-Gutachten zur Rundfunkgeb&#252;hr: Eine erste Bewertung</title>
		<link>http://carta.info/26953/das-kirchhof-gutachten-zur-rundfunkgebuehr-eine-erste-bewertung/</link>
		<comments>http://carta.info/26953/das-kirchhof-gutachten-zur-rundfunkgebuehr-eine-erste-bewertung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko Hilker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Paul Kirchhof deutet in seinem Gutachten an, wie die Rundfunkgeb&#252;hr gerechter und nicht teurer werden k&#246;nnte. Doch es bleiben auch sehr viele Fragen: Kann man Rundfunk in Zukunft nicht mehr "abw&#228;hlen"?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/b0b5960a467d48eab463c6a48518975d" alt="" width="1" height="1" />F&#252;r Januar war es von ARD und ZDF angek&#252;ndigt, nun liegt es vor: das Gutachten von Paul Kirchhof zum Rundfunkgeb&#252;hrennmodell. Auch eine Haushaltsabgabe sei neben modifizierten Rundfunkgeb&#252;hr europarechtlich und verfassungsrechtlich zul&#228;ssig. Die Doppel- und Mehrfachzahler soll es nicht mehr geben, Rundfunkgeb&#252;hrenbefreiungen seien von den Versicherungstr&#228;gern zu zahlen, ARD und ZDF sollten weitgehend werbe- und sponsoringfrei sei. UND: Die Rundfunkgeb&#252;hr muss nicht steigen.</p>
<p>ARD, ZDF und Deutschlandradio haben das Gutachten in Auftrag gegeben. Da sie es bezahlt haben, hat es der Geb&#252;hrenzahler bezahlt.<strong> Doch der Geb&#252;hrenzahler bekommt es nicht zugleich mit den Chefs der Staatskanzleien, denen es heute vorgestellt wurde, zur Ansicht</strong>. Dies zeigt einmal mehr, wem gegen&#252;ber sich die Intendanten zuallererst in der Pflicht sehen.</p>
<p>Auf vielen Seiten leitet Paul Kirchhof ab, welchen Anforderungen das neue Modell entsprechen soll.</p>
<blockquote><p>„Deshalb ist die erneuerte Abgabe behutsam so zu bemessen, dass die vertraute Abgabe ersichtlich erhalten bleibt, deren Strukturfehler aber ebenso offensichtlich bereinigt wird. Dieses Ziel l&#228;sst sich erreichen, wenn</p>
<p>(1.) Gl&#228;ubiger (Rundfunkanstalten) und Schuldner (Inhaber von Haushaltungen und Betriebsst&#228;tten) beibehalten werden,</p>
<p>(2.) der rechtfertigende Grund der Rundfunkabgabe – das allgemeine Angebot von Rundfunksendungen – fortgilt,</p>
<p>(3.) die Abgabenh&#246;he der gewohnten Last entspricht, f&#252;r die privaten Haushaltungen m&#246;glichst im gleichen Euro- und Centbetrag,</p>
<p>(4.) der Verfremdungstatbestand der Ger&#228;teabh&#228;ngigkeit entf&#228;llt, damit die notwendige Reform ersichtlich wird, und</p>
<p>(5.) diese Erneuerung im Begriff des „Rundfunkbeitrags“ ins allgemeine Bewusstsein ger&#252;ckt wird.“</p></blockquote>
<p>Es soll also f&#252;r die Geb&#252;hrenzahler gerechter sowie nicht teurer werden. Ein steuer&#228;hnliches Modell, bei dem man entsprechend des Einkommens zu zahlen hat, scheidet f&#252;r ihn auch aus verfassungsrechtlichen Gr&#252;nden aus.</p>
<p>Paul Kirchhof verbindet in seinem Gutachten die Reform der Rundfunkgeb&#252;hr mit einem weitestgehend werbe- und sponsoringfreien &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk. (Gutachten Seite 52)</p>
<blockquote><p>„W&#252;rde der Gesetzgeber sich entscheiden, den &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk g&#228;nzlich – vor dem Hintergrund der gebotenen Aufkommensneutralit&#228;t auch schrittweise &#8211; ohne Werbung und Sponsoring zu finanzieren, w&#228;re die Identit&#228;t der Rundfunkanstalten und des Rundfunkprogramms – ein Programmablauf ohne jegliche Werbeunterbrechung – in eindrucksvoller Weise hervorgehoben. Die Notwendigkeit des Rundfunkbeitrags w&#228;re f&#252;r jedermann ersichtlich, weil er sich mit dem erneuerten Rundfunkbeitrag u. a. die Werbefreiheit dieses Programms erkauft. Die in besonderer Weise freiheitssensible Garantie des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks wahrt Distanz zu jeder Interessentenfinanzierung, st&#252;tzt sich ausschlie&#223;lich auf die Allgemeinheit der Abgabenschuldner, die in einem Massenverfahren in Kleinbeitr&#228;gen ohne Lenkungseffekt den Rundfunk finanzieren. Das Verbot von Werbung und Sponsoring kann allerdings generell nur f&#252;r die Eigenproduktion der Rundfunkanstalten gelten, nicht f&#252;r den Kauf von Programmen, die nur unter den Bedingungen des Sponsorings erwerbbar sind.“</p></blockquote>
<p>Doch wie soll man &#252;berpr&#252;fen k&#246;nnen, ob bestimmte Programme und Rechte nur in Verbindung mit Werbung und Sponsoring zu erwerben sind? F&#252;r den Sport wird dies immer wieder behauptet. Kann man eine solche Begr&#252;ndung auch f&#252;r Filme gelten lassen? Dies w&#252;rde ja nur best&#228;tigen, dass diese f&#252;r die Vermarktung entwickelt wurden. Nun, wenn es weniger Werbung und Sponsoring bei ARD und ZDF gibt, dann muss nach Ansicht der Anstalten die Rundfunkgeb&#252;hr steigen, um dies auszugleichen.</p>
<p>Doch anscheinend hat Paul Kirchhof einen, wenn auch nicht direkten, Weg gefunden, wie dies anderweitig kompensiert werden kann. Er schl&#228;gt vor, dass in Zukunft der Geb&#252;hrenausfall durch Befreiungen durch die Versicherungstr&#228;ger zu tragen ist (Gutachten S. 71).</p>
<blockquote><p>„In dem Statistikmodell erscheint die Erh&#246;hung des Wohngeldes um den Rundfunkbeitrag geboten, weil dieses das tats&#228;chliche Konsumverhalten erfasst, in diesem aber bisher eine Geb&#252;hrenbefreiung &#252;blich war. Der Geb&#252;hrenanspruch der Rundfunkanstalten k&#246;nnte dann im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Dauerschuldverh&#228;ltnisse durch Quellenabzug beim Versicherungstr&#228;ger durchgesetzt werden.“</p></blockquote>
<p>Da die Einnahmen somit um ca. 870 Mio. Euro steigen w&#252;rden, k&#246;nnte man ARD und ZDF leicht werbefrei machen, ohne dass die Geb&#252;hr erh&#246;ht werden muss.</p>
<p>Das von den Ministerpr&#228;sidenten derzeit noch propagierte &#8220;kommunistische&#8221; Prinzip, dass jeder Haushalt unabh&#228;ngig von der konkreten Nutzung die Rundfunkgeb&#252;hr bezahlen muss, wird die Legitimation der Rundfunkgeb&#252;hr und damit von ARD und ZDF weiter untergraben. Es findet sich auch im Gutachten nicht wieder.</p>
<p><strong>Die Freiheit liegt auch darin, Rundfunk abw&#228;hlen zu k&#246;nnen und somit auch nicht zahlen zu m&#252;ssen</strong>. Schlie&#223;lich muss ich ja auch keine Presseabgabe zahlen, um dann eine Zeitung „kostenlos“ ausw&#228;hlen zu d&#252;rfen. Aus der Rundfunkgeb&#252;hr muss nicht, wie von der Mehrheit der Ministerpr&#228;sidenten ins Gespr&#228;ch gebracht, eine allgemeine, von jedem zu zahlende Demokratieabgabe werden. So empfiehlt auch Paul Kirchhof, dass, wer Rundfunk nicht nutzt, auch nicht zahlen muss:</p>
<blockquote><p>„Da der Beitrag in der Tradition des deutschen Beitragsrechts eher den &#246;ffentlich-rechtlichen Vorteilsausgleich regelt, den Verm&#246;genswert eines Vorzugsangebotes absch&#246;pft, den Interessenten an den Kosten einer &#246;ffentlichen, ihm einen individualisierbaren Vorteil anbietenden Einrichtung beteiligt, erscheint es um der Rechtssicherheit und der &#246;ffentlichen Akzeptanz willen geboten, eine widerlegbare Regelvermutung zu schaffen, also in der Beitragsbemessungsgrundlage eine allgemeine Nutzbarkeit des generellen Programmangebotes zu vermuten, dessen Widerlegung aber in einem individuellen Antragsverfahren zuzulassen.“</p></blockquote>
<p><strong>Allerdings kehrt er damit die Beweislast um. In Zukunft soll man dann also beweisen, dass man etwas nicht nutzt. Doch wie soll das gehen?</strong> Den einfachen Weg, &#246;ffentlich-rechtliche Angebote f&#252;r die neuen &#220;bertragungswege zu verschl&#252;sseln, lehnen ARD und ZDF ja ab.</p>
<p>Keine Aussage trifft er dazu, ob es &#8211; wie von den Ministerpr&#228;sidenten gewollt &#8211; in Zukunft nur noch einen Beitrag geben soll. Die Grundgeb&#252;hr, die Radio-Nutzer (derzeit 2,4 Mio.) bisher bezahlen mussten, soll auf die Fernsehgeb&#252;hr angehoben werden, also von 5,76 auf 17,98 Euro/Monat steigen. Doch warum sollen diejenigen, die sich bewusst gegen Fernsehen entschieden haben, zus&#228;tzlich finanziell belastet werden, wo doch die einzelnen ARD-Anstalten, wie man ihren Gesch&#228;ftsberichten entnehmen kann, f&#252;r das Fernsehen meist das 15- bis 20fache an Geb&#252;hrenmitteln einsetzen? Und es ist wohl kaum davon auszugehen, dass sie die sich daraus ergebenden Einnahmen von 350 Mio. Euro in &#246;ffentlich-rechtliches Radio investieren werden.</p>
<p>F&#252;r mich ist klar: Zahlen sollte nur der, der auch Rundfunk nutzt. Und wer nur Radio nutzen will, der soll daf&#252;r auch weniger bezahlen. Der &#246;ffentlich-rechtlicher Rundfunk kann weitestgehend werbe- und sponsoringfrei sein, Hochschulen, Bibliotheken und Feuerwehren k&#246;nnen von der Zahlung befreit werden sowie Doppel- und Mehrfachzahler der Vergangenheit angeh&#246;ren, ohne das die Geb&#252;hr oder der Beitrag steigen muss.
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		<title>Die neue Beck-Initiative: Weniger Werbung bei ARD &amp; ZDF dank voller PC-Geb&#252;hr?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 18:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko Hilker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutschlands Chefmedienpolitiker Kurt Beck schiebt die Abschaffung der Fernsehwerbung bei ARD &#038; ZDF weiter hinaus und hat sich offenbar ein Finanzierungsmodell f&#252;r den kommenden Werbeverzicht ausgedacht: die volle PC-Geb&#252;hr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b8d2e1091b764dc1a060bd361a212f3a" alt="" width="1" height="1" />Die Landtagsfraktion der NRW-SPD hatte den Ministerpr&#228;sidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD), Anfang M&#228;rz zu ihren „Villa-Horion-Gespr&#228;chen“ eingeladen. Es ging um eine m&#246;gliche Verfassungsklage gegen das ZDF – und um das neue Geb&#252;hrenmodell. Bei beiden Themen ging Beck erkennbar in die Initiative: Er droht mit einer eigenen Verfassungsklage, falls sich die CDU nicht kompromissbereit zeigen sollte. Und auch bei den Geb&#252;hrenpl&#228;nen trug Beck neue Ideen vor:</p>
<p>Beck m&#246;chte das neue Geb&#252;hrenmodell mit einem schrittweisen Ausstieg aus der Fernsehwerbung bei ARD und ZDF verbinden. Als Gegenfinanzierung schwebt im offenbar die volle PC-Geb&#252;hr vor.</p>
<p>Kurt Beck will zum einen, dass ARD und ZDF aus Fernsehwerbung und Sponsoring im Umfeld von &#8216;Nicht-Sportsendungen&#8217; aussteigen. Die Werbung im ARD-H&#246;rfunk wie auch das Sponsoring im Rahmen von TV-Sport&#252;bertragungen bei ARD und ZDF soll bleiben. Der Ausstieg auf der H&#246;rfunkwerbung sei zu schwierig, da die einzelnen Bundesl&#228;nder die Werbevorschriften jeweils im Detail f&#252;r ihre Sender regeln. Und ohne Sponsoring und Werbung w&#252;rde man im Sportbereich viele TV-Rechte nicht mehr erhalten.</p>
<p>Der begrenzte Werbe- und Sponsoringausstieg soll in zwei Schritten erfolgen. Zum 1. Januar 2015 sollte die TV-Werbung von montags bis freitags halbiert werden (von 20 auf 10 Minuten t&#228;glich). An Samstagen solle sie verboten sein. Zwei Jahre sp&#228;ter, am 1. Januar 2017, also zu Beginn der &#252;bern&#228;chsten Geb&#252;hrenperiode, solle der zweite Schritt erfolgen.</p>
<p>Kurt Beck sei f&#252;r diese schrittweise Abschaffung der Fernsehwerbung bei ARD und ZDF, weil es „ein St&#252;ck Flexibilit&#228;t auf dem Weg“ brauche, „um &#252;berhaupt voranzukommen.“</p>
<p>Doch gibt es wohl zwei andere, wesentliche Gr&#252;nde. Zum einen schindet Kurt Beck damit zwei Jahre Zeit, in denen ARD und ZDF noch die Werbequelle voll weiter nutzen k&#246;nnen. Hatten doch die Bundesl&#228;nder bereits im Dezember 2008 beschlossen, dass Sponsoring bei ARD und ZDF ab dem 1. Januar 2013 an Werktagen nach 20.00 Uhr sowie an Sonn- und bundesweit einheitlichen Feiertagen nicht mehr erlaubt sein soll (mit Ausnahme der Sportsendungen).</p>
<p>Zum anderen hat er damit schon die Gegenfinanzierung der Werbeerl&#246;se in der Tasche. Wenn &#8211; so wie er und andere es wollen &#8211; die 2,4 Millionen Geb&#252;hrenzahler, die bisher nur die Grundgeb&#252;hr bezahlen (also die ausschlie&#223;lichen Radio- und PC-Nutzer), die volle Fernsehgeb&#252;hr bezahlen m&#252;ssen, dann haben ARD und ZDF etwa 350 Mio. Euro mehr im Jahr zur Verf&#252;gung. Bei den anderen von der Rundfunkkommission diskutierten Geb&#252;hrenmodellen werden die Unternehmen um etwa 230 Mio. Euro entlastet. Die privaten Haushalte werden f&#252;r Mehreinnahmen von circa 60 Mio. Euro im Jahr sorgen, da die Abschaffung der Zweit- bzw. Drittgeb&#252;hr durch die Erh&#246;hung der PC-Geb&#252;hr auf die Fernsehgeb&#252;hr mehr als kompensiert wird. Die „restlichen“ 120 Mio. Euro entsprechen in etwa der H&#228;lfte der Werbeertr&#228;ge von ARD (mit H&#246;rfunk) und ZDF.</p>
<p>Allerdings reicht die Betrachtung der Werbeertr&#228;ge nicht aus. Schlie&#223;lich werden ja die Werbeeinnahmen zum Teil ins Programm gesteckt. Und Programm muss weiter produziert werden. So lagen im Jahre 2009 die Nettoums&#228;tze beim ARD-Werbefernsehen bei 157 Mio. Euro und im ARD-Werbefunk bei 186 Mio. Euro.</p>
<p>Nun, offensichtlich ist jedoch, dass man mit dem neuen Geb&#252;hrenmodell ARD und ZDF schrittweise werbefrei machen, dabei die Unternehmen entlasten und die Zweit- bzw. Drittgeb&#252;hr f&#252;r Garten, Arbeitszimmer und Dienstwagen abschaffen kann, ohne die Fernsehgeb&#252;hr erh&#246;hen zu m&#252;ssen. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass ARD und ZDF zudem noch &#252;ber insgesamt mehr Geb&#252;hrenmittel verf&#252;gen k&#246;nnen. Schlie&#223;lich bekommen sie in 2013 und 2014 dann noch volle Werbeeinnahmen &#8211; die nach derzeitigen Prognosen steigen. Gleichzeitig steigt die Rundfunkgeb&#252;hr f&#252;r 2,4 Mio. Zahlerinnen und Zahler auf mehr als das Dreifache. Doch sie sind eine Minderheit: Nur etwas mehr als 5% der Zahler. So werden die Proteste eher leise ausfallen. F&#252;r die Mehrheit w&#252;rde es seit Jahren erstmals keine Geb&#252;hrenerh&#246;hung geben.</p>
<p>Beschlossen werden m&#252;sste all dies in diesem Jahr. Im M&#228;rz 2011 sind &#252;brigens in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen. &#8211; Kurt Beck tritt wieder an.
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		<title>Das unbestimmte Leistungsschutzrecht: Auf dem Weg zur PC-Geb&#252;hr</title>
		<link>http://carta.info/24211/das-unbestimmte-leistungsschutzrecht-auf-dem-weg-zur-pc-gebuehr/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 11:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Leistungsschutzrecht nimmt ein wenig konkretere Formen an - und l&#228;sst dabei noch viele Fragen offen. Es scheint, die Verlage m&#246;chten es mit m&#246;glichst wenig Aufhebens einf&#252;hren. Um eine weitere PC-Geb&#252;hr zulasten Unbeteiligter und Kleingewerbetreibender zu verhindern, braucht es jetzt eine &#246;ffentliche Debatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/92d3b4b4b6e1435ea8fc914e8ae0be39" alt="" width="1" height="1" />Gestern hatte ich zum Thema Leistungsschutzrecht (LSR) ein Déjà-vu-Erlebnis: Das Prinzip f&#252;r eine m&#246;glichst lautlose Einf&#252;hrung des LSR kennen wir doch eigentlich schon. Es l&#228;uft momentan wie bei der Einf&#252;hrung der “Rundfunkgeb&#252;hren f&#252;r neuartige Rundfunkempfangsger&#228;te” (vulgo PC-Geb&#252;hr). Das Thema soll mit m&#246;glichst vagen Aussagen m&#246;glichst bis zum Schluss unterhalb der &#246;ffentlichen Emp&#246;rungsschwelle gehalten werden. Au&#223;erdem vermeiden die Bef&#252;rworter eines LSR (also die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage) eine breite Solidarisierung gegen ihre Pl&#228;ne, indem einzelne Interessengruppen auseinander dividiert werden.</p>
<p>Man erinnere sich an die Phase vor der PC-Geb&#252;hr: Da hie&#223; es in den Verhandlungen und beim Beschluss des Rundfunk&#228;nderungsstaatsvertrags 2004 auch zun&#228;chst: Wir haben jetzt die rechtliche Grundlage, aber wir werden sie (noch) nicht anwenden. Dann wurde sie ab 2007 angewandt, aber (zun&#228;chst) nur in H&#246;he der Radiogeb&#252;hr. Die &#246;ffentliche Emp&#246;rung hielt man in Grenzen, indem man versicherte, der allergr&#246;&#223;te Teil der Privathaushalte sei ja ohnehin nicht betroffen (nur dann, wenn sie bisher kein Radio angemeldet hatten). Au&#223;erdem wurde das Schweigen der Gro&#223;betriebe erkauft, indem man die Abgabe auf einen PC pro Grundst&#252;ck beschr&#228;nkte, den Konzernen also einen gewaltigen Mengenrabatt gew&#228;hrte. Am Ende blieben Kleingewerbetreibende, Solo-Selbstst&#228;ndige und Heimarbeiter &#252;brig. Von den Heimarbeitern wurden dann aber letztlich noch einmal alle Lehrer ausgenommen (mit der absurden Begr&#252;ndung: Schulen als &#246;ffentliche Arbeitgeber h&#228;tten keine Gewinnerzielungsabsicht und Lehrer, die daheim ihren Unterricht vorbereiten, demnach auch nicht).</p>
<p>Daf&#252;r werden seitdem B&#228;cker, Friseursalons, Webdesigner oder freie Journalisten f&#252;r die berufliche Nutzung eines PCs zur Kasse gebeten, auch wenn ihr Umsatz gering ist. Demn&#228;chst, wenn es nach den Ministerpr&#228;sidenten geht, sogar mit der <a href="../../19672/internet-gez-gebuehr-vollzahler-gebuehrenmodell/"><strong>vollen Rundfunkgeb&#252;hr</strong></a>. Und da in Deutschland keine Sammelklagen zul&#228;ssig sind, muss jeder Kleingewerbetreibende und Solo-Selbstst&#228;ndige, der sich zu Unrecht abkassiert glaubt, gesondert Klage einreichen. Noch ist kein Verfahren weiter als bis zur Instanz eines Oberverwaltungsgericht gekommen, und nat&#252;rlich herrscht angesichts der <a href="http://www.pc-gebuehr.de/aktuelles2010.html"><strong>v&#246;llig unterschiedlichen Urteile</strong></a> je nach Gericht weiterhin Rechtsunsicherheit.</p>
<p>So &#228;hnlich sehe ich das auch beim Leistungsschutzrecht kommen. Bei der Auftaktveranstaltung zum <a href="http://www.koelner-forum-medienrecht.de/veranstaltung/digital-und-ohne-recht-umbruch-der-verlagsbranche.html"><strong>K&#246;lner Forum f&#252;r Medienrecht</strong></a> sagte Christoph Keese, Cheflobbyist des Axel Springer Verlags, nach einer Meldung von <em><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Leistungsschutzrecht-Nicht-nur-Google-soll-zahlen-952766.html"><strong>Heise Online</strong></a></em> gestern erstmals, wer denn Zahlungen nach dem Leistungsschutzrecht entrichten solle:</p>
<blockquote><p>Zahlen sollen in Zukunft nicht nur Portale wie Google, die kostenfrei abrufbare Inhalte systematisch auswerten, sondern jeder gewerbliche Nutzer der Verlagsangebote im Internet. Dabei nannte Keese explizit die sch&#228;tzungsweise 20 Millionen gewerblich eingesetzten PCs in Deutschland.</p></blockquote>
<p>Das ist so ziemlich das Konkreteste, was wir bisher zu diesem Thema vernommen haben. Denn genauso wie die angeblich schutzw&#252;rdigen Leistungen der Verlage im Internet bisher vor allem negativ formuliert wurden (keine einzelnen Texte, keine &#220;berschriften, kein Layout, keine Verlinkungen), hie&#223; es auch bei Fragen zum Kreis der potenziell Zahlungspflichtigen bisher vor allem, das geplante Gesetz richte sich nicht explizit gegen Google und nicht gegen Blogger. Au&#223;erdem m&#252;sse f&#252;r Journalisten und andere Urheber eine <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2010/02/2010-02-24-bkm-leistungsschutz-presseverlage.html"><strong>“angemessene und ausgewogene L&#246;sung</strong>“</a> gefunden werden (Pressemitteilung der Bundesregierung nach einem Treffen von Kulturstaatsminister Neumann und Presseverlegern).</p>
<p>In einem von <em>Carta</em> &#252;bernommenem <a href="../../23863/burda-vorstand-schweizer-das-leistungsschutzrecht-richtet-sich-gegen-niemanden/"><strong>Interview mit Promedia</strong></a> erl&#228;uterte Burda-Rechtsvorstand Robert Schweizer:</p>
<blockquote><p>Die ersten Gespr&#228;che mit den politischen Entscheidungstr&#228;gern beginnen derzeit. Ein Textvorschlag soll jedoch, wenn auch m&#246;glichst umgehend, erst vorgelegt werden, wenn Verleger und Journalistengewerkschaften rundum einen Konsens gefunden haben.</p></blockquote>
<p>Doch solch eine Branchenregelung w&#252;rde ganz schnell zu Abgrenzungsproblemen f&#252;hren. “Journalist” ist bekanntlich keine gesch&#252;tzte Berufsbezeichnung. Kommt man nur mit Presseausweis in den Genuss der LSR-Befreiung? Nur wenn man hauptberuflicher Journalist ist? Was ist mit Bloggern? Was mit gewerblichen Bloggern? <em><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/leistungsschutzrecht-wird-konkretisiert/"><strong>Netzpolitik</strong></a></em> fragt sich zu Recht: “Und wer kontrolliert eigentlich, wieviele PCs in Unternehmen stehen?” Weiter w&#228;re zu fragen: Was ist eigentlich eine gewerbliche Nutzung? Keese nannte bei einer <a href="../../21539/carta-livestream-der-diskussion-gottes-werk-und-googles-beitrag/"><strong>Podiumsdiskussion der Heinrich-B&#246;ll-Stiftung</strong></a> im Januar als typischen Fall einen Bankangestellten, der sich mit Hilfe frei zug&#228;nglicher Verlagsangebote im Netz vor der Kreditvergabe &#252;ber einen Mittelst&#228;ndler informiert und dazu in der Bank Texte herunterl&#228;dt oder ausdruckt, anstatt die gedruckte Zeitung zu kaufen. Doch ist es auch eine gewerbliche Nutzung, wenn der Mitarbeiter das Gleiche zuhause tut und die Texte am n&#228;chsten Morgen in die Filiale mitbringt? Die Antwort auf diese Frage blieb Keese schuldig.</p>
<p>Halten wir fest: <strong>F&#252;r 20 Millionen schwer definierbare gewerblich genutzte PCs soll also k&#252;nftig eine Abgabe in unbestimmter H&#246;he f&#252;r eine unbestimmte Leistung entrichtet werden</strong>, wenn es ein Leistungsschutzrecht gibt. Au&#223;erdem gibt es nicht-&#246;ffentliche Gespr&#228;che zwischen Verlags- und Gewerkschaftsvertretern &#252;ber Ausnahmereglungen f&#252;r nicht genau definierte Interessengruppen, die aber offenbar auch nur nebenbei gef&#252;hrt werden, weil die Verlage laut <em>Heise</em> nun eine Kartellausnahmegenehmigung beantragen wollen, f&#252;r die sie gar keine Zustimmung der Journalisten-Gewerkschaften br&#228;uchten. Vielleicht ist dieser Kenntnisstand endlich Anlass, &#252;ber dieses Thema eine breite und demokratisch legimierte Debatte zu f&#252;hren, bevor Tatsachen zulasten Unbeteiligter geschaffen werden. Die PC-Geb&#252;hr l&#228;sst gr&#252;&#223;en.</p>
<p><em>Ulrike Langer hat diesen Text zuerst auf ihrem Blog <a href="http://medialdigital.de/2010/03/12/das-leistungsschutzrecht-nimmt-den-weg-der-pc-gebuhr/">Medial Digital</a> gepostet. Wir crossposten ihn mit freundlicher Zustimmung der Autorin.</em>
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<a href="http://carta.info/24211/das-unbestimmte-leistungsschutzrecht-auf-dem-weg-zur-pc-gebuehr/">Das unbestimmte Leistungsschutzrecht: Auf dem Weg zur PC-Geb&#252;hr</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/24211/das-unbestimmte-leistungsschutzrecht-auf-dem-weg-zur-pc-gebuehr/#comments">15 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24211&amp;md5=ac1d0d568a3138967cbd0b3226851d66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rundfunkgeb&#252;hr – Staatsferne vs. Realit&#228;tsferne?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Brinkel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Debatte um eine etwaige Erh&#246;hung der "GEZ-Geb&#252;hr" f&#252;r Smartphones und Computer geht es letztlich um das Dogma der "Geb&#252;hrenkontinuit&#228;t" - statt um die n&#246;tigen gro&#223;en Reformen. Die Rundfunkanstalten sollen auf keinen Fall Einnahmen verlieren - und sind daher auf eine umfassende Zahlerbasis angewiesen ist. Mit welcher Begr&#252;ndung eigentlich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/3a207966afd1428d978f55259a1bf621" alt="" width="1" height="1" />7.600.000.000 – manche Zahlen entfalten ihre Wirkung erst in der ganzen Pracht ihrer vielen Nullen. Die hier Aufgef&#252;hrte bildet in etwa das Geb&#252;hrenaufkommen in Euro ab, welches den &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland 2009 zur Erf&#252;llung ihres Versorgungsauftrages zufloss.</p>
<p>Die kritische &#246;ffentliche Debatte um die Rundfunkgeb&#252;hr ebenso wie die Reformresistenz der L&#228;nder hat in Deutschland mittlerweile eine jahrelang gefestigte Tradition. Es besteht die Gefahr, beides nur noch als medienpolitischen Blockbuster mit fest verteilten Rollen und zuverl&#228;ssiger schlagzeilentr&#228;chtiger j&#228;hrlicher Wiederkehr zu begreifen – eine Art Telenovela also, die in erster Linie das Ziel verfolgt, kein Ende zu haben, was der Diskussion immerhin einen gewissen Bezug zum &#246;ffentlich-rechtlichen Vorabendprogramm verleiht.</p>
<p>Die zur Gewohnheit gewordene mediale Aufregung &#252;bert&#246;nt dabei teilweise den Fakt, dass die Akzeptanz der Rundfunkgeb&#252;hr in der Bev&#246;lkerung auch ganz real aufgezehrt ist. Die offenbar hohe Quote sogenannter Schwarzseher ist hierf&#252;r weniger ein Beleg, als die erstaunlich breite Bereitschaft einzelner Zahler, sich in langwierigen und kostenintensiven Gerichtsverfahren auch ganz handfest juristisch gegen die Rundfunkgeb&#252;hr zu wehren. Die Entscheidungen zum Thema f&#252;llen regelm&#228;&#223;ig die Urteilsteile der medienrechtlichen Fachzeitschriften. Jede einzelne liest sich wie ein Lagebericht aus Absurdistan.</p>
<p>Das Bemerkenswerte: Der sich hierin abbildende Akzeptanzverlust gr&#252;ndet sich weniger isoliert auf die blo&#223;e H&#246;he der Geb&#252;hr, als auf den &#252;ber weite Strecken fraglichen Gegenwert in den Angeboten der Anstalten. Vor allem aber tr&#228;gt das ger&#228;tezentrierte Einzugsverfahren mit Begriffsungeheuern wie dem „neuartigen Rundfunkger&#228;t“ dazu bei. Der Ger&#228;tebezug in der Rundfunkfinanzierung ist damit durchaus repr&#228;sentativ f&#252;r das weitgehende Verharren der deutschen Medienpolitik in der Vor-Internet-Zeit.</p>
<p><a href="http://carta.info/20640/die-geraeterepublik/">Harald Staun</a> hat in der <em>FAS</em> treffend formuliert, der Begriff „neues Rundfunkger&#228;t” k&#246;nne es mit der Definition aus Borges´ chinesischer Enzyklop&#228;die aufnehmen, wonach „Tiere, die dem Kaiser geh&#246;ren all jene sind, die von weitem wie Fliegen aussehen”. Der Vergleich trifft ins Schwarze, weil bereits der Grundbegriff der „Geb&#252;hr“ eine Mogelpackung ist. Die „Geb&#252;hr“ ist ein fein definierter juristischer Terminus. Sie unterscheidet sich von der „Steuer“ oder auch den „Beitr&#228;gen“ durch eine ihr unmittelbar gegen&#252;ber stehende und auch tats&#228;chlich in Anspruch genommene staatliche Gegenleistung. Hier liegt ein prinzipielles Legitimationsdefizit der Rundfunkgeb&#252;hr.</p>
<p>Denn ein solches Leistungs- und Gegenleistungsverh&#228;ltnis ist schon immer nur eine Fiktion gewesen, die aus der technischen M&#246;glichkeit des Empfangs &#246;ffentlich-rechtlicher Programme auch deren Konsum folgert. Diese Fiktion hatte noch ihre Berechtigung in Zeiten des R&#246;hrenfernsehers vor der Einf&#252;hrung des Privatfernsehens und des Multimediums Internet. Sie war schon fragw&#252;rdig mit dem Aufkommen des Kabel- und Satellitenfernsehens und der damit einhergehenden Sendervielfalt. Und sie reicht ins Groteske, seit sie jeden Internetanschluss faktisch zu nichts anderem als einer Programmempfangsmaschine f&#252;r &#246;ffentlich-rechtliches Fernsehen deklariert.</p>
<p>Diese Kritik ist ebenso wenig neu, wie die passenden Reformbekenntnisse der Ministerpr&#228;sidenten, denen gleichwohl bei jedem neuerlichen Anlauf zu einer Reform zuverl&#228;ssig die Puste ausgeht. Aktuell bedeutet dies: Nach langen Jahren der Ank&#252;ndigung eines echten Abgabesystems scheinen die L&#228;nder jetzt lieber in die Boxengasse statt ins Ziel steuern zu wollen. Der kolportierte Plan, schlicht die reduzierte Geb&#252;hr f&#252;r die PCs und Smartphones abzuschaffen und auch f&#252;r diese Empfangsger&#228;te nunmehr den vollen Satz zu erheben, hat denn auch erwartungsgem&#228;&#223; erneut emp&#246;rte Schlagzeilen provoziert.</p>
<p>Doch der Aufruhr geht am Kern des Problems vorbei, weil auch die in Betracht kommenden alternativen Modelle kein anderes Ergebnis zeitigen w&#252;rden. Egal ob Haushaltsbeitrag, Personenabgabe oder eben eine Ger&#228;tegeb&#252;hr auf irgendwie alles und jedes – das eigentliche Ziel lautete schon immer: M&#246;glichst jeder soll zur Finanzierung des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks herangezogen und so das immense Gesamtvolumen breit und einigerma&#223;en vertr&#228;glich verteilt werden. Das Problem daran: So etwas nennt man eigentlich Steuer. Doch seit jeher winden sich Medienpolitiker der L&#228;nder und die Anstalten, das Kind endlich beim Namen zu nennen. Jeder soll zahlen – das ist das unausgesprochene Credo.</p>
<p>Dass Steuer- oder Beitragsmodelle nicht m&#246;glich sein sollen, wird in der Regel mit dem Hinweis auf die verfassungsrechtlich gebotene „Staatsferne“ des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks begr&#252;ndet. Diese schlie&#223;e eine Finanzierung direkt aus Steuermitteln, also durch den Staat aus, so die Argumentation. Das Prinzip der Staatsferne hat selbstverst&#228;ndlich seine Berechtigung. Es wirkt allerdings in Zeiten der Brender-Debatte skurril, ausgerechnet &#252;ber Abstempelung s&#228;mtlicher Handys und PCs zu ARD- und ZDF-Empf&#228;ngern die politische Unabh&#228;ngigkeit der Anstalten retten zu wollen.</p>
<p>Aus der Staatsferne wird hier politische Realit&#228;tsferne, die den Akzeptanzverlust in der Bev&#246;lkerung nur verst&#228;rkt und letztlich die Medienpolitik insgesamt diskreditiert. Die L&#228;nder t&#228;ten daher gut daran, wieder auf die Zielgerade einzubiegen, die Karten offen auf den Tisch zu legen und endlich wenigstens ein ehrliches Beitrags- oder Steuermodell zu etablieren. Ob dieses nun personenbezogen oder haushaltsbezogen ansetzt, ist dabei nicht die bedeutsamste Frage, wenn auch einiges f&#252;r ein haushaltsbezogenes System spricht, um zumindest Kostenschocks bei Mehrpersonenhaushalten zu vermeiden.</p>
<p>Eines jedenfalls ist jetzt schon sicher: Eine effektive Geb&#252;hrenentlastung wird allein durch einen Systemwechsel beim Einzugsmechanismus in keinem Fall erreicht. Noch unumst&#246;&#223;licher als das Festhalten am Ger&#228;tebezug ist das Dogma der Geb&#252;hrenkontinuit&#228;t, also der Sicherstellung eines stetig steigenden Mittelzuflusses f&#252;r ARD und ZDF. Jede Reform, das haben die L&#228;nder stets betont, setze zwangsl&#228;ufig beim aktuellen Gesamtvolumen an und muss mindestens dieses sichern. Die verschiedenen Optionen werden also in Wahrheit r&#252;ckw&#228;rts gerechnet – die Abschaffung der reduzierten Geb&#252;hr ist damit zuf&#228;llig auch die bequemste, da sie zwangsl&#228;ufig zu Mehreinnahmen f&#252;hrt.</p>
<p>Hier liegt die eigentliche Sprengkraft der gesamten Debatte um die Zukunft des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Legitimation der meisten Angebote und der aus ihnen folgenden Kostenlast erfolgt heute faktisch nach dem Prinzip „es gibt sie“. Das Finanzierungssystem der &#246;ffentlich-rechtlichen Anstalten in Deutschland kennt keinen objektiven Legitimationsmechanismus, der auch den Bestand in langfristigen, aber regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden zur Debatte bestellt. Betriebswirtschaftlich entspr&#228;che ein solcher Ansatz einem sogenannten zero-based-budgeting und er w&#228;re nach &#252;ber 50 Jahren Rundfunkgeb&#252;hr in Deutschland &#252;berf&#228;llig.</p>
<p>Dies darf nicht mit der ebenfalls berechtigten Debatte um den Online-Funktionsauftrag und die Wirksamkeit des sogenannten Drei-Stufen-Test verwechselt werden. Die Forderung nach einer Bestandslegitimation setzt eben bei null an und m&#252;sste etwa so grundlegende Fragen beantworten, wie die nach der notwendigen und sinnvollen Anzahl an Landesanstalten der ARD, der digitalen Spartenkan&#228;le der Sender oder der Frage, ob eine &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt auch Betreiber eines technischen Sendenetzes sein soll und darf. Es ginge dabei, dies muss deutlich klargestellt sein, nicht um die Substanz des dualen Fernsehsystems, aber um den darum aufgebauten Speckg&#252;rtel der Anstalten.</p>
<p>Operationen hieran sind schmerzlich und politisch unpopul&#228;r. Es steht daher nicht zu erwarten, dass die L&#228;nder zum Skalpell greifen werden. So wird denn wohl die eingangs aufgef&#252;hrte zehnstellige Zahl schon in absehbarer Zeit zu einer elfstelligen und die Geb&#252;hren-Telenovela in den Medien um zahlreiche neue Folgen bereichert werden &#8211; egal, ob wir k&#252;nftig per allumfassender Ger&#228;tegeb&#252;hr, Haushaltsbeitrag oder Rundfunk-Steuer unseren Beitrag leisten.</p>
<p><em><br />
Der Autor dieses Gastbeitrags ist Rechtsanwalt und Bereichsleiter Medienpolitik beim BITKOM e.V.</em></p>
<p><em>Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel, der im Magazin &#8220;<a href="http://www.berliner-journalisten.com/heft23.php">Berliner Journalisten</a>&#8221; (Heft 1-2010) unter dem Titel &#8220;Lagebericht aus Absurdistan&#8221; erschienen ist.</em><br />
<strong> </strong></p>
<p><em>Zu diesem Thema au&#223;erdem auf Carta:</em></p>
<ul>
<li><em>Hanno Beck/Andrea Beyer: <a href="http://carta.info/21171/reform-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk/">&#214;ffentlich-Rechtliche: Ein Reformvorschlag in Form  eines Rundfunkfonds</a></em></li>
<li><em><a href="../../19672/internet-gez-gebuehr-vollzahler-gebuehrenmodell/">Neues  Geb&#252;hrenmodell: Internetnutzer sollen GEZ-Vollzahler werden</a></em></li>
<li><em><a href="http://carta.info/20077/gebuehrenreform-was-sagen-die-parteien/">Geb&#252;hrenreform: Was sagen die Parteien?</a></em></li>
</ul>
<p><em> </em>
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		</item>
		<item>
		<title>Geb&#252;hrenreform: Die Standpunkte der Parteien im &#220;berblick</title>
		<link>http://carta.info/20986/gebuehrenreform-die-standpunkte-der-parteien-im-ueberblick/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 12:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die wesentlichen Ergebnisse der Carta-Umfrage zum zuk&#252;nftigen Rundfunkgeb&#252;hrenmodell: Es gibt eine breite Tendenz unter den Parteien zur nutzungsunabh&#228;ngigen Pauschalabgabe. F&#252;r einen abgabenfreien Zugang zum Internet setzen sich Die Linke und die Piratenpartei ein. Viele Positionen sind aber noch unklar – und der Meinungsbildungsprozess in den Parteien im Gange.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4bd0375eea794b3cab500782afbd0a36" alt="" width="1" height="1" />Im Dezember hatte Carta Fragen zu einer geplanten &#196;nderung des Rundfunkgeb&#252;hrenmodells an alle Parteien des Bundestages geschickt. Die Antworten im Wortlaut sind bereits <a href="http://carta.info/20077/gebuehrenreform-was-sagen-die-parteien/">hier</a> nachzulesen. Dabei ist der Meinungsbildungsprozess in den Parteien in vollem Gange und es gibt auch innerhalb der Parteien – und unter den Minsterpr&#228;sidenten – unterschiedliche Kr&#228;fte. Dennoch lassen sich aus den Antworten und den &#246;ffentlichen &#196;u&#223;erungen der Parteien Positionen ableiten, die hier in einer Zusammenschau vorgestellt werden. Zus&#228;tzlich haben wir die Position der Piratenpartei aufgenommen.</p>
<p><strong>1. Breite Tendenz zu einer nutzungsunabh&#228;ngigen Pauschalabgabe</strong></p>
<p>Mit einer &#8220;Haushaltsabgabe&#8221; oder &#8220;Medienabgabe&#8221; sprechen sich CDU*, SPD, FDP und Gr&#252;ne f&#252;r ein Abgabenmodell zur Finanzierung der &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus, das unabh&#228;ngig von Ger&#228;tebesitz oder Nutzung ist. Dabei g&#228;be es dann prinzipiell nur noch eine Abgabenh&#246;he; eine Unterscheidung zwischen Tarifen f&#252;r TV-, Radio- und Internet-Nutzung entf&#228;llt. Sie w&#228;re auch von Unternehmen zu entrichten (Langfassung: &#8220;Haushalts- und Betriebsst&#228;ttenabgabe&#8221;).</p>
<p><strong>2. Die personenbezogene Variante der nutzungsunabh&#228;ngigen Pauchalabgabe der FDP</strong></p>
<p>Die FDP fordert eine besondere Variante der nutzungsunabh&#228;ngigen Pauschalabgabe: Statt der Haushalte sollen alle steuerpflichtigen Personen abgabenpflichtig sein. Eine solche Medienabgabe von 10 Euro** erscheint zun&#228;chst niedriger; Single-Haushalte zahlen zuk&#252;nftig weniger – Mehrpersonen-Haushalte aber mehr. Das Modell ist zugleich wirtschaftsfreundlicher, weil Unternehmen nicht mehr abgabenpflichtig w&#228;ren.</p>
<p><strong>3. Die Linke und die Piratenpartei sind f&#252;r eine Rundfunkgeb&#252;hrenfreiheit der Internetnutzung</strong></p>
<p>Die Linke fordert eine Beibehaltung des ger&#228;tebezogenen Geb&#252;hrenmodells bei gleichzeitiger Freistellung des Internets von der Geb&#252;hrenpflicht. Von der Piratenpartei gibt es unterschiedliche Aussagen*** zum Geb&#252;hrenmodell, jedoch die klare Position, dass es keine Geb&#252;hr auf die Internetnutzung geben soll.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Geb&#252;hrenreform: Positionen der Parteien.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-21464 aligncenter" title="Tabelle: Positionen der Parteien zur Rundfunkgeb&#252;hr" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/01/TabelleRundfunkgebuehr.png" alt="TabelleRundfunkgebuehr" width="457" height="411" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p><span style="font-size:90%"><br />
Erg&#228;nzende Quellen:</span></p>
<p><span style="font-size:90%">* NRW-Medieninister Andreas Krautscheid (CDU) hat sich gegen&#252;ber Carta nicht eindeutig festgelegt, mittlerweile hat sich der medienpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion Wolfgang B&#246;rnsen allerdings daf&#252;r ausgesprochen (<a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article5522670/Streit-ueber-eine-neue-Medienabgabe-fuer-jedermann.html">Welt Online</a>).</span></p>
<p><span style="font-size:90%">** Burkhardt M&#252;ller-S&#246;nksen, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion im <a href="http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1326876/Medienabgabe-fuer-jeden-und-GEZ-abschaffen.html">Hamburger Abendblatt</a>, 2.1.10.<strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-size:90%">*** Teilweise wird eine Haushaltsabgabe angestrebt, also eine nutzungsunabh&#228;ngige Abgabe auch f&#252;r Internetnutzer (Pressemitteilungen <a href="http://www.piratenpartei.de/node/997/36729">Rundfunkgeb&#252;hr</a>, <a href="http://www.piratenpartei.de/node/183">GEZ</a> und <a href="http://wiki.piratenpartei.de/GEZ">Diskussion</a>).</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<em>Die Positionen der Parteien zu diesem Thema sind in Bewegung und interpretationsbed&#252;rtig. Erg&#228;nzende Hinweise und Differenzierungen in den Kommentaren daher sehr gerne. Es ist gut m&#246;glich, dass das Spektrum der Position noch breiter ist.</em></p>
<p><em><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=20986&amp;md5=84d418433c3ae39f9624fc352fc7ae91" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geb&#252;hrenreform: Was sagen die Parteien? (Update)</title>
		<link>http://carta.info/20077/gebuehrenreform-was-sagen-die-parteien/</link>
		<comments>http://carta.info/20077/gebuehrenreform-was-sagen-die-parteien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Carta hat allen im Bundestag vertretenen Parteien zwei Fragen zur Rundfunkgeb&#252;hrenreform geschickt. Hier die Antworten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Carta hat den medienpolitischen Sprechern aller im Bundestag vertretenen Parteien folgende Fragen zugeschickt:</p>
<p><strong>1. Die Rundfunkgeb&#252;hr soll reformiert werden. F&#252;r welches Modell ist Ihre Partei?</strong></p>
<p><strong>2. Im Rahmen der Reform wird diskutiert, dass Haushalte, die Computer besitzen &#8211; aber keine Fernseher, zuk&#252;nftig die volle Geb&#252;hr zahlen sollen. Wie ist Ihre Position hierzu?</strong></p>
<p>Bislang haben FDP, Gr&#252;ne, die Linke und die SPD geantwortet. Wir dokumentieren hier die ersten Antworten (Hervorhebungen durch <em>Carta</em>). Die CDU war bislang bedauerlicherweise nicht in der Lage, die Fragen zu beantworten. Wir haben die Frage daher noch einmal einer anderen Stelle in der CDU zugeleitet. Wenn alle Antworten vorliegen, werden die die Unterschiede analysieren. Hervorhebungen von Carta.</p>
<p><strong>FDP, Hans Joachim Otto</strong></p>
<ol>
<li>Die FDP setzt auf die Abschaffung der ger&#228;tebezogenen Rundfunkgeb&#252;hr durch eine allgemeine und pauschale <strong>Medienabgabe</strong>. Diese m&#252;sste von<strong> jedem erwachsenen B&#252;rger</strong> mit steuerpflichtigen Einkommen getragen werden. Sie w&#228;re einfach, gerecht und niedriger als die jetzige Geb&#252;hr. Dar&#252;ber hinaus w&#252;rde sie auch der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes entsprechen, nach der etwa eine nutzungsabh&#228;ngige Finanzierung (z.B. &#8220;Pay-per-view&#8221;) ausgeschlossen ist. Im Koalitionsvertrag wurde verankert, dass die Bundesregierung die seit Jahren kommunizierten Bem&#252;hungen der L&#228;nder zur Reform der Rundfunkfinanzierung unterst&#252;tzen soll. In diesem Sinne werde ich mich sowohl als Vorsitzender der FDP-Kommission f&#252;r Internet und Medien als auch als Parlamentarischer Staatssekret&#228;r beim Bundesminister f&#252;r Wirtschaft und Technologie einsetzen und Vorschl&#228;ge erarbeiten.</li>
<li><strong>Ich halte den Ger&#228;tebezug f&#252;r eines der gr&#246;&#223;ten Probleme des Geb&#252;hrenregimes</strong>. Der Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrag spricht von &#8220;neuartigen Rundfunkempfangsger&#228;ten&#8221;, schon die Bezeichnung l&#228;sst erahnen, dass hier nicht mehr von Transparenz gesprochen werden kann. Heute zahlen Sie f&#252;r einen PC mit Internetzugang und ein modernes Handy, morgen f&#252;r einen MP3-Player oder eine Steckdose Geb&#252;hren. Letztendlich wird auf diese Weise versucht, jeden B&#252;rger &#8211; unter Umst&#228;nden mehrmals! &#8211; in die Geb&#252;hrenpflicht mit einzubeziehen. Konsequenter w&#228;re es dann, auf eine pauschale Abgabe umzusteigen, die dann allerdings nur einmal von jedem erwachsenen B&#252;rger (mit steuerpflichtigem Einkommen) gezahlt werden m&#252;sste. Die Vorteile: Transparenz, weniger B&#252;rokratie, die GEZ und ihr datenschutzrechtlich ohnehin bedenklicher &#220;berwachungsapparat k&#246;nnte endlich abgeschafft werden, es w&#252;rde keine unfairen Doppelbelastungen mehr geben und insbesondere mittelst&#228;ndische Unternehmen w&#252;rden ebenfalls entlastet werden. Notwendig ist also eine Strukturreform. Bezogen auf die singul&#228;re Frage der Geb&#252;hrenpflicht f&#252;r PC mit Internetzugang halte ich diese nach wie vor f&#252;r anachronistisch und weder der Innovationskraft noch der Digitalisierung Deutschlands zutr&#228;glich.</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>B&#252;ndnis 90/ Die Gr&#252;nen, Malte Spitz</strong></p>
<ol>
<li>Wir Gr&#252;ne treten f&#252;r die Einf&#252;hrung einer <strong>Mediengeb&#252;hr ein, die auf  Basis  des Haushaltes</strong> erhoben wird. Wir wollen die Schn&#252;ffelpraxis der GEZ beenden und ein einfacheres aber auch preisg&#252;nstigeres System  entwickeln.</li>
<li><strong>Die Geb&#252;hr w&#228;re zuk&#252;nftig nicht mehr Personen- und Ger&#228;tebezogen  sondern Haushaltsbezogen</strong>, also egal ob zwei oder vier Abspielger&#228;te in einem Haushalt vorhanden sind. Wir wollen bei Unternehmen nach Branchenzugeh&#246;rigkeit die Geb&#252;hren staffeln. Unternehmen bzw. Selbst&#228;ndige, die unter 17.500 Euro Umsatz im Jahr machen, sollen  ebenso wie BAF&#214;G-Empf&#228;nger, ALG II Empf&#228;nger etc. von der Rundfunkgeb&#252;hr befreit werden. Durch diese Umstellung soll eine Senkung der Geb&#252;hren erfolgen und ein transparenteres System sichergestellt werden.</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Die Linke, Heiko Hilker<br />
</strong></p>
<ol>
<li>Die Mehrheit der linken Medienpolitiker tritt f&#252;r eine modifizierte Rundfunkgeb&#252;hr ein und ist damit f&#252;r die <strong>Beibehaltung der ger&#228;tebezogenen Geb&#252;hr</strong>, ohne dieses Modell auf Internet und Mobilfunk sowie andere neuartige Rundfunkempfangsger&#228;te zu &#252;bertragen. Dort soll das Rundfunkangebot nach Adressierbarkeit (&#228;hnlich wie bei Online-Zeitungsabos) freigeschaltet werden. Die Linke <a href="http://www.die-linke.de/index.php?id=2306">pl&#228;diert</a> deshalb f&#252;r eine einheitliche Digitalplattform f&#252;r alle Programmanbieter, die f&#252;r alle Geb&#252;hrenzahler zug&#228;nglich ist. Die &#246;ffentlich-rechtlichen und die privaten Rundfunkanbieter sollten staatsvertraglich verpflichtet werden, ihre Programme &#252;ber eine solche Plattform einzuspeisen. Damit w&#228;ren der diskriminierungsfreie Zugang aller Anbieter und die Auffindbarkeit aller Programme garantiert, einheitliche technologische Standards gesetzt sowie Interessen des Verbraucher- und Datenschutzes gew&#228;hrleistet.<br />
Aus Sicht der Linken muss der Rundfunkstaatsvertrag unbedingt um weitere <strong>soziale Befreiungstatbest&#228;nde</strong> erg&#228;nzt werden: f&#252;r Geringverdiener; Studierende;  Bezieher von Niedrigrenten, die bewusst auf Sozialleistungen verzichten; Arbeitslose in Hartz IV mit geringem Zuverdienst. Zudem sind Monitore in Bibliotheken und Hochschulen sowie Radioger&#228;te in Feuerwehren von der Rundfunkgeb&#252;hr zu befreien. Die Zweit- und Drittgeb&#252;hr f&#252;r Zweitwohnung, Dienstwagen, Garten bzw. Arbeitszimmer und anderes  sind abzuschaffen. Es ist unsinnig, an einem Ort viele Ger&#228;te haben zu d&#252;rfen, nicht jedoch an mehreren Orten je ein Ger&#228;t. Schlie&#223;lich kann jeder Mensch zu einem Zeitpunkt faktisch nur ein Ger&#228;t nutzen. Wichtig w&#228;re auch, das gesamte Geb&#252;hrenerhebungs- sowie -befreiungsverfahren zu modifizieren, wie es u.a. die Datenschutzbeauftragten schon seit Jahren fordern.<strong><br />
</strong>Die ger&#228;tebezogene Geb&#252;hr beizubehalten hat einen wesentlichen Vorteil: Ein Notifizierungsverfahren auf EU-Ebene w&#228;re nicht erforderlich. Wird die Haushaltsabgabe eingef&#252;hrt, wird &#252;ber die Zukunft des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht mehr autonom in Deutschland, sondern in entscheidenden Punkten in Br&#252;ssel entschieden.</li>
<li><strong>Die Linke lehnt eine generelle Rundfunkgeb&#252;hr auf PCs und Mobiltelefone ab</strong>, egal, ob es sich dabei um die Grundgeb&#252;hr oder die Fernsehgeb&#252;hr handelt. (Siehe <a href="http://www.die-linke.de/index.php?id=2306">Beschluss</a> des Parteivorstandes vom 6. Juni 2008: Herausforderungen der digitalen Welt begegnen – Grundlagen f&#252;r eine digitale Medienordnung schaffen). Wir lehnen auch ab, die Geb&#252;hr f&#252;r die „reinen“ Radionutzer von derzeit 5,76 Euro auf 17,98 Euro zu erh&#246;hen. (Allein dadurch werden im Jahr 337 Mio. Euro zus&#228;tzlich eingenommen.) Anscheinend dienen die aktuellen Vorschl&#228;ge dazu, noch einmal die Geb&#252;hrenbasis zu verbreitern, und so ARD und ZDF ein zus&#228;tzliches Einnahmepotential von mehr als 1,17 Mrd. Euro im Jahr zu sichern. (Mehr dazu im <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/stadelmeiers-idee-fur-die-neue-rundfunkgebuhr-spult-ard-und-zdf-viel-geld-in-die-kasse-und-entlastet-gleichzeitig-die-unternehmen/">Blog Digitale Linke</a>.)</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>SPD, Marc Jan Eumann</strong></p>
<ol>
<li>F&#252;r ein einfaches, transparentes und verfassungsfestes Modell &#8211; Es hat sich gezeigt, dass das bisherige ger&#228;tebezogene Geb&#252;hrenfestsetzungsverfahren zwar die strengen verfassungsrechtlichen Anforderungen erf&#252;llt (zuletzt BVerfGE 11.9.2007), angesichts der Konvergenz und technischer Hybriden jedoch an Akzeptanzgrenzen st&#246;&#223;t. Dabei ist f&#252;r mich klar: Nicht der geb&#252;hrenfinanzierte &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk steht in diesem Zusammenhang auf dem Pr&#252;fstand, das ist die Aufgabe der Nutzer, Gremien etc., sondern die Organisation der Geb&#252;hr. Da scheint die sogenannte <strong>Haushaltsgeb&#252;hr</strong> einfacher. Ob diese verfassungsrechtlich geboten ist, soll ein Gutachten von Prof. Kirchhoff analysieren.</li>
<li>Die Aufteilung von Grund- und Fernsehgeb&#252;hr ist nur historisch erkl&#228;rbar. Grundgeb&#252;hr = Radiogeb&#252;hr, sp&#228;ter kam das Fernsehen (Fernsehgeb&#252;hr) hinzu. Diese Aufteilung ist vor dem Hintergrund von Crossmedia &#252;berholt. Also: Deswegen <strong>eine Geb&#252;hr f&#252;r alles und alle</strong>, wobei unterstellt wird, dass in jedem Haushalt mindestens (irgend-) ein Ger&#228;t existiert, mit dem &#246;ffentlich-rechtlicher Rundfunk empfangen wird.</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Erg&#228;nzung</strong>: Die <strong>Piratenpartei</strong> hat sich in einer Pressemitteilung wie folgt zu dem Thema <a href="http://www.piratenpartei.de/node/997/36729">ge&#228;u&#223;ert</a>:</p>
<blockquote><p>Die Piratenpartei Deutschland spricht sich klar gegen jegliche GEZ-Geb&#252;hren f&#252;r internetf&#228;hige Computer und Mobiltelefone aus. Das Internet ist f&#252;r viele Nutzer ein unverzichtbares Medium geworden. Es sollte daher ohne H&#252;rden f&#252;r jeden Interessierten zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p>Die &#246;ffentlich-rechtlichen Internetangebote stellen nur einen minimalen Bruchteil der gesamten verf&#252;gbaren Informationen des Internets dar. Sie werden bei weitem nicht von allen Nutzern wahrgenommen. &#196;hnliche Inhalte stehen bei anderen Anbietern meist kostenfrei zur Verf&#252;gung.</p>
<p>»Statt eine hohe Geb&#252;hr f&#252;r internetf&#228;hige Endger&#228;te zu verlangen, sollte dar&#252;ber nachgedacht werden, wie archivierte Beitr&#228;ge der &#246;ffentlich-rechtlichen Sender allen Nutzern zur Verf&#252;gung gestellt werden k&#246;nnen.«, sagt Nico Kern, Spitzenkandidat der Piratenpartei bei der kommenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. »Diese Inhalte wurden mit GEZ-Beitr&#228;gen finanziert und sollten daher jederzeit frei zug&#228;nglich sein. Wenn man bedenkt, dass der Staat j&#228;hrlich rund 7,5 Milliarden Euro an GEZ-Geb&#252;hren einnimmt, fragt man sich als Nutzer, wof&#252;r dieses Geld verwendet wird und warum es f&#252;r solche grundlegenden Angebote nicht vorhanden ist.«</p></blockquote>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>CDU</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Von der CDU hat uns bisher leider keine Antwort erreicht. Laut <a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article5522670/Streit-ueber-eine-neue-Medienabgabe-fuer-jedermann.html">Welt</a> v. 14.12. spricht sich Wolfgang B&#246;rnsen, medienpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, f&#252;r eine Haushaltsabgabe aus.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Update: <strong>Andreas Krautscheid</strong>, NRW-Medienminister, antwortet:</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<ol>
<li><span style="color: #000000;">In diesem Thema gibt es derzeit <strong>noch keine parteipolitische Festlegung</strong>, die ist auch im Zweifel nicht erforderlich: entscheiden m&#252;ssen diese Frage partei&#252;bergreifend 16 Ministerpr&#228;sidenten, und zwar in jedem Fall einstimmig, da es um staatsvertragliche Regelungen geht. Es ist zwar interessant und legitim, wenn sich derzeit Bundestagspolitiker einzelner Parteien &#228;u&#223;ern, entscheiden wird aber nicht der Bundestag.</span></li>
<li><span style="color: #000000;">Wir reden &#252;ber den Geb&#252;hrenzeitraum ab 2013, die Abstimmung zwischen den Ministerpr&#228;sidenten wird erst Mitte n&#228;chsten Jahres auf die Zielgerade gehen. F&#252;r meinen Geschmack sind viele rechtliche Einzelfragen – etwa im Zusammenhang mit einer m&#246;glichen Haushaltsabgabe – noch <strong>ungekl&#228;rt</strong>. Gerne vergessen in diesem Zusammenhang wird die Tatsache, dass das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass die Geb&#252;hr nicht f&#252;r den tats&#228;chlichen „Konsum“ von &#246;ffentlich-rechtlichem Rundfunk erhoben wird, sondern f&#252;r die „M&#246;glichkeit“ des Konsums. Das kann einem gefallen oder nicht, aber es ist geltendes Recht, an dem sich der Gesetzgeber zu orientieren hat. Dieser Gedanke liegt ja beiden derzeit diskutierten Modellen – Haushaltsabgabe wie auch einer modifizierten Ger&#228;teabgabe – zu Grunde: die Geb&#252;hr wird erhoben f&#252;r die Bereitstellung des Empfangs. Dieser Empfang kann schon heute (und in Zukunft sicher verst&#228;rkt) nicht nur durch Endger&#228;te wie Fernseher, sondern eben auch auf PC’s und Handhelds erfolgen. Im Moment ist die Chance via Internetradio sicher gr&#246;&#223;er als im TV-Bereich. Deshalb ist derzeit die Geb&#252;hr f&#252;r Leute, die keinen Fernseher nutzen, aber andere Endger&#228;te haben, abgesenkt. Im n&#228;chsten Jahr <strong>wird zu entscheiden sein</strong>, ob es ab 2013 eine einheitliche Geb&#252;hr geben soll.</span></li>
</ol>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="padding-left: 30px;">
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<p><small>
<a href="http://carta.info/20077/gebuehrenreform-was-sagen-die-parteien/">Geb&#252;hrenreform: Was sagen die Parteien? (Update)</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/20077/gebuehrenreform-was-sagen-die-parteien/#comments">10 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=20077&amp;md5=98c1df528f38b33053c546270a71d692" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was uns Kurt Beck zum Thema Rundfunkgeb&#252;hren eigentlich sagen wollte</title>
		<link>http://carta.info/17326/kurt-beck-rundfunk-gebuehren-gez/</link>
		<comments>http://carta.info/17326/kurt-beck-rundfunk-gebuehren-gez/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 10:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer mehr B&#252;rger nutzen "Rundfunkempfangsger&#228;te", deren Hauptzweck nicht der Empfang von Rundfunk ist. Die Akzeptanz der Rundfunkgeb&#252;hr sinkt – und Kurt Beck hat dazu ein paar sehr bemerkenswerte S&#228;tze gesagt. Die Medienpolitik m&#246;chte das Geb&#252;hrensystem umstellen, ohne das System zu reformieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/88cb644cbe9645948a8326f762d97b91" alt="" width="1" height="1" />In der vergangenen Woche wurde beschlossen, dass das, was fr&#252;her als Schleichwerbung hie&#223;, zuk&#252;nftig als &#8220;<a href="http://www.telemedicus.info/article/1555-13.-RAEStV-von-fast-allen-unterschrieben.html">Produktplatzierung</a>&#8221; legal sein soll. Das haben Sie nicht mitbekommen? Nunja, so ist das in der Medienpolitik.</p>
<p>Medienpolitik wird von den Ministerpr&#228;sidenten auf ihren <a href="http://mpk.rlp.de/">Jahrestreffen</a> gemacht. Vorher gibt es selten breite Diskussionen und nachher sollen 16 L&#228;nderparlamente die Vereinbarung durchwinken, ohne zuvor signifikant beteiligt gewesen zu sein. In diesem Jahr ging es um die Produktplazierungen. Im n&#228;chsten Jahr wird es um das zuk&#252;nftige Modell der Rundfunkgeb&#252;hr gehen.</p>
<p>Wie so ein Jahrestreffen der Ministerpr&#228;sidenten abl&#228;uft, konnte man dieses Jahr erstmals auch im offiziellen <a href="http://twitter.com/MPK_2009">Twitter</a><a href="http://twitter.com/MPK_2009">-Account</a> mitverfolgen:</p>
<blockquote><p><span><span>Herr &#214;ttinger ist da, Herr Koch testet Segway..</span></span></p></blockquote>
<p><span><span>war etwa &#252;ber das Rahmenprogramm zu <a href="http://twitter.com/MPK_2009/status/5258636626">erfahren</a>.<a href="http://twitter.com/MPK_2009/status/5286311997"> Oder auch</a>:</span></span></p>
<blockquote><p><span><span>Auszug aus dem Men&#252; des Mittagessens mit Bundespr&#228;sidenten: Flusskrebsschw&#228;nze,Rehr&#252;cken mit Pfefferkruste u. Lavendeljus, Aprikosensorbet</span></span></p></blockquote>
<div id="attachment_17535" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-17535    " title="Kurt Beck auf der Ministerpr&#228;sidentenkonferenz: &quot;Geb&#252;hrenpotenziale sind ersch&#246;pft&quot;" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/beck-300x194.jpg" alt="beck" width="300" height="194" /><p class="wp-caption-text">Kurt Beck auf der Ministerpr&#228;sidentenkonferenz: &quot;Geb&#252;hrenpotenziale sind ersch&#246;pft&quot; (Foto: Reiner Voss/ rlp.de)</p></div>
<p><span><span>Auch neben Twitter wurde in Sachen Online-Pr&#228;senz nicht gekleckert. Erstmals wurde das Treffen der Ministerpr&#228;sidenten auch von einem Journalismus simulierenden </span></span><span><span><a href="http://mpk.rlp.de/no_cache/startseite/mediathek/video/einzelansicht/archive/2009/october/article/jahreskonferenz-der-ministerpraesidenten-teil-i/">Staatsinternetvideoteam</a> ohne Namen begleitet</span></span><span><span>. M&#246;gen Andere noch &#252;ber staatsferne Medien schwadronieren, die Ministerpr&#228;sidenten haben offenbar l&#228;ngst die eigene Lizenz zur Journalismusant&#228;uschung.</span></span></p>
<p><span><span>Auch Ministerpr&#228;sidenten machen inzwischen augenscheinlich selbst gern eigene Medien und nutzen damit m&#246;glicherweise weniger intensiv &#246;ffentlich-rechtliche Programme. Die damit zusammenh&#228;ngenden Fragen des Strukturwandels und der Legitimation einer vollen Rundfunkgeb&#252;hrenpflicht f&#252;r das Internet wollen sie jedoch lieber vermeiden.</span></span></p>
<p><span><span>Daher soll ein neues Geb&#252;hrenmodell her: Die <strong>Haushaltsabgabe</strong>. Damit w&#228;re die Geb&#252;hrenpflicht nicht mehr an irgendeine Form der Mediennutzung gekoppelt, sondern</span></span> an, nunja, die Mitgliedschaft in der Gesellschaft.</p>
<p>Kurt Beck hat im Anschluss an das diesj&#228;hrige Treffen der Ministerpr&#228;sidenten einige bemerkenswerte S&#228;tze zur Rundfunkgeb&#252;hr gesagt, die man der <a href="http://www.rlp.de/no_cache/aktuelles/presse/einzelansicht_2578/archive/2009/october/article/ministerpraesidenten-unterzeichnen-in-mainz-den-13-rundfunkaenderungsstaatsvertrag-und-beraten-uebe/">Pressemitteilung</a> entnehmen kann. Hier der kurze Versuch einer &#220;bersetzung:</p>
<blockquote><p>Beck: &#8220;Die M&#246;glichkeiten der Anstalten, Geb&#252;hrenpotenziale zu erschlie&#223;en, sind ersch&#246;pft. Die wirtschaftliche Krise hat zu weiteren Ausf&#228;llen gef&#252;hrt, die Befreiungsquote steigt.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Carta-&#220;bersetzungsservice: &gt;&gt;&gt; Das Businessmodell Rundfunkanstalt ist in der Wachstumskrise. Weder die Rundfunkgeb&#252;r noch die Zahl der Geb&#252;hrenzahler lassen sich noch signifikant steigern. Im Gegenteil: Den Anstalten drohen Einnahmer&#252;ckg&#228;nge, weil sich die Zahl der solventen Zahler verringern k&#246;nnte.</em></p>
<blockquote><p>Beck: &#8220;Gleichzeitig sinkt die Akzeptanz der Geb&#252;hr. Die Konvergenz wird tats&#228;chlich erlebbar, d.h. immer mehr Ger&#228;te k&#246;nnen auch Rundfunk empfangen, obwohl sie haupts&#228;chlich einem anderen Zweck dienen. Bleibt alles wie es ist, rechnen wir bis 2020 mit bis zu einer Milliarde Euro Mindereinnahmen.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>&gt;&gt;&gt; Die Rundfunkgeb&#252;hr hat ein Computer- und Smartphone-Problem. Die B&#252;rger finden es immer weniger akzeptabel, die volle Geb&#252;hr f&#252;r Ger&#228;te zu entrichten, die bekanntlich in der Hauptsache anderen Zwecken als der Nutzung von &#246;ffentlich-rechtlichen Angeboten dienen. Bliebe es aber bei der verminderten Rundfunkgeb&#252;hr f&#252;r Computer und Smartphones, w&#252;rden im Zuge des um sich greifenden Verzichts auf klassische TV-Ger&#228;te immer weniger Leute die volle Geb&#252;hr zahlen. Das w&#252;rde eine Millionen von Euro pro Jahr an Mindereinnahmen bedeuten. </em></p>
<p>Kurt Beck will ein neues Geb&#252;hrenmodell finden, das daf&#252;r sorgt, die Einnahmen der Rundfunkanstalten stabil zu halten, auch wenn ihre Inhalte immer weniger genutzt werden. Doch man kann sich fragen: Hat die Geb&#252;hr ein Akzeptanzproblem oder das System?<em><br />
</em></p>
<p>Beck erkl&#228;rte weiter, bei den nun vorgestellten Modellen f&#252;r eine Reform der Rundfunkgeb&#252;hr handele es sich um &#8220;reine Referenz­modelle&#8221;, um die finanziellen Auswirkungen der politischen Entscheidungen berechnen zu k&#246;nnen. Dabei br&#228;uchten &#8220;wir&#8221; noch Zeit.</p>
<p>Dieses &#8220;wir&#8221; klingt nach weiterer Rechen- und Abstimmungsarbeit <strong>in seiner Staatskanzlei</strong> &#8211; nicht nach dem demokratischen &#8220;wir&#8221;. Wichtig ist dem Medienpolitiker Kurt Beck vor allem die verfassungsgem&#228;&#223;e Ausgestaltung der neuen Geb&#252;hr. Deshalb wurde auch Paul Kirchhof mit einem entsprechenden Gutachten beauftragt. An eine flankierende wissenschaftliche Untersuchung zur Geb&#252;hrenakzeptanz sowie eine breite gesellschaftliche Debatte &#252;ber das richtige Geb&#252;hrenmodell denkt Beck ganz offensichtlich nicht.</p>
<p>Dabei kann man wohl kaum &#252;ber eine Ausweitung der Geb&#252;hrenpflicht reden, ohne auch &#252;ber eine Reform des Funktionsauftrags der &#214;ffentlich-Rechtlichen zu sprechen. Genau das aber planen die Ministerpr&#228;sidenten offensichtlich gerade.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/17326/kurt-beck-rundfunk-gebuehren-gez/">Was uns Kurt Beck zum Thema Rundfunkgeb&#252;hren eigentlich sagen wollte</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17326/kurt-beck-rundfunk-gebuehren-gez/#comments">5 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17326&amp;md5=98218da05aa2d8cdbd5d7dcc14e10277" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>GEZ-Geb&#252;hr: Schlagzeilen-Bingo auf dem Boulevard</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 15:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weder ist zu erwarten, dass die GEZ abgeschafft wird, noch dass ProSiebenSat.1 bald Geb&#252;hren erhebt. Dennoch erzielten Handelsblatt und Spiegel Online heute mit Artikeln zum Thema einen halbgaren Aufmerksamkeitserfolg. Von Qualit&#228;tsmedien erwartet man mehr. Das Vorgepl&#228;nkel zeigt aber auch: Das Thema GEZ hat hohe Sprengkraft - und k&#246;nnte bald zum gro&#223;en Thema f&#252;r die Piraten werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/6d3d532a02df4db79de00e043eb2142b" width="1" height="1" alt=""/>Die GEZ-Geb&#252;hr soll reformiert werden. F&#252;r medienpolitische Beobacher kommt das nicht &#252;berraschend. Die Ministerpr&#228;sidenten <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Haushaltsabgabe-statt-GEZ-Gebuehr-ab-2013-209686.html">ringen</a> dar&#252;ber <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,443201,00.html">seit Jahren</a>. Nun werden die Beratungen offenbar konkreter. Und die Qualit&#228;tsmedien werfen aufmerksamkeitst&#252;chtig die Schlagzeilenmaschinerie an. GEZ klickt. Denn die Geb&#252;hr ist hochgradig <a href="http://www.presseportal.de/pm/70097/1148195/">unpopul&#228;r</a>, gerade bei den unter-40-J&#228;hrigen.</p>
<p>Auch Rivva bildet die Aufregung &#252;ber die Geb&#252;hren ab:</p>
<div id="attachment_17170" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-28-um-14.41.44.png"><img class="size-medium wp-image-17170" style="border: 1px solid black; margin: 4px;" title="Bildschirmfoto 2009-10-28 um 14.41.44" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-28-um-14.41.44-300x268.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-28 um 14.41.44" width="300" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">TV-Geb&#252;hren klicken: Rivva heute um 14.40 Uhr</p></div>
<p style="text-align: left;">Das <em>Handelsblatt</em> titelt: <strong>&#8220;</strong><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/der-gez-gebuehr-droht-das-aus;2474163">Der GEZ-Geb&#252;hr droht das Aus</a><strong>&#8220;</strong>. Diese &#220;berschrift der angesehenen Wirtschaftszeitung suggeriert das Falsche und ist inhaltlich einfach schlicht falsch. Dem Leser wird nahegelegt: Demn&#228;chst gibt es m&#246;glicherweise keine Geb&#252;hr mehr, die von der GEZ <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EBFB9B84D0DCB45AA8DEABDB8B746557E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">eingetrieben</a> wird. Genau das wird aber nicht der Fall sein.</p>
<p style="text-align: left;">Egal, ob die Haushaltsabgabe kommt oder es bei der Ger&#228;teabgabe bleibt, am Ende wird beides von der GEZ eingetrieben werden m&#252;ssen (anders als es der gesch&#228;tzte Hans-Peter Siebenhaar schreibt). Die Geb&#252;hren d&#252;rfen n&#228;mlich, so wird es im <a href="http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/774145/Kommt-es-zur-Reform-der-GEZ-Gebuehren.html">verfassungsrechtlichen Gutachten von Paul Kirchhof</a> stehen, nicht vom Staat eingezogen werden. Eine Erhebung &#252;ber die Finanz&#228;mter ist daher ausgeschlossen &#8211; und <strong>eine staatsferne GEZ-Sammelstelle wird, solange es eine Geb&#252;hr f&#252;r das bestehende &#246;ffentlich-rechtliche System gibt, fortbestehen m&#252;ssen</strong>. Der Artikel schie&#223;t mit der krachigen &#220;berschrift deutlich &#252;ber das hinaus, was derzeit geplant ist. Kurzfristig mag dies Klicks bringen, mittelfristig erodiert dies Vertrauen.</p>
<p style="text-align: left;">Nicht nur irref&#252;hrend, sondern peinlich ist, was <em>Spiegel Online</em> zum Thema TV-Geb&#252;hren auff&#228;hrt: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,657773,00.html">Sat.1 und ProSieben wollen TV-Geb&#252;hren erheben</a>&#8221; titelt die Qualit&#228;tsnachrichtensite aus Hamburg &#8211; und erntet daf&#252;r innerhalb kurzer Zeit &#252;ber 170 Tweets. Dem Leser wird suggeriert, ProSiebenSat.1 plane irgendein GEZ-&#228;hnliches System, irgendeine Form von &#8220;Geb&#252;hr&#8221; f&#252;r das eigene Programm.</p>
<p style="text-align: left;">Es ist haushoch &#252;bertrieben, falsch und unterbietet alle bekannten Minimalstandards journalistischer Genauigkeit. Allein das Wortes Geb&#252;hr ist hier fehl am Platz. Eine Geb&#252;hr ist eine Abgabe, die f&#252;r  <strong>beh&#246;rdliche T&#228;tigkeiten </strong>erhoben wird (vgl. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geb%C3%BChr">hier</a> und <a href="http://www1.bpb.de/wissen/B5YYFO,0,0,Geb%FChren.html">hier</a>). In Gro&#223;britannien ist es durchaus &#252;blich, privatwirtschaftliche TV-Unternehmen an der BBC-Lizenz<em>geb&#252;hr</em> zu beteiligen. W&#252;rde dies auch hierzulande gefordert, es w&#228;re ein echter Paradigmenwechsel.</p>
<p style="text-align: left;">Doch nichts liegt ProSiebenSat.1 derzeit ferner, als eine eigene &#8220;Geb&#252;hr&#8221; zu fordern. Der Senderverbund m&#246;chte lediglich<strong> mehr direkte Erl&#246;squellen erschlie&#223;en</strong>, &#8220;etwa &#252;ber Pay-TV, Video-on-Demand oder andere Gesch&#228;ftsmodelle&#8221;, wie der Vorstandsvorsitzende Ebeling mit Gespr&#228;ch mit dem Handelsblatt <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/pro-sieben-sat-1-plant-bezahl-tv;2474605">betont</a>. Das Wort &#8220;Geb&#252;hr&#8221; benutzt Ebeling nicht ein einziges Mal. Das Handelsblatt nimmt das Wort &#8220;Nutzungsgeb&#252;hren&#8221; in den Vorspann und spricht selbst noch von &#8220;Bezahl-TV&#8221;.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Spiegel Online</em> macht aus &#8220;Bezahl-TV&#8221; kurzerhand &#8220;TV-Geb&#252;hren&#8221; in der &#220;berschrift und erntet den halbgaren Aufmerksamkeitserfolg. Im Pingpong-Spiel des Zitierens wird der wahre Kern langsam herausgewaschen.</p>
<p style="text-align: left;">Schade, man h&#228;tte sich von <em>Handelsblatt</em> und <em>Spiegel Online</em> hier eine pr&#228;zisere und weniger aufgeregte Berichterstattung gew&#252;nscht. Das Thema GEZ-Geb&#252;hr und Fernsehzukunft verlangt mehr Ernsthaftigkeit.</p>
<p style="text-align: left;">Die hastige Aufgeregtheit der Publikationen zeigt aber auch, welche Sprengkraft in dem Thema Geb&#252;hren steckt. K&#228;me es n&#228;mlich zur Haushaltsabgabe, w&#228;ren <strong>PCs voll geb&#252;hrenpflichtig</strong>. Auch der Single-Haushalt, der z.B. nur ein iPhone besitzt, muss dann die volle Geb&#252;hr ARD und ZDF zahlen.</p>
<p style="text-align: left;">Man k&#246;nnte auch sagen: Die Haushaltsabgabe k&#246;nnte das Ticket der Piratenpartei in den Bundestag sein. Da wird es noch einiges zum Thema zu sagen geben.</p>
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		<title>Rechtsfragen der Informationsgesellschaft: Verbraucherschutz, Twitter, Rundfunkgeb&#252;hr</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 08:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Telemedicus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taz]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wochenr&#252;ckblick, diesmal mit: Neues Verbraucherschutzrecht in Kraft, Streit um Google Street View beigelegt, Patentklage gegen Twitter, Dienst-PCs ohne GEZ, Leichtathletik-WM ohne taz – und mehr]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/affde66be20b594a025430e430bcfc" width="1" height="1" alt=""/><strong>Neues Verbraucherschutzrecht in Kraft</strong><br />
Am 4. August ist eine Reform des deutschen Verbraucherschutzrechts in Kraft getreten. Das „Gesetz zur Bek&#228;mpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen” &#228;ndert u.a. die Regelungen f&#252;r Telefonmarketing und den Text der Muster-Widerrufsbelehrung. Die Novelle betrifft insbesondere Online-H&#228;ndler; so wurden beispielsweise die Vorraussetzungen f&#252;r ein Erl&#246;schen des Widerrufsrechts im Rahmen von Fernabsatzvertr&#228;gen &#252;ber Dienstleistungen versch&#228;rft.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1433-Neues-Gesetz-zu-Direktmarketing,-neue-Widerrufsbelehrung.html">Die Meldung bei Telemedicus.</a></li>
</ul>
<p><strong>Streit um Googles „Street View” beigelegt</strong><br />
Google will sich k&#252;nftig wieder an die <a href="http://www.hamburg.de/datenschutz/aktuelles/1569338/google-street-view-zusage.html">Vereinbarung</a> mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar halten; das Unternehmen hatte zugesagt, Daten f&#252;r den Visualisierungsdienst „Street View” nur nach vorheriger Ank&#252;ndigung zu erheben. Caspar kritisiert, dass es in letzter Zeit dennoch zu Video-Aufnahmen von Stra&#223;enz&#252;gen kam, ohne dass die betroffenen Anwohner informiert worden sind. Laut Google hat nur ein Organisationsfehler vorgelegen: Ab sofort k&#246;nnten die konkreten Vorhaben wieder auf der <a href="http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/faq.html#q6">Internetseite</a> abgerufen werden.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/google-sagt-sorry/">„Google sagt sorry” bei der taz.</a></li>
</ul>
<p><strong>Patentklage gegen Twitter</strong><br />
Eine US-Firma hat Twitter wegen Verletzung von Patenten auf Schadensersatz verklagt: TechRadium aus Texas behauptet, der Mikroblogging-Dienst nutze ihre Erfindung des „Immediate Response Information System” (IRIS). Dieses System f&#252;r Massenbenachrichtigungen habe das Unternehmen bereits im Jahr 2005 registrieren lassen. Damit ist es m&#246;glich, eine einzelne Nachricht gleichzeitig an eine Vielzahl von Empf&#228;ngern zu schicken &#8211; obwohl die Rezpienten dabei das Medium (SMS, E-Mail) w&#228;hlen, muss die Meldung nur einmal versandt werden. Twitter hat zu den Vorw&#252;rfen noch nicht Stellung genommen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Patentklage-gegen-Twitter--/meldung/143150">Weiter bei Heise Online.</a></li>
</ul>
<p><strong>Deutsche Telekom l&#228;sst Zugangsentgelte genehmigen</strong><br />
Die Deutsche Telekom will die Entgelte f&#252;r die Nutzung ihrer Infrastrukutr (Kabelkanalanlagen, unbeschaltete Glasfaserstrecken, Multifunktionsgeh&#228;use) von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen. Diese Zugangsm&#246;glichkeiten ben&#246;tigen die Wettbewerber, um das DSL-Netz weiter ausbauen zu k&#246;nnen. Die Telekom will mit den festen Tarifen „Planungssicherheit” f&#252;r ihre Konkurrenten bei der sog. Breitbandinitiative schaffen. Deren Interessenvertretung VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) bewertet den Vorsto&#223; anders: Damit wolle die Telekom nur „Fakten schaffen” und sich „strategische Vorteile” sichern. Der VATM pr&#228;feriert einen vertraglichen Konsens &#252;ber die H&#246;he der Entgelte; nun seien seine Mitglieder gezwungen, ihrerseits Antr&#228;ge bei der Bundesnetzagentur zu stellen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.vatm.de/pm-detail.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=925&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&amp;cHash=b7a4b72188">Zur Reaktion des VATM.</a></li>
</ul>
<p><strong>Verwaltungsgericht Schleswig lehnt Rundfunkgeb&#252;hr f&#252;r Dienst-PCs ab</strong><br />
Das Verwaltungsgericht Schleswig hat entschieden, dass f&#252;r rein dienstlich genutzte PCs keine Rundfunkgeb&#252;hr bezahlt werden muss. Dass mit einem Internetzugang auf den Rechnern theoretisch Rundfunksendungen empfangen werden k&#246;nnen, reiche daf&#252;r nicht aus. Aus dieser reinen M&#246;glichkeit k&#246;nne n&#228;mlich noch nicht auf eine tats&#228;chliche Nutzung als Empfangsger&#228;t geschlossen werden. H&#228;ufig sei es sogar verboten, am Arbeitsplatz Rundfunkprogramme zu konsumieren. Diese Rechtsfrage ist jedoch sehr umstritten: W&#228;hrend auch andere Verwaltungsgerichte die Auffassung teilen, liegen bereits Urteile von mehreren Oberverwaltungsgerichten vor, die eine Geb&#252;hrenpflicht bejahen. Eine Entscheidung des Bundesvewaltungsgerichts steht noch aus.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1432-Urteil-Keine-Rundfunkgebuehr-fuer-beruflich-genutzten-PC.html">Mehr dazu bei Telemedicus.</a></li>
</ul>
<p><strong>Peter Schaar kritisiert Abh&#246;rzentrum</strong><br />
Der Bundesbeauftragte f&#252;r Datenschutz (BfDI) Peter Schaar hat die B&#252;ndelung der Telekommunikations&#252;berwachung kritsiert. Beim Bundesverwaltungsamt ist eine neue Anlage in Betrieb genommen worden, die die Observationstechniken vom BKA und der Bundespolizei verkn&#252;pft. Schaar bef&#252;rchtet, dass dies erst der „Startpunkt f&#252;r eine viel umfassendere Kooperation von Sicherheitsbeh&#246;rden” ist. Es gebe bereits Pl&#228;ne, auch den Bundesnachrichtendienst und die Sicherheitsbeh&#246;rden der L&#228;nder in diese neue Infrastruktur einzugliedern. Eine derartige Beh&#246;rdenkooperation greife besonders intensiv in Grundrechte ein.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bfdi.bund.de/cln_111/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2009/PM_24_KritikBuendelungTKUeberwachung.html?nn=408920">Die Pressemitteilung des Bundesdatenschutzbeauftragten.</a></li>
</ul>
<p><strong>BGH zum Sorgfaltsma&#223;stab bei illegalen Uploads</strong><br />
„Im Urheberrecht gelten generell hohe Sorgfaltsanforderungen”, so der Bundesgerichtshof in einer Entscheidung von Ende Mai, die jetzt ver&#246;ffentlich wurde. Nach dem Urteil kann der Upload und die Zug&#228;nglichmachung eines Computerprogramms auch schon dann zu einer Schadensersatzpflicht f&#252;hren, wenn dem Betroffenen nur leichte Fahrl&#228;ssigkeit vorzuwerfen ist. Solche Handlungen f&#252;hrten zu einer hochgradigen Gef&#228;hrdung der Verwertungsrechte; deshalb m&#252;sse besonders sorgf&#228;ltig gepr&#252;ft werden, ob eine Einwilligung des Urhebers vorliegt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/08/bgh-hohe-sorgfaltsanforderung-wenn.html">Dazu die Meldung bei Internet-Law.</a></li>
</ul>
<p><strong>„taz” boykottiert Leichtathletik-WM</strong><br />
Die Tageszeitung (taz) wird nicht &#252;ber die Leichtathletik-Weltmeisterschaft berichten. Mit diesem Boykott protestiert sie gegen die Akkreditierungspraxis der Veranstalter. Danach m&#252;ssen die Journalisten eine Reihe pers&#246;nlicher Daten angeben und sich damit einverstanden erkl&#228;ren, dass diese &#252;berpr&#252;ft werden. Erst nach der Pr&#252;fung wird entschieden, ob die Berichterstatter Zugang zu den Stadien erhalten. Die taz sieht darin eine Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Der Abgleich mit Datens&#228;tzen von Polizei, BND und Verfassungsschutz komme einer Behandlung als Schwerverbrecher gleich; hier w&#252;rden unter dem „Deckm&#228;ntelchen Sicherheit” die Rechte von Journalisten immer weiter eingeschr&#228;nkt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/1865975_taz-boykottiert-die-Leichtathletik-WM.html">Weitere Informationen bei der Frankfurter Rundschau.</a></li>
</ul>
<p><em>In Zusammenarbeit mit <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/');" href="http://www.telemedicus.info/" target="_blank">Telemedicus</a> pr&#228;sentiert Carta jeden Montag zentrale Entwicklungen des Medien- und Informationsrechts.</em> <em>Carta &#252;bernimmt den <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/article/1427-Wochenrueckblick-Netzsperren,-Open-Access,-StudiVZ.html');" href="http://telemedicus.info/article/1436-Wochenrueckblick-Verbraucherschutz,-Twitter,-Rundfunkgebuehr.html" target="_blank">Wochenr&#252;ckblick</a> mit freundlicher Genehmigung der Autoren. Dieser Wochenr&#252;ckblick wurde zusammengesteltt von Christiane M&#252;ller.</em>
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		<title>Richard Collins: ARD &amp; ZDF Geb&#252;hrengelder abnehmen und an Blogger verteilen?</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 18:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Wissenschaftler Richard Collins schl&#228;gt vor, Geb&#252;hrengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu f&#246;rdern. Das Internet stelle die herausragende Position der Rundfunkanstalten in Frage. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e5b00ffd2a35046ef226c902aea043" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://www.open.ac.uk/socialsciences/staff/people-profile.php?name=Richard%20Edward_Collins">Richard Collins</a> ist hierzulande eine Art Papst in Sachen&#8221;<a href="http://www.m-und-k.info/MuK/hefte/Aufsatz_07_02.pdf">public value</a>&#8221; des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der britische Medienwissenschaftler ist damit zugleich erster &#220;bermittler der Diskussionen um die Zukunft der BBC. In <a href="http://www.bpb.de/publikationen/5GYK9M,5,0,Die_BBC_das_Internet_und_Public_Value.html#art5">einem Essay</a> f&#252;r die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung schrieb er k&#252;rzlich: Das Internet stelle die Gr&#246;&#223;e der <strong>BBC</strong> und ihre herausragende Stellung in Frage. Mit ihrer &#252;ppigen, abgesichterten Finanzierung st&#252;nde die Anstalt zunehmend &#8220;<strong>im Missverh&#228;ltnis zu ihren schwindenden Rival</strong><strong>en</strong>&#8220;. Collins h&#228;tte auch schreiben k&#246;nnen: In einem offenen Mediensystem ist es zunehmend zweckfremd, dass eine Organisation Geb&#252;hrengelder erh&#228;lt und alle anderen nicht.</p>
<p>In einem Interview mit der Fachzeitschrift &#8220;<a href="http://www.epd.de/medien/medien_index.html">epd medien</a>&#8221; (gef&#252;hrt von <a href="http://www.daniel-bouhs.de/">Daniel Bouhs</a>), das am Samstag erschien,  hat sich Collins nun konkret daf&#252;r ausgesprochen, Geb&#252;hrengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu f&#246;rdern:</p>
<blockquote><p>Wir m&#252;ssen dar&#252;ber nachdenken, ob es mit der wachsenden Bedeutung des Internets nicht an der Zeit ist, dem geb&#252;hrenfinanzierten Rundfunk etwas Geld abzunehmen, um es denen zu geben, die andere Qualit&#228;tsinhalte liefern, die aber mindestens genauso, wenn nicht sogar deutlich st&#228;rker bedroht sind als die Sender. Und ich sehe keinen Grund, Zeitungen und Internetredaktionen von &#246;ffentlichen Geldern auszuschie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Auf die Nachfrage, wer die Entscheidung &#252;ber diese Gelder treffen solle, sagt Collins:</p>
<blockquote><p>Daf&#252;r br&#228;uchten wir eine unabh&#228;ngige Kommission, die Bewerbungen sichtet und guten Projekten f&#252;r eine  gewisse Laufzeit Geld zuspricht. Zu kl&#228;ren w&#228;re etwa, welche Inhalte der Gesellschaft zu welcher Zeit dienen und welches Medium dabei das effektivste ist. Das Prinzip der Ausschreibung w&#252;rde nicht zuletzt auch der Qualit&#228;tssicherung dienen: Dann k&#246;nnte sich keiner auf den Geb&#252;hren ausruhen. Er m&#252;sste n&#228;mlich bef&#252;rchten, sie bald wieder zu verlieren. Wir k&#228;men zu einem Wettbewerb der besten Inhalte. Die finden sich ja manchmal auch in Weblogs.</p></blockquote>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<div id="attachment_8117" class="wp-caption alignleft" style="width: 184px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/collins.jpeg"><img class="size-full wp-image-8117" title="collins" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/collins.jpeg" alt="asdf" width="174" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Collins: &quot;Dem geb&#252;hrenfinanzierten Rundfunk etwas Geld abnehmen&quot;</p></div>
</div>
<p>Collins will die Rundfunkgeb&#252;hr folglich zu einer Art Kulturf&#246;rderung f&#252;r guten Journalismus umbauen. Eine Kommission soll Gelder auf Zeit vergeben &#8212; etwa nach Art der Bundeskulturstiftung.</p>
<p>Sein Vorschlag besteht aus zwei Teilen: Erstens spricht Collins sich daf&#252;r aus, angesichts der Verschiebungen im Mediensystem ARD und ZDF &#8220;Geld abzunehmen&#8221;. Zweitens m&#246;chte er die Mittel dann in eine medien&#252;bergreifende F&#246;rderung von Qualit&#228;tsjournalismus stecken.</p>
<p>Beim ersten Punkt kann man Collins nur voll beipflichten. Wenn die Bedeutung des Fernsehens sinkt, m&#252;ssen auch die gesellschaftlichen Ausgaben f&#252;r die Produktion von Fernsehinhalten sinken. Mit der steigenden Bedeutung des Internets wird das Mediensystem multipolar und zugangsoffen. In einem solchen Umfeld ist es anachronistisch und unausgewogen, wenn zwei Anbieter gef&#246;rdert werden und alle anderen nicht. Die Privilegierung von ARD und ZDF und die H&#246;he ihrer Mittel stehen im Missverh&#228;ltnis zu den qualit&#228;tsjournalistischen und meinungsbildenden Leistungen, die im Netz auch an vielen anderen Orten gemacht werden. Deshalb geh&#246;rt die Alimentierung von ARD und ZDF reformiert und insgesamt gesenkt.</p>
<p>So deutlich hat das in diesem Land noch niemand &#246;ffentlich gesagt. Schon gar nicht ein ehemaliger Keynote-Speaker einer <a href="http://www.uni-leipzig.de/journalistik2/fileadmin/user_upload/dateien/TV3.0_Flyer.pdf">Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung</a>.</p>
<p>Punkt zwei des Vorschlags ist hingegen zwiesp&#228;ltiger zu sehen. Collins m&#246;chte einen geb&#252;hrenfinanzierten Fonds f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus aufsetzen, dessen Mittel von einer Kommission verteilt werden.</p>
<p>Hieran kn&#252;pft sich an ganzes B&#252;ndel von Fragen: Ist es wirklich erstrebenswert, Journalismus langfristig durch eine Mediensteuer und Kommissionsentscheidungen zu finanzieren? Ist die Begr&#252;ndung, mit der das zunehmend entgrenzte Ph&#228;nomen Journalismus um gesellschaftliche Finanzierung wirbt, wirklich stichhaltig? Wer entscheidet, was f&#246;rdergerecht ist, und auf welcher Grundlage? Und wie wird verhindert, dass die Mittel der Kommission den Wettbewerb nicht unfair verzerren?</p>
<p>Hier sind erhebliche Zweifel angebracht, auch wenn man als Journalist und Blogger aus Eigeninteresse sofort daf&#252;r sein m&#252;sste. Ich bin der Meinung, dass es eine Nachfrage nach gutem Journalismus gibt und dass es marktwirtschaftliche L&#246;sungen geben wird, diesen auch im Internet zu finanzieren.</p>
<p>Es ist kein Grund ersichtlich, warum Journalismus und hochwertige Meinungsbildung im Netz nicht florieren sollten. Die derzeitige Umstruktierungskrise sollte dar&#252;ber nicht hinwegt&#228;uschen. M&#246;glicherweise verliert der Journalismus einige Funktionen andere Institutionen. Das aber w&#228;re nicht in jedem Fall <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/2009/04/technology-restores-collective.html">schlecht</a>.</p>
<p>Der autorit&#228;re Kommissions-Elitismus aber, der bestimmt, was genutzt und gef&#246;rdert werden soll, bekommt mit dem Internet ein gro&#223;es Legitmationsproblem. Es erscheint daher eher zeitgem&#228;&#223;, die Mediengeb&#252;hr zu senken, und eine Infrastruktur zu pflegen, die f&#252;r einen offenen, fairen und transparenten Wettbewerb sorgt.</p>
<p>Die <a href="http://carta.info/7325/internet-zdf-peter-frey-steffi-lemke-massenmedien-journalismus/">Beunruhigung</a> der Rundfunkanstalten aber angesichts des Internets d&#252;rfte durch die &#196;u&#223;erungen von Richard Collins eher noch gestiegen sein. Nicht ohne Grund. Auch von ihnen ist nun Wandlungsf&#228;higkeit gefragt.</p>
<div class="box">Hier das komplette Interview mit Richard Collins:</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.epd.de/medien/medien_index_64362.html">Wettbewerb der besten Inhalte</a>&#8221; (epd Medien)</div>
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