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	<title>CARTA &#187; Piraten</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>#servergate, die Franzosen und die Staatsanwaltschaft Darmstadt</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 14:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[BKA]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[servergate]]></category>
		<category><![CDATA[staatsanwaltschaft darmstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat gestern, zwei Tage vor der Wahl in Bremen, die Netzwerk-Infrastruktur der Piratenpartei lahmlegen lassen. Die Beschlagnahmung sei in Amtshilfe f&#252;r franz&#246;sische Beh&#246;rden erfolgt, die Ermittlungen f&#252;hre die Staatsanwaltschaft Paris, zitiert Heise einen Sprecher der Staatsanwaltschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiter berichtet <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Polizei-kapert-Server-der-Piratenpartei-1246963.html">Heise</a>, auch die Etherpad-Foundation habe sich <a href="http://etherpad.org/2011/05/20/german-police-raid-etherpad-deployment/">beschwert</a>, da die Proteste in Spanien ebenfalls auf der Plattform diskutiert w&#252;rden: Die vor&#252;bergehende Abschaltung gebe aus freiheitlicher Sicht Grund zur Besorgnis.</p>
<p>&#220;ber die Hintergr&#252;nde der Aktion kann man sich hier informieren:</p>
<ul>
<li>Aktuell: <strong><a href="http://wiki.piratenpartei.de/Servergate" target="_blank">Piratenwiki</a></strong> und eine st&#228;ndig aktualisierte <strong><a href="http://groups.diigo.com/group/piratenpartei/content/tag/servergate" target="_blank">Presseschau</a></strong> von Mela</li>
<li>Netzpolitik: <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/piratenpartei-server-auf-polizeiliche-anweisung-offline/" target="_blank">#servergate – Polizei beschlagnahmt Piratenpartei-Server</a></li>
<li>Wolfgang Dudda: <a href="http://www.wolfgang-dudda.de/?p=7019" target="_blank">Die FDP und die Nagelprobe</a>, <a href="http://www.wolfgang-dudda.de/?p=7003" target="_blank">Ist dies noch mein Land?</a></li>
<li>Thomas Stadler: <a href="http://www.internet-law.de/2011/05/durchsuchungsbeschluss-gegen-die-piratenpartei.html" target="_blank">Durchsuchungsbeschluss gegen die Piratenpartei</a></li>
<li>Udo Vetter: <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/05/20/ein-akt-der-deutschen-behrden/" target="_blank">Ein Akt der deutschen Beh&#246;rden</a> <span id="more-40412"></span></li>
<li>Ole Rei&#223;mann, SpOn: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,763939,00.html" target="_blank">Hacker planten Angriff auf AKW-Betreiber</a></li>
<li>S&#252;ddeutsche: <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/vor-bremenwahl-polizei-nimmt-piratenpartei-vom-netz-1.1099888" target="_blank">Vor der Wahl in Bremen: Polizei nimmt Piratenpartei vom Netz</a></li>
<li>ZEITonline/dpa: <a href="http://www.zeit.de/digital/2011-05/piraten-partei-offline" target="_blank">Website der Piratenpartei vor&#252;bergehend offline</a></li>
<li><a href="http://news.google.de/news/search?aq=f&amp;pz=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=piratenpartei%2C+server">Aktuelles</a> bei GoogleNews</li>
</ul>
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40412&amp;md5=3b7ea557311cfad44eeb26a25983227c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Grundsatzdebatte der Piratenpartei: Was bedeutet &#8220;Grundgesetz bewahren&#8221;?</title>
		<link>http://carta.info/34185/die-grundsatzdebatte-der-piratenpartei-was-bedeutet-grundgesetz-bewahren/</link>
		<comments>http://carta.info/34185/die-grundsatzdebatte-der-piratenpartei-was-bedeutet-grundgesetz-bewahren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 16:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Liquid-Feedback-System der Piraten verst&#228;rkt die Tendenz, eher situativ als grunds&#228;tzlich-abstrakt zu diskutieren. Dabei brechen Konfliktlinien auf: Der emphatische Verfassungspatriotismus ist ein Markenkern, in einzelnen Fragen werden jedoch &#196;nderungen im Grundrechtsteil n&#246;tig sein. Wird diese Frage explizit gekl&#228;rt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/163ab63987364f2cbf7e5b697a51072b" alt="" width="1" height="1" />Das interessante am Liquid-Feedback-System der Piratenpartei ist, dass  dadurch Konfliktlinien aufbrechen. Aktuell ist das eine – mit gro&#223;er  Mehrheit angenommene – <a href="https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/296.html">Initiative, die u.a. den Schutz der Ehe aus Art. 6 GG streichen</a> will. Neben der Sachfrage bricht hier auch die Metafrage nach dem  Verst&#228;ndnis des Leitsatzes »Grundgesetz bewahren« auf, der ein zentraler Markenkern  f&#252;r die Piratenpartei ist.</p>
<p>Die Piraten sind untereinander reichlich heterogen. <a title="Anti-Parteien-Partei 2.0" href="http://fxneumann.de/2009/12/23/anti-parteien-partei-2-0/">Vor einiger Zeit</a> habe ich das so beschrieben:</p>
<blockquote><p>Eine Zerrei&#223;probe durch eine Ausweitung des Programms ist damit  vorhersehbar: Eine unbestimmte Begeisterung f&#252;r Freiheit ist die  Klammer, die die Partei zusammenh&#228;lt. In der Partei gibt es  Lebenssch&#252;tzer, M&#228;nnerrechtler, Kommunisten, Libert&#228;re, f&#252;r die jeweils  der Begriff »Freiheit« zentral ist, jedoch in unterschiedlichster  Auslegung.</p></blockquote>
<div id="attachment_34188" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/09/piratenkompass.png"><img class="size-medium wp-image-34188" title="piratenkompass" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/09/piratenkompass-300x255.png" alt="" width="300" height="255" /></a><p class="wp-caption-text">Piratenkompass; Quelle: Adrian Lang</p></div>
<p>Die Heterogenit&#228;t macht sich dabei haupts&#228;chlich in den lautstark ausgetragenen Konflikten bemerkbar, bei denen Mehrheitsverh&#228;ltnisse nicht ersichtlich sind. Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch die <a href="http://adrianlang.de/piratenkompass/">Auswertung der Political-Compass-Ergebnisse</a> einiger hundert – allerdings nicht repr&#228;sentativ ausgew&#228;hlter –Piraten von Adrian Lang: Man sieht deutlich eine Konzentration im linksliberalen Sektor.</p>
<p>Neben dem Freiheitsbegriff ist auch ein emphatischer Verfassungspatriotismus ein Markenkern der Piratenpartei. Das Konzept <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Verfassungspatriotismus">»Verfassungspatriotismus«</a>,  wie es Habermas und Sternberger diskutiert haben, scheint mir eine sehr  »piratige« Sache zu sein, soweit ich das als Au&#223;enstehender beurteilen  kann. Das zeigt sich etwa in der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QfLpKmyS61w">Au&#223;endarstellung</a> auf der &#8220;Freiheit-statt-Angst&#8221;-Demo und wurde im <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlprogramm#Kapitel_1_-_Grundgesetz_bewahren">Wahlprogramm zur Bundestagswahl</a> explizit gemacht:</p>
<blockquote><p>Wir stehen hinter dem Grundgesetz in der grunds&#228;tzlichen Form, wie es  unsere Gr&#252;ndungsvater 1949 ausgearbeitet haben. Insbesondere lehnen wir  &#196;nderungen an dem die Grundrechte umfassenden ersten Abschnitt (Art.1  bis 19) kategorisch ab, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass diese  immer nur zu einem Abbau von B&#252;rgerrechten f&#252;hren.</p></blockquote>
<p>Die Formulierung ist hier etwas unklar: Zwar werden sp&#228;tere  &#196;nderungen am Grundrechtskatalog, etwa die M&#246;glichkeit einer allgemeinen  Wehrpflicht (Art. 12a GG) und die damit verbundene M&#246;glichkeit von  Grundrechtseinschr&#228;nkungen (Art. 17a GG), die Neufassung der Regelung  des Asyls (Art. 16a GG) und insbesondere der gro&#223;e Lauschangriff (Art.  13 III–VI GG) wohl als ein Beispiel f&#252;r den angesprochenen Abbau von  Grundrechten zu interpretieren sein, explizit erw&#228;hnt wird dies  allerdings nicht. Da &#196;nderungen »kategorisch« abgelehnt werden und auch  nichts zu einer R&#252;ckf&#252;hrung auf den Grundrechtsbestand von 1949 zu lesen  ist, scheint der Wortsinn darauf abzuzielen, dass grunds&#228;tzliche  &#196;nderungen an diesen Themen ausgeschlossen werden. (Es gibt auch  Piraten, die das so interpretieren, etwa <a href="http://validom.net/blog/2010/09/22/schutz-von-ehe-und-familie-erhalten/">Validom</a>.)</p>
<p>Eine solche Interpretation ist nicht nur in Bezug auf den  Themenkomplex Freiheitsrechte problematisch, sondern auch in einem anderen  Kernbereich, dem Urheberrecht. Nachdem die st&#228;ndige Rechtssprechung &#8211; und so auch die <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100830_1bvr163108.html">j&#252;ngste Entscheidung</a> &#8211; des Bundesverfassungsgerichts explizit auch den Schutz »geistigen Eigentums« unter die Eigentumsgarantie des Art. 14 GG fasst, d&#252;rften  Kernforderungen nur mit einer Grundgesetz&#228;nderung durchzusetzen sein.</p>
<p>Auch nicht gekl&#228;rt ist, was mit der »grunds&#228;tzlichen Form« von 1949  gemeint ist – hier k&#246;nnte man, w&#228;re man boshaft, einiges  hineininterpretieren, etwa <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Artikel_23_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland">in bezug auf die Europ&#228;ische Union</a>. <em>Vermutlich</em> und wohlwollender interpretiert ist damit ein Bezug auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung gemeint, wie sie <a href="http://sorminiserv.unibe.ch:8080/tools/ainfo.exe?Command=ShowPrintVersion&amp;Name=bv002001">vom Bundesverfassungsgericht definiert wird</a>:</p>
<blockquote><p>Freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Art. 21 II GG ist  eine Ordnung, die unter Ausschluss jeglicher Gewalt und  Willk&#252;rherrschaft eine rechtsstaatliche Herrschaftsordnung auf der  Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes  nach dem Willen der  jeweiligen Mehrheit und der Freiheit und Gleichheit darstellt. Zu den  grundlegenden Prinzipien dieser Ordnung sind mindestens zu rechnen: die  Achtung vor den im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechten, vor  allem vor dem Recht der Pers&#246;nlichkeit auf Leben und freie Entfaltung,  die Volkssouver&#228;nit&#228;t, die Gewaltenteilung, die Verantwortlichkeit der  Regierung, die Gesetzm&#228;&#223;igkeit der Verwaltung, die Unabh&#228;ngigkeit der  Gerichte, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit f&#252;r alle  politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsm&#228;&#223;ige Bildung und  Aus&#252;bung einer Opposition.</p></blockquote>
<p>Die Debatte wird bei den Piraten aber teilweise weniger um  Verfassungsprinzipien als um den Buchstaben der Verfassung gef&#252;hrt; in  der Debatte um die Art.-6-GG-Initiative tauchen immer wieder Argumente  auf, die grunds&#228;tzlich &#196;nderungen ablehnen:</p>
<blockquote><p>»@validom ich dachte das Grundgesetz ist das Grundsatzprogramm der #PIRATEN ? Stand jedenfalls so am truck auf der #fsa10, soweit ich mich erinnere« <a href="https://twitter.com/thheinen/statuses/25033899781">(@thheinen)</a></p>
<p>»@piratringwraith Man kann vieles gestalten, ohne das Grundgesetz zu &#228;ndern. Wenn  wir eine &#196;nderung des Grundgesetz anstreben, sind wir auf einer Ebene mit  Sch&#228;uble« <a href="https://twitter.com/maltis/statuses/25052460050">(@maltis)</a> [<em>Abk&#252;rzungen von der Redaktion ausgeschrieben</em>]</p></blockquote>
<p>In diesem Tenor, durch mehr als 140 Zeilen etwas differenzierter, auch <a href="http://planetalexx.de/2010/09/und-nu-piraten/">planetAlexx</a> und der <a href="http://www.sanktleibowitz.org/2010/09/wohin-piratenpartei.html">Orden des Leibowitz</a>:</p>
<blockquote><p>Unser Grundgesetz ist eines der besten Regelwerke der Welt, und 1948 hat  man sich unter den Nachwirkungen des Naziregimes sehr wohl &#252;berlegt,  was darin stehen muss. Nat&#252;rlich ist das Grundgesetz nicht heilig,  weshalb man es nie wieder &#228;ndern sollte. Deshalb gibt es einen  festgelegten Ablauf, mit dem &#196;nderungen eingef&#252;gt werden k&#246;nnen.  Trotzdem sollte man dabei &#228;u&#223;erst behutsam vorgehen, und es im  Zweifelsfall lieber sein lassen. Zudem finde ich es widerspr&#252;chlich, in  Wahlk&#228;mpfen das Grundgesetz mit dem Hinweis darauf, dass man es als  Partei sch&#252;tzen will zu verteilen, um es danach &#228;ndern zu wollen.</p></blockquote>
<p>Die Argumentation der Gegenseite formuliert <a href="http://www.formspring.me/gedankenstuecke/q/1168217135">Bastian Greshacke</a> auf eine Formspring-Anfrage von mir hin so:</p>
<blockquote><p>Ehrlich gesagt fand ich diesen Anspruch “Grundgesetz bewahren” schon  immer etwas suspekt und nicht wirklich optimal. Denn auch das  Grundgesetz ist ja kein Regelwerk was irgendwo vom Gipfel auf  Steintafeln heruntergetragen wurde sondern menschlichen Ursprungs und  damit fehlerbehaftet.</p>
<p>Mir geht es um den Schutz/die Bewahrung der Grund- &amp;  B&#252;rgerrechte. Und dabei hat in meinen Augen auch das Grundgesetz noch  Fehler die einen umfassenden Schutz von Grundrechten bislang nicht  gew&#228;hrleistet.</p></blockquote>
<p>Eine weitere interessante Antwort in diese Richtung von <a href="http://www.formspring.me/flecky/q/1168672594?">Flecky</a>.</p>
<p>Die Piratenpartei scheint also gerade in einem Konflikt zu stecken um  die Frage, was »Grundgesetz bewahren« hei&#223;t. Ich bin gespannt, ob diese  Frage explizit gekl&#228;rt wird – beim Freiheitsbegriff scheint das ja  bisher noch nicht passiert zu sein, obwohl es vor einem Jahr schon eine  gro&#223;e Debatte war.</p>
<p>Ich glaube, dass sowohl die Frage nach dem  Verst&#228;ndnis von »Grundgesetz bewahren« wie auch die Frage nach der  Freiheit, den die Piraten meinen, essentiell ist, um ein umfassendes  Grundsatzprogramm auszuarbeiten – sonst wird es nur ein St&#252;ckwerk mit  Stellvertreterdebatten, wie sie gerade um Liquid-Feedback-Initiativen  gef&#252;hrt werden. So progressiv, interessant und sinnvoll das  Liquid-Feedback-System ist: Es verst&#228;rkt die piratische Tendenz, weniger  grunds&#228;tzlich-abstrakt als situativ zu diskutieren, und erschwert damit  die Ausbildung einer »piratischen« Wertgrundlage und damit einem  Wertekonsens, auf dem die konkrete Politik aufbauen kann.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mit der Frage nach einer Wertgrundlage bei den Piraten hat sich Felix Neumann auch in den Artikeln <a title="Piraten, Gender und Pragmatik" href="http://fxneumann.de/2009/09/08/piraten-gender-und-pragmatik/">Piraten, Gender und Pragmatik</a> und <a title="Wahl-o-mat: Piraten als radikale Zentristen" href="http://fxneumann.de/2009/09/05/piraten-als-radikale-zentristen/">Wahl-o-mat: Piraten als radikale Zentristen</a></em> auseinandergesetzt.</p>
<p><a href="http://fxneumann.de/2010/09/22/piraten-und-grundgesetz/">Crosspost</a>.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=34185&amp;md5=a4929d19445a424ab8899c1ebe1c9ef6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Piraten vs. Parteiestablishment: Es geht NICHT um das Internet</title>
		<link>http://carta.info/21653/piraten-vs-parteiestablishment-es-geht-nicht-um-das-internet/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 14:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[CDU und SPD wollen sich verst&#228;rkt um das Thema Internet k&#252;mmern. Damit verstehen sie nicht, warum es den Piraten wirklich geht, sagt Piratenvorstand Aaron K&#246;nig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e4707558264642a1b7623d77a5aa02c1" alt="" width="1" height="1" />Piratenpartei-Vorstand Aaron K&#246;nig <a href="http://aaron-koenig.blogspot.com/2010/01/es-geht-nicht-um-das-internet.html">glaubt</a>, dass CDU und SPD die Wurzel der Piratenpartei-Bewegung noch immer nicht richtig verstehen, wenn sie sich nun <a href="http://carta.info/21485/enquete-kommission-des-bundestags-zu-internet-und-digitaler-gesellschaft-geplant/">verst&#228;rkt</a> um das Internet <a href="http://carta.info/21633/spd-will-um-waehler-der-piratenpartei-werben/">k&#252;mmern</a> wollen. Das Thema der Piraten sei n&#228;mlich nicht das Internet, sondern das politische System. Das Netz sei nur das Vehikel, um eine Demokratisierung einzufordern:</p>
<blockquote><p>Doch die Altparteien haben leider nicht begriffen, dass es &#252;berhaupt nicht um das Internet geht. Das Netz ist lediglich ein Kommunikationsmedium. &#8230;</p>
<p>Worum es wirklich geht, ist eine andere, bessere Form der Demokratie. Es geht um ein politisches System, in der die B&#252;rger an allen Entscheidungen beteiligt sind, und in dem die staatlichen Institutionen sich nicht als „hoheitlich“ (sic!) verstehen, sondern als Dienstleister f&#252;r die B&#252;rger. Alle staatliche Prozesse m&#252;ssen transparent sein, alle Entscheidungen wirklich demokratisch gef&#228;llt werden. Die Parteienoligarchie der Bundesrepublik, in der viele Entscheidungen von Funktion&#228;ren in Hinterzimmern ausgekungelt werden, verdient die Bezeichnung Demokratie, also „Volksherrschaft“, meiner Ansicht nach nur sehr eingeschr&#228;nkt.</p></blockquote>
<p>&gt;&gt;&gt; Ich meine, dass K&#246;nig hier einen zentralen Punkt trifft. Die Piratenpartei ist bekanntlich keine hierarchische Mitgliederpartei. Sondern sie ist eine Art Plattform f&#252;r thematische Ad-hoc-Mitmachb&#252;ndnisse aus libert&#228;rdigitaler Grundhaltung*. In ihrem Kern liegt damit genau jene kommunikative Situation, die man aus dem Internet kennt: Sich jeden Tag neu entscheiden, welche Sites man besucht, wem man sich anschlie&#223;t, wen man retweetet. Wenn die Volksparteien das Zeitungsabo sind, dann ist die Piratenpartei <a href="http://rivva.de/">Rivva</a>. In den klassischen Parteien findet F&#252;hrung durch Delegation statt, bei den Piraten durch gelebte oder empfundene Partizipation. Daher k&#246;nnen die Volksparteien die Piratenpartei auch nicht imitieren, ohne sich selbst vorher radikal umzubauen &#8211; was derzeit kaum wahrscheinlich erscheint.</p>
<p>Zugleich ist die Piratenpartei damit noch kein zwingendes Erfolgsmodell der zuk&#252;nftigen Parteigeschichte. Der basisdigitaldemokratiche Impuls will erst einmal erfolgreich mit parteipolitischen Notwendigkeiten wie Verl&#228;sslichkeit und Abgrenzung kombiniert werden.</p>
<p>* = stark &#252;berarbeitungsf&#228;higer Beschreibungsansatz f&#252;r die Piratenpartei &#8211; Vorschl&#228;ge gerne.</p>
<p>Siehe zu diesem Thema auch:</p>
<ul>
<li>Christoph Bieber: <a href="http://carta.info/15450/kampagne-als-augmented-reality-game-der-mitmachwahlkampf-der-piratenpartei/">Kampagne als “Augmented Reality Game”: Der Mitmachwahlkampf der Piratenpartei</a></li>
</ul>
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		<title>Die Piraten – Aufstand der technischen Intelligenz?</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 13:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit ihrem Sensationserfolg bei den Europawahlen ist die „Piratenpartei“ in aller Munde. Und viele fragen sich: Was sind das blo&#223; f&#252;r Leute? Sind die rechts oder links? Oder erleben wir den Beginn einer neuen sozialen Bewegung? Vier Anmerkungen zu einem politischen Ph&#228;nomen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/8c7d834c2970ecf846df5601bb843c" width="1" height="1" alt=""/><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><span><strong>Was wollen die Piraten?</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es begann im Januar 2006. Damals wurde in Schweden die allererste Piratenpartei gegr&#252;ndet. Sie verstand sich als politische Antwort auf die digitale Revolution. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Piratpartiet">Rickard Falkvinge</a> (37), der Gr&#252;nder der Partei, sagte im Juni 2006: „Um die heutige Situation im Lichte der Geschichte zu verstehen, m&#252;ssen wir 400 Jahre zur&#252;ck gehen, in die Zeit, als die Kirche das Kultur- und Wissensmonopol innehatte. Was die Kirche sagte, hatte zu geschehen. Es war eine Pyramiden-Kommunikation. An der Spitze gab es eine dominierende Person, die zu denen, die weiter unten in der Pyramide waren, sprach&#8230; Damals war es den B&#252;rgern unter keinen Umst&#228;nden erlaubt, selbst Informationen zu verbreiten&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Dann kam der Buchdruck. Pl&#246;tzlich gab es nicht mehr <em>eine</em></span><span> Wissensquelle, es gab mehrere. Die B&#252;rger &#8211; die angefangen hatten lesen zu lernen &#8211; konnten pl&#246;tzlich von nicht sanktioniertem Wissen profitieren. Die Kirche war w&#252;tend. Die k&#246;niglichen Familien waren w&#252;tend. Die britische K&#246;nigsfamilie ging sogar so weit, dass sie ein Gesetz erlie&#223;, das besagte, dass nur solche Drucker, die die Erlaubnis der K&#246;nigsfamilie besa&#223;en, das Wissen der B&#252;rger mehren durften. Dieses Gesetz wurde &#8220;Copyright&#8221; genannt&#8230; Es ging also bereits damals um die Kontrolle von Kultur und Wissen, denn wer diese Dinge beherrschte, beherrschte die Welt.</span></span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span>&#8230;Das Internet gehorcht diesem Modell nicht mehr. Heute laden wir nicht mehr einfach Kultur und Wissen von einer zentralen Stelle herunter. Wir laden gleichzeitig hoch, zu anderen. Wir verteilen Dateien. Wissen und Kultur haben ihren zentralen Kontrollpunkt verloren. &#8230; File-Sharing begr&#252;ndet das gleichzeitige Hoch- und Herunterladen von jeder verbundenen Person ohne jede zentrale Kontrolle. Die Kultur flie&#223;t zwischen Millionen verschiedener Menschen &#8211; zur selben Zeit. Das ist etwas komplett Neues in der Geschichte der menschlichen Kommunikation.“</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span><span>So weit der Gr&#252;nder der schwedischen Piratenpartei. Heute ist es das Ziel der Bewegung, <strong>die durch das Internet erreichten Freiheiten zu bewahren</strong></span><span> und gegen jede Art von (staatlicher oder kommerzieller) Zensur bzw. Kontrolle zu verteidigen. Denn nach Auffassung der (deutschen) Piratenpartei ist durch die digitale Revolutionierung aller Lebensbereiche „die W&#252;rde und die Freiheit des Menschen in bisher ungeahnter Art und Weise gef&#228;hrdet.“</span></span></p>
<div id="attachment_10499" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/piratenpartei.jpg"><img class="size-medium wp-image-10499" title="piratenpartei" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/piratenpartei-300x182.jpg" alt="piratenpartei" width="300" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Der Wahlerfolg, sagen manche, w&#228;re weit h&#246;her ausgefallen, h&#228;tte die Partei nicht diesen „bescheuerten“ Namen</p></div>
<p class="MsoNormal"><span><span>Nach ihrem ersten Auftauchen in Schweden wurden die Piraten schnell zu einer <em><a href="http://piraten-partei.de/navigation/partei/piratenparteien-weltweit">weltweiten Bewegung</a></em></span><span>, die sich generell f&#252;r b&#252;rgerliche Freiheitsrechte und gegen den Zugriff des &#220;berwachungsstaates engagiert. Damit stehen die Piraten durchaus in der Tradition der modernen sozialen Bewegungen seit den 1970er Jahren: der Umwelt-, der Frauen- und der Friedensbewegung. Es w&#228;re deshalb fatal, sie (aufgrund ihres abseitigen Namens) zu ignorieren. Die von den Piraten diskutierten Themenbereiche z&#228;hlen heute zu den <strong>Schl&#252;sselthemen der hoch entwickelten Gesellschaften.</strong></span><span><span> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span><strong>Wer sind die Piraten?</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Rickard Falkvinge, der Gr&#252;nder der Bewegung, studierte Technische Physik, war eine Zeit lang IT-Unternehmer und Projektleiter bei Microsoft. Als Student engagierte er sich in der Jugendorganisation der „Moderata Samlingspartiet“. Das ist eine im Schwedischen Reichstag vertretene <em>b&#252;rgerlich-konservative Partei</em></span><span> (!) mit <em>neoliberalem</em></span><span> Wirtschaftsprogramm.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Falkvinges Werdegang ist typisch f&#252;r die Piraten. Unter den zehn <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,629533,00.html">Spitzenkandidaten</a> der deutschen Piratenpartei zur Europawahl finden sich: 1 Diplom-Wirtschaftsmathematiker, 1 Diplom-Physiker, 3 Informatiker, 1 Software-Entwickler, 1 Web-Entwickler, 1 Physik-Student, 1 Gesch&#228;ftsf&#252;hrer im Logistik-Gewerbe (Ex-Berufssoldat) sowie 1 IT-Consultant. Es sind ausschlie&#223;lich M&#228;nner im Alter zwischen 23 und 47 Jahren. Damit repr&#228;sentiert die deutsche Piratenpartei in besonderem Ma&#223;e die computerbegeisterte, aufstiegsorientierte, m&#228;nnliche (aber in den feminisierten sozialen Dienstleistungsgesellschaften unter Druck geratene) <strong>technische &amp; naturwissenschaftliche Intelligenz</strong></span><span>. Bei zahlreichen Kandidaten handelt es sich um Mitarbeiter kleinerer Universit&#228;ten (Eichst&#228;tt, M&#252;nster) oder um selbstst&#228;ndige kleine IT-Unternehmer. Vor ein paar Jahren h&#228;tte man diese Leute wohl zum „neuen Mittelstand“ gez&#228;hlt.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span><strong>Wer w&#228;hlt die Piraten?</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Bei ihrer ersten Kandidatur zum Reichstag am 17. September 2006 erzielte die schwedische Piraten-Partei 0,63 Prozent der Stimmen (in absoluten Zahlen waren das 34.918 W&#228;hler). Am 27. Januar 2008 – dem ersten Auftreten bei einer Wahl in Deutschland &#8211; konnte die Hessische Piratenpartei mit 0,3 Prozent einen Achtungserfolg erringen. Einen Monat sp&#228;ter schafften die Hamburger Parteifreunde bei den Senatswahlen 0,2 Prozent. Im Januar 2009 konnte die Hessische Piratenpartei dann 0,5 Prozent erringen, das waren mehr als 13.000 W&#228;hler. Bei den <a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/europawahlen/EU_BUND_09/downloads/">Europawahlen</a> schlie&#223;lich w&#228;hlten bundesweit 229.117 Personen die Piratenpartei (= 0,9 Prozent). Auch die Gr&#252;nen, hei&#223;t es, haben klein angefangen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Ihr bestes Ergebnis erzielte die Piraten-Partei in Flensburg mit 2,1 Prozent. Vor allem in kleinen und mittleren <em><a href="http://www.wortfeld.de/2009/06/auf-piratensuche/">Universit&#228;tsst&#228;dten</a></em></span><span> konnte sie punkten: etwa in Jena, Oldenburg, Karlsruhe, Kiel, Aachen, Potsdam, Dresden, Leipzig, Mainz, Darmstadt, Erlangen oder Greifswald.</span><span> In Berlin, Hamburg und Bremen lag sie ebenfalls &#252;ber 1%. F&#252;r die Partei ist das nur logisch<span>: &#8220;Freiheitsliebende, technisch versierte junge Menschen, die gegen eine restriktive Symbolpolitik sind, f&#252;hlen sich durch uns vertreten.&#8221;</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Das einzig wirklich sensationelle Ergebnis holten die Piraten in ihrem Ursprungsland Schweden. Dort erreichten sie satte 7,1 Prozent. Bei den 18- bis 30-J&#228;hrigen waren es sogar 19 Prozent. Und bei den Jungm&#228;nnern 30 Prozent! Auch in Deutschland wurde die Piratenpartei vor allem<strong> </strong></span><span>von <strong>18- bis 35-j&#228;hrigen, gut ausgebildeten st&#228;dtischen M&#228;nnern </strong></span><span>gew&#228;hlt. Erleben wir &#8211; nach den stark weiblich gepr&#228;gten Gr&#252;nen &#8211; das Entstehen einer „M&#228;nnerpartei“?</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span><strong>Was f&#252;r eine politische Gruppierung sind die Piraten?</strong></span></p>
<p><span>Der Wahlerfolg, sagen manche, w&#228;re weit h&#246;her ausgefallen, h&#228;tte die Partei nicht diesen „bescheuerten“ Namen. Denn es handelt sich bei den Piraten ja keineswegs um Freibeuter oder Chaoten, sondern um normale Vereinsmeier mit superordentlichen Bundesparteitagen. Zwar zogen sie mit einem leicht abgewandelten Piraten-Schlachtruf „Klarmachen zum &#196;ndern!“ (Entern!) in den Wahlkampf, aber gleichzeitig sagten sie: „Wir sind keine Piraten. Das Recht macht uns dazu.“ Sie tragen ihren Namen quasi aus Protest gegen eine veraltete Einsch&#228;tzung „ganz normaler“ Handlungsweisen.</span></p>
<p><span>Ein Piratenw&#228;hler gab bei einem <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Kritische-Anmerkungen-zur-Piratenpartei-eines-PP-Waehlers/forum-160218/msg-16853802/read/">Diskussionsforum</a> deshalb zu bedenken: „Mit ‚Partei Freiheit’ oder ‚Die Freiheitlichen’ (o.k., ist in &#214;sterreich negativ besetzt) oder so &#228;hnlich k&#246;nnte man das Gleiche aussagen und jedem w&#228;re sofort klar, dass man <a href="http://wirres.net/article/articleview/5208/1/6/">zwischen FDP und Gr&#252;nen</a> positioniert ist, und der Parteiname w&#228;re positiv besetzt. Auch w&#228;re   das Sch&#252;tzenswerte sofort klar, im Grundgesetz und in der Nationalhymne  geht es zentral um das Thema ‚Freiheit’, das inzwischen &#252;berall zu kurz kommt&#8230;“</span></p>
<p><span>Zwar ist das nur die Aussage eines einzelnen W&#228;hlers, aber einer der deutschen Kandidaten der Piratenpartei nannte sich stolz einen „Feuerwehrmann der b&#252;rgerlichen Freiheiten“. Diese grundanst&#228;ndige Verkn&#252;pfung von Feuerwehr &amp; B&#252;rgerlichkeit deckt sich nicht ganz mit dem romantischen Freibeuterimage (und &#252;brigens auch nicht mit der euphorischen <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/555/anker-hoch-und-leinen-los-%25E2%2580%2593-die-piraten-sind-da">Einsch&#228;tzung</a> Jens Bergers beim „Spiegelfechter“).<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Trotzdem w&#228;re es falsch, den <a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-14460/piratenpartei-viele-gruene-schuetzen-lieber-irgendeinen-hamster-teil-2_aid_405317.html">„Aufstand der technischen Intelligenz“</a> gegen G&#228;ngelung und Kontrolle nun als Unmut von „Anarcho-Spie&#223;b&#252;rgern“ abzutun. Es handelt sich um einen <strong>Teil der radikalisierten Mitte</strong></span><span>, f&#252;r den die alten Schubladen (vielleicht) nicht mehr passen. Aber <a href="http://netzpolitik.org/2009/sind-die-piraten-die-neuen-gruenen/">neue Gr&#252;ne</a> sind es nicht.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Mit der Piratenpartei w&#252;rde sich <strong>eine dritte liberale Kraft – neben FDP und Gr&#252;nen</strong></span><span> &#8211; im deutschen Parteienspektrum etablieren. Ob es eine Partei f&#252;r die n&#228;chste Generation wird (oder eine breit aufgestellte <a href="http://www.ruhrbarone.de/ist-die-piratenpartei-die-spd-von-heute/">B&#252;rgerrechtsbewegung</a>) muss sich erst noch zeigen.</span></span></p>
<p><!--EndFragment-->
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