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	<title>CARTA &#187; Netzsperren</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Netzsperren: Jetzt auch auf der Homepage des Justizministeriums</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 00:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Website des Bundesjustizministeriums im netzpolitischen Carta-Test: Julia Seeliger entdeckt Netzsperren und "freundliche Stoppschilder".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend stellte das Bundesjustizministerium seine renovierte Website im Rahmen eines &#8220;Pressefests und Hintergrundgespr&#228;chs mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger&#8221;  vor. Die meisten der anwesenden Hauptstadtjournalisten interessierten sich jedoch vor allem f&#252;r Atomausstieg, Parteipolitik und die aktuellen Haltungsnoten von Guido Westerwelle.</p>
<p>Einzig <a href="http://julia-seeliger.de/about-julia/">Julia Seeliger</a> (<em>taz</em>) und ein freier Mitarbeiter dieses Blogs machten sich daran, die neue Website des liberalen Ministeriums dem netzpolitischen Web 2.0-Check zu unterziehen. Das kl&#228;gliche Ergebnis dokumentiert dieses Video:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="375" height="330" src="http://www.youtube.com/embed/pvpUcJTkGlI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Netzsperren gibt es jetzt also auch beim Bundesjustizminsterium &#8211; mit verharmlosendem Parkverbots-Emblem vor stilisierter Netzwerk-Kugel. Das Web 2.0 bleibt ausgesperrt. Social Media bleibt ein leeres Versprechen. &#8220;Zugriff auf diese URL ist nicht erlaubt&#8221;, h&#246;hnt das SiteKiosk-Pr&#228;sentationssystem. &#8220;Walled Garden&#8221; nun auch beim Schnarrenberger-Ministerium. Was f&#252;r eine Entt&#228;uschung.</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Wie kann man das der Community erkl&#228;ren? &#8211; Das Web 2.0 nur eine Mogelpackung&#8221;, urteilt Julia Seeliger schonungslos.</p>
<p style="text-align: left;">Das &#252;berbietet augenscheinlich alle von der Leyen-Fantasien. Dem neuen Inneminister wird es <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,750415,00.html">gefallen</a>.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/IMG_0864.jpg"><img class="size-medium wp-image-39148 aligncenter" title="IMG_0864" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/IMG_0864-300x232.jpg" alt="" width="300" height="232" /></a></p>
<p><em>P.S. Zumindest vom heimischen PC findet man noch immer den Weg zum <a href="http://www.flickr.com/photos/bmjustiz/">Flickr-Stream des Ministeriums</a>.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39140&amp;md5=674939bbecf4cf0e756ebf811933df3d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Techniken der Macht: Warum das Netz bei uns keine Revolution macht</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 23:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius Endert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
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		<category><![CDATA[Kontrollgesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Anders als den autorit&#228;ren Regimen in Nordafrika gelingt es den westlichen Regierungen ihr System der Machtaus&#252;bung auf das Internet zu &#252;bertragen - durch Ma&#223;nahmen, wie Vorratsdatenspeicherung und Netzsperren. Die Regelbarkeit von Handlungsr&#228;umen soll so symbolisch in den Kommunikationsprozess des Netzes eingeschrieben werden. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort von der <a href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/die-twitter-revolution-erwacht-wieder/">Twitterrevolution </a> wird seit den Aufst&#228;nden im Iran immer wieder bem&#252;ht, wenn es darum geht, Gr&#252;nde bzw. Anl&#228;sse oder ausl&#246;sende Momente f&#252;r das pl&#246;tzliche Aufbegehren der Menschen gegen ihre Regierungen/Herrscher oder Diktatoren zu finden. So richtig gez&#252;ndet haben diese Theorien bei mir noch nicht und auch die <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/das-unbehagen-an-der-digitalen-macht/">Netzgelehrten streiten</a> dar&#252;ber, welchen Anteil das Internet an diesen Ereignissen wirklich hat.</p>
<p><strong>Top-Down-Revolution</strong></p>
<p>Vielleicht muss man das Ganze umgekehrt denken. Top-Down, w&#252;rde man heute ja sagen. Denn gr&#228;bt man etwas tiefer in der Soziologie, so finden sich (f&#252;r mich) &#252;berraschende, andere Gedanken, die eine bessere Theorie liefern k&#246;nnten. Sie besagt, dass die Formen der Machtaus&#252;bung in den aktuell von Aufst&#228;nden betroffenen L&#228;ndern in einem immer st&#228;rkeren Ma&#223;e nicht mehr auf die (Kommunikations-) Struktur der Gesellschaften passen. Dass es quasi zu einer Inkompatibilit&#228;t von vernetzten Gesellschaften und Herrschaftsformen kommt, sich aber im Augenblick der Revolution noch keine neue, passende Machtform herausgebildet hat.</p>
<p><strong>Somit sind diese Ereignisse auf die mangelnde Anpassungsf&#228;higkeit der Machthaber zur&#252;ckzuf&#252;hren – und nicht auf das Vorhandensein von Twitter und Facebook</strong>. Auch wenn bei uns im Westen keine Aufst&#228;nde zu erwarten sind, trifft dieser Sachverhalt auch auf die politischen Verh&#228;ltnisse in den USA und Europa zu. Die staatlichen Organe sp&#252;ren, dass ihnen der Kommunikationsraum Internet entgleitet, dass die demokratischen Formen der traditionellen Machtaus&#252;bung dort nicht hineinreichen. Insofern ist, wenn vom &#8220;rechtsfreien Raum Internet&#8221; gesprochen wird, den es nicht geben d&#252;rfe, in Wahrheit ein von staatlicher Macht befreiter Raum gemeint, welcher der Politik gro&#223;e Sorgen bereitet. Allerdings sind die politischen Systeme bei uns anpassungsf&#228;higer, doch dazu sp&#228;ter mehr.</p>
<p><strong>Ein Pfund Theorie bitte</strong></p>
<div id="attachment_38932" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/artbystevejohnson/4649623573/sizes/z/in/photostream/"><img class="size-medium wp-image-38932" title="aufmacher_45" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/aufmacher_45-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;In Wahrheit ist ein von staatlicher Macht befreiter Raum gemeint, welcher der Politik gro&#223;e Sorgen bereitet. Grafik: Steve Johnson (cc)</p></div>
<p>Zun&#228;chst kommt Theorie ins Spiel: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault">Michel Foucault </a> hat die Verfahren der Macht analysiert und festgestellt, dass sich als Reaktion auf eine Krise neue Formen von Macht herausbilden. Benjamin Seibel hat das in einem <a href="http://weblab.uni-lueneburg.de/kulturinformatik/hyperkult/hk_19/seibel.html">Vortrag (Jenseits des Panoptismus)</a> hervorragend herausgearbeitet und zitiert dazu den franz&#246;sischen Philosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Deleuze">Gilles Deleuze</a> mit seinem <a href="http://www.nadir.org/nadir/archiv/netzkritik/postskriptum.html">&#8220;Postskriptum &#252;ber die Kontrollgesellschaften&#8221;</a> . Demnach w&#252;rden &#8220;statische Formen der (staatlichen) &#220;berwachung durch flexible Kontrollmechanismen, die unmittelbar in die Kommunikationsprozesse eingeschrieben sind, abgel&#246;st“ (so Seibel).</p>
<p>Diese neue Machtform funktioniere im Wesentlichen &#252;ber die Erfassung und Auswertung von Informationen. Gesellschaft wird definiert als &#8220;Ensemble aus Informationsgr&#246;&#223;en, die &#252;ber regulierende Eingriffe ausgesteuert werden k&#246;nnen.“ Die Idee vom &#220;berwachungsstaat ist also ein Auslaufmodell. Sie wird weiterentwickelt. „Strukturiert werden in Zukunft die R&#228;ume, in denen Individuen interagieren k&#246;nnen.“ <strong>Wenn Handlungsmodelle vorher festgelegt werden, bedarf es keiner &#220;berwachung mehr</strong> – wehe, wenn eines Tages die sogenannten Cognitive oder Smart-Cities Realit&#228;t werden!</p>
<p><strong>Neue Formen des Regierens</strong></p>
<p>Es handelt sich demnach um eine neue Form des Regierens, die alles Regelbare regelt und alles nicht Regelbare regelbar macht, zitiert Benjamin Seibel diesmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Vogl">Joseph Vogl</a>.</p>
<p>Mit anderen Worten: W&#228;hrend die autorit&#228;ren Regime in Nordafrika und Asien keine Antwort auf ein System wie das Internet gefunden haben und daher mit Gewalt, Unterdr&#252;ckung und Zensur &#8211; im schlimmsten Fall mit der Abschaltung des Netzes reagieren (m&#252;ssen), passen unsere westlichen Regierungen ihr System der Machtaus&#252;bung (landl&#228;ufig als Demokratie bezeichnet) &#252;ber Ma&#223;nahmen wie Vorratsdatenspeicherung und Netzsperren an die neuen Gegebenheiten an.</p>
<p>So betrachtet handelt es sich bei Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung nicht nur um die vordergr&#252;ndige Kontrolle, sondern vor allem um die Herstellung von Handlungsr&#228;umen, von Regelbarkeit. Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung sind Machttechniken, die das Netz symbolisch domestizieren sollen. Es geht also im Kern gar nicht um Kindesmissbrauch oder Terrorismus. Es geht ums Prinzip. Mit Sperren und Vorratsdaten soll die Regelbarkeit in den Kommunikationsprozess des Netzes eingeschrieben werden. Und genau um dieses Prinzip geht es den Konservativen dabei auch.</p>
<p>Dabei k&#246;nnten sich jedoch im Netz die „Ensembles der Informationsverarbeitung“ dauerhaft verschieben. Wenn sich Macht in der „Erfassung und Auswertung von Informationen“ manifestiert, dann wird die vernetzte Meinungsbildung Auswirkungen auf die Techniken der Macht haben. „Soziale Medien“ erschlie&#223;en auch neue Handlungsmodelle. Genau deshalb sind derzeit die Kr&#228;fte so stark, die versuchen, die Asymmetrie B&#252;rger &#8211; Staat auch f&#252;r das Informationszeitalter zu zementieren – durch &#220;berwachung, Sperren oder eine Abschw&#228;chung der Netzneutralit&#228;t. Zugleich werden neue Modelle der B&#252;rgerbeteiligung nur z&#246;gerlich erprobt und eingef&#252;hrt.</p>
<p>Das Netz wird also – wenn es schlecht l&#228;uft – geregelt, ohne dass die B&#252;rger es selbst regeln k&#246;nnen. Damit f&#228;llt die Netzrevolution bei uns bis auf weiteres aus.</p>
<p>(Robin Meyer-Lucht hat einige Gedanken zu diesem Text beigetragen)
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38931&amp;md5=45fa877199704b33f90bbb63554f5f4c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief von Frank Werneke – oder: die begrenzte Einsichtsf&#228;higkeit gro&#223;er Organisationen</title>
		<link>http://carta.info/36502/offener-brief-von-frank-werneke-oder-die-begrenzte-einsichtsfaehigkeit-grosser-organisationen/</link>
		<comments>http://carta.info/36502/offener-brief-von-frank-werneke-oder-die-begrenzte-einsichtsfaehigkeit-grosser-organisationen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 12:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>

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		<description><![CDATA[Verdi-Vize Frank Werneke verteidigt in einem offenen Brief das Positionspapier der Gewerkschaft zum Urheberrecht und Netzsperren. Mauert sich Verdi zunehmend ein?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e4b3453c3f1e479bb7bcc067105de24b" alt="" width="1" height="1" />Verdi-Vize Frank Werneke hat einen offenen Brief geschrieben, der in der <a href="http://mmm.verdi.de/archiv/2010/12/debatte-urheberrecht-offener-brief-von-frank-werneke">M ver&#246;ffentlicht wurde</a> (und &#8220;auch ins Netz gestellt&#8221;, wie die Website freudig vermeldet &#8211; total digital, die KollegInnen). In ihm verteidigt er das <strong>uns&#228;gliche Positionspapier</strong> <a href="https://medien-kunst-industrie.verdi.de/medien/data/ver.di-Bundesvorstand-Positionspapier-zum-Urheberrecht-7-Seiten.pdf">Internet und Digitalisierung – Herausforderungen f&#252;r die Zukunft des Urheberrechts</a> (PDF, 120 kb) seiner Gewerkschaft, das er pers&#246;nlich durchgewunken hat.</p>
<p>Werneke schreibt</p>
<blockquote><p>Die teilweise – bewusst oder unbewusst – falsche Berichterstattung in einigen Blogs verf&#228;lscht und verzerrt die Aussagen des Beschlusses. Dabei wird z.T. ver.di in N&#228;he von Zensurbef&#252;rwortern ger&#252;ckt.</p></blockquote>
<p>Das Problem ist und bleibt nicht die <strong>Berichterstattung</strong> (die nur aus Verdis Sicht falsch ist), sondern die beharrliche Weigerung der Verdi-Veratwortlichen, zur Kenntnis zu nehmen, <strong>dass Warnhinweise nur zum Preis der &#220;berwachung des Internet-Datenverkehrs zu haben sind</strong>. Daher ist es v&#246;llig <strong>gleichg&#252;ltig</strong>, wenn Werneke schreibt: &#8220;Die Wahrung und Sicherung einer freien Kommunikation und Information ist f&#252;r ver.di essentiell wichtig&#8221; &#8211; solange Verdi <strong>nicht von der Forderung nach Warnhinweisen abr&#252;ckt</strong>. Es gibt auch hier kein &#8220;wasch mir den Pelz (Warnhinweise), aber mach mich nicht nass (keine &#220;berwachung)&#8221;, und den Boten zu pr&#252;geln, hat in der Sache noch nie etwas gen&#252;tzt (wohl aber beim Ziel des pers&#246;nlichen Machterhalts).</p>
<p>So lange bei Verdi <strong>nicht die technische Kompetenz vorhanden</strong> ist, das zu verstehen, bleibt eine Auseinandersetzung zu dem Thema aussichtslos. Siehe dazu auch die entsprechende Berichterstattung bei iRights.info <a href="http://irights.info/?q=content/denn-sie-wissen-nicht-was-sie-fordern">Denn sie wissen nicht, was sie fordern</a> und meinen Netzkommentar <a href="http://wissen.dradio.de/netzkommentar-verdis-digitale-welt.85.de.html?dram:article_id=6494&amp;sid=&amp;random=a59376">Verdis digitale Welt</a>.</p>
<p>Weiterhin hat Werneke die <strong>Frechheit</strong> zu wiederholen, das Positionspapier sei in einem <strong>transparenten Verfahren</strong> zustande gekommen:</p>
<blockquote><p>Bei diesem Positionspapier handelt es sich auch nicht um einen Schnellschuss, sondern um das Ergebnis intensiver Arbeit und Diskussion – zwischen den betroffenen Fachbereichen in der ver.di und in den betroffenen Gremien. Auch in das Mitgliedernetz von ver.di wurde das Papier zur Diskussion eingestellt. Jede und jeder, der sich zu dem Beschluss &#228;u&#223;ern wollte, konnte dies also tun. Viele haben davon Gebrauch gemacht. Viele Inhalte dieser Stellungnahmen sind auch in die &#220;berarbeitungen eingeflossen.</p></blockquote>
<p>Dass das eine <strong>Verzerrung des tats&#228;chlichen Ablaufs</strong> ist, ist in meinem Blog ausf&#252;hrlich &#8211; und transparent &#8211; dokumentiert:</p>
<ul>
<li><a href="http://immateriblog.de/urheberrecht/unwetterwarnungen-bei-shitstorm-gefahr-andrea-kamphuis-zum-verdi-positionspapier-zum-urheberrecht/">Unwetterwarnungen bei Shitstorm-Gefahr: Andrea Kamphuis zum Verdi-Positionspapier zum Urheberrecht</a></li>
<li><a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/kolleginnen-eure-ansichten-sind-uns-egal-oder-wie-bei-ver-di-eine-monatelange-intensive-diskussion-aussieht/">KollegInnen, Eure Ansichten sind uns egal – oder: Wie bei ver.di eine “monatelange intensive Diskussion” aussieht</a></li>
<li><a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/kolleginnen-macht-die-augen-auf-zum-verdi-positionspapier-zum-urheberrecht/">KollegInnen, macht die Augen auf! Zum Verdi-Positionspapier zum Urheberrecht</a></li>
</ul>
<p>Ganz abgesehen von den <strong>vertraulichen Gespr&#228;chen mit Verdi-Mitgliedern</strong>, die mich darauf aufmerksam gemacht haben, wie <strong>hermetisch und intransparent</strong> innerhalb der Gewerkschaft daf&#252;r gesorgt wurde, dass das Papier in dieser Form verabschiedet werden konnte. Dass es diese Menschen dort gibt, ist &#252;brigens der einzige Grund, warum ich weiterhin Mitglied bleibe. Und mit wachsendem &#196;rger und Frust mitansehe, wie <strong>sich Verdi einmauert</strong>. Es ist ein Trauerspiel.</p>
<p><em><a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/offener-brief-von-frank-werneke-oder-die-begrenzte-einsichtsfahigkeit-groser-organisationen/">Crosspost</a>.</em></p>
<p><em>Mehr zum Thema auf Carta:</em></p>
<ul>
<li>Philipp Otto: <a rel="bookmark" href="../../25968/offener-brief-5-vor-12-fuer-ver-di-wo-steht-die-gewerkschaft-beim-urheberrecht/">Offener Brief: 5 vor 12 f&#252;r ver.di – Wo steht die Gewerkschaft beim Urheberrecht?</a></li>
</ul>
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36502&amp;md5=4f8bfdcbd44ade4220dda77e750efddd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Maschinenraum der Zensursula-Kampagne</title>
		<link>http://carta.info/34573/im-maschinenraum-der-zensursula-kampagne/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 06:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Bieber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=34573</guid>
		<description><![CDATA[Wie "#zensursula" zu einem der erfolgreichsten Internet-Meme und Mobilisierungskampagnen wurde: Dieser Auszug aus "politik digital" nimmt die "historische" Perspektive  zur Bewegung vor einem Jahr ein. Profitieren konnte davon zun&#228;chst die Piratenpartei, inzwischen ist auch deutlich geworden, dass an dieser Stelle das Politikfeld der “Netzpolitik” seine Wurzeln hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ace9125237264dde8bde6b0d0647efbe" alt="" width="1" height="1" />Als Gerd Eist alias <a href="http://twitter.com/erdgeist/">@erdgeist</a> am fr&#252;hen Morgen des 25. M&#228;rz den Begriff »Zensursula« in eine seiner <a href="http://twitter.com/erdgeist/status/1384916742">Twitter-Mitteilungen</a> einbaute, ahnte er wohl nicht, dass er damit <em>das</em> Online-Wort des Superwahljahres 2009 erfunden hatte. Die Kombination aus »Zensur« und »Ursula« wurde in den folgenden Monaten zum popul&#228;ren Kampfbegriff gegen die von der Ministerin vehement geforderten Internetsperren.</p>
<div id="attachment_34866" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/erdgeist.jpg"><img class="size-medium wp-image-34866" title="erdgeist" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/erdgeist-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Erdgeists Kombination aus »Zensur« und »Ursula« wurde in den folgenden Monaten zum popul&#228;ren Kampfbegriff.</p></div>
<p>Der unverhohlene Verweis auf die Praxis der Zensur tauchte die Versuche der deutschen Politik, im Umgang mit kinderpornografischen Inhalten neue Wege einzuschlagen und unerw&#252;nschte Online-Inhalte zu sperren, in ein grelles Licht. Von der Leyens Sperrkampagne hatte schon im Januar 2009 begonnen, als auf Initiative des Familien­ministeriums eine Kooperation zwischen dem Bundeskriminalamt und f&#252;nf Internet-Providern zur Blockade von Online-Angeboten vereinbart worden war.</p>
<p>Stein des Ansto&#223;es der Zensursula-Kritiker war dabei das technische Vorgehen, lediglich den Zugang zu den Angeboten zu blockieren, jedoch keine L&#246;schung des Materials <a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=121760.html">vorzunehmen</a>:</p>
<blockquote><p>»Die Sperren […] verhindern, dass die illegalen Seiten mit kinderpornografischem Inhalt durch Eingabe des Namens aufgerufen werden k&#246;nnen. In der Regel erscheint dann eine erl&#228;uternde STOPP-Seite.«</p></blockquote>
<p>Hierf&#252;r hatte das Ministerium einen Entwurf in der Form eines <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kinder_stopp.png&amp;filetimestamp=20090418174246">Stoppschildes</a> vorgelegt, der im weiteren Verlauf der Kampagne zu einem wichtigen visuellen Motiv des Protestes avancierte.</p>
<p>Die plakative Gegen&#252;berstellung »L&#246;schen statt Sperren« hatte das Thema zun&#228;chst als eher technische Verfahrensfrage erscheinen lassen, weshalb die Kritik sich oft auf Hinweise zur Umgehung solcher Blockaden beschr&#228;nkte. Erst durch den Perspektiv­wechsel auf den Vorgang der staatlich gesteuerten Unterdr&#252;ckung von Internet-Inhalten auf einer unsicheren rechtlichen Basis und die Bezeichnung als »Zensurvorwurf« erhielt die Diskus­sion jene Dynamik, die sie zur bisher folgenreichsten netz­politischen Debatte der Bundesrepublik werden lie&#223;.</p>
<p>Die Verh&#228;rtung der Diskussionsfront hatte jedoch auch f&#252;r die Bef&#252;r­worter der Internetsperren Vorteile. Aus deren Perspektive lief es nun auf die Vereinfachung hinaus, dass die Zensursula-Fraktion keine Schritte zur Eind&#228;mmung kinderpornografischer Inhalte einleiten wolle. Prominentestes Opfer dieser Auseinandersetzung wurde der SPD-Politiker Bj&#246;rn B&#246;hning: Im Juni verlieh die <a href="http://www.bildblog.de/8741/wer-ist-schon-gegen-kinderporno-gegner/">BILD-Zeitung</a> dem Berliner den zweifelhaften Titel »Verlierer des Tages«.</p>
<p>Vor allem aber entwickelte Zensursula ein erstaunliches Eigen­leben im Netz. Gerd Eists Tweet wurde zun&#228;chst zwar nur von wenigen Nutzern gelesen, verbreitete sich aber durch andere Twitterer sehr schnell. So notierte Tim Pritlove, ein vor allem f&#252;r seine Online-Radiosendungen bekannter Medien­macher, in seinem Weblog <a href="http://tim.geekheim.de/2009/06/28/das-mrchen-von-zensursula-und-den-sieben-zwergen"><em>The Lunatic Fringe</em></a>:</p>
<blockquote><p>»Dieser Tweet sprang mir sp&#228;ter ins Gesicht und irgendwie gefiel mir die plastische Kopplung der beiden W&#246;rter. Ich formte daraus selbst am sp&#228;ten Abend des selben Tages diesen wenig kreativen Tweet: Eine Zensursula findet statt.«</p></blockquote>
<p>Pritloves Mitteilungen werden aufgrund seiner Online-Bekanntheit von vielen Menschen gelesen: Sein Twitter-Account <a href="http://twitter.com/timpritlove">@timpritlove</a> hat aktuell mehr als zw&#246;lftausend Follower und rangiert damit unter den 50 meistgelesenen in Deutschland.</p>
<p>Damit lagen die Zutaten f&#252;r ein klassisches »<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Internet_meme">Internet-Mem</a>« bereit. Gemeint ist damit zun&#228;chst einmal eine fixe Idee, die sich etwa mit einem Bild, einer Animation oder einem kurzen Video illustrieren l&#228;sst und fortan in hoher Frequenz durch das Internet weitergereicht wird. <a href="http://tim.geekheim.de/2009/06/28/das-mrchen-von-zensursula-und-den-sieben-zwergen/">Zensursula</a> gilt inzwischen als eines der erfolgreichsten dieser kleinteiligen Internet-Ph&#228;nomene, die sich auf unterschiedlichen Wegen durch das Netz verbreiten.</p>
<p>Durch die erste Erw&#228;hnung bei Twitter folgte alsbald die Erweiterung des Begriffs um das Raute-Zeichen. W&#228;hrend der immer hek­tischer werdenden Online-Debatte um die Einf&#252;hrung von Internet­sperren diente der <a href="http://blog.zdf.de/tvduell/2009/09/die-stecknadel-im-heuhaufen--.html">Hashtag</a> #Zensursula nicht nur als absch&#228;tzige &#196;u&#223;erung &#252;ber die Pl&#228;ne von Parlament und Regierung oder als direkter Angriff auf Ursula von der Leyen, sondern auch als Erkennungsmarke, anhand derer man einzelne Diskussionsbeitr&#228;ge wiederfinden und sammeln konnte. Nachtr&#228;gliche <a href="http://www.google.com/trends?q=zensursula&amp;ctab=0&amp;geo=all&amp;date=2009">Auswertungen</a> zur Verwendung von #Zensursula erlauben es daher, Verlauf und Intensit&#228;t der Online-Debatte darzustellen.</p>
<div id="attachment_34871" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/googlechartzensursula.jpg"><img class="size-medium wp-image-34871" title="googlechartzensursula" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/googlechartzensursula-300x148.jpg" alt="" width="300" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Der H&#246;hepunkt der &#246;ffentlichen #zensursula-Auseinandersetzung laut Google Trends.</p></div>
<p>Der H&#246;hepunkt der &#246;ffentlichen Auseinandersetzung l&#228;sst sich damit ganz pr&#228;zise auf den Zeitraum vom 14. bis 21. Juni festlegen: In dieser Woche endete die Laufzeit der Online-Petition gegen die Internet­sperren (16. Juni), diskutierte und beschloss der Bundestag den Entwurf des Zugangserschwerungs­gesetzes (18. Juni) und es gingen in mehreren St&#228;dten Demons­trations­z&#252;ge unter dem Banner »L&#246;schen statt sperren« auf die Stra&#223;e (20. Juni).</p>
<p>Die politische Echtzeitkommunikation spielte dabei aus mehreren Gr&#252;nden eine wichtige Rolle, denn formelle Tr&#228;­ger oder Organisatoren der Kampagne gab es zun&#228;chst nicht. Die eifrige Verwendung des Begriffs Zensursula, die Weiter­leitung oder Kommentierung entsprechender Mitteilungen oder ­auch die Ver&#228;nderung des Twitter-Profilbildes mithilfe eines »Zensiert!«-Schriftzuges sorgten f&#252;r eine allm&#228;hliche Gruppenbildung ­und trugen zu einer virtuellen Identit&#228;tsfindung bei.</p>
<p>Dass sich ­durch die Nutzung verschiedener Techniken der Online-­­Kommu­ni­kation ein Kampagnennetzwerk formiert, das &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum Bestand haben kann und schlie&#223;lich bestimmte Leistungsrollen ausbildet, ist ein g&#228;ngiges Muster bei informellen Online-Kampagnen ohne klares Aktionszentrum. Das kann die Ent­wicklung von Logos, Illustrationen oder anderer visueller Elemente sein, ebenso die Sammlung und Archivierung von Debatten­beitr&#228;gen oder auch die Online-Vorbereitung und Koordination von Offline-Events wie etwa Mahnwachen oder Demonstrationen.*</p>
<p>Im weiteren Verlauf der Kampagne wurde diese virtuelle Protestinfrastruktur immer enger an das sich formierende Netzwerk der Piratenpartei angebunden – damit begann die allm&#228;hliche Institutionalisierung des Widerstandes gegen die Internetsperren&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<p><a href="http://www.katrin-blumenkamp.de/home/propoldi.html"><img class="size-full wp-image-34559   alignright" title="poldi-cover" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/09/poldi-cover.jpg" alt="" width="150" height="238" /></a><em>Dies ist ein Ausschnitt aus Christoph Biebers neuen Buch “<a href="http://www.katrin-blumenkamp.de/home/propoldi.html">politik digital. Online zum W&#228;hler</a>”, es erschien am 01.10.2010 im <a href="http://www.katrin-blumenkamp.de/">blumenkamp verlag</a> und kann dort f&#252;r 15 € <a href="http://www.shop-016.de/blumenkamp-p9h1s2-Christoph-Bieber-pol.html">bestellt</a> werden.</em></p>
<p><em>Au&#223;erdem daraus auf Carta:</em></p>
<ul>
<li>1. Teil: <a href="../../34511/politik-und-internet-seit-2008-politik-digital-online-zum-waehler-als-buch/">Politik und Internet seit 2008: &#8220;politik digital. Online zum W&#228;hler&#8221; als Buch</a>, inkl. dem Ausschnitt &#8220;Parteien reloaded? Die Entwicklung in den USA&#8221;.</li>
<li>2. Teil: <a href="../../34569/die-neue-politische-klasse-netzpolitik-org-saschalobo-und-der-chaos-computer-club/">Die neue politische Klasse: netzpolitik.org, @saschalobo und der Chaos Computer Club</a></li>
</ul>
<p><em>Christoph Bieber ver&#246;ffentlichte auf Carta im Juni 2009 auch &#8220;<a rel="bookmark" href="../../11004/acht-thesen-zu-den-folgen-der-zensursula-debatte/">Acht Thesen zu den Folgen der #zensursula-Debatte</a>&#8220;.</em></p>
<p style="margin-bottom: 2em;">
<p>*Ausf&#252;hrlich dargestellt werden diese Mechanismen in Bieber, Christoph (2010): &#8220;NoBailout und #Zensursula. Online-Kampagnen ­­in ­­der Referendumsdemokratie.&#8221; In: Kamps, K./Scholten, H./Schommer, G.­/­Seelig­m&#252;ller, I. (Hg.): <em>Politische Kampagnen in der Referendumsdemokratie.</em> Wiesbaden, im Erscheinen. Eine hervor­ragende &#220;bersicht zur digitalen Identit&#228;tsbildung liefert Costanza-Chock, Sasha (2003): &#8220;<a href="http://ecosia.org/goto.php?w=1&amp;a=0&amp;q=%22Mapping%20the%20Repertoire%20of%20Electronic%20Contention.%22&amp;u=http%3A%2F%2Fwww-scf.usc.edu%2F%7Ecostanza%2Felectronic_rep_draft.pdf">Mapping the Repertoire of Electronic Contention.</a>&#8221; (PDF) In: Opel, Andy/Pompper, Donnalyn (Hg.): <em>Representing Resistance. Media, Civil Disobedience, and the Global Justice Movement.</em> Westport. S. 173-191.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/34573/im-maschinenraum-der-zensursula-kampagne/">Im Maschinenraum der Zensursula-Kampagne</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/34573/im-maschinenraum-der-zensursula-kampagne/#comments">4 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=34573&amp;md5=65f82abfbfba3c06a94708c1971328a8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>WiWo: Regierung will freiwillige Netzsperren durch Internet-Provider [Update]</title>
		<link>http://carta.info/26622/wiwo-regierung-will-freiwilliges-loeschen-von-raubkopien-durch-internet-provider/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 13:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Internetprovider]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundeswirtschaftsminister Br&#252;derle dr&#228;ngt nach einem Bericht der WirtschaftsWoche auf freiwillige Sperr-Selbstverpflichtungen der Provider. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anti-Piraterie-Abkommen-ACTA-Verhandlungstext-veroeffentlicht-982636.html">ACTA-Verhandlungen</a> versch&#228;rfen EU-Kommission und Bundesregierung in Sachen Urheberrechtsschutz im Internet offenbar den Ton ganz erheblich. Nach einem Bericht der <em><a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/bruederle-ruft-zum-krisengipfel-gegen-internetpiraten-428996/">WirtschaftsWoche</a></em> will die EU-Kommission Internet-Provider verpflichten, &#8220;illegale Inhalte&#8221; im Internet zu sperren oder zu entfernen. Die Urheberrechtsvergehen k&#246;nnten den Providern &#252;ber eine &#8220;Hotline&#8221; angezeigt werden. Weigere sich der Provider, riskiere er nach Empfehlung der Kommission, haftbar gemacht zu werden.</p>
<p>Auch die Bundesregierung wolle nun auf die EU-Empfehlung hin &#8220;die Provider als eine Art Hilfspolizisten gegen Internet-Piraten  einzusetzen&#8221;. Das Wirtschaftsminsterium strebe an, dass Internetprovider in Zukunft Online-Inhalte freiwillig selbst sperren:</p>
<blockquote><p>Die Bundesregierung versucht derzeit, die Internet-Provider zu einer  freiwilligen Selbstverpflichtung zu bewegen. An diesem Dienstag treffen  sich Vertreter der Musik-, Film- und Buchindustrie sowie die  Internet-Provider bei Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle  in Berlin.</p></blockquote>
<p>Das erneute Treffen sei einer der letzten Versuche einer einvernehmlichen L&#246;sung zwischen Verwertungs- und Providerindustrie, so die <em>WirtschaftsWoche</em>.</p>
<p>So drohe Matthias Leonardy, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), bereits, dass der Termin das letzte Chance f&#252;r eine freiwillige L&#246;sung sei. Danach will der Verband offenbar auf gesetzliche Regelungen gegen Provider bestehen.</p>
<p><em>Carta</em> hat beim Wirtschaftsministerium angefragt, ob der <em>WiWo</em>-Bericht von einem &#8220;Dr&#228;ngen&#8221; des Ministers zu freiwilligen Sperrverpflichtungen zutreffend sei. Eine Antwort und Kommentierung durch das Ministerium steht noch aus &#8211; und wird hier nachgereicht.</p>
<p><strong>Update</strong>: Nach Informationen von <em>Carta</em> ist der von der WiWo angegebene Termin f&#252;r den &#8220;Wirtschaftsdialog&#8221; im Wirtschaftsministerium falsch. Das Treffen wird nicht am Dienstag, sondern am Donnerstag kommender Woche stattfinden.</p>
<p><strong>Update 2:</strong> Stellungnahme dazu vom Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Technologie (BMWi):</p>
<blockquote><p>Das BMWi moderiert und begleitet seit Ende 2008 ergebnisoffen einen Wirtschaftsdialog zwischen Diensteanbietern (Providern) und Rechteinhabern. Ziel des Dialogs ist es, angemessene L&#246;sungen zu erreichen. Das n&#228;chste Treffen des Wirtschaftsdialogs findet am kommenden Donnerstag (6.5.10) im BMWi statt. Die beteiligten Gruppen werden bis dahin konkrete Vorschl&#228;ge unterbreiten. &#220;ber diese Vorschl&#228;ge wird am Donnerstag gesprochen und der Dialog fortgesetzt werden.</p></blockquote>
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<a href="http://carta.info/26622/wiwo-regierung-will-freiwilliges-loeschen-von-raubkopien-durch-internet-provider/">WiWo: Regierung will freiwillige Netzsperren durch Internet-Provider [Update]</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/26622/wiwo-regierung-will-freiwilliges-loeschen-von-raubkopien-durch-internet-provider/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=26622&amp;md5=4f01489e1c1bc0892395d6783bf3c7c7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was wohl kommen wird: &#8220;Netz-Schengen&#8221; &#8211; die gro&#223;e Firewall des Westens</title>
		<link>http://carta.info/25002/netz-schengen-die-grosse-firewall-des-westens/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 04:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=25002</guid>
		<description><![CDATA[Die neuerliche Netzsperren-Debatte und die ACTA-Verhandlungen zeigen Fragmente einer Art Firewall des Westens. Das Netz soll durch ein "trusted internet" domestiziert werden. Einem "ipadisierten" Binnen-Internet w&#252;rde zuk&#252;nftig ein dubioses, sperrverd&#228;chtiges Au&#223;en-Internet gegen&#252;berstehen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/ad5b34e67a674f0c8537e5f9e3ee9316" alt="" width="1" height="1" />In der neuerlichen Debatte um Netzsperren <a href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/03/gegen-placebo-gesetze-warum-ne.html">bittet</a> Mario Sixtus die Politik, doch bitte keine &#8220;Placebo-Gesetze&#8221; zu fabrizieren und lieber auf die &#8220;<strong>wahren Ursachen des Problems</strong>&#8221; zu schauen.</p>
<p>Sein Anliegen ist l&#246;blich und richtig. Aber es w&#228;re zugleich auch naiv zu glauben, <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E9B3C277036484FE68C78600C4D5FC8FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Cecilia  Malmstr&#246;m</a>, <a href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/03/hochste-zeit-fur-netzsperren-g.html">Patricia  Wiedemeyer</a> oder <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/cdu-fraktionsvize-und-urheberrechts-hardliner-krings-fur-neues-internet-sperrgesetz/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+DigitaleLinke+(DIGITALE+LINKE)&amp;utm_content=Google+Reader">G&#252;nter Krings</a> gehe es nur um die Ursachen. In der Debatte um Netzsperren geht es letztlich ma&#223;geblich auch um einen <strong>symbolischen Akt gegen die Kr&#228;nkung staatlicher Autorit&#228;t im Internet</strong>. Es geht um den Unmut eines &#252;berforderten Politikbetriebs, dessen sanktionierenden und ordnenden Mechanismen aus einer anderen Zeit stammen und die im Netz entwertet scheinen, weil sie hier nicht mehr greifen. Es soll daher der Eindruck vermieden werden, die staatlichen Verfolgungsbeh&#246;rden w&#252;rden mit stumpfen L&#246;sch-Schwertern im Netz umherirren, obwohl es doch auch Sperr-Keulen geben k&#246;nnte.</p>
<p>Mit Netzsperren l&#228;sst sich <strong>Handlungsf&#228;higkeit vort&#228;uschen</strong>: Der Staat greift zur Rechtsdurchsetzung ins Protokoll des Internets ein &#8211; und genau um diese Unterordnung geht es. Dass diese Sperren wirkungslos sind, ist da <a href="http://www.theeuropean.de/419-alexander-goerlach/2654-lehren-aus-dem-missbrauchsskandal">kein Gegenargument</a> f&#252;r die Bef&#252;rworter: Sie verstehen ohnehin nicht, wie die Sperren konkret zu umgehen w&#228;ren.</p>
<p>Mit Netzsperren l&#228;sst sich das Internet auch wieder territorialisieren: Durch sie manifestiert sich ein <strong>Drinnen und Drau&#223;en</strong>. Es l&#228;st sich ein Territorium des wohl geordneten &#8220;trusted internet&#8221; im Inneren von einem dubiosen Au&#223;en-Internet abgrenzen.</p>
<p>Zur Territorialisierung passt, dass die Pl&#228;ne nun auf EU-Ebene vorgetragen werden. Das Ziel ordnungsbewusster EU-Politiker ist unschwer erkennbar eine Art &#8220;Netz-Schengen&#8221;: Die <strong>EU-Staaten</strong> einigen sich auf Internetstandards und ihre Durchsetzung im Inneren und stellen an der Grenze im Notfall Stopp-Schilder auf. Im Inneren wird gel&#246;scht &#8211; nach au&#223;en wird notfalls gesperrt.</p>
<p>Auch die Verhandlungen zum internationalen Copyright-Abkommen <a href="http://www.golem.de/specials/acta/"><strong>ACTA</strong></a> folgen einem &#228;hnlichen Muster. Die Unterzeichnerstaaten streben eine Art gemeinsamen Raum forcierter (Urheber-)Rechtsdurchsetzung an. Auch hier w&#252;rde durch Kooperation ein neues Binnen-Internet geschaffen.</p>
<p>Netzsperren und ACTA: Hier zeigen sich Fragmente von Pl&#228;nen zu einer Art Firewall des Westens. Die EU und die USA k&#246;nnten einen gemeinsamen Raum des &#8220;trusted internet&#8221; bilden, der sich <strong>forcierten Durchsetzungskriterien</strong> unterwerfen muss &#8211; der Rest des Internets w&#252;rde dann als dubios, gef&#228;hrlich und dunkel gelten.</p>
<p>In der Folge w&#228;re das Internet nicht mehr eine Entit&#228;t, sondern ein domestiziertes Zwei-Klassen-Netz. Im Ring der inneren Firewall wird das Internet &#8220;ipadisiert&#8221;: Alles ist sicher, wohl geordnet, rechtskonform. Vor dem Au&#223;ennetz wird gewarnt und es wird notfalls gesperrt.</p>
<p><strong>Ich bef&#252;rchte, die Dystopie ist sehr real</strong>. Die Frage ist eigentlich nur noch, wie genau die Schengen-Gates des Internets ausgestaltet werden.
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<a href="http://carta.info/25002/netz-schengen-die-grosse-firewall-des-westens/">Was wohl kommen wird: &#8220;Netz-Schengen&#8221; &#8211; die gro&#223;e Firewall des Westens</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/25002/netz-schengen-die-grosse-firewall-des-westens/#comments">36 comments</a>
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		</item>
		<item>
		<title>Heute: Anh&#246;rung zu Netzsperren im Petitionsausschuss [Update]</title>
		<link>http://carta.info/23321/zlivestream-netzsperren-im-petitionsausschuss/</link>
		<comments>http://carta.info/23321/zlivestream-netzsperren-im-petitionsausschuss/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 11:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute werden im Petitionsausschuss zwei Petitionen zum "Zugangserschwerungsgesetz" behandelt, das morgen formal in Kraft treten wird. Es wurde heute im Bundesgesetzblatt Ausgabe 6 von 2010 ver&#246;ffentlicht.

Zum einen die Petition gegen Netzsperren von Franziska Heine, die mit 134.015 Mitzeichnern die bisher erfolgreichste Online-Petition ist. Die Petentin hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, sich an der Diskussion zu beteiligen und zentrale Punkte f&#252;r die Stellungnahmen vorzuschlagen.

Daneben gab es auch eine Petition pro Netzsperren von Sebastian Jeuck, die zwar mit nur 328 Mitzeichnern nicht die n&#246;tigen 50.000 Unterschriften erreichte, aber dennoch mitberaten wird. Dem Petitionsausschuss steht es frei, auch Petitionen zu behandeln, die nicht das Quorum erreicht haben.

Ab 13 Uhr kann man sich die Anh&#246;rung im Livestream des Parlamentsfernsehen anschauen und anh&#246;ren (bei eventueller Trafficlast m&#246;glicherweise die zuverl&#228;ssigere Variante). Au&#223;erdem wird sie live von Ph&#246;nix &#252;bertragen.

Update: S]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute werden im <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/28679177_kw08_petitionen/index.html">Petitionsausschuss</a> zwei Petitionen zum &#8220;Zugangserschwerungsgesetz&#8221; behandelt, das morgen formal <a href="http://www.internet-law.de/2010/02/zugangserschwerungsgesetz-tritt-in.html">in Kraft treten</a> wird. Es wurde heute im Bundesgesetzblatt Ausgabe 6 von 2010 <a href="http://www2.bgbl.de/Xaver/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl">ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p>Zum einen die Petition <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">gegen Netzsperren</a> von Franziska Heine, die mit 134.015 Mitzeichnern die bisher erfolgreichste Online-Petition ist. Die Petentin hatte im Vorfeld dazu <a href="http://ak-zensur.de/2010/02/petitionsausschuss.html">aufgerufen</a>, sich an der Diskussion zu beteiligen und zentrale Punkte f&#252;r die Stellungnahmen vorzuschlagen.</p>
<p>Daneben gab es auch eine Petition <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3293">pro Netzsperren</a> von Sebastian Jeuck, die zwar mit nur 328 Mitzeichnern nicht die n&#246;tigen 50.000 Unterschriften erreichte, aber dennoch mitberaten wird. Dem Petitionsausschuss steht es frei, auch Petitionen zu behandeln, die nicht das Quorum erreicht haben.</p>
<p>Ab 13 Uhr kann man sich die Anh&#246;rung im Livestream des Parlamentsfernsehen <a href="http://www.contentforce.de/iptv/player/macros/_v_f_500_de/_s_live_mp3/_x_s-144277506/live_player.html">anschauen</a> und <a href="http://www.contentforce.de/iptv/player/macros/_v_f_500_de/_s_live_mp3/_x_s-144277506/audio_player.html">anh&#246;ren</a> (bei eventueller Trafficlast m&#246;glicherweise die zuverl&#228;ssigere Variante). Au&#223;erdem wird sie live von Ph&#246;nix &#252;bertragen.</p>
<p><em>Update: Sebastian Jeuck ist nicht dabei.</em></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<em>Erg&#228;nzung: Markus Beckedahl hat f&#252;r Netzpolitik-TV die Petentin Franziska Heine nach der Anh&#246;rung <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/netzpolitiktv-065-franziska-heine-nach-der-anhoerung/">interviewt</a>.</em></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/RqgFLCxNFS8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/RqgFLCxNFS8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
<em><br />
</em>
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23321&amp;md5=e6257fbbcd3d1d9b673263e825e27e80" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der neue Sound der CDU: &#8220;Die Wirkung von Netzsperren ist fraglich&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/22955/der-neue-sound-der-cdu-die-wirkung-von-netzsperren-ist-fraglich/</link>
		<comments>http://carta.info/22955/der-neue-sound-der-cdu-die-wirkung-von-netzsperren-ist-fraglich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 17:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jarzombek]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Generation von CDU-Bundestagsabgeordneten m&#246;chte den netzpolitischen Neustart ihrer Partei forcieren: Das Internet m&#252;sse vor allem als Chance begriffen werden und die Netzsperren habe die Partei falsch eingesch&#228;tzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Der neue Sound der CDU: Netzsperren sind m&#246;glicherweise nicht der richtige Weg&#8230;</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Wir m&#252;ssen auf die Bed&#252;rfnisse der Internetnutzer viel besser eingehen.“</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">„Ich bin in der angenehmen Situation, nicht in der letzten Legislaturperiode im deutschen Bundestag gesessen zu haben.“</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">„Es fehlt in Deutschland an einer zentralen Zust&#228;ndigkeit f&#252;r die Internetpolitik.“</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Der Irrtum des letzten Jahres war zu glauben, dass – wenn man sich gegen Kinderpornografie und f&#252;r den Schuttzr von Kindern einsetzt – man doch breiteteste Zustimmung finden m&#252;sste. Tats&#228;chlich m&#252;ssen wir erkennen, dass es inzwischen ein Netz gibt, das sehr stark politisiert ist, das sehr aktiv ist, so starke Diskussionen stattfinden und auf dessen Bed&#252;rfnisse man viel besser eingehen muss.</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Das Netz ist ein sehr starkes Partizipationsmittel&#8230;.</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Das Zugangserschwerungsgesetz verteidigt, dass in der zweiten Lesung besser geworden sei, als sein Ruf.</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Weiter Zweifel an der technischen Umsetzbarkeit: „Das reine Sperren von Domainnamen ist nat&#252;rlich kein veritabler Schutz – und da muss man sich fragen, ob das am Ende noch eine Wirkung hat.</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Deep Packet Inspektion darf nicht der Weg sein, in den das Internet geht.</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Beim Jugendmedienschutz-Gesetz besteht Nachbesserungsbedarf, um nicht zu einer Rechnsnorm ohne Umsetzungsm&#246;glichkeiten kommt.</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">„Am Ende ist die Frage: Was k&#246;nnen wir positives aus diesen Medien machen?“ Es wird zu wenig &#252;ber die Chances Internet und zu</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Mehr F&#246;rderung f&#252;r Start-ups</div>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Das Internet ist kein Raum, in dem wir eine gro&#223;e Regulierungsoffensive starten m&#252;&#252;ssen, sondern wir m&#252;ssen die richtigen Anreizse setzen und nur an den Stellen eingreifen, wo es besondes arg wird.ein</div>
<p>Bei einigen jungen, neu in den Bundestag gew&#228;hlten CDU-Abgeordneten gibt es augenscheinlich ein erhebliches Unbehagen mit dem bisherigen netzpolitischen Erscheinungsbild ihrer Partei. Sie wollen weg vom netzfeindlichen und internetskeptischen Image der Union. Sie sind keine 40, f&#252;hren W&#246;rter wie &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Packet_Inspection">Deep Packet Inspection</a>&#8221; locker im Mund und haben das Netzthema als ihre Chance auf Profilierung entdeckt.</p>
<p><a href="http://www.jarzombek.com/de/">Thomas Jarzombek</a> ist einer von ihnen. Auf dem Bitkom-Forum zur Kommunikations- und Medienpolitik in der vergangenen Woche in Berlin scheute sich Jarzombek nicht, es als &#8220;angenehm&#8221; zu bezeichnen, die bisherige Netzsperren-Politik der Union nicht mitverantworten zu m&#252;ssen – weil er da noch gar nicht im Bundestag gesessen habe. Die bisherige Netzpolitik der Union habe die Situation und die Bed&#252;rfnisse der Internetnutzer verkannt, gesteht Jarzombek unumwunden ein.</p>
<p>Der Irrtum des letzten Jahres sei es gewesen, mit dem Eintreten gegen Kinderpornografie und f&#252;r den Schutz von Kindern breiteste Zustimmung zu ernten. Man habe erkennen m&#252;ssen, dass inzwischen eine stark politisierte und aktive Inter&#246;ffentlichkeit entstanden sei, auf deren Bed&#252;rfnisse und Ansichten man eingehen m&#252;sse.</p>
<p>Das Netzsperren-Gesetz sei in seiner endg&#252;ltigen Fassung zwar besser gewesen als sein Ruf. Er habe aber erhebliche Zweifel an der technischen Umsetzbarkeit des Gesetzes:</p>
<blockquote><p>„Das reine Sperren von Domainnamen ist nat&#252;rlich kein veritabler Schutz – und da muss man sich fragen, ob das am Ende noch eine Wirkung hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jarzombek mahnte Nachbesserungsbedarf beim neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag an, damit es &#8220;nicht zu einer Rechtsnorm ohne Umsetzungsm&#246;glichkeiten kommt&#8221;. Er sprach sich gegen neue &#8220;Regulierungsoffensiven&#8221; im Netz aus, will das Internet insgesamt vor allem als Chance – etwa f&#252;r Partizipation – verstanden sehen und eine neue Start-up-Kultur vorsichtig f&#246;rdern.</p>
<p>Dies ist der neue Sound der CDU, der – wie zu h&#246;ren ist – einige Etablierte der IT-Branche fast schon ein wenig nerv&#246;s macht, ob die <em>Young Guns</em> der CDU nicht mit wehenden Fahnen zur Open-Source- und Open-Government-Bewegung &#252;berlaufen.</p>
<p>Hier die – nat&#252;rlich diplomatisch gehaltene – Rede von Jarzombek bei der Bitkom:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600" height="320" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9333750&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=FF7700&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="320" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9333750&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=FF7700&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/9333750">Vimeo</a>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F22955%2Fder-neue-sound-der-cdu-die-wirkung-von-netzsperren-ist-fraglich%2F"><br />
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			</a>
		</div>
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22955&amp;md5=1840b208e49d7dda681f29c011f0b787" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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