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	<title>CARTA &#187; Netzneutralität</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 May 2012 10:09:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Provider-Cops</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 21:32:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Internetprovider]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Netzneutralit&#228;t ist eine hohe Selbstverpflichtung. Doch zunehmend verwandeln sich Internet Service Provider in Filterstationen f&#252;r Inhalte-Anbieter.    ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die in Riga ans&#228;ssige <a href="http://www.erg.eu.int/">Netzregulierer-Beh&#246;rde der EU</a> am 9. M&#228;rz in einer Pressemitteilung bekannt gab, blockieren oder drosseln zahlreiche europ&#228;ische <a href="http://www.heise.de/netze/meldung/EU-Regulierer-Verstoesse-gegen-die-Netzneutralitaet-weit-verbreitet-1470952.html">Telekommunikationsanbieter</a> bereits jetzt gezielt Voice-over-IP-Gespr&#228;che (Skype) und den P2P-Datenaustausch zwischen Rechnern (Filesharing).</p>
<p>In den USA haben sich Provider wie Comcast sogar bereit erkl&#228;rt, illegales Downloaden ab Juli „freiwillig“ zu bremsen, Warnhinweise an mutma&#223;liche Urheberrechtsverletzer zu verschicken und &#8211; bei wiederholten Verst&#246;&#223;en &#8211; den Internet-Zugang zu sperren. Der ehemalige <em>Washington Post</em>-Reporter Greg Sandoval schreibt dazu auf <em><a href="http://news.cnet.com/8301-31001_3-57397452-261/riaa-chief-isps-to-start-policing-copyright-by-july-12">CNet News</a></em>:</p>
<blockquote><p><em>„The country&#8217;s largest Internet service providers haven&#8217;t given up on the idea of becoming copyright cops. Last July, Comcast, Cablevision, Verizon, Time Warner Cable and other bandwidth providers announced that they had agreed to adopt policies designed to discourage customers from illegally downloading music, movies and software.“</em></p></blockquote>
<p>Das hei&#223;t: All die Gesetze, Richtlinien und Abkommen, die derzeit hei&#223; diskutiert werden &#8211; wie SOPA, PIPA, ACTA oder IPRED &#8211; sollen nur eine bereits stattfindende Praxis nachtr&#228;glich legitimieren.</p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42095&amp;md5=4cfe2b29a7c261f5c8b82ef7ef02fb28" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der ordnungspolitische Graben hinter der Netzneutralit&#228;tsdebatte</title>
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		<comments>http://carta.info/38161/der-ordnungspolitische-graben-hinter-der-netzneutralitaetsdebatte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 21:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Bitkom]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Kurth]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Debatte um Netzneutralit&#228;t stehen sich ein dirigistisch-paternalistisches und ein liberales Modell unvers&#246;hnlich gegen&#252;ber. Derweil schafft die Bundesregierung mit dem neuen TKG-Entwurf Fakten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Netzneutralit&#228;t? Anders als viele vermuten werden, wird die Frage der zuk&#252;nftigen Regulierung von Netzneutralit&#228;t derzeit nicht nur in der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Internet-Enquete</a> totdiskutiert, sondern wird munter in einem neuen Gesetzentwurf geregelt.</p>
<p>Der Entwurf zum neuen Telekommunikationsgesetz (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Telekommunikationsgesetz_%28Deutschland%29">TKG</a>) sieht vor, dass das Bundeswirtschaftsministerium per Rechtsverordnung Transparenz- und Mindestqualit&#228;tsvorgaben f&#252;r den Internetverkehr treffen kann, die dann von der Bundesnetzagentur zu &#252;berwachen w&#228;ren.</p>
<p>Mit anderen Worten: Eine Vorschrift zur Durchsetzung einer streng katholischen Lehre von der Netzneutralit&#228;t soll es nach Vorstellung der schwarz-gelben Bundesregierung in Zukunft nicht geben. Es wird ein staatliches Bekenntnis f&#252;r ein diskriminierungsfreies (aber nicht notwendig stets priorisierungsfreies) Netz geben &#8211; aber eben auch ein Bekenntnis, dass die Betreiber &#8216;ihre Netze&#8217; in gewissem Rahmen auch effizient bewirtschaften k&#246;nnen sollen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund fand am vergangenen Donnerstag eine Diskussionsrunde zur Netzneutralit&#228;t in der Vertretung der Deutschen Telekom statt, organisiert vom Branchenverband <a href="http://www.bitkom.org/de/veranstaltungen/66455_64854.aspx">BITKOM</a>. Die Moderation hatte ich &#252;bernommen. Das Panel kann man sich <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=tTBuIyOYaUE">hier</a> noch einmal in voller L&#228;nge anschauen:</p>
<p>Als Moderator m&#246;chte ich hier die Diskussion nicht bewerten (Das m&#246;gen <a href="http://twitter.com/#!/jensbest/status/37286885587943424">andere</a> tun). Ich m&#246;chte aber sagen, dass mich eine Frage w&#228;hrend und nach der Diskussion lange besch&#228;ftigt hat. Die von Malte Spitz n&#228;mlich:</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/maltespitz/status/35658612781236224"><img class="aligncenter size-medium wp-image-38169" title="Bildschirmfoto 2011-02-14 um 19.16.51" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-14-um-19.16.51-300x140.png" alt="" width="300" height="140" /></a></p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/maltespitz/status/35658612781236224"></a>Die Frage leuchtete mir im ersten Moment nicht sofort ein &#8211; denn selbstredend geht es beim Thema Netzneutralit&#228;t ganz sicher um Gesch&#228;ftsmodelle (es geht um Zul&#228;ssigkeit von Preisdifferenzierung) und ganz sicher auch um Knappheit (Netzressourcen sind nicht unbegrenzt vorhanden). Zugleich ist die Frage politisch sehr geschickt zugespitzt: Geht es bei der Netzneutralit&#228;t wom&#246;glich eher um die Umsatzinteressen der Netzbetreiber als um die Behebung realer Knappheitsprobleme? Und w&#228;re dies nicht eher als illegitime Verquickung zu verstehen?</p>
<p>Dummerweise habe ich diese Frage in der Diskussion nicht gestellt. Ich glaube aber, dass es sich lohnt, sie hier nachtr&#228;glich noch einmal zu er&#246;rtern, weil sie augenscheinlich auf den tiefen ordnungspolitischen Graben verweist, der die Netzneutralit&#228;tsdebatte teilt.</p>
<p>In der Frage von Malte Spitz erscheint das Internet monolithisch. Es scheint, als w&#252;rden sich weite Teile der Netzbetreiber kartellartig verb&#252;nden, um gemeinsam neue Gesch&#228;fts- und Umsatzmodelle durchzusetzen.</p>
<p>Aus liberaler Sicht hingegen, so h&#228;tte ein Matthias Kurth wom&#246;glich geantwortet, ist der Netzbetrieb in einem Wettbewerb der Anbieter organisiert. Es sei das gute Recht der Betreiber und im Interesse der Nutzer, dass die Anbieter neue Gesch&#228;ftsmodelle ausprobieren, um ihre inh&#228;rent knappen Ressourcen zu bewirtschaften (Gesch&#228;ftsmodelle als Mittel zur &#220;berwindung von Knappheit).</p>
<p>Erst wenn die Provider dabei ungerechtfertigt diskriminieren und priorisieren, werde daraus ein Problem. Ohnehin gehe es zun&#228;chst einmal darum, wie die Provider ihre Netze und die &#8220;letzte Meile&#8221; managen. Der Netzzugang wird hier als dynamische Dienstleistung verstanden, die im Rahmen einer Wettbewerbsaufsicht einem Ver&#228;nderungs- und Innovationsprozess ausgesetzt ist.</p>
<p>Auf der anderen Seite steht ein Verst&#228;ndnis von Regulierung, das den Charakter der Dienstleistung Internetzugang vorab festschreiben m&#246;chte, weil es dem Wettbewerb der Provider stark misstraut oder f&#252;r nicht geeignet h&#228;lt, ein nutzer- und gesellschaftsgerechtes Netz bereitzustellen.</p>
<p>Im Grunde stehen sich hier ein eher dirigistisch-paternalistisches und ein liberales Modell gegeneinander. Das Thema Netzneutralit&#228;t ist eigentlich nur ein Schauplatz, um volkswirtschaftlich stark unterschiedliche Vorstellungen von Wohlfahrt zu diskutieren. Manchmal w&#252;nscht man sich in der netzpolitischen Debatte, dass dieser Zusammenhang st&#228;rker mitreflektiert w&#252;rde: Es gibt h&#228;ufig kein endg&#252;ltiges Richtig oder Falsch, sondern nur unterschiedliche Menschenbilder und Wirtschaftsentw&#252;rfe.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38161&amp;md5=ea574c6e58a7f9ce6e611b678b758e7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Diskussion zur Netzneutralit&#228;t im Livestream</title>
		<link>http://carta.info/38026/diskussion-zur-netzneutralitaet-im-livestream/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 09:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bitkom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem BITKOM-Forum Medien- und Kommunikationspolitik fand es heute Vormittag eine Diskussion zur Netzneutralit&#228;t statt - Stream wird hier demn&#228;chst eingebunden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Update: Die Diskussion vorbei &#8211; Aufzeichnung wird h&#246;chstwahrscheinlich morgen Abend im Netz stehen und dann hier auch verlinkt sein.</p>
<p>Der Verband <a href="http://www.bitkom.org/de/veranstaltungen/102_64854.aspx">BITKOM</a> hat eine Diskussion zur Netzneutralit&#228;t unter dem Titel &#8220;Vor dem Netz sind alle gleich? Wie neutral kann das Internet sein?&#8221; organisiert. Sie findet heute am Donnerstag von ca. 11.15h bis 12.15h statt und wird live gestreamt.</p>
<p>Die Teilnehmer:</p>
<ul>
<li>Dr. Holger En&#223;lin, LL.M., Vorstand Legal &amp; Regulatory Affairs Sky Deutschland</li>
<li>Markus Haas, Managing Director Corporate &amp; Legal Affairs Telefónica o2 Germany</li>
<li>Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor Institut f&#252;r Wettbewerbs&#246;konomie Heinrich-Heine Universit&#228;t D&#252;sseldorf und Vorsitzender der Monopolkommission</li>
<li>Dr. Hans Hege, Direktor Medienanstalt Berlin-Brandenburg</li>
<li>Dr. Jeanette Hofmann, Wissenschaftszentrum Berlin; Mitglied der Enquête-Kommission Internet &amp; digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages</li>
<li>Matthias Kurth, Pr&#228;sident der Bundesnetzagentur</li>
<li>Herbert Merz, Head of Operations und Mitglied des Executive Board Nokia Siemens Networks</li>
</ul>
<p>Moderation durch mich.</p>
<p>Hashtag: <a href="http://twittbee.de/kmp2011/">#KMP2011</a></p>
<p>Ich werde versuchen, Tweets in die Diskussion einzubinden
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			</a>
		</div>
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<a href="http://carta.info/38026/diskussion-zur-netzneutralitaet-im-livestream/">Diskussion zur Netzneutralit&#228;t im Livestream</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/38026/diskussion-zur-netzneutralitaet-im-livestream/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38026&amp;md5=6ec7d97d1f2e5223967c0af02b9052b3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Landesmediendirektor fordert mehr Transparenz durch &#8216;Netzneutralit&#228;ts-App&#8217;</title>
		<link>http://carta.info/37950/landesmediendirektor-fordert-mehr-transparenz-durch-netzneutralitaets-app/</link>
		<comments>http://carta.info/37950/landesmediendirektor-fordert-mehr-transparenz-durch-netzneutralitaets-app/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 18:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Hans Hege]]></category>
		<category><![CDATA[Landesmedienanstalt]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Hege, Direktor der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg, fordert Netzneutralit&#228;t f&#252;r alle Medieninhalte und mehr Transparenz beim Datentransport: Zum Beispiel durch Apps, die jedem Handy-Nutzer die Neutralit&#228;t des Netzes anzeigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landesmedienstalten <a href="http://www.telemedicus.info/article/1929-ZAK-Netzneutralitaet-ist-Frage-des-Rundfunkrechts.html">fordern</a> ein neutrales Netz f&#252;r Inhalteanbieter. <em>Carta</em> sprach mit dem Direktor der Landesmedienstalt Berlin-Brandenburg, Dr. Hans Hege, &#252;ber Qualit&#228;tsklassen, offene Netze und Netzneutralit&#228;ts-Apps.</p>
<p><em>Herr Dr. Hege, die Landesmedienanstalten haben ein Thesenpapier zur Netzneutralit&#228;t ver&#246;ffentlicht. Darin fordern Sie, &#8220;dass audiovisuelle Medien als eine Klasse definiert werden, innerhalb derer eine Priorisierung nicht zul&#228;ssig ist.&#8221; Das hei&#223;t: Vor dem Netz sollen alle AV-Daten gleich sein &#8230;</em></p>
<div id="attachment_37954" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Dr_Hans_Hege.jpg"><img class="size-medium wp-image-37954" style="margin: 2px;" title="Dr_Hans_Hege" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Dr_Hans_Hege-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hege: Der Nutzer soll per App  feststellen k&#246;nnen, wie offen sein Internet ist</p></div>
<p>Uns geht es hier um die Pl&#228;ne der Netzbetreiber, f&#252;r den schnellen oder qualitativ h&#246;herwertigen Transport von Inhalten extra zu kassieren. Hier brauchen wir im ersten Schritt mehr Transparenz. Das ist die Basis f&#252;r eine Debatte um die Netzneutralit&#228;t.</p>
<p>In der Diskussion gibt es derzeit widerspr&#252;chliche Signale: Besonders unscharf ist derzeit der Begriff der Diskriminierungsfreiheit. F&#252;r einige Vertreter ist Diskriminierungsfreiheit bereits dann gegeben, wenn eine Qualit&#228;tsklasse allen Anbietern zu gleichen (Kosten-)Bedingungen offen steht. Es wird zwar nicht akzeptiert, dass bestimmte Inhalte nicht oder nicht zu den gleichen Kosten transportiert werden, wohl aber, dass Inhalteanbieter, die daf&#252;r bezahlen, schneller oder in besserer Qualit&#228;t verbreitet werden.</p>
<p><em>Wann ist f&#252;r Sie das Netz diskriminierungsfrei?</em></p>
<p><strong>Offen ist das Internet f&#252;r mich nur dann, wenn ein bevorzugter Transport nicht gekauft werden kann, also alle Inhalte wie bisher gleich behandelt werden. </strong>Die Innovationskraft des Internets beruht darauf, dass es eine unmittelbare, von Netzbetreibern und Plattformen nicht kontrollierte Beziehung zwischen den Anbietern von Inhalten und Diensten und den Nutzern gibt, die Bedingungen f&#252;r den Transport also nicht ausgehandelt werden m&#252;ssen.</p>
<p><em>Die Landesmedienanstalten fordern auch mehr &#8220;Transparenz des  Netzwerkmanagements&#8221;. Wie stellen Sie sich das konkret vor? Eine Art kleiner Netzneutralit&#228;tsanzeiger auf jedem iPhone?</em><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die FCC hat in den USA einen Wettbewerb ausgeschrieben, in dem Applikationen gesucht werden, mit denen der Nutzer feststellen kann, wie offen sein Internet ist. Die FCC hat auch entsprechende Forschungen ermutigt.</p>
<p>Ich halte das f&#252;r einen vorbildlichen Weg, weil wir nicht allein auf die Sicherung der Transparenz durch die Anbieter setzen sollten. Den Nutzer und seine Instrumente zu st&#228;rken, ist einer der wichtigsten Regulierungsans&#228;tze im Internetzeitalter. <strong>Wenn sich eine Art Netzneutralit&#228;ts-App realisieren lie&#223;e, mit deren Hilfe man sieht, wie neutral der eigene Provider arbeitet – ich w&#252;rde das sehr begr&#252;&#223;en.</strong></p>
<div id="attachment_37957" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/aufmacher56_app_netzneutralit&#228;t.jpg"><img class="size-medium wp-image-37957" style="margin: 2px;" title="aufmacher56_app_netzneutralit&#228;t" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/aufmacher56_app_netzneutralit&#228;t-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Netzneutralitt&#228;ts-App?: &quot;Begrenztes Interesse  der Unternehmen an Transparenz&quot;</p></div>
<p>Das begrenzte Interesse der Unternehmen an Transparenz wird schon an der Gr&#246;&#223;e der Schrift deutlich, mit denen sie wichtige Einzelheiten ihrer Angebote darstellen. &#214;ffentliche Mittel sollten wir weniger in den Ausbau von &#220;berwachungsapparaten stecken als in die F&#246;rderung des Einflusses der Nutzer.</p>
<p><em>Der Netzverkehr wird doch von der Bundesnetzagentur reguliert. Warum mischen sich da die Landesmedienanstalten ein? Geht es nicht auch darum, Fernsehanbieter vor einer Art „Terminierungsentgelt“ f&#252;r AV-Daten im Internet zu sch&#252;tzen?</em></p>
<p>Auf den Rundfunkplattformen haben wir geschlossene Bereiche mit Priorisierung, die wir regulieren m&#252;ssen. Wir wollen das Gegengewicht des offenen Internets erhalten. Wenn bevorzugter Transport im offenen Internet gekauft werden kann, f&#252;hrt das dazu, dass etablierte und gro&#223;e Unternehmen leichter zum Nutzer kommen. Die Offenheit des Internets hat dazu gef&#252;hrt, dass Apple, Google und Facebook gro&#223; geworden sind. F&#252;r Innovation und Vielfalt ist es aber wichtig, dass auch k&#252;nftig neue Inhalte und neue Plattformen eine Chance haben.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Disclaimer: Robin Meyer-Lucht hat in der Vergangenheit die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) beraten.</em>
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			</a>
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<a href="http://carta.info/37950/landesmediendirektor-fordert-mehr-transparenz-durch-netzneutralitaets-app/">Landesmediendirektor fordert mehr Transparenz durch &#8216;Netzneutralit&#228;ts-App&#8217;</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/37950/landesmediendirektor-fordert-mehr-transparenz-durch-netzneutralitaets-app/#comments">6 comments</a>
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		<item>
		<title>Ist die Netzneutralit&#228;t eine Frage des Rundfunkrechts?</title>
		<link>http://carta.info/37496/ist-die-netzneutralitaet-ist-frage-des-rundfunkrechts/</link>
		<comments>http://carta.info/37496/ist-die-netzneutralitaet-ist-frage-des-rundfunkrechts/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 20:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Landesmedienanstalten schalten sich in die Debatte um die Netzneutralit&#228;t ein - erstmal eine Drohung, aber eine interessante, findet Simon M&#246;ller auf Telemedicus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simon M&#246;ller analysiert auf <a href="http://www.telemedicus.info/article/1929-ZAK-Netzneutralitaet-ist-Frage-des-Rundfunkrechts.html">Telemedicus</a> versiert ein <a href="http://www.alm.de/fileadmin/Download/Positionen/ZAK-Thesen_zur_Netzneutralitaet_21012011.pdf">Thesenpapier (PDF)</a> der Landesmedienanstalten zur Netzneutralit&#228;t. In dem Papier deuten die Landesmedienanstalten, so M&#246;ller, nicht weniger an, als dass ein gegen&#252;ber Inhalte-Angeboten nicht-neutrales Internet unter die Plattformregulierung fallen k&#246;nnte.</p>
<p>Mit anderen Worten: Zuk&#252;nftig k&#246;nnten die Landesmedienanstalten dar&#252;ber Aufsicht f&#252;hren, ob Medienanbieter durch mangelnde Netzneutralit&#228;t diskriminiert werden. Noch stehe das so nicht im Gesetz, aber der Ansatz habe seinen Charme, so M&#246;ller. Einen Formulierungsvorschlag f&#252;r die Ministerpr&#228;sidenten hat er auch schon:</p>
<blockquote><p>Ein Internet-Netzbetreiber, der in seinem Netz bestimmte Inhalte diskriminiert oder priorisiert, unterf&#228;llt der Plattformregulierung.</p></blockquote>
<p>Zum Thema &#8220;Plattformregulierung&#8221; gibt es praktischerweise am kommenden Mittwoch eine Tagung der Landesmedienanstalten, auf die <a href="http://www.alm.de/575.html">hiermit</a> hingewiesen sei.
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		</item>
		<item>
		<title>Matthias Kurth: „Wir werden Diensteklassen haben“</title>
		<link>http://carta.info/36321/matthias-kurth-wir-werden-diensteklassen-haben/</link>
		<comments>http://carta.info/36321/matthias-kurth-wir-werden-diensteklassen-haben/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 14:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius Endert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Kurth]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mit Matthias Kurth, dem Pr&#228;sidenten der Bundesnetzagentur spricht, dem wird schnell klar, dass er sich gedanklich/theoretisch bereits von der reinen Lehre eines einheitlichen und neutralen Netzes verabschiedet hat. Ein Video.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c056d5b5634041fbb132e436217d4771" alt="" width="1" height="1" />Auf dem F&#252;nften Nationalen IT-Gipfel in Dresden geht es heute um die Zukunft des Internet, sprich um dessen Ausbau und Regulierung. Da ist es sinnvoll, sich ein wenig Zeit f&#252;r die Ansichten des Menschen zum Thema Internet zu nehmen, der in Zukunft f&#252;r dessen Regulierung verantwortlich sein soll.</p>
<p>Manchmal verraten Menschen ja ihre Haltung zu bestimmten Themen durch Wortwahl und Betonung. Wer mit Matthias Kurth, dem Pr&#228;sidenten der Bundesnetzagentur spricht, dem wird schnell klar, dass er sich gedanklich/theoretisch bereits von der reinen Lehre eines einheitlichen und neutralen Netzes verabschiedet hat. Der oberste bundesdeutsche Netzregulierer unterscheidet klar zwischen einem <strong>„best-effort“-Internet</strong>, welches mehr schlecht als recht seinen Dienst versieht, und einem <strong>„next-generation“-Netz</strong>, in dem die Provider freie Hand beim Managen der Datenstr&#246;me haben und in dem es Diensteklassen mit einer garantierten Qualit&#228;t zu extra Geb&#252;hren geben soll.</p>
<p>F&#252;r Kurth stellt dieses neue Netz einen Fortschritt und eine zus&#228;tzliche Option f&#252;r die Nutzer dar, die mit „best-effort“ nicht zufrieden sind, weil es da bisweilen „ruckelt“. In diesem Netz der ersten Generation soll es zwar eine garantierte Mindestqualit&#228;t geben, es wird aber ansonsten zu einer Art <strong>Sonderwirtschaftszone</strong> f&#252;r mehr oder weniger anspruchslose Netznutzer.</p>
<p>Im Rest des Netzes ist aber fast alles erlaubt, solange der Wettbewerb funktioniert und es keine Diskriminierung von Diensten oder Inhalten gibt. Damit findet de facto eine Aufteilung zwischen einem Basisnetz und einem Netz der verschiedenen Klassen statt, genau so, wie es sich die Provider w&#252;nschen.</p>
<p>Das h&#246;rt sich f&#252;r viele vielleicht harmlos an, ist es aber nicht. Denn wie gro&#223; und wie gut diese Restmenge an best-effort Netz in Zukunft sein wird, wei&#223; noch niemand. Fest steht aber, dass es so kommt: Denn zum einen sieht der Entwurf des neuen Telekommunikationsgesetzes ebenfalls Diensteklassen vor und zum anderen soll Kurth in Zukunft zust&#228;ndig f&#252;r das Internet sein.  Aus diesem Grund sollten wir besonders gut zuh&#246;ren, was er sagt und welche Vorstellung er vom Netz der Zukunft hat:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/labor/video/233/"><img class="aligncenter size-full wp-image-36322" title="elektrischerreporter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/12/elektrischerreporter.jpg" alt="" width="498" height="281" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36321&amp;md5=2f56f2c8a7e7b3358b59dd768baec243" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Expertenanh&#246;rung zur Netzneutralit&#228;t in der Enquete</title>
		<link>http://carta.info/34776/expertenanhoerung-zur-netzneutralitaet-in-der-enquete/</link>
		<comments>http://carta.info/34776/expertenanhoerung-zur-netzneutralitaet-in-der-enquete/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 22:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Enquete]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=34776</guid>
		<description><![CDATA[Am Montag um 13 Uhr tagt die Enquete-Kommission f&#252;r Internet und digitale Gesellschaft und h&#246;rt zehn Sachverst&#228;ndige zum Thema Netzneutralit&#228;t – mit Stream.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Internet-Enquete-Kommission veranstaltet am Montag ab 13 Uhr eine &#246;ffentliche Experten-Anh&#246;rung zum Thema Netzneutralit&#228;t. Eingeladen sind die folgenden zehn Sachverst&#228;ndigen:</p>
<ul>
<li>Andreas Bogk, Chaos-Computer-Club</li>
<li>Sebastian von Bomhard, Spacenet AG</li>
<li>Thomas AidanCurran Deutsche Telekom AG</li>
<li>Lutz Donnerhacke IKS GmbH</li>
<li>Falk L&#252;ke, Verbraucherzentrale Bundesverband</li>
<li>Tim Mois, SIPGate GmbH</li>
<li>Udo Sch&#228;fer, Alcatel-Lucent AG</li>
<li>Dr. Simon Schlauri , Universit&#228;t Z&#252;rich/Rechtsanwalt</li>
<li>Dr. Tobias Schmid, RTL Deutschland</li>
<li>Harald A. SummaDE-CIX Management GmbH</li>
</ul>
<p>Sie sollen folgende, von den Parteien vorbereiteten Fragen beantworten: <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/Oeffentliche_Anhoerung_Netzneutralitaet/Fragen_an_die_Sachverst__ndigen_original1.pdf">Fragen an die Sachverst&#228;ndigen</a>.</p>
<p>Christian Scholz hat zu den Fragen in einem Etherpad Antworten des &#8220;18. Sachverst&#228;ndigen&#8221; gesammelt und sie in seinem &#8220;The Unofficial Internet Enquete Blog&#8221; <a href="http://eidg.tumblr.com/post/1237336207/fragen-zur-netzneutralitaet-die-antworten-der">ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p>Hier gibt es auch ein <a href="http://forum.bundestag.de/forumdisplay.php?13-Netzneutralit%E4t">Forum</a> auf dem Bundestagsserver zu diesem Thema.</p>
<p>Die Anh&#246;rung wird live vom Parlamentsfernsehen &#252;bertragen. Mehr dazu dann auch <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/Oeffentliche_Anhoerung_Netzneutralitaet/index.jsp">hier</a>.</p>
<p><em>Carta</em> wird die schriftlichen Antworten der Experten auswerten und dann hier besprechen.
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=34776&amp;md5=265cc2cf4b14e2d8c90aedeee8b50228" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Internes Dokument: Die Telekom erkl&#228;rt die Netzneutralit&#228;t</title>
		<link>http://carta.info/33317/internes-dokument-die-telekom-erklaert-die-netzneutralitaet/</link>
		<comments>http://carta.info/33317/internes-dokument-die-telekom-erklaert-die-netzneutralitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Telekom erkl&#228;rt ihren Mitarbeitern die Netzneutralit&#228;t: Sie verteidigt noch einmal ihren "Qualit&#228;tsklassen"-Ansatz und bekennt sich zu Transparenz und Diskriminierungsfreiheit. So manche Frage aber bleibt unbeantwortet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/646c3dc7916e4c49ae181730198749f6" alt="" width="1" height="1" />Was bedeutet eigentlich Netzneutralit&#228;t? &#8211; Weil Mitarbeiter der Deutschen Telekom zunehmend darauf angesprochen werden, hat der Konzern f&#252;r das interne Briefing einen Handzettel erstellt, den das Darmst&#228;dter Blog <em><a href="http://www.schonleben.de/archives/1848">Schonleben.de</a></em> nun ver&#246;ffentlicht hat (<a href="http://www.schonleben.de/wp-content/uploads/2010/09/telekom-was-bedeutet-eigentlich-netzneutralitaet.pdf">PDF</a>).</p>
<p>Laut dem Papier will die Telekom zuk&#252;nftig unterschiedliche Qualit&#228;tsklassen anbieten &#8211; allerdings nur &#8220;f&#252;r besonders empfindliche Dienste&#8221;, wie Videokonferenzen, Telemedizin oder die Steuerung von Stromnetzen. Es bed&#252;rfe im Rahmen des Netzwerkmanagements der &#8220;technischen Absicherung der Qualit&#228;tsversprechen&#8221;.</p>
<p>Die Telekom werde die Qualit&#228;tsklassen diskriminierungsfrei allen Anbietern zur Verf&#252;gung stellen, die Ma&#223;nahmen transparent kommunizieren und konkurrierende Dienste nicht blockieren. Zus&#228;tzliche gesetzliche Regelungen seien nicht erforderlich, da die Regulierungsbeh&#246;rden bereits heute gegen ungerechtfertigte Diskriminierungen von Anbietern vorgehen k&#246;nnten.</p>
<p>Das Papier ist im Frage-Antwort-Schema konzipiert, hier zwei kurze Ausz&#252;ge:</p>
<blockquote><p><em>Gibt es in Zukunft ein Zwei-Klassen-Internet?</em><br />
Das heutige Internet wird auch in Zukunft weiter bestehen bleiben. Zus&#228;tzlich will die Telekom der Internetwirtschaft erm&#246;glichen, neue innovative Dienste anzubieten, die besonders hohe Qualit&#228;tsanforderungen haben. Beispiele daf&#252;r sind Videokonferenzen, Telemedizin und die intelligente Steuerung von Stromnetzen. Daf&#252;r bedarf es der Einf&#252;hrung zus&#228;tzlicher Qualit&#228;tsklassen und der technischen Absicherung der Qualit&#228;tsversprechen. Die Anschluss- und Transportnetze werden auch weiterhin kontinuierlich ausgebaut, um dem steigenden Bandbreitenbedarf gerecht zu werden.</p>
<p>&#8230;</p>
<p><em>Will die Telekom doppelt abkassieren?</em><br />
Bisher ist es so, dass die Infrastrukturanbieter die hohen Investitionen in den Netzausbau alleine schultern m&#252;ssen und die Internetwirtschaft davon profitiert. Der weitere Netzausbau ist aber extrem teuer: Experten rechnen f&#252;r ein fl&#228;chendeckendes Glasfasernetz mit Kosten von mindestens 50 Milliarden Euro. Gleichzeitig sind im Wettbewerb um die Endkunden die Anschlusspreise gesunken, so dass es schwieriger wird, den weiteren Ausbau alleine dar&#252;ber zu finanzieren. Deshalb ist es Teil der Strategie der Telekom, neue internetbasierte Dienste anzubieten. Dazu geh&#246;ren unter anderem auch Qualit&#228;tsklassen f&#252;r besonders empfindliche Dienste. So tragen diejenigen Nutzer einen gr&#246;&#223;eren Teil der Kosten, die besonders stark vom Netzausbau profitieren.</p></blockquote>
<p>Das Papier best&#228;tigt insgesamt die bekannten <a href="http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/">Positionen der Telekom</a>: Sie m&#246;chte nur innerhalb von Qualit&#228;tsklassen diskriminierungsfrei handeln m&#252;ssen, nicht in Bezug auf das Internet gesamt. Sie fordert Qualit&#228;tsklassenneutralit&#228;t, nicht Netzneutralit&#228;t.</p>
<p>Immerhin bekennt sich die Telekom zu Transparenz und damit auch zu einem transparenten Diskurs &#252;ber die Grenzen von Qualit&#228;tsklassen im Internet. Einige Fragen dazu h&#228;tte die Telekom aber schon heute zus&#228;tzlich auf dem Handzettel beantworten k&#246;nnen, wie etwa:</p>
<ul>
<li>Wie neutral ist das heutige Internet-Angebot der Deutschen Telekom?</li>
<li>Welche Qualit&#228;tsklassen bietet die Telekom schon heute an?</li>
<li>Welche Dienste blockiert die Telekom heute (noch) bei ihrem mobilen Internetangebot?</li>
</ul>
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=33317&amp;md5=a89b8bb3bd4a8c1409268fe706e22dbc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Netzneutralit&#228;t: Matthias Kurth fordert &#8220;Mindestqualit&#228;t&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/32814/netzneutralitaet-matthias-kurth-fordert-mindestqualitaet/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 13:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=32814</guid>
		<description><![CDATA[Der Pr&#228;sident der Bundesnetzagentur setzt sich f&#252;r eine Wahrung der Netzneutralit&#228;t ein - und will zugleich "Expresszustellungen" im Netz erlauben. Ein Gesetz soll die "Mindestqualit&#228;t" des neutralen Netzes sicherstellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Matthias Kurth, Pr&#228;sident der Bundesnetzagentur, hat sich einem Gastbeitrag f&#252;r die F.A.Z. f&#252;r eine Sicherung der Netzneutralit&#228;t und &#8211; zugleich &#8211; f&#252;r eine &#8220;Differenzierung&#8221; der Zugangsangebote ausgesprochen.</p>
<p>Kurth m&#246;chte ein diskriminierungsfreies Netz sicherstellen, aber den Anbietern abgestufte Angebote nicht verbieten. Er schl&#228;gt daher vor, eine &#8220;Mindestqualit&#228;t&#8221; f&#252;r das neutral zur Verf&#252;gung gestellte Internet im neuen Telekommunikationsrecht festzuschreiben.</p>
<p>F&#252;r Kurth ist Netzneutralit&#228;t ein zentrales, aber nicht das einzige Ziel von Telekommunikationsregulierung:</p>
<blockquote><p>Die zentrale Herausforderung f&#252;r die Bundesnetzagentur wird es daher  sein, die Grenze zwischen wohlfahrtssteigernder Differenzierung und  wettbewerbsbehindernder Diskriminierung zu ziehen.</p></blockquote>
<p>Kurth widerspricht damit der Initiative ProNetzneutralit&#228;t, wonach von einer vollst&#228;ndigen Netzneutralit&#228;t nur positive Effekte f&#252;r die Gesellschaft ausgehen w&#252;rden.</p>
<p>Kurth verweist hier auf das Briefgesch&#228;ft:</p>
<blockquote><p>Auch bei Briefen und Paketen kann ein Kunde w&#228;hlen, ob er eine  herk&#246;mmliche oder &#8211; gegen ein h&#246;heres Entgelt &#8211; eine Expresszustellung  w&#228;hlt. Im Grundsatz sollte auch im Internet der Nutzer souver&#228;n  entscheiden k&#246;nnen, ob er den Standard oder eine h&#246;here Qualit&#228;t w&#228;hlt  oder auch welche Dienste er nutzt.</p></blockquote>
<p>Den vollst&#228;ndigen Text gibt es dr&#252;ben beim <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/08/25/matthias-kurth-wettbewerb-ist-der-garant-fuer-netzneutralitaet.aspx">Netz&#246;konom</a>.
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			</a>
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<a href="http://carta.info/32814/netzneutralitaet-matthias-kurth-fordert-mindestqualitaet/">Netzneutralit&#228;t: Matthias Kurth fordert &#8220;Mindestqualit&#228;t&#8221;</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/32814/netzneutralitaet-matthias-kurth-fordert-mindestqualitaet/#comments">4 comments</a>
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		<title>Netzneutralit&#228;t: Die zehn Mythen der Debatte – und warum sie konkreter werden muss</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 02:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um die Netzneutralit&#228;t verkl&#228;rt das eigentliche Thema: Denn die Regulierung des Internets ist komplexer als eine simple Traffic-Vorschrift.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/20818cca063044b9aba858d36ae553a0" alt="" width="1" height="1" />Der Aufruf von <a href="http://pro-netzneutralitaet.de/">Pro Netzneutralit&#228;t</a> hat &#252;bers Wochenende ja f&#252;r einigen Wirbel gesorgt: Frank Rieger vom CCC h&#228;lt ihn f&#252;r &#8220;<a href="http://twitter.com/frank_rieger/status/21142655383 ">zahnloses wischi-waschi</a>&#8220;. Felix von Leitner f&#252;r einen verkappten &#8220;<a href="http://blog.fefe.de/?ts=b298da31">Rehabilitierungsversuch der SPD</a>&#8220;. Kristian K&#246;hntopp erkl&#228;rt die Netzneutralit&#228;t &#8220;erster und zweiter Ordnung&#8221; und warnt ordnungspolitisch vor &#8220;<a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2936-Netzneutralitaet-was-ist-okay-und-was-ist-es-nicht.html">Erpressungsversuchen der Provider</a>&#8220;. Markus Beckedahl erkl&#228;rt, es gehe um die Frage: &#8220;<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/naturlich-gehts-bei-netzneutralitat-auch-um-innovation/">Was weniger n&#252;tzlich f&#252;r uns ist?</a>&#8221; Kai Biermann warnte bei <em>Zeit Online</em> gar vor einem &#8220;<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/google-verizon-mittelalter">Mittelalter-Internet</a>&#8220;.</p>
<p>Es gibt also einiges zu kl&#228;ren.</p>
<p>Auch ich halte den Aufruf von Pro Netzneutralit&#228;t f&#252;r zu unkonkret und eher f&#252;r das Produkt einer politischen Strategie als f&#252;r einen Policy-Ansatz. Die Debatte um Netzneutralit&#228;t wird derzeit zu pauschal, zu kampagnenartig, zu sehr im Schwarz-Wei&#223;-Modus gef&#252;hrt.</p>
<p>Wahrscheinlich ist eine derartige Zuspitzung erforderlich, um Aufmerksamkeit und Mehrheiten zu organisieren. Es zun&#228;chst einmal gro&#223;artig, dass um ein so zentrales Thema derart gerungen wird. Als vor einigen Jahren im Rundfunkstaatsvertrag die &#8220;Plattformregulierung&#8221; eingef&#252;hrt wurde, interessierte dies nur Fachpolitiker und Referenten.</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/netzneutralitaetimtext.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32364" title="netzneutralitaetimtext" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/netzneutralitaetimtext.jpg" alt="" width="473" height="115" /></a></p>
<p>Zugleich muss ich mich &#252;ber einige stark vereinfachende Elemente in der Debatte um die Netzneutralit&#228;t doch wundern. Aus meiner Sicht wird die Diskussion derzeit von folgenden zehn Mythen gepr&#228;gt:</p>
<p><strong>1. Es gibt DIE Netzneutralit&#228;t</strong></p>
<p>Die Initiative <a href="http://pro-netzneutralitaet.de/infos">versteht</a> unter Netzneutralit&#228;t den &#8220;diskriminierungsfreien Transport&#8221; von Daten. Der CCC hingegen benutzt in seinen <a href="http://www.ccc.de/de/updates/2010/forderungen-lebenswertes-netz">Thesen zur Netzpolitik</a> eine andere Definition, wonach beispielsweise Telefonie-Daten priorisiert werden d&#252;rften. Zun&#228;chst w&#228;re also zu kl&#228;ren: Warum fordert wer welche Art der &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217;? Warum weichen CCC und Pro Netzneutralit&#228;t voneinander ab?</p>
<p><strong>2. Ohne &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; droht ein &#8220;Zwei Klassen&#8221;-Internet der Anbieter</strong></p>
<p>Die Metapher vom &#8220;Zwei Klassen&#8221;-Internet hat es auch in den Aufruf der Initiative geschafft. In der Debatte wird dabei &#252;bersehen, dass es auch ohne &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; bereits zahlreiche Regeln gegen die Diskriminierung von Anbietern im Internet gibt: im nationalen und europ&#228;ischen Wettbewerbsrecht, teilweise im Rundfunkstaatsvertrag, teilweise garantiert durch die Verfassung.</p>
<p><strong>3. Die &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; sichert die Diskriminierungsfreiheit im Internet</strong></p>
<p>Die &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; gilt als Garant f&#252;r die Gleichbehandlung der Anbieter im Netz. Dabei erstreckt sich die Neutralit&#228;t lediglich auf die Traffic-Ebene. Probleme in Bezug auf den Zugang zu Plattformen, wie <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,698894,00.html">beispielsweise</a> von Apple, l&#246;st die &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; nicht. Sie w&#228;re also nur eine Teill&#246;sung.</p>
<p><strong>4. Die Forderung nach &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; stellt keinen staatlicher Eingriff dar</strong></p>
<p>Die Initiative fordert ein &#8220;freies Internet ohne staatliche &#8230; Eingriffe&#8221; und eine &#8220;gesetzliche Verankerung der Netzneutralit&#228;t&#8221;. Dabei ist eine &#8220;gesetzliche Verankerung&#8221; selbstredend ein staatlicher Eingriff. Es ist das Paradox der Debatte, denn ein entsprechendes Gesetz w&#228;re eine staatliche Regulierung der Internetprovider und eine jener Einmischungen in die Freiheit der Netze, die angeblich abgelehnt werden. Hier wird also ein Eingriff als freiheitlich bezeichnet, der gewisserma&#223;en auch dirigistisch ist.</p>
<p><strong>5. Eine &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; kostet kein Geld</strong></p>
<p>&#220;ber die Kosten der &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; wird nicht diskutiert. Die Netzinfrastruktur auszubauen, um bei steigendem Traffic und unter den Bedingungen der Netzneutralit&#228;t ausreichende Kapazit&#228;ten bereitzustellen und weiterhin die gewohnte Netzqualit&#228;t zu erhalten, kostet jedoch Geld, wie man beispielsweise auch den <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2936-Netzneutralitaet-was-ist-okay-und-was-ist-es-nicht.html">Ausf&#252;hrungen von Kristian K&#246;hntopp</a> indirekt entnehmen kann. &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; ist also nicht zum Nulltarif zu haben. Dies muss kein Gegenargument sein, man sollte es aber offen sagen.</p>
<p><strong>6. Mit der &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; wird nur festgeschrieben, was es heute schon gibt</strong></p>
<p>In der Debatte wird nahe gelegt, dass die aktuellen Internetanschl&#252;sse &#8220;neutral&#8221; seien. Es gehe lediglich darum, den Status Quo festzuschreiben. Das stimmt so nicht. Wohl die meisten der in Deutschland genutzten mobilen Internetzug&#228;nge sind laut Vertrag nicht neutral. Auch w&#228;re zu kl&#228;ren, ob Breitbandanschl&#252;sse inklusive IP-TV oder IP-Telefonie neutral im Sinne der Definition der Initiative w&#228;ren.</p>
<p><strong>7. Das Establishment ist gegen die &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217;</strong></p>
<p>Bei der &#8220;wir gegen die&#8221;-Rhetorik k&#246;nnte man den Eindruck gewinnen, dass es starke politische Kr&#228;fte gibt, die sich gegen eine Netzneutralit&#228;t aussprechen. Das ist aber nicht der Fall. Die <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1243579/ ">Bundesnetzagentur ist f&#252;r Netzneutralit&#228;t</a>, die <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/netzneutralitaet-aigner-greift-google-und-verizon-an-1.988164-2 ">Verbraucherministerin ist f&#252;r Netzneutralit&#228;t</a>, die <a href="http://ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/index_de.htm">EU-Kommission ist f&#252;r Netzneutralit&#228;t</a>. Auch die Telekom will zwischen Anbietern <a href="http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/">nicht diskriminieren</a>. Nicht-Diskriminierungsregeln ein Kernprinzip der etablierten Medienpolitik. Da muss man sich von den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kabelbranche-schaltet-sich-in-Debatte-um-Netzneutralitaet-ein-1057715.html ">&#252;blichen Verd&#228;chtigen</a> nicht aus der Ruhe bringen lassen.</p>
<p><strong>8. Das gesamte Internet ist &#246;ffentlich</strong></p>
<p>Die Forderung nach Netzneutralit&#228;t wird mit dem &#8220;Recht auf Meinungsfreiheit&#8221; begr&#252;ndet. Dabei hat nur ein Teil der im Internet transportierten Daten etwas mit Meinungsbildung und &#214;ffentlichkeit zu tun. Als Universalplattform transportiert das Netz sehr viel mehr, z. B. etwa auch Telemetrie-Daten. Dennoch wird mit Verweis auf die Meinungsfreiheit die Neutralit&#228;t des gesamten Netzes als Plattform gefordert.</p>
<p><strong>9. Alle Provider wollen  die &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217; abschaffen</strong></p>
<p>Ohne gesetzlichen Schutz, so legt die Diskussion nahe, w&#252;rden den Nutzern bald keine neutralen Internetzug&#228;nge mehr angeboten. Da die Providerm&#228;rkte aber (anders als teilweise in den USA) sehr wettbewerbsintensiv organisiert sind, ist vielmehr zu erwarten, dass ein Teil der Anbieter die hohe Neutralit&#228;tsqualit&#228;t ihrer Anschl&#252;sse eher noch offensiv herausstellt.</p>
<p><strong>10. Neutralit&#228;t ist das einzige Interesse der Allgemeinheit in Sachen Internet</strong></p>
<p>In der Debatte wird so getan, als sei die Neutralit&#228;t des Datenverkehrs das einzig legitime Interesse der Allgemeinheit im Zusammenhang mit dem Internet. Das erscheint verk&#252;rzt. Die Allgemeinheit hat auch ein Interesse am Internet als einer effizienten, &#8221;belastbaren, flexiblen Plattform f&#252;r alle m&#246;glichen Anwendungen&#8221; (Odej Kao). Entsprechend w&#228;re auch dieser Zielkonflikt zu diskutieren.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Der Aufruf von &#8220;Pro Netzneutralit&#228;t&#8221; und Teile der Diskussion sind eher der politischen Strategie als einem umsetzbaren Konzept geschuldet: Es wird suggeriert, dass sich die Meinungsfreiheit und die damit verbundene komplexe Wettbewerbsaufsicht &#252;ber die Internet-Industrie mit einer einfachen technischen Vorschrift zum Traffic-Management optimal regeln lie&#223;e. Es wird so getan, als w&#252;rde mit der Netzneutralit&#228;t lediglich das &#8220;wie wir es kennen&#8221;-Internet festgeschrieben und als g&#228;be es hierzulande keine vorhandenen Gesetze gegen eine Diskriminierung von Anbietern durch Provider.</p>
<p>Das Internet muss in seinen meinungsbildenden Funktionen fraglos anbieterneutral und nichtdiskriminierend organisiert sein. Tats&#228;chlich ist jetzt zu kl&#228;ren, wie dies am besten zu organisieren/regulieren w&#228;re. <strong>In der n&#228;chsten Phase wird die Debatte daher konkreter werden m&#252;ssen:</strong></p>
<p>Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Neutralit&#228;tsans&#228;tze? Wer ist aus welchen Zielen f&#252;r welche Neutralit&#228;t? Unter welchen Bedingungen ist Traffic-Management in Ordnung? D&#252;rfen IP-TV und IP-Telefonie im Zuge von &#8216;managed services&#8217; ausgeliefert werden &#8211; ohne die Netzneutralit&#228;t zu verletzen? Wer hat die Aufsicht &#252;ber die Netzneutralit&#228;t? Wie k&#246;nnte ein konkretes Gesetz aussehen?</p>
<p>Bernd Holznagel hat auf <em>Carta</em> &#8220;<a href="http://carta.info/23856/kommunikative-grundversorgung-sicherung-der-netzneutralitaet-durch-must-carry-regeln/">Must-Carry-Regeln</a>&#8221; f&#252;r eine &#8220;kommunikative Grundversorgung&#8221; vorgeschlagen. Der Gesetzgeber w&#252;rde demnach definieren, f&#252;r welche &#8211; insbesondere meinungsbildungsbezogenen &#8211; Angebotskategorien die Netzneutralit&#228;t zu gelten habe. Dies scheint ein weiterhin interessanter Vorschlag zu sein.</p>
<p>Wie komplex die Fragen von freiem Internet, freier Meinungs&#228;u&#223;erung und freiem Wettbewerb im Internet sind, wird sich h&#246;chstwahrscheinlich auch schon bald zeigen: Einer der vermutlich n&#228;chsten &#8216;managed services&#8217; von Verizon k&#246;nnte n&#228;mlich <a href="http://www.google.com/tv/">Google TV</a> hei&#223;en. Dann w&#252;rden sich weit mehr Fragen in Bezug auf offenen und fairen Zugang stellen, als nur die &#8216;Netzneutralit&#228;t&#8217;.</p>
<p>Siehe auch auf Carta:</p>
<ul>
<li>Mathias Schwenk: <a href="http://carta.info/32218/google-verizon-und-das-netz-der-zukunft/">Google, Verizon und das Netz der Zukunft</a></li>
<li>Wolfgang Michal: <a rel="bookmark" href="../../32351/netzneutralitaet-felix-markus-und-die-schippchen/">Netzneutralit&#228;t: Felix, Markus und die Schippchen</a></li>
<li>Texte zur <a href="http://carta.info/tag/netzneutralitaet/">Netzneutralit&#228;t</a></li>
</ul>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=32200&amp;md5=ff567df78de09197ccd688c6a6640988" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Netzneutralit&#228;t: Felix, Markus und die Schippchen</title>
		<link>http://carta.info/32351/netzneutralitaet-felix-markus-und-die-schippchen/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 22:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Antritt der Initiative „Pro Netzneutralit&#228;t“ offenbart einen kleinen Dissens unter Bloggern. Muss Netzneutralit&#228;t gegen die Parteien durchgesetzt werden oder mit ihnen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/a1664fb919f74a22907f22130facbde6" alt="" width="1" height="1" />Der interessante Schlagabtausch zwischen Felix von Leitner (<em><a href="http://blog.fefe.de/">Fefes Blog</a></em>) und Markus Beckedahl (<em><a href="http://netzpolitik.org">netzpolitik.org</a></em>) entz&#252;ndete sich an der am vergangenen Mittwoch vorgestellten <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Initiative-Pro-Netzneutralitaet-gegruendet-1054034.html">Initiative</a> „Pro Netzneutralit&#228;t“. Der Sprecher des Gespr&#228;chskreises Netzpolitik beim SPD-Parteivorstand, Bj&#246;rn B&#246;hning, und das Vorstandmitglied der Gr&#252;nen, Malte Spitz, hatten die Gelegenheit ergriffen, das Thema Netzneutralit&#228;t aus der Expertenecke heraus zu holen und zum Gegenstand &#246;ffentlicher Auseinandersetzung zu machen.</p>
<p>Getragen wird ihre Initiative von Politikern aller drei Oppositionsparteien. In Wahrheit aber dominieren auf der Erstunterzeichner-Liste SPD- und Gr&#252;nen-Abgeordnete (Klingbeil, Groote; Albrecht, von Notz) und parteinahe (bzw. mit Parteien sympathisierende) Blogger (Lumma, Lobo, Beckedahl). Man wird den Initiatoren also nicht zu nahe treten, wenn man ihre Initiative als Teil des laufenden Projekts „Wiederbelebung von Rot-Gr&#252;n“ betrachtet. Vor allem die SPD ist bestrebt, ihre v&#246;llig <a href="http://wahlkampf09.posterous.com/die-verkaufte-netzneutralitat-pronetz">verfahrene</a> Netzpolitik aus den Zeiten der gro&#223;en Koalition &#246;ffentlich zu korrigieren. <em></em></p>
<p>V&#246;llig logisch, dass ein Blogger wie Fefe da <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b298da31">explodieren</a> musste. Wie sensible Menschen auf Birkenpollen reagieren, so reagiert Fefe auf jeden Mucks seiner Lieblings(abwatsch)partei. „Liebe SPD“ grollte er, „ihr habt jahrelang konsequent gegen meine Interessen abgestimmt. Vorratsdatenspeicherung, SWIFT-Abkommen, Internetzensur, Cybercrime-Convention, Hackertoolverbot, BKA-Gesetz, E-Personalausweis. Jede schlechte Idee habt ihr systematisch aufgegriffen, noch schlimmer gemacht, und dann daf&#252;r gestimmt. Und jetzt wollt ihr mir erz&#228;hlen, euch ginge es um die Rettung der Netzneutralit&#228;t! Dass ich nicht lache.“</p>
<p>&#196;rgerlich reagierte Fefe auch auf die Sprechblasen ‚Innovationsf&#228;higkeit der Wirtschaft’ und ‚Entfaltung &#246;konomischer Potentiale’. Diese Sprache zeige schon, wohin die Reise der Initiative gehe. Doch das Internet, so Fefe, sei kein Shopping-Kanal: „Schei&#223; auf die &#246;konomischen Potentiale.“</p>
<p>F&#252;r Fefe <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b2984b2d">schielt</a> das ‚Parteienpapier’ zu sehr auf die &#246;konomische Leistungsf&#228;higkeit des Netzes, w&#228;hrend es bei der Verteidigung der Netzneutralit&#228;t um etwas viel Gr&#246;&#223;eres gehe: um gleiche Meinungsfreiheit f&#252;r alle. Das bedeute: „Die Telekom darf nicht nachrichten.t-online.de vor blog.fefe.de bevorzugt zustellen. Ich bin als Sender im Internet genau so privilegiert wie alle anderen.“</p>
<p>Das Internet sei eben kein Rundfunk und kein x-beliebiger Marktplatz f&#252;r Verk&#228;ufer, sondern ein freies Kommunikationsmedium. Und genau das gelte es klarzustellen. Wenn er also &#252;berhaupt ein Papier unterschreibe, dann nur eines, das vom Chaos Computer Club (CCC) gebilligt sei.</p>
<p>Kramt man allerdings das vom CCC j&#252;ngst ver&#246;ffentlichte <a href="http://www.ccc.de/de/updates/2010/forderungen-lebenswertes-netz">Thesenpapier</a> noch einmal hervor, so findet man auch dort ein paar veritable Sprechblasen („den B&#252;rger mitnehmen“, „wir m&#252;ssen Sorge tragen“), das Internet, hei&#223;t es u.a., l&#246;se „als Medium der Informationsbeschaffung“ den Fernseher ab, und selbst von der wettbewerbsf&#228;higen Gesellschaft ist brav die Rede.</p>
<p>War Fefes Emp&#246;rung also gerechtfertigt oder schoss er &#252;bers Ziel hinaus?</p>
<p>Markus Beckedahl von <em>netzpolitik.org</em> sah sich jedenfalls herausgefordert. Umgehend <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/naturlich-gehts-bei-netzneutralitat-auch-um-innovation/">stellte er klar</a>, dass politische Zweckb&#252;ndnisse nun mal erforderlich seien, wenn man etwas erreichen wolle. Es sei auch n&#246;tig, die Interessengruppen der Nutzer und der Inhalte-Anbieter zusammen zu bringen, um ein Gegengewicht zur Interessengruppe der Netzbetreiber bilden zu k&#246;nnen. Nur gemeinsam sei man in der Lage, der Telekom (die ihre Zustell-Neutralit&#228;t zun&#228;chst bei mobilen Diensten opfern m&#246;chte) noch rechtzeitig in den Arm zu fallen.</p>
<p>Allerdings w&#228;re Beckedahl zu fragen, ob gro&#223;e Inhalte-Anbieter wie <em>Springer</em>, <em>ProSiebenSAT1</em>, <em>Universal</em> oder <em>Disney</em> wirklich das gleiche Interesse an Netzneutralit&#228;t haben wie die kleinen Inhalte-Anbieter <em>netzpolitik.org</em> oder <em>Fefes Blog</em>? W&#252;rden gro&#223;e Musik-, Presse-, Fernseh-, Film- oder Spiele-Firmen nicht im Zweifel lieber einen Vorzugsdeal mit der Telekom und anderen Providern auskaspern als sich mit Markus &amp; Felix auf dieselbe Seite der Barrikade zu stellen?</p>
<p>Es gibt also Einw&#228;nde gegen beide Positionen. Aber auch bedenkenswerte Argumente f&#252;r sie. F&#252;r welche von beiden soll man sich entscheiden?</p>
<p>Der kluge Max Winde schrieb gestern Abend folgenden <a href="http://twitter.com/343max/status/21160791251">Tweet</a>: ‚W&#228;h, w&#228;h! Ich unterschreibe deine Petition nicht, weil mir dein Parteikollege damals sein Schippchen nicht gegeben hat.’ Werdet erwachsen!“</p>
<p>Nach einigem Z&#246;gern habe ich dann doch <a href="http://pro-netzneutralitaet.de/">unterschrieben</a>.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Siehe auch auf <em>Carta</em>:</p>
<ul>
<li>Robin Meyer-Lucht: <a title="Netzneutralit&#228;t: Die zehn Mythen der Debatte - und warum sie konkreter werden muss" href="../../32200/netzneutralitaet-die-zehn-mythen-der-debatte-und-warum-sie-konkreter-werden-muss/">Netzneutralit&#228;t: Die zehn Mythen der Debatte &#8211; und warum sie konkreter werden muss</a></li>
<li>Texte zur <a href="../../tag/netzneutralitaet/">Netzneutralit&#228;t</a></li>
</ul>
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		<title>Google, Verizon und das Netz der Zukunft</title>
		<link>http://carta.info/32218/google-verizon-und-das-netz-der-zukunft/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 15:16:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist die Netzneutralit&#228;t in Gefahr, weil Google und Verizon Lobbyarbeit betreiben und ihre W&#252;nsche an das Netz der Zukunft anmelden? Nat&#252;rlich nicht, denn ein Internet der mehrstufigen Zug&#228;nge muss nicht als Einschr&#228;nkung der Netzneutralit&#228;t gesehen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages musste es so kommen: Das Internet f&#228;chert sich auf und aus einem weitgehend einheitlichen Netzwerk wachsen Subsysteme mit anderen Geschwindigkeiten der &#220;bertragung, anderen Preisen und anderen Zugangsregeln. Ist das ein Problem? Sollte man diese Entwicklung unter dem Postulat der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t">Netzneutralit&#228;t</a> stoppen?</p>
<p>Der gemeinsame <a href="http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2010/08/joint-policy-proposal-for-open-internet.html"><strong>Vorsto&#223;</strong></a><strong> von Google und Verizon</strong>, der an die amerikanische <a href="http://www.fcc.gov/">FCC</a> (Zulassungsbeh&#246;rde f&#252;r Kommunikationsger&#228;te) gerichtet war, hat eine breite Debatte dar&#252;ber ausgel&#246;st, wie das Internet k&#252;nftig beschaffen sein soll. Die ersten Reaktionen darauf fallen &#252;berwiegend kritisch aus: <a href="http://www.buzzmachine.com/2010/08/10/internet-schminternet/">Jeff Jarvis</a> bringt die wenig schmeichelhafte Wortsch&#246;pfung &#8220;Schminternet&#8221; ins Spiel, bei <a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/08/why-google-became-a-carrier-humping-net-neutrality-surrender-monkey/all/1">Wired</a> wird bildlich schon mal die wei&#223;e Flagge gehisst. In Deutschland gr&#252;ndet man nat&#252;rlich einen Verein, bzw. die &#8220;<a href="http://pro-netzneutralitaet.de/">Initiative Pro Netzneutralit&#228;t</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Selbstverst&#228;ndlich steht au&#223;er Frage, dass es auch k&#252;nftig Netzneutralit&#228;t geben muss</strong>. Daran zweifeln nicht einmal Google oder Verizon. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob dieses Prinzip immer und &#252;berall gelten muss, oder ob es auch Teilbereiche im Internet geben kann, die nach anderen Regeln funktionieren. Die Antwort darauf ist einfach: Es gibt sie l&#228;ngst.</p>
<p><strong>S&#252;ndenfall mit Apfel</strong></p>
<p>Die erste f&#252;r alle deutlich sichtbare Bresche in das Konzept der Netzneutrali&#228;t schlug Apple mit seinem App Store f&#252;r das iPhone ab dem Jahr 2008. Denn so weit noch hinnehmbar ist, dass diese Plattform praktisch nur f&#252;r Besitzer der zugeh&#246;rigen Ger&#228;te zug&#228;nglich ist (Bindung an die Hardware), so wenig akzeptabel ist jedoch die Tatsache, dass jede Applikation von Apple genehmigt werden muss. Damit ist ein privates Unternehmen letzte Zensurinstanz und keine Gerichtsbarkeit der Welt kann hier noch etwas ausrichten. Aktuell hat der Pr&#228;sident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt (in einem Interview mit der w&amp;v, zitiert bei <a href="http://www.turi2.de/2010/08/12/heute2-kartellamt-sieht-handhabe-google-apple-9167701/">Turi2</a>), deutschen Verlagen gegen&#252;ber klar gestellt, dass sie gegen Apple auf dem Wege des Kartellrechts nichts werden erreichen k&#246;nnen, der Marktanteil des iPhone sei dazu zu klein.</p>
<p>Mit dem plattformgebundenen App Store von Apple, der inzwischen eine ganze Reihe von Nachahmern gefunden hat (Google Android, Nokia, Microsoft&#8230;), strebt das mobile Internet in eine v&#246;llig andere Richtung als das World Wide Web der 1990er Jahre, das trotz seines Browser-Krieges sich doch Hardware- und Betriebssystem-agnostisch entwickeln konnte. Das mobile Web (einschlie&#223;lich Ger&#228;ten wie dem Amazon Kindle) zeigt dagegen eine <strong>deutliche Fragmentierung</strong> mit erheblichen Inkompatibilit&#228;ten bei der Hardware, Betriebssystemen sowie medialen Inhalten.</p>
<p>Dazu kommen noch die Bestrebungen der Mobilfunkprovider, hier k&#252;nftig st&#228;rker eingreifen zu k&#246;nnen mit dem Ziel, sich zus&#228;tzliche Erl&#246;squellen zu schaffen. Der Pressesprecher der <strong>Telekom</strong>, Philipp Blank, gegen&#252;ber <a href="http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/">Carta</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Daher gilt es, innovatives Netzwerkmanagment und unterschiedliche Qualit&#228;tsklassen zu erm&#246;glichen. Dabei muss aber ein diskriminierungsfreier Zugang innerhalb von Qualit&#228;tsklassen sichergestellt werden: Die Daten aller Anbieter aus einem Segment sind selbstverst&#228;ndlich gleich zu behandeln. Hier darf nicht diskriminiert werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ins gleiche Horn bl&#228;st Fritz Joussen, Deutschland-Chef von <strong>Vodafone</strong> im Gespr&#228;ch mit der <a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~EC2893F9F22B8414C94D268CD9731FBCD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eigentlich finde ich Preise f&#252;r Anwendungen keine schlechte Idee, da die Kapazit&#228;t im Netz begrenzt ist. Andere Branchen wie die Luftfahrtindustrie m&#252;ssen auch ihre Kapazit&#228;t bestm&#246;glich auslasten. In Spitzenzeiten sind Fl&#252;ge nun mal teurer. Die Netzneutralit&#228;t widerspricht dieser wirtschaftlichen Betrachtung. F&#252;r eine effiziente Ausnutzung und Gew&#228;hrung hoher Qualit&#228;ten ist diese Differenzierung n&#246;tig.&#8221;</p></blockquote>
<p>An dieser Stelle w&#228;re eigentlich eine <strong>weitsichtige und technik-kompetente Politik</strong> gefordert, die nationale Alleing&#228;nge vemeidend, mit einer behutsamen Regulierung ein Mindestma&#223; an Offenheit (Netzneutralit&#228;t) aufrechterhalten w&#252;rde, ohne gleichzeitig innovative Entwicklungen unn&#246;tig zu bremsen oder schon im Keim zu ersticken.</p>
<p><strong>Video Killed the Radio Star</strong></p>
<p>Dabei m&#252;sste in den Blick genommen werden, dass und wie sich der Datenverkehr im Internet im Zeitablauf &#228;ndert. Allgemein bekannt ist, dass der Traffic im Netz immer weiter zunimmt. Weniger offensichtlich ist jedoch, dass immer mehr Traffic von einigen wenigen gro&#223;en Netz-Pr0vidern vermittelt wird und hier in den letzten drei bis vier Jahren ein regelrechter <strong>Konzentrationsprozess</strong> eingesetzt hat.</p>
<p>Die Vorstellung vom Internet als einem Netz mit vielen sehr kleinen Knoten ist also &#252;berholt. Der <a href="http://www.nanog.org/meetings/nanog47/abstracts.php?pt=MTQ1MyZuYW5vZzQ3&amp;nm=nanog47">Internet Observatory Report 2009</a> zeigt diese Entwicklung auf. Demnach ist Google im Jahr 2009 erstmals in die &#8220;Top 10&#8243; der Provider aufgestiegen und vermittelt bereits rund 6 % des gesamten Internet-Traffics. Damit wird auch klar, woher in j&#252;ngster Zeit die Begehrlichkeiten nach Bezahlung f&#252;r die Durchleitung von gro&#223;en Traffic-Volumina kommt: Im fr&#252;hen Internet und seiner atomistischen Struktur war daran gar nicht zu denken, w&#228;hrend jetzt gro&#223;e Akteure aufkommen, die sichtbar im Raum stehen.</p>
<p>Eine weitere wichtige Determinante in der Entwicklung des Internets ist die schnell und stark wachsende Bedeutung von <strong>Video-Content</strong>. Einer Studie von <a href="http://www.cisco.com/en/US/solutions/collateral/ns341/ns525/ns537/ns705/ns827/white_paper_c11-481360_ns827_Networking_Solutions_White_Paper.html">Cisco</a> zufolge machen Videos heute bereits ein Drittel des von Privatpersonen abgerufenen Datenvolumens aus, das bis zum Jahr 2014 auf 57 % steigen k&#246;nnte. Ein Teil dieser Steigerung wird dabei auf <strong>volumentr&#228;chtige Formate wie HD oder 3D</strong> zur&#252;ckzuf&#252;hren sein.</p>
<p>Aber muss man deswegen gleich nach neuen Bezahlmodellen rufen und die Netzneutralit&#228;t &#252;ber Bord werfen? <a href="http://doubleslash.de/">Jan Schubert</a>, Netzexperte und Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der doubleSlash Net-Business in Friedrichshafen meint dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8221;Provider haben in meinem Augen noch ein erhebliches Optimierungspotenzial in Bezug auf die Bandbreite in Ihrem Backbone. Ebenso gilt dies bei der Anbindung nach au&#223;en, also zu anderen Providern bzw. zu &#220;bergabepunkten wie dem DeCIX.&#8221;</p></blockquote>
<p>So gesehen muss also das Prinzip der Netzneutralit&#228;t nicht vorschnell oder leichtfertig der Gewinnmaximierung gro&#223;er Netzbetreiber geopfert werden. Das ist ein wichtiger Punkt, der dennoch die Frage offen l&#228;sst, ob in einer Zeit, in der zunehmend ganze Spielfilme &#252;ber das Netz gestreamt werden, hier nicht doch eine Differenzierung m&#246;glich sein kann.</p>
<p>Entscheidend w&#228;re demnach, dass das Internet in seinem Kern netzneutral bleibt und das, entgegen den Vorstellungen von Google und Verzion, sowohl im Festnetz als auch im mobilen Bereich. <strong>Auf keinen Fall sollten Daten-Priorisierungen gegen Entgelt </strong>(zwischen Content-Lieferanten und Providern)<strong> m&#246;glich gemacht werden</strong>, denn dies w&#252;rde nur zu Intransparenz und Marktverzerrungen f&#252;hren.</p>
<p>Daneben aber sollten <strong>Bereiche f&#252;r besonders traffic-starke Inhalte</strong> (etwa Filme in HD oder 3D) geschaffen werden, die als zubuchbare Datenpaket-Varianten an die Endverbraucher verkauft werden k&#246;nnen. Schon heute gibt es Anschl&#252;sse ans Internet in unterschiedlicher Qualit&#228;t, hier kann weiter differenziert werden. Wer Filme, Sportereignisse oder andere Events &#252;ber das Netz in sehr hoher Qualit&#228;t sehen m&#246;chte, soll daran nicht gehindert werden. Die dabei zwangl&#228;ufig entstehenden hohen Daten&#252;bertragungsvolumina m&#252;ssen aber nicht mehr nach dem Prinzip der Netzneutralit&#228;t auf alle Teilnehmer &#8220;umgelegt&#8221; werden, sondern sollten als eigenst&#228;ndiger Markt gesehen und entwickelt werden.</p>
<p>Den Providern d&#252;rfte diese einseitig in Richtung der Endkunden orientierte L&#246;sung nat&#252;rlich weniger gefallen: Sie wollen zus&#228;tzliche Entgelte lieber aus der anderen, bequemeren Richtung bekommen, n&#228;mlich von den <strong>Content-Lieferanten</strong>. Daran m&#252;ssen sie von der Politik gehindert werden. Denn das w&#228;re ein zu einfacher Weg, mit dem keine Anreize geschaffen w&#252;rden, weiter in den Netzausbau (auf der letzten Meile) zu investieren. Wenn das Geld aber nur von dort kommt, wird dort auch investiert &#8211; im Festnetz gleicherma&#223;en wie im Mobilfunk.</p>
<p>Aufgabe der <strong>Politik</strong> w&#228;re es demnach, nicht nur daf&#252;r zu sorgen, dass &#252;berall eine solide Grundversorgung mit Anschl&#252;ssen ans Netz gew&#228;hrleistet ist (<a href="http://breitbandinitiative.de/">Breitbandinitiative</a>) und m&#246;glichst keine Gebietsmonopole seitens bestimmter Anbieter entstehen, sondern auch einen funktionierenden Markt f&#252;r besonders volumensstarke Anwendungen zu schaffen.</p>
<p><strong>Google sei Dank</strong></p>
<p>In diesem Sinne darf ein Internet der mehrstufigen Zug&#228;nge nicht als Einschr&#228;nkung der Netzneutralit&#228;t gesehen werden, sondern muss als Chance f&#252;r Gesellschaft und Netzpolitik aufgefasst werden. Die Herausforderung besteht darin, <strong>mehr Vielfalt und </strong><strong>neue M&#228;rkte zu schaffen</strong>, so dass k&#252;nftig auch mehr kleine Anbieter mit ihren Angeboten am Markt bestehen k&#246;nnen. Sich abschottende M&#228;rkte mit der Tendenz zur Monopolbildung gibt es im Internet schon genug, man denke da nur an die Rolle von Apple im Handel mit Musik.</p>
<p>So gesehen darf man also dankbar sein, dass Google zusammen mit Verizon eine sehr wichtige Debatte ins Bewusstsein einer breiten &#214;ffentlichkeit gebracht hat, obwohl sich speziell Google damit in netzaffinen Kreisen nicht beliebter gemacht hat. Das aber ist eine andere Geschichte und auch hier k&#246;nnte man sagen: Eines Tages musste es so kommen.
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		<title>&#8220;Wie konntet Ihr Euch damals, 2010, von Google so derma&#223;en austricksen lassen?&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/32198/wie-konntet-ihr-euch-damals-2010-von-google-so-dermassen-austricksen-lassen/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 15:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Oetting</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie konnte es dazu kommen, dass 2010 das "Schminternet" eingef&#252;hrt wurde und es jetzt nur noch Einzelnetze gibt, zu denen man sich separat Zugang kaufen muss? Wie konnte uns Google mit dem PR-Trick "Street View" so auf's Kreuz legen? – Ein trauriges Zukunftsszenario.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/56d15e9c28774ac7a364cf52c1481094" alt="" width="1" height="1" /><strong>Enkel: </strong>&#8220;Opa. Damals, 2010. Wie konnte es dazu kommen, dass das <a href="http://www.buzzmachine.com/2010/08/10/internet-schminternet/">Schminternet</a> eingef&#252;hrt wurde? Dieses zerhackte St&#252;ckwerk, mit dem es dann kein  Internet mehr gab, sondern nur noch Einzelnetze, zu denen man separat  Zugang kaufen musste? Wie konnte das passieren? Habt Ihr nicht  aufgepasst, damals? Wieso habt Ihr Euch &#8230; uns! das antun lassen?&#8221;</p>
<p><strong>Opa:</strong> &#8220;Ach, mein Enkel. Eine Schande ist das. Und  recht hast Du, dass Du fragst. Es ist mir peinlich, es tut mir weh, es  tut mir leid. Und die Erkl&#228;rung ist ganz einfach &#8211; ein Trick war&#8217;s,  nichts als ein PR-Trick! Sie haben uns mit einem miesen Trick auf&#8217;s  Kreuz gelegt.&#8221;</p>
<p><strong>Enkel:</strong> &#8220;Wie? Mit einem Trick? Was f&#252;r ein Trick denn?&#8221;</p>
<p><strong>Opa:</strong> &#8220;Also, das war so: einige Jahre bevor der gro&#223;e  Bruch mit dem Internet gemacht und das Schminternet eingef&#252;hrt wurde,  hat Google &#8211; in weiser t&#252;ckischer Voraussicht &#8211; damit begonnen,  Kamerawagen durch deutsche Lande fahren zu lassen. Kamerawagen, die  jedes Haus und jeden Hof auf Photo aufgenommen haben.&#8221;</p>
<p><strong>Enkel:</strong> &#8220;Google Streetview, na klar. Aber was hat das denn mit dem Thema zu tun?&#8221;</p>
<p><strong>Opa:</strong> &#8220;Nichts! Das ist ja der Punkt! Aber als das dann schlie&#223;lich 2010 eingef&#252;hrt werden sollte, hat <a href="http://lumma.de/2010/08/12/der-deutsche-verpixelte-michel/">der deutsche Michel</a> sich furchtbar aufgeregt. Tage- &#8230; wochenlang war nichts so sehr <a href="../../32108/google-streetview-die-angst-vor-der-oeffentlichmachung-des-oeffentlichen-raums/">Thema</a> wie die Frage, welches Haus und welches nicht im Internet abgebildet  werden kann, darf, soll, oder nicht soll. Politiker haben sich darauf  gest&#252;rzt, die Medien haben voll mitgemacht und <a href="http://www.flickr.com/photos/heiko/4881636732/">absurdeste Dinge</a> verbreitet. Und niemand &#8211; absolut niemand &#8211; in der breiten Bev&#246;lkerung  hat sich ansatzweise daf&#252;r interessiert, dass Google und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,707695,00.html">die Telekom</a> und andere unser Internet zur selben Zeit zerhackt und das Schminternet eingef&#252;hrt haben.</p>
<p>Denn &#8211; und das ist der entscheidende Punkt: Google hatte sich l&#228;ngst von &#8220;Don&#8217;t be evil&#8221; verabschiedet und war <a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/08/why-google-became-a-carrier-humping-net-neutrality-surrender-monkey">nur noch daran interessiert, knallharte gesch&#228;ftliche Interessen durchzusetzen</a>.  Und so wurde heimlich der Dolch angesetzt und ganz schnell zugesto&#223;en,  als alle woanders hingeschaut haben &#8230; Auf den Nebenschauplatz: die  letztlich deutlich weniger wichtigen Frage, welche jahrealten Fotos von  Hausfassaden man im Internet anzeigen darf oder nicht.&#8221;</p>
<p><strong>Enkel:</strong> &#8220;Ganz ehrlich, Opa? Das ist aus meiner Sicht eine ziemlich schwache Ausrede. Ihr h&#228;ttet Euch einfach mehr anstrengen m&#252;ssen.&#8221;</p>
<p><a href="http://pro-netzneutralitaet.de/">Tja.</a></p>
<p><strong> </strong></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=32198&amp;md5=48e2be8401221a11b423db89dd9599a6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Telekom: Eine umfassende Netzneutralit&#228;t ist “nicht im Interesse der Allgemeinheit”</title>
		<link>http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/</link>
		<comments>http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 17:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Telekom bezieht Stellung zur Netzneutralit&#228;t: Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete sei nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer. Stattdessen solle die Netzneutralit&#228;t nur innerhalb von Angebotssegmenten und Qualit&#228;tsklassen gelten. Zu diesem Ansatz  passen auch die "managed services", die Google und Verizon heute vorgeschlagen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/cfe55c5b820541adab69e6e02a47bda3" alt="" width="1" height="1" />In der vergangenen Woche gab es <a href="http://t3n.de/news/netzneutralitat-google-verizon-dementieren-plane-277132/">bekanntlich</a> ein vernehmbares Raunen in Sachen &#8220;Netzneutralit&#228;t&#8221;. Die<em><a href="http://www.nytimes.com/2010/08/05/technology/05secret.html"> New York Times</a></em> hatte von Gespr&#228;chen berichtet, wonach Google besonders schnelle Datenleitungen beim US-Netzbetreiber Verizon anmieten oder kaufen k&#246;nnte. Google und Verizon <a href="http://carta.info/31765/googles-verizon-und-die-komische-netzneutralitaet-geschichte/">dementierten</a> zwar die vermeldeten Pl&#228;ne, nicht aber eine geplante Zusammenarbeit.</p>
<p>Die zugleich bekannt gewordene <a href="http://www.neunetz.com/2010/08/05/netzneutralitaet-aus-sicht-von-google-ceo-eric-schmidt/">Definition Eric Schmidts der Netzneutralit&#228;t</a> weist dabei den Weg, den die Kooperation der beiden Konzerne nehmen k&#246;nnte: Demnach w&#228;re es in Ordnung und mit der Netzneutralit&#228;t vereinbar, wenn Verizon bestimmte <em>Datenarten </em><a href="http://www.politico.com/news/stories/0810/40668.html">bevorzugen</a>, dabei aber alle <em>Anbieter </em>gleich behandeln w&#252;rde. Netzbetreiber k&#246;nnten beispielsweise Videostreams priorisieren, m&#252;sste aber alle Streaming-Anbieter gleich behandeln.</p>
<p><strong>Update</strong>: Google und Verizon <a href="http://http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2010/08/joint-policy-proposal-for-open-internet.html">setzen sich</a> im Rahmen von &#8220;managed services&#8221; f&#252;r eine Priorisierung von Datendiensten au&#223;erhalb des &#8220;&#246;ffentlichen Internets&#8221; und im mobilen Internet ein (<a href="http://voices.washingtonpost.com/posttech/2010/08/live_blogging_google-verizon_a.html">WaPo</a>,<a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/08/google-verizon-propose-open-vs-paid-internets/">Wired</a>, <a href="http://www.huffingtonpost.com/adam-green/breaking-google-goes-evil_b_676021.html">HuffPo</a>, <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/der-google-und-verizon-deal-zu-netzneutralitat/">NetzPo</a>).</p>
<div id="attachment_32006" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/telekomskulptur.jpg"><img class="size-medium wp-image-32006" title="telekomskulptur" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/telekomskulptur-300x196.jpg" alt="Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete kann nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer sein. (Foto: Deutsche Telekom AG)" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Blank: &quot;Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete kann nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer sein.&quot; (Foto: Deutsche Telekom AG)</p></div>
<p>Auch hierzulande wird die Entwicklung sehr genau beobachtet. Netzneutralit&#228;t ist ein<a href="http://carta.info/29117/netzneutralitaet-erster-aufschlag-der-enquete-kommission/"> Kernthema der Internetenquete-Kommission</a> und in der vergangenen Wochen stand die Presserkl&#228;rungsmaschinerie vernehmbar kurz vor der Aktivierung &#8211; bis Google gerade noch rechtzeitig dementierte.</p>
<p>Von der <strong>Deutschen Telekom</strong> gab es in den letzten Monaten nur einen Halbsatz zur Netzneutralit&#228;t. Telekom-Chef René Obermann hatte gegen&#252;ber dem <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,707601,00.html"><em>Manager Magazin</em></a> gesagt, eine h&#246;here &#220;bertragungsqualit&#228;t von Musik- und Videodiensten solle &#8220;auch differenziert bepreist werden&#8221;. Die Telekom diskutiere dies bereits mit Google und anderen. Bereits diese Andeutungen sorgen f&#252;r eine Protestwelle <a href="http://www.piksa.info/blog/2010/07/21/der-tag-an-dem-die-deutsche-telekom-sich-das-netz-zum-feind-machte/">auf Twitter und in Blogs</a>.</p>
<p><em>Carta</em> hat daher im Zuge der US-Ereignisse die Deutsche Telekom noch einmal um ein Statement zur Netzneutralit&#228;t gebeten &#8211; und eine sehr instruktive Antwort von ihrem Sprecher Philipp Blank erhalten.</p>
<p>Auch die Deutsche Telekom denkt demnach in den Bahnen der Eric-Schmidt-Definition von Netzneutralit&#228;t: Neutral und diskriminierungsfrei sollten nur &#8220;die Daten aller Anbieter aus einem Segment&#8221; behandelt werden, so Blank. Die Telekom spreche sich f&#252;r die Gleichbehandlung der Anbieter &#8220;innerhalb von Qualit&#228;tsklassen&#8221; aus. Die Anbieter von Streaming-Videos w&#252;rden demnach gleich behandelt, der Zugang zu garantiert ruckelfreien Videos k&#246;nnte aber den Nutzern als gesonderte Tarifoption angeboten werden.</p>
<p>Zugleich erkl&#228;rt die Telekom, dass <strong>eine streng verstandene Netzneutralit&#228;t</strong> &#8211; im Sinne einer strikten Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete &#8211; &#8220;<strong>nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer</strong>&#8221; sei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Interesse der Nutzer ist nicht allein der diskriminierungsfreie Zugang zu Informationen und Anbietern, sondern auch das reibungslose Funktionieren von Anwendungen und effizient eingesetzte Netzressourcen, die letztlich zu niedrigen Zugangspreisen beitragen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Telekom fordert vielmehr &#8220;eine intelligente Steuerung des Internetverkehrs &#252;ber Qualit&#228;tsklassen&#8221;. Es sei ein sch&#252;tzenswertes volkswirtschaftliches Prinzip, dass Anbieter f&#252;r unterschiedliche Qualit&#228;ten auch unterschiedliche Preise verlangen k&#246;nnten. Dies habe sich im Internet, beispielsweise bei E-Mail-Diensten, l&#228;ngst durchgesetzt.</p>
<p>Zugleich macht die Telekom deutlich, dass sie bei der &#8220;konkreten Ausgestaltung&#8221; m&#246;glicher Datentransportklassen noch ganz am Anfang stehe.</p>
<p>Die Deutsche Telekom, mit <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Marktbeobachtung/Breitbandanschluesse/Breitbandanschluesse_node.html">&#252;ber 10 Mio. DSL-Anschl&#252;ssen</a> gr&#246;&#223;ter Anbieter hierzulande, bezieht damit sehr deutlich Stellung, wonach die Netzneutralit&#228;t innerhalb von Angebotssegmenten und Qualit&#228;tsklassen gelten soll &#8211; nicht aber global auf den gesamten Datenverkehr bezogen werden soll. Eine umfassende Gleichbehandlung aller Datenpakete sei, so der Telekommunikationskonzern, nicht im Interesse der Allgemeinheit, der Angebotsqualit&#228;t und einer effizienten Nutzung der Netzwerkressourcen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Erkl&#228;rung von Philipp Blank, Pressesprecher der Deutschen Telekom AG, gegen&#252;ber <em>Carta</em> in voller L&#228;nge:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir beobachten die Diskussionen in den USA mit gro&#223;em Interesse. Aufgrund des erheblich ansteigenden Datenverkehrs braucht das Internet eine intelligente Steuerung, um die Qualit&#228;t des Informationstransports und der Anwendungen sicherzustellen.</p>
<p><strong>Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete kann nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer sein.</strong> Bei einer solchen Gleichbehandlung w&#252;rde die Qualit&#228;t von Diensten wie Videokonferenzen oder Telemedizin erheblich eingeschr&#228;nkt. Im Interesse der Nutzer ist nicht allein der diskriminierungsfreie Zugang zu Informationen und Anbietern, sondern auch das reibungslose Funktionieren von Anwendungen und effizient eingesetzte Netzressourcen, die letztlich zu niedrigen Zugangspreisen beitragen.</p>
<p>Daher gilt es, innovatives Netzwerkmanagment und unterschiedliche Qualit&#228;tsklassen zu erm&#246;glichen. Dabei muss aber ein diskriminierungsfreier Zugang innerhalb von Qualit&#228;tsklassen sichergestellt werden: Die Daten aller Anbieter aus einem Segment sind selbstverst&#228;ndlich gleich zu behandeln. Hier darf nicht diskriminiert werden.</p>
<p>Dass unterschiedliche Qualit&#228;ten auch unterschiedliche Preise haben, ist im Internet l&#228;ngst etabliert: So bieten beispielsweise Anbieter von E-Mail-Diensten oder sozialen Netzwerken wie Xing neben einer kostenlosen Version auch kostenpflichtige Angebote an, die etwa keine Werbung oder zus&#228;tzliche Suchfunktionen umfassen<strong>. Es ist ein volkswirtschaftlich wichtiges Grundprinzip, dass Anbieter unterschiedliche Qualit&#228;ten auch zu unterschiedlichen Preisen anbieten k&#246;nnen.</strong> Bei der konkreten Ausgestaltung m&#246;glicher Qualit&#228;tsklassen f&#252;r den Datentransport stehen wir aber noch ganz am Anfang.</p>
<p>Klar ist hingegen schon jetzt: Wir brauchen eine intelligente Steuerung des Internetverkehrs &#252;ber Qualit&#228;tsklassen.&#8221;</p></blockquote>
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<a href="http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/">Telekom: Eine umfassende Netzneutralit&#228;t ist “nicht im Interesse der Allgemeinheit”</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/#comments">31 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=31910&amp;md5=0763846e917bdfeb3c89a118bbb42975" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Google, Verizon und die komische Netzneutralit&#228;t-Geschichte</title>
		<link>http://carta.info/31765/googles-verizon-und-die-komische-netzneutralitaet-geschichte/</link>
		<comments>http://carta.info/31765/googles-verizon-und-die-komische-netzneutralitaet-geschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 17:21:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FCC]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Verizon]]></category>

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		<description><![CDATA[Google und Verizon dementieren die New York Times-Geschichte, wonach sie einen Deal gegen die Netzneutralit&#228;t anstreben w&#252;rden. Stimmt: Die Pl&#228;ne f&#252;r ihre Zusammenarbeit sind wahrscheinlich komplexer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute berichtete bekanntlich die <em><a href="http://www.nytimes.com/2010/08/05/technology/05secret.html?_r=3">New York Times</a></em>, dass Google kurz davor stehe, mit Verizon einen Vertrag zu schlie&#223;en, der die Netzneutralit&#228;t verletzen w&#252;rde &#8211; die bevorzugte Durchleitung von Google-Traffic durch das Verizon-Netz:</p>
<blockquote><p>The deal &#8220;could allow Verizon to speed some online content to Internet users more quickly if the content&#8217;s creators are willing to pay for the privilege.&#8221;</p></blockquote>
<p>Google antwortete unter anderem &#252;ber <a href="http://twitter.com/googlepubpolicy/status/20393606477">Twitter</a>:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-05-um-18.56.21.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-31770" style="border: 1px solid black;" title="Bildschirmfoto 2010-08-05 um 18.56.21" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/Bildschirmfoto-2010-08-05-um-18.56.21-300x156.png" alt="" width="300" height="156" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Und erkl&#228;rte, wie <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/08/05/google-statement-zur-nyt-und-netzneutralitaet-the-new-york-times-is-quite-simply-wrong.aspx">Holger Schmidt</a> wei&#223;, auch noch einmal:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">&#8220;The New York Times is quite simply wrong. We have not had any conversations with Verizon about paying for carriage of Google traffic. We remain as committed as we always have been to an open Internet.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Wenig sp&#228;ter erkl&#228;rte auch Verizon auf seinem <a href="http://policyblog.verizon.com/BlogPost/740/NewYorkTimesStoryisMistaken.aspx">Policy-Blog</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000;">The NYT <a href="http://www.nytimes.com/2010/08/05/technology/05secret.html?_r=1&amp;hp" target="_blank">article</a> regarding conversations between Google and Verizon is mistaken. It fundamentally misunderstands our purpose. As we said in our earlier FCC filing, our goal is an Internet policy framework that ensures openness and accountability, and incorporates specific FCC authority, while maintaining investment and innovation. To suggest this is a business arrangement between our companies is entirely </span><span style="color: #000000;">incorrect. </span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000;">Wer genau hinschaut, dem fallen drei Dinge auf:</span></p>
<ul>
<li>Google und Verizon dementieren nicht, dass sie <strong>Gespr&#228;che</strong> f&#252;hren. Gegenstand dieser Gespr&#228;ch kann nur sein, wie Google und Verizon zuk&#252;nftig besser zusammenarbeiten.</li>
<li>Google sagt lediglich, dass man <strong>nicht f&#252;r Traffic</strong> <strong>bezahlen</strong> wolle. Andere Mechanismen der Privilegierung sind also weiterhin denkbar.</li>
<li>Verizon beh&#228;lt sich in seiner Erkl&#228;rung &#8220;<strong>Innovationen</strong>&#8221; f&#252;r eine bessere Netzwerk-Auslastung ausdr&#252;cklich vor.</li>
</ul>
<p>Wer nun 1 und 1 zusammenz&#228;hlt, dem sollte klar sein: Google und Verizon reden gerade &#252;ber eine engere Kooperation, um Google-Traffic &#8220;<strong>schonender</strong>&#8220; durch das Verizon-Netzwerk (insbesondere im <strong>Mobilfunk</strong>) zu leiten. Vielleicht ist auch ein bisschen Android im Spiel.</p>
<p>Der Deal ist deshalb so komplex, weil es genau darum geht, intensiver zusammenzuarbeiten &#8211; ohne die FFC-Regeln zur Netzneutralit&#228;t zu brechen. Bei der Netzneutralit&#228;t ist eben fast alles eine Frage der Definition und der richtigen Sprachregelung.</p>
<p><em>Hinweise und erg&#228;nzende Gedanken in den Kommentaren supergern.</em>
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<a href="http://carta.info/31765/googles-verizon-und-die-komische-netzneutralitaet-geschichte/">Google, Verizon und die komische Netzneutralit&#228;t-Geschichte</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/31765/googles-verizon-und-die-komische-netzneutralitaet-geschichte/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=31765&amp;md5=49944a6c01f6a5a94ff92a200f4c58ce" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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