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	<title>CARTA &#187; Netzjournalismus</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 May 2012 10:09:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Das Pantelouris-Experiment</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 16:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Reporter betritt Neuland. Er greift einen vermeintlichen Kriminalfall auf und macht daraus eine „Live-Reportage“ im Netz. Die Leser reagieren verhalten. F&#252;r den Netzjournalismus k&#246;nnte das Experiment trotzdem ein Durchbruch sein.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/18fc966b548648f698c582f5d7222789" alt="" width="1" height="1" />Nur Menschen, die nichts unternehmen, machen keine Fehler. Das sollte man vorausschicken, wenn man ein <a href="http://www.neon.de/alle/livereportage/">Experiment</a> bilanzieren will, das im Vorfeld auf viel Zuspruch und <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/livestylejournalismus/">Kollegen-Neugier</a> gesto&#223;en ist, in der Nachschau aber eher den <a href="http://www.news.de/medien/855066153/detektiv-oder-reporter/1/">Blues</a> ausl&#246;st. Denn die Leser der NEON-Community, f&#252;r die das Experiment gedacht war, haben dem „New Journalism“ im Netz &#8211; vorerst &#8211; eine Absage erteilt. Warum?</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em><strong>1. Es war ein mutiges Experiment – und eine &#220;berforderung</strong></em></p>
<p>Die „Live-Reportage“, die der freie Journalist <a href="http://print-wuergt.de/uber-mich/">Michalis Pantelouris</a> zwischen dem 16. Juli und dem 4. August 2010 f&#252;r die Website <a href="http://www.neon.de/alle/livereportage/">neon.de</a> produzierte, war eine Pionierleistung. Ein wichtiges Experiment. Und ein riskanter <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/ich-bin-journalist-und-kein-hobbydetektiv_100029222.html">Selbstversuch</a> dazu – aber das ist bei Pionierleistungen ja die Regel.</p>
<p>Pantelouris hatte sich als Journalist einer neuen Situation ausgesetzt. Er wechselte den Auftraggeber. Nicht die Redaktion, nicht er selbst suchten das Thema aus (wie im Journalismus &#252;blich), nein, eine Leserin, eine Betroffene w&#228;hlte sich „ihren“ Reporter: Michalis Pantelouris reagierte mit seiner <a href="http://print-wuergt.de/2010/07/18/die-live-reportage/">Live-Reportagen-Idee</a> auf den verzweifelten Hilfeschrei einer Mutter, die gegen alle polizeilichen Ermittlungen an der Vorstellung festh&#228;lt, dass ihre Tochter Susan im Sommer 2006 nicht aus Kummer Selbstmord begangen hat, sondern von ihrem Lebensgef&#228;hrten absichtlich oder fahrl&#228;ssig get&#246;tet wurde. Einem Menschen in Not &#8211; mit einem derart dr&#228;ngenden Anliegen &#8211; zu helfen, war der erste Impuls des Reporters (und dieses Motiv begr&#252;ndet bisweilen noch heute die Berufswahl Journalist – auch wenn manche Erfahrung dagegen spricht).</p>
<p>Der moralische Aspekt des Auftrags f&#246;rderte zugleich die Absicht des Reporters, an diesem Beispiel die von ihm <a href="http://print-w&#252;rgt.de/">oft</a> beklagte Kluft zwischen Journalisten und Lesern zu &#252;berbr&#252;cken. Denn f&#252;r Pantelouris resultiert die Krise des Journalismus vor allem aus dem schwindenden Zutrauen der Menschen zur journalistischen (Dienst-)Leistung &#8211; sowie aus dem mangelnden Vertrauen in die Lauterkeit von Journalisten.</p>
<p>Gegen diese Glaubw&#252;rdigkeitskrise entwickelte er sein <em>Konzept des</em> <em>gl&#228;sernen Journalisten</em>. Um das verlorene Vertrauen der Leser zur&#252;ckzugewinnen, so Pantelouris, m&#252;sse ein Journalist viel &#246;fter die eigenen Skrupel und Schw&#228;chen „live“ thematisieren. Er m&#252;sse jederzeit bereit sein, im Prozess der Recherche Auskunft dar&#252;ber zu geben, was er unternimmt oder unterl&#228;sst, warum er so und nicht anders verf&#228;hrt, was er f&#252;r verzichtbar oder f&#252;r besonders verfolgenswert h&#228;lt. Ein solcher ‚new journalist’ m&#252;sse sein Recherche-Material und seine Methoden offenlegen, damit die Leser seinen Erkenntnis- und Auswahlprozess nachvollziehen k&#246;nnen.</p>
<div id="attachment_31900" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/aufmacher57.jpg"><img class="size-medium wp-image-31900" title="aufmacher57" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/aufmacher57-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Livereportage bei Neon: Diese unaufl&#246;sbare Situation erkl&#228;rt vielleicht die Wut mancher Kommentatoren. Denn die gew&#252;nschte Leser-Beteiligung war eine Illusion.</p></div>
<p>Dieser hohe Anspruch treibt Reporter und Leser nat&#252;rlich in eine permanente (Selbst-)Reflexion und (Selbst-)&#220;berforderung: Mache ich auch alles richtig? Bin ich auf der richtigen Spur? Habe ich auch nichts vergessen? M&#252;sste dies oder jenes noch ber&#252;cksichtigt werden? Kann ich als Leser zur Recherche etwas beitragen? Was w&#252;rde ich noch wissen wollen? Was wurde verdr&#228;ngt, was nachl&#228;ssig behandelt? Wie k&#246;nnten wir die Sache zu einem guten Ende bringen?</p>
<p>Diesen inneren Dialog, den jeder Reporter w&#228;hrend seiner Arbeit durchl&#228;uft, st&#252;lpt Pantelouris nach au&#223;en. Er m&#246;chte den Leser am allm&#228;hlichen Erkenntnis-Prozess beteiligen, und er m&#246;chte den Leser &#8211; den potentiellen Kritiker &#8211; vielleicht auch ein wenig bes&#228;nftigen. Der Reporter zeigt, dass er keine gef&#252;hllose Wildsau ist, die im Leben anderer Menschen hemmungslos herumw&#252;hlt.</p>
<p>Vielleicht ist diese &#246;ffentliche Demutshaltung die Konsequenz aus dem grottenschlechten Image der Journalisten. Doch m&#246;glicherweise wird der Journalismus hier auch mit dem Bade ausgesch&#252;ttet. Denn manche Leser der Live-Reportage fragten den Reporter verdutzt: Warum soll ich mir deine Arbeit machen?</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em><strong>2. Die Qualit&#228;t war gut, die Naivit&#228;t f&#252;hrte zu nichts</strong></em></p>
<p>Viele Print-Journalisten beklagen gebetsm&#252;hlenartig, der Netzjournalismus lebe parasit&#228;r vom Gedruckten. Im Netz werde kommentiert, nicht recherchiert. Die kleine Minderheit moderner Journalisten, die keine Ber&#252;hrungsangst zum Netzjournalismus hat, fordert deshalb seit langem, den professionellen Aufwand im Netz deutlich zu erh&#246;hen: Mehr Zeit f&#252;r Recherche. Mehr Dialog. Mehr technisches Equipment. Bessere sprachliche Umsetzung. Bessere Dramaturgie. Sinnvollerer Einsatz von Multimedia. Und: Bessere Honorare. Dieser Wandel steckt noch in den Anf&#228;ngen, denn der deutsche Journalismus und die deutschen Verlage erweisen sich als &#252;berraschend tr&#228;ge.</p>
<p>Pantelouris, ein exzellenter Schreiber, wollte &#252;ber die herrschende Tr&#228;gheit nicht l&#228;nger klagen, sondern handeln. Bei seiner „Live-Reportage“ arbeitete er nicht nur mit Block und Bleistift, sondern auch mit Mikrophon und Kamera – allerdings so dezent, dass manches „Videointerview“ noch etwas laienhaft daherkam. Er probierte alles zum ersten Mal, und er war – auch das muss gesagt werden &#8211; bei seinem Experiment weitgehend auf sich allein gestellt. Dass er seine Schwierigkeiten mit der ungewohnten Aufgabe von Beginn an offenlegte, machte ihn und sein Experiment sympathisch. Er gab unumwunden zu: Ich koche auch nur mit Wasser. Ich bin nicht kl&#252;ger als ihr. Helft mir, dann wird „unsere“ Geschichte vielleicht ein Erfolg.</p>
<p>Die kl&#252;gsten Reportagen des Magazins <em>New Yorker</em> (&#252;berhaupt viele amerikanische Reportagen) sind aus diesem lernenden, naiven Blickwinkel geschrieben (andere w&#252;rden wahrscheinlich sagen: aus dem Blickwinkel einer kultivierten, kalkulierten Schusseligkeit). Bei dieser Methode ist der Reporter am glaubw&#252;rdigsten, wenn er ebenso verzweifelt und linkisch nach einer L&#246;sung sucht wie der Leser. Das klappt allerdings nur, wenn am Ende tats&#228;chlich eine L&#246;sung steht.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em><strong>3. Ein Nachdenk-Puzzle ist noch keine Fortsetzungsgeschichte</strong></em></p>
<p>Pantelouris hat seine Reportage in 15 handliche Portionen aufgeteilt. Statt der zun&#228;chst angestrebten Tagebuch-Chronologie (auf „Tag 1“ folgte leider kein „Tag 2“ mehr) ordnete er den Fall nach Personen, Orten, Handlungen und Gegenst&#228;nden. Auf die Einleitungsteile „Der Fall“ und „Die Reportage-Idee“ folgten „Die Mutter“, „Der Vater“, „Der Bruder“ und „Der Anwalt“. Dann kamen der „Kleinkram“, „Das Grab“, „Die Ermittlungen“, „Die Staatsanwaltschaft“ und „Die Tageb&#252;cher“. Und zum Schluss „Der Ex“, „Susan“ und die vorl&#228;ufige „Bilanz“ des Experiments. So ist aus der Live-Reportage keine durchgehend erz&#228;hlte Geschichte geworden, die den Leser von A nach B f&#252;hrt, vom R&#228;tsel zur L&#246;sung, sondern ein Bruch-St&#252;ck, bestehend aus 15 Puzzleteilen, die der Reporter gewissenhaft aneinander legt.</p>
<p>Der Leser erlebte „work in progress“. Weil das Ende der Geschichte aber nicht vorauszusehen war, hatte die Live-Reportage am Ende ein Dramaturgie-Problem. Denn die als H&#246;hepunkt erwartete (und vom Reporter erhoffte) Konfrontation mit dem geheimnisvollen Lebensgef&#228;hrten kam nicht zustande, der Beweis f&#252;r seine Schuld wurde nicht erbracht, der Krimi hatte pl&#246;tzlich keinen M&#246;rder. Statt einer (Er-)L&#246;sung gab es nur die unbefriedigende Bilanz, dass wir nach der Story so schlau sind wie zuvor.</p>
<p>Auch meine Erwartungshaltung als Leser &#8211; die sich doch gar nicht h&#228;tte aufbauen d&#252;rfen, weil der Reporter seinen m&#246;glichen Fehlschlag schon vorsorglich zum wahrscheinlichsten Ergebnis erkl&#228;rt hatte &#8211; wurde frustriert. Der selbst gebauten Falle konnte Pantelouris nicht entkommen. Denn die an konventionell erz&#228;hlte Geschichten gew&#246;hnten Leser verzeihen die naive Haltung eines Reporters nur, wenn er am Ende eine &#252;berzeugende L&#246;sung pr&#228;sentiert. Sie wollen nicht, dass er vabanque spielt und am Ende m&#246;glicherweise mit leeren H&#228;nden dasteht. Diese Frustration untergrub ein wenig die Sympathie f&#252;r das Wagnis.</p>
<p>Fr&#252;her druckten Tageszeitungen, die ihre Leser (unter-)halten wollten, Fortsetzungsromane. Im Fernsehen &#252;bernahmen dann Vorabend-Serien diese Rolle. Sie waren nach dem guten alten Cliffhanger-Prinzip konstruiert: Wenn es richtig spannend wurde, hie&#223; es „Fortsetzung folgt“. Durch diesen Kniff blieben die Leser dran.</p>
<p>Eine solche Unterhaltungs-Dramaturgie fehlte der Pantelouris-Geschichte. Und sie fehlte absichtlich. Denn dem Reporter ging es nicht (oder nicht prim&#228;r) um die Unterhaltung oder die Sensation – es ging ihm um die Entschl&#252;sselung eines r&#228;tselhaften Geschehens. Er wollte <em>verstehen</em>. Der Fall, nicht seine Pr&#228;sentation, stand im Mittelpunkt seines Interesses. Jedes Puzzleteil, das Pantelouris der Geschichte hinzuf&#252;gte, war geeignet, die Lesart der zuvor gelegten Teile wieder zu ver&#228;ndern. <strong>Insofern war das Mitdenken und Mitf&#252;hlen der Leser – auch das &#220;berdenken vorschnell gefasster Meinungen &#8211; die eigentliche Herausforderung dieser Reportage.</strong> Sie verlangte von den Netzlesern eine gewaltige Verhaltens&#228;nderung. Sie sollten pl&#246;tzlich voreilige Schl&#252;sse vermeiden. Sie sollten warten! Das widersprach dem typischen Netzverhalten, und es widersprach auch dem von Pantelouris angek&#252;ndigten Beteiligungsprinzip.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em><strong>4. Nicht jedes Thema eignet sich f&#252;r Netz-Communities</strong></em></p>
<p>Als die ersten Kommentare bei neon.de eingingen, fragte ich mich, warum manche Leser so giftig auf das Experiment reagierten. Warum konnten sie sich ihre zynischen und h&#228;mischen Bemerkungen nicht einmal bei diesem tragischen und ganz und gar unsensationell dargestellten Thema verkneifen? Gleichzeitig stellte ich fest, dass die heftigsten Kritiker an der Reportage klebten wie die Kletten.</p>
<p>Ich vermute, der hohe emotionale Frust der aktiven Community hatte seine Ursache darin, dass das Schicksal von Susan Waade absolut ungeeignet war f&#252;r das normale unangestrengte Mit-Machen und Mit-Reden im Netz. Ein privates Schicksal, fast g&#228;nzlich umstellt von der eigenen Familie, durchzogen von rechtlichen Auseinandersetzungen, musste abschrecken. Was sollte man dazu sagen? Welche Vorschl&#228;ge h&#228;tte man dem Reporter machen k&#246;nnen? Wie h&#228;tte man die Experten oder die Familie kritisieren sollen (zumal die angek&#252;ndigten „Dokumente“ nicht ins Netz gestellt wurden, und weder Namen noch w&#246;rtliche Zitate von Experten auftauchten)? Wo in dieser intimen Geschichte h&#228;tte man einhaken k&#246;nnen?</p>
<p>Die Leserschaft von Neon, die sicher nicht aus Rechtsanw&#228;lten, Gerichtsmedizinern und Botschaftsangeh&#246;rigen besteht, fand sich vor dieser emotional aufgeladenen Geschichte wie der ber&#252;hmte Ochs vorm <span style="text-decoration: line-through;">Berg</span> roten Tuch. Es war so verdammt schwer, etwas Sinnvolles beizusteuern; es war so unertr&#228;glich unm&#246;glich, dass sich selbst die intelligentesten Kritiker in Foren-Trolle verwandelten.</p>
<p>Am problematischsten aber war, dass die mit viel Empathie geschriebene Reportage eine widerspr&#252;chliche „doppelte Botschaft“ an die Leser sandte (Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang von „double bind“). Die Botschaft lautete: 1. Ihr k&#246;nnt rein gar nichts zur Aufkl&#228;rung dieser wahnsinnig komplizierten, im Ausland spielenden, vier Jahre zur&#252;ck liegenden, sehr intimen, heiklen Familiengeschichte beitragen! Und 2. Ihr k&#246;nnt mit eurer Beteiligung und eurem Interesse ganz, ganz viel zum Gelingen der Reportage beitragen!</p>
<p>Diese unaufl&#246;sbare Situation erkl&#228;rt vielleicht die Wut mancher Kommentatoren. Denn die gew&#252;nschte Leser-Beteiligung war eine Illusion. Nicht, weil die Neon-Redaktion oder Michalis Pantelouris die Beteiligung verhindert h&#228;tten, nein &#8211; das Thema war f&#252;r eine normale User-Beteiligung viel zu heikel.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em><strong>5. Handeln im privaten Auftrag bedeutet: zu viel R&#252;cksichtnahme</strong></em></p>
<p>Erschwert wurde das Projekt auch durch den moralischen Impuls. Nicht umsonst wird in Journalistenkreisen gern der Satz des Fernsehjournalisten Hans-Joachim Friedrichs zitiert: &#8220;Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“ Die journalistische Selbstbegrenzung, die aus der R&#252;cksichtnahme auf die Familie Waade erwuchs, behinderte eine „robustere“ Recherche. &#220;ber weite Strecken konnte Pantelouris &#252;ber den Fall und die beteiligten Personen „nur“ r&#228;sonieren. Er &#252;berlegte, was am fraglichen Abend vorgefallen sein k&#246;nnte, was in den Personen vorgegangen sein mag, wie sich ihr Verhalten erkl&#228;ren lie&#223;e. Der k&#252;hle Bericht, die ergebnis-orientierte Konfrontation kamen dabei etwas zu kurz, die notwendige Erforschung der Familienverh&#228;ltnisse blieb aus Taktgr&#252;nden weitgehend ausgespart. Da weder Bekannte noch Experten namentlich auftauchten &#8211; sie scheuten offenbar davor zur&#252;ck, im Internet „auszusagen“ und vermieden das verminte Gel&#228;nde, wo Anw&#228;lte schnell zur Stelle sind &#8211; drehte sich die Geschichte irgendwann im Kreis.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em><strong>6. Der Netz-Journalismus braucht mehr Experimente</strong></em></p>
<p><em> </em>Mit seiner ersten Live-Reportage hat Michalis Pantelouris eine Bresche in den Netzjournalismus geschlagen. Er hat andere ermutigt, ebenfalls neue Darstellungsformen auszuprobieren. Er hat scharfe, teils unfl&#228;tige Kritik an seinem Experiment ertragen und nie arrogant abgeb&#252;rstet. Seine Absicht, ein tragisches Geschehen aufzukl&#228;ren oder doch zumindest zu verstehen, war aller journalistischen Ehren wert. Die Pr&#252;gel, die er bezog, bleiben anderen vielleicht erspart. Aber so ist das mit den Pionieren. Ohne ihre Versuche lebten wir noch in der journalistischen Steinzeit.
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		<title>Herr Diekmann und sein Geburtsfehler</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 14:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun weinen sie – weil sie das Internet untersch&#228;tzt haben. Zehn Jahre lang haben sie geschlafen. Jetzt erst begreifen Verleger und Gro&#223;journalisten, dass ihnen ein Gesch&#228;ftsmodell fehlt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/557e0b824c4aad1ae87b952e45d769" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mit redaktionellen Inhalten l&#228;sst sich im Internet kein Geld verdienen, sagt <em><a href="http://meedia.de/nc/details/article/bild-chef--internet-hat-geburtsfehler_100018825.html">Kai Diekmann</a></em><span>, Chefredakteur der BILD-Zeitung. Und dass die Lage so ist, wie sie ist, das liegt nat&#252;rlich am „verfluchten Geburtsfehler“ des Internet: der Kostenlos-Kultur. „Diesen Fehler werden wir nicht korrigieren k&#246;nnen.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Zwei Feststellungen in Kai Diekmanns Aussage sind falsch: Erstens handelt es sich nicht um „den Geburtsfehler des Internet“, sondern um einen folgenschweren Denkfehler der Verlage. <strong>Ein ganzes (verlorenes) Jahrzehnt lang glaubten die Medienmanager, dieses dumme kleine Internet sei nur ein Beiboot zu ihren tollen Printprodukten</strong></span><span>, eine Art Werbetr&#228;ger oder Anf&#252;tterungs-Dingsbums f&#252;r das Unangreifbare: den heiligen Gral der Zeitungen und Zeitschriften. Also stellten sie (ohne Not, und ohne die Journalisten auch nur zu fragen) s&#228;mtliche Inhalte kostenlos ins Netz – nicht begreifend, dass die User dieses Geschenk mit einem Abbruch der Beziehungen zu den alten Printprodukten bestrafen w&#252;rden. Diese Medienmanager haben nicht kl&#252;ger gehandelt als jene Banker, die ihre Finanzprodukte am Ende nicht mehr begriffen.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Falsch an der Aussage Kai Diekmanns ist zweitens, dass man einen Fehler nicht korrigieren kann. Man kann. (Aber man will nicht, weil die Konkurrenz nicht mitziehen w&#252;rde.)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><strong>Die Verlage k&#246;nnten auf einen Schlag s&#228;mtliche journalistischen Angebote aus dem ungeliebten Netz entfernen.</strong></span><span> SZ-Online, Welt-Online, FAZ-Online, Zeit-Online, Spiegel-Online &#8211; alle abschalten! Und zwar von jetzt auf gleich.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Was w&#252;rde passieren? W&#252;rde was passieren?</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>M&#246;glicherweise g&#228;be es in relativ kurzer Zeit eine allgemeine &#220;bereinkunft auf ein <em><a href="http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/">Bezahlmodell</a></em></span><span>. Vermutlich w&#228;re die pl&#246;tzliche Abstinenz eine harte Probe f&#252;r alle Beteiligten – f&#252;r Verleger wie Journalisten. Denn die tief sitzende Furcht, das Netz k&#246;nnte ohne Journalismus sehr gut existieren, nagt an der br&#246;ckelnden Selbstsicherheit der professionellen Weltversteher.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></span></span>
</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<a href="http://carta.info/7429/herr-diekmann-und-sein-geburtsfehler/">Herr Diekmann und sein Geburtsfehler</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/7429/herr-diekmann-und-sein-geburtsfehler/#comments">28 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=7429&amp;md5=a24f9dd79c03219a223dab7e0b041907" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kultur-Flatrate: Die (&#252;bertriebenen) Sorgen des Marcel Weiss</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 10:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Streit um die Flatrate geht munter weiter. Denn es sind noch immer abstruse Vorstellungen &#252;ber sie im Umlauf. Die Gr&#252;nen haben das Problem inzwischen erkannt – und auf ihrem Europa-Parteitag f&#252;r die Einf&#252;hrung einer Kulturflatrate geworben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/2a982aa1030ae92e8c5af4528147fc" alt="" width="1" height="1" /><br />
Marcel Weiss ist – wie er selbst schreibt &#8211; „RSS-Junkie“ und „Vollblut-Netize“. Er studiert BWL und betreut als verantwortlicher Redakteur die verdienstvolle Website <em><a href="http://netzwertig.com/2009/01/19/kulturflatrate-eine-schlechte-idee-die-sich-hartnaeckig-haelt/">netzwertig.com</a></em><span>. Vor einigen Tagen hat er mich aufgefordert, seine Argumentation zur Kulturflatrate endlich einmal vorurteilslos zur Kenntnis zu nehmen. Das will ich versuchen (auch wenn er <em><a href="http://carta.info/3260/flatrate-journalismus/">meine Position</a> </em></span><span>mit ein bisschen Schaum vor dem Mund f&#252;r einen „irrwitzigen Vorschlag“* h&#228;lt).</span></p>
<p>Was sind Marcel Weiss’ Argumente gegen eine Kultur- oder Journalismus-Flatrate?</p>
<p>Ihn st&#246;rt vor allem, dass sie ein <strong>„b&#252;rokratisches Monster“</strong> geb&#228;ren muss – und zwar allein zu dem Zweck, die sinkenden Gewinne einer inkompetenten Industrie (er meint die derzeitige Musikindustrie) wieder aufzup&#228;ppeln. Mit einer von der Industrie gelenkten „zentralen Instanz“ („eine verwaltungstechnische Mammutaufgabe“) w&#252;rden die gesunden Marktmechanismen umgangen werden, was dazu f&#252;hre, dass ein zu Recht sterbendes Gesch&#228;ftsmodell k&#252;nstlich am Leben erhalten werde.<br />
So weit die Hauptargumentation. Dar&#252;ber hinaus warnt Weiss vor den praktischen Problemen der Umsetzung. Eine Flatrate, sagt er, n&#252;tze nur den durchsetzungsstarken Gro&#223;en und schade den kreativen Kleinen. Das k&#246;nne anhand der GEMA studiert werden. Auch wisse niemand, auf welcher Mess-Grundlage <strong>der Verteilerschl&#252;ssel f&#252;r das Geld</strong> eigentlich festgelegt werden soll (statistische Stichproben? Einschaltquoten? Downloads? Page Impressions?). Und schlie&#223;lich erfordere eine gerechte Verteilung der Geb&#252;hren einen gigantischen &#220;berwachungsaufwand – gar nicht zu reden von den vielf&#228;ltigen Betrugsm&#246;glichkeiten, beginnend beim organisierten Fanclub-Download bis zu allerhand technischen Manipulationen an den Messger&#228;ten.</p>
<p>Was ist von solchen <em><a href="http://www.de-bug.de/medien/archives/alles-abo-die-crux-mit-der-musikflatrate.html">Einw&#228;nden</a></em><span> (die auch in <em><a href="http://blog.brokep.com/2007/12/06/the-problems-with-a-flatrate-system/">anderen Blogs</a></em></span><span> seit Jahren zirkulieren) zu halten?</span></p>
<p>Man sollte sie ernst nehmen. Denn sie enthalten ein paar ausgewachsene Denkfehler und eine ganze Menge Ressentiment. Und sie zeugen von einer gewissen Mutlosigkeit, das Neue politisch zu gestalten. Denn die gef&#252;rchtete „zentrale Instanz“ &#8211; sagen wir: eine zu gr&#252;ndende &#246;ffentlich-rechtliche Internet-Anstalt &#8211; w&#252;rde zwar (wie eine Rundfunkanstalt) die Netz-Produktionen (Blogs, Web-Magazine, Podcasts, Web-TV etc.) erm&#246;glichen, aber nicht &#8211; wie von Weiss bef&#252;rchtet &#8211; die „Einschaltquoten“ (= die Nutzung) messen. Das m&#252;ssten <strong>unabh&#228;ngige Institute</strong> (siehe <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GfK_Aktiengesellschaft">GfK</a></em><span>) und/oder <strong>Verwertungsgesellschaften</strong> (<em><a href="http://www.vgwort.de/metis.php">VG Wort</a></em></span><span>) besorgen. Der Aufwand w&#228;re beileibe nicht so gro&#223; wie von Weiss bef&#252;rchtet (viel &#8220;irrsinniger&#8221; ist doch der Aufwand, alle illegal ins Netz gestellten Inhalte durch individuelle Abmahnverfahren zu beseitigen oder Illegales seitens der Einsteller &#8211; durch Entpacken jeder einzelnen Datei &#8211; herauszufiltern und zu entfernen).</span></p>
<p><span>Kommen wir zur Frage der technischen Messbarkeit: Es ist in der digitalen Welt ohne weiteres m&#246;glich, jede einzelne Nutzung von einem Z&#228;hler abzulesen. Niemand ist auf Sch&#228;tzungen oder Hochrechnungen angewiesen. Wer das „Wahnsinn“ oder „&#220;berwachungsstaat“ nennt, verdr&#228;ngt, dass der Wahnsinn – mit unserer t&#228;tigen Mithilfe &#8211; l&#228;ngst praktiziert wird (<a href="http://www.zeit.de/2009/07/Google-Portraet-Coralee">„</a><em><a href="http://www.zeit.de/2009/07/Google-Portraet-Coralee">Google: Der Spion, den wir lieben</a></em></span><span><a href="http://www.zeit.de/2009/07/Google-Portraet-Coralee">“</a>). Auch die Werbung im Netz nutzt solche „&#220;berwachungs“-Daten. <strong>Das Problem der Speicherung</strong> (das man datenschutzrechtlich l&#246;sen muss) wird also nicht erst durch eine Kulturflatrate aufgeworfen, es ist existent.</span></p>
<p>Auch dass es &#8211; wie &#252;berall auf der Welt &#8211; <strong>Betrugsm&#246;glichkeiten</strong> gibt, ist unbestreitbar. Aber wird die Autoversicherung abgeschafft, weil es Versicherungsbetrug gibt? Nein. Man trifft Vorkehrungen (Technik, Strafrecht etc.), um den Betrug klein zu halten. Das ist der &#252;bliche Weg. Denn es gibt weder ein Flatrate-Paradies noch ein betrugsfreies Leben.<br />
All das sollte uns freilich nicht daran hindern, die Elle demokratischer Prinzipien an k&#252;nftige Internetanstalten &#246;ffentlichen Rechts und an entsprechende Verwertungsgesellschaften anzulegen: <strong>Rechtsstaatlichkeit, Transparenz, Partizipation</strong>. Alle beteiligten Gruppen (auch die k&#252;nftige <em><a href="http://meedia.de/nc/details/article/ig-blog--sysiphos-arbeit-fr-egomanen_100016008.html">IG Blog</a></em><span>) m&#252;ssen in den Aufsichtsgremien vertreten sein.</span></p>
<p>Dass die <em><a href="http://www.yigg.de/politik/gruene-machen-sich-fuer-eu-weite-kulturflatrate-stark">Gr&#252;nen</a></em><span> (die ja nicht f&#252;r staats-sozialistische Experimente bekannt sind) auf ihrem Europa-Parteitag den Flatrate-Gedanken erstmals unterst&#252;tzten, ist ein hoffnungsvolles Zeichen, dass die Politik das Problem erkannt hat.<span> </span></span></p>
<p>*P.S. Oliver Moldenhauer von <em><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,309768,00.html">Attac</a></em><span> schrieb bereits 2004 (!): „Die eigentlichen ‚Nachteile’, die eine Einf&#252;hrung der Flatrate behindern, liegen woanders: Verlieren w&#252;rden n&#228;mlich die Plattenfirmen, die bisher wesentlich mehr Kontrolle &#252;ber den Markt haben. Ebenfalls verlieren w&#252;rden die Hersteller von DRM-Technologie und Online-Shops. Diese m&#228;chtige Lobby blockiert mit ihrer beispiellosen Verleumdungs- und Angstkampagne<strong> </strong></span><span>bisher den innovativen Vorschlag der Flatrate.“</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://carta.info/post_notification_header/"><img class="aligncenter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/02/banner_newsletter_geloopt.gif" alt="RSS Feed" width="468" height="60" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/5092/kultur-flatrate-die-uebertriebenen-sorgen-des-marcel-weiss/">Kultur-Flatrate: Die (&#252;bertriebenen) Sorgen des Marcel Weiss</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/5092/kultur-flatrate-die-uebertriebenen-sorgen-des-marcel-weiss/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=5092&amp;md5=814b04a529df125dbaad21e829f273ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein &#8220;Gesch&#228;ftsmodell&#8221; ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte &#252;ber den Netzjournalismus</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 09:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;berzeugende Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r das professionelle Schreiben im Netz findet man eher selten. Es gibt nur ein paar Ideen, Experimente und fromme W&#252;nsche. Eine politisch ernst zu nehmende Debatte gibt es (mit ganz wenigen Ausnahmen) nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/24e8be4176a4b58ecabb547106efe3" alt="" width="1" height="1" /><br />
„Alpha-Blogger“ wittern Unheil: Sie <em><a href="http://meedia.de/nc/details/article/don-alphonso-bloggt-bei-der-faz_100015431.html">verlassen</a></em><span> das sinkende Piratenschiff in Richtung etablierte Tanker. Und wenn man leise nach dem Warum fragt, sagen sie mit einem undefinierbaren L&#228;cheln, sie w&#252;rden die Tanker jetzt „entern“. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Nein (Scherz beiseite), es gibt immer noch kein &#252;berzeugendes „<em><a href="http://www.paidcontent.org/entry/419-newspaper-q4-web-revenues-to-fall-deeper-into-negative-territory-in-09-/">Gesch&#228;ftsmodell</a></em></span><span>“ f&#252;r das professionelle <em><a href="http://medienlese.com/2009/02/01/offener-brief-vom-neid-auf-die-festangestellten/#more-6291">Schreiben im Netz</a></em></span><span>. Es gibt nur ein <em>paar <a href="http://www.dld-conference.com/2009/01/new-media-models.php">Ideen</a></em></span><span>, <em><a href="http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/">Experimente</a></em></span><span> und <em><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/88/">fromme W&#252;nsche</a></em></span><span>. Eine politisch ernst zu nehmende Debatte gibt es (mit ganz wenigen <em><a href="http://www.heise.de/newsticker/Gruene-machen-sich-fuer-EU-weite-Kulturflatrate-stark--/meldung/122317">Ausnahmen</a></em></span><span>) nicht.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><strong>Sieben Modelle</strong></span><span> sind derzeit im Angebot:<span> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>1. Das bislang &#252;berzeugendste Modell praktiziert die „<em><a href="http://www.welt.de/webwelt/article2669264/Hat-Qualitaetsjournalismus-im-Internet-eine-Chance.html">Washington Post</a></em></span><span>“: Das Blatt subventioniert seinen Online-Journalismus mit dem Geld, das es durch Bildungsangebote an anderer Stelle verdient. Diese heroische <strong>Quersubventionierung</strong></span><span> hebt sogar das Image: Sch&#246;n, wer sich die Liebe zum Journalismus (noch) leisten kann.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>2. Eine <strong>private Stiftung</strong></span><span> &#8211; errichtet von einem Journalismus-affinen M&#228;zen oder von wohlhabenden engagierten B&#252;rgern &#8211; finanziert ein Journalisten-Team, das im Netz und anderswo nach Herzenslust publizieren kann. Die Modelle „<em><a href="http://www.propublica.org/about">ProPublica</a></em></span><span>“ und <em><a href="http://spot.us/">Spot.us</a></em></span><span> funktionieren so. Und im Prinzip m&#252;sste das auch sparsamen Verlegern gefallen, da sie die Inhalte gratis geliefert bekommen. Allerdings bestehen erhebliche Zweifel, dass in Deutschland gen&#252;gend G&#246;nner existieren – insbesondere solche, die sich langfristig engagieren und aus den laufenden Gesch&#228;ften heraushalten.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><span>3. Manche glauben noch immer an das altbew&#228;hrte Modell: Finanzierung des <em><a href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Profit-durch-Online-LA-Times-ruft-Trendwende-aus/460631.html">Web-Journalismus</a></em></span><span> durch <strong>Werbung</strong></span><span>. Drei Hindernisse stehen dem entgegen: Werbung im Netz ist zu billig (Hubert Burda: &#8220;Mit Online-Werbung lassen sich h&#246;chstens ein paar lausige Pennys verdienen&#8221;), die <em><a href="http://www.cpc-consulting.net/Google-Adwords">Suchmaschinen-Betreiber</a></em></span><span> futtern den gr&#246;&#223;ten Teil des Werbekuchens weg und Ad-Blocker killen den Rest.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>4. Das <strong>Staatsbeihilfen</strong></span><span>-Modell. Solche Zusch&#252;sse werden von oben „gew&#228;hrt“ &#8211; in Form direkter Subvention wie bei der franz&#246;sischen Agentur <em><a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/printmedien/wazdpa100.html">AFP</a></em></span><span>, die zu 40 Prozent vom franz&#246;sischen Staat alimentiert wird. Auch eine „Nationale Initiative Online-Medien“ oder eine „Initiative Kreativwirtschaft im Netz“ k&#228;men in Frage. Sie werden meist von Wirtschafts- und <em><a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2008/03/2008-03-31-bkm-nationale-initiative-printmedien.html">Kulturstaatsministern</a></em></span><span> koordiniert. Auch Franklin Delano Roosevelts Arbeitsbeschaffungsma&#223;nahme von 1935, das<em> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Writers'_Project">Federal Writers’ Project</a>,</em></span><span> k&#246;nnte ein Vorbild sein. Allerdings erwarten die Geldgeber meist eine gewisse Dankbarkeit, was schw&#228;chere Geister zu Opportunismus und Propaganda verf&#252;hren kann.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>5. Begreift man Journalismus als Teil der Grundversorgung in einer Demokratie – und h&#228;lt man diese Grundversorgung f&#252;r gef&#228;hrdet -, k&#246;nnte man auch eine <strong>Journalismus-Abgabe </strong></span><span>in Erw&#228;gung ziehen (&#228;hnlich der Wassergeb&#252;hr oder der Grundsteuer mit ihren unterschiedlichen Hebes&#228;tzen). Selbst ein Internet-Cent auf den Strompreis (vergleichbar dem Aufschlag f&#252;r Erneuerbare Energien) w&#228;re denkbar. Jeff Jarvis <em><a href="http://www.guardian.co.uk/media/2008/dec/15/digitalmedia-pressandpublishing">schlug unl&#228;ngst auch vor</a></em></span><span>, Konzerne wie Google in diesem Sinn zu besteuern. Doch beim Thema Staatseingriff &amp; Steuern str&#228;uben sich alle noch verbliebenen Nackenhaare der Journalisten.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>6. Eine Alternative w&#228;re ein <strong>nicht-staatliches Geb&#252;hrenmodell</strong></span><span> (wie ich es im Dezember bei Carta <em><a href="http://carta.info/3260/flatrate-journalismus/">vorgeschlagen</a></em></span><span> habe). Erhoben w&#252;rde die Geb&#252;hr von den Breitbandanbietern. Verteilt w&#252;rden die Einnahmen aufgrund der Nutzungsdaten. Die Auswertung l&#228;ge bei den bestehenden Verwertungsgesellschaften (Stichwort: <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meldesystem_f&#252;r_Texte_auf_Internetseiten">Z&#228;hlpixel der VG Wort</a></em></span><span>). Dieses Verfahren w&#252;rde nat&#252;rlich eine erhebliche Aufwertung und Reform der heutigen Verwertungsgesellschaften verlangen. Christiane Schulzki-Haddouti von KoopTech hat dazu gute <em><a href="http://blog.kooptech.de/2009/01/wie-realistisch-ist-eine-kulturflatrate-fuer-journalisten/">Vorschl&#228;ge</a></em></span><span> gemacht. <span>Doch die Verleger str&#228;uben sich, weil dieses Modell in erster Linie den Kreativen zugute kommt.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><span><span>Als so genannte <em><a href="http://www.heise.de/newsticker/Isle-of-Man-will-Kulturflatrate-erproben--/meldung/121924">Kulturflatrate</a></em></span><span> soll es dennoch erprobt werden: Gegen einen Aufschlag auf die Monatsgeb&#252;hr f&#252;r den Breitbandanschluss d&#252;rfen die 80.000 Bewohner der Isle of Man nach Herzenslust Musik aus dem Netz herunterladen. “Der Aufpreis muss nicht mehr als einen Euro oder vielleicht auch nur 50 Cent betragen”, sagt Ron Berry, E-Business-Experte des dortigen Finanzministeriums. Das Flatrate-Modell k&#246;nnte auch auf den Netz-Journalismus &#252;bertragen werden. Problematisch ist allerdings nicht nur die Speicherung der Nutzungsdaten, sondern auch der m&#246;gliche Klick-Betrug.</span></span></span></span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span><span>7. Zuguterletzt das<strong> Abonnement-Modell</strong></span><span>. Nachdem „Paid Content“ Ende 2007 schon aus dem Rennen schien, kommt es durch die Hintert&#252;r wieder hereinspaziert. Allerdings wird heute in den Verlagen nicht mehr &#252;ber das (umst&#228;ndliche) Bezahlen einzelner Artikel nachgedacht, sondern &#252;ber Pauschal-Abos f&#252;r ganze Anbieter-Gruppen oder konzernweite Angebote. Auch Angebote, die auf verschiedene Levels abzielen<span> </span>(Basis-Info, Premium, Premium-Extra) sind in der Diskussion. Hinter den Kulissen basteln einige Verlage bereits hastig an solchen Modellen. Man k&#246;nnte den Abo-Abruf &#252;ber Zugangspassw&#246;rter und spezielle Leseger&#228;te (E-Book, Smartphone, <em><a href="http://www.nytimes.com/2009/01/12/business/media/12carr.html?_r=1&amp;partner=permalink&amp;exprod=permalink">iTunes for News</a></em></span><span>) erm&#246;glichen. Die Frage ist nur, wie die Hacker-Community darauf reagiert.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Ideen zur Finanzierung des Internet-Journalismus sind also vorhanden. Sie m&#252;ssten nur weiter konkretisiert und vorurteilslos diskutiert werden. Doch leider krankt die Debatte an ideologischen Denkblockaden: Die <em><a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/12/29/gebuhrenfinanzierte-internetinhalte-journalismus/">Verfechter der marktwirtschaftlichen Modelle</a></em></span><span> denunzieren jeden &#246;ffentlich-rechtlichen Gedanken als staats-sozialistischen <em><a href="http://www.law-blog.de/123/kultur-flatrate/">Schwachsinn</a></em></span><span> und wollen die Diskussion im Keim ersticken. <em><a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/alexander-becker/alexander-becker-post/article/news-flatrate--paid-content-comeback_100014868.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1688">Die Verfechter der gemeinwohl-orientierten Modelle</a> </em></span><span>sehen in Paid Content gleich den Einstieg in die mediale Klassengesellschaft, in der sich nur noch die Besserverdienenden Hintergrundinformationen leisten k&#246;nnen. Und <em><a href="http://netzwertig.com/2009/01/19/kulturflatrate-eine-schlechte-idee-die-sich-hartnaeckig-haelt/">die Unwirschen</a></em></span><span><a href="http://netzwertig.com/2009/01/19/kulturflatrate-eine-schlechte-idee-die-sich-hartnaeckig-haelt/"> </a><em><a href="http://netzwertig.com/2009/01/19/kulturflatrate-eine-schlechte-idee-die-sich-hartnaeckig-haelt/">dazwischen</a></em></span><span> halten sowieso alles f&#252;r unpraktikabel.</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Es wird Zeit, dass die Beteiligten ihre Sch&#252;tzengr&#228;ben verlassen und der Gesetzgeber begreift, dass das Internet kein Nebenkriegsschauplatz mehr ist.</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://carta.info/post_notification_header/"><img class="aligncenter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/01/banner_newsletter_v3_ani2.gif" alt="RSS Feed" width="468" height="60" /></a></p>
<p><!--EndFragment-->
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		<title>Flatrate f&#252;r Journalismus – oder uns geht es wie der Musikindustrie</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 12:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An der Entwicklung der Musikindustrie k&#246;nnen Journalisten studieren, was ihnen bl&#252;ht. Im Musikgesch&#228;ft f&#252;hrte die Digitalisierung zu v&#246;llig neuen Produktions-, Vertriebs- und Erl&#246;sstrukturen. Der &#220;bergang von den „alten“ Tr&#228;germedien CD und DVD zu online abrufbaren Musikst&#252;cken ver&#228;nderte die Rahmenbedingungen f&#252;r Musiker, Studios und Plattenfirmen dramatisch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/0e9d9ccff1821375b9c885e4284f2b" alt="" width="1" height="1" /><!--StartFragment--><span>Da heute im Prinzip jeder mit geringen Mitteln Musikst&#252;cke produzieren und &#252;ber das Internet verteilen kann, haben wir es mit einer gewaltigen <strong>De-Professionalisierung</strong> – aber auch mit einer gewaltigen <strong>Befreiung</strong> zu tun: Die hervorragend ausgestatteten, mit Fachkr&#228;ften besetzten Musikstudios und die Plattenfirmen werden ersetzt (bzw. unterwandert) durch kleine Wohnzimmerklitschen, in denen Amateure ihre St&#252;cke selbst produzieren und per Netz-Communiy bekannt machen und vertreiben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Diese Befreiung von der Bevormundung durch Musikstudios und Plattenfirmen f&#252;hrt zu einem anarchischen und qualit&#228;tsfernen Angebot. Aber das wird nicht so bleiben. Sobald die Honorare, die Provisionen, die Gewinne und die Ums&#228;tze im Netz die heutigen Cent-Betr&#228;ge &#252;bersteigen, werden sich auch <strong>Qualit&#228;tsstrukturen im Netz</strong> herausbilden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Und damit sind wir beim Journalismus: Setzen wir Musiker und Journalisten gleich, Redaktionen und Studios, Printmedienverlage und Plattenfirmen, so sehen wir eine &#228;hnliche Ausgangslage: Auch im Journalismus revolutioniert das neue Tr&#228;germedium die Branche.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Mit welchem Ergebnis? Die gro&#223;en Verlage subventionieren ihre Internetauftritte mit dem Geld, das sie im Printbereich (noch?) verdienen. Der gro&#223;e Rest der freien journalistischen Netzproduzenten treibt sein anarchisches Unwesen als brotlose Liebhaberei, als Lust am Neuen, als gesellschaftliche Alternative, als Wette auf die Zukunft. Die freien Netzproduzenten setzen ihre Hoffnung (vergeblich?) auf reiche Onkel, zivilgesellschaftliche Stiftungen, Wagniskapitalgeber und philanthropische Erben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Diese Zwei-Klassen-Gesellschaft aus gro&#223;z&#252;gig alimentiertem Netzjournalismus und brotloser Kunst ger&#228;t nun unter Druck. <span style="underline;"><span style="none;"><a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/georg-altrogge.html">Die Verlage sparen</a></span></span> und die <span style="underline;"><a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">kleinen Netzproduzenten</a></span> schlittern – wenn sich ihre prek&#228;re Situation weiter versch&#228;rft &#8211; in eine Schaffenskrise. Ohne Moos nix los. Das Ergebnis w&#228;re ein technisches, journalistisches und demokratisches Entwicklungsdefizit, das sich eine auf Erneuerung abonnierte Gesellschaft eigentlich nicht leisten kann.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Immer <span style="underline;"><a href="http://onlinejournalismus.wordpress.com/2008/06/26/quo-vadis-vierte-gewalt-gesprach-mit-prof-christoph-klimmt/">dr&#228;ngender</a></span> wird deshalb die Frage: Wie sollen gute Einkommen und gute Qualit&#228;t im Netz erzielt werden, wenn a) die Anzeigenkunden nichts f&#252;r das Umfeld und b) die Leser &#8211; wie schon die Musikliebhaber &#8211; nichts f&#252;r die Nutzung der Inhalte bezahlen wollen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Da die herrschende Gratis-Mentalit&#228;t wohl kaum zu &#228;ndern ist (und aus Bildungsgr&#252;nden auch nicht ge&#228;ndert werden sollte), spricht alles f&#252;r eine demokratische L&#246;sung: <strong>Die Anbieter von Breitbandanschl&#252;ssen</strong></span><span> (die ja aus einem &#246;ffentlich-rechtlichen Grundversorgungsbetrieb – der Post &#8211; hervorgegangen sind) <strong>m&#252;ssten auf politischem Wege davon „&#252;berzeugt“ werden, einen Teil ihrer</strong></span><span> <strong>Flatrate-Einnahmen</strong></span><span> &#8211; sagen wir: 25 Prozent &#8211; <strong>f&#252;r k&#252;nftige Internet-Programme abzuzweigen</strong></span><span>. Die aus dem „Geb&#252;hrenanteil“ der Flatrate finanzierten (&#246;ffentlich-rechtlichen) Internetanstalten k&#246;nnten dann sowohl die Technik (die Studios) f&#252;r die Programmanbieter bereitstellen als auch die Honorierung der Musikgruppen, Netzeitungen, Blogger etc. &#252;bernehmen.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Bei fast 20 Millionen DSL-Anschl&#252;ssen mit einer durchschnittlichen monatlichen Flatrate von 25 Euro st&#252;nden j&#228;hrlich rund 1,5 Milliarden Euro f&#252;r Internet-Programme zur Verf&#252;gung. Zus&#228;tzlich k&#246;nnten die Netz-Angebote (nach US-Vorbild) durch eine Autoren-Abgabe der Suchmaschinenbetreiber finanziert werden. Beides zusammengenommen entspr&#228;che in etwa dem Jahresetat des ZDF.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Flie&#223;t erst richtiges Geld, kommt auch die Qualit&#228;t.</span></p>
<p><!--EndFragment-->
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