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	<title>CARTA &#187; NDR</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Das Netzwerk und der Dr&#252;ckerk&#246;nig</title>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 17:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter dem Motto „Sisyphos war ein gl&#252;cklicher Mensch“ feiert das Netzwerk Recherche Anfang Juli sein zehnj&#228;hriges Bestehen. Die Festrede h&#228;lt G&#252;nter Grass. "Stargast" Carsten Maschmeyer sagte sein Kommen wieder ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Thomas Leif und seine Mitstreiter haben in nur zehn Jahren ein Journalisten-Imperium aufgebaut, das einen wirklich staunen l&#228;sst. Aus dem kleinen Verein <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/">„Netzwerk Recherche“</a> ist eine einflussreiche NGO mit nahezu gouvernementalen Z&#252;gen geworden, eine F&#252;hrungsakademie f&#252;r Journalistik. Sp&#246;tter bezeichnen das Netzwerk auch als <em>„</em>Gro&#223;loge des ritterlichen Journalismus“.</p>
<p>Jedes Jahr vor der Sommerpause pr&#228;sentiert der Chefreporter des <em>SWR</em>, Thomas Leif, auf dem Gel&#228;nde des <em>NDR</em> im Hamburger Norden ein Programm, das den Veranstaltern der <em>Henri Nannen</em>-<a href="http://www.henri-nannen-preis.de/">Show</a> gut zu Gesicht stehen w&#252;rde und den Machern der legend&#228;ren <a href="http://www.reporter-forum.de/">Reporter-Workshops</a> im <em>Spiegel</em>-Hochhaus gro&#223;en Respekt abfordert.</p>
<p>An Debatten &#252;ber Qualit&#228;ts-Journalismus herrscht also kein Mangel in Deutschland. Doch beim <em>Netzwerk Recherche</em> treten die Qualit&#228;ten so <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/gevoegelt-von-nem-fremden/">geballt</a> und ehrfurchtgebietend auf, dass Lokalreporter wohl zu der Formel greifen w&#252;rden: „&#8230;alles, was Rang und Namen hat“. Hier wird auf hohem Niveau genetzwerkt und die Tagungen sind fast so perfekt organisiert wie der D&#252;sseldorfer <a href="http://www.duesseldorf.de/eurovision_song_contest/index.shtml">ESC</a>. Wer den Vorsitzenden Thomas Leif noch als &#8216;CEO&#8217; der „deutschen jugendpresse e.V.“ erlebt hat, wird auch nichts anderes erwarten.</p>
<p>Einige der Referenten sind mittlerweile sogar selbst Gegenstand der Berichterstattung: Sabine R&#252;ckert etwa mit ihrem &#252;berbordenden Engagement im Kachelmann-Prozess, <em>Zeit</em>-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo als ungewohnter Hardliner bei der Aberkennung des Egon Erwin Kisch-Preises, oder <em>WikiLeaks</em>-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg als ewiger Ank&#252;ndiger von <em>Openleaks</em>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Der Mythos von Sisyphos als Journalisten-Selbstbild</em></strong></p>
<p>Das <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/Projekte/Jahreskonferenzen/Jahrestagung-2011/">Jubil&#228;ums-Programm</a> 2011 steht unter dem pathetischen, leicht abgewandelten Motto des Philosophen Albert Camus: „Sisyphos war ein gl&#252;cklicher Mensch“. &#220;bertragen auf Journalisten soll das hei&#223;en: Man muss sich den Rechercheur als einen gl&#252;cklichen Menschen vorstellen (<em>ja,</em> <em>so viel Mythos vom Journalisten war selten!</em>).</p>
<p>Im <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-jt2011-programm.pdf">Programm-Flyer</a> zur Veranstaltung wirbt der Altsender <em>NDR</em> mit dem Satztryptichon „Journalismus braucht Recherche. Und Sendepl&#228;tze. Die haben wir.“ Altkanzler Helmut Schmidt l&#228;chelt weise aus einer Banken-Anzeige f&#252;r einen Journalistenpreis. Altskeptiker Martin Walser steuert das ganzheitliche Motto des Programms bei: „Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr.“ Und Altnobelpreistr&#228;ger G&#252;nter Grass wird „zur Lage des Journalismus“ ein paar mahnende (oder auch segnende) Worte sprechen. Am Abend wird dann gefeiert: 10 Jahre Netzwerk Recherche = “10 Jahre Sisyphos-Arbeit mit Kollateralnutzen“. Aber auch „50 Jahre <em>Panorama“ </em>werden gefeiert. Womit wir bei einem heiklen Thema w&#228;ren.</p>
<p>Es gab &#196;rger! Ausgerechnet im Vorfeld der Jubil&#228;ums-Tagung, und ausgerechnet beim gastgebenden <em>NDR</em>. Das Politmagazin <em>Panorama</em> war ver&#228;rgert dar&#252;ber, dass ihm das <em>Netzwerk Recherche</em> mitten in einer sisyphoshaften Arbeit in den R&#252;cken fiel. <a href="http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1512678/NDR-Chefreporter-Christoph-Luetgert-geht-in-Ruhestand.html">Christoph L&#252;tgert</a>, NDR-Chefreporter von 1993 bis 2010, Autor zahlreicher <em>Panorama</em>-Beitr&#228;ge und prominentes Mitglied des <em>Netzwerks</em>, musste sich von <em>Netzwerk Recherche</em>-Vorstand Markus Grill eine <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E73212E9A75CC4A618B1719AD77BF8A39~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Diva</a> <a href="http://www.turi2.de/2011/05/16/heute2-streit-maschmeyer-auftritt-beim-netzwerk-recherche-11161301/">schelten</a> lassen, weil er es gewagt hatte, Kritik an der Programmplanung des <em>Netzwerks</em> zu &#252;ben.</p>
<p>Bei der Jubil&#228;umsveranstaltung sollte n&#228;mlich Carsten Maschmeyer auftreten, ein einflussreicher Sponsor und Unternehmer. Der aus kleinen Verh&#228;ltnissen stammende, mit allen PR-Wassern gewaschene Selfmademan aus Hannover hatte als „Finanzoptimierer“ ein Verm&#246;gen mit den Ersparnissen kleiner Leute gemacht. Seine ehemalige Firma, der „Allgemeine Wirtschaftsdienst“ (AWD) hatte f&#252;r Banken und Versicherungen Fonds und Policen vertickt, die nicht immer das hielten, was die AWD-Berater versprochen hatten. Kunden, die infolgedessen ihre Ersparnisse verloren, fordern vom AWD Entsch&#228;digung.</p>
<p>Ins Gerede geriet Maschmeyer aber auch wegen seiner auff&#228;lligen Kontakte „in die hohe Politik“. So hatte er Gerhard Schr&#246;ders Kanzlerkandidatur 1998 mit gro&#223;en Zeitungsanzeigen unterst&#252;tzt (um, wie er verlauten lie&#223;, Oskar Lafontaine und einen „extremen Linksrutsch“ zu verhindern). Ob Schr&#246;der oder Wulff, Riester oder R&#252;rup &#8211; Maschmeyer bewirtete sie alle. Die „Autorit&#228;t“ und die „Seriosit&#228;t“ seiner G&#228;ste &#8211; insbesondere ihr Bekanntheitsgrad &#8211; waren gut f&#252;rs Gesch&#228;ft.</p>
<p>In diesen Modder aus Gesch&#228;ft &amp; Politik griff eines Tages der NDR. Im September 2010 sendete die <em>ARD</em> den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panorama_(Magazin)"><em>Panorama</em></a><em>-</em>Beitrag „Abzocker Maschmeyer: Liebling der Politik, Freund des Bundespr&#228;sidenten“. Von nun an lie&#223; <em>Panorama</em> nicht mehr locker. Im Stil des Dokumentarfilmers Michael Moore hefteten sich Christoph L&#252;tgert und sein Team an die Fersen Maschmeyers &#8211; um ihn zu einer spontanen Aussage vor der Kamera zu verleiten. Maschmeyer aber f&#252;hlte sich von den Journalisten verfolgt. Gegen eine f&#252;r den 12. Januar 2011 angek&#252;ndigte <em><a href="http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/awd189.html">NDR</a></em><a href="http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/awd189.html">-Dokumentation</a> („Der Dr&#252;ckerk&#246;nig und die Politik“) lie&#223; er schon im Vorfeld grobes Gesch&#252;tz auffahren. VIP-Anwalt Matthias Prinz verschickte Schrifts&#228;tze von 61 Seiten L&#228;nge an die Chefredakteure und Intendanten der <em>ARD</em>; danach konnte der Film nur mit erheblichen „Schw&#228;rzungen“ &#252;ber den Sender gehen. Einen <a href="http://panorama.blog.ndr.de/2011/01/12/die-papierflut-des-herrn-prinz/">Blogbeitrag</a>, den L&#252;tgert am Tag der Sendung ver&#246;ffentlichte, kommentierten fast 700 Leser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Ist journalistische Verbissenheit blo&#223; ein privater Tick?</em></strong></p>
<p>Am 28. April 2011 legte <em><a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/schroeder237.html">Panorama</a></em> nach. L&#252;tgert und Maschmeyer hatten sich nun fest ineinander verbissen. Aber verbissen (und subjektiv) sollen gute Reportagen ja sein. Da war es logisch, dass die Macher des <em>Netzwerks Recherche</em> das Thema auf ihrer Jubil&#228;umstagung behandelt wissen wollten. Sie schlugen Carsten Maschmeyer vor, ein &#246;ffentliches Streitgespr&#228;ch mit Christoph L&#252;tgert zu f&#252;hren. Maschmeyer lehnte jedoch ab. Mit dem (voreingenommenen) Herrn L&#252;tgert wolle er auf keinen Fall reden.</p>
<p>Um die Zugnummer Maschmeyer f&#252;r die Jubil&#228;ums-Tagung zu retten, boten die <em>Netzwerker</em> dem umstrittenen Unternehmer schlie&#223;lich einen anderen Gespr&#228;chspartner an: den <em>Spiegel</em>-Reporter Markus Grill. Auch der hatte schon &#252;ber Maschmeyer geschrieben. Und &#8211; oh Wunder &#8211; Maschmeyer akzeptierte. Alle Beteiligten waren gl&#252;cklich.</p>
<p>Nicht ganz. Der d&#252;pierte Reporter Christoph L&#252;tgert war &#252;ber seine pl&#246;tzliche Ausladung (durch den eigenen Verein!) derma&#223;en <a href="http://meedia.de/fernsehen/nr-zoff-um-maschmeyer-auftritt/2011/05/14.html">erbost</a>, dass er den Fall in die &#214;ffentlichkeit trug und mit seinem Vereinsaustritt drohte. Vorstandsmitglied Markus Grill wollte L&#252;tgerts helle Emp&#246;rung nicht verstehen und goss weiteres &#214;l ins Feuer: Er meinte, der erfahrene Chefreporter k&#246;nne ja, wenn er unbedingt wolle, aus dem Publikum heraus seine kritischen Fragen an Maschmeyer stellen. Im &#252;brigen k&#246;nne das <em>Netzwerk</em> seine kostbare Zeit nicht damit verschwenden, „st&#228;ndig Diven zu bes&#228;nftigen.&#8221;</p>
<p>Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen (und Carsten Maschmeyer hat dazu auch gen&#252;sslich Stellung genommen): Ein <em>Spiegel</em>-Reporter empfiehlt dem ehemaligen und langj&#228;hrigen Chefreporter des <em>NDR</em>, er m&#246;ge sich in den R&#228;umen seines Heimatsenders unters Publikum mischen und von dort aus seine Zwischenfragen stellen. So viel <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2011/05/15/notizblog-1-sexy-lokale-saure-rechercheure/">Arroganz</a> und Unkollegialit&#228;t brachte schlie&#223;lich die komplette <em>Panorama</em>-Redaktion auf die Palme:</p>
<blockquote><p><em>„Da der Konflikt um die Jahrestagung und die Panorama-Recherchen zu Carsten Maschmeyer &#8230; in der &#214;ffentlichkeit als eine Art Privatangelegenheit unseres Autoren Christoph L&#252;tgert hingestellt werden, bezieht die Redaktion Stellung. Die viele Monate andauernden Recherchen zu den Gesch&#228;ftspraktiken und politischen Beziehungen von Carsten Maschmeyer wurden von einem gro&#223;en Team von Rechercheuren und Redakteuren geleistet. Bis zuletzt hat Carsten Maschmeyer Panorama trotz wiederholter Anfragen jegliches Interview verweigert.</em></p>
<p><em>In der Folge der Panorama-Berichterstattung kam es einerseits zu umfangreicher Berichterstattung in anderen Medien &#8211; von denen einige auch Interviews mit Maschmeyer f&#252;hren konnten &#8211; und andererseits  zu einem heftigen Konflikt zwischen Carsten Maschmeyer und der Panorama-Redaktion. Dieser Konflikt gipfelte darin, dass Carsten Maschmeyer eine strafrechtliche Verfolgung unseres Reporters und Redaktionsmitgliedes Christoph L&#252;tgert pr&#252;fen lie&#223;.</em></p>
<p><em>Nun soll gerade dieser Konflikt wesentlicher Gegenstand eines Streitgespr&#228;chs mit Carsten Maschmeyer im Rahmen der Jahrestagung &#8220;netzwerk recherche&#8221; werden. Daher erscheint uns eine gleichberechtigte Teilnahme an der Diskussion auf der Tagung unabdingbar. Den Panorama-Kollegen haben die Veranstalter aber nur eine Rolle als Fragesteller aus dem Publikum zugedacht, nachdem Carsten Maschmeyer es abgelehnt hatte, mit Christoph L&#252;tgert auf der B&#252;hne zu diskutieren. Wir bitten um Verst&#228;ndnis, dass wir eine solche Anordnung nicht f&#252;r akzeptabel halten.“</em></p></blockquote>
<p>Blieb als einigerma&#223;en vertretbarer Kompromiss nur ein Dreier-Gespr&#228;ch mit Grill, L&#252;tgert und Maschmeyer auf offener B&#252;hne. Doch Maschmeyer war klug genug, die Veranstaltung von sich aus abzusagen. Er habe viel gelernt, lie&#223; er s&#252;ffisant wissen, &#252;ber &#8220;die Wirkmechanismen in Teilen des deutschen Journalismus“.</p>
<p>Das <em>Netzwerk Recherche</em> hat nun Gelegenheit, statt des Maschmeyer-Gespr&#228;chs <a href="http://www.stern.de/blogs/hans-martin_tillack/wie-man-die-sitten-verdirbt/">die Frage</a> zu er&#246;rtern, ob kollegiales Verhalten investigativen Journalismus eher f&#246;rdert oder hemmt.</p>
<p><span style="color: #ffffff;"><em><span style="color: #000000;">(Update 28.6.: Markus Grill legt Wert auf die Feststellung, dass nicht er es gewesen sei, der Christoph L&#252;tgert geraten habe, sich ins Publikum zu setzen und von dort aus an dem geplanten Streitgespr&#228;ch </span></em><em><span style="color: #000000;">teilzunehmen. Turi2 hatte dies am 16. Mai <a href="http://www.turi2.de/2011/05/16/heute2-streit-maschmeyer-auftritt-beim-netzwerk-recherche-11161301/">so gemeldet</a>).</span></em></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Crosspost von <a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=465">meinem Blog</a>
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<a href="http://carta.info/40426/das-netzwerk-und-der-druckerkonig/">Das Netzwerk und der Dr&#252;ckerk&#246;nig</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/40426/das-netzwerk-und-der-druckerkonig/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40426&amp;md5=ef09ccf730c716262dd52fa620ca36e6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Depub.org nicht mehr erreichbar</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 20:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Depub.org]]></category>
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		<category><![CDATA[Tagesschau.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Website Depub.org ist aufgrund einer Domainsperre nicht mehr erreichbar - unklar ist, warum das so ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/b379c9df4d9f4b76979ee98372ded471" alt="" width="1" height="1" /><em><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/depub-org-gesperrt-1104985.html">Heise Online</a></em> berichtet, dass die Website <a href="http://www.depub.org">Depub.org</a> unter ihrem Domainnamen nicht mehr erreichbar ist &#8211; sondern nur noch unter der IP-Adresse <a href="http://200.74.245.87/">200.74.245.87</a>. Laut <a href="http://twitter.com/#!/depub">@Depub</a>, dem Twitter-Account von Depub.org, handelt es sich m&#246;glicherweise um eine Domainsperre, ihr Provider arbeite daran, dass die Domain in der kommenden Woche wieder wie gewohnt erreichbar sein werde.</p>
<p>Depub.org ist eine Website von Aktivisten, die sich gegen die Regelung des Rundfunkstaatsvertrags wenden, wonach nur ein Teil der Tagesschau.de-Inhalte unbefristet geb&#252;hrenfinanziert im Netz stehen soll. Das Angebot von Depub.org ist nach Ansicht des <em>NDR</em> &#8211; und auch der Aktivisten &#8211; rechtswidrig, da es die Urheberrechte der Betroffenen verletzt.</p>
<p>Durch ein Hosting im Ausland entzieht sich jedoch Depub.org einem direkten Zugriff.</p>
<p>Der <em>NDR</em> k&#246;nnte &#252;brigens die depublizierten Inhalte mit Hilfe eines kommerziellen Tochterunternehmens werbefinanziert weiter im Internet hosten &#8211; hat davon aber bislang keinen Gebrauch gemacht.</p>
<p>Unklar ist weiter, was die Sperre von Depub.org ausgel&#246;st hat: Ist sie das Ergebnis rechtlicher Schritte seitens des Rechteinhabers <em>NDR</em> oder m&#246;glicherweise auch die Folge von unbezahlten Rechnungen oder Cybersquatting? All diese Varianten h&#228;lt <em>Heise Online</em> f&#252;r denkbar.</p>
<p>Der <em>NDR</em> hatte gegen&#252;ber <em>Carta</em> <a href="http://carta.info/33886/ndr-will-mit-allen-juristischen-mitteln-gegen-depub-org-vorgehen/">erkl&#228;rt</a>, &#8220;mit allen juristischen Mitteln &#8211; soweit m&#246;glich&#8221; gegen Depub.org vorgehen zu wollen. Wenige Tage sp&#228;ter <a href="http://www.presseportal.de/pm/6561/1683767/ndr_norddeutscher_rundfunk">nannte</a> dann die NDR-Rundfunkratsvorsitzende Gr&#228;fin Kerssenbrock Depub.org &#8220;ein Beispiel f&#252;r die kreative Anarchie im Internet&#8221; und einen Beleg &#8220;f&#252;r die Fragw&#252;rdigkeit des Drei-Stufen-Tests&#8221;.</p>
<p>Wir haben dem NDR die Frage zugemailt, ob die DNS-Sperre m&#246;glicherweise auf ihn zur&#252;ckgeht.
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<a href="http://carta.info/35003/depub-org-nicht-mehr-erreichbar/">Depub.org nicht mehr erreichbar</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/35003/depub-org-nicht-mehr-erreichbar/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=35003&amp;md5=3998649d20c59e6a8c70bf9457ff80dc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>NDR will mit &#8220;allen juristischen Mitteln&#8221; gegen Depub.org vorgehen</title>
		<link>http://carta.info/33886/ndr-will-mit-allen-juristischen-mitteln-gegen-depub-org-vorgehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 13:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlich-rechtlicher Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkstaatsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Der NDR ist not amused: Der Sender will gegen das von Depub.org ver&#246;ffentlichte Tagesschau.de-Archiv vorgehen. Unklar ist jedoch, ob ein erneutes Depublizieren &#252;berhaupt durchsetzbar ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/76cfe2ddcd384923ad1b732b5cadb78c" alt="" width="1" height="1" />Seit gestern bietet <a href="http://depub.org/">Depub.org</a> ein republiziertes Tagesschau.de-Archiv im Web an. <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/das-depublizierte-tagesschau-de-archiv/">Aktivisten</a> protestieren damit gegen die Depublizierma&#223;nahmen &#246;ffentlich-rechtlicher Online-Inhalte im Rahmen des 12. Rundfunkstaatsvertrags. Sie z&#228;hlen dabei auch auf Zustimmung in den &#246;ffentlich-rechtlichen Redaktionen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind zuversichtlich, dass auch in den anderen Redaktionen Leute sitzen, die nicht wollen, dass die Artikel aus dem Netz verschwinden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf ganz so gro&#223;e Sympathie st&#246;&#223;t die Aktion beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), dem Betreiber von Tagesschau.de, hingegen offiziell nicht. Der NDR teilte <em>Carta</em> auf Anfrage mit, dass er gegen Depub.org vorgehen werde. NDR-Sprecherin Iris Bents sagte:</p>
<blockquote><p>Der NDR wird mit allen juristischen Mitteln gegen Depub.org vorgehen, soweit dies m&#246;glich ist.</p></blockquote>
<p>Aus Sicht des NDR stelle Depub.org einen eindeutigen Versto&#223; gegen das Urheberrecht dar, so Bents.</p>
<p>Wer hinter Depub.org steht, ist hingegen unklar. Der Server steht im Ausland; der Domain-Inhaber ist nicht ohne Weiteres zu <a href="http://www.whois2.org/">identifizieren</a>. Die Aktivisten von Depub.org haben also vorgesorgt &#8211; und erschweren die erneuten L&#246;schversuche durch den NDR.</p>
<p>Offen ist daher, welche Mittel der NDR konkret zur Rechtsdurchsetzung einsetzen wird &#8211; was genau also die Einschr&#228;nkung &#8220;soweit dies m&#246;glich ist&#8221; bedeutet.</p>
<p>Durch die Ank&#252;ndigung des NDR d&#252;rfte die Diskussion um internationale L&#246;schabkommen eine neue Nuance erhalten.
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<a href="http://carta.info/33886/ndr-will-mit-allen-juristischen-mitteln-gegen-depub-org-vorgehen/">NDR will mit &#8220;allen juristischen Mitteln&#8221; gegen Depub.org vorgehen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/33886/ndr-will-mit-allen-juristischen-mitteln-gegen-depub-org-vorgehen/#comments">44 comments</a>
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		<title>Gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Transparenz à la Duisburg: Wie die Stadt Journalisten abblitzen l&#228;sst</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 09:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Investigativer Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Loveparade]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blog, das die Anh&#228;nge des Zwischenberichts zur Loveparade ver&#246;ffentlichte, wurde abgemahnt. Gleichzeitig spricht die Stadt von "gr&#246;&#223;tm&#246;glicher Transparenz" der Aufkl&#228;rung. Journalisten werden jedoch grundlegende Ausk&#252;nfte zu den Dokumenten um das Ungl&#252;ck verweigert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4c6196b2acdc42b98881b4a2ad7398a2" alt="" width="1" height="1" />Als am Mittwoch die Anh&#228;nge des Gutachtens zur Loveparade, das die Kanzlei “<a href="http://www.heuking.de/">Heuking K&#252;hn L&#252;er Wojtek</a>”  im Auftrag der Stadt Duisburg angefertigt hatte, im Internet verbreitet  wurden, bekam auch ich die Dokumente zugeschickt. Ich sichtete die  Dokumente und stie&#223; dabei auf ein als &#8220;Vertraulich&#8221; gekennzeichnetes  &#8220;Vorl&#228;ufiges Ablaufkonzept&#8221; zur Loveparade 2010. In dem Dokument hei&#223;t  es unter dem Punkt &#8220;Sicherheit/Entfluchtung&#8221;:</p>
<blockquote><p>Ein detailliertes Sicherheits- und Entfluchtungskonzept  wird in einem noch zu konstituierenden Arbeitskreis &#8216;Sicherheit&#8217; der  Stadt Duisburg unter Einbindung aller Interessentr&#228;ger und insbesondere  der zust&#228;ndigen BOS (Beh&#246;rden und Organisationen mit  Sicherheitsaufgaben, Anm. d. Red.) erarbeitet.</p></blockquote>
<p>Eine erste Gespr&#228;chs- und Abstimmungsrunde habe bereits &#8220;eine Reihe von &#8211; l&#246;sbaren &#8211; Herausforderungen&#8221; ergeben, jedoch <strong>ohne &#8220;unbeherrschbare Risiken</strong> aufzuzeigen&#8221;. Zu den M&#246;glichkeiten geh&#246;re auch</p>
<blockquote><p>die Sperrung des Zugangs zum Gel&#228;nde (bei unerwartet starkem Besucherandrang).</p></blockquote>
<p>Es sei bereits &#8220;Konsens&#8221;, dass</p>
<blockquote><p>&#8220;das Veranstaltungsgebiet durch eine praktisch  un&#252;berwindliche Sicherheitssperre (gegenw&#228;rtige Planung: Doppelzaun mit  Fahrgasse) von den Bahngleisen abgeschirmt&#8221; werde.</p></blockquote>
<p>In einem weiteren, nicht n&#228;her betitelten Dokument ist die Rede von  einer &#8220;Arbeitsgruppe 4  Sicherheit&#8221;. Dem Dokument zufolge oblag die  Leitung des Arbeitskreises, der unter anderem f&#252;r die Bereiche  &#8220;Betreuung von An-/Abreisenden&#8221;, &#8220;Rettungs- und Sanit&#228;tskonzept&#8221;,  &#8220;Ermittlung Besucherzahl&#8221; und &#8220;Sicherheit auf dem Gel&#228;nde&#8221; zust&#228;ndig  war, zwei in dem Dokument namentlich benannten Mitarbeitern des  Ordnungsamtes der Stadt Duisburg. Als &#8220;M&#246;gliche Teilnehmer&#8221; des  Arbeitskreises werden neben Polizei und Feuerwehr auch der  Loveparade-Veranstalter <a href="http://www.lopavent.com/" target="_blank">Lopavent GmbH</a> und <a href="http://www.im.nrw.de/inn/doks/egov/oev6_05_2_brandstaedter.pdf" target="_blank">Call Duisburg</a>, das bundesweit erste telefonische Informations- und Servicecenter einer Stadt, aufgef&#252;hrt.</p>
<p>Da ich Genaueres wissen wollte, schickte ich der Pressestelle der  Stadt Duisburg am Mittwochabend eine Presseanfrage, in der ich unter  anderem Auskunft dar&#252;ber erbat, <strong>welche Personen dem Arbeitskreis &#8220;Sicherheit&#8221; in welcher Funktion angeh&#246;rten</strong>, wie oft und wann das Gremium tagte und, ob die Mitglieder des Arbeitskreises eine besondere Aufwandsentsch&#228;digung erhielten.</p>
<p>Am Donnerstagabend dann sah ich die aktuelle Ausgabe des NDR-Magazins ZAPP. Darin hie&#223; es in einem <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/sauerland112.html" target="_blank">Beitrag &#252;ber das neue Medienimage des Duisburger OBs Sauerland</a>:</p>
<blockquote><p>Doch die Duisburger Stadtverwaltung schweigt beharrlich.  Versteckt sich hinter den laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.  Auch die Pressestelle &#8211; abgetaucht.</p></blockquote>
<p>ZAPP zitierte zudem den <em>Tagesspiegel</em>-Korrespondenten J&#252;rgen Zurheide mit den folgenden Worten:</p>
<blockquote><p>Wir haben Fragen gestellt unendlich. Wir haben angerufen,  man wurde nicht zur&#252;ckgerufen. Die Fragen, die wir gestellt haben,  wurden wenn ganz knapp beantwortet mit zwei Zeilen, aber nie haben wir  die Auskunft bekommen, die wir haben wollten.</p></blockquote>
<p>ZAPP berichtete auch, dass die Stadt der Anwaltskanzlei &#8220;Heuking K&#252;hn L&#252;er Wojtek&#8221;, die <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Loveparadegutachter-beraten-Duisburg-bei-Projekten-id3415162.html" target="_blank">in der Vergangenheit mehrfach f&#252;r die Stadt Duisburg t&#228;tig</a> war und einen Sauerland entlastenden Bericht anfertigte, die  Pressearbeit &#252;berlie&#223; und Presseanfragen an diese weitergeleitet worden  seien. Die Stadt habe zudem einen fr&#252;heren Journalisten als PR-Berater  engagiert.</p>
<p>Am Freitag dann bekam ich eine Antwort der Pressestelle der Stadt  Duisburg, die sich 1: 1 in die bereits bekannte Praxis der Duisburger  Stadtverwaltung f&#252;gt:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Oppong,</p>
<p>Ich bitte um Verst&#228;ndnis, dass ich Ihre Fragen heute nicht beantworten kann.</p>
<p>Die Stadt Duisburg erstellt zurzeit den Abschlussbericht &#252;ber ihre  Zust&#228;ndigkeiten und die Aufgabenerf&#252;llung im Zusammenhang mit der  Loveparade. Dieser wird sp&#228;testens zur Sitzung des <a href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/Ausschuesse_15/A09/aktuelles.jsp" target="_blank">Innenausschusses des Landtages NRW</a> am 2. September 2010 vorliegen.</p>
<p>Die Stadt verfolgt das Ziel, einen wesentlichen Beitrag zur  Gesamtaufkl&#228;rung des tragischen Ungl&#252;cks zu leisten. Die gr&#246;&#223;tm&#246;gliche  Transparenz soll mit einer zusammenfassenden Darstellung hergestellt  werden.</p>
<p>Daher sieht die Stadt Duisburg vor Erstellung des Abschlussberichts  davon ab, Einzelanfragen zu beantworten, zumal diese im Lichte der  Abschlussberichts gesehen werden m&#252;ssen, der zun&#228;chst dem Souver&#228;n des  Landes und den Ermittlungsbeh&#246;rden vorzulegen ist.</p>
<p>Der Abschlussbericht wird wie bereits der am 3. August 2010 vorgelegte <a href="http://www.duisburg.de/news/zwischenbericht_loveparade.php" target="_blank">Zwischenbericht</a> danach zeitnah &#246;ffentlich zug&#228;nglich gemacht und auch Ihnen zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p>Antworten auf die von Ihnen aufgeworfenen Fragen werden in den  Abschlussbericht Eingang finden. Auf Basis des Abschlussberichts wird  die Stadt Duisburg auch m&#246;gliche erg&#228;nzende Fragen beantworten.</p></blockquote>
<p>Konkret bedeutet das: Bis zum 2. September will man offenbar  Journalisten zumindest &#252;ber die Zusammensetzung der &#8220;Arbeitsgruppe  &#8216;Sicherheit&#8217;&#8221; gar keine Auskunft geben. Es ist recht merkw&#252;rdig, dass  man als Journalist nicht einmal erfahren darf, welche Institutionen &#8211;  und es geht hier nicht um Namen konkreter Personen &#8211; in dem Gremium vertreten waren. Zumal in dem genannten Dokument bereits &#8220;M&#246;gliche  Teilnehmer&#8221; genannt werden. Gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Transparenz sieht anders aus.</p>
<p>Wie neutral der  Abschlussberichts sein wird, steht in den  Sternen. Daneben ist schwer zu beantworten, wie gro&#223; das Interesse des  Akteurs Stadt Duisburg an einer <strong>&#8220;Gesamtaufkl&#228;rung&#8221; und an &#8220;gr&#246;&#223;tm&#246;glicher Transparenz&#8221;</strong> ist. Die Stadt machte zudem keine genaueren Angaben, in welcher  Weise sie den Abschlussbericht &#8220;&#246;ffentlich&#8221; machen will. Einen kleinen Vorgeschmack, wie Transparenz bei der Stadt Duisburg  aussieht, hat die &#214;ffentlichkeit bereits erhalten:</p>
<p>Der  Zwischenbericht wurde zwar ver&#246;ffentlicht, nicht jedoch sein  335-seitiger Anhang. Gegen das Blog, das diesen ver&#246;ffentlichte, <a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/loveparade_2010/aktuell/100818.jhtml?rubrikenstyle=panorama" target="_blank">erwirkte die Stadt Duisburg eine einstweilige Verf&#252;gung</a>.  Die Stadt Duisburg spricht jetzt davon, dass die Transparenz mit einer  &#8220;zusammenfassenden Darstellung&#8221; hergestellt werden soll. Gleichzeitig  gibt die Stadt Duisburg zu Einzelfragen, die die Anh&#228;nge des ersten  Berichts betreffen, keine Auskunft.</p>
<p>Wie brisant die Details um die Arbeitsgruppe Sicherheit sind, l&#228;sst ein Bericht bei <em><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,713048,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a></em> erahnen, der am Samtag erschien.
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		<title>NDR-Rundfunkratsvorsitzende sagt Carta-Diskussionveranstaltung zum Drei-Stufen-Test ab</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[3-Stufen-Test]]></category>
		<category><![CDATA[Dagmar Gräfin Kerssenbrock]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkrat]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Absage von Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock wird eine echte &#246;ffentliche Debatte zu Tagesschau.de weiter aufgeschoben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f1a625cc2e4347e2a4e294a8725a21fb" alt="" width="1" height="1" /> F&#252;r den 2. M&#228;rz war eine Carta-Diskussionsveranstaltung mit Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock (NDR-Rundfunkrat), Wolgang Blau (Zeit Online), Christoph Keese (Axel Springer Verlag) und mir als Moderator geplant. Es sollte um den merkw&#252;rdigen App-Streit und die bisherigen Erfahrungen im Drei-Stufen-Test f&#252;r Tagesschau.de gehen. Wir h&#228;tten die Veranstaltung gestreamt. Es w&#228;re eine der wenigen Debatten mit beiden Seiten zu diesem Thema gewesen und ich war fest entschlossen, diese m&#246;glichst sachlich und fair zu veranstalten.</p>
<p>Gestern nun hat Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock leider abgesagt. Sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Mit Ihrer Ver&#246;ffentlichung im &#8220;Spiegel&#8221; haben Sie diesem Treffen die Gespr&#228;chsgrundlage entzogen. Ich bin sehr entt&#228;uscht dar&#252;ber, dass Sie angesichts der bevorstehenden Veranstaltung diese Kampagne initiiert haben.</p></blockquote>
<p>Ich bedauere diese Absage sehr. Die Mitberatungsvorlage des NDR-Rundfunkrates im Tagesschau.de-Drei-Stufen-Test entzieht aus meiner Sicht der Diskussion nicht die Gespr&#228;chsgrundlage, sondern sie schafft vor allem eine. Eine &#246;ffentliche Debatte &#252;ber den Stand des Drei-Stufen-Tests h&#228;tte ich sehr wichtig gefunden. Im Zuge der Verfahrensvorbereitung hie&#223; es aus der <a href="http://www.ard.de/intern/dreistufentest/-/id=1090726/property=download/nid=1086834/1ngz4d3/index.pdf">ARD</a>: &#8220;Der <strong>&#246;ffentliche Dialog &#252;ber unsere Angebote</strong>, der die Pr&#252;fung durch die Gremien begleitet, ist dabei zugleich auch eine Chance f&#252;r uns selbst.&#8221; In einer Pressemitteilung fordert die <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&amp;n_firmanr_=108645&amp;sektor=pm&amp;detail=1&amp;r=400680&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0">SPD</a>: &#8220;Die Dialog-Kultur zwischen Verlagen, kommerziellen Rundfunkveranstaltern und dem &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk muss dringend gest&#228;rkt werden.&#8221; Bei &#228;hnlichen Verfahren im Zusammenhang mit der BBC werden Gutachten und Beschlussvorlagen &#252;brigens Monate vor der Entscheidung zur &#246;ffentlichen Diskussion gestellt.</p>
<p>Die NDR-Rundfunkratsvorsitzende hat dem &#246;ffentlich Dialog im Rahmen dieser Veranstaltung leider eine Absage erteilt. Ich hoffe, dass es andere Gelegenheiten geben wird.</p>
<p><span style="font-family: sans-serif; font-size: x-small;"><br />
</span>
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23087&amp;md5=902aad5600388f928c15fe390b37938d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ole von Beusts &#196;u&#223;erungen zu Tagesschau.de sind Medienjournalismus-Ente</title>
		<link>http://carta.info/23136/ole-von-beusts-aeusserungen-zu-tagesschau-de-sind-medienjournalismus-ente/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Drei-Stufen-Test]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[Ole von Beust]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau App]]></category>

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		<description><![CDATA[Klarstellung aus der Senatskanzlei: Ole von Beust hat sich nicht zum Drei-Stufen-Test von tagesschau.de ge&#228;u&#223;ert. Es sei nur die App gemeint gewesen. Unterdessen hat "Werben und Verkaufen" die betreffende Meldung ohne Richtigstellung gel&#246;scht.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/e0f48874f651429297ed6d2b442b2e1d" alt="" width="1" height="1" /> Bei den j&#252;ngsten medienpolitischen &#196;u&#223;erungen von Hamburgs B&#252;rgermeister Ole von Beust (CDU) handelt es sich um eine Medienjournalismus-Ente. Das Magazin &#8220;Werben &amp; Verkaufen&#8221; (WUV) hatte <a href="http://www.zak.de/ueberregional/4769/Muenchen-Hamburg-Ole-von-Beust-sieht-bei-tagesschaude-Ausbau-keinen-Verstoss">vermeldet</a>,  die Vorlage des NDR-Rundfunkrates zu Tagesschau.de versto&#223;e aus Sicht des B&#252;rgermeisters &#8220;nicht    gegen den Rundfunkstaatsvertrag&#8221;. Diese Darstellung ist unzutreffend und basiert auf einer Kommunikationspanne zwischen Senatssprecherin Kristin Breuer und dem Autor des WUV-Textes.</p>
<p>Kristin Breuer (<a href="http://twitter.com/kbwhatsnew">@kbwhatsnew</a>) erkl&#228;rte gegen&#252;ber <em>Carta</em>: Es sei nicht ihre Absicht gewesen, sich zum Drei-Stufen-Test von Tagesschau.de zu &#228;u&#223;ern. Sie habe nach ihrem Verst&#228;ndnis mit WUV ausschlie&#223;lich &#252;ber die Tagesschau-App und die diesbez&#252;gliche Kritik des Verbands der Zeitschriftenverleger (VDZ) gesprochen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bei dem Schreiben an den VDZ ging es ausschlie&#223;lich um die Debatte um die geplante Tagesschau-App und nicht um das laufende Drei-Stufen-Test-Verfahren zu Tagesschau.de. <strong>Keinesfalls habe ich mich auf die Beschlussvorlage bezogen, die uns n&#228;mlich gar nicht vorliegt</strong>. Grunds&#228;tzlich gilt: Alle neuen Angebote der ARD m&#252;ssen sich im Rahmen des Rundfunkstaatsvertrages bewegen. Neue Angebote m&#252;ssen dann bewertet werden, wenn sie vorliegen. So lange bestehende Angebote &#252;ber neue technische Vertriebskan&#228;le verbreitet werden, gibt es nach unserer Ansicht keinen Versto&#223; gegen den Rundfunkstaatsvertrag.&#8221;</p></blockquote>
<p>WUV hat den fraglichen Bericht inzwischen kommentarlos von der <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/medien/tagesschau_de_kein_veto_von_ole_von_beust">Seite</a> gel&#246;scht und auch keine Richtigstellung ver&#246;ffentlicht. Die Nachrichtenagentur ddp <a href="http://de.news.yahoo.com/17/20100217/ten-ole-von-beust-sieht-bei-tagesschau-d-e3d3a04.html">&#252;bernahm</a> die angeblichen von Beust-&#196;u&#223;erungen ohne weitere Pr&#252;fungen. Das Hamburger Abendblatt schrieb gleich einen <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1387720/Einmischung-aus-dem-Rathaus.html">Kommentar</a> (&#8220;Von Beust mischt sich mit seiner Wortmeldung in ein laufendes Verfahren ein.&#8221;). Die FDP ver&#246;ffentlichte eine <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&amp;n_firmanr_=111473&amp;sektor=pm&amp;detail=1&amp;r=400698&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0&amp;profisuche=1">Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Sie alle taten dies offenbar, ohne sich im B&#252;ro des B&#252;rgermeisters r&#252;ckzuversichern, ob seine &#196;u&#223;erungen in dieser komplexen Materie &#252;berhaupt richtig wiedergegeben wurden. Gerade einmal zwei kleine Fachmedien haben bislang nach Auskunft der Senatskanzlei nachgefragt, ob denn das alles so stimmen k&#246;nne.
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		<item>
		<title>Netzpolitischer Sprecher der CDU kritisiert NDR-Rundfunkrat</title>
		<link>http://carta.info/22855/netzpolitischer-sprecher-der-cdu-kritisiert-ndr-rundfunkrat/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Drei-Stufen-Test]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlich-rechtlicher Rundfunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Kretschmer h&#228;tte sich eine kritischere Pr&#252;fung des Rundfunkrats im Drei-Stufen-Test von tagesschau.de gew&#252;nscht - wie er Carta mal eben mitgeteilt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige (Boulevard-)Redaktionen lieben es, eigene Geschichten weiterzudrehen, indem sie Politiker anrufen und ihnen Zitate abringen. Das w&#252;rde <em>Carta</em> nie machen. Aber wenn hier Bundestagsabgeordnete ungefragt anrufen &#8211; und mal kurz ihre Meinung skizzieren m&#246;chten, soll ihnen das nicht verwehrt werden.</p>
<div id="attachment_22856" class="wp-caption alignleft" style="width: 231px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/02/kretschmer.jpg"><img class="size-full wp-image-22856" title="kretschmer" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/02/kretschmer.jpg" alt="kretschmer" width="221" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Kretschmer: Sogar mit Hightech-Firmen aus Kalifornien ...</p></div>
<p>Eben hat <a href="http://www.michaelkretschmer.de/person.jsp?p_lang=de&amp;p_contrib=490&amp;details=true">Michael Kretschmer</a> angerufen, der als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag auch f&#252;r Netzpolitik zust&#228;ndig ist. Kretschmer, 34 Jahre alt, geh&#246;rt zu den Mitinitiatioren der Internet-<a href="http://carta.info/21485/enquete-kommission-des-bundestags-zu-internet-und-digitaler-gesellschaft-geplant/">Enquete</a>-Kommission und zu den Young Guns in seiner Fraktion, die die Netz- und Medienpolitik der Union entr&#252;mpeln wollen.</p>
<p>Kretschmer sagte zur bekannt gewordenen <a href="http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/">Entscheidungsvorlage</a> des NDR-Rundfunkrates im Tagesschau.de-Drei-Stufen-Test:</p>
<blockquote><p>Ich finde gut, dass die &#214;ffentlich-Rechtlichen sich im Netz so gut entwickeln und nun sogar mit Hightech-Firmen aus Kalifornien zusammenarbeiten wollen. Es muss aber gew&#228;hrleistet sein, dass private Anbieter nicht durch geb&#252;hrenfinanzierte Kostenlos-Angebote aus dem Markt gedr&#228;ngt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob der NDR dies in allen Punkten kritisch genug gepr&#252;ft hat.</p></blockquote>
<p>In diesem Zusammenhang vielleicht interessant: Die NDR-Rundfunkratsvorsitzende Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock (<a href="http://twitter.com/dgkorff">twitter</a>) ist <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/landtagswahl_schleswig_holstein_2009/kandidaten/kandidaten152.html?kid=338">Parteikollegin</a> von Kretschmer.</p>
<p>Dies ist &#8211; versprochen &#8211; der letzte <em>Carta-</em>Artikel zum Drei-Stufen-Test <em></em>vor der Diskussion am 2. M&#228;rz.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22855&amp;md5=8ea8e92cf1e94e4618b59e077bcbb8fa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>NDR-Rundfunkrat will Tagesschau.de im Drei-Stufen-Test durchwinken</title>
		<link>http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Der NDR Rundfunkrat schlie&#223;t sich nach Carta-Informationen im Drei-Stufen-Test f&#252;r Tagesschau.de der Rechtsauffassung der ARD-Intendanten in allen Punkten an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2d62c3f9b9d74591ac7826818a0d9f87" alt="" width="1" height="1" />Nach Informationen von <em>Carta</em> will der NDR-Rundfunkrat Tagesschau.de im derzeit laufenden Drei-Stufen-Test genau so genehmigen, wie von den Intendanten der ARD gew&#252;nscht. Dies geht aus einem Papier des NDR-Rundfunkrates hervor, das <em>Carta</em> vorliegt. Demnach soll Tagesschau.de den Test ohne Einschr&#228;nkungen bestehen. Tagesschau.de soll als &#8220;nichtsendungsbezogenes Telemedium&#8221; genehmigt werden, womit zahlreiche Einschr&#228;nkungen des Rundfunkstaatsvertags nicht gelten sollen.</p>
<p>Zuk&#252;nftig soll nach Vorstellung des NDR-Rundfunkrates unter anderem gelten:</p>
<ul>
<li>Tagesschau.de ist ein eigenst&#228;ndiges Angebot, das ohne Verweis auf konkrete Sendungsbegleitung im Internet alles anbieten darf.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tageschau.de ist ein in seiner Gesamtheit &#8220;multimediales Angebot&#8221;. Es muss daher nicht darauf geachtet werden, ob einzelne Angebotsteile ihren Schwerpunkt in Texten setzen und damit als &#8220;presse&#228;hnliche Angebote&#8221; laut Staatsvertrag eigentlich nicht zul&#228;ssig sind.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die staatsvertragliche Sieben-Tage-Verweildauer f&#252;r Sendungsinhalte wird weitgehend aufgehoben: Tagesschau-Beitr&#228;ge k&#246;nnen f&#252;r ein Jahr im Netz stehen und aus aktuellem Anlass jederzeit wieder eingestellt werden. Das Archiv der 20-Uhr-Tagesschau steht unbegrenzt im Netz.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der Jahresetat von Tagesschau.de steigt innerhalb von vier Jahren um 50 Prozent von 4,1 auf 6,1 Millionen Euro.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tagesschau.de kann ohne weitere Pr&#252;fung neue Elemente zu seinem Angebot hinzuf&#252;gen. Eine Grenze f&#252;r einen weiteren Ausbau der Website wird nicht benannt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Angebote von Tagesschau.de k&#246;nnen ohne weitere Pr&#252;fung auf allen technischen Verbreitungswegen zug&#228;nglich gemacht werden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Tagesschau.de bietet dem Gutachten zufolge einen qualitativen publizistischen Beitrag, der sich von allen andern Online-Angeboten unterscheidet. Ein gesonderter Nachweis dieser Feststellung durch den Rundfunkrat ist nicht erforderlich.</li>
</ul>
<p>Bei dem Papier des NDR-Rundfunkrates handelt es sich um eine &#8220;Mitentscheidungsvorlage&#8221; f&#252;r die anderen ARD-Rundfunkr&#228;te, die bei Gemeinschaftsangeboten mitentscheiden m&#252;ssen. Die Drei-Stufen-Tests m&#252;ssen bis Ende August abgeschlossen werden.</p>
<p>Ein Gutachten der Wirtschaftspr&#252;fungsgesellschaft Deloitte &amp; Touche im Auftrag des Rundfunkrates kommt zu dem Ergebnis, dass bei einer hypothetischen Einstellung von Tagesschau.de die Werbeeinnahmen der kommerziellen Online-Nachrichtenanbieter lediglich um 3,9 Prozent steigen w&#252;rden. Der Rundfunkrat betont, er habe &#8220;keinen einzigen konkreten Hinweis auf tats&#228;chliche Beeintr&#228;chtigung&#8221; von Wettbewerbern finden k&#246;nnen.</p>
<p>Der 12. Rundfunkstaatsvertrag erweist sich nun in den Verfahren offenbar als sehr interpretationsf&#228;hige Grundlage. Die Rundfunkr&#228;te folgen dabei mit wenigen Ausnahmen den Rechtsaufassungen der Intendanten. Damit wird der im Gesetz fixierte Kompromiss in der Umsetzung durch die hausinterne Aufsicht nun deutlich zugunsten der Anstalten verschoben.</p>
<p>Der NRW-Medienminister Andreas Krautscheid hat den Drei-Stufen-Test (den er jetzt selbst f&#252;r das ZDF durchf&#252;hrt) einmal als Lackmustest f&#252;r &#246;ffentlich-rechtliche Glaubw&#252;rdigkeit bezeichnet. Im Kern geht es bei diesem Verfahren auch darum, ob es den Rundfunkgremien gelingt, eine strenge Subventionsaufsicht &#252;ber die eigenen Online-Angebote auszu&#252;ben. Mit der Vorlage des NDR-Rundfunkrats sind die Zweifel, ob einer internen Aufsicht dieser Kraftakt gelingen kann, gr&#246;&#223;er geworden.</p>
<p><em>Voraussichtlich am 2. M&#228;rz um 17 Uhr veranstaltet Carta in Berlin eine Diskussion zum Tagesschau.de Drei-Stufen-Test mit Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock (NDR Rundfunkrat), Wolfgang Blau (Zeit Online) und Christoph Keese (Axel Springer Verlag). Mehr dazu in K&#252;rze.<br />
</em>
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<a href="http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/">NDR-Rundfunkrat will Tagesschau.de im Drei-Stufen-Test durchwinken</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/22845/ndr-rundfunkrat-will-tagesschau-de-im-drei-stufen-test-durchwinken/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22845&amp;md5=f1dcc4f347f75fb9cf050811f9b8edd7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Drei-Stufen-Test: NDR Rundfunkrat im Aufsichtsabseits</title>
		<link>http://carta.info/7567/ndr-drei-stufen-test-rundfunkrat-aufsicht/</link>
		<comments>http://carta.info/7567/ndr-drei-stufen-test-rundfunkrat-aufsicht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 21:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Ergebnis des ersten Drei-Stufen-Tests ist mehr als ern&#252;chternd: Pauschalisierende Lob-Formeln statt konkrete Analysen, Appelhof-Tonfall statt Pr&#252;fung. Lediglich die Verfahrensregeln wurden eingehalten. Der ernsthafte Versuch von Aufsicht wurde nicht unternommen; er wurde mit gro&#223;er Geste ignoriert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/d592e6837e94e58924c2434e03a1f3" alt="" width="1" height="1" /><br />
Als sich vor gut einem Monat Rundfunkr&#228;te in K&#246;ln zum Gespr&#228;ch &#252;ber den <strong>Drei-Stufen-Test</strong> &#8220;als Chance&#8221; trafen, verflog die erhoffte Aufbruchstimmung rasch: Die Gremien h&#228;tten in der Vergangenheit h&#228;ufig <strong>versagt</strong>, erkl&#228;rte der Medienjournalist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Lilienthal">Volker Lilienthal</a> (<a href="http://origin.wdr.de/themen/kultur/rundfunk02/staatsvertrag_zwoelfter/_img/tv_diskussion/lilienthal1_400q.jpg">Foto</a>). Rundfunkr&#228;te seien nicht ohne Grund als &#8220;<strong>Abnickvereine</strong>&#8221; bekannt. Ihre Aufsicht sei intransparent, viele von ihnen h&#228;tten mangelnde Programm- und Technikkenntnisse. Sie seien ihrer Anstalt mehr verpflichtet als der Allgemeinheit (mehr <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1233584148296.shtml">hier</a>).</p>
<p>Die anwesenden Gremienmitglieder reagierten auf Lilienthals Rede mit einer Mischung aus Missmut, Verlegenheit und Ablehnung. Sie vermochten Lilienthals Beispielen nicht so recht auszuweichen und wollten doch das eigene <strong>Selbstbild</strong> nicht angekratzt sehen.</p>
<p>Geholfen haben Lilienthals Mahnungen jedoch dem Augenschein nach wenig. Seit dieser Woche liegt die <a href="http://www1.ndr.de/unternehmen/organisation/rundfunkrat/dreistufentest/index.html">schriftliche Entscheidung</a> zum ersten Drei-Stufen-Verfahren vor &#8211; und das Ergebnis l&#228;sst Lilienthals Urteil zu Unabh&#228;ngigkeit und <strong>Aufsichtsversagen</strong> der Rundfunkr&#228;te als noch deutlich zu milde erscheinen.</p>
<p>Der NDR Rundfunkrat hatte dar&#252;ber zu entscheiden, ob die Inhalte der NDR Mediathek bis zu einem Jahr lang abrufbar sein sollen &#8211; und nicht weitgehend nur f&#252;r sieben Tage, wie dies im neuen Rundfunkstaatsvertrag vorgesehen ist. Nach Wunsch des Intendanten sollen nicht nur Regionalsendungen des NDR, sondern etwa auch allgemeine Kino-Tipps, H&#246;rspiele oder Radio-Bl&#246;deleien entsprechend l&#228;nger im Netz vorgehalten werden.</p>
<div id="attachment_7625" class="wp-caption alignleft" style="width: 305px"><a href="http://www.flickr.com/photos/29326344@N07/2782780610/"><img class="size-full wp-image-7625" title="ndr" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/ndr.jpg" alt="ndr" width="295" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">NDR Rundfunkrat: &quot;Vollkostenberechnung hat zu unterbleiben&quot;</p></div>
<p>Der nordrhein-westf&#228;lische Medienminister Andreas Krautscheid hat den Drei-Stufen-Test als &#8220;<strong>Lakmustest</strong> f&#252;r &#246;ffentlich-rechtliche Glaubw&#252;rdigkeit&#8221; bezeichnet. Und so war dieses erste Drei-Stufen-Verfahren auch ein Test der Aufsichtsarbeit des NDR Rundfunkrates und seiner F&#228;higkeit, auf die neuen gesellschaftlichen, medientechnischen und &#246;konomischen Rahmenbedingungen das Internets einzugehen.</p>
<p>Die Aufgabe des NDR Rundfunkrates w&#228;re es gewesen, vom Intendanten eine detaillierte Auflistung der Sendungen einzufordern, welche l&#228;nger im Netz stehen sollen, und f&#252;r die einzelnen Angebotssegmente den &#246;ffentlich-rechtlichen Mehrwert und die Marktauswirkungen zu pr&#252;fen.</p>
<p><strong>Nichts davon hat der Rundfunkrat getan</strong>: Er hat eine pauschale Angebotsbeschreibung akzeptiert, die lediglich ein paar &#8220;Richtbeispiele&#8221; vorgibt, und er hat die betroffenen Angebote und M&#228;rkte nicht konkret betrachtet.</p>
<p>Stattdessen hat der Rundfunkrat den <a href="http://www1.ndr.de/unternehmen/organisation/rundfunkrat/vorlagerundfunkratnovember100.pdf">Anftrag des Intendanten</a> ohne jegliche &#196;nderung <a href="http://www1.ndr.de/unternehmen/organisation/rundfunkrat/beschlussrundfunkratangebotmediathek100.pdf">durchgewunken</a>. Dabei hatte ein &#246;konomisches <strong>Pflichtgutachten</strong> durchaus eine <strong>Zur&#252;ckhaltung</strong> des NDR in jungen, werberelevanten Zielgruppen oder bei Formaten mit Zahlungsbereitschaft vorgeschlagen. Der Rundfunkrat wies dies zur&#252;ck. &#8220;Der NDR w&#252;rde seinen Auftrag verfehlen, wenn er die Interessen j&#252;ngerer NutzerInnen in seinen Programmen und Telemedienangeboten nicht angemessen ber&#252;cksichtigt.&#8221;</p>
<p>Auftrag verfehlen? Nach dem neuen Rundfunkstaatsvertrag ist das Angebot eigenst&#228;ndiger &#246;ffentlich-rechtlicher Online-Angebote auf jene Formate begrenzt, die sich von anderen Online-Angeboten klar abheben. Es gibt f&#252;r das Internet keinen allgemeinen, sondern nur einen speziellen &#246;ffentlich-rechtlichen Auftrag, einen Mehrwertauftrag.</p>
<p>Das aber interessiert den Rundfunkrat gar nicht, der gen&#252;sslich Verfassungsgerichtsurteile von vor 22 Jahren zitiert. Er tut so, als lebten wir weiter in der dualen Rundfundordnung der minderen R&#252;cksichtnahme. Motto: Alles, was der NDR macht, ist gut f&#252;r Vielfalt und Demokratie.</p>
<p>Der Beschluss des NDR Rundfunkrates ist voll von pauschalisierenden Lob-Formeln: Der NDR f&#246;rdere &#8220;durch Zuwachs von Standards und Qualit&#228;t die Konsumentenwohlfahrt&#8221;. Die NDR Mediathek biete &#8220;einen erheblichen publizistischen Mehrwert&#8221;. Konkret nachgewiesen wird dies in dem schmalen siebenseitigen Beschluss des Rundfunkrates nirgends. Der Rundfunkrat hat sich nicht die M&#252;he gemacht, einzelne Angebote zu betrachten. Dabei w&#228;re <a href="http://www.n-joy.de/media/lichter104.html">hier</a>, <a href="http://www.n-joy.de/media/audio520.html">hier</a> oder <a href="http://www1.ndr.de/unternehmen/info-services/ndr_korrespondenten-blog/startseite102.html">hier</a> und an vielen Stellen ein genauer Blick nicht nur angemessen gewesen, sondern die Pflicht des Gremiums.</p>
<p>Wenn es um die Kosten geht, verf&#228;llt der Rundfunkrat in Appellhof-Tonfall:</p>
<blockquote><p>&#8220;Auch eine geforderte Vollkostenberechnung ist entbehrlich und hat zu unterbleiben, da sie zu falschen Schl&#252;ssen f&#252;hren w&#252;rde.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8220;Hat zu unterbleiben&#8221;? &#8220;Falsche Schl&#252;sse&#8221;? Ist das der Tonfall, mit dem man mit B&#252;rgern kommuniziert? W&#228;re die Sache nicht so wichtig, dieser R&#252;ckgriff auf<strong> autorit&#228;re Posen</strong> w&#228;re fast komisch. Der Rundfunkrat unterbietet hier in vollem Wissen die Mindeststandards von Transparenz und Rechenschaft.</p>
<p>Bei der NDR Mediathek m&#246;gen die Auswirkungen solchen Aufsichtsversagens &#252;berschaubar bleiben. Ein paar H&#246;rbuchverlage, die weniger Umsatz machen, ein paar Regionalsender mit weniger Podcast-Abrufen &#8211; was macht das schon? Entscheidend ist aber die grunds&#228;tzliche Bedeutung dieser Entscheidung: Wenn demn&#228;chst Rundfunkr&#228;te im gro&#223;en Stil &#252;ber &#246;ffentlich-rechtliche Online-Angebote, Communities oder, yip, <strong>Blogs</strong> zu entscheiden haben, dann werden die Auswirkungen ungleich st&#228;rker ausfallen.</p>
<p>Dieses NDR-Verfahren gen&#252;gt lediglich den formaljuristischen Anforderungen eines Drei-Stufen-Tests. Einzig die Verfahrensregeln wurden eingehalten. Der <strong>ernsthafte Versuch</strong> von Aufsicht wurde nicht unternommen; er wurde mit gro&#223;er Geste ignoriert.</p>
<p>Der NDR Rundfunkrat hat mit seiner Entscheidung letzte Glaubw&#252;rdigkeit und jeden Anspruch, als unabh&#228;ngig wahrgenommen zu werden, verspielt.</p>
<p>Der Drei-Stufen-Test sollte zur <strong>Befriedung</strong> des Konflikts um &#246;ffentlich-rechtliche Aufgaben im Internet beitragen. Die Medienpolitik wollte den Gremien mit ihrer Funktion eine &#8220;letzte Chance&#8221; einr&#228;umen. Diese Gremien sind auf dem besten Wege, diese zu verspielen.</p>
<div class="box">Mehr auf Carta:</p>
<ul>
<li>Kai Burkhardt: Dreistufiger Unsinn: <a href="http://carta.info/6097/dreistufiger-unsinn-drei-stufen-test/">Die Drei-Stufen-Tests gef&#228;hrden die Glaubw&#252;rdigkeit der Medienaufsicht</a></li>
<li>Robin Meyer-Lucht: <a href="http://carta.info/4084/mdr-drei-stufen-testchen/">MDR: Versuch`s mal mit Drei-Stufen-Testchen</a></li>
<li>Robin Meyer-Lucht: <a href="http://carta.info/1907/bbc-unterliegt-im-public-value-test/">BBC unterliegt im Public-Value-Test</a></li>
</ul>
</div>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=7567&amp;md5=180e1bd891ba0c83ef6e504b4c311f30" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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