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	<title>CARTA &#187; Mediennutzung</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Die Jugend surft an den klassischen Kathedralen der Meinungsbildung vorbei</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 19:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Fengler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur noch noch 14 Prozent der 14- bis 29-J&#228;hrigen halten Fernsehen f&#252;r „informativ“. Eine kurze Zwischenbilanz des Wandels der Meinungsbildungsprozesse in der Mediendemokratie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Susanne Fengler hat am vergangenen Donnerstag einen Vortrag auf der Jahreskonferenz der Landesmedienanstalten gehalten &#8211; mit dem Titel &#8220;<a href="http://www.dlm-symposium.de/index.php?pid=1&amp;subpid=0&amp;lang=0&amp;year=2011">Meinungsbildung  in der Mediendemokratie: Die Relevanz des Fernsehens im Vergleich zu Print- und Onlinemedien</a>&#8220;. Carta pr&#228;sentiert ihre Folien mit einem kurzen Erl&#228;uterungstext:</em></p>
<div id="__ss_7325537" style="width: 425px;"><object id="__sse7325537" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=almfengler-1-110320134030-phpapp01&amp;stripped_title=susanne-fengler-meinungsbildung-in-der-mediendemokratie&amp;userName=simio12" /><param name="name" value="__sse7325537" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse7325537" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=almfengler-1-110320134030-phpapp01&amp;stripped_title=susanne-fengler-meinungsbildung-in-der-mediendemokratie&amp;userName=simio12" name="__sse7325537" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>&#8220;Fernsehen galt &#252;ber Jahrzehnte als Leitmedium der politischen Kommunikation – die gro&#223;e Mehrheit der Mediennutzer informiert sich bis heute im Fernsehen &#252;ber das aktuelle Tagesgeschehen. Aus diesem Grund wird dem Fernsehen eine zentrale Stellung f&#252;r Prozesse der Meinungsbildung in modernen Gesellschaften zugeschrieben.</p>
<p>Blickt man genauer auf die Ergebnisse der Mediennutzungsforschung, zeichnet sich ab, dass die Ausdifferenzierung des Medienangebots – immer mehr, oft „unterhaltende“ Medienangebote konkurrieren um die knappe Aufmerksamkeit der Mediennutzer – und die Individualisierung der Mediennutzung zu deutlichen Strukturver&#228;nderungen von Meinungsbildungsprozes-sen f&#252;hrt.</p>
<p>ARD und ZDF mit ihrem noch immer vergleichsweise umfassenden Informationsangebot erreichen heute nur noch 23 Prozent der 30- bis 49-J&#228;hrigen – und nur noch 12 Prozent der 14- bis 29j&#228;hrigen (verglichen mit 56 Prozent bei den &#220;ber-50-J&#228;hrigen) . Die privaten TV-Sender erbringen jedoch nur eine sehr geringe Informationsleistung – was das „Fernsehbild“ der jungen Mediennutzer entsprechend pr&#228;gt: <strong>Nur 14 Prozent der 14- bis 29-J&#228;hrigen halten Fernsehen f&#252;r „informativ“</strong>.</p>
<p>Statt dessen hat sich das Internet zum „wichtigsten Informationsmedium“ der jungen Nutzer entwickelt. Viele Digital Natives surfen jedoch an den bisherigen Kathedralen der Meinungsbildung vorbei: Ihr mit Abstand popul&#228;rstes „Informationsmedium“  ist Wikipedia, Portale und soziale Netzwerke dominieren ihre Internetnutzung.</p>
<p>Zugleich steht die klassische Zeitung auch bei jungen Mediennutzern weiter in dem Ruf einer besonders hohen journalistischen Qualit&#228;t &#8211; vielleicht in Abgrenzung zu den Meinungsbildungsprozessen in sozialen Netzwerken.</p>
<p>F&#252;r die Medienpolitik, die sich am Leitbild des &#8211; f&#252;r das Funktionieren demokratischer Gesellschaften unverzichtbaren &#8211; informierten B&#252;rgers orientiert, bedeutet der gegenw&#228;rtige Wandel von Mediennutzungsmustern und damit von Meinungsbildungsprozessen eine gro&#223;e Herausforderung:</p>
<p>Wie l&#228;sst sich sicherstellen, dass nicht neue Wissenskl&#252;fte entstehen – mit m&#246;glicherweise verheerenden Folgen f&#252;r die Bereitschaft zu politischem Engagement und gesellschaftlicher Teilhabe der jungen Generation? Gerade dem Fernsehen als noch immer reichweitenst&#228;rkstem Medium kommt hier eine besondere Verantwortung zu.&#8221;</p>
<p><strong> </strong>
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		</item>
		<item>
		<title>Facebook und YouTube sind die beiden gr&#246;&#223;ten Zeitfresser im Internet</title>
		<link>http://carta.info/38024/facebook-und-youtube-sind-die-beiden-groessten-zeitfresser-im-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 16:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der schwedische Monitoring-Dienst Pingdom hat jetzt aktuelle Zahlen zur Web-Nutzungsdauer  ver&#246;ffentlicht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Facebook verbringen 600 Millionen User monatlich im Durchschnitt jeweils 15,5 Stunden. Auf YouTube werden von jedem der 490 Millionen Benutzer monatlich fast sechs Stunden Video-Clips <a href="http://royal.pingdom.com/2011/02/04/facebook-youtube-our-collective-time-sinks-stats/">konsumiert</a>. Rechnet man die Werte auf alle Nutzer hoch, dann verbringt die Menschheit derzeit jeden Monat 9,3 Milliarden Stunden allein bei Facebook. Das sind umgerechnet 1.065.449 Jahre. (Quelle: Newsletter der Deutschen Welle).
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38024&amp;md5=b29c9a989ebff8d129ef9135c9242fb2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>ACTA-Studie: Internet gewinnt leicht, TV stabil und weiter vorne, Print verliert</title>
		<link>http://carta.info/35054/acta-internet-gewinnt-leicht-tv-stabil-und-weiter-vorne-print-verliert/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 10:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Institut für Demoskopie Allensbach]]></category>
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		<description><![CDATA[Neue Zahlen aus Allensbach: Die junge, formal h&#246;her gebildete Zielgruppe verfolgt das aktuelle Geschehen zunehmend elektronisch - &#252;ber Internet und TV. Print verliert deutlich. Das Fernsehen zeigt sich robust.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/29219f736f7940b1aae872be485c6a49" alt="" width="1" height="1" />Welches Image haben eigentlich die Mediengattungen TV, Zeitung und Internet, wenn es um die Vermittlung des aktuellen Geschehens geht? Man kann sich dieser Frage n&#228;hern, indem man die Nutzer fragt, welche Medien sie pers&#246;nlich zur ihren &#8220;wichtigsten Informationsquellen&#8221; in diesem Bereich z&#228;hlen.</p>
<p>Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (<a href="http://www.acta-online.de/">ACTA</a>) stellt diese Frage seit 2004 j&#228;hrlich. Seit einigen Jahren verfolge ich die Zeitreihe, welche Medien in diesem Zusammenhang von der Gruppe der 20- bis 39-J&#228;hrigen mit (Fach-)Abitur genannt werden.</p>
<p>Man erh&#228;lt so einen guten &#220;berblick, wie sich das Image der einzelnen Medien in dieser eher jungen, formal gut gebildeten Gruppe entwickelt. Die Eingrenzung auf ein solches Segment macht Trends deutlicher sichtbar.</p>
<p>Mit dem j&#252;ngsten ACTA-Jahrgang 2010, der heute in M&#252;nchen vorgestellt wurde, zeigt sich nun folgendes Bild:</p>
<div id="attachment_35056" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/acta2010_600.jpg"><img class="size-full wp-image-35056" title="acta2010_600" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/10/acta2010_600.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">TV bleibt vorn, knapp vor dem Internet: Die bevorzugten Medien beim formal gebildeten Nachwuchs.</p></div>
<p style="text-align: left;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;">Die Abbildung zeigt den Prozentsatz der Nutzer, die das jeweilige Medium zu ihren wichtigen Informationsquellen &#252;ber das das aktuelle Geschehen z&#228;hlen. F&#252;r die drei Mediengattung zeigen sich dabei folgende Trends:</p>
<ul>
<li>Das Internet gewinnt leicht hinzu; aber die Zuw&#228;chse haben sich etwas abgeschw&#228;cht.</li>
<li>Die Werte f&#252;r das Fernsehen sind stabil und sogar wieder leicht angestiegen.</li>
<li>Die Zeitungen verlieren mit einem R&#252;ckgang von 45 auf 40 Prozent deutlich.</li>
<li>TV liegt weiterhin knapp vor dem Internet.</li>
</ul>
<p>Wie lassen sich diese Werte interpretieren?</p>
<ol>
<li>Die betrachtete Zielgruppe verfolgt das aktuelle Geschehen zunehmend &#252;ber elektronische Medien &#8211; TV oder Internet. Das Printmedium hat es hier zunehmend schwer, TV bleibt ein starker Faktor.</li>
<li>Das Wachstum des Internets scheint sich etwas verlangsamt zu haben. Der DSL-Breitbandboom ist vorbei und Tablets/das mobile Internet scheinen ihre Wirkung noch nicht in der Breite zu entfalten.</li>
</ol>
<p>Der Medienwandel schreitet also voran &#8211; nicht ganz so radikal, wie mancher vermutet h&#228;tte. Das Internet gewinnt nur noch leicht, TV liegt noch immer knapp vorne. Bitter sind die deutlichen Einbu&#223;en f&#252;r die Zeitungen.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=35054&amp;md5=07953509099a07e4a6e185c12114e228" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ARD/ZDF-Onlinestudie: Interesse an “Mitmach-Netz” sinkt [Update]</title>
		<link>http://carta.info/32166/ardzdf-onlinestudie-interesse-an-mitmach-netz-sinkt/</link>
		<comments>http://carta.info/32166/ardzdf-onlinestudie-interesse-an-mitmach-netz-sinkt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 10:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut der j&#252;ngsten ARD/ZDF-Onlinestudie sinkt das Interesse an aktiver Teilhabe im Netz. Das liegt unter anderem daran, dass die Pressmitteilung "Facebook" nicht zum "Mitmach-Netz" z&#228;hlt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c912ad05317b40fbb4d98281ad2eb798" alt="" width="1" height="1" />ARD und ZDF stellen in ihrer j&#252;ngsten Online-Erhebung fest, dass sich das Internet endg&#252;ltig zum Massenmedium entwickelt habe (<a href="http://carta.info/32162/pressemitteilung-ergebnisse-der-ardzdf-onlinestudie-2010-fast-50-millionen-deutsche-sind-online/">Pressemitteilung</a>). Von &#252;ber der H&#228;lfte der Bundesb&#252;rger w&#252;rde das Internet inzwischen &#8220;gewohnheitsm&#228;&#223;ig (fast) t&#228;glich eingeschaltet&#8221;.</p>
<p>Dass &#8220;eingeschaltet&#8221; nach Fernseher klingt, ist kein Zufall. Das Netz entwickelte sich n&#228;mlich laut Studie immer mehr zum Bewegtbildmedium. 60 Prozent der Nutzer w&#252;rden im Internet Videos schauen, wodurch der klassische TV-Konsum aber nicht sinke. Das Netz werde also quasi zur zweiten Glotze, wie ARD und ZDF erfreut konstatieren: Das &#8220;Anschauen von Onlinevideos [ist] f&#252;r die meisten Nutzer weitaus wichtiger als viele Web-2.0-Aktivit&#228;ten.&#8221;</p>
<p>Zu Web-2.0-Aktivit&#228;ten z&#228;hlt die <span style="text-decoration: line-through;">Studie</span> Pressemitteilung allerdings vor allem Blogs und Twitter. Soziale Netzwerke, wie Facebook oder StudiVZ, gelten nicht als Plattform der &#8220;aktiven Teilhabe&#8221;, sondern eher als Communities (vgl. auch Frage von Markus Beckedahl <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/ardzdf-onlinestudie-2010-fast-50-millionen-deutsche-sind-online/">hier</a>).</p>
<p>Betrachtet man die Ergebnisse im Detail, so sind laut Studie im vergangenen Jahr zumindest vier Segmente des Mitmach-Netzes sp&#252;rbar gewachsen: Wikipedia, YouTube&amp;Co., Facebook&amp;Co. &#8211; auch Twitter steigt mit drei Prozent in die Charts ein. Blogs und berufliche Netzwerke stagnieren hingegen. Zeichen f&#252;r einen Strukturwandel und Verschiebungen innerhalb des Mitmach-Netzes sind also durchaus erkennbar.  Die <span style="text-decoration: line-through;">Studie</span> Pressemitteilung leitet hieraus ein &#8220;sinkendes Interesse an aktiver Teilnahme&#8221; ab.</p>
<div id="attachment_32169" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/ard_zdf_studie2010.jpg"><img class="size-full wp-image-32169" style="border: 1px solid black;" title="ard_zdf_studie2010" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/ard_zdf_studie2010.jpg" alt="" width="600" height="383" /></a><p class="wp-caption-text">Auszug aus der ARD/ZDF-Online-Studie (Busemann/Gscheidle, Seite 367 Mediaperspektiven 2010)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Gemessen wurde hier wohlgemerkt der Nutzerkreis, nicht die Nutzungsintensit&#228;t oder Nutzungsdauer. Die Vorjahreswerte sind zudem &#8221;nur sehr bedingt interpretierbar&#8221; (Studientext), da die Grundgesamtheit durch die Erweiterung auf &#8220;die deutschsprachige Bev&#246;lkerung ab 14 Jahren&#8221; von 64,8 auf 70,6 Millionen stieg.</p>
<p>Mehr zur Studie:</p>
<ul>
<li>Busemann/Gscheidle: Web 2.0 (MediaPerspektiven): <a href="http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/07-08-2010_Busemann.pdf">Nutzung steigt &#8211; Interesse an aktiver Teilhabe sinkt</a></li>
<li><a href="http://carta.info/32162/pressemitteilung-ergebnisse-der-ardzdf-onlinestudie-2010-fast-50-millionen-deutsche-sind-online/">Pressemitteilung ARD &amp; ZDF</a></li>
</ul>
<p><strong>Update 1:</strong> Ich hatte in dem Text zun&#228;chst geschrieben, die Studie w&#252;rde Facebook nicht als Teil des &#8220;Mitmach-Netzes&#8221; z&#228;hlen &#8211; richtig ist hingegen, dass dies in der Pressemitteilung so nahe gelegt wird.</p>
<p><strong>Update 2</strong>: Ich habe jetzt noch einmal zwei Zitate aus der Studie selbst herausgesucht, die ein deutlich differenziertes Bild bieten, als es die Pressemitteilung mit dem &#8220;sinkenden Interesse an aktiver Teilnahme&#8221; tut. Dementsprechend zeichne sich eine &#8220;Zwei-Klassen-Gesellschaftder Mitmachanwendungen&#8221; ab: mit Facebook&amp;Co. als &#8220;massenattraktive Web 2.0-Formen&#8221;  auf der einen und einer relativ elit&#228;ren Blog-, Xing- und Twitter-Anwenderschaft auf der anderen Seite.</p>
<blockquote><p>Seit der letzten Erhebung ist die Nutzung einiger Web-2.0-Angebote deutlich gestiegen. Allerdings sind erstmals auch r&#252;ckl&#228;ufige Nutzungszahlen erkennbar. <strong>Es festigt sich das Bild einer Zwei-Klassen-Gesellschaft der Mitmachanwendungen</strong>. So zieht die Nachfrage nach Videoportalen, Wikipedia und privatenNetzwerken nochmals deutlich an und vergr&#246;&#223;ert damit die Kluft zwischen massenattraktiven Web-2.0-Formen und solchen, die relativ kleine Zielgruppen bedienen. Zu Letzteren z&#228;hlen Fotocommunitys,Lesezeichensammlungen, berufliche Netzwerke, Weblogs und Twitter (vgl. Tabelle 3).</p></blockquote>
<blockquote><p>Eine Ausnahme im Konzert der Web-2.0-Angebote bilden die privaten Communitys. Innerhalb dieser Netzwerke funktioniert der Mitmachgedanke. Profile werden angelegt, man partizipiert aktiv – chattet, verschickt Nachrichten, teilt mit, was man gerade tut oder postet Links. Kurz: Communitys sind f&#252;r ihre Mitglieder eine zentrale Online-Anlaufstelle, quasi <strong>eine netzbasierte Kommunikationszentrale, die um verschiedenste Dienste erweiterbar ist und die zudem andere Web-2.0-Anwendungen, wie beispielsweise Blogs oder Videoportale, in sich vereint</strong>. Die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Web-2.0-Angeboten werden damit flie&#223;end, immer mehr Dienste werden an verschiedenen Stellen angeboten. Ein Bild beispielsweise muss nicht mehr ausschlie&#223;lich per Flickr ins Netz gelangen, es kann ebenso gut in die Galerie der eigenen privaten Community hochgeladen werden. Gerade bei der Internetnutzung der j&#252;ngeren Onliner haben die Netzwerke einen wichtigen Stellenwert. Au&#223;erhalb von Communitys bleibt die Idee des Mitmachnetzes jedoch f&#252;r den Durchschnittsonliner  2010 ohne gro&#223;e Bedeutung.</p></blockquote>
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		<title>iPadologie II: Abschied von der analogen Hardware</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 10:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gundolf S. Freyermuth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das iPad beschleunigt den &#220;bergang von einer analogen und Papier-zentrierten zu einer digitalen und Software-zentrierten Kommunikations- und Wissenskultur. Die Kontrollfunktionen verschieben sich. Das Dispositiv des iPad ist daher sowohl restaurativ wie revolution&#228;r.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/65558df0bffb4408be82ab13d0053e5c" alt="" width="1" height="1" />Vor unseren Augen vollzieht sich ein doppelter Medienumbruch. Der eine, von dem in der<a href="../../27639/ipadologie-i-medienrevolution/"> ersten Folge der iPadologie</a> bereits kurz die Rede war, geschieht innerhalb digitaler Technologie: die Ausbildung eines neuen PC-Paradigmas. Neben Desktops und Laptops treten Tafel-PCs.</p>
<p>Sie entfalten ihre Wirkung jedoch zugleich im Kontext eines gr&#246;&#223;eren, zivilisatorisch noch wichtigeren Umbruchs. Er betrifft seit Ende des 20. Jahrhunderts die Vielzahl analoger Medien, die unser zivilisatorisches Wissen bergen. Sukzessive l&#246;sen sich deren Gehalte von ihren &#252;berkommenen analogen Speichern und wandern ins digitale Software-Medium. Im Bereich der T&#246;ne und Bilder ist diese Migration bereits nahezu abgeschlossen: Auditive, visuelle und audiovisuelle Werke, einst auf Hardware wie Schallplatte, Tonband, CD, Zelluloid, Videoband oder DVD abgespeichert, kursieren heute als &#8220;Software-Dateien&#8221;, die sich mit beliebiger Hardware nutzen lassen, mit Smartphones, Laptops, Desktops oder digitaler Unterhaltungselektronik wie Hifi-Anlagen, Fernseher oder Projektoren.</p>
<p>Die Durchsetzung von Tafel-PCs scheint nun den – f&#252;r unsere Kultur weiterhin zentralen – Bereich des Schriftlichen in den Sog der Digitalisierung zu ziehen. Ohnehin werden Texte seit einem Vierteljahrhundert &#252;berwiegend an Computern produziert. Endlich aber beginnen sie, sich auch in Distribution und Rezeption von ihrem &#252;berkommenen Hardwaremedium Papier zu befreien. Als Software gelangen sie in immer gr&#246;&#223;erer Zahl auf die Displays tafelf&#246;rmiger PCs, auf Smartphones wie Apples iPhone oder Googles Android, E-Book-Reader wie dem Sony Reader oder Amazons Kindle und vernetzte Touch-Tafel-PCs wie dem iPad.</p>
<p>„Diese neuen Tafel-PCs“, <a href="http://articles.latimes.com/2010/jan/24/opinion/la-oe-akst24-2010jan24">prognostizierte</a> etwa Daniel Akst in der <em>Los Angeles Times</em>, „werden Tinte auf Papier einen kr&#228;ftigen Schubs in Richtung Papierkorb der Geschichte geben und zur Neuerfindung nicht nur von B&#252;chern beitragen, sondern auch von Zeitungen, Magazinen und anderem Lesestoff, den wir traditionell als Druckware konsumiert haben.“</p>
<p><strong>Papier: Von der Liebe zur Allergie</strong></p>
<p>Bevor ich die Indizien vorstelle, die f&#252;r einen solchen Wandel sprechen – f&#252;r die kulturelle Marginalisierung der alten Holzmedien Buch, Zeitung, Zeitschrift –, aber ein pers&#246;nliches Gest&#228;ndnis: Auch ich habe Papier einst so geliebt &#8230;</p>
<p>Als ich vor einem Vierteljahrhundert die ersten Zeilen auf einem Computer schrieb, sammelte ich sch&#246;ne B&#252;cher, besa&#223; ein ledernes Filofax, das ich mit ausgefallenen Papiereinlagen f&#252;llte, und trauerte, w&#228;hrend ich dem funkelnagelneuen Nadeldrucker zusah, wie er unter grausamen S&#228;geger&#228;uschen entsetzlich anzusehende Endlospapier-Seiten ausstie&#223;, dem klassischen Schriftbild meiner Kugelkopfschreibmaschine nach.</p>
<p>Doch mit jedem Jahr, das seitdem verging, wurde mir Papier zu einer gr&#246;&#223;eren Last. Was man liest und mag, muss man umst&#228;ndlich abtippen oder einscannen. B&#252;cher in gr&#246;&#223;eren Mengen verrammeln die Wohnung, machen jeden Umzug zur Qual und verstauben nach der Erstlekt&#252;re ziemlich nutzlos vor sich hin, da man so gut wie jedes Textzitat schneller online findet als in der eigenen Tote-B&#228;ume-Bibliothek. Ebenso &#252;berfl&#252;ssig ist alle Post geworden, die nicht Waren, sondern lediglich Informationen bef&#246;rdert. Erst tr&#228;gt man Briefe und Drucksachen in die Wohnung, dann digitalisiert man die in ihnen geborgenen Daten auf die eine oder andere m&#252;hsame Weise, um anschlie&#223;end das Papier zum M&#252;ll zu schleppen. Und nach nur ein paar Tagen Abwesenheit quillt der Briefkasten &#252;ber, aller Welt signalisierend, dass da eine Wohnung einbruchsreif ist.</p>
<p>Kurzum: Inzwischen hege ich eine tiefe Abneigung gegen Papier. Vor Jahren schon habe ich s&#228;mtliche Zeitschriften-Abonnements gek&#252;ndigt. Meine in einem halben Jahrhundert angeh&#228;uften 16.000 B&#252;cher – inklusive der dreizehn, die ich selbst ver&#246;ffentlicht habe – lagern seit ein paar Monaten in einem 40-Fu&#223;-Container. Die klare Weite buchfreier W&#228;nde ist ein Genuss. Und nach zwei Monaten Erfahrung mit dem iPad habe ich beschlossen, kein Buch, keine Zeitung, keine Zeitschrift freiwillig mehr auf Papier zu lesen. – Wobei mich mein Beruf leider weiterhin zu unfreiwilligen Papier-Lekt&#252;ren zwingt &#8230;</p>
<p><strong>Papier &lt;–&gt; Bits: Die analoge Hardware-Krise </strong></p>
<p>Die St&#228;rke meiner Papier-Allergie mag – noch? – extrem scheinen. Grunds&#228;tzlich f&#252;gt sich die Abkehr vom Papiermedium jedoch in einen kulturellen Langzeittrend, den zuerst <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Harold_Innis">Harold Innis</a> in seiner epochalen Studie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Empire_and_Communications"><em>Empire and Communications</em></a> (1950) aufzeigte. Denn im historischen Staffellauf der Speichermedien f&#252;r unser kulturelles Wissen – von Ton und Papyrus zu Pergament und schlie&#223;lich Papier in seiner Leinen- und Holz-Variante – l&#228;sst sich ein Langzeittrend erkennen: zu Materialien, die zum einen gr&#246;&#223;ere Textmengen dauerhaft speichern, zum zweiten leichter verf&#252;gbar und zum dritten leichter zu transportieren sind.</p>
<div id="attachment_27934" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/willowm/4487928457/"><img class="size-medium wp-image-27934" title="ipadmagazinetransparent" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/05/ipadmagazinetransparent-300x195.jpg" alt="&quot;R&#252;ckkehr zur medialen Urform der Tafel auf h&#246;herer technologischer Ebene.&quot; Foto: Willow (Chengyin)" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;R&#252;ckkehr zur medialen Urform der Tafel auf h&#246;herer technologischer Ebene.&quot; Foto: Willow (Chengyin)</p></div>
<p>Papyrus war erheblich leichter als Ton, wuchs jedoch lediglich im Nildelta und speicherte wenig dauerhaft. Pergament wog ein wenig schwerer als Papyrus, war jedoch &#252;berall herstellbar, wo es K&#228;lber, Schafe oder Ziegen gab, und zudem haltbarer und insofern trotz h&#246;heren Gewichts besser zu transportieren. Leinenpapier wiederum war leichter als Pergament, nahezu ebenso dauerhaft, freilich nur begrenzt in St&#228;dten herstellbar, nach Ma&#223;gabe vorhandener Leinenabf&#228;lle. Holzpapier schlie&#223;lich besa&#223; das gleiche Gewicht, speicherte kaum weniger dauerhaft, lie&#223; sich jedoch industriell in weit gr&#246;&#223;eren Mengen herstellen. Die n&#228;chste Stufe der medialen Entwicklung, das konnte Harold Innis Mitte des vorigen Jahrhunderts haarscharf schon erkennen, begann mit der analogen Elektronisierung.</p>
<p>Wenn also die entscheidenden Kriterien f&#252;r die kulturelle Akzeptanz von Speichermedien – neben ihrer Basisf&#228;higkeit leidlich zuverl&#228;ssiger Speicherung – erschwingliche Verf&#252;gbarkeit und Transportf&#228;higkeit sind, dann kulminiert der Jahrtausende w&#228;hrende mediale Rationalisierungsprozess gegenw&#228;rtig im &#220;bergang zum digitalen Transmedium. <strong>Denn Software &#252;bertrifft die Leichtigkeit und massenhafte Herstellbarkeit von Papieratomen durch die arbitr&#228;re Verf&#252;gbarkeit und g&#228;nzliche Gewichtslosigkeit von Bits und steigert damit – auf Basis der globalen Datennetze – die Erschwinglichkeit und Geschwindigkeit des Transports zur nahezu kostenfreien Echtzeitdistribution.</strong></p>
<p>Wer an der eskalierenden Migration des textuellen Wissenstransfers von analog zu digital weiterhin zweifelt – wie gerade wieder bei einem einschl&#228;gigen Kongress zur Zukunft des Buchs der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner, jedenfalls wenn man der <a href="http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc%7EED291A0584E6B488290CD88AC8F54A46D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"><em>FAZ</em>-Berichterstattung</a> trauen kann –; wer also an eine fortdauernde Dominanz von Papierbuch, Papierzeitschrift und Papierzeitung glaubt, dem sei empfohlen, mit offenen Augen auf unseren Alltag zu schauen. In U-Bahnen, Abfertigungshallen von Flugh&#228;fen oder Wartes&#228;len von Beh&#246;rden sieht man Papier h&#228;ufiger in den H&#228;nden &#228;lterer Leser, w&#228;hrend j&#252;ngere zunehmend auf die Screens von Smartphones und Laptops schauen. Da sitzen sie gewisserma&#223;en und lesen, die zwanzig Prozent der K&#228;ufer, die deutsche Tageszeitungen im vergangenen Jahrzehnt verloren haben. Im amerikanischen Alltag f&#228;llt zudem die Vielzahl von Menschen ins Auge, die bereits statt Magazinen und B&#252;chern E-Book-Reader mit sich tragen. Die Zukunft, an die viele immer noch nicht glauben wollen, hat l&#228;ngst begonnen.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jason_Epstein">Jason Epstein</a>, der Grandseigneur des amerikanischen Verlagswesens, <a href="http://www.nybooks.com/articles/archives/2010/mar/11/publishing-the-revolutionary-future/?pagination=false">schrieb</a> Anfang M&#228;rz mit Blick auf das Amazon Kindle, den Sony Reader und vor allem das iPad in der <em>New York Review auf Books</em>: „Der &#220;bergang der Buchindustrie weg von physischen Warenbest&#228;nden, die in Lagerh&#228;usern vorgehalten und mit Lastern zum Einzelhandel transportiert werden, und hin zu digitalen Dateien, die im Datenraum lagern und an nahezu jeden Ort dieser Erde so schnell und so billig ausgeliefert werden wie E-Mail, kommt gerade in Gang und ist nicht mehr r&#252;ckg&#228;ngig zu machen.“ Das iPad, <a href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/04/26/100426fa_fact_auletta">vertraute</a> Epstein dann im April <em>New Yorker</em>-Reporter Ken Auletta an, biete den Verlegern eine hervorragende Gelegenheit, ihre Kosten dramatisch zu senken und zugleich wieder die verlegerischen Freiheiten zu erlangen, die sie im Prozess industrieller Verlagskonzentrationen St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck verloren haben: „Als ich begann, f&#252;r Random House zu arbeiten (um 1950, GSF), schmissen zehn Lektoren den Laden. Wir hatten einen Verkaufsleiter und Buchvertreter. Wir hatten einen Buchhalter, einen, der die Pressearbeit machte, und einen Pr&#228;sidenten. Wir waren unglaublich erfolgreich. Wir brauchten nicht achtzehn Verwaltungsebenen mit Abteilungsleitern und Managern. Die Digitalisierung macht das wieder m&#246;glich und auch unvermeidlich.“</p>
<p>Die nun anstehende massenhafte Migration aus den diversen analogen Hardwaremedien ins Medium digitaler Software behinderte allerdings in der Vergangenheit ein misslicher R&#252;ckstand der Hardware. Desktop- und Laptop-PCs wie auch die meisten Smartphones beschwerten die Rezeption: zum einen durch eine Vielzahl technischer Unzul&#228;nglichkeiten (etwa die Gr&#246;&#223;e und Qualit&#228;t des Bildschirms, die Leistungsst&#228;rke der Batterien, die Zuverl&#228;ssigkeit und Geschwindigkeit der Vernetzung); zum zweiten durch ihren jeweiligen Formfaktor, ihre physische Gestalt, die mobile und intime Nutzung unm&#246;glich oder zumindest unbequem machte. Abhilfe versprechen nun Touch-Tablet-PCs wie das iPad.</p>
<p><strong>1. iPad &lt;–&gt; Desk- &amp; Laptop: Die digitale Hardware-Krise </strong></p>
<p>Das auff&#228;lligste am iPad ist seine Unauff&#228;lligkeit. Die erste Erfahrung, die man im Umgang mit ihm macht, ist die von „Nat&#252;rlichkeit“. Eine Zeit der Ein&#252;bung, wie man sie von technischen Ger&#228;tschaften gewohnt ist, entf&#228;llt nahezu vollst&#228;ndig. „Ich war so gefesselt von dem, was der Bildschirm zeigte“, <a href="http://www.nytimes.com/2010/02/01/business/media/01carr.html">schilderte</a> etwa David Carr in der <em>New York Times </em>den kurzen Augenblick, den er bereits im Januar ein Demo-Ger&#228;t ausprobieren durfte, „dass ich praktisch verga&#223;, ein St&#252;ck Technik in der Hand zu halten.“ Nicht anders erging es den meisten, die Anfang April das iPad gr&#252;ndlicher testeten. „Nach ein paar Minuten“, <a href="http://www.engadget.com/2010/04/03/apple-ipad-review/">schrieb</a> Joshua Topolsky in <em>Engadget</em>, „nahmen wir das Ger&#228;t oder die Technik der Screen nicht mehr wahr – wir sahen ein Buch.“ Und Andy Ihnatko <a href="http://www.suntimes.com/technology/ihnatko/2134139,ihnatko-ipad-apple-review-033110.article">lobte</a> in der <em>Chicago Sun</em> den Umstand, „dass trotz der Neuheit des iPads nach vielleicht zehn Sekunden die Aufgeregtheit in den Hintergrund tritt und du dich komplett auf das konzentrierst, was du gerade machen willst – ein Buch lesen, einen Report schreiben oder die Inbox abarbeiten.“</p>
<p>Der Unterschied zum ersten Umgang mit normaler PC-Hardware ist – auch nach meiner eigenen Erfahrung – schlagend. „Hast du mal einen kompletten Neuling dabei beobachtet, wie er lernt, eine Maus zu benutzen?“ fragte Dan Moren in <em>Macworld</em> und <a href="http://www.macworld.com/article/146040/2010/02/ipad.html?lsrc=rss_main">gab</a> selbst die Antwort: „Bevor man &#252;berhaupt zum Klicken kommt – oder zum Rechtsklick oder zum Scrollen –, muss man heraus finden, wie sich die eigenen Bewegungen in die eines Pfeils &#252;bersetzen, der auf dem Bildschirm herumfliegt.“ Diese „Abstraktionsschicht zwischen dem Nutzer und dem Computer“ fehlt bei dem Touch-Interface. <em>Computerworld</em>-Autor Michael DeAgonia <a href="http://www.computerworld.com/s/article/9174758/Apple_s_iPad_makes_technology_instantly_accessible_">kam</a> zur selben Ansicht: <strong>„Auf einmal f&#252;hlen sich eine Maus und eine Tastatur an wie etwas, das einer ganzheitlichen Computer-Erfahrung im Wege steht.“</strong> Das iPad dagegen mache „Technologie unmittelbar zug&#228;nglich“.</p>
<p>Neben dem Fehlen &#252;blicher Computerperipherie, bemerkte Dan Moren, trage dazu Steve Jobs’ Erfolg im – schon mit dem iPhone begonnenen – „Krieg gegen die Kn&#246;pfe“ bei. Andy Ihnatko sah ein „neues Denken“ am Werk, wie es bislang gefehlt habe: eine gezielte Optimierung der Touch-Tafel-Erfahrung durch Reduzierung ihrer Gestalt und Funktionalit&#228;t. Hightech-Pionier und Verleger Tim O’Reilly <a href="http://roomfordebate.blogs.nytimes.com/2010/04/06/the-ipad-in-the-eyes-of-the-digerati/#tim">meinte</a>: „Wenn das iPhone uns noch nicht deutlich genug sagte, dass die 25j&#228;hrige Herrschaft der Maus und der Fenster-Nutzeroberfl&#228;che, wie sie einst vom ersten Macintosh popularisiert wurde, schon bald Geschichte sein wird, dann schreit das iPad nun diese Botschaft laut und klar heraus.“ Ebenso <a href="http://www.wired.com/magazine/2010/03/ff_tablet_essays/all/1">erhofft</a> Kevin Kelly von Tafel-PCs grunds&#228;tzlich eine Beendigung der „Tyrannei der Tastatur“ zugunsten eines <em>Natural User Interface</em> (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Natural_user_interface">NUI</a>): „Gesten sind K&#246;nig. Wisch mit deinen Fingern, um zu scrollen, wedele mit den Armen wie bei der Wii, sch&#252;ttele oder kipp die Touch-Tafel. Genie&#223;e ihre K&#246;rperlichkeit.“</p>
<p><strong>2. Touch-Tafel &lt;–&gt; Buch &amp; Magazin: Die intime Revolution </strong></p>
<p>Diese K&#246;rperlichkeit, die physische Form des Touch-Tafel-PC, <a href="http://roomfordebate.blogs.nytimes.com/2010/04/06/the-ipad-in-the-eyes-of-the-digerati/#tim">nannten</a> die <a href="http://ideacodes.com/">Ideacodes</a>-Designer Emily Chang und Max Kiesler eine „intime Revolution“: „Durch die Kombination der Intimit&#228;t einer einfachen Screen mit der taktilen Qualit&#228;t des Multi-Touch-Interfaces stellt sich eine Nutzer-Erfahrung her, die sich sehr von der anderer Ger&#228;te unterscheidet.“ Neu sei gerade die N&#228;he der Touch-Tafel-Gestalt zu einer sehr alten, vertrauten Medienform, <a href="http://craigmod.com/journal/ipad_and_books/">analysierte</a> der Buchdesigner Craig Mod im April, noch bevor er ein iPad in der Hand gehalten hatte: „Es ist kein Wunder, dass wir unsere gedruckten B&#252;cher lieben – wir wiegen sie k&#246;rperlich in den Armen, dicht an unserem Herzen. Anders als das Lesen an Computermonitoren imitiert das Lesen auf einem Kindle oder iPhone (oder iPad, kann man vermuten) diese m&#252;tterliche Umarmung. Der Text ist dichter bei uns, die Orientierung angenehmer. Und der scheinbar unbedeutende Umstand, dass wir den Text ber&#252;hren, spielt in Wirklichkeit eine Schl&#252;sselrolle f&#252;r die Verst&#228;rkung der Intimit&#228;t dieser Erfahrung.“</p>
<p>Medienhistorisch geht die Intimit&#228;t der Beziehung zwischen Mensch und Text nat&#252;rlich entschieden weiter zur&#252;ck: Das uns vertraute, mit dem Buchdruck entstandene Papier-Buch optimiert lediglich die &#252;ber Jahrtausende menschlicher Kultur entwickelte Tafel-Form zur Speicherung und Rezeption von Texten – von den ersten Stein- und Tontafeln bzw. Tafelb&#252;ndeln &#252;ber den r&#246;mischen Pergament-Kodex bis zu den neuzeitlichen Papier-Varianten Buch, Zeitschrift, Album und Notizblock (englisch „pad“ oder „notepad“). Die Tafelform pr&#228;gt so seit der Antike die kulturelle Verarbeitung, Speicherung und Distribution von Informationen. Als Medium stellt sie einen privilegierten, wenn nicht einzigartigen Mittler zwischen Mensch und Welt, Subjekt und Gesellschaft, Individuum und Kultur dar. Ein <strong>Urmedium</strong>. Mit dem Touch-Tafel-PC findet es seine digitale Gestalt.</p>
<p>Entscheidend f&#252;r die Dauer und vor allem Intimit&#228;t der medialen Beziehung d&#252;rfte dabei der urspr&#252;ngliche Formfaktor gewesen sein: dass eben die Tafel und ihre medialen Abk&#246;mmlinge sich in der Hand halten und in unserem Scho&#223; benutzen lassen – beschreiben und bemalen, lesen und betrachten. Genauso eben, wie es Steve Jobs diesen Januar <a href="http://static.businessinsider.com/image/4b6184a20000000000b29c66/steve-jobs-ipad-apple-ap.jpg">im bequemen Sessel</a> auf der B&#252;hne des Yerba Buena Center for the Arts in Downtown San Francisco seiner Fangemeinde bei der ersten iPad-Pr&#228;sentation vormachte.</p>
<p>Die Apple-Strategen inszenierten damit – ob nun bewusst oder unbewusst, kalkuliert oder intuitiv – das iPad als Aufhebung einer Verdr&#228;ngung der medialen Urform Tafel, die zwar schon mit der industriellen Schreibmaschine begann, jedoch mit deren Virtualisierung eskalierte. Denn im selben Ma&#223;e, in dem Tafeln und Seiten, Notizbl&#246;cke und B&#252;cher zu Elementen von Software-Programmen wurden und damit aus unseren H&#228;nden hinter die Glasscheiben von Bildschirmen gerieten, verloren wir die intime physische Beziehung zu ihnen. Weder Desktop-Bildschirme noch Laptops erm&#246;glichen entspannte K&#246;rperhaltungen oder gar taktile Zugriffe, wie sie seit Jahrtausenden die Varianten von Text- und Bildtafeln bieten. Als misslungene Virtualisierungen standen die bisherigen digitalen Apparaturen daher, wie David Carr in der <em>New York Times</em> <a href="http://www.nytimes.com/2010/01/04/business/media/04carr.html">schrieb</a>, einem „sehr menschlichen, fast angeborenen Bed&#252;rfnis“ entgegen: „Leser wollen ber&#252;hren, was sie zu lernen suchen.“</p>
<p>Unter dieser Perspektive leiten Touch-Tafel-PCs nicht nur einen technologischen, sondern zugleich auch kulturellen Paradigmenwechsel ein: <strong>die R&#252;ckkehr zur medialen Urform der Tafel auf h&#246;herer technologischer Ebene.</strong> Das iPad simuliert deren Gestalt nicht mehr nur im Medium der Software, sondern realisiert sie als digitales Hardware-Artefakt, materiell wie funktional (in der Touchscreen). Die emotionale Erfahrung dieser epochalen Wende mag zu einem nicht geringen Teil die ungew&#246;hnliche, ja fast hysterische Euphorie erkl&#228;ren – und im Gegenschlag die nicht minder hysterische Ablehnung –, die das iPad als erstes halbwegs gelungenes Produkt in der neuen Touch-Tafel-Form bei professionellen Kritikern wie K&#228;ufern weckte.</p>
<p><strong>3. Revolution &lt;–&gt; Restauration: Wer kontrolliert die Hardware? </strong></p>
<p>„Das ist der Anfang vom Ende des Computers als Technologie“, <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2010/04/apple-ipad-hands-on/">prognostizierte</a> Dylan F. Tweney in <em>Wired</em>: „Denn Technologie ist, <a href="http://www.douglasadams.com/dna/19990901-00-a.html">wie Douglas Adams vor zehn Jahren bemerkte</a>, all das Zeug, was noch nicht funktioniert.“ Der Preis allerdings, den wir f&#252;r solch perfektes Funktionieren zahlen, schien einigen zu hoch.</p>
<p>Unter der &#220;berschrift „Tinkerer’s Sunset“ – also: „Sonnenuntergang f&#252;r Bastler“, was deren Lebensabend und bevorstehenden Tod konnotiert – <a href="http://al3x.net/2010/01/28/ipad.html">klagte</a> Alex Payne: „Was mich am meisten am iPad st&#246;rt ist das: Wenn ich als Kind ein iPad anstelle eines richtigen Computers gehabt h&#228;tte, w&#228;re ich nie der Programmierer geworden, der ich heute bin &#8230; Das iPad mag ein Segen f&#252;r das traditionelle Erziehungswesen sein, insofern es multimediale Unterrichtsmaterialien erm&#246;glicht, aber es schadet der Art von Hackerkultur, von der die digitale &#214;konomie bislang voran getrieben wurde. Vielleicht signalisiert das iPad das Ende der ‚Hacker-&#196;ra’ der digitalen Geschichte.“</p>
<p>Ebenso <a href="http://www.boingboing.net/2010/04/02/why-i-wont-buy-an-ipad-and-think-you-shouldnt-either.html">kritisierte</a> Cory Doctorow die vollst&#228;ndige Geschlossenheit des iPads – das Fehlen jeglicher M&#246;glichkeiten, die Funktionalit&#228;t des Ger&#228;ts selbst&#228;ndig zu erg&#228;nzen oder auch nur Peripherieger&#228;te anzuschlie&#223;en – als Entm&#252;ndigung und Infantilisierung der Nutzer. – &#196;hnlich wie Payne und Doctorow <a href="../../27639/ipadologie-i-medienrevolution/#comment-14177">argumentiert</a> &#252;brigens auch „Klaus“ in seinem Kommentar zum ersten Teil dieser iPadologie: „Was mich an Computern fasziniert hat, war immer &#8230; auch die M&#246;glichkeit, an ihnen zu schrauben, sie umzubauen, sie zu tunen und aufzur&#252;sten. &#8230; Auch Spielekonsolen als geschlossene Systeme haben mich nie interessiert, obwohl sie f&#252;r Spiele manchmal besser geeignet sind, als PCs. Das iPad f&#228;llt f&#252;r mich in die selbe Kategorie …“</p>
<p>Doctorows Vorwurf begegnete freilich Joel Johnson vehement: „Computer werden zu normalen Haushaltsger&#228;ten. Was ist daran so schlecht?“, <a href="http://gizmodo.com/5508286/cory-doctorow-you-are-a-consumer-too">fragte</a> er in einem Beitrag f&#252;r das – durch seinen Ankauf des gestohlenen iPhone-Prototypen ber&#252;hmt-ber&#252;chtigte – Technologie-Blog <em>Gizmodo</em>: „Ich bin froh, dass ich nicht mehr in den ‚fucking 70s’ lebe und Computerprogramme aus Zeitschriften abtippen muss. Nichts am iPad deutet auf das Ende von Innovation, Bastelei, Programmieren, Design. Wenn das so w&#228;re, g&#228;be es nicht in diesem Augenblick im App-Store 150 000 Apps. Was macht das schon, dass du keine iPad-Programme auf einem iPad herstellen kannst? Ich beschwere mich ja auch nicht dar&#252;ber, dass ich mit meinem Geschirrsp&#252;ler keine neuen Geschirrsp&#252;ler herstellen kann.“</p>
<p>In dieselbe Richtung gingen die &#220;berlegungen des Programmierers und Bloggers Daniel Tenner. Auch er <a href="http://danieltenner.com/posts/0015-ipad-an-apple-for-mom.html">verstand</a> das iPad als Indiz daf&#252;r, dass Computer eine gewisse technische Reife erlangt haben und sie sich nun wie normale Haushaltselektronik ohne technisches Verst&#228;ndnis oder gar st&#228;ndige Wartung durch ihre Besitzer nutzen lassen: „Meine Mutter ben&#246;tigt eine M&#246;glichkeit, die Preise von Flugtickets rauszukriegen, den Wetterbericht zu lesen, auf Facebook zu gehen, Kinokarten zu kaufen, ihre E-Mail zu checken, mich &#252;ber Skype anzurufen und f&#252;r Tausend andere kleine Dinge, die nicht sehr schwierig und fordernd sind, weder f&#252;r sie noch f&#252;r das Ger&#228;t, das sie benutzt. Sie braucht keinen Computer in demselben Sinne, in dem ich ihn brauche.“</p>
<p>Joel Johnsons Vorwurf gegen digitale Veteranen und Vordenker wie Cory Doctorow ging allerdings einen entscheidenden Schritt weiter. Er <a href="http://gizmodo.com/5508286/cory-doctorow-you-are-a-consumer-too">interpretierte</a> die heftigen negativen Reaktionen auf das iPad als Teil eines Machtkampfs: „Die alte Garde packt DIE ANGST. Sie sehen das iPad und die Begeisterung, die es geweckt hat, und sie realisieren, dass sie selbst unwichtig – oder zumindest unsichtbar – geworden sind. Sie realisieren, dass es m&#246;glich geworden ist, einen Computer herzustellen, der nicht st&#228;ndig kaputt geht, der nicht pl&#246;tzlich aufh&#246;rt zu funktionieren, der nicht mehr st&#228;ndiges Herumbasteln <em>erfordert</em>.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In der Tat erinnert auch mich – als Computer-Veteran – manches an den Vorw&#252;rfen, die in den vergangenen Wochen gegen die Simplizit&#228;t des iPads vorgebracht wurden, an die heftigen emotionalen Widerst&#228;nde, die Mitte der achtziger Jahre die ersten Macintosh-Computer (und sp&#228;ter auch die ersten Windows-Rechner) mit einfachem GUI-Interface und simpler Maussteuerung weckten – vor allem bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DOS">DOS</a>-Virtuosen, die ihre m&#252;hsam erworbenen Kursor- und Kommandozeilen-Kompetenzen und damit ihren exklusiven Hardcore-Guru-Status auf einen Schlag entwertet sahen.</p>
<p>Wie damals Maussteuerung und GUI leiten heute Touch-Screen und Gestensteuerung einen nachhaltigen Wandel in der – wie zuerst J.C.R. Licklider <a href="http://groups.csail.mit.edu/medg/people/psz/Licklider.html">erkannte</a> – zunehmend symbiotischen Beziehung zwischen der Menschheit und ihren digitalen Maschinen ein. Seinen <em>Wired</em>-Testbericht des iPads <a href="http://www.wired.com/reviews/product/pr_ipad_first">begann</a> Steven Levy denn auch mit einer Erinnerung an Computerpionier Ed Roberts: „Sein Name wurde nie ber&#252;hmt, aber als der Mann hinter dem Altair-Computer – einem Bausatz f&#252;r verr&#252;ckte Tech-Hobbyisten, der 1975 herauskam –, war er verantwortlich f&#252;r den Start der Mikro-Computer-&#196;ra &#8230; Ed Roberts <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2010/04/ed-roberts-altair/">starb am ersten April</a>, als die Revolution, die er in Gang setzte, gerade in ihre n&#228;chste Phase trat &#8230; Ich war mir ziemlich sicher, dass die Zeit reif war f&#252;r einen iPad-&#228;hnlichen Tafel-Computer, um uns in <a href="http://www.wired.com/magazine/2010/03/ff_tablet_levy">die n&#228;chste Phase des Umgangs mit Computern</a> zu bringen, und der tats&#228;chliche Umgang mit einem iPad hat mich in dieser Ansicht nur best&#228;rkt.“</p>
<p><strong>Medium &lt;–&gt; Wissen: Die Emergenz digitaler Zivilisation </strong></p>
<p>Die &#220;berlegungen, welche Konsequenzen die innovative Hardware von Touch-Tafel-PCs zeitigt oder zeitigen k&#246;nnte, inwieweit ihre Durchsetzung einen evolution&#228;ren oder gar revolution&#228;ren Entwicklungssprung bedeutet, lassen sich wie folgt zusammenfassen:</p>
<ul>
<li> Touch-Tafel-PCs 	leiten einen technologischen Paradigmenwechsel ein, der in seiner 	kulturellen Wirkung durchaus dem vom Kommandozeilen-Interface 	(Command Line Interface, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Command-line_interface">CLI</a>) 	zur graphischen Benutzeroberfl&#228;che (<em>Grapical User Interface</em>, 	GUI) vergleichbar ist. Vor einem Vierteljahrhundert begann mit der 	Einf&#252;hrung von Maus und GUI eine dramatische Vereinfachung der 	Computernutzung. Sie popularisierte digitale Technologie und brachte 	Desktop- und Laptop-PCs in die Mehrzahl aller Haushalte der 	entwickelten Welt. Die aktuelle Infragestellung nun der Dominanz von 	Tastatur, Maus und GUI durch Touch-Screens in Verbindung mit einer 	nat&#252;rlichen, weil gestengesteuerter Nutzeroberfl&#228;che (<em>Natural User Interface</em>, NUI) bewirkt einen weiteren Vereinfachungsschub. 	Touch-Tafel-PCs d&#252;rften daher das Vordringen des Computers auch in 	solche Bev&#246;lkerungsgruppen und mediale Nutzungsformen bef&#246;rdern, 	die – wie etwa die Distribution und Rezeption von Texten – 	bislang noch weitgehend Reservate analoger Medialit&#228;t sind.</li>
<li> Der 	biologischen Nat&#252;rlichkeit der Nutzeroberfl&#228;che korreliert die 	kulturelle Vertrautheit der physischen Gestalt von Touch-Tafel-PCs. 	Einfach zu handhabende Texttafeln haben – von den Stein- und 	Tontafeln der Antike bis zum modernen Buch oder Notizblock – den 	kulturellen Wissenstransfer und auch die schriftliche 	Alltagskommunikation gepr&#228;gt. Im iPad finden sie ihre digitale 	Gestalt. Auf h&#246;herem technischen Niveau stellt sich bei seinem 	Gebrauch, das kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen, eine 	haptische Intimit&#228;t des Umgangs mit Texten und Bildern her, wie wir 	sie von B&#252;chern, Bl&#246;cken oder Alben gewohnt sind.</li>
<li> Die 	sozio-kulturelle Nutzung von Computertechnik und speziell des 	digitalen Transmediums; das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dispositiv">Dispositiv</a> digitaler Medialit&#228;t also (im Sinne von Michel Foucault), d&#252;rfte 	das iPad sowohl <strong>restaurativ wie revolution&#228;r</strong> beeinflussen; 	jedenfalls, wenn sein Gebrauch weiterhin und weltweit so zunehmen 	sollte, wie es in den ersten beiden Monaten in den USA geschah. Denn 	seine geschlossene physische Gestalt verhindert – oder erschwert 	zumindest – einen eigenst&#228;ndigen und eigensinnigen, 	bastelnd-erforschenden, also „hackenden“ Umgang mit der 	Hardware. (Eine Beschr&#228;nkung kreativer Freiheit, die sich in dem 	Software-Regime des Apple App-Stores noch problematischer fortsetzt; 	dazu mehr im dritten Teil zur <em>Software(r)evolution</em>.) 	Andererseits aber zeichnet das iPad – als Resultat wesentlich der 	PC-untypischen technischen Kontrolle, denen Apple Hardware und 	Softwareprogramme unterwirft – ein anstrengungsloser 	Bedienungskomfort und eine so hohe technische Zuverl&#228;ssigkeit aus, 	wie sie bislang nicht bei PCs, wohl aber bei Haushaltsger&#228;ten, 	Unterhaltungselektronik und popul&#228;ren Kommunikationsmitteln wie 	Festnetz- und Funktelefon &#252;blich sind. Das iPad markiert daher die 	technikhistorische Transformation des PCs von einem St&#252;ck 	„au&#223;ergew&#246;hnlicher“ Technik f&#252;r Profis und Geeks zum 	allt&#228;glichen Gebrauchsgegenstand.</li>
</ul>
<p>Wenn aber Touch-Tafel-PCs solch grundlegende Ver&#228;nderungen im System der Medien bewirken, werden sie auch zu Verschiebungen in der sozialen und kulturellen Tektonik f&#252;hren. Verk&#252;rzt gesagt: In der Folge von Medienumbr&#252;chen steigen Individuen, Gruppen, Firmen und Institutionen auf, welche die neuen Medien und ihre Technologie entwickeln und kontrollieren. Und umgekehrt verlieren jene, welche die alten Medien und ihre Technologien kontrollierten, mehr oder weniger an Einfluss. Die Z&#252;ge des Kulturkampfes, die amerikanische Kritiker rund um den digitalen Paradigmenwechsel von Desk- und Laptop zum Tafel-PC und den damit verbundenen &#220;bergang vom GUI zum NUI beobachtet haben, zeigen sich um so mehr in der <strong>gr&#246;&#223;eren, gesamtkulturellen Medienkrise: beim epochalen &#220;bergang von einer analogen und Papier-zentrierten zu einer digitalen und Software-zentrierten Kommunikations- und Wissenskultur.</strong></p>
<p>„Wird ein Kommunikationsmedium &#252;ber eine l&#228;ngere Zeitperiode benutzt“, behauptet Harold <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Harold_Innis">Innis</a> in <a href="http://books.google.com/books?id=nEXqB_KfxjgC&amp;dq=bias+of+communication&amp;printsec=frontcover&amp;source=bn&amp;hl=en&amp;ei=otT6S8PcK4iEmgO_9enHAg&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=4&amp;ved=0CCgQ6AEwAw#v=onepage&amp;q&amp;f=false"><em>The Bias of Communication</em></a> (1951), „dann bestimmt es zu einem gewissen Grad den Charakter des Wissens, das kommuniziert wird.“ Der alles durchdringende Einfluss solcher Leitmedien werde daher fr&#252;her oder sp&#228;ter als einengend, weil weiterer Entwicklung hinderlich empfunden. Der Vorteil eines neuen Mediums – das etwa gr&#246;&#223;ere Datenmengen speichern kann oder schnellere, billigere und interaktive Kommunikation erm&#246;glicht – k&#246;nne daher schlie&#223;lich so gro&#223; werden, „dass es die Emergenz einer neuen Zivilisation einleitet.“</p>
<p>Papier setzt dem Wissenstransfer, zwischenmenschlicher Kommunikation und dem Erz&#228;hlen von Geschichten genauso enge Grenzen wie das System der analogen elektronischen Massenmedien. F&#252;r die Anspr&#252;che, die sich an den digitalen Online-Medien geschult haben, erweisen sich die analogen (Massen-) Medien seit einiger Zeit als zu langsam, zu standardisiert, zu wenig interaktiv, zu unpers&#246;nlich. Die Gestalt einer neuen digitalen Zivilisation wird daher entscheidend von innovativer Kultur-Software abh&#228;ngen, die diese medientechnisch nunmehr aufgehobenen Grenzen auch medien&#228;sthetisch &#252;berschreitet – in der Entwicklung neuer Interfaces, neuem Design, neuen Narrationsweisen, neuen Varianten von Literatur und Bildender Kunst, Film und Spiel.</p>
<p>Auf der gerade zwei Monate alten Software-Welt des iPads ruhen gro&#223;e Hoffnungen – von Verlagen wie Lesern, TV- und Filmproduzenten wie Zuschauern, Lehrenden wie Lernenden. Der dritte und letzte Teil der iPadologie wird daher die bisherigen Stimmen zur erwarteten Software(r)evolution versammeln und reflektieren.</p>
<p><em>Bisher in dieser Trilogie erschienen:</em></p>
<ul>
<li><a title="iPadologie I: &quot;Tafel-Computer sind die neue frontier.&quot;" href="../../27639/ipadologie-i-medienrevolution/">iPadologie  I: Medien(r)evolution – &#8220;Tafel-Computer sind die neue frontier.&#8221;</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>2010 &#8211; Das Jahr der Medienrevolution</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 15:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das iTablet k&#246;nnte das definitive Ende des Gutenberg-Zeitalters bedeuten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/6a0b43d78f274ca59752ff280f47e03b" width="1" height="1" alt=""/>Joanne K. Rowling hat das Prinzip in ihren Harry Potter-Romanen vorweg genommen: die sprechende, die lebendige Zeitung. Wenn die Zauberlehrlinge auf Hogwarts (jener legend&#228;ren „School for Witchcraft and Wizardry“) ihre Sch&#252;lerzeitung aufschlugen, begannen die Bilder darin zu „leben“.</p>
<p>Hogwarts liegt heute in Cupertino, Kalifornien. Und so wie die lebendige Zeitung in den Potter-Romanen wird auch das <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2009/11/itablet/">iTablet</a> funktionieren. Fernsehen, Internetsurfen, Fotos anschauen, Magazine bl&#228;ttern oder Zeitungen lesen – all das wird ab Herbst 2010 mit einem einzigen Ger&#228;t m&#246;glich werden. <strong>Die Mediennutzung wird nicht mehr teilbar sein in schauen, h&#246;ren und lesen, sie wird lesen, h&#246;ren, schauen und schreiben erstmals integrieren.</strong></p>
<p><strong>Das ist das definitive Ende des gedruckten Zeitalters.</strong> (Jaja, schon gut, es wird sicher noch ein paar Liebhaber-Zeitungen in Kleinstauflagen geben).</p>
<p>Das iTablet ist praktisch die <a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://wowio.files.wordpress.com/2007/07/itablet.jpg&amp;imgrefurl=http://wowio.wordpress.com/2007/07/10/iphone-mac-itablet-the-ideal-ebook-reader/&amp;usg=__tKnNCJbkf_nhmmP60FT1a-afLFU=&amp;h=371&amp;w=440&amp;sz=43&amp;hl=de&amp;start=2&amp;um=1&amp;tbnid=xeIRkRwdLvbnmM:&amp;tbnh=107&amp;tbnw=127&amp;prev=/images%3Fq%3DiTablet%26hl%3Dde%26sa%3DX%26um%3D1">XXL-Ausgabe</a> des iPod touch bzw. des iPhones, das hei&#223;t, es wird mit einem erweiterten iTunes und zahllosen <a href="http://www.chip.de/news/Apple-iTablet-angeblich-erstmals-gesichtet_37492127.html">Apps</a> funktionieren. Auf seiner ber&#252;hrungsempfindlichen Oberfl&#228;che wird man <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ntyXvLnxyXk&amp;feature=player_embedded">bl&#228;ttern k&#246;nnen</a> wie in gedruckten Magazinen. Man wird mit dem iTablet <a href="http://www.maclife.de/iphone-ipod/iphone/was-verleger-fuer-das-itablet-planen">s&#228;mtliche Medien</a> lesen, h&#246;ren und schauen <a href="http://news.preisgenau.de/apple-itablet-pc-soll-mobiler-touch-mac-werden-3693.html">k&#246;nnen</a> – im Zug, im Urlaub, im Bett, auf dem Klo, im B&#252;ro, im Garten, auf der Couch, in der Kneipe, am Schreibtisch. Man wird es in eine Halterung stecken, um es als Laptop zu benutzen, oder als Fernsehapparat im Badezimmer, als Kochratgeber neben dem K&#252;chenherd, als Benutzerhandbuch in der Werkstatt. Es wird enorme Vorteile gegen&#252;ber den gedruckten Medien bieten: Schriftvergr&#246;&#223;erung und Filmzuspielung, Flashgraphik und Zeitachse, Lexikon und Mailversand, Aktualisierung und Vertiefung, Teilhabe und Abstimmung. Es wird den Medienkonsum so tief greifend ver&#228;ndern, wie es sich nicht einmal die b&#246;swilligsten Druckerpresse-Pessimisten vorstellen konnten.</p>
<p>Ja, verdammt, werden Sie sagen, gibt es denn &#252;berhaupt kein ABER?</p>
<p>DOCHDOCH. WIR sind das ABER.</p>
<p>Denn w&#228;ren da nicht der Preis f&#252;r das Ger&#228;t und der Preis f&#252;r die k&#252;nftige Nutzung der Medien als <em>Hemmschuh</em>, g&#228;be es da nicht die <em>Tr&#228;gheit</em> der menschlichen Verhaltensweisen („ich muss einfach das Rascheln einer Zeitung h&#246;ren“), und w&#252;rde nicht die <em>z&#228;he Verteidigung</em> des althergebrachten Gesch&#228;ftsmodells das Ganze <em>bremsen</em> &#8211; die gedruckten Medien w&#228;ren schon <em>in f&#252;nf bis zehn Jahren</em> Geschichte.</p>
<p>Lesen Sie dazu auch: <a href="http://carta.info/12482/die-rueckkehr-des-autorenjournalismus/">Die R&#252;ckkehr des Autorenjournalismus</a>
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<a href="http://carta.info/19668/2010-das-jahr-der-medienrevolution/">2010 &#8211; Das Jahr der Medienrevolution</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/19668/2010-das-jahr-der-medienrevolution/#comments">28 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=19668&amp;md5=d7fd06258e52c18568ff23e82bbd93ee" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was f&#252;r eine &#214;ffentlichkeit braucht eine Gesellschaft?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 13:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r die Gesellschaft ist die Frage zweitrangig, wer wann was f&#252;r Journalismus bezahlt. Sie braucht eine &#214;ffentlichkeit, in der der Diskurs des Gemeinwesens stattfinden kann – &#252;ber auseinanderdriftende Mediengenerationen hinweg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/20570eff082e40cd82241ecd337155ae" alt="" width="1" height="1" />Welche &#214;ffentlichkeit braucht eine Gesellschaft, um zu funktionieren? Eine kostenlose oder eine bezahlte?</p>
<p>Auch wenn sich alle dar&#252;ber streiten: Das ist zwar eine wichtige, aber leider nicht die entscheidende Frage. Die entscheidende Frage ist,  ob eine Gesellschaft noch einen allgemein wahrgenommenen Platz zum Diskurs &#252;ber ihre Werte, ihre Ziele, ihre Vorbilder, ihre Kultur, ihre Interessen und ihre Politik braucht. Die klassischen Printprodukte und das Fernsehen stellen diesen Platz  zwar noch f&#252;r  Generation &#220;40 zur Verf&#252;gung, aber kaum noch f&#252;r die unter Drei&#223;igj&#228;hrigen. Zeitungen und Zeitschriften  sind  f&#252;r die &#228;lteren b&#252;rgerlichen Kreise immer noch ma&#223;geblich, wenn es darum geht, die eigene Position mit oder in Abgrenzung zur journalistischen Arbeit zu sch&#228;rfen oder zu bestimmen. F&#252;r die schlecht Ausgebildeten und materiell schlecht Gestellten gilt das schon lange nicht mehr. Qualit&#228;tsmedien sind f&#252;r die Klugen, aber nicht f&#252;r die Dummen. Sie sind f&#252;r die Alten, nicht f&#252;r die Jungen.</p>
<p>Eine Gesellschaft braucht aber Orte, an denen sich ihre unterschiedlichen Gruppen begegnen, und sei es nur im abstrakten publizistischen Profil. Nur hier werden in einem vor- und nebenpolitischen Raum Positionen formuliert, Interessen abgeglichen. Hier wird Wissen &#252;ber und gelegentlich auch Verst&#228;ndnis f&#252;r die Anderen ausgetauscht. Nat&#252;rlich kann man sagen, dass wir das nicht mehr brauchen.</p>
<p>Man kann argumentieren, dass eine Welt&#246;ffentlichkeit der Interessen den Diskurs des realen Gemeinwesens &#252;berfl&#252;ssig macht. Warum aber gibt es dann noch Webseiten auf deutsch, warum soziale Netzwerke, warum die vielen lebhaften Kommentare zur Politik? Weil sie nichts anderes sind als ein moderner Ausdruck f&#252;r das Bed&#252;rfnis einer Gesellschaft nach Austausch. Vielleicht auch f&#252;r die Ahnung, dass dieser Austausch heute wichtiger ist als je zuvor: Eine Gesellschaft, die auf absehbare Zeit nichts mehr aus dem Zuwachs zu verteilen hat, steht vor einer Zerrei&#223;probe. Zumal die deutsche Gesellschaft, die keine Erfahrung mit solchen &#220;bungen hat. Zumal die deutsche, in der die Interessen der &#196;lteren durch die schiere Zahl immer gewichtiger, die wichtigeren der Jungen durch ihre Unterzahl dagegen die Tendenz haben, an den Rand gedr&#228;ngt zu werden.</p>
<p>Wie aber sieht der Platz aus, der diese Verbindungen wieder herstellt oder sogar neu schafft? Klar ist, dass er unterschiedliche Gesichter haben muss. Und klar ist auch, dass er nur durch Kooperation zu Stande kommen kann. Die &#252;ber 40j&#228;hrigen werden hoffentlich kaum von dem Gef&#252;hl ablassen, das sich beim morgendlichen Zeitunglesen einstellt. Die unter 30j&#228;hrigen werden in der Mehrheit diesem Gef&#252;hl vermutlich ihr Leben lang nicht viel abgewinnen k&#246;nnen. Trotzdem haben beide Generationen ein Interesse und einen Anspruch darauf, einen angemessenen Ort f&#252;r ihren Austausch zu finden.</p>
<p>Wer will, dass zwischen Gegenwarts- und Zukunftsinteressen tats&#228;chlich bewusst entschieden wird, muss den Streit dar&#252;ber so  austragen, dass er auch von der jeweils anderen Generation gesehen, geh&#246;rt und in ihren Diskurs einbezogen werden kann. Diese Bindefunktion kommt l&#228;ngst nicht mehr nur dem klassischen Medienmarkt zu. Sie muss  auch von den modernen Medien ernst- und wahrgenommen werden. Es reicht nicht aus, sch&#228;big &#252;ber vermeintlich &#252;berbezahlte Holz-Journalisten zu reden. Genau so wenig sinnvoll ist es, verdruckst &#252;ber das kostenlose Zitieren von Inhalten zu r&#228;sonnieren und doch nur Diebstahl zu meinen.</p>
<p>Wer als Verleger, Medienunternehmer und Journalist seinen gesellschaftlichen Auftrag  ernst nimmt, muss sich um die Frage k&#252;mmern, ob und wo ein Austausch zwischen den Generationen, zwischen Journalisten und Nutzern stattfinden soll, wo er m&#246;glich und wo er &#252;berhaupt sinnvoll  ist. Er muss den Wert der Unabh&#228;ngigkeit von  Informationen erkennen und (wieder) sch&#228;tzen lernen.</p>
<p>Daneben ist die Frage, wer wann was bezahlt,  zwar f&#252;r die Verlage und auch f&#252;r die neuen Medienunternehmer existenziell, aber f&#252;r die gesamte Gesellschaft ist sie zweitrangig. Die Verlage m&#252;ssen daf&#252;r eine befriedigende L&#246;sung finden. F&#252;r die Gesellschaft z&#228;hlt nur, dass die &#214;ffentlichkeit ihren &#246;ffentlichen Platz wieder finden muss, um weiteres Auseinanderdriften gesellschaftlicher Gruppen und Schichten und Isolationstendenzen zu bremsen. Deshalb, und nur deshalb muss das Kriegsbeil begraben werden.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18889&amp;md5=73683ea1c34ac2f8b5af083b659bfd14" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Renitente Medienunternehmen: Immer an die Nutzer denken</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 13:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gisela Schmalz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit ihrem Widerstand gegen die Netzlogik und ihrem Griff nach Instrumenten aus uralter Zeit gef&#228;hrden Medienunternehmen sich selbst und ihre Mitarbeiter, statt sie zu sch&#252;tzen, indem sie sie digital sattelfest machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/78f81729eba44ef494b61ef9eca87f28" alt="" width="1" height="1" />Einige deutsche Medienkonzernlenker wehren sich gegen die Restrukturierung ihrer Gesch&#228;fte und ihrer Gesch&#228;ftsmodelle. Sie fordern alternierend neue Gemas, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwandte_Schutzrechte">Leistungsschutzrechte</a>, Steuererleichterungen f&#252;r den Medienkonsum oder erw&#228;gen gar die <a href="http://www.yeseconomy.net/?p=343">Kulturflatrate</a>. Die digitale Technologie und deren Nutzer, die einst ihre Kunden waren, laufen ihnen davon. Das liegt aber nicht an der Technologie, sondern an ihrer Ignoranz gegen&#252;ber der Nutzergemeinde und ihrer Zeitschinderei durch den Ruf nach Vater Staat.</p>
<p>Medienunternehmen sollten die Nutzer und die neuen Technologien herzlich umarmen, End- und Werbekunden als Partner einbinden, Abendschulkurse im Programmieren belegen und mit Entwicklern oder Technikunternehmen kooperieren. Medien- und Onlineunternehmen, die mit zeitgem&#228;&#223;en Produkten, Plattformen und Preismodellen experimentieren, w&#228;ren dabei taugliche Vorbilder. W&#228;hrend das <a href="http://europe.wsj.com/home-page">Wallstreet Journal </a>mit fachspezifischen Inhalten Geld einnimmt, bieten <a href="http://www.usatoday.com/">USA Today</a>, Burda und seine US-Partner mit <a href="http://www.glam.de/">Glam</a> oder die WAZ-Gruppe mit <a href="http://www.derwesten.de/">DerWesten</a> ihren Abonnenten und anderen Interessenten Plattformen an, die es erlauben, Artikel, Kommentare und Bewertungen zu verwalten und mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten. Die <a href="http://www.nytco.com/company/index.html">New York Times</a> mutiert zum Technologieentwickler, erfindet Inhalte-Aggregatoren und testet sie zusammen mit ihrer Leserschaft. <em>Paid Content </em>funktioniert bei so manchen Film- und Musikportalen. Konkurrenz und zugleich Vorbilder f&#252;r Medienunternehmen sind nicht nur Projekte aus den eigenen Branchen, sondern auch origin&#228;r digitale Ph&#228;nomene wie huffingtonpost.com, iBrattleboro.com, ohmynews.com oder GoogleNews, die Qualit&#228;tsinhalte liefern oder Inhalte zu Appetith&#228;ppchen b&#252;ndeln. Auch Gamepublisher und Onlinespiele-Anbieter geh&#246;ren zu den Wettbewerbern, von denen sich lernen l&#228;&#223;t. Ihnen gelingt es mittels eigener Ideen und Ideen aus ihrer Zielgruppe, nicht nur die (zahlende) Zielgruppe selbst, sondern auch Werbekunden oder Sponsoren an sich zu binden.</p>
<p>Inhalteanbieter m&#252;ssen sich zu den Nutzern vorbewegen. Sie haben die dringende Hausaufgabe auf dem Tisch, ihre Produkte an Onlinetechnologien, Plattformen und Bezahlsysteme anzudocken, sowie Widgets, Apps oder Items zu implementieren. Auch hier ist die Einbeziehung der Nutzer wieder die wichtigste Erfolgsvoraussetzung. Erstens k&#246;nnen im Dialog die Bed&#252;rfnisse der Nutzer ausgemacht werden, zweitens von ihnen Ideen oder Technologien eingesammelt werden, und drittens richtet sich die Entwicklung von Anfang an auf die Nutzer aus. So kann bei der Definition von Produkten und Preisen optimal auf die Kundenbed&#252;rfnisse eingegangen werden, was langfristige Beziehungen aufbauen hilft. Unternehmen sollten Fangemeinden um sich scharen und Kunden nicht mit Gesetzesdrohungen oder Zwangsgeb&#252;hren verschrecken. Warum den Staat zwischen sich und den Nutzer stellen, wenn man ihn mal eben &#252;ber das Netz kontaktieren kann?</p>
<p>Einfach wird es f&#252;r Medienunternehmer nicht, originelle Mixmodelle zu zimmern, mit denen sich aus Content, Kontext und Nutzern gr&#246;&#223;tm&#246;glicher Wert sch&#246;pfen l&#228;sst. Wer aber an den Zielgruppen vorbei operiert, schaufelt sich sein Grab. Das d&#252;rfte bekannt sein, seit der Satz “Der Kunde ist K&#246;nig” jedes Marketingbuch veredelt. Beim Abfassen aller Gesch&#228;ftspl&#228;ne muss die Sinnhaftigkeit f&#252;r die Nutzer federf&#252;hrend sein.</p>
<p><em>Crossposting von <a href="http://www.yeseconomy.net/?cat=129">yeseconomy.net</a> mit freundlicher Genehmigung der Autorin.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18477&amp;md5=14f1d57e4db49f3d828899dce9fd0407" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ACTA 2009: Internet auf dem Weg zur Informationsquelle Nummer Eins</title>
		<link>http://carta.info/16674/acta-2009-internet-informationsquelle-nummer-eins/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 13:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#220;ber ein Drittel der 20- bis 49-J&#228;hrigen mit (Fach)Hochschulreife sind mittlerweile der Meinung, dass sie auf eine Zeitung verzichten k&#246;nnen. Schon im n&#228;chsten Jahr k&#246;nnte f&#252;r diese Gruppe das Internet das wichtigste aktuell-journalistische Medium sein, denn auch das klassische Fernsehen verliert stark. Bei iPhone-Besitzern ist das Netz bereits Medium Nummer Eins.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ab8d7925b93c43dda1d34d66c4f80073" alt="" width="1" height="1" />Die neue Allensbacher Computer- und Technikanalyse (<a href="http://www.acta-online.de/">ACTA</a>) dokumentiert den gef&#252;hlten Siegeszug des Internets in Zahlen: Betrachtet man die wichtigsten Informationsquellen der 20- bis 40-J&#228;hrigen mit (Fach-)Hochschulreife zum aktuellen Geschehen, so zeichnet sich der deutliche Image- und Bedeutungswandel der Medien deutlich ab: vor f&#252;nf Jahren z&#228;hlten lediglich 17 Prozent in der Gruppe das Internet zu ihren wichtigsten Informationsquellen. Heute sind es 56 Prozent. Dies ist fast eine Verdreifachung innerhalb von f&#252;nf Jahren. Zeitungen sind schon im letzten Jahr hinter das Internet zur&#252;ckgefallen. Nun verliert auch das Fernsehen: Extrapoliert man die Trends, k&#246;nnte das Internet hierzulande bereits im n&#228;chsten Jahr das wichtigste aktuell-journalistische Medium in der Gruppe werden.</p>
<div id="attachment_16675" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Infoquelle_nummer_1.001.png"><img class="size-medium wp-image-16675" title="Infoquelle_nummer_1.001" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Infoquelle_nummer_1.001-300x225.png" alt="Infoquelle_nummer_1.001" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Medienimages: &quot;...auf Zeitung locker verzichten&quot;  (zum Vergr&#246;&#223;ern anklicken)</p></div>
<p>Besonders stark gewachsen ist zuletzt der Anteil derer, die angeben, zu ihrer Information gar keine Zeitung mehr zu ben&#246;tigen. Ihr Anteil hat sich in den letzten f&#252;nf Jahren von 17 auf 35 Prozent mehr als verdoppelt. Noch einmal ganz langsam und etwas &#252;berspitzt: <strong>35 Prozent des Bildungsnachwuchses in Deutschland sind mittlerweile der Ansicht, dass sie auf eine Zeitung locker verzichten k&#246;nnen. Eine Steigerung um 100 Prozent in f&#252;nf Jahren.</strong></p>
<p>Betrachtet man die Gruppe der iPhone-Besitzer, dann stehen die einstigen Bedeutungsverh&#228;ltnisse der Medien endg&#252;ltig auf dem Kopf. <strong>Bei den iPhone-Besitzern ist das Internet mit 78 Prozent bereits heute die wichtigste Informationsquelle zum aktuellen Geschehen. </strong>Gefolgt von Fernsehen (68 Prozent) und Zeitungen (50 Prozent).</p>
<p>Auch eine andere Zahl unterstreicht den Siegeszugs des Internets ganz allgemein. Bei den 14- bis 64-J&#228;hrigen geben mittlerweile 40 Prozent an, dass Computer und Internet f&#252;r ihre t&#228;gliche Information unverzichtbar geworden sind. 2002 lag dieser Wert noch bei 21 Prozent.</p>
<p>Zur Nutzung von Weblogs hat die ACTA 2009 ermittelt, dass etwa 880.000 Nutzer hierzulande angeben, &#8220;regelm&#228;&#223;ig oder h&#228;ufiger&#8221; ein Blog zu f&#252;hren. Die Zahl der &#8220;regelm&#228;&#223;ig oder h&#228;ufiger&#8221; Kommentierenden liege bei 900.000. Der weiteste Nutzerkreis von Blogs (Nutzung von &#8220;h&#228;ufig&#8221; bis &#8220;selten&#8221;) liege bei 16,9 Mio. Personen.</p>
<p>Zu beachten ist der gro&#223;e Unterschied zwischen der Bedeutung, die die Nutzer den Medien zumessen, und der tats&#228;chlichen t&#228;glichen Nutzung. Hier liegen die klassischen Medien n&#228;mlich noch knapp vor dem Internet. So geben die 20- bis 39-J&#228;hrigen mit Hochschulreife an, sich konkret am Vortag zu 58 Prozent im Fernsehen, zu 41 Prozent in der Zeitung und zu 37 Prozent im Internet informiert zu haben. Der Unterschied zwischen Medienimage und Mediennutzung l&#228;sst sich so erkl&#228;ren, dass die alten Medien zwar auch noch stark genutzt werden, aber das Netz aufgrund des individuelleren und breiteren Informationszugang von der Bedeutung h&#246;her eingestuft wird.</p>
<p>Die Gruppe der 20- bis 40-J&#228;hrigen mit (Fach)Hochschulreife wird hier im Speziellen betrachtet, da sich an spitzeren Gruppen der Medienwandel eher ablesen l&#228;sst als bei der Betrachtung der Bev&#246;lkerung in G&#228;nze. Dabei soll hier kein falscher Eindruck erweckt werden: <strong>Bezogen auf alle 14- bis 64-J&#228;hrigen ist das Internet von der Reichweite her nach wie vor kleiner als TV oder Zeitung bei der Vermittlung aktueller Inhalte. Der Trend hin zum Internet ist aber robust, rasant und stetig.</strong></p>
<p>Der Forscherkreis der ACTA-Herausgeber vom Institut f&#252;r Demoskopie Allensbach hat selbst heute eine umfangreiche Analyse seiner Daten vorgelegt, die man <a href="http://www.acta-online.de/praesentationen/acta_2009/index_2009.html">hier</a> herunterladen kann. Hier einige der spannendsten Charts aus den Pr&#228;sentationen (zur Verg&#246;&#223;erung jeweils bitte anklicken):</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.48.47.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16680" title="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.48.47" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.48.47-300x226.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.48.47" width="300" height="226" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.47.19.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16681" title="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.47.19" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.47.19-300x228.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.47.19" width="300" height="228" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.46.13.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16683" title="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.46.13" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.46.13-300x227.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.46.13" width="300" height="227" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.49.40.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16684" title="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.49.40" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.49.40-300x227.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.49.40" width="300" height="227" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.50.44.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16685" title="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.50.44" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.50.44-300x229.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.50.44" width="300" height="229" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.48.15.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16705" title="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.48.15" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/10/Bildschirmfoto-2009-10-21-um-12.48.15-300x227.png" alt="Bildschirmfoto 2009-10-21 um 12.48.15" width="300" height="227" /></a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=16674&amp;md5=30777543fc555848c53d414ccef24e3d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ACTA 2009: Facebook vervierfacht Nutzer in Deutschland in einem Jahr</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 10:18:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Triumph f&#252;r Mark Zuckerberg: Sein Netzwerk erreicht in Deutschland laut ACTA-Studie nun &#252;ber drei Millionen Nutzer. Auch YouTube legt kr&#228;ftig zu. Die journalistischen Angebote wachsen munter weiter. Spitzenreiter der Websites hierzulande aber bleiben: Google, Ebay und Wikipedia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook ist der ganz gro&#223;e Gewinner der Mediennutzungsstudie &#8220;Allensbacher Computer- und Technik-Analyse 2009&#8243; (<a href="http://www.acta-online.de/">ACTA</a>). Verzeichnete das Angebot im Vorjahr noch 740.000 Nutzer pro Monat &#8211; sind es dieses Jahr knapp &#252;ber 3 Millionen. Das soziale Netzwerk des  Mark Zuckerberg ist damit das am schnellsten wachsende Angebot in Deutschland &#8211; aber nicht das Gr&#246;&#223;te. StudiVZ und SchuelerVZ erreichen laut ACTA zusammen 7,6 Mio. Nutzer pro Monat, Wer-kennt-wen.de kommt auf 4,84 Mio. Nutzer. Auch Xing konnte im letzten Jahr die Zahl seiner Nutzer noch einmal mehr als verdoppeln. Die Studie zeigt damit die insgesamt sehr rasch steigende Bedeutung der sozialen Netzwerkangebote f&#252;r die Online-Kommunikation.</p>
<p>Unter den klassischen Nachrichtenangeboten geh&#246;rt Bild.de zu den Gewinnern. Die Website der Boulevardzeitung steigerte die Zahl ihrer Nutzer um mehr als 20 Prozent auf 5,6 Mio. Spiegel Online liegt mit 6,0 Mio. Nutzern aber weiter knapp vor Bild.de und bleibt damit das hierzulande gr&#246;&#223;te journalistische Angebot. Viele Nachrichtensites konnten ihre Nutzerzahlen im Vergleich zum Jahr um rund 10 bis 20 Prozent steigern. Auch Online-Nachrichten sind damit weiter ein Wachstumsegment.</p>
<p>Die ganz gro&#223;en Angebote des Internets aber stellen Andere: Google Deutschland erreicht 37,3 Mio. Nutzer, Wikipedia 23,7 Mio. und YouTube 17,7 Mio. Auch YouTube konnte seine Nutzerzahlen zuletzt noch einmal erheblich steigern.</p>
<p><strong>Nutzer pro Monat &#8211; Vergleich zwischen 2008 und 2009</strong></p>
<p>Version:1.0 StartHTML:0000000184 EndHTML:0000028804 StartFragment:0000005997 EndFragment:0000028758 SourceURL:file://localhost/Users/robinmeyer-lucht/Downloads/actaneuedit_1.xls         <!-- table 	{mso-displayed-decimal-separator:"\,"; 	mso-displayed-thousand-separator:"\.";} td 	{padding-top:1px; 	padding-right:1px; 	padding-left:1px; 	mso-ignore:padding; 	color:windowtext; 	font-size:10.0pt; 	font-weight:400; 	font-style:normal; 	text-decoration:none; 	font-family:Arial; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-charset:0; 	mso-number-format:General; 	text-align:general; 	vertical-align:bottom; 	border:none; 	mso-background-source:auto; 	mso-pattern:auto; 	mso-protection:locked visible; 	white-space:nowrap; 	mso-rotate:0;} .xl24 	{mso-number-format:"0\.0"; 	text-align:left; 	mso-protection:unlocked visible;} .xl25 	{font-size:9.0pt; 	font-weight:700; 	font-family:Arial, sans-serif; 	mso-font-charset:0; 	mso-number-format:Fixed; 	text-align:right; 	border:.5pt solid black; 	mso-protection:unlocked visible;} .xl26 	{font-size:9.0pt; 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<table style="border-collapse: collapse;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="459"><!--StartFragment--><br />
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<col width="76"></col>
<col width="76"></col>
<tbody>
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<td width="25" height="29"></td>
<td width="205"></td>
<td width="77">ACTA 2009</td>
<td width="76">ACTA 2008</td>
<td width="76"></td>
</tr>
<tr height="36">
<td height="36"></td>
<td></td>
<td width="77">Nutzer<br />
pro Monat in Mio.</td>
<td width="76">Nutzer<br />
pro Monat in Mio.</td>
<td width="76">Ver&#228;nderung in Prozent</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12"></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">1</td>
<td><span style="color: #ff0000;">Facebook</span></td>
<td>3,05</td>
<td><span style="color: #ff0000;">0,74</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">312,2</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">2</td>
<td>Xing</td>
<td>2,09</td>
<td>1,26</td>
<td>65,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">3</td>
<td>StayFriends</td>
<td>4,32</td>
<td>2,65</td>
<td>63,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">4</td>
<td>Lokalisten.de</td>
<td>1,86</td>
<td>1,16</td>
<td>60,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">5</td>
<td>GoFeminin.de</td>
<td>0,60</td>
<td>0,38</td>
<td>57,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">6</td>
<td>Kwick</td>
<td>0,84</td>
<td>0,54</td>
<td>55,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">7</td>
<td>HolidayCheck</td>
<td>2,85</td>
<td>1,90</td>
<td>50,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">8</td>
<td>Preisvergleich.de</td>
<td>9,24</td>
<td>6,57</td>
<td>40,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">9</td>
<td>Spin.de</td>
<td>0,56</td>
<td>0,40</td>
<td>40,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">10</td>
<td>Chefkoch.de</td>
<td>3,29</td>
<td>2,36</td>
<td>39,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">11</td>
<td><span style="color: #ff0000;">YouTube</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">17,39</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">12,66</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">37,4</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">12</td>
<td>Handelsblatt.com</td>
<td>1,51</td>
<td>1,12</td>
<td>34,8</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">13</td>
<td>GameStar Online</td>
<td>1,97</td>
<td>1,50</td>
<td>31,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">14</td>
<td>Finanzen.net</td>
<td>0,53</td>
<td>0,41</td>
<td>29,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">15</td>
<td>N24 Online</td>
<td>3,72</td>
<td>2,88</td>
<td>29,2</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">16</td>
<td>VDI nachrichten.com</td>
<td>0,58</td>
<td>0,46</td>
<td>26,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">17</td>
<td>PC Games Online</td>
<td>2,21</td>
<td>1,77</td>
<td>24,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">18</td>
<td>Bunte Online</td>
<td>0,81</td>
<td>0,65</td>
<td>24,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">19</td>
<td>Wiwo.de</td>
<td>0,76</td>
<td>0,61</td>
<td>24,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">20</td>
<td>Chip Online</td>
<td>4,06</td>
<td>3,26</td>
<td>24,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">21</td>
<td>Guenstiger.de</td>
<td>10,09</td>
<td>8,18</td>
<td>23,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">22</td>
<td>Mobile.de</td>
<td>4,94</td>
<td>4,01</td>
<td>23,2</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">23</td>
<td>Netzeitung.de</td>
<td>0,89</td>
<td>0,76</td>
<td>17,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">24</td>
<td>TV Movie.de</td>
<td>2,15</td>
<td>1,84</td>
<td>16,8</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">25</td>
<td>n-tv.de</td>
<td>3,74</td>
<td>3,22</td>
<td>16,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">26</td>
<td>SAT1.de</td>
<td>3,39</td>
<td>2,93</td>
<td>15,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">27</td>
<td>Bild.de</td>
<td>5,39</td>
<td>4,66</td>
<td>15,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">28</td>
<td>PC Welt Online</td>
<td>2,90</td>
<td>2,52</td>
<td>15,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">29</td>
<td>ADAC Online</td>
<td>5,82</td>
<td>5,06</td>
<td>15,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">30</td>
<td>Computer Bild Online</td>
<td>4,27</td>
<td>3,73</td>
<td>14,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">31</td>
<td>Wikipedia</td>
<td>22,76</td>
<td>20,02</td>
<td>13,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">32</td>
<td>Bundesliga</td>
<td>5,33</td>
<td>4,69</td>
<td>13,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">33</td>
<td>MyVideo</td>
<td>8,30</td>
<td>7,32</td>
<td>13,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">34</td>
<td>RTL Online</td>
<td>5,20</td>
<td>4,60</td>
<td>13,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">35</td>
<td>FriendScout24</td>
<td>2,45</td>
<td>2,17</td>
<td>12,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">36</td>
<td>Netdoktor.de</td>
<td>1,81</td>
<td>1,61</td>
<td>12,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">37</td>
<td>Teltarif.de</td>
<td>1,12</td>
<td>1,00</td>
<td>12,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">38</td>
<td>AutoScout24</td>
<td>5,23</td>
<td>4,68</td>
<td>11,8</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">39</td>
<td>Eltern.de</td>
<td>0,97</td>
<td>0,87</td>
<td>11,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">40</td>
<td>Giga</td>
<td>0,91</td>
<td>0,82</td>
<td>11,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">41</td>
<td>StudiVZ</td>
<td>4,37</td>
<td>3,96</td>
<td>10,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">42</td>
<td>Billiger.de</td>
<td>10,46</td>
<td>9,48</td>
<td>10,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">43</td>
<td>Sueddeutsche.de</td>
<td>2,78</td>
<td>2,52</td>
<td>10,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">44</td>
<td>Stern.de</td>
<td>4,52</td>
<td>4,10</td>
<td>10,2</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">45</td>
<td>Welt Online</td>
<td>1,88</td>
<td>1,71</td>
<td>9,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">46</td>
<td>Expedia.de</td>
<td>4,95</td>
<td>4,51</td>
<td>9,8</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">47</td>
<td>Brigitte.de</td>
<td>0,84</td>
<td>0,77</td>
<td>9,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">48</td>
<td>Tui.com</td>
<td>5,13</td>
<td>4,71</td>
<td>8,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">49</td>
<td>Hausarbeiten.de</td>
<td>1,26</td>
<td>1,17</td>
<td>7,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">50</td>
<td>ProSieben Online</td>
<td>3,85</td>
<td>3,58</td>
<td>7,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">51</td>
<td>Premiere Online</td>
<td>1,74</td>
<td>1,63</td>
<td>6,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">52</td>
<td>Das&#214;rtliche</td>
<td>11,27</td>
<td>10,60</td>
<td>6,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">53</td>
<td><span style="color: #ff0000;">Spiegel Online</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">5,64</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">5,31</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">6,2</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">54</td>
<td>Auto Motor und Sport</td>
<td>2,96</td>
<td>2,79</td>
<td>6,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">55</td>
<td>Manager-magazin.de</td>
<td>0,72</td>
<td>0,68</td>
<td>5,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">56</td>
<td>GMX</td>
<td>10,04</td>
<td>9,55</td>
<td>5,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">57</td>
<td>Wallstreet:online</td>
<td>0,62</td>
<td>0,59</td>
<td>5,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">58</td>
<td>TV Spielfilm Online</td>
<td>2,15</td>
<td>2,06</td>
<td>4,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">59</td>
<td>FTD</td>
<td>1,44</td>
<td>1,39</td>
<td>3,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">60</td>
<td>Sport1.de</td>
<td>2,71</td>
<td>2,62</td>
<td>3,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">61</td>
<td>DB Bahn</td>
<td>12,93</td>
<td>12,55</td>
<td>3,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">62</td>
<td>Heise Online</td>
<td>1,94</td>
<td>1,89</td>
<td>2,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">63</td>
<td>Google Deutschland</td>
<td>35,73</td>
<td>34,86</td>
<td>2,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">64</td>
<td>Kicker Online</td>
<td>3,58</td>
<td>3,50</td>
<td>2,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">65</td>
<td>Focus Online</td>
<td>4,13</td>
<td>4,04</td>
<td>2,2</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">66</td>
<td>Web.de</td>
<td>13,14</td>
<td>12,96</td>
<td>1,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">67</td>
<td>Ebay</td>
<td>23,64</td>
<td>23,38</td>
<td>1,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">68</td>
<td>DasTelefonbuch</td>
<td>12,95</td>
<td>12,84</td>
<td>0,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">69</td>
<td>GelbeSeiten</td>
<td>8,03</td>
<td>7,98</td>
<td>0,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">70</td>
<td>FAZ.net</td>
<td>2,25</td>
<td>2,25</td>
<td>0,0</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">71</td>
<td>L&#8217;Tur</td>
<td>3,69</td>
<td>3,71</td>
<td>-0,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">72</td>
<td>Yahoo Deutschland</td>
<td>12,97</td>
<td>13,16</td>
<td>-1,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">73</td>
<td>Digital World Online</td>
<td>0,43</td>
<td>0,44</td>
<td>-2,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">74</td>
<td>Onmeda</td>
<td>0,55</td>
<td>0,57</td>
<td>-3,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">75</td>
<td>MeineStadt.de</td>
<td>7,85</td>
<td>8,22</td>
<td>-4,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">76</td>
<td>Laut.de</td>
<td>0,74</td>
<td>0,79</td>
<td>-6,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">77</td>
<td>Falk</td>
<td>5,68</td>
<td>6,18</td>
<td>-8,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">78</td>
<td>Freenet</td>
<td>6,22</td>
<td>6,77</td>
<td>-8,1</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">79</td>
<td>Jamba</td>
<td>1,52</td>
<td>1,66</td>
<td>-8,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">80</td>
<td width="205">Karriere.de</td>
<td>0,64</td>
<td>0,70</td>
<td>-8,6</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">81</td>
<td>Finanztreff.de</td>
<td>0,39</td>
<td>0,43</td>
<td>-9,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">82</td>
<td>OnVista</td>
<td>0,76</td>
<td>0,84</td>
<td>-9,5</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">83</td>
<td>Jobpilot.de</td>
<td>2,32</td>
<td>2,57</td>
<td>-9,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">84</td>
<td>JobScout24</td>
<td>3,35</td>
<td>3,74</td>
<td>-10,4</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">85</td>
<td>T-Online</td>
<td>13,92</td>
<td>15,77</td>
<td>-11,7</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">86</td>
<td>QualiMedic</td>
<td>0,43</td>
<td>0,52</td>
<td>-17,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">87</td>
<td>1&amp;1</td>
<td>3,86</td>
<td>4,67</td>
<td>-17,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">88</td>
<td>ZDNet.de</td>
<td>0,78</td>
<td>0,95</td>
<td>-17,9</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">89</td>
<td>AOL Deutschland</td>
<td>4,37</td>
<td>5,34</td>
<td>-18,2</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">90</td>
<td>Monster</td>
<td>2,65</td>
<td>3,41</td>
<td>-22,3</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">91</td>
<td>Knuddels.de</td>
<td>0,94</td>
<td>1,26</td>
<td>-25,4</td>
</tr>
<p><!--EndFragment--></tbody>
</table>
<p>(In obiger Tabelle: Reichweite jeweils in der Altergrusppe 14- bis 64-J&#228;hrige; ACTA 2009 nutzt als Grundgesamtheit die 14- bis 69-J&#228;hrigen &#8211; im Untschied zur ACTA 2008, die sich auf 14- bis 64-J&#228;hrige bezog. F&#252;r den Vergleich wurden die Werte entsprechend neu ausgez&#228;hlt.)</p>
<p><strong><br />
Die reichweitenst&#228;rksten Websites Deutschlands laut ACTA 2009</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="309"><!--StartFragment--><br />
<col width="25"></col>
<col width="208"></col>
<col width="76"></col>
<tbody>
<tr height="12">
<td width="25" height="12"></td>
<td width="208"></td>
<td width="76">ACTA 2009</td>
</tr>
<tr height="22">
<td height="22"></td>
<td></td>
<td width="76">Nutzer<br />
pro Monat in Mio.</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">1</td>
<td>Google Deutschland</td>
<td>37,26</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">2</td>
<td>Ebay</td>
<td>24,33</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">3</td>
<td><span style="color: #ff0000;">Wikipedia</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">23,66</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">4</td>
<td><span style="color: #ff0000;">YouTube</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">17,68</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">5</td>
<td>T-Online</td>
<td>14,73</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">6</td>
<td>Web.de</td>
<td>13,56</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">7</td>
<td>DasTelefonbuch</td>
<td>13,55</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">8</td>
<td>DB Bahn</td>
<td>13,53</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">9</td>
<td>Yahoo Deutschland</td>
<td>13,42</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">10</td>
<td>Das&#214;rtliche</td>
<td>11,65</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">11</td>
<td>Billiger.de</td>
<td>10,75</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">12</td>
<td>Guenstiger.de</td>
<td>10,38</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">13</td>
<td>GMX</td>
<td>10,30</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">14</td>
<td>Preisvergleich.de</td>
<td>9,60</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">15</td>
<td>MyVideo</td>
<td>8,38</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">16</td>
<td>GelbeSeiten</td>
<td>8,29</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">17</td>
<td>MeineStadt.de</td>
<td>8,09</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">18</td>
<td>MSN</td>
<td>7,91</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">19</td>
<td>Freenet</td>
<td>6,45</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">20</td>
<td>ADAC Online</td>
<td>6,16</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">21</td>
<td><span style="color: #ff0000;">Spiegel Online</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">5,95</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">22</td>
<td>Falk</td>
<td>5,87</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">23</td>
<td><span style="color: #ff0000;">Bild.de</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">5,60</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">24</td>
<td>Bundesliga</td>
<td>5,53</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">25</td>
<td>RTL Online</td>
<td>5,40</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">26</td>
<td><span style="color: #ff0000;">ARD.de</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">5,36</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">27</td>
<td><span style="color: #ff0000;">ZDF Online</span></td>
<td><span style="color: #ff0000;">5,35</span></td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">28</td>
<td>AutoScout24</td>
<td>5,35</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">29</td>
<td>Tui.com</td>
<td>5,34</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">30</td>
<td>Expedia.de</td>
<td>5,14</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">31</td>
<td>Mobile.de</td>
<td>5,05</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">32</td>
<td>Wer-kennt-wen.de</td>
<td>4,84</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">33</td>
<td>Stern.de</td>
<td>4,78</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">34</td>
<td>AOL Deutschland</td>
<td>4,56</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">35</td>
<td>Map24</td>
<td>4,51</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">36</td>
<td>MySpace</td>
<td>4,50</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">37</td>
<td>StayFriends</td>
<td>4,40</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">38</td>
<td>Computer Bild Online</td>
<td>4,40</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">39</td>
<td>Focus Online</td>
<td>4,40</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">40</td>
<td>StudiVZ</td>
<td>4,39</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">41</td>
<td>Chip Online</td>
<td>4,13</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">42</td>
<td>1&amp;1</td>
<td>4,03</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">43</td>
<td>n-tv.de</td>
<td>3,95</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">44</td>
<td>ProSieben Online</td>
<td>3,94</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">45</td>
<td>N24 Online</td>
<td>3,89</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">46</td>
<td>L&#8217;Tur</td>
<td>3,83</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">47</td>
<td>Kicker Online</td>
<td>3,68</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">48</td>
<td>SAT1.de</td>
<td>3,50</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">49</td>
<td>Chefkoch.de</td>
<td>3,39</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">50</td>
<td>JobScout24</td>
<td>3,36</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">51</td>
<td>Sch&#252;lerVZ</td>
<td>3,16</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">52</td>
<td>Vodafone Online</td>
<td>3,14</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">53</td>
<td>Facebook</td>
<td>3,09</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">54</td>
<td>Auto Motor und Sport Online</td>
<td>3,09</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">55</td>
<td>PC Welt Online</td>
<td>2,97</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">56</td>
<td>HolidayCheck</td>
<td>2,94</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">57</td>
<td>Sueddeutsche.de</td>
<td>2,91</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">58</td>
<td>Sport1.de</td>
<td>2,80</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">59</td>
<td>MeinVZ</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">60</td>
<td>Sport Bild.de</td>
<td>2,70</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">61</td>
<td>Monster</td>
<td>2,66</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">62</td>
<td>FriendScout24</td>
<td>2,49</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">63</td>
<td>Auto Bild.de</td>
<td>2,45</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">64</td>
<td>FAZ.net</td>
<td>2,35</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">65</td>
<td>Jobpilot.de</td>
<td>2,35</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">66</td>
<td>Ciao</td>
<td>2,34</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">67</td>
<td>Zeit Online</td>
<td>2,26</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">68</td>
<td>PC Games Online</td>
<td>2,24</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">69</td>
<td>TV Spielfilm Online</td>
<td>2,22</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">70</td>
<td>TV Movie.de</td>
<td>2,20</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">71</td>
<td>Xing</td>
<td>2,11</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">72</td>
<td>Spieletipps</td>
<td>2,01</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">73</td>
<td>GameStar Online</td>
<td>1,98</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">74</td>
<td>Heise Online</td>
<td>1,98</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">75</td>
<td>Welt Online</td>
<td>1,97</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">76</td>
<td>Netdoktor.de</td>
<td>1,92</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">77</td>
<td>Lokalisten.de</td>
<td>1,87</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">78</td>
<td>Auto.de</td>
<td>1,79</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">79</td>
<td>Premiere Online</td>
<td>1,79</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">80</td>
<td>Handelsblatt.com</td>
<td>1,64</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">81</td>
<td>Financial Times Deutschland Online</td>
<td>1,60</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">82</td>
<td>Computerwoche Online</td>
<td>1,56</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">83</td>
<td>Jamba</td>
<td>1,53</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">84</td>
<td>Verivox</td>
<td>1,41</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">85</td>
<td>Hausarbeiten.de</td>
<td>1,27</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">86</td>
<td>Teltarif.de</td>
<td>1,17</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">87</td>
<td>Eltern.de</td>
<td>0,97</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">88</td>
<td>Knuddels.de</td>
<td>0,95</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">89</td>
<td>Netzeitung.de</td>
<td>0,92</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">90</td>
<td>Giga</td>
<td>0,92</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">91</td>
<td>Bunte Online</td>
<td>0,90</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">92</td>
<td>Buffed.de</td>
<td>0,88</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">93</td>
<td>Brigitte.de</td>
<td>0,88</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">94</td>
<td>FinanceScout24</td>
<td>0,85</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">95</td>
<td>Kwick</td>
<td>0,84</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">96</td>
<td>Wiwo.de</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">97</td>
<td>OnVista</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">98</td>
<td>ZDNet.de</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">99</td>
<td>Manager-magazin.de</td>
<td>0,79</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">100</td>
<td>GamePro Online</td>
<td>0,77</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">101</td>
<td>Laut.de</td>
<td>0,74</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">102</td>
<td>Golem.de</td>
<td>0,73</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">103</td>
<td>Gala.de</td>
<td>0,66</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">104</td>
<td>Wallstreet:online</td>
<td>0,64</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">105</td>
<td width="208">Karriere.de</td>
<td>0,64</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">106</td>
<td>GoFeminin.de</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">107</td>
<td>VDI nachrichten.com</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">108</td>
<td>Onmeda</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">109</td>
<td>Finanzen.net</td>
<td>0,57</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">110</td>
<td>Spin.de</td>
<td>0,56</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">111</td>
<td>Digital World Online</td>
<td>0,46</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">112</td>
<td>QualiMedic</td>
<td>0,46</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">113</td>
<td>Finanztreff.de</td>
<td>0,44</td>
</tr>
<tr height="12">
<td height="12">114</td>
<td>Ingenieurkarriere.de</td>
<td>0,40</td>
</tr>
<p><!--EndFragment--></tbody>
</table>
<p><em>Quelle der Daten: IfD Allensbach / ACTA; keine Gew&#228;hr f&#252;r Richtigkeit und Vollst&#228;ndigkeit der Angaben.</em>
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			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/16636/acta-2009-facebook-vervierfacht-nutzer-in-deutschland-in-einem-jahr/">ACTA 2009: Facebook vervierfacht Nutzer in Deutschland in einem Jahr</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/16636/acta-2009-facebook-vervierfacht-nutzer-in-deutschland-in-einem-jahr/#comments">4 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=16636&amp;md5=23e116cf8e912692973af754346b089a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Apokalypse der klassischen Medienindustrie?</title>
		<link>http://carta.info/12322/die-apokalypse-der-klassischen-medienindustrie/</link>
		<comments>http://carta.info/12322/die-apokalypse-der-klassischen-medienindustrie/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 15:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Krone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12322</guid>
		<description><![CDATA[Der Medien- und Nutzungswandel k&#246;nnte zu einer Implosion der gesamten klassisch-kommerziellen Medienindustrie f&#252;hren. Kommunikationsr&#228;ume sind ohnehin viel interessanter als Einwegkommunikation. Nur: Ist das auch mainstreamf&#228;hig?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a876d15b56984bf06cc669c46e18d3" alt="" width="1" height="1" />K&#252;rzlich schrieb ich <a href="http://carta.info/9636/medienkonjunktur-oder-medienkrise-its-the-nutzerbindung-stupid/">hier</a> zur &#220;berwindung der Medienkrise:</p>
<blockquote><p><em>Am Ende wird den Medienunternehmen schlicht die &#220;berzeugung in die eigene Produktqualit&#228;t helfen &#8212; und ein  intelligentes Absichern von Werbepreisniveaus.</em></p></blockquote>
<p>Doch: So sicher ist die Zukunft der Werbefinanzierung und der klassischen Medienindustrie nicht. Bleibt es bei der hergebrachten Konzentration auf eine &#252;berwiegende Werbefinanzierung ist es denkbar, dass sich die Krise des Gesch&#228;ftsmodells Werbefinanzierung mittelfristig zu einer <strong>Apokalypse der Medien<em>wirtschaft</em></strong> entwickeln kann.</p>
<p>Was nicht bedeutet, dass in Zukunft ein geringeres Bed&#252;rfnis nach Werbetr&#228;gern erwartbar w&#228;re. Nein! Der Trend zeigt durch die Vermehrung von Nischenangeboten sogar deutlich nach oben. Folgt man der dem Gesch&#228;ft eigenen Logik der Zielgruppenansprache, sind Nachfrager nach so genannten spezifischen soziodemographischen Gruppen mit der Preisgestaltung f&#252;r Werberaum der klassischen, aber auch neuen Medien immer weniger zufrieden. Die fehlende <strong>Intermedia-W&#228;hrung</strong>, die einheitliche Orientierungsgr&#246;&#223;e zur Werthaltigkeit konkurrierender Werbe-Oberfl&#228;chen, klemmt in der Falle der Besitzstandswahrungen und Bauchnabelschauen. Mit unangenehmen, zum Teil nur mittelbar abh&#228;ngigen Effekten:</p>
<p>Das <strong>Preisniveau im Internet</strong> f&#228;llt aufgrund permanenter Angebotsausweitung im Special-Interest-Segment. Angebot und Nachfrage! Beg&#252;nstigt durch, gemessen an den klassischen Medien, marginalen <strong>Markteintrittsbarrieren</strong>. Die Kosten f&#252;r den Unterhalt von Websites sind au&#223;erordentlich gering: Facebook beispielsweise „versorgt“ rund 200 Millionen <em>aktive</em> und von der Werbung wie den Medien hei&#223;geliebte Nutzer mit weniger als 1.000 Mitarbeitern. Auch sorgen eine nahezu un&#252;berschaubare F&#252;lle von Vermarktungs-Tools und Reichweiten-Definitionen nicht unbedingt f&#252;r stabile Preise. <strong>Tendenz: st&#252;rmische See ohne verl&#228;ssliche Navigatoren</strong>.</p>
<p>Das <strong>Fernsehen</strong> bewegt sich sukzessive in die N&#228;he des Radios als anerkanntes <strong>Nebenbei-Medium</strong>. Werbespots werden bereits heute so produziert, dass ein „Schauen“ nicht mehr n&#246;tig ist. Den Zusehern wird in den Raum „hinterhergerufen“. <strong>Printmedien</strong> verlieren insgesamt kontinuierlich an Abdeckung des Leserpotentials (Internet und Print verlangen nach einer aktiven Informationsaufnahme, die im Medienzeitbudget der Nutzer nicht beliebig ausdehnbar ist – von der Parallelnutzung bleiben sie, anders als Fernsehen und Radio, ausgeschlossen); das <strong>Kino</strong> schafft es strukturell bis heute nicht, die Einzigartigkeit der Rezeptionssituation, das intime Verh&#228;ltnis zwischen Besucher und dargebotenem Inhalt im Vorf&#252;hrungssaal kommunizieren und vermarkten zu k&#246;nnen.</p>
<p>Lediglich das <strong><a href="http://www.agma-mmc.de/files/PM-EckdatenRadio2009-II.pdf">Radio</a></strong> und das <strong>Plakat</strong> als Au&#223;enwerbefl&#228;che bleiben von diesen Entwicklungen gr&#246;&#223;tenteils unber&#252;hrt. Ihr Platz im Medienrepertoire der Nutzer ist vom Medienwandel qua Digitalisierung ausgenommen. Ohne erwartbare Ver&#228;nderung in der Zukunft. <strong>Tendenz: das sehen auch die Werbungtreibenden so.</strong></p>
<p>In der Summe kann der mit dem<strong> technischen Medienangebotswandel</strong> einhergehende <strong>Mediennutzungswandel</strong> zu einer andauernden <strong>Schrumpfung</strong> des gesamten <strong>kommerziellen Medienmarktes</strong> und dessen Beitr&#228;gen zu <strong>volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen</strong> f&#252;hren. Langer Satz, aber Kernaussage!</p>
<p>Hei&#223;t das, dass sich die Mediennutzer nicht mehr f&#252;r ihre liebgewonnene <strong>Unterhaltung</strong> oder <strong>Information</strong> interessieren und sich von den Produzenten/Redaktionen abwenden und damit die Werbevermarktung gleich „irgendwohin“ mitnehmen?</p>
<div id="attachment_12348" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/media2.jpg"><img class="size-medium wp-image-12348" title="media2" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/media2-300x201.jpg" alt="asdfsdfasdf" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">F&#228;llt die „Digital Generation“ irgendwann in „analoge Nutzungsmuster“ zur&#252;ck?</p></div>
<p>Nein, nicht zwabgsl&#228;ufig. Aber gemessen an der <strong>Gratifikationserwartung der Nutzer</strong> liegt die Option der interpersonalen Kommunikation zusammengenommen vor der der Nutzung von „Einwegkommunikation“ redaktionell gestalteten Medieninhalts. Punkt. Ein der Bedeutung unangemessener Vergleich zwischen Kennwerten der <strong>Telekommunikationsindustrie</strong> und der <strong>Medienindustrie</strong> verdeutlicht das Verh&#228;ltnis auf nahezu jeder statistischen Ebene.</p>
<p>Diese <strong>Gedanken</strong> zur Ausbreitung von neuen Kommunikationsr&#228;umen in einer von klassischen Medienunternehmen besetzten Sph&#228;re und deren &#246;konomische Auswirkungen heben die wichtigste Ressource des Mediengesch&#228;fts, die Nutzer, auf ein noch nicht dagewesenes Niveau der strategischen Beachtung. Das, was derzeit von einer, gemessen an der Gesamtbev&#246;lkerung relativ kleinen Gruppe von Netzaffinen, jungen Menschen, Technikbegeisterten, der Medienszene selbst, als <strong>Wandel der Kulturtechnik Mediennutzung sowie der Medienwirtschaft</strong> messbar verk&#252;ndet wird, muss zuvor einer Reihe von Problemstellungen standhalten, will sie, die kleine Gruppe der Gesellschaft, den Anspruch auf Weisheit beanspruchen:</p>
<p>Wie verh&#228;lt sich der aktuell zu beobachtende <a href="www.ipmz.uzh.ch/media/downloads/keynote.pdf">Wandel</a> der Mediennutzung als signifikante Gr&#246;&#223;e zu den Sozialisationsetappen der Altersgruppen in der Gesellschaft? F&#228;llt die „Digital Generation“ im Zuge der sich ver&#228;ndernden Lebensumst&#228;nde (Beruf, Familie, Privatheit), sich einstellender Langeweile im Umgang mit neuen medialen Optionen, Umweltbewusstsein (Energiebilanz Endger&#228;te) oder Restrukturierungen des eigenen Zeitbudgets („Zeitfresser“ Online) in „analoge Nutzungsmuster“ zur&#252;ck und <a href="http://www.faz.net/s/Rub28EF38B483C94193A70B58D41ADA26A4/Doc~EF085847FE2EF4F848C88854F7DEB8A4C~ATpl~Ecommon~SMed.html">bereinigt</a> ihren Kommunikationsraum um viele „Freunde“? Welche Bedeutungen werden den technischen Endger&#228;ten beigemessen und welchen Grad der Alltagsnotwendigkeit erfahren Medien unabh&#228;ngig von den durch sie transportierten Inhalten?</p>
<p>Ein heute nicht abschlie&#223;end zu beantwortendes B&#252;ndel an Fragen. Ein Dilemma f&#252;r die Entscheidungstr&#228;ger der kommerziellen Medien, die nicht nur Verantwortung f&#252;r die H&#246;he der Rendite tragen. Die Beantwortung der Frage, ob es sich wirklich um eine <strong>Apokalypse der Medien<em>wirtschaft</em></strong> handelt, k&#246;nnen die heute 13J&#228;hrigen in 20, 25 Jahren beantworten.<br />
<a href="http://www.legalthoughts.de/2008/03/douglas-adams-hat-abgeguckt/">42</a>!?
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12322&amp;md5=b15fb66c1307c0568d2610017307255c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>AWA 2009: Internet w&#228;chst weiter, Zeitungen verlieren weniger</title>
		<link>http://carta.info/11335/awa-2009-internet-waechst-weiter-zeitungen-verlieren-weniger/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 11:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neue Zahlen aus Allensbach zeigen: Das Internet gewinnt weiter mit erheblichen Wachstumsraten an Zuspruch. Die derzeitige Print-Krise ist keine Nutzungs-, sondern eine Umsatzkrise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d8b4ea4d7e339ee39b4fbc401a8d16" width="1" height="1" alt=""/>Die Debatte um Print-Strukturkrise und Online-Euphorie wird mehrmals pro Jahr mit Zahlenmaterial zur Nutzerzuwendung versorgt. Die Berichtssaison 2009 in Sachen Medienwandel er&#246;ffnete heute die <a href="http://www.awa-online.de">AWA</a> &#8211; eine Studie aus Allensbach, die seit Jahren verl&#228;ssliche Zahlen liefert und zudem f&#252;r jedermann online <a href="http://www.gujmedia.de/services/zaehlservice/">z&#228;hlbar</a> ist.</p>
<p>Das Kernergebnis: Das Internet gewinnt weiter mit erheblichen Wachstumsraten an Zuspruch. Die R&#252;ckg&#228;nge bei den Tageszeitungen fallen &#8211; nach einem zuletzt starken Verlust &#8211; dieses Jahr etwas geringer aus. Medienwandel und Digitaliserung sind folglich in vollem Gange, aber sie krempeln das Mediensystem nur gem&#228;chlich um.</p>
<p>Der Anteil der <strong>t&#228;glichen Internetnutzer</strong> in der Gruppe der 14- bis 64-J&#228;hrigen ist laut AWA&#8217;09 von 40,0 auf 44,3 Prozent gestiegen &#8211; ein Wachstum um<strong> 10 Prozent</strong>. Noch st&#228;rker wuchs der Anteil der 14- bis 64-J&#228;hrigen, die angebeten, sich <strong>gestern im Internet &#252;ber das aktuelle Geschehen</strong> informiert zu haben. Er wuchs von 13,3 auf 16,0 Prozent &#8211; ein Wachstum um 20 Prozent &#8212; allerdings von einem niedrigen Niveau aus: Diesen 16,0 Prozent stehen weiterhin 44,7 Prozent gegen&#252;ber, die sich am Vortag in einer <strong>Zeitung</strong> &#252;ber das aktuelle Geschehen informiert haben, – und 64,4 Prozent, die daf&#252;r auf das Fernsehen zur&#252;ckgegegriffen haben.</p>
<p>Die derzeitige Print-Krise in Deutschland ist daher unter dem Blickwinkel der neuen AWA-Zahlen <strong>keine akute Nutzungskrise</strong>, sondern eine <strong>Umsatzkrise im Anzeigenmarkt</strong>. Die Anzeigenkunden folgen den Nutzern ins Netz, wo die Anzeigenpreise niedriger sind.</p>
<p>Betrachtet man die Entwicklung der Tageszeitungsreichtweiten &#252;ber die letzten elf Jahre auf Basis des Wertes &#8220;Lesers pro Ausgabe&#8221;, der anzeigt, wie viele Leser pro Tag von Tageszeitungen erreicht werden, so ergibt sich folgendes Bild:</p>
<div id="attachment_11341" class="wp-caption aligncenter" style="width: 563px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/zeitungrw.png"><img class="size-full wp-image-11341" title="zeitungrw" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/zeitungrw.png" alt="zeitungrw" width="553" height="385" /></a><p class="wp-caption-text">Entwicklung der Tageszeitungsreichweiten in Deutschland unter den 14- bis 64-J&#228;hrigen (Quelle: AWA 98-09)</p></div>
<p>Die Tageszeitungen haben 2009 lediglich 0,8 Prozentpunkte an Reichweite verloren. Deutlich weniger als im letzten Jahr. &#220;ber die Jahre 2005 bis 2009 bleibt jedoch der Trend eines R&#252;ckgangs von 2,8 Prozent pro Jahr. F&#252;r die Tageszeitungen bedeuten die neuen Zahlen, dass sich der zuletzt erkennbare Trend bei den Nutzern zumindest in diesem Jahr nicht verst&#228;rkt hat. Es bleibt etwas mehr Zeit zur Neuorientierung.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=11335&amp;md5=1bfd7ddb07eb2594f574bd998f102ae9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Medienkonjunktur oder Medienkrise? It’s the Nutzerbindung, stupid!</title>
		<link>http://carta.info/9636/medienkonjunktur-oder-medienkrise-its-the-nutzerbindung-stupid/</link>
		<comments>http://carta.info/9636/medienkonjunktur-oder-medienkrise-its-the-nutzerbindung-stupid/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Krone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allerorten brechen Werbeeinnahmen der Medienunternehmen ein und sorgen f&#252;r Krisenstimmung. Doch handelt es sich dabei wirklich um eine Medienkrise? Nein! Vielmehr ist eine Medienkonjunktur zu beobachten: Die Nachfrage nach publizistischen Produkten auf den Nutzerm&#228;rkten steigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7f8035380129c4cfde2d8abb740935" alt="" width="1" height="1" /><br />
Nachdem die Medienunternehmen nahezu vollst&#228;ndig ihre <strong>Ums&#228;tze aus dem ersten Quartal 2009</strong> ver&#246;ffentlicht oder zumindest umrissen haben, wird eines besonders deutlich: <strong>allerorten brechen Werbeeinnahmen ein und sorgen f&#252;r Krisenstimmung</strong>, nicht nur in <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E13F469EAB2C0442A961C871E919AE496~ATpl~Ecommon~Scontent.html">G&#252;tersloh</a>. Im Verh&#228;ltnis zum Vorjahr 2008 m&#252;ssen Einbu&#223;en im niedrigen zweistelligen Bereich hingenommen und aufgearbeitet werden.</p>
<p>Handelt es sich bei diesem Schlaglicht wirklich um eine <strong>Medienkrise</strong>? Nein!</p>
<p>Legt man erstens die Werbeeinnahmen der ersten Quartale 2006 und 2007 zugrunde, wirken die R&#252;ckg&#228;nge bereits deutlich kommoder. Dennoch bleiben die Zahlen schlecht, verlieren aber an Dramatik.</p>
<p>Wenn man dagegen, zweitens, die angenommene Medienkrise in eine andere Perspektive der Betrachtung wendet f&#228;llt auf, dass es sich um eine <strong>Medienkonjunktur</strong> handelt. Die Nachfrage nach publizistischen Produkten steigt auf den Nutzerm&#228;rkten. In Phasen breiter Verunsicherung in Gesellschaften steigt das Informationsbed&#252;rfnis der Menschen exponentiell im Verh&#228;ltnis zu &#246;konomisch prosperierenden Phasen. Das <strong>Bed&#252;rfnis nach Eskapismus</strong> w&#228;chst wie das Informationsbed&#252;rfnis. Medien werden h&#228;ufiger und l&#228;nger genutzt.</p>
<p>Also keine Medienkrise, sondern vielmehr eine <a href="http://30jahre.taz.de/2009/04/hoffentlich-geht-die-krise-weiter/">Krise des Gesch&#228;ftsmodells Werbefinanzierung</a>.</p>
<p>Dumm nur, m&#246;chte man sagen, dass das Gros der Medienunternehmen exakt und &#252;berwiegend auf diese Erl&#246;squelle angewiesen sind und nun in Engp&#228;sse geraten. Ad&#228;quates <strong>Kompensationspotential</strong> bieten in dem Sachverhalt die Modelle einer ann&#228;hernd parit&#228;tischen Mischkalkulation zwischen Vertriebs- und Werbeerl&#246;sen, also die der Printmedien.</p>
<p>Nur sind es aber gerade die Printmedien, die seit dem sich sichtbar bewegenden <strong>Medienwandel</strong> Nutzer an die elektronische Oberfl&#228;che World Wide Web abtreten m&#252;ssen und dadurch in eigene, nicht neue, Kalkulationsprobleme gleiten: Die Internetnutzer lehnen es bis heute best&#228;ndig ab, &#252;ber aufw&#228;ndige Micro-Payment-L&#246;sungen f&#252;r publizistische Produkte, <strong>Journalismus</strong>, Entgelte zu entrichten.</p>
<p>Wie l&#228;sst es sich nun in einer Zeit der Medienkonjunktur gegen eine Krise des Gesch&#228;ftsmodells Werbung arbeiten?</p>
<p>Die Antwort kann zweierlei sein: Einerseits hei&#223;t es, die Luft anzuhalten und auf die volkswirtschaftlichen Weisheiten der <strong>Unsicherheit in Zeiten des Zyklenwechsels</strong> zu bauen (ist zeitlich leider nicht spezifiziert, &#8220;nur&#8221; Theorie). Nach den Schockstarren der M&#228;rkte angesichts von Liquidit&#228;tsengp&#228;ssen werden aber auch die Kaninchen, die Wirtschaft, angesichts der Schlange, der Krise, ihren Bewegungs- und Selbsterhaltungsdrang zur&#252;ckgewinnen (wenngleich die Schlange nat&#252;rlich nur durch den eigenen S&#228;ttigungsgrad den Appetit verliert).</p>
<p>Nicht jede Marke oder Titel oder Programm wird diese Zeit unbeschadet &#252;berstehen k&#246;nnen, andere daf&#252;r umso besser. Sie werden gest&#228;rkt und profitabler aus der Krise des Gesch&#228;ftsmodells &#8220;Werbefinanzierung&#8221; hervorgehen. Die Zahlen der Medienunternehmen nach dem Platzen der Internetblase zur Jahrtausendwende belegen dies eindr&#252;cklich. <strong>Reduzierung des Umfangs bei Printmedien</strong> mit der Folge von Einsparungen in Druck, Personal &amp; Vertrieb, Konsolidierung von netzbasierten Unternehmen, Abschmelzungen anspruchsvoller und teurer Produktionen oder Eink&#228;ufe im TV-Sektor etc.</p>
<p>Die vermittelte Notwendigkeit von Kosteneinsparungen und deren Exekution unter den eigenen Belegschaften und externen Produktionshelfern f&#252;hren in einer anziehenden Wirtschaftskonjunktur nicht gleichm&#228;&#223;ig zur R&#252;ckkehr in alte Strukturen. Medienunternehmen arbeiten folglich unter schlankeren Voraussetzungen.</p>
<p>Inwieweit diese Strukturen jedoch heute, rund sechs Jahre nach der letzten Ersch&#252;tterung, Kompensationspotential leisten k&#246;nnen, ist ungewiss. Die <strong>Devise 2009</strong> muss lauten: <strong>Nutzerbindung!</strong></p>
<p>Nachfrager nach publizistischen Angeboten gewinnen Unternehmen aber nur mittels eines wohl&#252;berlegten publizistischen Wettbewerbs dazu oder zur&#252;ck. Eine kurzsichtige, keine strategische, Entscheidung also, Redaktionen auf ein gerade noch notwendiges Ma&#223; einzudampfen und/oder neue Distributionswege zu vernachl&#228;ssigen.</p>
<p>Am Ende wird den Medienunternehmen schlicht die &#220;berzeugung, das Vertrauen in die eigene Produktqualit&#228;t helfen. Dazu geh&#246;rt ebenso das intelligente <strong>Absichern von Werbepreisniveaus</strong>.</p>
<p>Fehlt das Vertrauen in eigenes Selbstverst&#228;ndnis oder gar das Wissen um die eigene Produktqualit&#228;t, wird der Atem sicher schnell knapp – ohne einen Schaden f&#252;r die <strong>Triebkr&#228;fte der Medienkonjunktur</strong> zu verursachen. Konkurrierende Informationsanbieter stehen ohnehin parat. Denn ein Wettbewerb, ob publizistisch oder &#246;konomisch, kann ganz <strong>ohne den Nutzer</strong> von Information oder Unterhaltung nicht (mehr) betrieben werden. Schon gar nicht in Zeiten der Krise des Gesch&#228;ftsmodells Werbefinanzierung.</p>
<p>Wie geht es eigentlich dem Radio?!<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=9636&amp;md5=6f58b11e2b3ca7a8185185c94260797a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Macht das Ding aus! Die &#196;ra des Fernsehens ist vorbei.</title>
		<link>http://carta.info/7241/macht-das-ding-aus/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 09:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mercedes Bunz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pl&#246;tzlich war es nicht mehr da, das Fernsehen. Leise, still und heimlich verschwand es aus unserem Horizont: Wie das kam und warum Freundschaft das bessere Versprechen als Fernsehen ist – f&#252;r alle!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/50f92abb70aa7bbdfeac003af9cd5d" alt="" width="1" height="1" /><br />
Von Mercedes Bunz und Nadine Lantzsch</p>
<p>Irgendwann blieb der Fernseher einfach aus. Nicht, dass dies eine bewusste Entscheidung gewesen ist. Wir wollten uns nicht von der <strong>Manipulation dieser Unterhaltungsmaschine</strong> befreien. Wir drohten dem schwarzen Kasten auch nicht wutentbrannt mit der Faust, weil er einen schon wieder auf Geb&#252;hrenkosten mit abgrundtiefer Langeweile nervte. Wir verloren einfach das Interesse.</p>
<p>Tats&#228;chlich wunderte sich der Medienredakteur des Tagesspiegels, Joachim Huber, vor zwei Wochen <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Generation-Glotze-Fernsehen;art15532,2751705">hier</a> nicht ganz zu unrecht, wie das kommen kann. Ja, auch wir sind noch mit dem Fernsehen aufgewachsen. Aber er irrt sich, wenn er meint, wir blieben einfach teilnahmslos davor sitzen und w&#252;rden Piepmatz Pilawa ertragen. Matthias Kalle hat ja <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/TV-Misere-Generation-Glotze;art15532,2756682">im letzten Beitrag</a> f&#252;r die „Generation Glotze“ gut beschrieben, wie die <strong>Karriere verschiedener aufgeweckter Pers&#246;nlichkeiten im Musikfernsehen</strong> verhei&#223;ungsvoll starteten, um anschlie&#223;end von den gro&#223;en Programmanstalten gekonnt beendet zu werden. Ich wiederhole noch mal: Charlotte Roche. Christian Ulmen. Sarah Kuttner und vor allem ihr Sidekick Sven Schumacher. Und so weiter und so fort.</p>
<p>Aber auch sonst war man im deutschen Fernsehen <strong>nicht sehr experimentierfreudig</strong>. Woanders liefen Serien zur neuen kulturellen Hochform auf. „Lost“ reichte dem Kinofilm das Wasser, der schwarze Humor des „Dr. House“ erfand die Krankenhaus-Serie neu und mit „The Wire“ legte der amerikanische Fernsehsender HBO schlie&#223;lich eine Polizeiserie vor, die dem Lesen eines naturalistischen Émile-Zola-Romans in nichts nachsteht. Die deutsche Serie dagegen erkannte man im Fernsehen umgehend an ihrer <strong>eigenartigen, gerne leicht brauntonigen Beleuchtung</strong>, so dass man in Sekundenschnelle wegzappen konnte.</p>
<p>Eines Abends machten wir allerdings nicht mal mehr das. Wir standen vom Sofa auf und gingen an unseren Schreibtisch zur&#252;ck. Dort legten wir eine DVD in den Computer, die genau an die Stelle sprang, die wir zuletzt gesehen hatten. Irgendwann holten wir dann den Computer ganz hin&#252;ber in das Wohnzimmer – das war der Moment, in dem dann der Fernseher wutentbrannt und wild die Faust schwenkend hinter das Regal kippte. Und da verstaubt er bis heute.</p>
<p>Anders als Herr Huber also im Tagesspiegel meinte, ist es also so: Ein psychosoziales Einverst&#228;ndnis zwischen uns und dem scheu&#223;lichen Programm gibt es &#8211; kein St&#252;ck. Wenn heute keine Generation w&#252;tend an die Mattscheibe klopft und Einlass fordert, hat das einen Grund: Wir toben uns woanders aus. <strong>&#220;ber das Fernsehen &#228;rgern wir uns nicht lang</strong>. Gut, kurz waren wir ein wenig wehm&#252;tig. Aber warum sollen wir uns &#252;bergangen und unterdr&#252;ckt f&#252;hlen, wenn unser Computer die viel besseren Angebote macht? Warum sollen wir uns anstrengen, uns gegen eine Massendurchschnittsbiene wie Pilawa durchzusetzen, wenn wir uns im Internet prima viel niveauvoller austoben k&#246;nnen? Unsere Blogs immer mehr Leser bekommen? Wir Tastatur, Digitalfotos oder Filmkamera in die Hand nehmen und zusammen mit Freunden Diskussionen zu Themen verfolgen, die uns interessieren? Das g&#228;ngige TV-Programm f&#252;hrt vielleicht dazu, dass Sie uns f&#252;r v&#246;llig debil oder spie&#223;ig halten. Nur: Wir waren dann mal weg.</p>
<p><strong>Im Grunde ist die &#196;ra des Fernsehens ja vorbei</strong>. Die Zeiten sind gesegnet, in denen sich die Nation vor der Glotze versammelte, wie im 19. Jahrhundert die Familie um das abendlich w&#228;rmende Kaminfeuer. Information und Unterhaltung nimmt man heute auch nicht mehr in einem einzigen Leitmedium auf. Die mediale Landschaft ist versprengt, fragmentarisiert. Und viel zu lange haben die Fernsehverantwortlichen diese Entwicklung missachtet. Sie haben gedacht, wenn sie ihr Programm dumpf auf Masse ausrichten, f&#228;nde die sich auch ein. Aber die Masse machte da nicht mit. Und damit, dass man eines Tages mal zu besseren Angeboten ausweichen kann, haben die Programmdirektoren nicht gerechnet. Pech gehabt. Programmdiktat geh&#246;rt heute der Vergangenheit an.</p>
<p>Allerdings k&#246;nnte man uns noch kriegen: Ab mit den Inhalten ins Netz. Auch, wenn das Internet ein Textmedium ist: Die <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=130">ARD Online Studie 2008</a> best&#228;tigt die Neugierde gegen&#252;ber multimedialen Anwendungen. 55 Prozent aller erwachsenen Internetnutzer, 10% noch im Jahr zuvor, rufen Videos und TV-Inhalte &#252;ber Videoportale und Mediatheken auf &#8211; live oder zeitversetzt. Bei den 14- bis 29-J&#228;hrigen sind es sogar schon 84%. Leider steht uns das alte Leitmedium Fernsehen genau bei diesem Nutzungsverhalten im Weg:  W&#228;hrend sich in Deutschland noch viele Sender str&#228;uben, ihr Portfolio frei zug&#228;nglich und kostenlos zu ver&#246;ffentlichen, <strong>spielen die USA hier mal wieder den Vorreiter</strong>. Dort pr&#228;sentieren Fernsehsender Serien und Talkshows bereits wie selbstverst&#228;ndlich im Netz – und auch das Wei&#223;e Haus hat auf Youtube einen Sendekanal.</p>
<p>Neben einem gro&#223;en freien Angebot kann man sich sogar wieder der traditionellen Gemeinschaft des typischen Samstag-Fernseh-Abends ann&#228;hern, als die Familie gemeinsam mit dem Rest von halb Deutschland vor dem Fernseher sa&#223;. Und das geht so: Ist man Mitglied des sozialen Netzwerkes Facebook, bieten Fernsehsender die M&#246;glichkeit, was man Online sieht live in einer Art Chat zu kommentieren. Allen Bekannten, die online sind, werden diese Kommentare angezeigt – und oft schalten sie zu und diskutieren dann wild durcheinander.</p>
<p>Doch halt! Wenn wir jetzt verd&#228;chtigt werden, dass mit diesen <strong>medialen Ersatztreffen</strong> unsere soziale F&#228;higkeiten verk&#252;mmern, weil wir wichtige Konflikte nicht mehr in der echten Welt austragen, beispielsweise wie den, wer die Fernbedienung halten darf, der lese bitte weiter. Wir w&#252;rden zwar laut der <a href="http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf08/JIM-Studie_2008.pdf">JIM-Studie</a> des Medienp&#228;dagogischen Forschungsverbundes lieber auf unseren Fernseher verzichten, als auf Computer oder Internet, aber keine Angst, wir tauchen mit ihm nicht in eine rein virtuelle Welt ab. Computer, Internet und Mobiltelefone nutzen wir nur als kommunikative St&#252;tze von Freundschaften. Da k&#246;nnen wir die Generation Kukident beruhigen: Mit 91 % liegt die reale Verabredung weit vor Online-Treffen (71%).</p>
<p>Also, liebe Generation Kukident. Auch ihr m&#252;sst nicht einsam vor der schlechten Glotze rumhocken. Es gibt Hoffnung. Millionen haben es geschafft, der Masse zu entkommen. <strong>Lasst den Kasten doch einfach mal aus</strong>, schmei&#223;t das Internet an und verabredet Euch mit Euren Freunden. Ihr werdet erstaunt sein, was man von denen alles erf&#228;hrt.</p>
<p><em>CARTA ver&#246;ffentlicht <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Generation-Glotze;art15532,2761859">diesen Text</a> mit freundlichen Genehmigung des <a href="http://www.tagesspiegel.de/">Tagesspiegels</a>.</em></p>
<div class="box">Das Fernsehen ist schlecht. Dar&#252;ber herrscht Einigkeit. Aber wer ist an der Miesere Schuld? Vor zwei Wochen schrieb Medienredakteur Joachim Huber im Tagesspiegel, dass die j&#252;ngere Generation, die mit dem Fernsehen aufgewachsen ist, es str&#228;flich in Stich gelassen habe. Nichts da, antwortete Matthias Kalle, und wies nach, dass die J&#252;ngeren keine Chance hatten. Mercedes Bunz und Nadine Lantzsch kratzen sich verwirrt am Kopf, ob der Debatte. Denn wieso eigentlich Fernsehen?</div>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=7241&amp;md5=69620c08757322fab85cd52533a809bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>F&#252;r eine neue Poesie der Neugier: Das Web ver&#228;ndert den Journalismus – nicht nur online</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 19:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mercedes Bunz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Ruf des Online-Journalismus ist ein Desaster. Bei gestandenen Print-Journalisten hat er kein Renommee: Online-Journalismus liegt angeblich allein in den H&#228;nden von schlecht bezahlten und unerfahrenen Jungjournalisten, die haupts&#228;chlich Agenturmaterial verwursten, wenig an ihren Texten h&#228;ngen und kaum recherchieren.]]></description>
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<p>Der Ruf des Online-Journalismus ist ein Desaster. Bei gestandenen Print-Journalisten hat er kein Renommee: Online-Journalismus wird angeblich nur von schlecht bezahlten und unerfahrenen Jungjournalisten betrieben, die haupts&#228;chlich <strong>Agenturmaterial verwursten</strong>, wenig an ihren Texten h&#228;ngen und kaum recherchieren w&#252;rden. Eine Boulevardisierung des Journalismus, verursacht durch „<a href="http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/04417.pdf">Klicks, Quoten und Reizw&#246;rter</a>“, stehe bevor. Im Netz sei der Qualit&#228;tsjournalismus durch die hungrige Logik des Mediums nach schnellen, immer neuen Nachrichten <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/533/140237/">bedroht</a> (Schirrmacher 2007) und Blogger mit ihrem „loser generated content“ g&#228;ben dem Genre als „<a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/computer/artikel/211/146869/">Idiotae</a>“ im „<a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/computer/artikel/211/146869/">Web 0.0</a>“ (Graff 2007) den Rest.</p>
<p>Auf eine skeptische Einsch&#228;tzung trifft man vom ehemaligen Chefredakteur des Stern, Hans-Ulrich Joerges, &#252;ber den Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher, bis hin zum stellvertretenden Chefredakteur der S&#252;ddeutschen Online, Bernd Graff. Doch es lohnt sich genauer hinzuschauen. Denn tats&#228;chlich muss man sich fragen, ob das Web wirklich eine Gefahr f&#252;r den Journalismus darstellt oder ob man hier nicht dem Online-Journalismus Probleme in die digitalen Schuhe schiebt, die der Journalismus ganz allgemein hat. Denn die neuen Bedingungen des Journalismus treffen nicht nur auf das Schreiben im Web zu, sondern h&#228;ufig auf den Journalismus im Allgemeinen.</p>
<p><strong>Hoppla: Autor trifft Leser</strong></p>
<p>Die meisten Journalisten bevorzugen den Leser besser wissend zu informieren und sind wenig erfreut dar&#252;ber, wenn dieser Leser auf die Idee kommt, das ihm Zugesendete zu berichtigen, zu verbessern, den Journalisten auf einen Fehler hinzuweisen und ihn somit schlichtweg ebenso: zu informieren. Obwohl es diesen R&#252;ckkanal in Form von Leserbriefen oder Gegendarstellungen offline schon seit langem gibt, hat sich mit der M&#246;glichkeit des Kommentierens von Artikeln im Internet eine unmittelbarere N&#228;he zwischen Sender und Empf&#228;nger ergeben – eine N&#228;he, die auff&#228;llig gerne ignoriert wird. W&#228;hrend man den Leser als konkreten Empf&#228;nger entdeckt hat und nicht mehr in einen diffus abstrakten Raum namens „&#214;ffentlichkeit“ sendet, tut man sich mit den Antworten dieses Empf&#228;ngers allerdings noch schwer.</p>
<p>Redakteure und Autoren sind zwar interessiert daran, wie h&#228;ufig ihr Artikel gelesen wird; mit den Kommentaren unter ihren Artikeln setzen sie sich jedoch ungern auseinander. Fast k&#246;nnte man meinen, die Trennung von Leserbeitr&#228;gen und redaktionellen Inhalten sei im Journalismus genauso wichtig wie die Trennung von redaktionellen Inhalten und Anzeigen, so schlecht ist der Ruf des partizipatorischen Journalismus bzw. des User-Generated-Content. An ihm k&#246;nnen sich die &#196;ngste des Faches vor einem Journalismus ohne Journalisten hervorragend aufbauschen, auch wenn man ehrlich sagen muss: Nicht einmal mehr die Verleger tr&#228;umen den Traum von unbezahlten Inhalten ihrer User. Mittlerweile hat man begriffen, dass eine gut funktionierende Community jemanden braucht, <a href="http://www.ojr.org/ojr/stories/080403niles/">der diese Community pflegt</a> (Niles 2008). Inhalte, die vom Leser kommen und ver&#246;ffentlicht werden sollen, schaffen also Arbeit und damit Arbeitspl&#228;tze (Rusbridger 2007). Sie m&#252;ssen gegengelesen, beantwortet und betreut werden.</p>
<p><strong>Der Journalismus transformiert sich damit vom Produkt zum Prozess:</strong> Der Journalist initiiert im Netz eine Debatte, die er auch weiterhin beeinflusst, er produziert nicht mehr einfach nur ein St&#252;ck, das er abliefert. Das schafft ein neues Problem: Woher soll ein Autor oder Redakteur die Zeit f&#252;r diese Betreuung nehmen (Niles 2008)? Eine L&#246;sung w&#228;re eventuell, Community-Manager journalistisch ernster zu nehmen, sie im Namen des Organs Beitr&#228;ge und Antworten verfassen zu lassen und Artikel, die gr&#246;&#223;ere Debatten ausl&#246;sen, in Zusammenarbeit mit dem Autor zu betreuen. An einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem im Kommentarfeld einsam zur&#252;ck gelassenen Leser wird man jedenfalls nicht vorbeikommen, auch wenn diese Zusammenarbeit zurzeit noch selten der Fall ist. Online, kritisiert der amerikanische Online-Journalismus-Experte Robert Niles sorgenvoll, ist eine „<a href="http://www.ojr.org/ojr/stories/080403niles/">f&#252;hrungslose Debatte</a>“ zu beobachten (Niles 2008). Er bef&#252;rchtet, dass der Leser diesen Eindruck auf das Nachrichtenportal &#252;bertr&#228;gt und sich vom Journalismus abwendet. Und er mahnt an, den alleinigen Fokus der Journalisten auf die Zeitung zu &#252;berdenken:<strong> „Es ist Zeit, dass die Nachrichtenzeitung stirbt, damit die Nachrichtenindustrie &#252;berleben kann.“</strong> (Niles 2008)</p>
<p><strong>Crossmedial – ein Zauberwort?</strong></p>
<p>Doch nicht nur die Rolle des Journalisten und sein Verh&#228;ltnis zum Leser &#228;ndern sich durch das Web, sondern auch der journalistische Inhalt selbst. W&#228;hrend eine publizistische Marke bislang vor allem mit einem Medium verbunden wurde, wird in Zukunft gelten, dass eine Marke f&#252;r einen bestimmten Inhalt steht, der &#252;ber verschiedene Plattformen wie Zeitung, Internet, Mobiltelefon oder Internet-TV verteilt wird – „Crossmedialit&#228;t“ von Inhalten lautet derzeit das neue verlegerische Zauberwort, dessen Umsetzung gar nicht so einfach ist: Um den Leser im jeweiligen Medium anzusprechen, m&#252;ssen die Inhalte der Logik des jeweiligen Mediums angepasst werden, denn man kann diese Inhalte nicht medienblind produzieren und verteilen. Ein Beispiel: Online-Beitr&#228;ge funktionieren selten mit &#220;berschriften, die f&#252;r die gedruckte Zeitung getextet werden, denn das Zusammenspiel aus &#220;berschrift und Bebilderung f&#228;llt weg, ebenso wie sichtbare Zwischen&#252;berschriften oder Zitate, die Orientierung bieten. <strong>Im Netz muss Inhalt eigen und anders zugeschnitten werden.</strong></p>
<p>Zugleich erwarten User online auch variierende mediale Formate. Das Mit-Bloggen eines Ereignisses, Bilderstrecken, Audio-Slide-Shows oder kurze Videobeitr&#228;ge behandeln ein Thema mitunter angemessener als ein Artikel. Diese Logik setzt sich im Online-Journalismus erst langsam durch, denn das „Muttermedium“ – und die meisten Nachrichtenportale sind T&#246;chter von gedruckten Marken – pr&#228;gt bislang noch stark die Online-Berichterstattung, auch wenn welt.de und spiegel.de ihre Textlastigkeit im ersten Quartal 2008 deutlich verringert haben und das Unternehmen Holtzbrinck mit zoomer.de den expliziten Versuch startet, ein Nachrichtenportal mit einem multimedialen Angebot aufzubauen, weil ein j&#252;ngeres Publikum in einem spielerisch medienkonvergenten Umfeld aufgewachsen ist und eine solche Aufarbeitung auch von ihrem Portal erwartet.</p>
<p><strong>Multimedialit&#228;t im Internet wird damit erwachsen.</strong> Waren online-spezifische Formate wie Live-Bloggen oder Live-Tickern, Bildergalerien oder Umfragen zun&#228;chst vor allem der Jagd nach Seitenaufrufen verd&#228;chtigt worden (Range und Schweins 2007: 51ff.), hat sich mittlerweile die Einsicht verbreitet, dass diese Formate auch mit Qualit&#228;t gef&#252;llt werden k&#246;nnen. Zudem ist klar, dass die Reichweitenst&#228;rke online nicht nur durch Beitr&#228;ge zu holen ist, die kurzfristig hohe Zugriffe haben, wie spektakul&#228;re Boulevardmeldungen. Gerade im Netz ist das Prinzip wichtig, mit einer gro&#223;en Anzahl an Nischenprodukten zu arbeiten, dem <a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html">Long Tail</a>, wie ihn Wired-Chefredakteur Chris Anderson beschrieb (Anderson 2007). Nicht umsonst haben publizistische Angebote ihre Archive mittlerweile f&#252;r Suchmaschinen ge&#246;ffnet und Search-Engine-Optimizer engagiert, um bei Google News zu landen. Das Aufrufen der Homepage ist heutzutage nur noch ein Zugang zu angebotenen Inhalten unter vielen. Newsaggregatoren, welche unter bestimmten Topoi verschiedene Medien scannen – turi-2.blog.de etwa f&#252;r die Medienbranche – sorgen f&#252;r weitere Zugriffe.</p>
<p>Das f&#252;hrt dazu, dass journalistische Angebote ein Interesse haben, sich breit aufzustellen, indem sie Inhalte, die andere produziert haben, in ihr Angebot integrieren: Kuratieren, nicht selbst produzieren. Dieses Einpflegen qualitativ hochwertiger fremder Inhalte verbreitert das eigene Angebot und wertet es auf, da gute, interessante Information im Internet schnell im &#220;berangebot untergeht. <strong>„<a href="http://www.buzzmachine.com/2007/11/12/glam-the-success-of-the-network/">Do what you can do best and link to the rest</a>“</strong>: Das Auffinden und Pr&#228;sentieren interessanten Materials ist ein Mehrwert, mit dem man mitunter erstaunliche Ergebnisse erzielen kann – der amerikanische Unternehmer Samir Arora hat das f&#252;r die Frauenplattform glam.com in den Staaten erfolgreich etabliert (vgl. Jarvis 2007). In Deutschland folgt man dieser Strategie eher zaghaft: Spiegel Online pr&#228;sentiert beispielsweise Inhalte von 11 Freunde, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Wikipedia, dem manager magazin, Last.fm etc.</p>
<p>Fasst man diese Entwicklungen zusammen, dem dynamischen Medium entsprechend zwangsl&#228;ufig nur in einem Zwischenstand, kann man sagen: Ja, das Web hat den Journalismus ver&#228;ndert. Folgende Verschiebungen stechen dabei vor allem ins Auge:</p>
<p><strong>1. Marke statt Medium:</strong> Publizistische Marken sind in Zukunft weniger als bisher von einer spezifischen medialen Logik gepr&#228;gt, sondern verteilen ihre spezifische inhaltliche Ausrichtung, ihr Markenprofil, auf verschiedene Medien.</p>
<p><strong>2. Ver&#246;ffentlichung heute hei&#223;t Kommunikation:</strong> Journalisten produzieren f&#252;r Medien keine Beitr&#228;ge, sie kommunizieren mit ihren Lesern – mitunter auch im direkten Dialog.</p>
<p><strong>3. Plattform statt Sender: </strong>Eine Marke besticht in Zeiten des &#220;berangebots an Information nicht nur durch selbst hergestellte Inhalte, sondern versteht sich als Plattform und w&#228;hlt gem&#228;&#223; der ihr eigenen Logik die relevanten Beitr&#228;ge f&#252;r ihre Leser aus.</p>
<p>All dies wird den Journalismus herausfordern – und es kann ihn spannender, interessanter, unterhaltsamer und informativer machen. Eventuell. Denn man steht vor einem Problem:</p>
<p><strong>Wer soll das bezahlen?</strong></p>
<p>In der Tat steht man aktuell in Bezug auf Online-Journalismus vor einem Desaster, allerdings findet sich dieses Desaster nicht dort, wo es vermutet wird. Denn nicht die Qualit&#228;t des Journalismus steht auf dem Pr&#252;fstand, sondern seine Finanzierung. Kurz gesagt: Zeitungen haben &#252;ber die Jahre bedenklich an Auflagenst&#228;rke und Anzeigenumsatz verloren (Meyer-Lucht 2006: 4), der Journalismus im Web spielt jedoch bislang nur einen Bruchteil des Umsatzes ein. Der Spiegel Verlag erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 332 Millionen Euro, Spiegel Online 15 Millionen Euro. Durchschnittlich erreichen die Online-Werbeeinnahmen nur 10 Prozent des Anzeigenumsatzes von Print – viel zu wenig, um die aufwendige Maschine Journalismus zu erhalten. Zwar kann der Online-Werbemarkt rasante Zuw&#228;chse vermelden – laut Nielsen legte er im ersten Quartal 2008 um 41 Prozent zu – aber der Abstand bleibt gewaltig. Auch wenn Printmarken sich in Zukunft crossmedial entwerfen m&#252;ssen, sie sind auf den Umsatz des Printmediums angewiesen. <strong>Und das ist angeschlagen.</strong></p>
<p>Die Nutzung einer Zeitung als aktuelles Informationsmedium steht auf dem Pr&#252;fstand (Kolo und Meyer-Lucht 2007). Die Auflagen von Tageszeitungen sinken kontinuierlich und be&#228;ngstigend. Junge Leser wachsen nicht nach, sie holen sich ihre Nachrichten im Internet. Technische Entwicklungen werden au&#223;erdem dazu f&#252;hren, die Funktion der Zeitung zu ersetzen: W&#228;hrend zun&#228;chst das B&#252;romedium Web das Bed&#252;rfnis nach aktueller Information mehr als einmal am Tag erf&#252;llte, bedroht als n&#228;chstes auch das Mobiltelefon die Zeitung. Die neue Generation an Smartphones wird das Lesen von aktuellen Nachrichten unterwegs und &#252;berall m&#246;glich machen und die mobile Informationsquelle Zeitung, die man auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause konsumierte, abl&#246;sen <strong>– eines Tages wird man sagen, die Zeitung war auch einer der Vorl&#228;ufer des Mobiltelefons.</strong></p>
<p>Es steht nicht gut um das Medium und all das hei&#223;t: Die Zeitung muss sich entweder neu erfinden oder der Online-Journalismus muss finanziell erwachsen werden – was bedeutet, seine Anzeigenpreise m&#252;ssen steigen. Tats&#228;chlich deutet sich an, dass ein Teil des Werbegeldes ins Netz wandert. So wird BMW – und die Autoindustrie geh&#246;rt zu den werbest&#228;rksten Branchen – f&#252;r die Einf&#252;hrung seiner neuen Serie 1 erstmalig die H&#228;lfte des auf 15-25 Millionen Dollar gesch&#228;tzten Budgets zielgruppengerecht in Onlinemedien investieren (Elliott 2008). Diese Investition flie&#223;t jedoch nicht nur in klassische Medien, sondern auch in soziale Netzwerke. Der Kuchen wird also nicht einfach von gedruckten Zeitungen zu ihren Online-Angeboten wandern.</p>
<p>Nur eventuell kann der Journalismus also bleiben, was er ist, denn mehr noch als das Web wird seine &#246;konomische Situation ihn ver&#228;ndern. Und er wird nur Journalismus bleiben k&#246;nnen, wenn er die ihm eigenen Prinzipien ernst nehmen kann. Gleich ob er kuratiert oder selbst herstellt, gleich ob er online, offline oder auf dem Mobiltelefon landet. Journalismus ist nur Journalismus, wenn er verliebt in seine Ideale bleiben darf: Unabh&#228;ngig, in kritischer Distanz zu seinem Gegenstand, in Konflikten beide Seiten schildernd und einer akkuraten Berichterstattung verpflichtet. <strong>Ja, tats&#228;chlich, das Gejammere &#252;ber einen m&#246;glichen Qualit&#228;tsverlust im Journalismus wird man ernst nehmen m&#252;ssen. Und nein, es ist kein Problem, das auf den Online-Journalismus begrenzt ist.</strong></p>
<p>Deshalb: Das &#228;ngstliche Klammern an lieb gewonnene Strukturen, das den Journalismus derzeit pr&#228;gt, kann angesichts der ernsten Probleme keine Antwort sein. Es braucht eine neue „Poesie der Neugier“ (Kisch 1980); Offenheit, Kreativit&#228;t und Dynamik sind schleunigst gefragt. Das k&#246;nnte klappen: Neugier hat den Journalismus schon immer ausgezeichnet.</p>
<p>Dieser Text ist eine gek&#252;rzte Fassung eines Textes, den Mercedes Bunz f&#252;r das Buch  <a href="http://www.amazon.de/Webwissenschaft-Eine-Einf%C3%BChrung-Konrad-Scherfer/dp/3825809471">Webwissenschaft &#8211; Eine Einf&#252;hrung</a> geschrieben hat. Die Langfassung mit den dazugeh&#246;rigen Literaturangaben gibt es <a href="http://www.mercedes-bunz.de/texte/onlinejournalismus">hier</a>.<a href="http://www.amazon.de/Webwissenschaft-Eine-Einf%C3%BChrung-Konrad-Scherfer/dp/3825809471"> </a></div>
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